DE71720C - Aus mehreren Glasstücken zusammengesetztes Objectiv für astronomische Refractoren und Fernrohre - Google Patents
Aus mehreren Glasstücken zusammengesetztes Objectiv für astronomische Refractoren und FernrohreInfo
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-
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- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B13/00—Optical objectives specially designed for the purposes specified below
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Fernrohre.
Es ist bekannt, dafs die bisherigen Objective von astronomischen Fernrohren dadurch, dafs
sie aus je einem massiven Glasstück von bedeutender Dicke bestehen, einen riesigen Kostenaufwand
verursachen, weil es sehr schwierig ist, eine Linse von solcher Gröfse, wie sie ein
astronomisches Fernrohr erfordert, ohne Blasen oder sonstige Fehler herzustellen. Von dem
Kostenpunkt ganz abgesehen, haben derartig grofse Objective auch noch verschiedene andere
für den Beobachter sehr störende Mangel im Gefolge, indem z. B. in erster Linie das
Beschlagen bei eintretendem Temperaturwechsel sehr lästig ist; denn es fällt diese Störung oft
gerade in die Zeit der besten Beobachtung, wodurch dann etwa eine Stunde verloren geht,
bis die Linse wieder klar geworden ist. Schliefslich sei noch bemerkt, dafs durch die starken
Linsen die Fernrohre ohne Zweck unverhältnifsmäfsig lang gemacht werden müssen.
Alle die vorstehend geschilderten Uebelstände sollen durch das den Gegenstand dieses
Patentes bildende Objectiv beseitigt werden, was in der. Hauptsache dadurch erreicht wird,
dafs die Linsen aus mehreren einzelnen Stücken in der Weise zusammengesetzt werden, dafs
zwischen den einzelnen Theilen freie Räume verbleiben, durch welche der Luft freier Zutritt
hinter und zwischen die einzelnen Theile der Linsen ermöglicht wird. Auf diese Weise
wird dadurch, dafs die eingetretene Temperaturdifferenz auch hinter der Linse einwirken kann,
das lästige Beschlagen der Linse völlig beseitigt. Ferner kann man bei der vorliegenden
Einrichtung bedeutend dünnere Objective anfertigen, wodurch die Länge der Fernrohre infolge
des Näherrückens des Brennpunktes der Linse um ein beträchtliches Stück verkürzt
werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine schematische Darstellung wiedergegeben, um zu
zeigen, in wie verschiedenartiger Weise die Zusammenreihung der einzelnen Glasstücke zu
ganzen Objectiven geschehen kann.
In Fig. ι ist zunächst ein Objectiv veranschaulicht,
welches aus einem runden Mittelkern mit vier darum angeordneten. Randstücken
besteht. Der mittlere, aus zwei runden, etwas von einander entfernten Stücken, einem Convex-
und einem Concav-Stück bestehende Kern k, dessen Aufsenkante mit einem geeigneten
schwarzen Farbstoff bestrichen ist, ist in einem Metallring α befestigt, welcher in einen zweiten
Metallring b mit einem durch Stützen c bedingten Spielraum eingepafst ist. Zwischen
diesem zweiten Metallring und dem äufseren Umgrenzurigsring u des Objectivs sind die
vier Randstücke r befestigt, welche, wie die Zeichnung (Fig. 2) ersichtlich macht, stärker
sein können als der mittlere Kern, und die ebenfalls aus zwei von einander etwas entfernt
stehenden Convex- und Concav-Stücken bestehen. An den Stellen, wo die vier Randstücke
an einander stofsen, sind sie mit je einer eingeschliffenen Nuth η von beliebigem, vorzugsweise
jedoch halbrundem Querschnitt versehen, in welche beim Zusammenpassen je ein mit Kautschuk überzogener Draht d geschoben
wird. An den Stellen, wo die Glasstücke r zusammenstofsen, wird aufserdem noch in dem
absichtlich gelassenen freien Spalt eine Gummizwischenlage vorgesehen. Die Stirnflächen der
Glasstücke werden behufs Vermeidung von gegenseitiger Lichtbrechung und dadurch bedingter
störender Beeinflussung der Beobachtung mit einem geeigneten schwarzen Farbstoff bestrichen,
was auch an den die Metallränder berührenden Kanten geschehen kann.
Durch die beschriebene, getrennte Anordnung der einzelnen Glasstücke von einander wird
bezweckt, die Luft frei um und zwischen die Gläser streichen zu lassen, wodurch sich diese
bei Temperaturwechsel leicht dehnen und zusammenziehen können, und das bei den bisherigen
Linsen so sehr störende Beschlagen der Gläser vollkommen zu beseitigen.
In Fig. 3 ist noch eine schematische Anordnung veranschaulicht, bei welcher die Randstücke
r als einzelne, in sich abgeschlossene Linsen ausgebildet sind, zwischen denen die
Luft frei durchstreichen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:.Aus mehreren Glasstücken zusammengesetztes Objectiv für astronomische Refractoren und Fernrohre, dadurch gekennzeichnet, dafs das Objectiv aus einzelnen von um einen Kern gruppirten, aufsen beliebig geformten concaven und convexen Glasstücken besteht, welche an ihren Stofskanten mit einem dunklen Farbstoff bestrichen und mit einer elastischen Zwischenlage versehen sind und darauf in ihrer Form entsprechenden Metallemfassungen befestigt werden, zum Zweck, die bei Linsen aus einem Stück bestehenden Uebelstände, wie übertriebene Länge der Rohre und das Beschlagen der Linsen bei Temperaturwechsel, zu beseitigen und die Herstellungskosten zu vermindern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71720C true DE71720C (de) |
Family
ID=345002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71720D Expired - Lifetime DE71720C (de) | Aus mehreren Glasstücken zusammengesetztes Objectiv für astronomische Refractoren und Fernrohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71720C (de) |
-
0
- DE DENDAT71720D patent/DE71720C/de not_active Expired - Lifetime
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