DE705052C - Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen - Google Patents

Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen

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DE705052C
DE705052C DES129511D DES0129511D DE705052C DE 705052 C DE705052 C DE 705052C DE S129511 D DES129511 D DE S129511D DE S0129511 D DES0129511 D DE S0129511D DE 705052 C DE705052 C DE 705052C
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DE
Germany
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current
relay
parallel
voltage
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Expired
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DES129511D
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Inventor
Egon Meisterknecht
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H47/00Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
    • H01H47/02Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
    • H01H47/16Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for conjoint, e.g. additive, operation of the relay

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  • Ac-Ac Conversion (AREA)

Description

  • Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen Es ist bekannt, zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen eine Relaisschaltung zu verwenden, die aus zwei Spannungswandlern und einem Stromwandler besteht, die so an das Netz angeschlossen sind, daß bei cos y = i die Summenspannung der Spannungswandler in Phase mit dem Strom des Stromwandlers ist. Die in Reihe geschalteten Sekundärwicklungen der Spannungswandler speisen die in Reihe geschalteten zwei Spulen eines Relais, während die Sekundärwicklung des Stromwandlers einerseits an die Verbindungsleitung der beiden Relaisspulen, andererseits zum Mittelpunkt einer Drosselspule führt, die parallel zu den in Reihe geschalteten Sekundärwicklungen der Spannungswandler liegt. Parallel zur Sekundärwicklung des Stromwandlers ist ein regelbarer Widerstand angeordnet. Diese bekannte Relaisschaltung hat den Nachteil, daß bei Einstellang eines höheren Stromes mit Hilfe des Regelwiderstandes eine Änderung des Fehlwinkels verursacht wird, weil der gesamte Belastungswiderstand des Stromwandlers, der sich aus den Relaiswiderständen und dem Regelwiderstand ergibt, eine mehr Ohmsche Phasenrichtung annimmt. Des weiteren muß bei dieser Schaltanordnung der Gesamt. ansprechstrom des Relais von einem einzigen Stromwandler geliefert werden, der unter Umständen überlastet wird.
  • Durch die Anordnung gemäß der Erfindung sollen die vorbezeichneten Nachteile bekannter Schaltungen wenigstens teilweise vermieden werden, und zwar ohne Mehraufwand an technischen Mitteln und unter Benutzung von Geräten normaler Ausführung.
  • Nach der Erfindung enthält die Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen einen Spannungswandler, der gegebenenfalls über in jeder Phase angeordnete Vorwiderstände eine ihm sekundärseitig parallel geschaltete Doppeldrosselspule speist, zu der die an sich in Reihe geschalteten Relaisspulen parallel liegen, und einen oder zwei sekundärseitig parallel geschaltete Stromwandler, deren mit einem Paralleleinstellkreis versehene Sekundärwicklungen einerseits an die Verbindungsleitung der beiden Relaisspulen, andererseits an den Mittelpunkt der Doppeldrossel angeschlossen sind.
  • Die Schaltanordnung gemäß Fig. i weist zwei Stromwandler in Verbindung mit einem Spannungswandler auf. Eine Schaltung mit dem gleichen Aufwand an technischen Mitteln ist zwar bekannt. Bei dieser sind jedoch die beiden Stromwandler abweichend von der Anordnung gemäß der Erfindung nicht parallel zu einem Einstellwiderstand angeordnet, sondern bei der bekannten Anordnung liegen die Sekundärwicklungen beider Stromwandler in Reihe und parallel zu Widerständen, die mit den Wandlern durch eine Querverbindung verbunden sind. Der nutzbare Strom des ersten Wandlers fließt bei der bekannten Ausführung zum größten Teil über den dem zweiten Wandler -zugeordneten Widerstand, der des zweiten Wandlers über den dem ersten Wandler zugeordneten Widerstand. Des weiteren bildet der Parallelwiderstand zur Sekundärwicklung jedes Wandlers einen besonderen Stromkreis, in dem gleichfalls ein Teil des Stromes nutzlos umgesetzt wird. Diese bekannte Anordnung enthält also zusätzliche Verbraucher und macht es daher erforderlich, die Stromwandler für ein Vielfaches der Leistung zu bemessen. Als weiterer Nachteil der bekannten Schaltanordnung inuß erwähnt werden, daß bei ihr der Spannungswandler anormal, nämlich auf der Sekundärseite mit einer Mittelanzapfung ausgerüstet ist.
  • Bei der Anordnung nach der Erfindung sind die beiden Stromwandler a" und 2b" wie aus der Zeichnung (Fig. i) ersichtlich, sekundärseitig parallel geschaltet. Die Strom- und Spannungsverhältnisse dieser Schaltung sind in den Vektorbildern (Fig.2) dargestellt, die wie alle folgenden Bilder der Einfachheit halber für reine Wirkleistung gezeichnet sind. Der Spannungswandler i liefert die in Fig. i, oberes Bild, gezeichnete Spannung U in Richtung mit der Spannung TS. Diese Spannung verursacht das Fliegen eines Stromes J" in den Relaisspulen 5, 6, der im unteren Vektorbild der Fig. 2 bezeichnet ist. Die Ströme der beiden Str omwandler J,. und J, addieren sich vektoriell und erzeugen einen Gesamtstrom, der in Phase mit der Spannung U bzw. mit dem Strom J" ist und dessen Teilströme Ja und Jl, in den Wicklungen 5, 6 des Leistungsrelais in positiver oder negativer Richtung dem Strom J" überlagert sind. Das Vektorbild läßt erkennen, daß bei der Schaltanordnung nach Fig. i jeder Stromwandler nur einen Teil des Relaisansprechstromes zu liefern hat. Hierdurch wird die Leistung eines Wandlers auf ungefähr das r/1/3 = 0,577-fache der Leistung des Wandlers der bekannten Anordnung herabgesetzt.
  • Bei der Darstellung der Stromdiagramme war vorausgesetzt, daß der Ohmsche Vorschaltwiderstand 3, 4. im Relaisstromkreis so groß ist, daß der induktive Widerstand der Relaisspulen 5, 6 vernachlässigt werden kann. Die Vorschaltwiderstände können nun aber nicht willkürlich vergrößert werden, da sonst bei zu hohen Widerständen auch die Wandlerleistungen zu groß werden. Daher hat die Induktivität der Relaisspulen in den meisten Fällen noch einen wesentlichen Einfluß.
  • In Fig.3 ist das Vektorbild für die Schall tung nach Fig. i unter Berücksichtigung der Induktivität der Relaisspulen gezeichnet, wie sie sich für einen praktischen Fall annähernd ergibt. Hierbei ist angenommen, daß der Regelwiderstand 9 zunächst ausgeschaltet, d. h. gleich unendlich ist. Der Strom J" ist nicht in Phase mit der Spannung U, sondern gegen diese um den Winkel ip verschoben. Die Relaisströme J" und Jv sind jedoch nach wie vor in Phase mit dem Strom J, des Wandlers, da sich die Spannung U. an den Stromwandlern so einstellt, daß dieser Strom durch die Widerstände der Relaisspulen einschließlich der Vorschaltwiderstände fließt. Das Relais weist daher eine um den Winkel @ falsche Phasenverschiebung des Stromes, d. h. einen Leistungswert U # J # cos (qp + V), auf.
  • Bei Einstellung eines höheren Stromes mit Hilfe des Regelwiderstandes 9 erhält der gesamte Belastungswiderstand der Stromwandler, der sich aus der Parallelschaltung der Widerstände der Relais 5, 6 und des Regelwiderstandes 9 ergibt, eine mehr Ohmsche Phasenrichtung, so da.ß der Spannungsvektor UW mehr in Richtung des Spannungsvektors U gedreht wird. Damit stellen sich dann auch die Ströme Ja und Jb, mehr und mehr in die Richtung des Stromes J" ein. Bei dieser Schaltung ändert sich also der Fehlwinkel bei Regelung des Einstellwiderstandes.
  • In Fig. q. ist nun eine Schaltung dargestellt, bei der ein Fehlwinkel nicht auftritt. Wie ersichtlich, wird hierbei nur ein Spannungswandler i und nur ein Stromwandler 2 benötigt. Aus dem Vektorbild gemäß Fig.5 geht des weiteren hervor, daß die Ohmschen Vorwiderstände 3, q. mit den induktiven Widerständen 5, 6 der Relaisspulen so abgeglichen sind, daß der Strom J" gegenüber der Spannung U eine Phasenverschiebung von 3o° aufweist. Der Stromwandler 2, der in die Phase R eingeschaltet ist, liefert ebenfalls einen um 3o° gegenüber der Spannung U verschobenen Strom, d. h. sein Strom ist also in Phase mit dem Strom J.. Die Teilströme Ja und Jb überlagern sich dem Strom 1" in gleicher oder in entgegengesetzter Richtung, so daß in den Relaisspulen 5, 6 Ströme von @einander abweichender Größe fließen. Das auf den Anker des Leistungsrelais 8 einwirkende Drehmoment ist nunmehr bestimmt durch die Differenz aus den Quadraten der in den Relaisspulen fließenden Ströme.
  • Um nun bei Einstellung größerer Stromstärken mittels des der Sekundärwicklung des Stromwandlers parallel geschalteten Widerstandes die Phasenverhältnisse nicht zu stören, muß dieser Widerstand ebenfalls so eingerichtet sein, daß Strom und Spannung einen Phasenwinkel von 30° miteinander einschließen. Der Parallelkreis besteht nach der Erfindung aus einem Ohmschen oder/und induktiven Widerstand, in vorliegendem Falle aus dem Ohmschen Widerstand 9 und einer Drossel i o, die beide gleichzeitig geregelt werden müssen. Da die Induktivität der Relaisspulen unter Umständen schwankt, können zur Erzielung größerer Unabhängigkeit von Schwankungen Zusatzdrosseln gleichbleibender Induktivitäteingeschaltet werden.
  • Die Schaltanordnung nach Fig. ¢ hat allerdings noch den Nachteil, daß der G@esamtansprechstrom des Relais von einem Stromwandler geliefert wird, bei dem die Gefahr einer Überlastung besteht. Außerdem ist es bei dieser Anordnung unter Umständen noch schwierig, den Parallelkreis für die geforderte gleiche Phasenlage zu regeln.
  • Die Schaltanordnung nach Fig. 6 vermeidet auch diese Nachteile. Hier liegt die Spannungsteilerdrossel 7 hinter den Ohmschen Vorwiderständen 3, q. der Relaisspulen 5, 6. Für die Spannung am Stromwandler 2 ist daher nur noch der Spannungsabfall über die Relaisspülen maßgebend. Die Leistung des Wandlers wird daher wesentlich kleiner sein als bei der vorbeschriebenen Anordnung, und zwar um einen Wert, der vom Sinus 30°=0,5 ab-_ hängt.
  • Fig. 7 zeigt die Strom- und Spannungsverhältnisse dieser Anordnung. Auch hier sind die Vorwiderstände 3, q. so gewählt, daß der Strom in den Relaisspulen 5, 6 gegenüber der Spannung U des Spannungswandlers i eine Phasenverschiebung von 3o° aufweist. Zu berücksichtigen wäre noch, daß die Drossel einen Magnetisierungsstrom J," aufnimmt, der jedoch klein gehalten werden kann, weil die Drossel eisengeschlossen ist. Praktisch kann angenommen werden, daß die Spannung U, an den Relaisspulen nahezu rein induktive Phasenlage gegenüber den Strömen J" und Jb hat. Zur Einstellung höherer Stromstärken muß daher im Parallelkreis zum Stromwandler :eine regelbare Drosselspule io vorgesehen werden.
  • In Fig. 8 ist eine Schaltanordnung darg ; stellt, die im wesentlichen mit derjenigen von Fig.6 übereinstimmt. Statt der Regeldrossel ist jedoch hier ein Spartransformator i i vorgesehen. Hierdurch werden Schwierigkeiten, die etwa bei der Regelung auf gleiche Phasenlage mit dem Widerstand der Relaisspule eintreten könnten, vermieden. Der hier vorgesehene Spartransformator mit Anzapfu,ngen kann grundsätzlich bei allen vorbeschriiebenen Schaltungen Anwendung finden. Zu beachten ist allerdings, daß auch der Spartransformator einen Magnetisierungsstrom aufnimmt, der den Strom des Stromwandlers vermindert und daher einen kleinen Fehlwinkel verursacht. Der Magnetisierungsstrom kann jedoch im Vergleich zum Strom des Stromwandlers sehr klein gehalten werden, so daß der geringfügige Fehler praktisch vernachlässigt werden kann.

Claims (3)

  1. PATLNTANSPRÜCHE: i. Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen, gekennzeichnet durch einen Spannungswandler, der gegebenenfalls über in jeder Phase angeordnete Vorwiderstände eine ihm sekundärseitig parallel geschaltete Doppeldrosselspule speist, zu der die an sich in Reihe geschalteten Relaisspulen parallel liegen, und durch .einen oder zwei sekundärseitig parallel geschaltete Stromwandler, deren mit einem Paralleleinstellkreis versehene Sekundärwicklungen einerseits an die Verbindungsleitung der beiden Relaisspulen, andererseits an den Mittelpunkt der Doppeldrossel angeschlossen sind.
  2. 2. Relaisschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Paralleleinstellkreis der Sekundärwicklung des Stromwandlers Ohmsche oder/und induktive Widerstände enthält.
  3. 3. Relaisschaltung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Paralleleinstellkreis der Sekundärwicklung des Stromwandlers als Induktivität einen mit Anzapfungen versehenen Spartransformator enthält.
DES129511D 1937-11-12 1937-11-12 Relaisschaltung zur Wirkleistungsregelung in Drehstromsystemen Expired DE705052C (de)

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