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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von längs gekrepptem Papier
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von längs gekrepptem
Papier und auf Vorrichtungen, die die Durchführung dieses Verfahrens ermöglichen.
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Das Verfahren nach der Erfindung kann für sich allein angewendet werden,
so daß (las nach ihm behandelte Papier am Ende nur eine Längskreppung aufweist;
es kann jedoch auch zusammen mit einem der üblichen Verfahren zur Herstellung von
quer gekrepptem Papier angewendet werden, so daß das Papier im Endzustand, wie bekannt,
sowohl eine Längskreppung als auch eine Querkreppung aufweist.
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In dem älteren Patent 6oi 341 ist ein Verfahren zur Herstellung von
längs gekrepptem Papier angegeben, nach welchem die zu kreppende Bahn vorn Rand
oder von der Mitte clcrBalin aus zusammengeschobenwird, in-lein vom Rand oder von
der Mitte aus nacheinander Falten anschließend aneinander erzeugt werden, was -
in Absätzen (Stufen) geschieht.
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Die Bildung der Kreppfalten erfolgt also hier in der Weise, daß durch
allmähliches Zusammenschieben der Papierbahn mit Hilfe irgendwelcher geeigneter
Mittel Falte auf Falte gebildet wird, bis sich die Faltenbildung über die ganze
Breite der Päpierbahn erstreckt.
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Die Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, welches eine Weiterentwicklung
des Grundprinzips, das in dem älteren Patent entwickelt ist, bildet. Das neue Verfahren
besteht darin, daß die Papierbahn nacheinander über die ganze Fläche der Breite
nach an einzelnen Bearbeitungsstellen zusammengeschoben wird, die in der Längsrichtung
der Bahn zueinander versetzt liegen. Diese Versetzung kann sich in stufenförmigen
Linien nebeneinander wiederholen. Die Werkzeuge, die z«-eckmäßig dazu benutzt werden,
sind zur Ebene der Papierbahn parallel verschiebbare Stößel, Stauchbacken o. dgl.,
die bei einer Ge-eneinanderbewegung das zwischen ihnen befindliche Stück der Papierbahn
zusammenschieben und welche von parallel zur Papierebene und senkrecht zur Laufrichtun-
der Bahn angeordneten Führungsstangen getragen werden, die derart liegen, daß
die
Stauchwerkzeuge in einer stufenförmig gebrochenen Linie oder in mehreren nebeneinanderliegenden,
stufenförmig gebrochenen Linien arbeiten.
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An welcher Stelle der Papierbahn mit der Kreppeng begonnen wird, ist
grundsätzlich beliebig.
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Die Fig. t bis .4 der Zeichnungen geben schematisch den Verlauf verschiedener
Ausführungsformen dcs Verfahrens wieder.
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Fig. i zeigt, wie die Papierbahn P während der einzelnen Arbeitsstufen
I, II, III, IV bis ia allmählich stufenweise bearbeitet wird. In der ersten Stufe
I entsteht durch ein quer zur Laufrichtung der Papierbahn bewegtes Stauchwerkzeug
i und durch einen mit ihm zusammenwirkenden Gegenhalt :2 am äußeren Rande eine Längsfalte
h in der Papierbahn. Dabei wird die Bahn um den Betrag d verschmälert. In der zweiten
Stufe wird in der gleichen Weise wie vorher eine zweite Falte l= erzeugt, die jedoch
etwas weiter innen liegt als die ersteFalte. Auch hier findet wiederum eine weitere
Verschmälerung der Papierbahn um den Betrag d statt, so daß die Gesamtverschmälerung
nunmehr = 2,d ist. Die erste Falte h ist somit auch um den
Betrag d nach innen gerückt. In der dritten und vierten Stufe wird die Erzeugung
von Längsfalten l3 und 11 nach innen zu fortgesetzt, bis schließlich in der
it-ten Stufe n Längsfalten erzeugt und die Papierbahn in der gewünschten Breite
längs gekreppt ist. Dabei ist die Bahn um den Betrag rtd insgesamt verschmälert
worden.
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Beim Verfahren nach der Erfindung wird also die Längskreppung der
Papierbahn stufenweise oder allmählich erzeugt.
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Die Bildung der Längsfalten kann jedoch auch mit anderen Mitteln erfolgen,
und es ist das hier gegebene Ausführungsbeispiel in keiner Weise beschränkend aufzufassen.
weder bezüglich der Art, Form, Stellung und Bewegung der Werkzeuge.
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Die Fig. 2 ist eine schematische Draufsicht auf eine nach dem Verfahren
der Fig. i gekreppte Papierbahn, und es ist deutlich erkennbar, wie die Kreppeng
der Bahn allmählich und stufenweise vom einen Rande über die ganze Breite der Bahn
sich fortsetzt.
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Man kann jedoch auch die Erzeugung der Falten statt vom einen Rande
von beiden Rändern gleichzeitig aus vornehmen.
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Auch kann man, statt mit der Erzeugung am Rande oder an beiden Rändern
zu beginnen, etwa in der Mitte anfangen und von dort aus nach den Rändern fortschreiten,
wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
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Eine weitere Möglichkeit ist die. dali man durch Stoß oder Druck auf
die begrenzte Stelle der Papierbahn nicht nur eine Längsfalte, sondern eine größere
Anzahl von Längsfalten erzeugt, wie dies in Fig..l dargestellt ist, und dadurch
die Zeit, die zur Kreppeng einer Papierbahn von bestimmter Breite erforderlich ist.
abkürzt.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführunr;sformen des Verfahrens «wird
in ein und derselben Querlinie der Papierbahn nur ein einziges Stauchwerkzeug verwendet.
Man kann aber durchaus im Sinne des Verfahrens in ein und derselben Querlinie der
Papierbahn eine größere Anzahl von Falten erzeugen, sofern man die Erzeugung der
einzelnen nebeneinanderliegenden Falten in derselben Querlinie zeitlich nacheinander
vornimmt und zu diesem Zweck in einer Querlinie der Papierbahn in größerer Anzahl
Stauchwerkzeuge anordnet, so daß man von mehreren Stellen der Bearbeitungsquerlinie
aus beginnen kann, wie dies in Fig. 2a wiedergegeben ist. Nötigenfalls setzt man
diesen Vorgang stufenweise fort. wie ebenfalls aus Fig. 2a ersichtlich. Es sind
hier in einer Querlinie der Papierbahn jedesmal fünf Stauchwerkzeuge vorhanden.,
und es werden dementsprechend zeitlich nacheinander in ein und derselben Querlinie
fünf Längsfalten l'u bis lle erzeugt. Selbstverständlich kann die Anzahl der Längsfalten
noch größer gewählt werden, und es können statt einzelner Längsfalten auch mehrere
Längsfalten mit einemmal erzeugt werden, wie es in Fig..I wiedergegeben ist. Ulan
erkennt, daß das Schema der Fig. 2a aus einer Nebeneinanderreihung des Schemas der
Fig.2 entstanden ist; ebenso würde das Schema für die Bildung einer Mehrzahl von
Längsfalten in einer Querlinie durch die 1Tebeneinanderreihung des Schemas der Fig.
4. entstehen.
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Es wird beim Schema der Fig.2a zuerst die Längsfalte 1'a, alsdann
die Längsfalte llb usw. und schließlich die Längsfalte l'e erzeugt, so daß diese
Längsfalten nicht gleichzeitig, sondern zeitlich nacheinander entstehen. Dementsprechend
verhält es sich bei der Erzeugung einer Mehrzahl von Falten; auch hier erfolgt die
Bildung der Falten zeitlich nacheinander. Da in einer Querlinie mehrere Falten gebildet
werden, so ist die Verschmälerung d in den einzelnen Stufen I bis IV usw. auch entsprechend
größer als bei der Bildung nur einer Falte.
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Die Stauchung der Papierbahn zur Herstellung der Längskreppung kann
sowohl bei ihrem Stillstand als auch bei ihrer Bewegung erfolgen. Im letzteren Fall
kann sie unmittelbar im Anschluß an die Erzeugung der Papierbalui auf rler Papiermaschine
vorgenommen «-erden, wenn die Papiermasse noch f--ucllt ist. Es ist auch möglich,
mit dein Verfahren nach der Erfindung gemusterte Kreppungen
zu
erzeugen, indem man die Stauchungen der Papierbahn an einzelnen Stellen nach einem
bestimmten Plan ausläßt.
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Es können auch gleichzeitig mehrere übereinaiiderliegende Papierbahnen
längs gekreppt «-erden, wodurch die Ausbringung der Maschine gesteigert wird. Dies
ist auch z. B. wertvoll, wenn Papier für Dekorationszwecke gekreppt wird, das aus
mehreren verschiedenfarbigen Lagen zusammengesetzt ist.
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Das Verfahren nach der Erfindung kann auch zum Längskreppen von anderen
Stoffen als Papier verwendet werden, z. B. von Textilien oder anderen faserigen
flächenhaften Gebilden, ferner auch 'von Folien aus Cellulosederivaten oder anderen
Zusammensetzungen oder Metallen, kurzum lallen Stoffen, -die sich in bezug auf die
Längskreppung strukturell im wesentlichen ebenso verhalten wie Papier.
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Selbstverständlich müssen die Falten nicht, wie z. B. in Fig. z dargestellt,
gleichmäßig und geregelt nebeneinanderliegen. sondern können auch, wie bei den bekannten
Krepppapieren, regellos ineinander übergehen.
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Ferner sind auch Gegenstand der Erfindung Vorrichtungen, mit denen
Papierbahnen nach den beschriebenen Verfahren längs gekreppt werden können. Diese
Vorrichtungen bestehen im Prinzip darin, daß jeweils zwei zu der Ebene der Papierbahn
parallel verschiebbare Anschläge vorgesehen sind, die bei einer Gegeneinanderbewegung
das zwischen ihnen befindliche Stück der Papierbahn zusammenschieben, und daß zur
Steuerung der Bewegung der Anschläge diese von parallel zur Papierebene und senkrecht
zur Laufrichtung der Bahn gerichteten Führungsstangen getragen werden.
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Die zu kreppende Bahn bewegt sich hierbei zwischen ihrer Unterlage
und den Führungsstangen, die eine obere Führung für die Bahn bilden.
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Eine Vorrichtung gemäß der Erfindung kann z. B. aus Stauchwerkzeugen
bestehen, die räumlich nacheinander zur Einwirkung auf die Papierbahn gelangen,
entsprechend der oben für das Verfahren angegebenen Vorschrift, daß die Bildung
der Falten auf der Papierbahn räumlich nacheinander zu geschehen hat. Der zur Bildung
der Falten erforderliche seitliche Druck kann z. B. dadurch erreicht werden, daß
die Stauchwerkzeuge quer zur Längsrichtung der Papierbahn hin und her beweglich
geführt sind. Die Bewegung in der einen Richtung führen sie unter Berührung mit
der Papierbahn aus und erzeugen dadurch eine Stauchung; dies ist der Arbeitsgang
der Stauchwerkzeuge. Die Bewegung in der anderen Richtung fuhren sie ohne Berührung
mit der Papierbahn aus, um die von ihnen im Arbeitsgang erzeugten Kreppfalten nicht
wieder zu zerstören; dies ist der Leergang der Stauchwerkzeuge.
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Wenn die Längskreppung bei laufender Papierbahn erfolgt, so können
die Stauchwcrkzeuge während ihres Arbeitsganges eine Bewegungskomponente in der
Laufrichtung der Papierbahn und während ihres Leerganges eine solche Komponente
entgegengesetzt zu dieser erhalten.
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Die Steuerung der Stauchwerkzeuge, durch die sie räumlich nacheinandner
zum Einwirken auf die Papierbahn gebracht werden, erfolgt zweckmäßig auf selbsttätige
Weise, ebenso wie die Umschaltung der Stauchwerkzeuge vom Arbeitsgang auf den Leergang,
so daß die ganze Vorrichtung nach einer einmaligen Einstellung keiner Bedienung
mehr bedarf.
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Die Papierbahn wird während ihrer Kreppung zweckmäßigerweise zwischen
einem Förderband und dicht aneinanderliegenden Vorschubwalzen transportiert, wobei
diese Vorschubwalzen gleichzeitig Gegenhalt für die Stauchwerkzeuge sein können.
Es ist daher möglich, die Vorrichtung unmittelbar an eine der üblichen Papiererzeugungsmaschinen
anzubauen, so daß die Herstellung des Papiers und seine Kreppung in fortlaufendem
Zuge erfolgen kann.
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Die Verteilung der Stauchwerkzeuge in der Vorrichtung, insbesondere
ihr gegenseitiger Abstand, richtet sich nach der Zahl und der Dichte der Kreppfalten,
die das Papier haben soll. Die Stauchwerkzeuge können einzeln angeordnet oder in
Gruppen oder im ganzen zusammenhängend sein, ferner können die Stauchwerkzeuge auch
in einem mitlaufenden Werkzeug bestehen. Stauchwerkzeug und evtl. dazugehöriger
Gegenhalt müssen nicht gleichartig ausgebildet sein. Im ersteren Fall kann man einzelne
der Stauchwerkzeuge wahhveise ausschaltbar machen, wenn man Muster herstellen will
oder Papierbahnen geringerer Breite zu behandeln hat.
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In den Zeichnungen sind mehrere Vorrichtungen dargestellt, die zur
Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung als geeignet befunden worden sind.
Es wird jedoch ausdrücklich hervorgehoben, daß diese Vorrichtungen nur beispielsweise
wiedergegeben sind und daß das Verfahren nicht auf die Anwendung der hier beschriebenen
Vorrichtungen beschränkt ist.
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Die Fig. ä bis 9 zeigen eine Ausführungsform einer Maschine zur Herstellung
von längs (,elcrcl)l)tem Papier, und zwar zeigt Fig. 5 einen Schnitt durch die Maschine,
der in der linken Hälfte der Figur in Richtung der Linie A-13 der Fig. 6 verläuft
und gegen F gesehen ist, und in der rechten Hälfte
rler l#i@t:r
in Richtung der Linie ('-I) @-crlä uft und gcgetl C gesellt211 ist, Fig. (; eine
Draufsicht auf rIie 'Maschine nach 1# ig. ;. hei der einzelne "Geile weggebrochen
sing-, utn die rlarnnterliegenden Teile zu zeigen.
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Fig. ; in vier linken 1 fälfte einen Schnitt (hircli die Maschine
in llichtung der Linie E-F der Yi-. 5 und in der rechten Hälfte durch den ain 1_ude
der Maschine befindlichen _-ntrieb gegen D gesellen, Fig. 8 eine 'Peilansicht des
Antriebes der Maschine nach Fig. j, Fig. g ein Diagramm, das im Schema die Bewegung
der Stauchwerkzeuge beim Antrieb nach Fig. 7 wiedergibt.
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Die Fig. io bis 13 sind Einzeldarstellungen einer etwas abgeänderten
Ausführungsform der Maschine nach Fig. 5 bis g, und zwar zeigt Fig. io einen der
Fig. 7 entsprechenden Teilschnitt, Fig. i i einen Schnitt in Richtung der Linie
G-H der Fig. io, Fig. 12 einen Schnitt durch den Tisch der Fig. io und seinen Antrieb,
Fig. 13 ein Diagramm, das im Schema die Bewegung der Stauchwerkzeuge beim Antrieb
nach Fig. io wiedergibt.
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Die in den Fig.5 bis 7 wiedergegebene Maschine zum Längskreppen von
Papier ruht auf einem Gestell i, das in bekannter Weise verankert sein kann. Das
Gestell wird in der Mitte und an seinem oberen Ende von Querhalken 2 durchzogen,
auf denen Längsballen 3 ruhen. Diese Längsbalken bilden die oberen und unteren Auflager
für ein Transportband 4, das sich aus einzelnen Querplatten 5 zusammensetzt. Vber
dieses T ransportband läuft die Papierbahn P, die längs gekreppt werden soll und
die der Maschine von außen durch beliebige, hier nicht dargestellte Mittel zugeführt
wird, z. E. von einer Papiermaschine her. Das Transportband kann auch, statt aus
Querplatten zu bestehen, eine andere Ausführungsform haben, sofern es ein genügend
kräftiges Auflager für die Papierhalin bildet. Der Antrieb des Transportbandes geschieht
durch ein Paar Kettenräder 6, (sie an der Innenseite ihres nach dem Maschinengestell
zu gelegenen Radkranzes mit einer Innenverzahnung 7 versehen sind (Fig.
7), in ein Ritzet 8 eingreift (Fig. 7 und 8). das auf einer Welle
9 zusammen mit einem Schraubenrad io sitzt. Das Schraubenrad io steht in
Eingriff mit einem weiteren Schraubenrad i i, das auf einer sich läng, über die
-.Maschine erstreckenden Welle 12 sitzt (Fig.li bis 8). Diese Welle endigt an dem
cleni Schraubenrad 11 abgekehrten -Ende hl einer Kupplung 13, die mit der hier nicht
| rl@tr@@@tc#Ilt@n 11eli@bigen Kraftquelle der Ma- |
| :rhin;, cs@@-,t finit einem Elektromotor oder |
| einer IZi@nien#cheihe, verbunden ist. Das |
| Transpor tbanrl 4. wird clann über die hier be- |
| @;clirielicnen (@lierl@r @@ bis 13 an .einem in |
| Vi-. @ r;clitett lairle angetrieh:n; an seinem |
| in zig. ; linken Hilde läuft es über lose |
| Kettenräder 14.. |
| Auf der Welle 12 sitzt eine sich nahezu |
| iiher die ganze Länge der llascliine erstrek- |
| Icendc# hülse l ; fest, die eine `chraubenver- |
| z alinun, hat. Diese Schraubenverzahnung |
| treibt eine Reibe kleiner Schraubenräder 16 |
| an, die :ich an den Enden von Förderwalzen |
| t; befinden. Diese Förderwalzen erstrecken |
| sich in großer Zahl quer über die -Maschine |
| und sind an ihrem-einen Ende axial unver- |
| schiebbar in eitlem ihnen gemeinsamen Balken |
| 18 gelagert. Diese Förderwalzen 17 laufen |
| alle gleichzeitig um, während das Transport- |
| band .I sich durch die Maschine bewegt. Die |
| Papierbahn P wird zwischen diesen Walzen |
| und dem Transportband eingeführt und von |
| diesen Teilen gemeinsam selbsttätig durch |
| die ganze Maschine vorgeschoben. |
| Aus Fig. 6 ist ersichtlich, claß die Förder- |
| walzen 1; verschieden lang sind. und zwar |
| nimmt die Längge der Walzen von dein linken |
| Ende der Maschine, an dein die Papierbahn |
| einläuft, bis zurrt rchten I?nde, an dem die |
| Papierbahn die Maschine verläßt, stetig um |
| ;-eiche Beträge ab, so däß die :.uf der Ma- |
| schine liegenden Enden der I?ör(lerwalzen, |
| von oben gesehen, eine stufenfnrinig ge- |
| brochene Linie bilden. |
| Unmittelbar gegenüber jeder Förderwalze |
| 17 ist je ein Stauchwerkzeug angeordnet, das |
| im dargestellten Ausführungsbeispiel durch |
| eitlen Stößel ic) verkörpert « ird. lJie 1?ltcfetl |
| der Stö!3el.liegen also ebenso wie die Enden |
| der Förderwalzen in einer stufenförtni ; ge- |
| brochenen Linie, die diagonal über die Ma- |
| schine verliiuft. Jeder dieser Stößel dient zur |
| Bildung einer Längsfalte in der Papierbahn I' |
| und wird zu diesem Zweck quer ztt ihrer Vor- |
| schubrichtung bewegt. Dabei schielst er (las |
| unmittelbar vor ihm liegende Stück der Pa- |
| pierbahn du,-ch seinen scharfkantig ausge- |
| bildeten Rand 20 vor sich her. 1)ic 1:.nden __>l |
| der För dcrwalzen verhindern, rlall, sich diese |
| Bewegung über die ganze Breite vier Papier- |
| balin tortpflan"7t und bewirkLn dadurch eine |
| Stauchung des zwischen ihnen und dein Rand |
| 2o des Stößels eingeschlossenen Teiles (leg |
| Papierbahn. also eine Stauclituir; oder Falten- |
| bilrlung. _\ach dieser Fahenbildung kehrt (ler |
| Stöß: ic) wieder in scin"- Anfangslage zurück. |
| ohne dabei jedoch die Papierbahn berühren |
| zu dürfen. um nicht die Falte, (1i: vorher ge- |
| bildet worden war. ztt zerst<iren. L:s findet |
| also eine dauernde Hinundlierbewegung der |
Stößel 9 quer zur Papierbahn statt, wobei die Bewegung in einer
parallelogrammartigen Bahn verläuft, da der Rückgang der Stößel oberhalb des Hinganges
erfolgen muß, wir (lies das Diagramm der Fig.9 zeigt.
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Die Steuerung der Stößelbewegung erfolgt durch Nocken 22, 22', die
auf einer Walze 23 angeordnet sind. Die Walze trägt an ihrem einen Ende eine Kupplung
2:I zum Anschluß an eine beliebige, hier nicht dargestellte Kraftquelle, die die
Nockenwalze dauernd in Umdrehung versetzt.
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Die Nocken 22 und "22' sind abwechselnd angeordnet und dienen zur
Steuerung der «#aagerechten und der senkrechten Stößelbewegung.
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Die Steuerung dex waagerechten Bewegung erfolgt durch zweiarmige Hebel
25, die auf einer gemeinsamen Achse 26 gelagert sind und an ihrem einen Ende
eine die Nocken überlaufende Rolle 27 und an ihrem anderen Ende einen sich gegen
die Enden der Stößel 19 anlegenden Arm 28 tragen (Fig.7). Wenn eine der Rollen
27 auf einen der Nocken 22 auftrifft, so wird der Steuerhebel 25, in Fig. 7 zu sehen,
im Gegensinne des Uhrzeigers verschwenkt und - drückt dabei den Stößel i9 unter
Bildung einer Falte in der Papierbahn entgegen der Wirkung einer Feder 29 nach innen.
Wenn die Rolle' von dem Nocken überlaufen ist, so kehrt der Stößel i9 und- der Steuerhebel
2'5 unter der Wirkung der Feder 29 in seine Ruhelage zurück. Vorher ist jedoch der
Stößel ig angehoben worden. Zu diesem Zweck ist jeder der Stößel i9 in einer Führung
30 gelagert, die mittels eines aufwärts gerichteten Zapfens 31 in einem sich
über die Längsrichtung der Maschine erstreckenden Balken 32 auf- und abwärts beweglicli
angebracht ist. Auf dem Zapfen 31 liegen die Arme 33 von Steuerhebeln 34 auf, die
gleichfalls um die Welle 26 drehbar gelagert sind und Rollen 35 haben, mit denen
sie die Nocken 22' überlaufen. Wenn eine Rolle 35 auf einen i\Tocken 22' auftrifft,
so wird der Steuerhebel 34, in der Fig.7 gesehen, im Sinne des Uhrzeigers bewegt
und drückt mit seinem Arm 33 den Zapfen 31 entgegen der Wirkung einer Feder 36 abwärts,
dabei die Stößelführung 30 und den Stößel ig mitnehmend. Wenn die Rolle 35
von einem der Nocken 22' abgeglitten ist, führen diese Teile unter dem Einfluß der
Feder 36 die entgegengesetzte Bewegung aus. Die Stößel 1 9 sind drehbar in
ihren Führungen 30 gelagert, damit sie das Papier bei seinem Durchlauf nicht
hindern und einreißen.
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Die Anordnung der Nocken 22 und 22' ist so getroffen, daß der Stößel
i9 die in Fig. 9 wiedergegebene Parallelograinmbewegung ausführt. Es ist nicht erforderlich,
daß für jeden Stiißel auf der Walze 23 besondere Nocken vorgesehen sind, sondern
man kann mehrere Stößel gleichzeitig von einem einzigen Nokl.:un aus steuern. Hierfür
ist es nur notwendig, daß die Arme 28 und 33 genügend breit gemacht werden, wie
dies links und rechts in Fig.5 zu sehen ist, wo je vier Stößel bzw. Stößelführungen
von ein und demselben Nocken gesteuert werden.
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Um die Papierbahn P bequem einführen zu können, ist es zweckmäßig,
die Stößel hochzuklappen. Zu diesem Zweck sind die Steuerwelle 26 und der Balken
32 an ihren beiden Enden in Drehschildern 37 gelagert, die mittels Augen 38 (Fig.
6) um die Lager der Nockenwalze a3 schwenkbar sind. Die gesamten Stößel nebst ihren
Steuerorganen können auf -diese-Weise mit einem 11,Tale durch Verschwenken um die
Nockenwalze 23 angehoben werden, so daß der Tisch von den Stößeln freigegeben ist..
Gegebenenfalls können auch die Förderwalzen 17 von der Papierbahn entfernt werden,
etwa dadurch, daß der Balken i8 angehoben ist, jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich.
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Die Wirkungsweise der Maschine ergibt sich ohne weiteres aus dem Vorstehenden.
Die Papierbahn wird links in die Maschine eingeführt und von dem Transportband.
und den Förderwalzen 17 allmählich über die ganze Maschine gezogen. Dabei
gelangen die Stößel i9 in der oben geschilderten Weise zur Einwirkung. Jeder Stößel
erzeugt eine Längsfalte und verschmälert dadurch die Papierbahn um einen bestimmten
Betrag. Da die Stößel stufenweise nebeneinander angeordnet sind, so liegen die von
ihnen erzeugten Falten ebenfalls nebeneinander auf der Papierbahn, d. h. neben der
ersten Falte wind die zweite, neben der zweiten die dritte usw. gebildet, bis die
Papierbahn auf ihrer ganzen Breite mit Falten versehen ist.
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In den Fig. io bis 13 ist eine etwas abgeänderte Ausführungsform der
in den Fig. q. bis g dargestellten Maschine wiedergegeben. Die Abänderungen beziehen
sich auf die Steuerung der Stößel und den Antrieb der Förderwalzen.
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Der Antrieb der Stößel erfolgt bei der Ausführungsform nach den Fig.
io bis 13 ohne Anwendung von Federn, ist also vollkominen zwangsläufig;.
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Im einzelnen besteht er darin, daß auf der Njockemvalze 23 Nockenscheiben
22 und 22' aufgekeilt sind, die den Stößeln eine waagerechte und senkrechte Bewegung
erteilen. Die NTockenscheibe 22 für die waagerechte Bewegung läuft zwischen zwei
aufrechten Schienen .4o, die hTockenscheibe 22' für die senkrechte Bewegung zwischen
zwei aufrechten Schiegen
4.o, die Nockenscheibe 22 für die senkrechte
Bewegung zwischen zwei flacliliegenclen Führungsschienen .41. Die Schienen q.o,
41 setzen sich zti einem Kasten zusammen. an den sich unten clie Steuerhebel
42 für die Stößel 19 anschließen. Für jeden Stößel ist heim dargestellten
Ausführungsbeispiel ein Steuerhebel vorgesehen, dagegen ist es nicht notwendig,
daß für jeden Steuerhebel besondere \?ocken vorhanden sind; vielmehr können ebenso,
wie es bei dein Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 9 der Fall ist, mehrere Stößel
von einem gemeinsamen Nocken aus bewegt werden.
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Jeder Steuerhebel 4.2 ist in einer verstellbaren Führung 43 (Fig.
lo und I I) schwenkbar gelagert. Die Verstellung der Führungen 43 geschieht mittels
Spindeln 4., die in Schlitzen .I5 einer sich über die Länge der Maschine erstreckenden
Leiste 46 auf und ab bewegbar und mittels Muttern 47 festklemmbar sind. Durch Änderung
der Höhe der Führung -.3 wird der Anschlag des Steuerhebels 42 und damit der Huh
des Stößels i9 geändert.
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Die Fig. 13 .stellt ein Diagramm der Bewegung des Stößels .dar, wie
sie durch die Nocken 22 und 22' der Fig. lo erzielt wird. Die Änderung der Höhenlage
der Führung 4.3 ergibt eine Änderung der Strecken a-b und c-d in diesem Diagramm.
Der Stößel i9 ist ebenso wie bei dein vorher beschriebenen _'£usfiihrungsbei.spiel
an seinem Stirnende mit einem scharfen Rand 2o zur Stauchung der Papierbahn versehen
und an seinem rückwärtigen Ende in einer Hülse 48 gelagert, die ihrerseits durch
den Stift .49 am unteren Ende des Steuerhebels .a.2 schwenkbar ange-' ordnet ist.
Eine sich gegen eine Schelle 5o stützende und mittels einer Schraube 5i nachstellbare
Feder 52 ist bestrebt, die Stößelhülse 48 und damit auch den Stößel abwärts zu drücken.
Vor der Stößelhülse .a.8 ist ein Gummipuffer 53 angeordnet. Die federnde Lagerung
der Stößelhülse zusammen mit dem Gummipuffer ergibt die Möglichkeit, daß sich der
Stößel selbsttätig Papierbahnen verschiedener Stärke anpaßt.
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Die Förderwalzen 17 sind ebenso wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel
an ihrem den Stülieln zugekehrten 1?ncle finit bnnilartigen @'erclichtungen 2 1
versehen, die als Gegenlager für die in der Papierbahn durch den Stößelhub hervorgerufenen
Längsfalten dienen. Der Antrieb der Förderwalzen 17 geschieht nicht durch Schraubenräder
und eine gemeinsame Schraubenwelle, wie beim vorhergehenden -@usfülirutig;lieispiel,
sondern über Ritzel 54 und eine zahnstangenähnliche Verzahnung 55 (Fig. 12), die
am Rande des Transporthundes angebracht ist. Das Transportband wird durch eine Kette
36 angetrieben.
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Im übrigen ist die Wirkungsweise dieser Maschine die gleiche wie die
vorbeschriebene. auch hier haben die Stößel i9 und die Förderwalzen 17 verschiedene
Länge und bilden eine sich diagonal über die Maschine erstreckende abgestufte Linie.
wie es die Fig.6 in Draufsicht zeigt. Es wird also auch hier auf der Papierbahn
bei ihrem Durchlauf durch die Maschine nacheinander Falte nach Falte gebildet.
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@@'enn man Muster erzeugen will. so kann man sowohl bei der einen
als auch bei -der anderen Ausführungsform einzelne der Stößel oder Gruppen von Stößeln
verschieden einstellen oder ganz .ausschalten.
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Es ist auch möglich, sowohl die eine als auch die andere der Maschinen
in Verbindung mit Vorrichtungen zur Erzeugung einer Querkreppung zu verwenden, so
daß die Papierbahn schließlich nach öden Richtungen gekreppt ist und eine sehr hohe
Elastizität hat.
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Die Vorrichtung kann, wie schon erwähnt. an eine bekannte Papiermaschine
angebaut sein, die die üblichen Feuchtvorrichtungen und auch eine Vorrichtung zur
nuerkreppung .der Papierbahn haben kann. Diese "feile sind jedoch der Einfachheit
halber fortgelassen worden, eia sie von bekannter Ausführung sind.
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In den Fig. i.I und 15 ist eine Maschine dargestellt, bei der ebenfalls
in der Papierhahn Falte nach Falte erzeugt wird, wenn auch auf der gleichen Höhe
der Papierbahn mehrere Stauchwerkzeuge nebeneinander angeordnet sind. Diese kommen
jedoch nicht gleichzeitig zur Einwirkung, sondern in kurzen Zeitabständen.
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Im einzelnen besteht jedes dieser Stauchwerkzeuge aus einer Scheibe
6o, die an ihren Umfang eine Reihe von Einbuchtim.en 61 tr;igt. "Zwischen diesen
Einbuchtungen verbleiben scharfrandige '#!orspriinge 62. finit denen in im nachstelien-len
noch zu beschreibender Weise das Papier gekreppt wird.
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Die Scheiben 6o sind, zti Gruppen vereinigt.. auf gemeinsamen Wellen
63 lose angeordnet und liegen oberhalb der Papierbahn I'. Unterhalb jeder dieser
Scheibengruppen liegen Tragwalzen 64., während -zwischen je zwei Scheibengruppen
Förderwalzen 6; vorgesehen sind. Die Förderwalzen liegen mir am Rand; der Papierbahn
auf, damit sie die Krepl.-falten nicht flachdrücken un,1 zerstören. Unterhalb der
Förderwalzen können noch weitere Förderwalzen 66 ungeordnet sein. Die sämtlichen
"Talzen und Scheiben sind mit ihren @`'ellcn in dein Rahmen 67 der \laschine gelagert.
Ihr .\ntrieli erfolgt durch Stirnräder
68 von einer gemeinsamen
Hauptantriebswelle 69. Jede der Walzen ist mit einem solchen Stirnrad versehen,
wie im übrigen aus Fig. r4 zu sehen ist. Die Förderwalzen können durch Reibung initgenoininen
werden und brauchen nicht besonders angetrieben zu sein. Im übrigen kommt es auf
die Art des Antriebes der Walzen nicht an.
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Die Scheiben 6o sind-miteinander durch Bolzen 70 verbunden;
die in axialer Richtung verlaufen. Die Bolzen 70 sind an ihrem einen Ende
mit Gewinde versehen und auf diese Weise starr mit den Scheiben, die sie an diesem
Ende tragen, verbunden. An ihrem anderen Ende sind sie dagegen axial verschiebbar
gegen die dort gelagerten Scheiben. Zu diesem Zweck sind die Köpfe 71 der
Bolzen in Vertiefungen 72 der Scheiben eingelassen. Es können sich also auch die
Scheiben gegenseitig um -die Entfernung f, die zwischen ihnen gelassen ist, verschieben.
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Auf jeder Welle 63 ist neben der äußersten Scheibe eine Schiebehülse
73, .die ebenfalls mittels Bolzen mit der ihr nächst benachbarten Scheibe 6o verbunden
ist. Die Schiebehülse 73 ist durch Keile 7.3 auf Drehung finit der Welle 63 verbunden.
Sie ist in einem Ring 75 drehbar, jedoch axial unverschiebbar gelagert. Dieser Ring
ist mittels .lugen 76 in einer Gabel 77 schwenkbar, die in einen Hebel 78 endigt.
Der Hebel 78 hat seinen Drehpunkt in dem am Maschinengestell 67 angebrachten Lager
79, das von einer sich über die Maschinenlänge erstreckenden Stange 8o durchzogen
wird.
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An seinem unteren Ende ist der Hebel 78 mit einer Rolle 8z versehen,
die in einer Kurvenbahn 82 läuft. Die Kurvenbahn ist abwechselnd mit Vorsprüngen
83 und Vertiefungen 84 versehen, so daß die Rolle 81 und damit auch cler Hebel 78
bei einem Umlauf der Kurvenbahn 82 hin und her schwingt. Zu diesem Zweck befindet
sich die Kurvenbahn 82 auf Scheiben 85, die über Kegelräder 86 von der Hauptwelle
69 her angetrieben werden. Zur guten Führung der Rolle 8r ist diese auf beiden Seiten
von den Scheiben 85 umgeben, so daß sie nicht seitlich herausspringen kann. Die
Pendelbewegungen des Hebels 78 werden über die Gabel 77 auf den Ring 75 und von
diesem auf -die Schiebehülse 73 übertragen, die ihrerseits die Scheiben 60 hin und
her bewegt.
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Im einzelnen gehen die Bewegungen wie folgt vonstatten: Wenn die Schiebehülse
73 in Fig. i_# nach rechts geht, so nimmt sie über die Bolzen 70 die ihr nächst
benachbarte Scheibe 6o mit. diese wiederum die ihr nächstliegende Scheibe 6o u.
s. f., so daß der ganze Scheibensatz, der auf der U'elle 63 axial verschiebbar sitzt,
nacheinander nach rechts geht. In dein Augenblick, in dem die Schiebehülse 73 und
die mit ihr verschraubte Endscheibe 6o infolge des Aufhörens der Pendelbewegungen
zum Stillstand kommt, bleiben jedoch die übrigen Scheiben 6o noch nicht stehen,
sonclern bewegen sich infolge ihrer Trägheit noch so weit nach rechts. wie es der
Abstand f zwischen der nächsten Scheibe gestattet. Erst wenn die beiden Stirnenden
z@veier Scheiben nebeneinander angeschlagen sind, hört,die Bewegung auf. Diese Bewegung
pflanzt sich nacheinander von rechts nach links durch den ganzen Satz der Scheiben
fort. Der Bewegungsvorgang ist ähnlich wie bei einem Eisenbahnzug, dessen vorderster
Wagen gegen ein Hindernis auffährt und zum Halten kommt: Auch hier bewegen sich
die einzelnen Wagen nacheinander noch, um ein weniges weiter, wie es ihre Kupplung
gestattet. bis ihre Puffer zum Aufschlag kommen.
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In ähnlicher Weise findet der Rückgang der Scheiben 6o nach links
statt. Auch hier gehen die Scheiben 6o zunächst als Ganzes zurück. Wenn jedoch,die
Schiebehülse 7 3 und die mit ihr verbundene Endscheibe 6o am Ende der Bewegung angelangt
sind, so setzen die übrigen Scheiben diese Bewegung infolge ihrer Trägheit noch
so weit fort, bis die Köpfe 71 der Schrauben auf den Boden der -'#,usnehmungeii
72 zur Anlage kommen. Auch dies geschieht bei den einzelnen Scheiben nacheinander.
Am Ende der Rückbewegung haben daher alle Scheiben den gleichen Abstand f voneinander,
wie beim Beginn der Hinbewegung.
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Es ist deshalb wichtig, daß die Scheiben 6o nacheinander und nicht
gleichzeitig bewegt werden. weil dadurch erreicht wird, daß auch die Kreppfalten
nacheinander gebildet werden. Die Kreppfalten entstehen hier dadurch, daß die Vorsprünge
62 der Scheiben 6o die Papierbahn P vor .sich herschieben und stauchen. Das Stauchen
findet jedoch nur in dem Zeitpunkt statt, indem die nächstvordere Scheibe stillsteht.
Da der Stillstand der einzelnen Scheiben sich nacheinander einstellt, so erfolgt
auch die Bildung der Kreppfalten nacheinander. Die Scheiben 6o bilden dabei auf
ihrer Rückseite das @Viderlager für die jeweils hinter ihnen liegende -Kreppfalte.
Zu beachten ist, claß sich diese Widerlager nicht dicht gegenüber den Stauchwerkzeugen
befinden. sondern in einigeln abstand.
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Bei der Rückhewegung der Scheiben 6o sind infolge ihrer Drehung nicht
mehr ihre VorSprünre 62. sondern ihre Einbuchtungen 6r über der Papierbahn. Folglich
sind sie außer Fühlung mit dieser und zerstören bei ihrem Rückgang nicht die Kreppfalten,
die
sie %-orlier gebildet haben. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich,
daß die Drehgeschwindi-keit der Scheiben 6o und die Hubgeschwindigkeit des Hebels
78 und-die Schiebehülse 73 passend aufeinander abgestilmnt sind. Dies läßt sich
jedoch stets ohne Schwierigkeiten erreichen.
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Um zu erreichen. .daß die Papierbahn eine dichtere hreppung erhält
als durch die immerhin ziemlich weit auseinanderliegenden Scheiben 6o einer Reihe,
werden mehrere Reihen derartiger Scheiben hintereinander auf der gleichen -Maschine
angeordnet, wie in Fig. 1.1 ersichtlich, und gegen die Scheiben der übrigen Reihen
versetzt, so daß, von oben gesehen, auch hier wieder die Sta.uchwerkzeuge verschiedener
Reihen in einer stufenförmig gebrochenen Linie .angeordnet sind.
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jede Reihe der Scheiben sitzt auf einer Welle 63 und erhält in gleicher
`'eise, wie torbeschrieben, ihren Antrieb, so daß ebenso viele Steuerhebel 78 und
Kurvenscheiben 8; wie Wellen 63 vorhanden sind.
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Statt der Bolzen 7o lcann die Verbindung der beiden Scheiben auch
durch elastische Mittel, z. B. durch Schraubenfedern. erfolgen. Die Wirkungsweise
ist im wesentlichen die gleiche, so daß sich eine nähere Beschreiben erübrigt.