DE720592C - Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Kadmium - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Kadmium

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DE720592C
DE720592C DEB186289D DEB0186289D DE720592C DE 720592 C DE720592 C DE 720592C DE B186289 D DEB186289 D DE B186289D DE B0186289 D DEB0186289 D DE B0186289D DE 720592 C DE720592 C DE 720592C
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cadmium
electrolyte
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constant
electrowinning
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Expired
Application number
DEB186289D
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English (en)
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Dipl-Ing Walter Langner
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BERGWERKSGESELLSCHAFT GEORG VO
Original Assignee
BERGWERKSGESELLSCHAFT GEORG VO
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/16Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of zinc, cadmium or mercury

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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Kadmium Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Kadmium aus Kad'miumsulfatlösungen mit Hilfe rotierender Kathoden.
  • Es sind Verfahren zur @elektrolytischen Abscheidung von Kadn-iiurn bei Anwendung rotierender Kathoden _sowie unlöslicher Anoden bekannt. Ein Nachteil aller dieser Verfahren besteht darin, daß man unbedingt auf einen außerordentlich hohen Reinheitsgrad des zur Verwendung kommenden Elektrolyten. achten muß. Immer ist ein langwieriges Laugenreinigungsmerfahren notwendig, da schon geringe Mengen von Verunreinigungen an Fremdmetallen, wie z. B. Kobalt, Nickel, Arsen, Thallium usw., einen verheerenden Einfluß bei der Abscheidung des Kadmiums zeigen. Dieser äußert sich in der Bildung von Knospen und Auswüchsen am Niederschlag, der außerdem nicht-zusanen-_ hängend ist, ein schwammiges Aussehen hat und schlecht an der Kathode haftet, So hat z. B. die Gegenwart von 0,3 g/1 Thallium zur Folge, daß das abgeschiedene Kadmium schwammig und dunkel wird, während gleichzeitig die Stromausbeute sauf 4o bis 5o% absinkt. Geringe Mengen von Nickel. oder Kobalt wirken bei den üblichen Verfahren stark korrodierend auf den Kadmiumniederschlag, so daß Lochbildung und Wiederauflösung des abgeschiedenen Kadmiums eintreten; gleichzeitig ist ges infolge der Gegenwart dieser Metalle im Badelektrolyten nicht möglich, ein Produkt hoher Reinheit zu erzielen.
  • Die Erfindung bietet demgegenüber die Möglichkeit, auf die umständliche Laugenreinigung weitgehend zu verzichten. Sie besbeht darin, daß bei Einhaltung einer b.estimumten Arbeitsweise die Verwendung eines stark verunreinigten Badelektrolyten ermöglicht wird. Dieser kann z. B. bis zu 5oo mg Nickel im Liter enthalten, ohne daß bei der Kadmiumabscheidung Schwierigkeiten der obenbezeichneten Art auftreten. Im Gegenteil werden bei Verwendung eines derartig verunreinigten Elektrolyten Stromausbeuten von g i bis 930/0 erzielt und ein glatter und fester Niederschlag erhalten, der vorzüglich an der Kathode haftet. Lochbildung und Wiederauflösung des Kadmiums treten nicht ein, der Reinheitsgrad des abgeschiedenen Metalls beträgt 99,9ß% und mehr.
  • Die gemäß der Erfindung angewendete Arbeitsweise besteht darin, daß im Badelektrolyten dauernd ein konstanter und niedriger Kadmiumgehalt und ein konstanter Säuregehalt aufrechterhalten werden, während hohe Stromdichten von ioo bis 5öoAmp./m2 zur Anwendung kommen. Infolge dieser Maßnahmen wird es überraschenderweise möglich, ohne Schwierigkeiten einen Badelektrolyten von der beschriebenen unreinen Beschaffenheit, der z. B. bis 50o mg Nickel im Liter enthält, für die Kadmiumabscheidung zu benutzen.
  • Zur Illustration des neuen Verfahrens möge folgendes Beispiel dienen. Eine Elektrolysenzelle enthält 1, 5m3 eines Elektrolyten, der etwa 259 Kadmium und i 5o g Schwefelsäure im Liter aufweist. Es wird nun stundenweise so viel neutraler Elektrolyt mit etwa Ißo bis 22og Kadmium/Liter zugesetzt, wie in der gleichen Zeit Kadmium abgeschieden wird, so daß Kadmium- und Säuregehalt des Bades praktisch konstant bleiben.
  • Bei den bisher üblichen Verfahren können nur Kathodenbleche von etwa i mm und weniger Stärke erzeugt werden. Diese geringe Blechstärke hat naturgemäß einen hohen Abbrand beim Einschmelzen zur Folge. Verlängert man die Niederschlagsdauer über das übliche Maß von etwa 2q. Stunden hinaus, so beginnt eine verstärkte Knospenbildung und beträchtliche Wiederauflösung des abgeschiedenen Metalls in Erscheinung zu treten. Aus diesem Grunde beschränkt man sich auf die Herstellung dünner Bleche und nimmt dafür einen hohen Abbrand beim Einschmelzen in Kauf.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung treten die geschilderten Übelstände nicht auf, selbst wenn man die Niederschlagsdauer bis auf etwa 12 Tage erhöht. Gewöhnlich w--rden die Bleche nach q. bis 5 Tagen abgezogen, da dann bereits 3 bis 4 nun Stärke erzielt sind, wodurch der Abbrand beim Einschmelzen auf unter z % herabgesetzt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Kadmium aus einem unreinen Elektrolyten mit Hilfe rotierender Kathoden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung des Kadmiums bei Einhaltung eines konstanten Kadmiumgehaltes von etwa 25g Kadmium und eines konstanten Säuregehaltes von etwa i 5o g Schwefelsäure im Liter sowie einer Stromdichte von i oo bis zu etwa 5oo Amp./m2 ,erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sein Badelektrolyt zur Verwendung kommt, der z. B. bis 50o mg Nickel im Liter enthält.
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