DE714103C - Regelbarer elektrischer Antrieb von Brikettpressen - Google Patents
Regelbarer elektrischer Antrieb von BrikettpressenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/14—Control arrangements for mechanically-driven presses
- B30B15/148—Electrical control arrangements
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Description
- Regelbarer elektrischer Antrieb von Brikettpressen Zur Herstellung con Schwelbriketts aus Braunkohle pflegt man Ringwalzenpressen zu benutzen, .die ebenso wie die. bekannten Strangpressen die Regelung ihrer Drehzahl Über einen großen Bereich erfordern. Hierbei müssen zunächst div, Walzen leer aufeinander= gepreßt und die Drehzahl des nur durch die ReibungswiderständederRingpresse belasteten Antriebes auf kleine Werte eingestellt werden. Die Anpreßdrehzahl soll sich zur Betriebsdrehzahl verhalten «sie ungefähr i : 16. Nach erfolgtem Anpressen erfordern die jeweiligen Betriebsverhältnisse auch noch eine weitergehende Regelung iler Betriebsdrehzahl in Abhängigkeit von der Beschaffenheit und der Menge !der aufhereit.eten und zugeförderten Braunkohle.
- Die Erfindung betrifft den elektrischen Antrieb derartiger Brikettpressen. Es bereitet keine Schwierigkeiten, mit den bekannten Regeleinrichtungen, wie Leönardschaltung, Zu- und Gegenschaltung, Drehstrom:kollekt.ormotoren und Gleichstromnebenschlußmotoren, deren Anker zwischen o bis ioo°1a gesteuerte veränderliche Gleichstromspannung zugeführt wird, :die geforderten Bedingungen restlos zu erfüllen. Bei ge5#vis,sen Antrieben hat man die Maschinen euch schon mit mehreren Motoren für verschiedene Drehzahlbereiche ausgerüstet, und es. ist hierbei bekanntgeworden, daß sich die Drehzahlbereiche :der Antriebsmotoren überlappen. Die genannten, Regeleinrichtungen verlangen jedoch vehältnismäßig große Anschaffungskosten, die im Hinblick auf die kurzen Anfahrzeiten der Pressen und die nicht .oft eintretenden Abwärtsregelungen der Betriebsdrehzahl in keinem Verhältnis zu den erzielten Vorteilen stehen.
- Die Erfindung ist eine einfache Lösung der Aufgabe einer besonders betriebssicheren Re-
ge1ung #ler Drehzahl der Brikettpressen. Da- nach ist die Presse. g; gebenenfalls lösbar, mit "zwei asynchronen Schleifringankermotoren gekuppelt, deren Polzahl oder Getriebeül)c#i-=. setzurig voneinander abweicht und deren Dril4- zahlen sich überlappen und wenigsten: züiai , "feil durch Läuferwiderstände regelbar sind: Mit einem der Betriebsmotoren ist ein beson- derer kleiner Kurzschlußankerlnotor gekuppelt, der die Brikettpresse in langsame versetzt. Darauf werden nacheinander die Be- triebsmotoren zugeschaltet, und zwar in der Weise, daß bei der L astübernahm: der jeweils langsamer laufende 'Motor im übersynchronen Bereich als Generator arbeitet, so daß infolge- dessen, wenn bei plötzlichen Lastmom°ntstei- gerungen die Drehzahl absinkt. ein uni das (I°neratornloinent vergrößertes Antriebsino- nient zum Auffangen dieses Belastungsstoßes zur Verfügung steht. Auf der Zeichnung ist ein, Ausfiihrungs- fortn der Erfindung dargestellt. Der Antrieb besteht aus mehreren Asi-nclironinotoren mit Schleifringanker, die unmittelbar oder über 2iri Getriebe starr miteinander verbunden sind und deren Drehzahlen durch elitsprecliend° .#Inlasser feinstufig geregelt werden. Auf der Zeichnung sind beispielsweise ;frei Motoren argestellt, und zwar #ler Hilfsinotcr i uns die Betriehsinotoren 2 und 3. Die Stückzahl der Betriebsniotor:n, die Polzahlen und damit auch die Drehzahlen clcr Nlot3ren sind durch (lie jeweils verlangten Regelbedin.gtingen be- stimmt. Die Polzahlverhältnisse können i : 2 oder 2 : 3 oder 2 : 3 : 4 usw. betragen. Die beim Anpressen der 14er laufenden Wal- zen erforderliche, durch Regelung des Läufers der Betriel)snlotoren 2 und 3 nicht zu erhal- tende, von der last titlal)halllgi' 1)r:hllhl.@"UI_ etwa io bis 1,3"/, der Höchstdrehzahl wird mittels des Hilfsmotors i erzeugt. der über ein Vorgelege 1. und eine elektromagnetische Kupp- lung 5 mit dein Betriebsmotor 2 gekuppelt ist. Die L#: istung des Hilfsmotors i 1)etr<igt nur einet, Bruchteil der Leistung der Betriel)s- motoren 2 und 3, weil der Hilfsmotor infolge der kurz-en Anfahrzeit thermisch kaum be- 1a stet und infolged-,sseli mir nach dem Dreh- moment zu bestimmen ist. Dieser aus drei normalen Motoren verschie- dener Leistung zusammengesetzte Regelan- trieb gestattet ein verlustloses Anfahren der Presse mit kleinster Drehzahl. Dabei werden die Läufer der urierregten Betriebsni3toreil2 und 3 leer mitgenommen. Sind nach erfolgtem Anfahren und eingeführter Kohlenmenge die heraustretenden Brikette in ihrer Beschaffcn- heit zufriedenstellend, so wird zu dem laufen- den Hilfsmotor i der hochpolige Betriebsmo- tor 2 hinzugeschaltet. wobei zunächst s°inein Läufer der gesamte Anlaßwiderstand vorge- kommen stoßfrei. Jetzt läuft der Läufer des Betriebsmotors :2 leer mit.schaltet bleibt. Durch allmähliches Verringern les Anlaßwiderstarndes steigt die Drehzahl des Betriebsmotors 2 und überschreitet bald die vnn dem Hilfsmotor der Presse aufgedrückte e`Iii--ehzalil. Ist rIie zwischen dem ßetriehsmotor 2 ull_I dem Hilfsmotor i angeordnete Kupplung eine mechanische L'berholungskupplung, so wird die Antriebsleistung .des Hilfsmotor: i ausgeschaltet, wenn die Drehzahl des Betriebs- inotors 2 höher ist als diejenige der voni Hilfsmotor i ausgetriebenen Kupplung 3. Ist die Kupplung 5 als elektromagnetische Kupp- lung ausgebildet, so wirkt rler Hilfsmotor i als Asvnchroiigenerator, also als elektrische Bremse, wenn er über seine svnclironz Dreh- zahl durch den Betriebsmotor 2 angetrieben wird. Durch geeignete Wahl der Grölle de Hilfsmotors und seine Inanspruchnahme als Asynchron.generator und elektrische Brerne kann ein vollkaniinen stoßfreier Übergang von der l:clistanterr Anpr:ßdrelizalil auf lie sich allmählich steigernde @:triebszwisc@erndreh- zahl erreicht werden. Hat der als Asvnchronge.nerator arbeitende 1-Iilfstnotor i eine Drehzahl erreicht, welche einer Drehzahl und Leistungsabgabe des Be- triebsmutor s 2 entspricht, die so groll sind, claß er aus dein labilen Betriebszustand heran, ist, so ,wird durch einen Zeutrifugalschalter (, die Spannungsspule des Nullspann.ungsschal- ters 7 stromlos gemacht: dieser Schalter fällt heraus, und die elektrouiagnetische Kupplung wird gelöst. Hierdurch wird der 1-Iilfsinator i vom Betriebsmotor 2 mechanisch getrennt, und dieser übernimmt den weiteren Arltrie1) der Presse R. Falls es aus regeltechnisclieil notwendig ist. kann d;-r Hilfsmotor i mit einem besonders kleinen c.der grüßen Schlupf gebaut werden. Das weitere Hochfahren auf -1i2 vollv 13e- triebsdre11zalil vier Presse s erfolgt nun durch binsclialten des Betriebsniot(;l-: 3, dessen Lei- stung zu der des Betriebsmotors 2 im unige- kehrten Verhältnis steht wie die Polzahlen beider Motoren. Dabei l.önnen unter Verwen- :ling von Metallwiderständen die gleichen Stuf-en ll-,nutzt werden. mit denen -ler Be- triel)sinotor 2 hochgefahren wurde, während unter Verwendung -eines Wasseranlassers noch beim Hochfahren de; Betriel)smotors 2 ein zweiter Elektrodensatz eingetaucht wird. ;wo- bei aber der Ständer des Betriebsmot@r:3. dessen Läufer ja vorn Betriz )sinotor 2 mit- genoininen wird, noch nicht eillg-scllaltvt wird. Erst bei Steigerung der Drehzahl ler Press: über die Zwischendrehzahl hinan; wirft Tier Ständer d°s B°triel)smotors 3 hinzugeschaltet und nach Erreicli:°n der nächsten Widerstands- stufe der Ständer des Betriel)sinotors 2 abge- schaltet. Der Übergang erfolgt auch hier voll- 2-1 - Die Betriebsdrehzahl kann durch V orschalten von Läuferwiderständen zwischen der vollen Betriebsdrehzahl und der durch die Polzahl des Betriebsmotors :2 bedingten Zwisch:endrehzahl bei Metallwiderständen entsprechend den vorgeschalteten Stufen, bei Wasserwiderständen beliebig geregelt werden. Zwar entsteht durch die Wirderstandsregelung ein Energieverlust, der mit der Regelung der Drehzahl nach unten steigt; dieser Verlust kann aber in Kauf genommen werden, einfinal weil .bei dem geringen Stro:mprei.s, der in Kohlenbetrieben besteht, der Verlust keine Rolle spielt; ferner weil die Regelung nur kurzzeitig ist, besonders wenn mehrere Pressen zusammenarbeiten. Fällt nicht genügend Rohstoff an, so kann man eine oder mehrere Pressen außer Betrieb setzen, während die anderen Pressen mit voller Betriebsdrehzahl weitorlaufen. Außerdem ist es z. B. bei den-IZingtvalzenhrikettpressen möglich, durch ein Herabsetzen der Stärke der Briketts einen Ausgleich herbeizuführen.
- Zwingt die Beschaffenheit des anfallenden Rohstoffes zu einer Ahwärtsre:gel.ung der Drehzahl, so hält sich diese meist in einem °geringen Bereich: inuß sie größter werden, so erfordert -dies zwangsläufig eine Behebung der Ursachen -in der Aufbereitung o. dgl. Da dieser Zustand meistens vorübergehend ist, kann man auf die verlustlos arbeitende Zwischenstufe mit Motor 2 zurückgehen.
- Ebenso wie den Hilfsmiotör i kann man auch die- Betriebsmotoren 2 und 3 über gegebenenfalls selbsttätig- abschaltbare elektromagnetische oder Überholun.gakupplungen 5 uiit,der Presse 8 verbinden. Beim Hilfsmotor i kann man auch die Kupplung 5 ganz fortlassen, muß aber dann dafür sorgen, daß er bei Überschreiten seiner Svnclirondrehzahl durch den Fliehkraftschalter 6 selbsttätig abgeschaltet wird; da sein Läufer dauernd leer mitläuft, muß er so gebaut und bandagiert sein, daß er die auftretende, seine Synchrondrehzahl vielfach übersteigende Drehzahl ver-, trägt.
- Wird auf eine Drehzahlregelung der Presse unterhalb der Zwischendrehzahl verzichtet, so kann der Antrieb dadurch vereinfacht und verbilligt «-erden, daß für den Betriebsmotor 2 in Kurzschlußankermotor, gegebenenfalls mit . Sonderläuferw,icklung, vorgesehen wird. Sowalil infolge der Massenträgheit als auch infolge der Generatorwirkung des Hilfsmotors i gestaltet sich der Übergang von der Anpreßdrehzahl auf die halbe Betriebsdrehzahl genügend sanft. uin unangenehme Stöße auszuschließen.
- Die neue Antriebsbauart läßt sich somit in einfachster Weise den Betriebsverhältnissen anpassen.
Claims (6)
- PATLNTAN SPii t` C tiL i. Regelbarer elektrischer Antrieb von Brikettpressen mit zwei Drehstroinasynchro-ninotoren verschiedener Polzahl und einem zusätzlichen kleineren Kurzschlußankermotor, deren Drehzahl- b.zw. Lastbereiche sich überlappen, dadurch gekennzeichnet; .daß bei der Lastübernahme der jeweils langsamer laufende Motor im übersvnchronen Bereich als Generator arbeitet, so daß infolgedessen, wenn bei plötzlichen Lastmomentsteigerungen die Drehzahl absinkt, ein um das Generatornioment vergrößertes Antriebsmoment zum Auffangen dieses Bel.astuiigsctoß2s zur @'erfühung steht.
- 2. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Drehstromasvnchronmotoren mittelbar oder unmittelbar mit der Brikettpresse gekuppelt sind, während der Hilfsmotor mit dein Hauptantrieb über eine abschaltbare Kupplung verbunden ist.
- 3. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils langsamer laufenden Motoren durch einen Fliehkraftschalter erst -dann abgeschaltet werden, wenn sie mit einer wesentlich über ihrer Synchrondrehzahl liegenden Drehzahl angetrieben werden.
- Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Nennleistungen der mit ;ler Brikettpresse gekuppelten Betriebsmotoren etwa verhalten wie .die bei ihren \Tenndrelizahlen erreichten Drehzahlen der Presse.
- 5. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei gleichem Gbersetzungsverhältnis der Zwischengetriebe die Leistungen der Motoren umgekehrt verhalten wie ihre Polzahlen.
- 6. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei gleichen Polzahlen die Leistungen der Motoren umgekehrt verhalten wie die Übersetzungsverhältnisse der Zwischengetriebe. j. Antrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebsmotor mit i enndrehzahl einen Kurzsch.lußniedriger N anker, gegebenenfalls mit Sonderläuferwicklun..g, besitzt.
Priority Applications (1)
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| DE714103C true DE714103C (de) | 1941-11-21 |
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1937
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