DE719086C - Einrichtung zum Bearbeiten von Boeden, insbesondere zum Pfluegen von Ackererde - Google Patents

Einrichtung zum Bearbeiten von Boeden, insbesondere zum Pfluegen von Ackererde

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DE719086C
DE719086C DES129881D DES0129881D DE719086C DE 719086 C DE719086 C DE 719086C DE S129881 D DES129881 D DE S129881D DE S0129881 D DES0129881 D DE S0129881D DE 719086 C DE719086 C DE 719086C
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DE
Germany
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soil
electrode
ploughshare
plowing
ground
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Expired
Application number
DES129881D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmut Bayha
Dipl-Ing Kurt Klippert
Dr Georg Kuehne
Dipl-Ing Eugen Roeckl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B47/00Soil-working with electric potential applied between tools and soil

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
28. MÄRZ 1942
. REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M719086 . KLASSE 45 a GRUPPE
5 129881 IIIl45a
Dr. Georg Kühne, $ipL~3ng. Kurt Klippert in München, ■#■ 5)ipt-3ng. Eugen Röckl und 5>ipl-3ng+ Helmut Bayha
in Berlin-Siemensstadt
sind als Erfinder genannt worden.
Patentiert im Deutschen Reich vom 8. Dezember 1937 an Patenterteilung bekanntgemacht-am 5. März 1942
Es ist bekannt, beim Bearbeiten des Bodens mit landwirtschaftlichen Geräten den Bodenwiderstand dadurch zu vermindern, daß ein elektrischer Strom durch den Boden gesandt wird. Es bildet sich dann z. B. beim Pflügen an und in der Nähe der mit dem negativen Pol zu verbindenden Pflugschar eine Wasseransammlung, welche die Reibung vermindert. Der erforderliche elektrische Strom wird auf verschiedene Weise erzeugt, beispielsweise durch einen Motorgenerator, einen Transformator mit Gleichrichter, oder man entnimmt die elektrische Energie einem elektrischen Netz.
Bei derartigen Verfahren kommt es darauf an, den Stromweg zur Pflugschar und die Stromstärke derartig zu wählen, daß der beabsichtigte Zweck, eine genügende Wasseransammlung in der Nähe der Pflugschar, am besten erreicht wird. Hierbei müssen hohe, Menschen und Tiere gefährdende Spannungen vermieden werden. Zu diesem Zweck muß auch der positive Pol in zweckentsprechender Weise mit dem Erdboden verbunden werden, damit der Stromkreis möglichst niedrigen Widerstand hat. Man kann zur Erdung des positiven Pols entweder die Räder des Traktors oder die Räder des Pfluges, ferner auch das Sech oder eine fest in den Erdboden gesteckte Elektrode benutzen.
Die Erfindung betrifft nun die Anordnung einer besonderen Elektrode zur' Zuführung des positiven Stromes, die einerseits einen möglichst geringen elektrischen Übergangs-
widerstand zur Erde bietet und andererseits keinerlei mechanische Reibungswiderstände von Bedeutung hervorruft und die so angeordnet werden kann, daß die Strombahn durch den Boden zur Pflugschar oder zum Sech stets so geleitet werden kann, daß sie eine maximale Wirkung bringt. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß eine besondere, auf dem Erdboden schleifende ίο Elektrode am Pfluge angeordnet ist, die zweckmäßig aus einer Walze oder einem Bürstenträger mit daran befestigten Stahldrähten besteht, die im Bürstenträger so angeordnet sind, daß sie beim Vorwärtsgang des Pfluges auf dem Erdboden schleifen und dadurch in innige Berührung mit dem Erdboden gelangen.
In den Abb. ι bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer Bürstenelektrode dargestellt. Es bezeichnet darin 1 die Pflugschar, 2 das Sech, 3 ist eine gemäß der Erfindung angeordnete Bürstenelektrode, die, wie in Abb. 3 ersichtlich, zweckmäßig aus einem Rohr 4 und daran befestigten Stahldrähten bestehen kann. Abb. 2 zeigt die Einrichtung von oben gesehen. Man sieht, wie in dem Rohr 4 kammartig Stahldrähte 5 angeordnet sind, die verschiedene Längen haben können. 1 ist wieder die Pflugschar, 2 das Sech. Die Pflugrichtung wird durch den Pfeil bezeichnet. Die Stromquelle ist mit dem positiven Pol an die Bürste angeschlossen und mit dem negativen Pol an die Pflugschar 1. Man kann auch das Sech mit dem negativen Pol verbinden, man kann aber ebensogut das Sech neben der Bürstenelektrode ebenfalls an den positiven Pol anschließen.
Die Bürsten haben die Eigenschaft, sich den unvermeidlichen Unebenheiten des Acker-4.0 bodens innig anzuschmiegen, ohne daß dadurch eine fühlbare zusätzliche mechanische Reibung entsteht. Man kann diese Erdungselektrode auch hinter der Pflugschar anordnen, derart, daß sie sich auf dem ebenen
Furchengrund bewegt. Hierbei kann man vor- 45 teilhaft gemäß der Erfindung Walzen verwenden und dadurch die Berührungsfläche zwischen Erde und Hilfselektrode vergrößern. Besonders vorteilhaft ist hierbei, daß die Hilfselektrode auf einer erst unmittelbar vor- 50 her freigelegten, tiefer liegenden Erdschicht sich bewegen kann, die meist weniger ausgetrocknet ist und deshalb bessere Leitfähigkeit besitzt.

Claims (5)

  1. 55 Patentansprüche:
    i. Einrichtung zum Bearbeiten von Böden, insbesondere zum Pflügen von Ackererde, bei der durch, den Boden ein elektrischer Strom gesandt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der positive Pol der Stromquelle mit einer an dem Arbeitsgerät befestigten, auf der Bodenoberfläche aufliegenden Elektrode verbunden ist, die so eingerichtet ist daß der Elektrizitätsübergang in den Boden an einer großen Zahl benachbarter Stellen stattfindet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode aus einem Rohr bzw. Rundeisen besteht, in das Stahldrähte kammartig eingefügt sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Elektrode parallel zueinander angeordneten Stahldrähte verschiedene Längen haben, derart, daß die Enden der Drähte sich der Form des Bodenbearbeitungsgerätes anpassen.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode als Walze ausgebildet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode, in Fahrrichtung gesehen, hinter der Pflugschar angeordnet ist, so daß sie hinter der Pflugschar auf dem Furchengrund abrollt bzw. schleift.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES129881D 1937-12-08 1937-12-08 Einrichtung zum Bearbeiten von Boeden, insbesondere zum Pfluegen von Ackererde Expired DE719086C (de)

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