-
Werkzeugmaschine, insbesondere Drehbank oder Abstechmaschine, mit
einer die Regeleinrichtung für die Drehzahl beeinflussenden Einstellvorrichtung
zum Gleichhalten der Schnittgeschwindigkeit Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine,
insbesondere Drehbank oder Abstechmaschine, mit einer die Regeleinrichtung für die
Drehzahl beeinflussenden Einstellvorrichtung zum Gleichhalten der Schnittgeschwindigkeit,
wobei alle die Einstellvorrichtung unmittelbar bewegenden Einflußgrößen für die
Schnittgeschwindigkeit gesondert voneinander mittels Differentialgetrieben auf die
Einstellvorrichtung wirken, nach Patent 715454. Bei einer in dem Hauptpatent angegebenen
Ausführungsform hierfür werden die Bewegungen des Querschlittens durch ein Lineal
mit ansteigender Wirkungskante auf ein Glied eines Differentialgetriebes übertragen.
Dieses Lineal wird schräg zu seiner Ebene verschoben und bewegt einen das Differentialgetriebeglied
treibenden Kegel dadurch, daß es bei seiner Verschiebung einen Druck auf eine auf
dem Kegel in Schraubenlinie verlaufende Führung ausübt. Es hat sich gezeigt, daß
diese Einrichtung durch eine einfachere ersetzt werden kann, bei der das Lineal
in seiner Ebene verschoben wird und auf eine in dieser Ebene liegende und um eine
senkrecht dazu stehende Achse schwenkbare Kurve wirkt, deren Bewegungen das Glied
des Differentialgetriebes einstellen. Diese Kurve stellt,die ebene Projektion der
im Hauptpatent verwendeten, auf
einem Kegel in Schraubenlinie verlaufenden
Führung für das Lineal dar. Dabei können die Drehungen der Antriebspindel des Querschlittens
über ein Untersetzungsgetriebe auf eine Zahnstange übertragen werden, die das Lineal
verschiebt. Legt man die Zahnstange senkrecht zur Antriebspindel, dann wird erreicht,
daß das Lineal in der Längsrichtung der Werkzeugmaschine angeordnet werden kann
und sich in dieser Richtung verschiebt, wodurch sich eine besondere vorteilhafte
und bedrängte Unterbringung ergibt. Durch das Untersetzungsgetriebe werden die Bewegungen
der Antriebspindel des Querschlittens verkleinert auf das Lineal übertragen, so
daß dieses auch für seine Verschiebungen nur wenig Raum beansprucht.
-
Es hat sich weiter als zweckmäßig erwiesen, in den Antrieb des Lineals
eine Rutschkupplung einzuschalten und eine Einstellvorrichtung zum Einstellen des
Lineals auf den auf einer Teilung abzulesenden Arbeitsdurchmesser vorzusehen, die
auf ein Getriebeglied auf der dem Lineal zugekehrten Seite der Rutschkupplung wirkt
und die Einstellung des Lineals auf den der Stellung des eingespannten Werkzeugs
entsprechenden Arbeitsdurchmesser unter Überwindung der Reibung der Rutschkupplung
ermöglicht.
-
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen Abb. i bis q. die Anordnung der für die Erfindung wesentlichen
Teile an einer Drehbank, nämlich Abb. i eine Seitenansicht, Abb. 2 ,den Grundriß,
Abb. 3 die Ansicht in Richtung des Pfeiles A der Abb. i, Abb. d. einen Schnitt nach
der Linie IV-IV der Abb. :2, Abb. 5 die Vorderansicht des Getriebes zur Übertragung
der Bewegungen des Querschlittens auf ein Differentialgetriebe samt diesem, Abb.6
einen senkrechten Schnitt durch diese Getriebe, Abb.7 eine Teilansicht nach der
Linie VII-VII der Abb. 5, teilweise geschnitten, :ebb. 8 die Draufsicht auf den
Vorderteil des diese Getriebe enthaltenden Gehäuses, Abb.9 die Vorderansicht der
Vorgelegeverstellung und des von ihr beeinflußten Differentialgetriebes und Abb.
Io einen senkrechten Schnitt hierdurch.
-
Der Körper der Drehbank ist schematisch mit strichpunktierten Linnen
angedeutet. Wie hei der Ausführung nach dem Hauptpatent treibt ein Motor i über
eine Kupplung 2 auf die Antriebswelle 3 eines stufenlos regelbaren Getriebes q.,
dessen Abtriebwelle 5 mit einer Vorgelegewelle 6 verbunden ist. Auf dieser sind
zwei Zahnräder 7 und 8 mittels einer durch ein Zahnrad Io betätigten Zahnstange
i i verschiebbar, die auf diese Weise mit zwei Zahnrädern 12 und 13 beziehungsweise
in Eingriff gebracht werden können, die fest auf der Arbeitsspindel 15 sitzen.
-
Das Regelgetriebe weist wie im Hauptpatent zwei Paar auf den Wellen
3 und 5 verschiebbare Kegelscheiben 16 und 17 auf, zwischen denen ein Keilriemen
18 läuft. Zur Regelung wird der Abstand der Kegelscheiben auf den beiden Wellen
gegenläufig verstellt mittels der Hebel i9, die durch eine mit zwei gegenläufigen
Gewinden versehene Regelspindel 2o betätigt werden. Zum Antrieb der Regelspindel
2o dient ein Elektromotor a 1, der über Zahnräder 22 und eine Kupplung 73 arbeitet.
-
Die Antriebspindel 24 des Querschlittens 25 überträgt die Bewegungen
auf das Sonnenrad 35 des schon im Hauptpatent genannten Differentialgetriebes 36,
das in einem an der Schloßplatte der Drehbank befestigten Gehäuse 74 untergebracht
ist, in folgender Weise. Auf der Spindel 2.I sitzt ein Stirnrad 75, das mit einem
am Gehäuse 74 gelagerten Stirnrad 76 kämmt. Auf der Welle 77 des Rades 76 ist ein
Arm 78 befestigt, der an seinem Ende ein Stirnrad 79 trägt. Im Gehäuse 7.a. ist
weiter fest eine Achse 8o gelagert, deren eines Ende in einem Schild 8i befestigt
ist, während das andere Ende in einen Hohlraum der Welle 77 ragt und Lager
82 trägt, um die die Welle 77 sich dreht. Auf der Achse 8o sitzt fest ein
Stirnrad 83, das mit dem Stirnrad 79 kämmt, so daß dieses bei der Drehung der Welle
77 auf dein Stirn- ; rad 83 abrollt.
-
Um die Achse 8o drehbar ist eine i\Tabe 8.4. auf der fest ein Stirnrad
85 sitzt. Dieses ist so groß wie das Stirnrad 83, so daß es ebenfalls mit dem unilaufenden
Stirnrad 79 kämmt. Doch hat das Rad 85 einen Zahn weniger als das Rad 83, beispielsweise
hat das Rad 83 sechzig Zähne und das Rad 85 neunundfünfzig Zähne.
-
rauf der Nabe 84 ist ferner eine Druckscheibe 86 befestigt. Zwischen
ihr und dein Stirnrad 85 sitzt lose die Nabe 87 eines Stirnrades 88, die durch eine
in sie eingebaute Rutschkupplung 89 mit durch Federn 9o an das Rad 85 und die Druckscheibe
86 angepreßten Mitnehinerstopfen 9i mitgenommen wird. Das Stirnrad 88 greift in
eine im Gehäuse 74 verschiebbar gelagerte Zahnstange c92 ein, die auf einem Stab
93 geführt ist.
-
Mit der Zahnstange 92 ist das untere Ende des schon im Hauptpatent
genannten Lineals
27 verschraubt, dessen Wirkungskante 28 schräg
liegt und am unteren Ende in einen waagerechten Teil 29 übergeht. Das obere Ende
des Lineals läuft in einer im Gehäuse 74 befestigten Führung 94.
-
Bei einem einmaligen Umlauf des Rades 79 wird das Rad 85 um einen
Zahn weitergeschaltet, wodurch die Drehungen der Spindel 24 sehr verkleinert auf
das Rad 88 und von diesem auf das Lineal 27 übertragen werden.
-
Das Lineal 27 liegt mit seiner Wirkungskante 28 an einer ebenen Kurve
95 an, die fest auf einer im Gehäuse 74 gelagerten Welle 96 sitzt, von der die Bewegungen
durch ein Stirnrad 97 auf das ebenfalls als Stirnrad ausgebildete Sonnenrad 35 des
Differentialgetriebes 36 übertragen wer den.
-
Um nach dem Einspannen eines Werkzeuges mit anderer Ausladung das
Lineal 27 auf die Stellung einstellen zu können, die der Einstellung der Werkzeugschneide
entspricht, ist am Gehäuse 74 ein Drehknopf 98 angebracht, der über Stirnräder 99
und Ioo auf Stirnrad IoI wirkt, das in das Stirnrad 88 eingreift. Bei diesem Einstellvorgang
bleibt der Querschlitten 25 stehen, und das Rad 88 muß sich gegenüber dem Rad 85
verdrehen. Hierbei ist die Reibung der Rutschkupplung 89 zu überwinden. Die Welle
des Drehknopfes 98 trägt eine Trommel Io2 mit den Werten des Arbeitsdurchmessers,
die an, einer festen Nullmarke 103 abgelesen werden können.
-
Zum Einstellen der gewünschten Schnittgeschwindigkeit dient ein zweiter,
in dem Hauptpatent als Handrad ausgebildeter Drehknopf 40, der mittels Stirnrädern
104 und 105 auf das andere Sonnenrad 38 des Differentialgetriebes 36 wirkt. Die
Welle des Drehknopfes 40 trägt eine Trommel mit einer Teilung 41 für die Schnittgeschwindigkeit,
die an einer festen Marke Io6 abgelesen werden kann.
-
Die Drehungen der Sonnenräder 35 und 38 summieren sich in der Bewegung
des Planetensterns 42, der sie über ein Kegelradpaar 107 auf die Vorwelle 43 weiterleitet,
von der sie über ein Kegelradpaar Io8 auf das eine Sonnenrad 44 des auch in dem
Hauptpatent verwendeten Differentialgetriebes 45 übertragen werden.
-
Auf das andere Sonnenrad 46 wirkt die Einrichtung zur Umschaltung
der Vorgelegeräder 7 und 8 ein. Wie bei der Ausführung nach dem Hauptpatent sitzt
das Zahnrad Io auf einer Welle 48, die durch eine Kurbel 49 gedreht wird. Die Welle
48 ist in einem an der Drehbank befestigten Gehäuse Io9 gelagert und trägt eine
Scheibe IIo, auf der an beiden Rändern eines Kreisbogenschlitzes Teilungen i i i
und 11:2 für den Arbeitsdurchmesser angebracht sind. Die Teilungen werden vor einer
festen Teilung 113 für die Schnittgeschwindigkeit bewegt und sind durch ein Fenster
114 der Vorderwand des Gehäuses Io9 sichtbar.
-
Auf der Welle 48 sitzt ein Zahnrad 115, .in das eine Zahnstange i
16 eingreift, die an ihrem anderen Ende mit dem Sonnenrad 46 des Differentialgetriebes
45 kämmt. Dessen Planetenstern 52 trägt ein Kettenrad 117, von dem eine Kette i
18 als Antrieb zu einer als Vorwähleinrichtung wirkenden Einstellvorrichtung i i9
für die Drehzahlregeleinrichtung führt, die den Hilfsmotor 21 betätigt.