DE715071C - Verfahren zur Herstellung von Monoalkylolaminen oder solche Amine enthaltenden Gemischen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monoalkylolaminen oder solche Amine enthaltenden Gemischen

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DE715071C
DE715071C DEN42058D DEN0042058D DE715071C DE 715071 C DE715071 C DE 715071C DE N42058 D DEN42058 D DE N42058D DE N0042058 D DEN0042058 D DE N0042058D DE 715071 C DE715071 C DE 715071C
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DE
Germany
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monoalkylolamines
acid
amines
reaction
preparation
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DEN42058D
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English (en)
Inventor
Arthur Ferdinand Augu Reynhart
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C215/00Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C215/02Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton
    • C07C215/04Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being saturated
    • C07C215/06Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being saturated and acyclic
    • C07C215/08Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to acyclic carbon atoms of the same carbon skeleton the carbon skeleton being saturated and acyclic with only one hydroxy group and one amino group bound to the carbon skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Monoalkylolamine kÖnnen^erhalten werden, indem man ein Olefinoxyd mit einem Ammoniaküberschuß reagieren läßt, vorzugsweise in Anwesenheit von Wasser. Hierbei werden jedoch im allgemeinen ziemlich beträchtliche Mengen von Di- und Trialkylolaminen gebildet; Monoalkylolamine sind nur in praktischen Ausbeuten zu erhalten, wenn die Reaktionskomponenten in dem Umsetzungsgemisch im Verhältnis von 1 Mol Olefinoxyd zu mindestens 20 Mol Ammoniak vorliegen, vorzugsweise in Anwesenheit von mindestens 10 Mol Wasser.
Es ist auch ein mit geringeren Ammoniak-Überschüssen arbeitendes Verfahren bekannt, gemäß welchem gasförmiges Alkylenoxyd langsam in das wäßriges Ammoniak enthaltende Reaktionsgefäß eingeleitet wird, wobei für die Darstellung von Monooxyalkylaminen eine Temperatur von etwa 5 bis io° eingehalten werden muß. Diese Arbeitsweise ist für die großtechnische Herstellung von Monoalkylolaminen wenig geeignet, da die Reaktion bei der einzuhaltenden niedrigen Temperatur nur sehr langsam vor sich geht und auch infolge des Erfordernisses des langsamen Einleitens von Alkylenoxyd in einer bestimmten Apparatur in der Zeiteinheit nur geringe Mengen des gewünschten Erzeugnisses erhalten werden können. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden diese Nachteile beseitigt. Erfindungsgemäß wird so gearbeitet, daß man Alkylen'oxyde und wäßriges Ammoniak bei Temperaturen zwischen etwa ο und ioo° in Anwesenheit von Kohlensäure oder schwefliger Säure aufeinander einwirken läßt und die Säure nach beendeter Reaktion entfernt. Beim Arbeiten in diesem Sinne ist es nicht erforderlich, das Alkylenoxyd langsam in das Reaktionsgefäß einzuleiten, und außerdem kann bei erhöhten Temperaturen gearbeitet werden; es lassen sich also für ein gegebenes
Apparaturvolumen in der Zeiteinheit wesentlich größere Umsätze erzielen.
Wenn ein Olefinoxyd mit Ammoniak umgesetzt wird, verlaufen die Reaktionen in der nachstehenden Reihenfolge: Olefinoxyd
-J- NH3 —*■ Mono- —*- Di >■ Trialkylolamin.
Durch die Bindung der NH2-Gruppe mit der flüchtigen Säure, deren Salz nachträglich leicht dissoziiert werden kann, im Sinne der
ίο Erfindung wird die Reaktion nach der ersten Stufe, d. h. nach der Bildung von λΐοηο-alkylolamin abgebremst.
Die bei dem vorliegenden Verfahren benutzte Säure kann als solche, also als CO2 oder S O2, verwendet werden, wobei diese Säuren in.Gasform in das Reaktionsgefäß eingeführt werden können oder in Form ihrer Salze, wie Ammoniaksalze. Die Abspaltung der Säure nach der Umsetzung kann z. B.
durch Erhitzen (Destillieren) oder durch Überführen in eine unlösliche Verbindung erfolgen.
Während der Umsetzung müssen hohe Temperaturen vermieden werden, um eine Dissoziation der gebildeten Alkylolaminsalze zu verhindern. Die Anwendung erhöhter Drucke ist zulässig. Der Druck beeinflußt die zu verwendende Temperatur insofern, als erhöhte Drucke die Anwendung höherer Temperäturen ermöglichen. Das günstigste Temperaturgebiet liegt zwischen etwa o° und etwa ioou, vorzugsweise zwischen etwa io~ und 500.
Die folgenden Beispiele erläutern die Durchführung des Verfahrens gemäß Erfindung :
Beispiel I
150 g einer 26,6%igen Ammoniaklösung und 140 g einer So%igen Ammoniumcarbonatlösung werden in ein Gefäß von 1 1 Fassungsvermögen eingeführt, welches mit Thermometer, Zuleitungsrohr sowie Einrichtungen zum Kühlen und Rühren ausgerüstet ist. Das Gemisch wird auf einer Temperatur von 30 bis 350 gehalten. 50 Minuten lang wird Äthylenoxyd eingeleitet; nach dieser Zeit sind etwa 54 g Äthylenoxyd absorbiert.
Das Reaktionsgemisch wird fraktioniert, wobei das Monoäthanolaminsalz der Kohlensäure zerfällt. Die zwischen 130 und 2000 destillierende Fraktion wird abgetrennt und liefert nach wiederholter Fraktionierung etwa 45 g reines Monoäthanolamin. Die anderen Fraktionen enthalten insgesamt etwa 2^ g Amine (Di- und Triäthanolamin). Die Ausbeute an Monoäthanolamin beträgt also (16,2 °/0 der gebildeten Amine.
Beispiel II
In einer Apparatur, welche aus einem mit Raschigringen teilweise gefüllten Absorptionsturm, dessen unterer Teil verbunden ist mit einem eine durch Wasser gekühlte Kühlschlange enthaltenden Kühlgefäß, und einer Umlaufpumpe besteht, werden etwa 25 1 einer wäßrigen Lösung, welche 20,1 Gewichtsprozent Ammoniak und 17,9 Gewichtsprozent Kohlendioxyd enthält (wobei das Molverhältnis von NH3 zu CO2, also 2,9 beträgt), mit Hilfe der Pumpe in UTmlauf gehalten. Die Pumpe fördert die Lösung, welche von dem unteren Teil der Kolonne in das Kühlgefäü fließt, zum oberen Ende der Kolonne mit einer Geschwindigkeit von etwa 10001 je Stunde. Im mittleren Teil der Kolonne wird etwa ι kg Äthylenoxyd in die umlaufende Lösung bei einer Temperatur von 30- eingeführt.
Nach der Umsetzung zeigt sich, daß die erhaltene Reaktionsflüssigkeit etwa 7,9 Gewichtsprozent Aminoverbindungen enthält. Das Reaktionsgemisch wird fraktioniert, wobei das Äthanolaminsalz der Kohlensäure dissoziiert wird. Etwa JJ °/o des gebildeten Reaktionsproduktes sind reines Monoäthanolamin.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Monoalkylolaminen bzw., solche Amine in überwiegender Menge enthaltenden Gemischen aus Alkylenoxyden und wäßrigem Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß man die beiden Komponenten bei Temperaturen zwischen etwa ο und 100 -, vorzugsweise zwischen etwa 10 und 50 , in Anwesenheit von Kohlensäure oder schwefliger Säure aufeinander einwirken läßt und die Säure nach beendeter Reaktion, z. B. durch Erhitzen (Destillieren), entfernt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure in Form eines Ammoniumsalzes verwendet wird.
DEN42058D 1937-06-14 1938-06-04 Verfahren zur Herstellung von Monoalkylolaminen oder solche Amine enthaltenden Gemischen Expired DE715071C (de)

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GB1648937A GB497093A (en) 1937-06-14 1937-06-14 A process for the production of mono-alkylolamines or mixtures containing such amines

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DE715071C true DE715071C (de) 1941-12-16

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DE1004620B (de) * 1951-08-30 1957-03-21 Oxirane Ltd Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Alkanolaminen

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BE472019A (fr) * 1947-03-21 1947-09-21 Carbochimique Sa Procédé de préparation d'un mélange de mono- et triéthanolamine.
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