DE708584C - Geradsichtiges bildumkehrendes Prismensystem - Google Patents

Geradsichtiges bildumkehrendes Prismensystem

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DE708584C
DE708584C DEH148679D DEH0148679D DE708584C DE 708584 C DE708584 C DE 708584C DE H148679 D DEH148679 D DE H148679D DE H0148679 D DEH0148679 D DE H0148679D DE 708584 C DE708584 C DE 708584C
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prisms
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angle
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HANS HENSOLDT DR
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/04Prisms

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

  • Geradsichtiges bildumkehrendes Prismensystem Die Erfindung bezieht sich auf ein geradsichtiges bildumkehrendes Prismensystem mit auf einer Geraden liegendem ein- und austretendem Hauptstrahl, bestehend aus zwei im Strahlengang hintereinanderliegenden Einzelprismen, von denen das eine eine total reflektierende Fläche und das andere zwei derartiger Flächen besitzt, deren eine als Dachkantfläche ausgebildet ist, deren Dachkante mit der Eintrittsfläche des Hauptstrahles einen größeren Winkel als go° bildet.
  • Die Erfindung besteht darin, daß bei einem derartigen System die unter Freilassung einer dünnen Luftschicht sich gegenüberliegenden Flächen der beiden Teilprismen und die Luftschicht selbst in einem zwischen 75 und go° liegenden Winkel zu der Durchtrittsrichtung des Hauptstrahles geneigt sind.
  • Bei Verwendung von Einzelprismen aus verschiedenen Glassorten haben die die Luftzwischenschicht begrenzenden Ein- und Austrittsflächen je - nach den Brechungszahlen der Gläser eine verschiedene Neigung gegen den Hauptstrahl.
  • Auf der Zeichnung zeigen die Abb. i bis 3 bildumkehrende Prismensysteme bekannter Bauarten und die Abb.4, 5 und 6 Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Die in Abb. i dargestellte Prismenkonstruk= tion bewirkt die Bildaufrichtung durch Spiegelung der Strahlen an einem Dach und an zwei total reflektierenden Flächen, deren eine .gleichzeitig als Durchgangsfläche dient. Zweck dieser Konstruktion war es, das Glasvolumen gegenüber den vorher bekannten Formen zu vermindern, die Herstellung zu erleichtern und eine möglichst große seitliche Verschiebung zwischen ein- und austretendem Hauptstrahl zu erzielen. Bei diesem System ist zwar die dünne Luftschicht zwischen den beiden Teilprismen zu der Durchtrittsrichtung des Hauptstrahles geneigt, es ist hierbei aber nicht erkannt worden, daß auch die Neigung der Dachkante gegen die Eintrittsfläche für die Verbesserung der Wirkung in bezug auf die Möglichkeit -der Verwendung weitgeöffneter Büschel und für die Ersparnis an Werkstoff maßgebend ist.
  • Bei einem anderen bekannten, in Abb.3 dargestellten Prismensystem ist nun zwar die Dachkante gegen die Eintrittsfläche unter einem Winkel von g7° 3ö geneigt, wodurch eine Verkürzung gegenüber solchen in Abb. a dargestellten Systemen erreicht wurde, bei denen die Dachkante senkrecht auf der Eintrittsfläche steht.
  • Sowohl bei dem System gemäß Abb. a als auch bei dem gemäß Abb. 3 liegen der ein-und der austretende Hauptstrahl auf einer Geraden. Bei beiden Systemen ist aber die Voraussetzung senkrechten Durchganges des Hauptstrahles durch die Lufttrennschicht zwischen den beiden Prismen gemacht worden. Unter dieser Bedingung sind die genannten Formen nicht weiter zu verkürzen. Der Erfindungsgegenstand stellt eine weitere Entwicklung des in der Abb. 3 wiedergegebenen Systems dar. Es ist erkannt worden, daß außer der Neigung der Dachkante gegen die obere Fläche, die, wie erwähnt, größer als 9oc sein muß, wenn eine Verkürzung des Glasweges unter Beibehaltung der Grundfoei. sich ergeben soll, auch die Durchtrittswink@I durch die Luftzwischenschicht innerhalb iie @` stimmter durch die Wahl des genannten Winkels und die Brechungswerte des Glases gegebener Grenzen liegen und von 9o° abweichen muß. Die Einfallwinkel bleiben jedoch in jedem Fall kleiner als bei dem System gemäß Abb. i. Die Verkürzung, die nur durch die gleichzeitige Wirkung der Neigung der Dachkante und des Durchtrittswinkels der Hauptstrahlen durch die Luftfläche bestimmt ist, kann bis zu 25 % des Höchstwertes betragen, der bei der Form nach Abb. 3 erreicht worden ist.
  • Das aus den Prismen i und 2 bestehende bildumkehrende System nach Abb.2 besaß einen auf der gleichen Achse ein- und austretenden Hauptstrahl und eine parallel zum Hauptstrahlendurchgang verlaufende Dachkante 3 sowie zwei reflektierende Flächen d., 5, von denen die Fläche .l um den Winkel a = 6o° und die Fläche 5 um den Winkel /3 = 6o° geneigt ist.
  • Zur Verkürzung des Lichtweges innerhalb der Glasprismen wurde dann gemäß Abb.3 der Winkel x in 62,5° und ß in 55° abgeändert, wobei gleichzeitig die Kante 3 geneigt angeordnet wurde.
  • Die Flächen 6 und 7 der Prismen i und 2 bildeten hierbei mit dem Hauptstrahl 8 einen Winkel von ;p = 9o'.
  • Die gleiche (@ftnung und Lichtstärke läßt sich jedoch erzielen, wenn erfindungsgemäß der Hauptstrahl 8 gemäß Abb. 4 bis 6 die zwischen den Flächen 6, 7 liegende Luftschicht 9 nicht mehr senkrecht durchdringt, sondern mit dieser zusammen einen zwischen 75° und 9o° liegenden Winkel bildet.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. d., 5 und 6 sind die Winkel a = 6o°, 62,5°, 60° und die Winkel ß = 52,5°, -15 °, -150.
  • Der Hauptstrahl 8 bildet daher bei dem Prismensystein nach Abb. d. mit der Luftschicht 9 einen Winkel von .1r = 82,5°, bei Abb. 5 von 8o° und bei Abb. (;von 75o.
  • Der geneigte Durchgang des Hauptstrahles 8 durch die dünne planparallele Luftschicht 9 bringt keine Nachteile, da die an einer Fläche auftretende Farbenzerstreuung durch die an der anderen erzeugte ausgeglichen wird. Es ergibt sich vielmehr der Vorteil einer Ablenkung der innerhalb der Prismen an Luft reflektierten Strahlen, die damit aus dem eigentlichen Strahlengang entfernt werden. Das Bild erscheint klarer und läßt die vorhandenen Helligkeitsunterschiede besser hervorgten.
  • gM#ber auch dann, wenn Einzelprismen aus fschiedenen Glassorten verwendet werden, täAt sich mit einem derartigen Prismensystem noch strenge Geradsicht erzielen, ohne daß störende Farbenerscheinungen auftreten. Die dieLuftzwischenschichten 9begrenzenden Ein-und Austrittsflächen 6, 7 müssen dann je nach den Brechungszahlen der Gläser eine verschiedene Neigung gegen den Hauptstrahl 8 haben, derart, daß das Prisinenpaar in seiner Gesamtheit ein achromatisches Prismensystem darstellt.
  • Weitere Vorteile des Erfindungsgegenstandes bestehen darin, daß infolge der bei gleicher Breite des Prismenpaares bedeutend geringeren Baulänge nicht nur eine Gewichtsersparnis erreicht wird, sondern daß auch die Möglichkeit besteht, Objektive größerer Lichtstärke, z. B. von mehr als i : 3 zu verwenden.
  • Die Grenze der Neigung des Hauptstrahles 8 gegenüber der Luftzwischenschicht 9 kann zwischen 75° und 9o° frei gewählt werden. Es ist z. B. die in Abb. 5 dargestellte Prismenform noch verwendbar, wenn ein Glas von hinreichend großer Brechungszahl benutzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Geradsichtigesbildumkehrendes Prisniensvstem mit auf einer Geraden liegendem ein- und austretendem Hauptstrahl, bestehend aus zwei im Strahlengang hintereinanderliegenden Einzelprismen, von denen das eine eine total reflektierende Fläche und das andere zwei derartiger Flächen besitzt, deren eine als Dachkantfläche ausgebildet ist, deren Dachkante mit der Eintrittsfläche des Systems einen größeren Winkel als 9o° bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Freilassung einer dünnen Luftschicht sich gegenüberliegenden Flächen der beiden Teilprismen und die Luftschicht selbst unter einem zwischen 75° und 9o° liegenden Winkel zu der Durchtrittsrichtung des Hauptstrahles (8) geneigt sind. z. Bildumkehrendes Prismensystem nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Einzelprismen (1, 2) aus verschiedenen Glassorten die die Luftzwischenschicht (9) begrenzenden Ein-und Austrittsflächen (6, 7) je nach den Brechungszahlen der Gläser eine verschiedene Neigung gegen den Hauptstrahl (8) haben.
DEH148679D 1936-08-29 1936-08-29 Geradsichtiges bildumkehrendes Prismensystem Expired DE708584C (de)

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