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Verfahren zur Herstellung von Magnetsystemen für dynamische Telefonhörer
Bekanntlich sind Dauermagnetsysteme für dynamische Telefonhörer entwickelt worden,
die aus einer Schale aus dauermagnetischem Werkstoff bestehen, in den ein Weicheisenkern
eingelassen ist. Dieser Weicheisenkern ragt in eine kreisförmige Öffnung einer Schale
aus Weicheisen hinein, die ihrer Form nach etwa der Schale aus Dauermagnetwerkstoff
entspricht. Der Weicheisenteil kann auch als ungewölbte Platte ausgebildet sein.
Die Ränder der beiden Schalen, bzw. von Schale und Platte sind durch Löten oder
Schweißen verbunden. Der Kern bildet in der kreisförmigen Öffnung der Schale den
zur Aufnahme der Schwingungsspule bestimmten Ringspalt: Bisher wurde so verfahren,
daß der Weicheisenkern beim Gießen des Magnetkörpers in den dauermagnetischen Werkstoff
eingegossen. wurde. Alsdann wurde dieses Zwischenerzeugnis gehärtet und magnetisiert.
Beim Übergehen zur Verwendung hochkoerzitivkräftigen Werkstoffes mit einer Koerzitivkraft
von 350 ürsted und mehr für den Magneten, um im ringförmigen Luftspalt höhere
Induktionen zu erzielen, zeigte sich nun überraschenderweise, daß in dem Ringspalt
die gewünschte Induktion nicht erreicht werden konnte. Man glaubte den Weg, den
Fern einzugiefaen, gerade für die hochkberzitivkräftigen Dauermagnetwerkstoffe beibehalten
zu müssen, weil diese Stoffe, wie beispielsweise die bekannten sich praktisch nicht
bearbeiten lassen und es somit nicht möglich ist, eine durch Gießen hergestellte
Aussparung im Magnetkörper durch nachträgliches Bearbeiten für einen Paßsitz herzurichten.
Durch ein. gewaltsames Einpressen des Kernes in die nicht bearbeitbare Aussparung
treten
außerdem unerwünschte Spannungen auf, die zum Reißen des Diauermagnetkörpers führen
können.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Datiermagneten
aus hochkoerzitivkräftigem, schwer bearbeitbarem Werkstoff für dynamische Telefonhörer,
bei dem dem Ringspalt die theoretisch mögliche Induktion zugeführt wird. Das Verfahren
besteht darin, daß in den schalenförmigen Magnetkörper an der Stelle, an der der
Kern befestigt werden soll, eine Weicheisenbuchse miteingegossen wird, in die nach
erfolgter Härtung des Magnetkörpers ein Weicheisenkern mit Paßsitz eingesetzt wird.
Zweckmäßig wird die Fläche der Weicheisenbuchse, die mit dem Magnetkörper verschweißen
soll, mit einer Kordelung versehen. Nach der Härtung wird die Weicheisenbuchse gegebenenfalls
ausgedreht und dadurch zum Paßsitz für den Kern hergerichtet.
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Der Mißerfolg der bekannten Maßnahmen beruhte offenbar darauf, daß
durch die Härtebehandlung, der auch der Weicheisenkern mitunterworfen werden mußte,
eine schädliche Beeinflussung des Weicheisengefüges hervorgerufen wurde, so daß
die Belastung, die bis zu etwa i i ooo Gauß beträgt, von dein Kern nicht mehr aufgenommen
werden konnte. Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, daß trotz der das Gefüge
der Weicheisenbuchse verschlechternden Wärmebehandlung die im Spalt erforderlichen
Induktionen erzielt werden. Dies ist, offenbar darauf zurückzuführen, daß die eingegossene
Weicheisenbuchse infolge ihres, verglichen mit der Wandstärke. verhältnismäßig großen
Querschnittes mit einer sehr viel geringeren Induktion belastet ist. Die Verschlechterungen
der Permeabilität des Werkstoffes, hervorgerufen durch die zwangsläufige Härtungsbehandlung,
können sich daher in einem nur geringen Maße auswirken. Dem Weicheisenkern werden
durch eine an sich bekannte Wärmebehandlung diejenigen Eigenschaften erteilt, die
ihn zur Aufnahme der Belastung hervorragend geeignet machen. Diese Eigen, schaften
werden, da der Einsatz des Kernes nach der Härtung des Dauermagneten erfolgt, durch
diese Wärmebehandlung nicht berührt.
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Zum Verständnis der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung im
Schnitt ein Dauermagnetsystem beispielsweise dargestellt, das nach dem neuen Verfahren
hergestellt ist. In den schalenförmigen Körper i aus hochkoerzitivkräftigem Dauermagnetwerkstoff,
wie beispielsweise eine Eisen-Nickel-Aluminium-Legierung, ist eine Weicheisenbuchse
2 eingegossen. Die Buchse 2 ist auf ihrer äußeren Fläche mit einer Kordelung versehen.
Der Dauermagnetkörper i und die mit ihm verbundene Weicheisenbuchse 2 werden gehärtet,
und nach einer Bearbeitung der Bohrung wird der Weicheisenkern 3 in die Buchse eingepreßt.
Alsdann wird die Weicheisenschale q. durch Löten oder Schweißen auf der unteren
Schale derart befestigt, daß der Kern 3 in eine öffnung dieser Schale zur Bildung
des Ringspaltes 5 hineinragt. Die Magnetisierung des Systems erfolgt derart, daß
die Ränder der Dauermagnetschale i und damit der Weicheisenplatte q. die eine Polarität
(Nordpol) und der Kern 3 bzw. die ihm . benachbarten Teile des Dauermagnetkörpers
i die andere Polarität (Südpol) tragen..