DE710784C - Verfahren zur Reinigung von Kartoffelschaelabwaessern - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von KartoffelschaelabwaessernInfo
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Description
- Verfahren zur Reinigung von Kartoffelschälabwässern Bei dem maschinellen Schälen von Kartoffeln in Fabriken für Herstellung von Kartoffeltrockenprodukten der verschiedensten Art fallen Abwässer in großer Menge an, deren genügende Befreiung von organischen Substanzen, hauptsächlich Eiweißverbindungen, bisher wirtschaftlich sehr schwer möglich war. Durch Absetzen lassen sich in technisch möglicher Zeit ein großer Teil der Stärke sowie die größten Schalenstücke entfernen, während der größte Teil der Eiweißstoffe, ein geringer Teil der Stärke und ein Teil der Schalen in der Schwebe bleiben. Diese letzteren Feststoffe liegen in so feiner Verteilung vor, daß sie sich nur sehr langsam absetzen. Die Beseitigung solcher eiweißhaltiger Abwässer stößt in den meisten Fällen auf Schwierigkeiten, weil die in ihnen befindlichen Eiweißteile in kurzer Zeit in niedrigere Stickstoffverbindungen zerfallen und üblen Geruch verbreiten. 'Dies ist neben der erforderlichen Größe der Absetzbecken auch ein Grund, weshalb man das Abwasser nicht. so lange stehen läßt, bis alle Feststoffe, auch die feinsten Schwebeteile, sich abgesetzt haben. Es ist wohl bekannt, vor allem die Eiweißstoffe durch Kalkzusatz oder durch Hinzufügen anderer Chemikalien auszuflocken und zum Absetzen zu bringen. Die technische Durchführung dieser Möglichkeit scheitert jedoch an den verhältnismäßig großen Kalkmengen, die nötig sind, um aus dem gesamten Abwasser die Eiweißstoffe auszufällen.
- Die im nachstehenden beschriebene Erfindung verringert die zum Ausflocken nötige Chemikalienmenge bedeutend und gestattet dadurch ein Klären der anfallenden Kartoffelschälabwässer. Die Kartoffelschälabwässer werden zunächst in !ein Absetzbecken gebracht, in dem die gröbsten und am schnellsten sich absetzenden Bestandteile aus der Flüssigkeit entfernt werden. Infolge der dazu nur notwendigen kurzen Absetzdauer ist 'der benötigte Beckeninhalt nicht sehr groß-. Die abgesetzten graben Bestandteile werden aus dem.Absetzbehälter weggeführt und zur weiteren Entwässerung leicht abgepreßt. Das abgepreßte Wasser läuft zu dem überlauf des Absetzbehälters. Die abgepreßte Feststoffmenge wird in 2 Teile geteilt. Den größeren davon verarbeitet man zu Futtermitteln, während der kleinere mit !einer Kalkmilch oder einer möglichst konzentrierten Lösung anderer flockender Verbindungen vermischt wird. In einem Rührbottich wird nun der überlauf des ersten Absetzgefäßes mit diesem Schalenbrei, dessen Feststoffe sich mit dem Flockungsmittel beladen haben, zusammengebracht. Nach Stillsetzen des Rührwerkes oder nach Überführung in einen zweiten Absetzbehälter sinken die Feststoffe rasch zu Boden. Die im Überlauf des ersten Eindickers befindlichen Eiweißstoffe setzen sich an die 'groben Bestandteile infolge deren Gehaltes an Flokkungsmittel an und werden mit zu Boden gerissen. Der Vorteil dieses Verfahrens beruht erstens darin, daß nicht mehr im gesamten Abwasser die Flockungskonzentration an Chemikalien erreicht zu werden braucht, sondern nur ein Teil der Schalen, der etwa im feuchten Zustande i bis 20,16 der gesamten Abwassermenge ausmacht, muß etwas über die Flockungskonzentration (bezogen auf die Schwebeteilchen) hinaus an Chemikalien angereichert werden. Während des verhältnismäßig raschen Durchsinkens dieser Bestandteile durch die Flüssigkeit geben dieselben ihre Chemikalien nicht wesentlich an die Flüssigkeit ab, so daß der Chemikalienüberschuß an den Schalen gegenüber der tatsächlichen Flockungskonzentration nicht sehr groß zu sein braucht. Weiterhin setzen sich diese groben Bestandteile, wie schon erwähnt, sehr rasch ab, und dementsprechend ist auch die Klärung der Abwasser von den ausgeflockten Eiweißstoffen eine schnellere, als wenn ausgeflockte Eiweißstoffe allein sich absetzen müssen. Man kann also auch bei der Schlußklärung mit verhältnismäßig kleinen Absetzgefäßen auskommen. Das überfließende Abwasser ist nur noch leicht getrübt. Die in diesem befindlichen. Festteile sind keine Stoffe, die bei 3- bis 4tägigem Stehen. einen schlechten Geruch verbreiten. Es sind demnach die fein verteilten Eiweißstoffe fast restlos aus dem Abwasser entfernt worden, so daß seiner Abführung nun nichts mehr im Wege steht. * Während man den größten Teil der im ersten Absetzgefäß erhaltenen Schalen zu Futtermitteln verarbeitet, wird der kleinere mit Chemikalien versetzte Teil, der im zweiten Absetzgefäß die restlichen Eiweißkörper niedergeschlagen hat, als Düngemittel verwendet. Beispiel Auf 11 Schälabwasser kommen etwa 112 g feuchte grobe Bestandteile, die noch 88 bis 89% Wasser nach leichtem Abpressen enthalten. Diese haben sich bei ruhig stehendem Abwasser in etwa Io Minuten abgesetzt. Von den II2 g werden 14.- abgetrennt und z.B. mit I,4 g CaO vermengt. Anschließend bringt man diese 15,4g Gemisch in das trübe, vorgeklärte Schälabwasser und rührt kurz um. Nach 45 Minuten langem Stehenlassen haben sich die Schalen abgesetzt und desgleichen die nunmehr daran haftenden Eiweißbestandteile. Die überstehende Flüssigkeit enthält noch etwa, o, i bis o, 15 g Feststoffe/l. Ohne Zusatz eines Fällungsmittels würde nach 3stündigem Stehenlassen das gleiche Abwasser noch 0,3 5 9 Feststoffe/l enthalten. Natürlich. hängen die genannten Mengen und Zeiten von den Verhältnissen ab und können von Fall zu fall schwanken.
Claims (1)
- PATENT A N S PR (1 C 11 : Verfahren zur Klärung von Kartoffelschälabwässern, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst durch Absetzenlassen die gröbsten Bestandteile aus dem Kartoff elschälabwasser absandert, einen Teil dieser groben Bestandteile mit Kalk oder einem anderen auf Eiweiß flockend wirkenden Stüff versetzt, mit diesem Gemisch das von gröbsten Bestandteilen befreite Abwasser behandelt und nochmals absetzen lä.ßt.
Priority Applications (1)
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| DEM146209D DE710784C (de) | 1939-10-07 | 1939-10-07 | Verfahren zur Reinigung von Kartoffelschaelabwaessern |
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| DE710784C true DE710784C (de) | 1941-09-20 |
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1939
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