DE72518C - Verfahren zur Ausscheidung von Rufsflocken und Aschen theilchen aus den Abgasen der Hausfeuerungen - Google Patents

Verfahren zur Ausscheidung von Rufsflocken und Aschen theilchen aus den Abgasen der Hausfeuerungen

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DE72518C
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M. A. LUTZNER in Südende bei Berlin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/06Spray cleaning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Hausfeuerungen.
Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren zur Abscheidung von Rufsflocken und Aschentheilchen aus den die Schornsteine verlassenden Feuerungsgasen besteht darin, dafs unter Anwendung von einen Luftzug erzeugenden Wasserzerstäubungsapparaten oder Brausen die an geeigneter Stelle aas dem Schornstein abgezogenen, mit Rufsflocken und Asche vermischten Feuerungsgase vor ihrem Austritt in die freie Luft gewaschen und so von den für die Umgebung schädlichen und lästigen Bestandtheilen gereinigt werden.
Zur Ausübung dieses Verfahrens ist es erforderlich, dafs die Feuerungsgase in einen Raum abgeleitet werden, dessen Boden mit einer Wasserschicht bedeckt ist und in welchem Brausen oder Wasserzerstäubungsmundstücke in solcher Art angeordnet sind, dafs nicht allein eine genügende Durchwaschung der Feuerungsgase, sondern auch ein zum Abziehen derselben genügender Zug hervorgebracht wird. Dieser Raum mufs selbstverständlich mit einem Abflufs für das Schmutzwasser und einer Ableitung für die gereinigten Gase ausgestattet sein.
Auf der Zeichnung ist das Verfahren beispielsweise in Anwendung auf ein Wohngebäude zur Anschauung gebracht, und zwar ist die Abführung der Feuerungsgase aus zwei neben einander liegenden sogen, russischen Rohren gezeigt.
Um eine Durchwaschung der Feuerungsgase vornehmen zu können, sind die russischen Rohre α α, in welche die Abzugsrohre b b . . .
der Oefen A einmünden, mit dicht schliefsenden , aber zu ihrer Reinigung abnehmbaren Deckeln c c geschlossen und unten durch die Kanäle d d mit dem Waschraum B in Verbindung gebracht. Innerhalb des Waschraumes B, welcher mit einer Abflufsleitung e für das Schmutzwasser und einem Abzugskanal f für die gereinigten Feuerungsgase ausgestattet ist, sind Brausen oder Wasserzerstäubungsmundstücke g h in solcher Anzahl angeordnet, dafs eine vollkommene Reinigung der Feuerungsgase und ein genügender Zug zur Entfernung der gereinigten Gase erhalten wird. Durch den ersten Zerstäuber g bezw. die erste Zerstäuberreihe gg..., welche in der Hauptsache zur Erzeugung eines starken Zuges dienen, werden aber auch die von den Feuerungsgasen mitgeführten Rufsflocken und Aschentheilchen durchnäfst und gegen den mit einer Wasserschicht bedeckten Boden des Waschraumes B geschleudert.
Um das Entweichen etwaiger von den aus den Düsen D austretenden Wasserstrahlen nicht genügend durchfeuchteter, von dem Wasser nicht zurückgehaltener Rufsflocken durch den Abzugskanal f zu verhüten, ist innerhalb der letzteren eine zweite feinere Wasserzerstäubungseinrichtung h oder mehrere derselben angeordnet, durch welche die etwa emporsteigenden Rufsflocken in das Wasser zurückgeschleudert und mit letzterem durch den Abflufskanal e in den Entwässerungskanal i abgeführt werden.
Die zweite Wasserzerstäubungseinrichtung h bezw. die Richtung der aus derselben austretenden Wasserstrahlen und ihre Stärke mufs

Claims (1)

  1. eine solche sein, dafs durch dieselben die von den Brausen g erzeugte Zugwirkung nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
    Die Anordnung und Gröfse des Waschraumes B, der Zuführungs-, Abflufs- und Ableitungskanäle d ef, der Wasserstrahlapparate und Wasserzerstäubungseinnchtungen g und h mufs je nach der örtlichen Lage und Menge der auszusaugenden und zu reinigenden Feuerungsgase wie auch je nach dem Hitzegrad derselben entsprechend geändert werden, jedoch wird hierdurch das Wesen der vorliegenden Erfindung, welche darin besteht, Rufs- und Aschentheilchen mitführende Feuerungsgase vor ihrem Austritt in die freie Luft durch WTaschung zu reinigen und die nunmehr gereinigten Feuerungsgase sowie das gebrauchte Wasser gesondert abzuführen, in nichts geändert.
    Durch das vorbeschriebene Verfahren wird aber nicht allein eine Befreiung der abziehenden Feuerungsgase von Rufs- und Aschentheilchen bezweckt und dadurch die Verunreinigung der Luft, welche namentlich in Industriestädten auch auf das Wachsthum der Pflanzen und Bäume einen sehr schädlichen Einflufs ausübt, verhindert, sondern es wird bei Wohnhäusern der Abzug der Feuerungsgase unabhängig von der Witterung geregelt. Die so häufig, namentlich bei Vorhandensein schadhafter Oefen vorkommenden Oxydgasvergiftungen werden verhindert und das lästige, durch widrige Winde, Nebel oder Einwirkung der Sonnenstrahlen hervorgerufene Zurücktreten des Rauches in die Wohnräume wird vermieden.
    Patenτ-Ansprüch:
    Ein Verfahren zur Ausscheidung von Rufsflocken und Aschentheilchen aus den Abgasen der Hausfeuerungen, darin bestehend, dafs die Feuerungsgase in einen an geeigneter Stelle angeordneten Waschraum (B) durch Zug erzeugende Wasserstrahlapparate (g) und Wasserzerstäubungseinrichtungen (h) angesaugt, innerhalb dieses Raumes (B) gewaschen und gereinigt durch den Abzugskanal (f) in die freie Luft getrieben werden, während die ausgeschiedenen Rufsflocken und Aschentheilchen mit dem verbrauchten Wasser in einen Ableitungskanal abfliefsen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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