DE710076C - Gleichrichteranlage fuer hohe Spannungen - Google Patents
Gleichrichteranlage fuer hohe SpannungenInfo
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Classifications
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J17/00—Gas-filled discharge tubes with solid cathode
- H01J17/50—Thermionic-cathode tubes
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-
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Description
, Die Erfindung betrifft eine Gleichrichteranlage
für hohe Spannungen mit einer mit Bogenentladung arbeitenden Entladungsröhre
mit hochemittierender Glühkathode, wie 5 Oxydkathode, bei welcher in dem Kathodenraum
der Röhre oder in einem mit diesem verbundenen Raum ein Metall, vorzugsweise
Quecksilber, zur Verdampfung gebracht wird und bei welcher die Anode oder die Anoden sich in Ansatzräumen befinden
und zwischen der Kathode und der bzw. den Anoden ein Druckgefälle erzeugt wird.
Unter Kathodenraum ist dabei der die Kathode umgebende Raum und unter Bogenentladung
eine Entladung zu verstehen, bei welcher der Gasdruck so hoch ist, daß die Regelung des augenblicklichen Wertes des
Stromes bei Stromdurchgang mittels Gittersteuerung, Modulation des Stromes, 1111-möglich
ist. In derartigen- Röhren kann die Stromstärke mittels Steuergitter nur dadurch
geregelt werden, daß mit Hilfe dieses Gitters der Zündmoment der Entladung bei jeder Halbwelle geregelt wird.
Werden zum Gleichrichten von Strömen bei einer Spannung bis zu mehreren
10 000 Volt Glühkathodenentladungsröhren benutzt, so weisen diese meist ein so hohes
Vakuum auf, daß der Entladungsstrom der Röhre ein reiner Elektronenstrom ist und
daß keine Ionisierung auftritt. Die Stärke des Stromes, den eine derartige Entladungsröhre
durchlassen kann, ist nur gering; diese Röhren verursachen einen großen Spannungsverlust und ergeben daher einen schlechten
Wirkungsgrad.
Bei gittergesteuerten Röhren, für Empfangs- oder Sendezwecke hat man schon
früher vorgeschlagen, die Entladungsstromstärke durch Ionisation eines Dampfes in der
Nähe der Kathode zu vergrößern. Es mußten in diesem Fall unbedingt Mittel vorgesehen
werden, um zu verhindern, daß im Gitterraum ionisierter Dampf anwesend war, weil dadurch die Steuerung unmöglich gemacht
wurde.
Im Gleichrichterbetrieb hat man auch schon mit Gasionisierung arbeitende Entladungsröhren
verwendet, bei denen das Gas über praktisch die ganze Länge der Entladungsstrecke
ionisiert wird. Derartige Röhren sind imstande, sehr große Stromstärken
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Ir. Johannes Gijsbertus Wilhelm Mulder in Eindhoven, Holland.
durchzulassen und mit geringem Spannungsverlust zu arbeiten. Solche Röhren eigneten
sich bis jetzt jedoch im allgemeinen nicht zum Betrieb mit sehr hohen Spannungen,
z. B. mit Spannungen von etwa io ooo Volt. Es ist nämlich erforderlich, daß der Gasdruck
um so niedriger ist, je höher die Spannung ist, für welche die Röhren benutzt werden.
Ein niedriger Gasdruck' verursacht jedoch eine rasche Zerstäubung der Glühkathode und
folglich eine geringe Lebensdauer der Röhre, überdies wird durch die beim Betrieb eintretende
Verringerung des Gasdrucks, die bei solchen niedrigen Drücken von großiem Einfluß
ist, ein Gebrauch von langer Dauer unmöglich gemacht. Aus diesem Grunde ging man bisher bei Spannungen über iooo Volt
nur ungern zum Gebrauch von gasgefüllten Gleichrichtern über.
In der Gleichrichteranlage gemäß der Erfindung sind die genannten Übelstände sämtlich
dadurch beseitigt, daß im Kathodenraum ein Dampfdruck von einigen Millimetern und in den Anodenräumen von einem
Bruchteil eines Millimeters hergestellt wird. Ein derartiger Druckunterschied wird erfindungsgemäß
dadurch hervorgerufen, daß der Kathodenraum und die Anodenräume durch Öffnungen geringen Durchmessers voneinan-'
der getrennt sind, daß eine besondere Heizvorrichtung, z. B. ein elektrischer Heizapparat,
für die Verdampfung des Metalls und eine Vorrichtung zur künstlichen Kühlung nur der Anodenräume, z. B. mittels
eines Luftstromes, vorgesehen sind. Diese besondere Heizvorrichtung ist notwendig,
weil die Glühkathode nicht ausreicht,, um die erforderlichen Druckverhältnisse zu schaffen.
Das kondensierte Quecksilber kann von neuem zur Verdampfung im Kathodenraum
benutzt werden. Zu diesem Zweck ist die Einrichtung vorzugsweise derart konstruiert,
daß das in den kälteren Teilen, z. B. im Anodenraum, kondensierte Quecksilber Gelegenheit
hat, von dort in den Verdampfungsraum zurückzufließen. Das Zurückfließen kann durch
die Kanäle stattfinden, durch die auch die Entladung geht. Es können aber auch besondere
Röhrchen vorgesehen sein, die für das Zurückfließen des Quecksilbers dienen.
'Der Dampf, der in der Entladungsvorrichtung bei der Anlage gemäß der Erfindung ge-■
bildet wird, reicht gewöhnlich dazu aus, die Entladung zu tragen. Die Entladungsvorrichtung
kann also praktisch frei von anderen Gasen sein. Zur Erzielung eines ruhigen Betriebs
können auf der Wand der Vorrichtung leitende Teile vorgesehen sein, die mit den Anoden elektrisch verbunden sind
und sich nach dem Kathodenraum hin erstrecken.
Diese Teile können aus Metalldrähten, z. B. aus Nickel, bestehen, die um den zum
Kathodenraum führenden Kanal gewunden d.
wischen dem oder den Anodenräumen Emd dem Raum, in dem sich die Kathode befindet,
kann außerhalb der Entladungsröhre ein Schirm angeordnet sein, der dazu dient, eine Wärmeübertragung zwischen diesen
Räumen zu verhindern. Sind mehrere Anodenkammern vorhanden, so können diese den von
einer Schirmwand umgebenen Kathodenraum umgeben.
• Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert, in der
schematisch eine elektrische Anlage gemäß der Erfindung teilweise dargestellt ist.
In der Zeichnung bedeutet 1 eine elektrische Entladungsvorrichtung, die aus mehreren
miteinander verbundenen Räumen besteht. Im Raum 2 befindet sich eine Glühkathode 3,
die zweckmäßig eine Oxydkathode ist. In einem zweiten Raum 4 ist eine Anode 5 angeordnet.
Als Material für diese Anode eignet sich Graphit besonders gut. Außer dem in der Zeichnung sichtbaren Anodenraum
können mehrere solche Räume vorhanden sein, von denen jeder eine Anode enthält, so
daß· es möglich ist, zwei-, drei- oder mehrphasige Wechselströme gleichzurichten. Der
Anodenraum 4 ist mit dem Kathodenraum 2 durch einen Kanal 6 verbunden, der nach dem
Kathodenraum hin abwärts läuft. Soll die Entladungsvorrichtung zum Gleichrichten
eines mehrphasigen Wechselstroms dienen, so ist es von Wichtigkeit, daß die Längen der
Kanäle für die Entladung, welche die Kammern mit dem Kathodenraum verbinden, miteinander
übereinstimmen.
Die Anode 5 ist mit einem Ende der Transformatorwicklung 7 verbunden, deren
anderes Ende, das, falls mehrere Phasen gleichgerichtet werden, den Sternpunkt einer
Mehrphasenwicklung darstellt, der negative Pol der Anlage ist. Der positive Pol wird
durch die Mitte einer Hilfswicklung 8 gebildet, die den Heizstrom für die Glühkathode
liefert. Die primäre Transformatorwicklung ist in der Zeichnung nicht dargestellt. >io
Mit dem Kathodenraum 2 steht in unmittelbarer Verbindung ein Gefäß 9, in dem sich
ine Menge flüssigen Quecksilbers befindet. Dieses Gefäß ist von einem elektrischen Heizelement
10 umgeben, durch das das Quecksilber erhitzt wird, wodurch sich der Raum 2
mit Quecksilberdampf von einem solchen Druck füllt, daß beim Betrieb keine störende
Zerstäubung der Glühkathode auftritt. Die entladungsvorrichtung ist sehr hoch entlüftet,
ο daß außer Quecksilberdampf praktisch cein anderes Gas vorhanden ist.
Claims (5)
1. Gleichrichteranlage für hohe Spannungen mit einer mit Bogenentladung
arbeitenden Entladungsröhre mit hochemittierender Glühkathode, wie Oxydkathode,
bei welcher in dem Kathodenraum der Röhre oder in einem mit diesem verbundenen Raum ein Metall, vorzugsweise
Quecksilber, zur Verdampfung gebracht wird und bei welcher die Anode oder die Anoden sich in Ansatzräumen
befinden und zwischen der Kathode und der bzw. den Anoden ein Druckgefälle erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Herstellung eines Dampfdruckes ι °5 von einigen Millimetern im Kathodenraum
und von einem Bruchteil eines Millimeters in den Anodenräumen die Räume durch Öffnungen geringen Durchmessers
voneinander getrennt sind, daß eine besondere Heizvorrichtung, z. B. ein
elektrischer Heizapparat, für die Verdampfung des Metalls und eine Vorrichtung zur künstlichen Kühlung nur der
Anodenräume, z. B. mittels eines Luft- »5 stromes, vorgesehen sind.
2. Gleichrichteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Quecksilber,
das sich in den kälteren Teilen,
z. B. in den Anodenräumen, kondensiert, Gelegenheit findet, in den Verdampfungsraum zurückzufließen.
3· Gleichrichteranlage nach Anspruch ι
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladungsröhre außer dem in der Röhre
gebildeten Dampf praktisch kein Gas enthält.
4. Gleichrichteranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sich außerhalb der Entladungsröhre zwischen dem Glühkathodenraum
und dem oder den Anodenräumen ein Schirm als Wärmeschutz befindet.
5. Gleichrichteranlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl
von Anodenkammern den Kathodenraum und eine diesen umgebende Schirmwand umgeben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE710076C true DE710076C (de) | 1941-09-03 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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