DE714372C - Verfahren zur Herstellung mehrerer Gussformen fuer nahtlos gegossene Staebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung mehrerer Gussformen fuer nahtlos gegossene Staebe

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DE714372C
DE714372C DEE53224D DEE0053224D DE714372C DE 714372 C DE714372 C DE 714372C DE E53224 D DEE53224 D DE E53224D DE E0053224 D DEE0053224 D DE E0053224D DE 714372 C DE714372 C DE 714372C
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DE
Germany
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stitch
molds
cast
shapes
piercing
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Expired
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DEE53224D
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English (en)
Inventor
Josef Thiel
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ELIN AG ELEK IND WIEN
Original Assignee
ELIN AG ELEK IND WIEN
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C11/00Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung mehrerer Gußformen für nahtlos gegossene Stäbe Es ist_ bekannt, beim Formen und Gießen nahtloser runder Schweißstäbe von .der gewöhnlichen Kastenformerei abzugehen und die Schweißstäbe im gegen die Waagerechte geneigten Winkel in einem Sandblock unter Zuhilfenatme eines Aufstampfrahmens und unter Verwendung je eines Modelles für jeden einzelnen .herzustellenden Stab zu forinen, wobei beliebig viele Lagen über- und nebeneinander eingeformt werden. Dieses Verfahren ist in der Zeitschrift »Gießereipraxis«, Berlin, und zwar im Heft 1/a vom C. 1. 1935 auf den S. 7 bis 9 beschrieben.
  • Es wurde auch schon vorgeschlagen, Forinen für zu gießende Stäbe durch in senkrechter Richturig erfolgendes Einstechen von Modellstäben in den Formsand herzustellen. Dieses Verfahren ist aber zumindest bei geringem Durchmesser der herzustellenden Stäbe aus verschiedenen Gründen unzweckmäßig bzw. praktisch unbrauchbar. Vor allem hindert das in die senkrechte Form hineinfallende Eisen die in der Form befindliche Luft daran, nach oben zu entweichen, so daß die Erzielung eines einwandfreien Auslaufens der Form sehr erschwert oder ganz unmöglich ist.
  • Nach der Erfindung werden die Gußformen für nahtlos gegossene Stäbe, insbesondere gußeiserne Schweißstäbe, in der Weise hergestellt, daß in die waagerecht,gelagerte Sandform ein Modellstab (Stichspieß) in schrägem Winkel gegen die Horizontale geneigt eingestochen wird. Die Schräglage der gestochenen Formen bewirkt, daß die Luft beim Gießen nach oben entweichen kann und die Formen leicht und sicher auslaufen. Gegenüber dein erstgenannten bekannten Verfahren besteht der Fortschritt in folgendem: es ist für beliebig viele Formen nur ein einziges Modell, nämlich der Stichspieß, erforderlich tin-l nicht für jeden einzelnen Stab ein eigeiies Modell. Die Herstellung der Formen ist außerordentlich vereinfacht. Das Einlegen einer großen Zahl von Modellen und Glas Umstampfen der Modelle mit Sand entfällt. Dadurch wird auch der, besonders bei dünnen Stäben leicht auftretende Nachteil vermieden, daß sich die Modelle durch den Stampfdruck verbiegen und daher ungeradlinige Abgüsse ergeben. Auch ist die Gefahr beseitigt, daß die Abgüsse infolge flüchtigen Unterstampfens unrund werden bzw. an einzelnen Stellen von dein gewünschten Querschnitt abweichen.
  • Das Stechen der Form erfolgt mittels eines Stichspießes, der zweckmäßig mit einem aufgeschraubten, z. B. Bußeisernen Handgriff versehen ist und selbst z. B. aus gezogenem, gehärtetem Stahl besteht. Der Querschnitt des Stichspießes entspricht bei Vernachlässigung cles Schwindmaßes dem der herzustellenden Stäbe. Bei Bußeisernen Schweißstäben handelt es sich meist um kreisförmige Querschnitte von .i bis 1o inm Durchmesser. Es können aber mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch Stäbe mit anderen O_uersc.hnittsabmessungen sowie auch mit nicht kreisförmigem Querschnitt hergestellt werden. Da sich erfahrungsgemäß zugespitzte Spieße im Sand leicht verlaufen, ist es vorteilhaft, abgestumpfte Spieße zu verwenden.
  • Die Abb. I zeigt einen mit einem Handgriff versehenen Stichspieß z. Die Abb. 2 und 3 sowie d. und 5 stellen Hilfsmittel zur erfindungsgemäßen Herstellung der Forinen und zum Gießen derselben dar. Die Abb. 6 zeigt' ein Stichbett während des Stechens der Formen, die Abb. ; dasselbe Stichbett vor dem Gießen. Die Abb. 8 veranschaulicht, in welcher Weise zwecks Arbeits- und Raumersparnis mehrere Lagen von Stäben übereinander nach dem erfindungsgemäßen !, Verfahren gleichzeitig hergestellt werden können.
  • Das Stechen der Formen erfolgt zweckmäßig nicht frei von Hand aus, sondern mittels einer Stichlehre, die z. B. die aus Abb. a und 3 hervorgehende Gestalt haben kann und etwa aus Gußeisen besteht. Abb. 3 -neigt die stets mit a bezeichnete Stichlehre im Querschnitt. Die Stichlehre wird vorzugsweise an der Begrenzung des Stichbettes mittels schwalbenschwanzförmigen Führungen an den in den Abbildungen mit 3 bezeichneten Stellen gehalten und der angrenzende Formsand festgestampft. Die Stichlehre weist eineReihe , schwach geneigter Stichlöcher 4 auf, welche eine zur sicheren Führung der Stichspieße 1 ausreichende Länge besitzen. Die Stichlöcher erhalten im Falle der Herstellung von kreisrunden Schweißstäben von etwa -. bis ro inin Durchmesser vorteilhaft einen tun etwa 0,5 Inm größeren Durchmesser als die dem jeweils gewünschten Durchmesser entsprechenden Stichspieße. Im Falle nicht kreisfö riniger Stabquerschnitte erhalten die Stichlöcher einen entsprechend abgeänderten, zur Führung der Stichspieße geeigneten Querschnitt. Die Stichlöcher können vorteilhaft mit wechselnder Schräge nach unten leergestellt «-erden (Abb. 3). Diese Maßnahme erleichtert das Auslaufen der Schweißstäbe. Dabei kann etwa abwechselnd stets auf eine Bohrung kleinerer Neigung eine solche größerer Neigung folgen (Abb. 3), wodurch u. a. eine gleichmäßigere Verdrängung Ales Sanden sowie ein Ausgleichen verschiedenen Drucke: erreicht werden kann.
  • Zweckmäßig werden beim Stechen der Forinen stets zwei untereinander gleiche Spieße verwendet, von denen immer der eine an benachbarter Stelle eingestochen wird, ehe man den anderen aus dem Stichbett herauszieht. Mit diesem letzteren wird hierauf unter 1'13eispringung des einstweilen eingestochen bleibenden zweiten Stichspießes .die nächste Form gestochen usw. Dieser Vorgang kann aus Abb.6 entnommen werden, in welcher der eine der beiden Stichspieße in den Formsand 5 eingestochen ist, der andere dagegen gerade zum Stechen der nächsten Form verwendet wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß eine Beschädigung der bereits gestochenen Form während des in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft erfolgenden Stechens i der nächsten Form durch den eingestochen bleibenden Stichspieß mit Sicherheit verhindert wird. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß der eingestochen bleibende -Stichspieß dem Arbeiter stets eindeutig angibt, wie weit ei bei dem sehr rasch vor sich gehenden Stechen der Formen längs der Stichlehre fortgeschritten ist, so daß ein irrtümliches Cberspringen von Bohrungen bzw. ein mehrmaliges Einstechen vermieden wird.
  • Sobald die Formen entsprechend den L ;3-chern der Stichlehre gestochen sind, wird diese z. B. mittels schmiedeeiserner Handgriffe 6 abgehoben und etwa durch ein genau an ihre Stelle passendes, in Abb. d. von vorne und in Abb.5 von rückwärts dargestelltes Formstück 7 ersetzt (Abb. 7). Dieses weist eine Eingußöffnung 8 sowie einen Verteilkanal 9 für alle den Löchern der Stichlehre entsprechenden Formen auf. Die Befestigung erfolgt in gleicher Weise wie bei der Stichlehre an den Stellen 3. Das vorzugsweise ebenfalls aus Gußeisen bestehende Foriustück 7 muß vor Gebrauch erwärmt werden, damit die zu gießenden Stäbe auslaufen.
  • Die Abb. 8 zeigt, wie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in mehreren (z. B. zehn) Lagen übereinander- Formen -gleichen oder auch verschiedenen Ouerschnittes gestochen werden können, wobei sich in jeder Stufe der vorhin beschriebene Arbeitsvorgang wiederholt. Wie aus der Abbildung ersichtlich, sind die einzelnen Eingußöffnungen - stufenartig übereinander angeordnet, so daß in einem einzigen Arbeitsgang hintereinander alle Lagen gegossen werden können, -wobei zweckmäßig bei der Eingußöffnung der untersten Lage begonnen -wird. Das Stichbett wird bei dieser Anordnung beispielsweise durch zwei treppenförmige Gußplatten io gebildet, die etwa durch je zwei angeschraubte, in die Gießereisohle hineinragende U-Eisen ii in senkrechter Stellung gehälten -werden und die zur Führung der Stichlehre und der E,ingußformstücke dienenden schwalbenschwanzförmigen Vorsprünge an den mit 3 bezeichneten Stellen aufweisen. Der rückwärtige Abschluß des Stichbettes kann etwa durch die Gießereiwand oder durch Platten gebildet werden. Das Gießen der - Stäbe erfolgt sogleich nach Beendigung der Fon uarbeit, da sonst die vorgewärmten Ein.gußformstücke 7 erkalten und die Schweißstäbe nicht mehr ,auslaufen würden.
  • Als Formmaterial wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft der in der Formmaschinenabteilung beim Gußabklopfenent'fallen.de verbrannte Sand benutzt, dem etwa wöchentlich einmal drei Schaufeln mageren Neusandes und eine Schaufel eines Kernbinders beigemengt werden. Der Sand soll nur eine geringe Feuchtigkeit haben. Er wird zweckmäßig mit einem 3-mm-Maschensieb in das Formbett stufenweise eingesiebt, ausgeglichen und niedergetreten. Die obere Begrenzung des Formbettes wird zweckmäßig abgestrichen und mit einer Abdeckplatte belegt, die ein Heben dieses Teiles der Form beim Gießen verhindert.
  • Es können nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur zylindrische bzw. prismatische, sondern gegebenenfalls auch sich schwach verjüngende Stäbe hergestellt werden. Es ist ferner möglich, an Stelle einzelner Stichspieße eine Vorrichtung zu verwenden, -welche das gleichzeitge Stechen einer Mehrzahl von Formen gestattet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung mehrerer Gußformen für -nahtlos -gegossene Stäbe durch Einstechen eines Modellstabes in die aufgestampfte Sandform, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstechen :des Modellstabes in die waagerecht gelagerte Sandform in schrägem Winkel gegen die Waagerechte erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen nebeneinanderliegenden Formen mit etwas verschiedenen Neigungen gegen die Horizontale gestochen werden, wobei vorzugsweise stets eine Form größerer Neigung auf eine kleinerer Neigung folgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formen für die zu gießenden Stäbe in mehreren Lagen untereinander in das Formmaterial eingestochen werden derart, daß die vorzusehenden Eingußöffnungen stufenartig untereinander zu liegen kommen. Verfahren nach einem der vorhergehenden. Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, :daß das Einstechen mittels einer die Stichspieße führenden Vorrichtung (Stichlehre) erfolgt. 5. Verfahren nach einem der -vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; daß zwei Stichspieße verwendet -werden, von denen abwechselnd immer der eine an benachbarter Stelle-eingestochen wird, ehe der andere aus .dem Stichbett herausgezogen -wird. 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Stechen der Formen an die Stelle der Stichlehre ein vorzugsweise gußeisernes, die Eingußöffnung und den Verteilungskanal für alle mittels der Stichlehre: gestochenen _ Stabformen aufweisendes Formstück gesetzt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Formstück aus Gußei.sen besteht. B. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Formen in allen Lagen gestochen und sämtliche Lagen mit je einem Eingußformstück, -welches vorher gewärmt wird, versehen werden und dann in einem einzigen Arbeitsgang das Gießen der einzelnen Lagen von unten beginnend rasch hintereinander erfolgt. g. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch .a., bestehend aus einem vorzugsweise gußeisernen und barrenförmigen Körper, in welchem eine größere Anzahl paralleler oder ungefähr paralleler Löcher angebracht sind, welche genügend lang sind, um die Stichspieße sicher zu führen (Stichlehre). io. Vorrichtung zum Gießen der nach Anspruch i bzw. 4 hergestellten Formen, bestehend. aus einem die Ein.gußöffnung und den Verteilungskanal bildenden Form- -stück, welches vorzugsweise aus Gußeisen besteht und so bemessen ist, daß es nach Entfernung der zum Stechen der Formen verwendeten Stichlehre genau an :deren Stelle paßt und mit denselben Mitteln befestigt werden kann. z z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r oder folgenden, gekennzeichnet durch zwei treppenförmige, senkrechte, zweckmäßig gußeiserne Wände (zo), zwischen denen die Sandformen gestaffelt übereinander hergestellt werden.
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