DE712374C - Verfahren zur Herstellung haltbarer Suspensionen von AEtz- oder Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung haltbarer Suspensionen von AEtz- oder Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen

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DE712374C
DE712374C DEH161898D DEH0161898D DE712374C DE 712374 C DE712374 C DE 712374C DE H161898 D DEH161898 D DE H161898D DE H0161898 D DEH0161898 D DE H0161898D DE 712374 C DE712374 C DE 712374C
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DE
Germany
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hydrocarbons
parts
suspensions
durable
alkaline earths
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Expired
Application number
DEH161898D
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English (en)
Inventor
Dr Hans Joachim Heinz
Dr Ludwig Mannes
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Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J13/00Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
    • B01J13/0004Preparation of sols
    • B01J13/0026Preparation of sols containing a liquid organic phase
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D1/00Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D1/04Hydroxides
    • C01D1/42Concentration; Dehydration
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/02Oxides or hydroxides

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  • Lubricants (AREA)
  • Liquid Carbonaceous Fuels (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung haltbarer Suspensionen von Ätz- oder Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen Es wurde gefunden, daß man Ätzalkalien und Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen durch Zusatz aliphatischer oder cycloaliphatischer Alkohole zu haltbaren Suspensionen verteilen kann.
  • Versucht man, Ätzalkalien oder Erdalkalien in fein pulverisierter Form in Kohlenwasserstoffen gleichmäßig zu verteilen, so gelingt dies nur vorübergehend; man kommt in keinem Fall zu einer haltbaren gleichmäßig zusammengesetzten Suspension. Verteilt man z. B. Ätznatronpulver mittels Turbomischer in Benzol oder Benzin, so setzt sich das Alkali sofort ab, sobald man es der Ruhe überläßt. Wenn man jedoch dem Gemisch bzw. den Kohlenwasserstoffen vor dem Suspendieren Alkohole zusetzt, so erhält man haltbare Suspensionen mit den genannten alkalischen Stoffen.
  • Als Kohlenwasserstoffe kommen ganz allgemein flüssige aliphatische, cycloaliphatische und aromatische zur Verwendung, und zwar sowohl gesättigte als auch ungesättigte. Insbesondere werden technische Gemische, beispielsweise Benzine, Dieselöle, Schmieröle, Erdölfraktionen, ferner synthetische Erzeugnisse aus der Hydrierung von Teeren, Spaltprodukten, Kohlen und Kohlenoxyd, sowie Polymerisate von Olefinen, gegebenenfalls in hydrierter Form, angewandt. In den Kohlenwasserstoffen können auch andere, Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthaltende Verbindungen vorhanden sein.
  • Verwendbare Alkohole sind z. B. Äthylalkohol, Propylalkohol, Butyl- und Amylalkohol, die Alkohole, die durch Reduktion natürlicher und künstlicher Öle und Fette entstehen oder Cyclohexanol.
  • Verwendbare Ätzalkalien und Erdalkalien sind z. B. Natrium-, Kalium-, Calcium-, Magnesium-, Bariumoxyd bzw. Hyclroxyd in Form technischer oder chemisch reiner Produkte.
  • Diese kommen in fein pulverisierter und praktisch wasserfreier Form in Anwendung, so z. B. ein in der Kreuzschlagmühle fein pulverisiertes Ätznatron von einem 95 01o betragenden Reinheitsgrad.
  • Die Menge der den Kohlenwasserstoffen zugesetzten Ätz- oder Erdalkalien, ebenso wie die der Alkohole, kann in weiten Grenzen schwanken Die Alkalimenge richtet sich nach der Art und dem Zweck der Mischung. Ebenso verhält es sich mit den Alkoholen. Das Verhältnis von Alkohol zu Alkali kann ebenfalls wechselnd sein.
  • Z. B. kommen Ätz- bzw. Erdalkalien gegenüber Alkoholen in unter-, gleich- und übermolaren Mengen zur Anwendung, vorzugsweise in etwa gleich- oder übermolarem Verhältnis.
  • Zur Herstellung von Suspensionen nach dem beanspruchten Verfahren können beliebige intensiv wirkende Mischvorrichtungen, wie Turbomischer, Homogenisiermaschinen usw., verwendet werden. Die Mischtemperatur richtet sich nach der Art des Gemisches, vorzugsweise werden Temperaturen um 70° empfohlen, doch sind auch bei Raumtemperatur stabile Verteilungen zu erreichen.
  • Es entstehen haltbare, auch bei höheren Temperaturen nicht absetzende Suspensionen in denen das Ätzalkali in dem homogenen Alkohol-Kohlenwasserstoff- Gemisch als disperse Phase verteilt ist. In diesen Suspensionen befindet sich das Alkali infolge seiner kolloiden Verteilung in einem sehr reaktionsfähigen Zustand.
  • Mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens ist es möglich, Ätz- oder Erdalkalien in eine flüssige, d. h. pumpfähige Form zu überführen. Dies bedeutet für viele technische Zwecke einen großen Fortschritt. So ist es z. B. dadurch möglich geworden, die bei der Umwandlung von Alkoholen bzw. Alkohol-Kohlenwasserstoff-Gemischen in Seifen notwendigen Mengen trockenen Ätznatrons in leichter \weise zu fördern und das Verfahren kontinuierlich zu gestalten. Überdies werden durch die kolloide Verteilung die Ätz-und Erdalkalien bedeutend reaktionsfähiger.
  • So ist es z. B. möglich geworden, dosierte Mengen wasserfreier Ätz- oder Erdalkalien in verteilter Form zu verschiedenen chemischen Umsetzungen zu verwenden, z. B. zu Neutralisations- oder Kondensationsreaktionen. Ferner hat sich gezeigt, daß sich solche Suspensionen, gegebenenfalls im Gemisch mit anderen anorganischen oder organischen Verbindungen, mit Erfolg als Industriereiniger verwenden lassen.
  • Beispiele I. Ein Gemisch von 2000 Teilen einer Kohlenwasserstofffraktion aus der Fischer-Synthese (Kp. 200 bis 320°) und I50 Teilen Äthylalkohol wird mit 200 Teilen techn. Ätznatron (97 0J0ig, gepulvert) in einem Turborührer bei Temperaturen zwischen 50 bis 70 " vermischt. Es entsteht eine haltbare, bei Zimmertemperatur gallertartige Suspension.
  • 2. 2500 Teile einer Kohlenwasserstofffraktion aus der Fischer-Synthese (Kp. 150 bis 3500) werden nach Versetzen mit 50 Teilen Cyclohexanol und mit 250 Teilen Ätznatronpulver im Turbomischer wie im Beispiel 1 behandelt.
  • Man erhält eine stabile pumpfähige Suspension.
  • 3. 2500 Teile Benzol werden mit 200 Teilen eines Gemisches von Alkoholen mit einer Kohlenstoffanzahl von IO bis I8 aus Kokosfett (Hydroxylzahl 283) und 200 Teilen Ätzkali (gepulv.) im Turbomischer zu einer haltbaren flüssigen Suspension vermischt, 4. Ein Gemisch aus 2500 Teilen Normalbenzin und 2500 Teilen eines Alkoholgemisches mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen (Hydroxylzahl 270), das durch Hochdruckhydrierung von synthetischen Fettsäuren hergestellt wurde, wird mit 500 Teilen Ätznatron nach Beispiel 1 vermischt. Es bildete sich eine auch in der Hitze nicht absetzende pumpfähige Suspension.
  • 5. 2500 Teile Dieselöl werden mit 250 Teilen des im Beispiel 4 genannten Alkoholgemisclc.es gemischt und im Turbomischer mit 250 Teilen Ätznatron suspendiert. Die entstehende Suspension ist flüssig, pumpfähig und haltbar.
  • 6. 100 Teile einer Neutralölfraktion, wie sie bei der Paraffinoxydation anfällt (OH-Zahl 77, CO-Zahl 20, J-Zahl8; Kp. 200 bis3200), werden im Turbomischer mit IO Teilen Ätznatron durchgemischt. Es bildet sich eine pumpfähige stabile Emulsion.
  • 7. 2000 Teile Dieselöl werden mit 200 Teilen des im Beispiel 3 genannten Alkoholgemisches versetzt. In dieses Gemisch lassen sich imTurbomischer 200 Teile Calciumoxyd (gepulv.) suspendieren.
  • 8. In einer Mischung von 2500 Teilen der im Beispiel 1 genannten Kohlenwasserstofffraktion und 2500 Teilen eines Gemisches aus sekundären Alkoholen mit I4 bis I8 Kohlenstoffatomen (OH-Zahl 246) lassen sich in der beschriebenen Weise IOOO Teile Ätznatron (gepulv.) dauerhaft suspendieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung haltbarer Suspensionen von Ätz- oder Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man pulverisierte Ätz- oder Erdalkalien in Gemischen aus Kohlenwasserstoffen und aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen mittels intensiv wirkender Mischvorrichtungen suspendiert.
DEH161898D 1940-03-21 1940-03-21 Verfahren zur Herstellung haltbarer Suspensionen von AEtz- oder Erdalkalien in Kohlenwasserstoffen Expired DE712374C (de)

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