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Heizung für Eisenbahnwagen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Heizung für Eisenbahnwagen, mit einer entlang der Fensterwand des Wagens in Bodennähe durch die Abteile durchlaufenden Warmlufthauptleitung. Es ist bekannt, bei einer solchen Heizung die Warmluft entweder nur durch unter den Sitzbänken befindliche Öffnungen etwa horizontal ins Wageninnere zu drUcken, oder zusätzlich zu einer solchen Anordnung noch unter dem Fenster bzw. dem Klapptisch weitere Warmluftaustritte anzuordnen, aus welchen die Warmluft ebenfalls etwa horizontal in das Abteil austritt. Bei letzterer Variante sind noch weitere horizontale Warmluftaustritte über den Sitzbänken, etwa in Gepäcknetzhöhe, an der Fensterwand angeordnet.
Die erstgenannte Konstruktion bietet den Vorteil, dass die FUsse der Reisenden warmgehalten werden, jedoch kann der Kaltlufteinfall durch das Fenster nicht entsprechend kompensiert werden, so dass ein Kaltluftstrom vom Fenster in Richtung Fussboden entsteht, was häufig als unangenehm empfunden wird.
Die zweitgenannte Anordnung verbessert diesen Nachteil etwas, hat sich jedoch ebenfalls noch nicht als völlig zufriedenstellend erwiesen. Insbesondere die Partien neben dem Fenster hatten noch immer unter einem Kaltlufteinfall durch das Fenster bzw. unter der Strahlung der kalten Wand zu leiden.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, die Warmluftaustrittsöffnungen lediglich im Bereich unter dem Fenster zwischen den Sitzbänken, etwas unter dem Niveau der Sitzfläche, anzuordnen, so dass dem Kaltlufteinfall durch das Fenster ein nach aufwärts gerichteter Warmluftstrom entgegengesetzt wird. Auch diese Anordnung vermeidet jedoch die geschilderten Nachteile nicht völlig, da einerseits die aufsteigende Warmluft in der Höhe der Fensterunterkante nicht mehr eine genügend grosse Geschwindigkeit aufweist, um Über die gesamte Fensterfläche streichen zu können. Anderseits besteht keine Möglichkeit, die Temperatur knapp über dem Fussboden geringfügig höher zu halten als die Ubrige Raumtemperatur, wie es fUr die Behaglichkeit der Reisenden wünschenswert ist.
Diese Nachteile treten auch bei einer weiteren bekannten Konstruktion auf, bei welcher die Wärmezufuhr durch mit Rippen versehene, im Bereich der Abteilbreite angeordnete Rohre erfolgt, welche von Dampf durchströmt sind. Dadurch wird innerhalb des Abteiles eine natürliche Luftumwälzung hervorgerufen, wobei ein Teil dieser Luft über ein Kanalsystem geführt und zu einem Warmluftvorhang vor dem Abteilfenster ausgenutzt wird, wofur ein an der Fensterwand anliegender Luftaustrittskanal dient. Eine solche Luftumwälzung reicht nicht aus, den Warmluftvorhang in genügender Intensität vor dem Fenster bei tiefen Aussentemperaturen zu erzeugen. Ausserdem erfolgt ein solcher Warmluftvorhang nur vor dem Fenster, nicht hingegen in den übrigen Bereichen der Abteilbreite, so dass die Fensterplätze dem unangenehmen Kaltlufteinfall von der Fensterwand her ausgesetzt sind.
Schliesslich muss, da keine erwärmte Frischluft ins Abteil geleitet wird, die Frischluft durch Zufuhr kalter Luftmassen bzw. durch die Undichtheiten hindurch erfolgen, was unangenehme Zugerscheinungen zur Folge hat.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die geschilderten Nachteile zu vermeiden und eine Konstruktion zu schaffen, mit welcher einerseits der Kaltlufteinfall durch das Fenster völlig kompensiert, anderseits die Temperatur knapp Über dem Fussboden etwas höher als die Ubrige Raumtemperatur gehalten werden kann. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass zusätzlich zu den unter den Sitzbänkenbefindlichen Warmluftaustrittsöffnungen, durch welche die Warmluft etwa horizontal austritt, entlang
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der gesamten Fensterwand weitere, in an sich bekannter Weise nach oben gerichtete Warmluftaustritts- öffnungen vorhanden sind, welche zumindest im Bereiche der Fenster in an sich bekannter Weise ungefähr in der Höhe der Fensterunterkante angeordnet sind.
Dadurch ergibt sich nun die grösstmögliche Behaglichkeit im Abteil, da einerseits die nötige Fusswärme durch die unter den Sitzbänken befindlichen, etwa horizontal Warmluft abgebenden Austrittsöffnungen gewahrt bleibt, anderseits der Kaltlufteinfall durch das Fenster durch die entlang der gesamten Fensterwand, d. h. in den Bereichen der Fenster und in den zwischen den Fenstern liegenden Bereichen angeordneten, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen völlig kompensiert werden kann.
Auf diese Weise werden die unangenehmen Folgeerscheinungen eines Kaltlufteinfalles durch das Fenster bzw. durch die Fensterwand vermieden, ohne dass hiebei die bei bekannten Konstruktionen stets benachteiligten Plätze neben der Abteilture bzw. die an den Korridor angrenzenden Plätze vernachlässigt wurden, da diesen Plätzen durch die unter den Sitzbänken befindlichen, etwa horizontal ins Wageninnere Warmluft ausblasenden Öffnungen nach wie vor Warmluft zugefuhrt wird.
Esbildetsichauf diese Weise eine Warmluftwalze aus, welche alle Plätze des Abteiles annähernd gleichmässig mit Warmluft versorgt, so dass im Abteil auf allen Plätzen die gleiche Behaglichkeit erzielt wird.
Die im Abteil befindliche Luft wird stets durch neue erwärmte Frischluft ersetzt, so dass es nicht zu einer ständigen Umwälzung verbrauchter Luft im Abteil kommen kann. Ferner ergibt die erfindungsgemässe Konstruktion den Vorteil, dass durch die an der Fensterwand des Wagens hochstreichende Warmluft gegebenenfalls auch eine Defrosterwirkung erzielt werden kann.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann die Anordnung so getroffen sein, dass im Bereiche der Sitze die zusätzlichen, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen unterhalb der Sitzbänke angeordnet sind. Auf diese Weise können die Sitzbänke bis nahe an die Fensterwand herangeführt werden, wobei zwischen Fensterwand und Sitzbank lediglich ein schmaler Spalt freigelassen werden muss, durch welchen die Warmluft nach oben entlang der Fensterwand streichen kann. Dadurch kann die gesamte Abteiltiefe für die Sitzbänke nutzbar gemacht werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, insbesondere in Grossraumwagen bzw. Grossabteilen, alle entlang der Fensterwand angeordneten, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen über dem Niveau der Sitzbänke anzuordnen.
Dadurch kann die Ausbildung dieser Warmluftaustrittsöffnungen bzw. deren Anordnung konstruktiv einfacher gestaltet werden, insbesondere dann, wenn alle Warmluftaustrittsöffnungen etwa auf gleicher Höhe angeordnet sind, vorzugsweise knapp unterhalb der Unterkante der Fenster.
Vorzugsweise ist im Rahmen der Erfindung die Anordnung so getroffen, dass die nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen Über die Länge der gesamten Fensterwand gleichmässig verteilt angeordnet sind. Dadurch kann eine gleichmässige Kompensation des Kaltlufteinfalles durch das Fenster bzw. der kalten Ausstrahlung der Fensterwand erzielt werden. Weicht der spezifische Warmluftbedarf im Bereiche der Fenster von dem spezifischen Warmluftbedarf im Bereiche zwischen den Fenstern stark ab, so kann durch entsprechende Dimensionierung bzw. Anordnung der Warmluftaustrittsöffnungen diesem Umstand Rechnung getragen werden.
Hiebei empfiehlt es sich im Rahmen der Erfindung, den Gesamtquerschnitt der im Bereich der Fenster angeordneten, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen grösser als den Gesamtquerschnitt der übrigen nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen zu bemessen.
Die Erfindung ermöglicht es, in besonders vorteilhafter Weise von der eingangs beschriebenen Konstruktion, bei welcher ein an die Wärmequelle angeschlossener, im Bereich des Fensters bis nahe an die Fensterunterkante hochgezogener Luftausströmschacht vorhanden ist, welcher an seiner oberen Deckwand mit Warmluftaustrittsöffnungen versehen ist, Gebrauch zu machen. Ausgehend von dieser bekannten Konstruktion kann hiebei im Rahmen der Erfindung die Anordnung so getroffen sein, dass der Luftausströmschacht von der hochgezogenen Verkleidung der durch die Abteile durchlaufenden Warmlufthauptleitung gebildet ist und die Ubrigen, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen in den tieferliegenden Abschnitten der Verkleidung der Warmlufthauptleitung angeordnet sind.
Im Bereich der Fenster, d. h. zwischen den Bänken eines Abteiles, bereitet die Hochziehung der Verkleidung der Warmlufthauptleitung konstruktiv keinerlei Schwierigkeiten, da hiedurch an Sitzbankbreite nichts verloren wird. Die Verkleidungkannhiebei leicht so stark ausgebildet werden, dass ein Klapptisch, Abfallkörbe od. dgl. an der Verkleidung befestigt werden können.
Werden die zwischen den Fenstern liegenden, nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen in nicht hochgezogenen Verkleidungsabschnitten angeordnet, wobei diese Warmluftaustrittsöffnungen dann etwa im Niveau der Oberkante der Verkleidung der Über die Wagenlänge durchlaufenden Warmlufthauptleitung angeordnet sind, so können gesonderte Führungskanäle für die diesen Warmluftaustrittsöffnungen zugefUhrte Warmluft vermieden werden, so dass die Konstruktion vereinfacht wird. Die Warmluft steigt hiebei von diesen, unter den Sitzbänken befindlichen Warmluftaustrittsöffnun- gen entlang der Fensterwand durch den üblicherweise zwischen Sitzbankende und Fensterwand befind-
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lichen Spalt nach oben.
Gegebenenfalls können in den einzelnen Bereichen entlang der Fensterwand die Gesamtquerschnitte der nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen und gegebenenfalls auch der gegen das Abteilinnere gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen regelbar sein, um das Verhältnis der durch diese einzelnen Öffnungen abgegebenen Warmluftteile den Erfordernissen anpassen zu können.
Wird jedoch die Verkleidung der Warmlufthauptleitung über ihre ganze Länge durchgehend hochgezogen, so können alle nach oben gerichteten Warmluftaustrittsöffnungen auf gleicher Höhe, vorzugsweise nahe der Fensterunterkante, angeordnet werden. Auf diese Weise kann die Verkleidung einheitlichausge- bildet werden, wodurch sich ihre Konstruktion, insbesondere bei Grossabteilen oder Grossraumwagen, vereinheitlicht und vereinfacht. Ausserdem wird durch eine derartige Hochziehung der Verkleidung über ihre gesamte Länge auch in den Bereichen der Sitzflächen eine Wärmeisolation der kalten Fensterwand des Eisenbahnwagens erzielt.
Um die Ausbildung einer Warmluftwalze im Abteil zu begunstigen. kann. ausgehend von einer Konstruktion von mit in der Vorderwand des Luftausströmschachtes angeordneten Öffnungen, gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Anordnung so getroffen sein, dass an diesen Öffnungen die von der Warmlufthauptleitung angelieferte Warmluft innenseitig vorbeigeführt ist, so dass durch diese Öffnungen Abteilluft angesaugt wird. Es tritt somit an diesen Luftansaugöffnungen eine Injektorwirkung auf, wobei ein Teil der im Abteil befindlichen Luft durch diese Luftansaugöffnungen tritt, von der an diesen Öffnungen vorbeistreichenden Warmluft mitgenommen und durch die im Bereich der Fensterunterkante liegenden Warmluftaustrittsöffnungen wieder ausgeblasen wird.
Es kann jedoch auch im Rahmen der Erfindung die Anordnung bei einer derartigen Konstruktion mit in der Vorderwand des Luftausströmschachtes angeordneten Öffnungen derart getroffen sein, dass durch ein innen liegendes Leitblech ein Teil des von der Warmlufthauptleitung gelieferten Warmluftstromes durch diese Öffnungen in den Abteilraum geleitet wird. Auf diese Weise wirken diese Öffnungen als zusätzliche Warmluftaustrittsöffnungen.
Die FUhrung der Warmluft aus der Warmlufthauptleitung zu den unter den Sitzbänken liegenden Warmluftaustrittsöffnungen kann in einfacher Weise dadurch realisiert werden, dass gemäss der Erfindung im Bereich jeder Sitzbank ein Leitblech vorgesehen ist, welches die aus der Warmlufthauptleitung nach oben austretende Warmluft horizontal umlenkt, wobei in diesem Leitblech bzw. zwischen demselben und der hochgezogenen Verkleidungswand Öffnungen vorgesehen sind, durch welche ein Teil der Warmluft nach oben austritt und wobei diesem Leitblech gegebenenfalls ein Regelorgan, z. B. eine Drosselklappe oder ein Schieber, vorgeschaltet ist.
Es wird somit die von der Warmlufthauptleitung angelieferte und durch die Regelorgane überwachte Warmluftmenge in zwei Teilströme aufgespalten, von welchen einer nach oben durch das Leitblech bzw. an diesem vorbei entlang der Fensterwand strömt, während der restliche, zweckmässig grössere Teil der zum Leitblech geführten Warmluft, am Ende des Leitbleches in etwa horizontaler Richtung ins Abteil austritt.
Die Erfindung ist in gleicher Weise für Konstruktionen anwendbar, bei welchen die Warmlufthauptleitung einkanalig ausgebildet ist, als auch für solche, bei welchen die Warmlufthauptleitung als Zweikanalleitung konstruiert ist.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch einen Eisenbahnpersonenwagen senkrecht zur Wagenlängsachse und Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein Abteil parallel zur Wagenlängsachse mit lediglich im Bereich zwischen den Sitzbänken hochgezogener Verkleidung. Die Fig. 3 und 4 zeigen Vertikalschnitte entlang den Linien III-III bzw. IV-IV der Fig. 2 bei zweikanaliger Ausbildung der Warmlufthauptleitung, wogegen die Fig. 5 bzw. 6 Schnitte ähnlich den Fig. 3 bzw. 4 bei einkanaliger Ausbildung der Warmlufthauptleitung darstellen. Fig. 7 zeigt einen Vertikalschnitt durch ein Abteil parallel zur Wagenlängsachse mit über die ganze Abteilseitenwand hochgezogener Verkleidung und Fig. 8 stellt einen Vertikalschnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7 dar.
Im Abteil 1 (Fig. l, 2), welches vom Korridor 2 durch eine Wand 3 getrennt ist, befinden sich die Sitzbänke 4. Längs der Fensterwand 5 läuft im wesentlichen über die gesamte Wagenlänge eine Warmlufthauptleitung 6 am Abteilfussboden 7 durch, welche in an sich bekannter Weise von einem elektrischen und bzw. oder Dampfaggregat mit Warmluft versorgt wird. Ein nicht dargestelltes Gebläse sorgt dafür, dass die Warmluft aus den Austrittsöffnungen der Warmlufthauptleitung in das Abteil 1 austritt. Von diesen Öffnungen sind Öffnungen 8 unter den Sitzbänken 4 angeordnet (Fig. 3, 5), durch welche Öffnungen 8 die Warmluft in etwa horizontaler Richtung in Richtung KorridorwandinsAbteil strömt.
Ferner sind unter den Sitzbänken 4 weitere Öffnungen 9 in der Verkleidung der Warmlufthauptleitung vorgesehen, welche Öffnungen 9 nach oben gerichtet sind, so dass
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durch diese Öffnungen 9 Warmluft durch den zwischen den Sitzbänken 4 und der Fensterwand 5 verbleibenden schmalen Spalt 10 entlang der Fensterwand 5 nach oben strömen kann. Die Öffnungen 9 sind hiebei in einem Leitblech 11 vorgesehen, welches von der Korridorwand etwa horizontal und parallel zur horizontalen Deckwand 12 der Verkleidung der Warmlufthauptleitung angeordnet ist.
Das dem Abteilinneren zugewendete Ende des Ablenkbleches 11 ist etwas nach unten abgebogen, so dass es zusammen mit der Deckwand 12 die Öffnungen 8 begrenzt.
Im Bereich unter dem Abteilfenster 13, d. h. im zwischen den Sitzbänken 4 liegenden Bereich, schliesst an die Verkleidung 14 ein Luftausströmschacht 14a an, der bis nahe an die Fensterunterkante 15 reicht. In der oberen Deckfläche dieses Schachtes sind nun weitere Warmluftaustrittsöffnungen 16 vorgesehen, welche gleichfalls nach oben gerichtet sind, so dass durch diese Öffnungen ein Warmluftvorhangvordem Abteilfenster 13 gebildet wird, welcher einen Kaltlufteinfall durch das Fenster ins Abteilinnere verhindert.
In der Anschlussfläche zum Luftschacht 14a sind vorne in der Höhe der Warmlufthauptleitung 6 Ansaugöffnungen 17 vorgesehen, durch welche durch die an diesen Öffnungen 17 vorbeiströmende, aus der Warmlufthauptleitung 6 kommende Warmluft Luft aus dem Abteil 1 durch Injektorwirkung angesaugt und zusammen mit der Warmluft durch die Öffnungen 16 wieder ausgestossen wird. Auf diese Weise entsteht einerseits eine Luftwalze (Warmluft + Raumluft) die eine gute Zirkulation im Abteil gewährleistet. Ferner entsteht durch die unter den Sitzen in Richtung Korridorwand ausgeblasene Warmluft ein Warmluftstrom entlang der Sitzbänke in das Abteil, wodurch erreicht wird, dass auch im Fussbodenbereich warme Luft streicht und dass die an der Korridorwand befindlichen Sitze ausreichend mit Warmluft versorgt werden.
Diese Sitze waren bisher gegenüber Fensterplätzen bezüglich der Warmluftversorgung stark benachteiligt.
Zweckmässig ist der Querschnitt der Warmluftaustrittsöffnungen 9 geringer bemessen als der Quer- schnitt der Warmluftaustrittsöffnungen 8 und 16. Dadurch wird nur ein geringerer Anteil der gesamten Warmluft durch die Öffnungen 9 ausgestossen, so dass dem verringerten Warmluftbedarf an den seitlich des Fensters 13 liegenden Teilen der Fensterwand 5 Rechnung getragen ist. Die Warmluftaustritts- öffnungen 8 sind hiebei zweckmässig von Schlitzen gebildet, welche sich über fast die gesamte Tiefe der Sitzbänke 4 erstrecken. Die Warmluftaustrittsöffnungen 9 und 16 sind hingegen zweckmässig von Schlitzen geringerer Länge, gegebenenfalls auch von Löchern gebildet.
Die den Warmluftaustrittsöffnungen 8, 9, 16 zugeführte Warmluftmenge ist zweckmässig regelbar.
Hiezu kann bei zweikanaliger Ausbildung der Warmlufthauptleitung 6 (Fig. 3, 4) eine Regelklappe 18 vorgesehen sein, welche den Austritt der Warmluft aus dem Warmluftkanal 19 regelt und von Hand aus oder automatisch z. B. Uber einen Drehmagnet, welcher von einem an der Abteildecke 20 angeordneten Thermostat 21 gesteuert wird, verstellt werden kann. Die aus dem Warmluftkanal 19 austretende Warmluft wird hiebei zusammen mit der aus dem Grundleistungskanal 22 austretenden Lauluft in einem Mischkanal 23 vermischt und durch die Öffnungen 8. 9. 16 ausgestossen.
Bei einkanaliger Ausbildung der Warmlufthauptleitung 6 (Fig. 5, 6) erfolgt die Regelung der den
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zugeführten Warmluftmenge zweckmässig durch einen Lochschieberarbeitet mit Öffnungen 25 in der oberen Wand des Warmluftkanals 26 zusammen und kann von Hand oder automatisch, z. B. durch einen thermostatisch gesteuerten Drehmagnet, verstellt werden.
Mit 27 ist ein LUfter bezeichnet, welcher in an sich bekannter Weise am Wagendach angeordnet ist. Die Anordnung ist zweckmässig so getroffen, dass ein Drittel der im Abteil zirkulierenden Luft planmässig mittels des LUfters 27 abgeführt wird, wogegen die restlichen zwei Drittel durch Undichtheiten das Abteil verlassen.
Damit auch der Korridor 2 beheizt wird, zweigen von der Warmlufthauptleitung 6 unter den Sitzbänken Querkanäle 28 ab (Fig. 1, 2), welche jeweils über eine durch einen Rost 29 abgedeckte Öffnung 30 in den Korridor 2 mUnden. In jeder dieser Leitungen 28 ist ein Ventil 31 vorgesehen, welches so gesteuert ist, dass durch den Kanal 28 nur dann Warmluft in den Korridor 2 geblasen wird, wenn kein Warmluftbedarf im Abteil 1 besteht, d. h. also, wenn die Regelklappe 18 (Fig. 3) bzw. der Schieber 24 (Fig. 5, 6) geschlossen sind. Eine solche Steuerung kann z. B. durch den Raumthermostaten 21 erfolgen.
Bei dem in den Fig. 7 und 8 dargestellten AusfUhrungsbeispiel ist der Luftausströmschacht 14a über die ganze Fensterwand durchgehend bis nahe an die Fensterunterkante 15 hochgezogen. Im Bereich zwischen den Sitzbänken, d. h. im Bereich der Abteilfenster ist dieser Luftausströmschacht 14a ebenso ausgebildet wie bei dem in den Fig. 2 - 6 dargestellten Ausführungsbeispiel. Es sind wieder in der oberen
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Deckfläche des Schachtes nach oben gerichtete, über die Fensterbreite gleichmässig verteilte Warmluftaustrittsöffnungen 16 vorgesehen, durch welche ein Warmluftvorhang vor dem Abteilfenster 13 gebildet wird.
Ausserdem sind wieder in der Anschlussfläche zum Luftausströmschacht 14a Ansaugöffnungen 17 vorgesehen, durch welche durch die an diesen Öffnungen 17 vorbeiströmende Warmluft Luft aus dem Abteil 1 durch Injektorwirkung angesaugt und zusammen mit der Warmluft durch die Austritts- öffnungen 16 wieder ausgestossen wird.
Im Bereich der Sitzbänke 4 sind in der Anschlussfläche des Luftausströmschachtes 14a an die Warmlufthauptleitung 6 Öffnungen 32 und 33 vorgesehen, zwischen welchen ein Leitblech 34 angeordnet ist, welches etwa horizontal verläuft und mit der Wand des Schachtes 14a einen Spalt 35 bildet. Die Öffnungen 32 sind unterhalb der Sitzbänke angeordnet und bewirken, wie die Öffnungen 8 bei dem in den Fig. 2 - 6 dargestellten Ausführungsbeispiel, ein Ausströmen der Warmluft in etwa horizontaler Richtung in das Abteil. Dieses Ausströmen wird durch das Leitblech 34 unterstützt, welches ein direktes Abströmen der gesamten angelieferten Warmluft in den Luftausströmschacht 14a verhindert.
Eine geringe Warmluftmenge gelangt durch den Spalt 35 in den Schacht 14a und strömt von dort einerseits durch die in der Höhe der Sitzbank 4 angeordneten Öffnungen 33 und durch den schmalen, zwischen der Sitzbank 4 und der Fensterwand 5 verbleibenden Spalt 10 und anderseits durch die in der oberen Deckfläche des Luftausströmschachtes 14 angeordneten Öffnungen 36 nach oben, wodurch wieder ein Warmluftvorhang gebildet wird, der eine Abstrahlung der kalten Waggonwand verhindert.
Durch die Warmluftaustrittsöffnungen 36 tritt zweckmässig weniger Warmluft aus als durch die Warmluftaustrittsöffnungen 16, da im Bereiche des Fensters ein grösserer Warmluftbedarf besteht. Hiezu ist zweckmässig der Querschnitt der Warmluftaustrittsöffnungen 36 geringer bemessen als der Querschnitt der Warmluftaustrittsöffnungen 16 bzw. es sind die die Warmluftaustrittsöffnungen bildenden Schlitze in den Fensterbereichen der Fensterwand enger gesetzt als in den übrigen Bereichen.
Fig. 8 zeigt eine einkanalige Ausbildung der Warmlufthauptleitung 6, bei welcher die Regelung der den Luftaustrittsöffnungen zugeführten Warmluftmenge wieder durch einen Lochschieber 24 erfolgt, welcher mit Öffnungen 25 in der oberen Wand des Warmluftkanales 26 zusammenwirkt und von Hand oder automatisch verstellt werden kann. Es kann jedoch selbstverständlich auch bei diesem Ausführungbeispiel die Warmlufthauptleitung 6 zweikanalig ausgebildet sein, wobei in analoger Weise zu den Fig. 3 und 4 eine Regelklappe 18 vorgesehen sein kann, durch welche der Austritt der Warmluft aus dem Warmluftkanal 19 geregelt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Heizung für Eisenbahnwagen, mit einer entlang der Fensterwand des Wagens in Bodennähe durch die Abteile durchlaufenden Warmlufthauptleitung, von welcher Warmluft durch unter den Sitzbänken befindliche Öffnungen etwa horizontal ins Wageninnere austritt, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu diesen Öffnungen (8) entlang der gesamten Fensterwand (5) weitere, in an sich bekannter Weise nach oben gerichtete Warmluftaustrittsöffnungen (9, 16, 36) vorhanden sind, welche zumindest im Bereich der Fenster (13) in an sich bekannter Weise ungefähr in der Höhe der Fensterunterkante (15) angeordnet sind.