DE72058C - Fernhörer mit zusammengesetzter Schallplatte - Google Patents
Fernhörer mit zusammengesetzter SchallplatteInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R13/00—Transducers having an acoustic diaphragm of magnetisable material directly co-acting with electromagnet
- H04R13/02—Telephone receivers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Ausführung eines Fernhörers oder Fernsprechers. Die
Schallplatte besteht aus zwei durch eine Isolirschicht getrennten Eisenscheiben, deren eine
am Auflagerende nur mit vorspringenden Ansätzen so festgelegt ist, dafs der Rand im
übrigen freie Schwingungen ausführen kann, wodurch eine höhere Wirksamkeit des Fernhörers
erzielt wird. Die Trennung der wirksamen Eisenscheiben an der Schallplatte hat den Zweck, die Obertöne zu beseitigen, die
sonst bei kräftigeren Schwingungen der Schallplatte unvermeidlich sind.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Oberansicht eines Fernhörers der neuen Art, von welchem indessen die Deckelplatte mit der Schallplatte (punktirt dargestellt)
abgenommen ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch den Fernhörer nach der Längsachse.
Fig. 3 und 4 sind Einzeldarstellungen, die Umrifsform der kurzen und langen Schallplatte
am Fernhörer kennzeichnend.
Fig. 5 und 6 sind bezw. ein Querschnitt und ein Grundrifs eines Fernhörers, der in
Dosenform ausgeführt ist, und
Fig. 7 und 8 stellen die zugehörigen zwei Schallplatten in Einzelansichten dar.
Der Fernhörer nach Fig. 1 und 2 hat die gewöhnliche Löffelform mit verlängertem Handgriff,
der in der vorliegenden Ausführung zugleich zur Bildung eines Schallraumes ausgenutzt
ist.
Das Gehäuse M des Fernhörers soll aus Holz oder Hartgummi bestehen und ist mit
einem doppelten Boden mm' sowie mit einem Deckel M' verbunden, an welchem sich der
an das Ohr zu haltende Schallbecher m" befindet.
Zwei Elektromagnetspulen NN' sind innerhalb des Gehäuses so angebracht, dafs sie in
Verbindung mit den entgegengesetzten Polen eines stabförmigen, aus mehreren Platten bestehenden
Dauermagneten O stehen. Dieser Stabmagnet ist am Gehäuseboden mittelst eines
hölzernen Querstückes 0' und der Schrauben, die hindurchgehen und am Bodenstück m eingeschraubt
sind, festgelegt. Die Stellschrauben 0 gehen durch den Boden des Gehäuses hindurch
und stützen sich an den Magneten O, welcher dadurch mit seinem Elektromagneten
eingestellt werden kann. Der Deckel M' sowie das Schallmündungsstück m" sind an der
Innenseite bis zu geringer Tiefe ausgespart, um in Verbindung mit der tiefer gelagerten langen
Schallplatte η (Fig. 4) einen spaltförmigen Schallraum o" zu bilden.
Zweckmä'fsig wird das Mündungsstück m" an der Innenseite tiefer als der übrige Deckeltheil
ausgehöhlt, wie aus Fig. 2 ersichtlich.
Die Schallplatte setzt sich aus zwei aus Eisenblech geschnittenen Platten η η' zusammen,
deren eine längere und mit κ bezeichnete (Fig. 4) sich über die ganze Länge
des Gehäuses erstreckt und auf den Oberrand desselben nach Art eines Deckels aufgepafst
ist, indem der äufsere Deckel M' darüber zu liegen kommt; aufserdem ist diese Platte η an
ihrem verlängerten Ende an den Elektromagneten N' (dem Südende des Dauermagneten
angehörig) gelegt. Die andere Platte μ' (Fig. 3)
ist nur auf der Seite der Schallmündung unmittelbar unter der Platte η angeordnet und
steht unter der Wirkung des Elektromagneten N am Nordende dieses Dauermagneten. An der
Platte n' sind zwei oder mehr, vom kreisförmigen
Rande vorspringende Ansätze »"' vorgesehen, mittelst deren ein Auflager an den oberen Rändern des Gehäuses geschaffen wird,
wie aus der punktirten Darstellung in Fig. i ersichtlich, sonst bleiben die Plattenränder frei,
um unbehindert Schwingungen ausführen zu können. Die beiden Platten η und n' sind
von einander durch ein Stück weichen Seidenpapiers n", durch Seide oder einen ähnlichen
Stoff isolirt. Der Zweck der langen oder gröfseren Schallplatte η ist die Vermehrung
der Intensität der Schallschwingungen. Die innere Schallplatte n', deren Ränder, wie beschrieben,
freiliegen, dient zur verstärkten Wiedergabe der artikulirten Laute und der hellklingenden Schallschwingungen; in der bezeichneten
Verbindung mit der anderen langen Schallplatte η mit zwischengelegtem Isolirstoff
ermöglicht diese Platte n' ferner den wirksamen Ausschlufs von Obertönen und metallischen
Klängen, die bei den gewöhnlichen Fernhörern auftreten und die Deutlichkeit beeinträchtigen.
Die Laute werden bezüglich der Tonwirkung und Klangfarbe klar und ohne Härte wiedergegeben.
Der Fernhörer oder Fernsprecher kann auch in Dosenform, wie Fig. 5 und 6 darstellen,
ausgeführt werden, wenn eine mehr handliche Form erfordert wird, z. B. für die Zwecke der
bedienenden Beamten oder für die Fernsprecher in Feuermeldevorrichtungen. Der Dauermagnet
ist rechtwinklig gebogen und trägt an seinem auf dem Boden liegenden Schenkel O die
beiden Elektromagnete NN, während der abgebogene
andere Schenkel O' in Berührung mit der äufseren oder gröfseren Schallplatte η
ist, die am Rande des Dosengehäuses und unter dem Deckel M' festgeklemmt liegt. Die
innere Platte n' hat, wie Fig. 7 zeigt, die vorher beschriebene Umrifsform und Anordnung;
zwischen den Platten nn' befindet sich der Isolirstoff n".
Klemmschrauben 6 und 7 am Gehäuse dienen zum Anschlufs der Leitungen und stehen
mit zu den Elektromagnetspulen führenden Drähten in Verbindung. Das hölzerne, zur
Befestigung dienende Brückenstück o' in Fig. 1 und 2 hat Rinnen oder Einschnitte an den
Seiten, wie punktirt dargestellt, zur Aufnahme letztgenannter Verbindungsdrähte.
Abgesehen von der durch die vorbeschriebene besondere Ausführung erzielten höheren Wirkung
und Empfindlichkeit ist die Wirkungsweise der Vorrichtung im übrigen die bei
Fernsprechern gewöhnliche. Wenn die durch ' Bewegung der Mikrophonplatte (der Sendestation)
veranlafsten, in wechselnder Wiederkehr auftretenden Stromstöfse an den Fernhörer gelangen
und dessen Elektromagnetspulen NN erregen, so ergiebt sich für die Schallplatten,
welche, den Weg der magnetischen Kraftlinien theilweise vervollständigend, durch den Dauermagneten
in der Anziehungslage gehalten werden, eine magnetische Wirkung in dem Sinne, dafs je nach der Stromrichtung die Platten
näher zum Stahlmagneten gezogen oder von ihm entfernt werden. Die demzufolge auftretenden
Schwingungsänderungen sind die Ursache dafür, dafs die. Schallplatte des Fernhörers
gleiche oder ähnliche Laute wiedergiebt, wie sie zur Bethätigung des Mikrophons dienen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Fernhörer mit einer in bekannter Weise aus zwei durch eine Zwischenlage von Papier oder dergleichen getrennten Eisenscheiben zusammengesetzten ,Schallplatte, deren eine am Gehäuserand ringsum anschliefsend aufliegende Eisenscheibe (n) durch Anlage an einem Magneten oder Magnetkern magnetisirt wird, während die andere, der veränderlichen Anziehung unmittelbar unterliegende Eisenscheibe (n') mit vom Rande vorspringenden Ansätzen zu dem Zwecke versehen ist, um mit Freilassung des gröfsten Theiles des Umfangrandes an dem Gehäuse festgelegt zu werden.
- 2. Diejenige Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Fernhörers, bei welcher die überdeckende Scheibe (n) sich über die ganze Länge des Gehäuses, eines Löffeltelephons erstreckt und, indem sie unterhalb eines ausgesparten Deckels liegt, zur - Bildung eines Schallraumes bei demselben Veranlassung giebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72058C true DE72058C (de) |
Family
ID=345311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72058D Expired - Lifetime DE72058C (de) | Fernhörer mit zusammengesetzter Schallplatte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72058C (de) |
-
0
- DE DENDAT72058D patent/DE72058C/de not_active Expired - Lifetime
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