DE709354C - Einrichtung zur Verhinderung von Eisbildung an Tragflaechen oder Leitwerksflaechen von Flugzeugen - Google Patents

Einrichtung zur Verhinderung von Eisbildung an Tragflaechen oder Leitwerksflaechen von Flugzeugen

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Publication number
DE709354C
DE709354C DEF86029D DEF0086029D DE709354C DE 709354 C DE709354 C DE 709354C DE F86029 D DEF86029 D DE F86029D DE F0086029 D DEF0086029 D DE F0086029D DE 709354 C DE709354 C DE 709354C
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DE
Germany
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aircraft
wing
distribution
wings
warm air
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Expired
Application number
DEF86029D
Other languages
English (en)
Inventor
Willy Kaether
Dipl-Ing Kurt Tank
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Focke Wulf Flugzeugbau GmbH
Original Assignee
Focke Wulf Flugzeugbau GmbH
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D15/00De-icing or preventing icing on exterior surfaces of aircraft
    • B64D15/02De-icing or preventing icing on exterior surfaces of aircraft by ducted hot gas or liquid
    • B64D15/04Hot gas application

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Verhinderung von Eisbildung an Tragflächen oder Leitwerksflächen von Flugzeugen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verhinderung der Eisbildung an Flugzeugbauteilen. Man hat bereits mehrfach -Mittel vorgeschlagen, um die einer Vereisungsgefahr ausgesetzten Bauteile von Flugzeugen, insbesondere die Vorderkanten von Tragflügeln, vor.Eisansatz zu schützen. Diese Mittel bestehen entweder darin, 'daß man die Oberfläche .der zu schützenden Teile z. B. durch aufblasbare Schläuche bewegbar macht, wodurch ein etwa vorhandener Eisansatz von Zeit zu Zeit oder regelmäßig, d. h. in periodisch festlegbaren Zeitabständen, abgesprengt wird.
  • Man ist aber auch bereits dazu übergegangen, eine Beheizung der einer Vereisungsgefahr ausgesetzten Zonen in geeigneter Weise vorzunehmen. Dies geschieht meist da-durch, daß man einen Wärmeträger, z. B. Warmluft, direkt unter @aer Außenhaut innerhalb der hohlen Bauteile umlaufen läßt, wodurch Eisansatz vermieden werden soll. Bei Körpern mit erheblicher Längenausdehnung, z. B. bei Flugzeugtragflächen, ist es besonders schwierig, die Zone des Flügels nach der Flügelspitze zu, von Eis frei zu halten, weil nach der Flügelspitze zu einerheblicher Temperaturabfall eintritt, der eine gleichmäßige Beheizung der ganzen Flügelvorderkante nicht möglich erscheinen läßt.
  • Man ist deshalb. .dazu übergegangen, die Warmluft, welche nach Durchströmen ,der vorderen Flügelzonen einen Teil ihrer Wärme bereits abgegeben hat, aus in der Mantelfläche des@Strömungskörpers befindlichenöffnungen, z. B. parallel zur Bewegungsrächtun.g sich erstreckenden Schlitzöffnungen, austreten zu lassen. Diese Warmluft umspült dann den Strömungskörper von außen her und hat den Zweck, auch in der: wenig durch Eisansatz gefährdeten Zone eine Vereisung zuverlässig zu vermeiden. Bei unsymmetrischen Profilen, z. B. an Tragflügel, «-elche eine Saug- und eine Druckseite aufweisen, hat sich hierbei der Nachteil gezeigt, daß bei Anwendung großer Flugzeuggeschwindigkeiten ein solcher Druckausgleich zwischen den auf der Unterseite und den auf" Tier Oberseite angeordneten Warmluftaustrittsöffnungen eintritt, daß auf der Unterseite, also auf der Druckseite des Tragflügels, gar keine oder mir sehr wenig Warmluft zur Verfügung steht. Dies hat zur Folge, .daß <las von der Fliigelvorderkante an der Außenhaut entlang fließende Schmelzwasser in Flu-grichtung hinter der beheizten Zone erstarrt. Es bildet sich in solchen Fällen an der Unterseite des Tragflügels eine Art Eisbarriere von meist erheblichem Gewicht, welche das Flügelprofil ströantungstechnisch derart ungünstig beeinflußt, .daß die Flugzeuge nicht mehr flugfähig bleiben und in die Gefahr des Absturzes kommen.
  • Die Erfindung soll diese Mängel beseitigen unter Anwendung eines an sich bekannten Warmluftstromes als Heizmittel für die in Flugrichtung vorn liegenden Zonen der Flugzeugbauteile, insbesondere der Tragflügel.
  • Durch Anordnung eines über die ganze Längserstreckung des Flügels hindurchgehenden Verteilerraumes, der in Richtung seiner Längserstreckung durch eine Wand unterteilt ist, wird ein Druckausgleich zwischen der Ober- und Unterseite des Tragflügels vermieden. Uin nun aber in der Warmluftzuführungsleitung von dein von der Druckseite beeinflußten ',#"erteilerrauni her keinen Rückstau zii erhalten, sind erfindungsgemäß die einzelnen Zweigleitungen unter Zwischenschaltung eines Regelgliedes an die Hauptzuführungsleitmig angeschlossen. Dieses Regelglied ist in an sich bekannter Weite so ausgebildet, daß es eine Regelung der zugeführten Warmluft hinsichtlich Menge und Druck ermöglicht. Um nun aber gleichzeitig die an der Flügelwurzel eingeführte Warmluft in Richtung nach der Flügelspitze zu, vor zu starkem Temperaturfall zu schützen, ist erfindungsgemäß die weitere Einrichtung getroffen, eine oder mehrere Zuführungszweigleitungen für den Wärmeträger durch die Verteilerräume hindurch bis in die Flügelspitzenzone zu leiten. Diese Leitungen werden innerhalb <les Verteilerraumes so geführt, daß sie allseitig von der in dem `'erteilerraum in der Nähe der Flügelwurzel eintretenden Warmluft umspült werden. Auf diese Weise wird die durch die besonderen Zuführungsleitungen in den Flügel gelangende Warmluft vor zu schnellem 1'emperatizrabfall geschützt, so daß über der ganzen Flügellänge eine gleichmäßige Temperatur vorherrscht. LTm aber auch in der Lage zu sein, den Temperaturausgleich zwi -schen Flügelwurzel und Flügelspitze zu regeln, wird nach der Erfindung die Länge der in den Verteilerraum hineinragenden Zuführungsleitungen derartig abgestuft, daß man in die Lage versetzt wird, die Warenluft ohne nennenswerten Temperaturabfall bis in die von der Eintrittsöffnung am meisten entfernt liegenden Zonen, z. B. die Flügelspitze, gelangen zu lassen.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Einrichtung nach der Erfindung besteht darin, daß man die ,den Druckausgleich verhindernde Trennwand ganz oder teilweise als Hohlkörper ausbildet und durch diese den Warmluftstrom für die entlegenen Zonen hindurchleitet. Die Steuerung der Warmluft in diesen Zuleitungen kann auch mit Vorteil in der Weise vorgenommen werden, daß man Rohre verwendet, deren Mantel Schlitze oder Öffnungen aufweist, die bei Verdrehen der beiden Rohre gegeneinander eine Steuerung des Warmluftstromes ermöglichen.
  • Abb. i zeigt einen Querschnitt durch einen Tragflächenflügel mit erfindungsgemäß angeordneten Strömungskanälen; Abb.2 zeigt eine ähnliche Anordnung in Draufsicht und teilweisem Schnitt; Abb.3 zeigt eine Einrichtung im Längsschnitt durch den Flügel. Der Warmluftstrom gelangt durch die Eintrittsöffnung i, i' in den durch eine Trennwand 2 unterteilten Verteilerraum 3, 3' und strömt dann in der Nähe der Flügelnase in der Gegend des größten Eisansatzes durch enge Öffnungen d. gegen die Innenflächen der Flügelaußenhaut 5, wodurch diese beheizt wird. Alsdann durchströmt die Warmluft enge Kanäle 6 und gibt, (la die Wandungen dieser Kanäle gleichzeitig die Außenhaut des Flügels bilden, hier die Wärme in an sich bekannter-Weise an die Außenhaut ab. Die Warmluft tritt alsdann durch in der Außenhaut befindliche Schlitzöffnungen 7 ins Freie und bespült dann die in Flugrichtung hinter diesen Öffnungen liegende Zone der Außenhaut von der Außenseite her, so daß nach hinten abfließendes Schmelzwasser nicht zur Erstarrung kommen kann.
  • Die Zuleitungen i, i' sowie die Zuleitungen 8, 9 (Alyb. 3), welche aus teleskopartig ineinander verschiebbaren Rohren bestehen, die bis in die Spitzenzone des Flügels hineinreichen, sind an eine in der Zeichnung nicht dargestellte Warmluftzuführungsleitung angeschlossen, welche den Warmluftträger unter geringem Überdruck diesen Leitungen zuführt. Die Rohrleitungen 8, 9 sind also innerhalb des Verteilerraumes 3, 3' so angeordnet, daß sie von -der im Verteilerraum befindlichen Warmluft allseitig umspült werden, so daß die in diesen Leitungen 8, 9 zuströmende Warmluft ohne erheblichen Temperaturabfall bis in .die Spitzenzonen .des Flügels geführt wird.
  • In die Hauptzuführungsleitung sind erfindungsgemäß ein oder mehrere Regelventile eingebaut, welche die Luftzufuhr in den einzelnen Zweigleitungen hinsichtlich Menge und Druck zu regeln gestatten. Dadurch wird ein Druckausgleich zwischen dem Druck im Verteilerraum 3' und 3, in welchen verschiedene Drücke vorherrschen, vermieden.
  • Eine besondere -Ausführungsform nach der Erfindung wird dadurch möglich, daß die Zuführungsleitungen 8, 9 für die Warmluft teilweise aus :den Wandungen der Trennwand 2 gebildet -werden, wie dies in Abb. 2 dargestellt ist. In dem fellweise aus der Trennwand ?- gebildeten rohrförmigen Hohlraum von kreisrundem 0,uerschnittbefindet sich ein weiteres Rohr. Beide Rohre besitzen in ihrem Mantel, vorzugsweise in dem nach der Flügelspitze zu gelegenen Teil, Durchbrechungen, die bei Verdrehen des innenliegenden Rohres jeweils verdeckt oder geöffnet werden, so daß wahlweise mehr oder weniger Warmluft .der Flügelspitzenzone zugeleitet werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Verhinderung von E.isbil,dung an Tragflächen oder Leitwerksflächen von Flugzeugen unter Verwendung eines gasförmigen Wärmeträgers und eines im Innern des Bauteiles angeordneten Verteilerraumes; der sieh über -die. ganze Längsausdehnung des Bauteiles -'_ erstreckt und wobei enge Heizkanäle 'vorgesehen sind, deren Wandungen ganz oder teilweise die Außenhaut des Flugzeugteiles bilden, und welche durch Öffnungen in der Außenhaut ins Freie mün-.den,dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung einer den Verteilerraum irt seiner Längserstreckung unterteilenden Trennwand beide so entstandenen Verteilerräume an eine gemeinsame Versorgungsleitung angeschlossen sind, an deren Abzweigstellen Ventile vorgesehen sind, die einen Druckausgleich zwischen den einzelnen Zweigleitungen und zwischen den Verteilerräumen verhindern.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitungen für den ,gasförmigen Wärmeträger zu einer entfernt liegenden Zone in den langgestreckten Verteilerräumen allseitig von Warmluft umspült sind. -
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, - da-.durch gekennzeichnet, daß die Trennwand ganz oder teilweise als langgestreckter Hohlkörper ausgebildet ist und als Zuführungsleitung für den Wärmeträger dient.-q:. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Mantel der kreisrunden OOuerschnitt aufweisenden Zuführungsleitung Durchbrechungen vorgesehen sind, die bei Bewegen eines innerhalb dieser Leitung angeordneten ebenfalls mit Durchbrechungen versehenen Rohres ganz oder teilweise verdeckt bzw. geöffnet werden.
DEF86029D 1938-12-11 1938-12-11 Einrichtung zur Verhinderung von Eisbildung an Tragflaechen oder Leitwerksflaechen von Flugzeugen Expired DE709354C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2862804A1 (de) 2013-10-17 2015-04-22 Airbus Helicopters Frostschutzvorrichtung für Luftfahrzeugflügel
CN105882979A (zh) * 2015-01-14 2016-08-24 空客直升机 飞行器叶片的防结冰装置

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