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Mehrlaschige Metallkette zum Lauf zwischen gegeneinander verschiebbaren
Kegelscheiben Für. Kettengetriebe mit einander gegenüberliegenden, gegeneinander
verschiebbaren Kegelscheiben sind mehrlaschige Metallketten bekannt, die in jedem
Glied ein Paar den Flankendruck gegeneinander. übertragende, in-Ausnehmungen der
Zuglaschen käfigartig geführte und radial rollfähig gelagerte Übertragungsmitte1
aufweisen. Dabei können die Glieder abwechselnd mit- :einer ungleichen Anzahl von
Zuglaschen ausgerüstet sein. Diese Metallketten zeigen verschiedene Nachteile, die
ihre Anwendung für höchste Dauerleistungen begrenzen.
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Die bisherigen Iscttenbauarten weisen eine recht große Länge der einzelnen
Glieder, also eine große Kettenteilung auf, so daß sich ein ungiinstig es Verhältnis
zwischen der tragenden Länge der Übertragungsmittel und der Kettenteilung ergibt.
Von .der Gliedlänge hängt die Zahl der gleichzeitig im Eingriff mit den Kegelscheiben
stehenden: Übertra= gungsmittel- sowie die Auftreffgeschwindigkeit der Übertragungsmittel
auf die Kegelscheiben ab. Je größer die Kettenteilung -ist, um so kleiner ist die
Zahl der gleichzeitig tragenden-Glieder und damit auch die übertragbare Umfangskraft
(bei gegebener Belastung eines Ei,xizelgl.iedes), und um so größer ist die Auftreffgeschwi,ndigkeit,
durch deren Höhe der Wirkungsgrad ungünstig beeinflußt und die Kettengeschwindigkeit
begrenzt wird.
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Die langen Kettenglieder besitzen auch ein im Verhältnis zur tragenden
Länge der Über-. tragungsmittel und zur Verschleißfläche der Gelenkbolzen hohes
Gewicht.
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Zu diesen den Wirkungsgrad ungünstig beeinflussenden und die ül)ertragungsleistung
begrenzenden Umständen, die sich aus der großen Kettenteilung ergeben, kommt noch
die Reibungswärme, die beim Ein- und :ausrollen des Übertragungsmittelpaares jedes
Gliedes an. den kegeligen Getriebescheiben entsteht.
Zweck der Erfindung
ist, die übertragungsleistung zu erhöhen und den Wirkungsgrad zu steigern, indem
Mittel angegeben werden, die Kettenteilung und das Kettengewicht zu verkleinern
und die Reibungswärme zu verringern.
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Das wird durch eine Verkleinerung der Länge der übertragungsmittel
erreicht, die möglich ist, ohne ihre tragende Länge zu verkürzen. Bisher besaßen
die als übertragungsmittel verwendeten Rollen sehr stark abgerundete Kanten, wodurch
sie viel länger als die tragende Rollenlänge waren. Eine leichte Abrundung der Kanten,
die eine Verkürzung der Gesamtlänge der Rollen bei gleichbleibender tragender Länge
mit sich gebracht hätte, verbot sich mit Rücksicht auf die starken Kerbspannungen,
die sonst in den Ecken der sie aufnehmenden im wesentlichen rechteckigen Ausnehmungen
der Zuglaschen aufgetreten wären.
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Durch die Erfindung wird dadurch Abhilfe geschaffen, daß die Ausnehmungen
der Zuglaschen für die zur Verminderung der Laschenlänge schmal gehaltenen Rollen
an den Enden der Langseiten zur Verminderung von Kerbspannungen Ausrundungen aufweisen.
Es @ergibt sich dadurch .eine Verkleinerung der Kettenteilung und eine Gewichtsverminderung.
Auch bringen die Ausrundungen besonders bei starkem axialem Kettenzug eine Verringerung
der beim Einrollen und Ausrollen entstehenden Reibung der Rollen an den Zuglaschen
mit sich, da die Gleitflächen an den Rollenstirnseiten in der Nähe des größten Durchmessers
wegfallen und somit nur ;ein kleinerer Reibungsradius wirksam ist.
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Die Ausrundungen der Ecken der Ausnehmungen der Zuglaschen haben eine
gleichmäßige Verteilung der Zugspannungen in den die Ausnehmungen auf den Schmalseiten
begrenzenden Längsstegen zur Folge, so daß diese Längsstege schmaler als früher
gemacht werden könnten. Da aber die Außenstege außer den Längszugkräften noch die
vom Druck der Kegelscheiben auf die Rollen herrührenden, radial nach außen gerichteten
Querkräfte aufnehmen müssen, kann sich diese Maßnahme bei ihnen nicht so auswirken.
Demgemäß sind erfindungsgemäß die den Achsen der Kegelscheiben zugewendeten inneren
Längsstege der Zuglaschen schmäler als die äußeren Längsstege. Auch hierdurch wird
eine Gewichtsverringerung erzielt.
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Schließlich trägt zu dem erstrebten Ziel die Maßnahme bei, daß die
durch die Achsen der beiden Gelenkbolzen des Gliedes bestimmte Ebene die Berührungsstellen
der Rollen mit den Kegelscheiben schneidet. Dadurch wird erreicht, daß jedes Rollenpaar
vollkommen radial und ohne jedes Gleiten zwischen den Kegelscheiben einrollt und
ausrollt.
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In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i einen Längsschnitt durch ein Kettenstück, Fig.
2 den Querschnitt nach der Linie II-II und Fig.3 den Querschnitt nach der Linie
Il;I-III der Fig. i mit Teilen der Kegelscheiben, zwischen denen die Kette läuft,
Fig. 4 eine Seitenansicht zu Fig. i, wobei in .einem Glied die Rollen weggelassen
sind, um ehe Ausnehmungen der Zuglaschen deutlicher zu zeigen, und Fig. 5 eine Seitenansicht
zweier Kettenglieder in ihrer Lage zwischen den Kegelscheiben. Die Kette «eist Gelenkbolzen
i auf, auf denen Zuglaschen 2 mit Festsitz befestigt und Zuglaschen 3 mit Gelenkbüchsen
4 gelenkig aufgeschoben sind. Die in größerer Zahl vorhandenen Zuglaschen 3 sind
so zwischen den Zuglaschen 2 angeordnet, daß außen je eine Zuglasche 2 sitzt, die
aus den festsitzenden Zuglaschen 2 gebildeten Glieder also breiter als die aus den
beweglichen Zuglaschen 3 gebildeten sind. Die unmittelbar nebeneinanderliegenden
Zuglaschen 3 sitzen soweit als möglich paarweise auf je einer gemeinsamen Gelenkbüchse
4.
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Sämtliche Zuglaschen weisen Ausnehmungen 5 zur Aufnahme von Rollen
6 auf, von denen je zwei in jedem Kettenglied einander berührend liegen. Die im
wesentlichen rechteckigen Ausnehmungen 5 sind an den Enden der Langseiten mit verhältnismäßig
großen Ausrundungen 7 versehen, während die Rollen 6 nur leicht abgerundete Kanten
8 haben.
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Die inneren Längsstege 9 der Zuglaschen sind schmaler als die äußeren
Längsstege i o. In den Fig. 2 und 3 sind Teile der Kegelscheiben i i eingezeichnet,
zwischen die sich die Rollen 6 einklemmen und dabei den Flankendruck gegeneinander
übertragen. In Fig.5 ist die gegenseitige Lage zweier Kettenglieder zwischen den
Kegelscheiben dargestellt. Die Kegelscheiben i i und die Rollen 6 berühren einander
in ellipsenähnlichen Flächen 12. Die Lage der Rollen 6 und der Gelenkbolzen i im
Glied ist nun so gewählt, daß die durch die Gelenkbol.zenachsen jedes Gliedes gelegte
Ebene E-E die Flächen i 2 schneidet. Sitzt in Fig. 5 das Kettenglied 23 bereits
fest zwischen den Kegelscheiben, dann- kippt bei der eingezeichneten Drehrichtung
(Pfeil 24) das von links ankommende weitere Glied 22 beim Einkeilen zwischen die
Kegelscheiben um den durch das Glied 23 bereits festgelegten Bolzen 21 und beschreibt
dabei einen kurzen Kreisbogen, der genau in die Radialrichtung
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fällt und auf den Rollenachsen senkrecht steht. Demgemäß führen die Rollen 6 auf
den Kegelscheiben eine reine Rollbewegung ohne jedes Gleiten aus, wodurch die geringste
i Reibung erzeugt wird.