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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein fortlaufendes Verfahren
und eine zugehörige
Vorrichtung zur Sterilisation von Getränken in Flaschen aus Plastikmaterial,
im Besonderen PET-Flaschen.
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In
der Praxis gibt es verschiedene Verfahren zur Sterilisation-Pasteurisierung
von Getränken
und zugehörigen
Behältern.
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Ein
erstes Verfahren erreicht die Sterilisation von Getränken durch
eine Wärmebehandlung
und das Abfüllen
der Getränke
in Flaschen mit einer höheren
Temperatur, um die thermische Energie als Sterilisationsmittel für den Behälter zu
nutzen. Das Verfahren kann mit Behältern eingesetzt werden, die in
der Lage sind, ihre physikalisch-chemischen Eigenschaften bei der
Einfülltemperatur
beizubehalten, und es wird in der Regel bei Behältern aus Glas oder Aluminium
(Dosen) oder wieder kristallisiertem PET eingesetzt.
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Ein
zweites Verfahren erreicht die Sterilisation von Getränken durch
eine Wärmebehandlung
vor dem Abfüllen
in Flaschen und das nachfolgende Befüllen eines zuvor sterilisierten
Behälters
in einer aseptischen Umgebung bei Umgebungstemperatur. Das System
setzt die Sterilisation des Behälters
mit chemisch-physikalischen Mitteln voraus und die Beibehaltung
einer aseptischen Umgebung während
der Befüll-
und Verschlussphase durch die Verwendung geeigneter steriler Kammern
(als "weiße Kammern" (White Chambers)
bezeichnet) mit einem Volumen von mehreren Kubikmetern, wobei die
Kammern in einer industriellen Umgebung schwer zu handhaben sind.
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Ein
drittes Verfahren legt einen Behälter
offen, der in einer Kammer gefüllt
wird, in der Dampf für Sterilisationszwecke
eingeleitet wird.
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Die
Verbreitung von neuen dietätischen
Produkten in den letzten Jahren, in die Vitamine und/oder Mikroelemente,
die für
die Unterstützung der
Diät wichtig
sind, hinzugefügt
wurden, haben zu der Erfordernis geführt, andere Sterilisationsverfahren
als durch Wärme
auszubilden, um irreversible Prozesse bei der Denaturierung der
Produkte zu vermeiden.
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Unter
den verschiedenen eingesetzten Verfahren – Verwendung von elektrischen
Impulsfeldern, Magnetfeldern, Mikrowellen usw. – hat das Verfahren, das auf
der Verwendung von Überdruckkammern
basiert, in denen die Sterilisation durch eine Behandlung unter
hohem hydrostatischen Druck erzielt wird, vor kurzem besondere Bedeutung
erlang, wie aus
WO 98/48856 zu
ersehen ist. Es ist bekannt, dass die Anwendung von hohem Druck
in den Zellen von Mikroorganismen zu morphologischen Veränderungen
führt,
die zum Zerreißen
der Zellmembran und dem darauf folgenden Tod der Mikroorganismen führt.
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Das
Ausmaß und
das frühe
Auftreten der Änderungen,
die durch hohen Druck bewirkt werden, hängen von verschiedenen Faktoren
ab, einschließlich
der Intensität
des Drucks, der Anwendungszeit und der Art des verwendeten Druckaufbau-/Druckabbau-Zyklus.
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Die
Anwendung des Sterilisationsverfahrens mit Überdruck ist in der Nahrungsmittelindustrie
bekannt. Das Verfahren weist jedoch den Nachteil auf, dass es nicht
durchgängig
ist, da es die Verwendung großer Überdruckkammern
bedingt, in denen eine Charge von zu sterilisierenden Produkten
eingestellt wird. Darüber
hinaus ist es durch lange Sterilisationszykluszeiten gekennzeichnet,
teilweise auf Grund der Zeit, die die Vorrichtung benötigt, den
Betriebsdruck zu erreichen und dann wieder am Ende zum Luftdruck
zurückzukehren.
Es ist daher hervorzuheben, dass das bekannte Verfahren eine geringe
Flexibilität aufweist
und es nicht ermöglicht,
dass die Installation in ausreichendem Maße produktiv arbeitet.
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Das
Problem, das der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegt, ist die
Bereitstellung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Sterilisation
von in Flaschen abgefüllten
Getränken,
mit denen die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden können, im
Besonderen die Probleme, die mit geringer Produktivität in Beziehung
stehen.
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Das
Problem wird durch ein Verfahren und durch eine Vorrichtung gelöst, die
speziell dafür
erfunden wurden, das Verfahren gemäß der angefügten Ansprüche zu verwirklichen.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile des Verfahrens und der Vorrichtung zur
Sterilisation von in Flaschen abgefüllten Getränken, die den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bilden, werden aus der Beschreibung einiger
bevorzugter Ausführungsformen
klar, die im Folgenden als nicht einschränkende Beispiele mit Bezugnahme
auf die folgenden Zeichnungen ausgeführt wird:
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1 ist
eine schematische Aufsicht einer Vorrichtung zum Abfüllen und
Sterilisieren von Getränken
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 ist
eine perspektivische Teilschemaansicht der Sterilisationseinheit,
die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet;
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3 ist
eine perspektivische Schnittzeichnung eines Druckregelungsgeräts gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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4 ist
eine seitliche Schnittansicht eines Details der Tür des Geräts von 3;
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5a–5c zeigen
die Abfolge des Einstellens der Flasche in das Druckregelungsgerät von 3 gemäß einer
vorderen Schnittansicht davon;
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6 ist
ein Graph eines möglichen
Zyklus von Druckaufbau- und Druckabbauvorgängen gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung;
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7 ist
ein Graph eines zweiten möglichen Zyklus
von Druckaufbau- und Druckabbauvorgängen gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung.
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Mit
Bezugnahme auf 1 umfasst die Vorrichtung, die
allgemein mit 1 bezeichnet wird, zum Befüllen und
Sterilisieren von Flaschen gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Spüleinheit 2,
eine Befülleinheit 3,
eine Einrichtung 4 zum Anbringen des Flaschenverschlusses
und eine Sterilisationsvorrichtung 5.
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Die
Vorrichtung 1 ermöglicht
das fortlaufende Befüllen
und Sterilisieren von Flaschen 6 und kann in rotierender
Form, wie in 1 dargestellt, oder alternativ
in linearer Form ausgebildet sein, wobei die verschiedenen Betriebseinheiten
in Folge entlang eines Fließbands
angeordnet sind.
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Die
Vorrichtung von 1 umfasst auch eine Vielzahl
von sternförmigen Übertragungseinheiten 7, die
die einzelnen Flaschen zu den Betriebseinheiten 2, 3, 4 und 5 hin
und davon wegbefördern,
gemäß Verfahren,
die in Maschinen dieser Art wohl bekannt sind und verwendet werden.
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Ein
schraubenförmiges
Abstandselement 8 ist im Bereich der ersten Übertragungseinheit 7 angeordnet,
die die eingehenden Flaschen in die Spüleinheit 2 transportiert.
Die Funktion des schraubenförmigen
Abstandselements 8 ist, den Abstand beim Hereinkommen der
Flaschen 6 von einem Zustand, in dem einander sie im Wesentlichen
berühren,
in einen getrennten Zustand zu überführen, der
bei der nachfolgenden Verarbeitung in den Betriebseinheiten 2, 3, 4 und 5 erforderlich
ist.
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Die
Flaschen 6 werden der Vorrichtung 1 durch ein
Transportsystem 9a zugeführt und, wenn die Verarbeitung
abgeschlossen ist, werden sie durch ein zweites Transportsystem 9b entfernt.
Die Transportsysteme 9a, 9b sind von bekanntem
Typ und werden daher nicht eingehender beschrieben. Analog sind
die Spüleinheit 2,
die Befülleinheit 3 und die
Einheit 4 zum Anbringen des Flaschenverschlusses wie die Übertragungseinheiten 7 von
bekannter Art und erfordern daher keine nähere Beschreibung, da sie nicht
einzeln den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden.
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Mit
Bezugnahme auf 1 und 2 umfasst
die Vorrichtung zur Sterilisation 5 eine Vielzahl von Druckregelungsgeräten 10,
die an einer beidseitigen Entfernung zur Zwischenachse angeordnet sind,
die der Zwischenachsen-Entfernung entspricht, in der die Flaschen 6 zugeführt werden.
Die Druckregelungsgeräte 10 sind
in bekannter Weise an der rotierenden Konstruktion der Sterilisationseinheit 5 befestigt
(in der Zeichnung nicht dargestellt). Die rotierende Konstruktion
(oder Drehtisch) ist von einem bekannten Typ und wird weithin in
rotierenden Maschinen verwendet. Ein Heber 10a, der durch
einen entsprechenden Nocken (in der Zeichnung nicht dargestellt)
betrieben wird, ist unterhalb eines jeden Druckregelungsgeräts 10 angeordnet
and befindet sich in Ausrichtung mit der Längsachse davon.
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Im
unteren Abschnitt der Sterilisationsvorrichtung 5, unterhalb
der Sterilisationsgeräte 10 und den
Hebern 10a, befindet sich ein Kanal 11 zum Sammeln
von Wasser, der durch eine Pumpe an einen Wassertank 11b angeschlossen
ist (in der Zeichnung nicht dargestellt), der vorzugsweise über den Sterilisationsgeräten 10 in
einer zentralen Position bezüglich
der Sterilisationsvorrichtung 5 angeordnet ist. Der Wassertank 11b ist
mittel einer Vielzahl von Rohren 11a mit den einzelnen
Geräten 10 durch
Ventile 24 verbunden, wie im Folgenden deutlicher beschrieben
wird.
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Im
Folgenden wird mm auf 3 Bezug genommen. Jedes einzelne
Sterilisationsgerät 10 umfasst
einen im Wesentlichen zylindrischen Hohlkörper 10' mit einer unteren Öffnung 12.
Die Öffnung 12 weist
eine Innenkante auf, die aufgeweitet ist, um eine konische Aufnahmefläche 12a zu
bilden. Die Oberseite des Körpers 10' umfasst eine
Verschlussabdeckung 10'', die vorzugsweise
kegelstumpfförmig ist.
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Das
Gerät 10 ist
aus einem Material hergestellt, das eine hohe mechanische Festigkeit
aufweist, wie zum Beispiel Edelstahl einer Dicke, die ausreicht,
um den im Inneren erzeugten hohen Druck zu widerstehen.
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Die Öffnung 12 wird
durch eine Tür 13 geschlossen,
die eine vorzugsweise halbkugelförmige konvexe
Oberseite aufweist. Die Unterseite der Tür 13 weist aufgeweitete
Kanten auf, die die konische Aufnahmefläche 12a ergänzen, um
einen Verschluss für
das Sterilisationsgerät 10 zu
erhalten, der in der Lage ist, auch bei der internen Druckregelungsstufe die
Dichtung sicherzustellen. Eine ringförmige Aufnahmefläche 13a,
die eine geeignete Dichtung aufnehmen soll, zum Beispiel einen Gummi-O-Ring,
ist ebenso an der Oberseite der aufgeweiteten Kanten ausgebildet.
Die Dichtung stellt die Leckdichtheit selbst in der Phase des Befüllens des
Geräts 10 mit Wasser
bei Luftdruck sicher.
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An
der Unterseite der Tür 13 ist
gelenkig ein Betriebsarm 14 befestigt, der wiederum mit
einem Rollennocken 15 (ein Detail davon wird in 2 gezeigt)
durch ein geeignetes Antriebselement 14a, das in einem
kleinen Rad endet, verbunden ist. Das angetriebene Element 14a ist
ebenso gleitbar in einer Führung 16 im
Eingriff, die wiederum am Hohlkörper 10' befestigt ist,
wodurch die geführte Übersetzung davon
in vertikaler Richtung möglich
wird.
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Wie
in 3 dargestellt, ist der Betriebsarm 14 in
zwei parallele Arme 14' und 14'' aus Gründen aufgeteilt, die im Folgenden
deutlicher herausgestellt werden.
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Eine
Verbindung 17, die mit einem Schlitz 18 ausgestattet
ist, ist ebenso gelenkig an der Unterseite von Tür 13 befestigt. Ein
an der Führung 16 befestigter
Stift 19 ist in den Schlitz 18 eingesetzt. Die
Verbindung 17 ist in einer Zwischenposition relativ zu den
Armen 14' und 14'' angeordnet, um das Überkreuzen
des Betriebsarms 14 und der Verbindung 17 während der
kinematischen Öffnungsbewegung
der Tür 13 zu
gestatten.
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Ein
Kolben 20 mit einem t-förmigen
Querschnitt ist gleitbar im oberen Bereich des Hohlkörpers 10' eingesetzt.
Elastische Wände 21a und 21b mit
einer Abdichtfunktion sind unterhalb und über dem Kolben 20 angeordnet
und stehen damit in Kontakt. Der Kolben 20 wird auch vertikal
durch die untere Wand 21a gehalten. Die elastischen Wände 21a, 21b können zum
Beispiel aus einem geeigneten ölbeständigem Plastikmaterial
hergestellt sein.
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Ein
ringförmiger
Ansatz 20a, der von den Innenwänden des Hohlkörpers 10' herausragt,
ist unterhalb des Abschnitts mit größerem Durchmesser des Kolbens 20 angeordnet.
Der ringförmige
Ansatz 20a weist die Funktion auf, den Hub des Kolbens
in der Druckregelungsphase zu begrenzen. Es ist daher hervorzuheben,
dass im Ruhezustand ein Abstand zwischen dem ringförmigen Ansatz 20a und
der Unterseite des Abschnitts mit größerem Durchmesser des Kolbens 20 besteht.
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Eine
Druckregelungskammer 22, die für die Unterbringung einer Flasche 6 geeignet
ist, ist im Hohlkörper 10', unterhalb
der Wand 21a, definiert. Zentriermittel 23 für die Flasche,
wie beispielsweise die in 2 dargestellten Ringe,
oder alternativ ein Gestell, die bzw. das an der Innenwand der Kammer befestigt
sind, sind in der Druckregelungskammer 22 ausgebildet.
Die Funktion der Zentriermittel 23 ist, die Flasche 6 während der
verschiedenen Verarbeitungsphasen aufrecht und an der Längsachse
des Geräts 10 ausgerichtet
zu halten.
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Ein
Ventil 24 mit einem pilzförmigen Verschlusselement ist
an der Wand des oberen Abschnitts der Druckregelungskammer 22,
gerade unterhalb von Wand 21a, angebracht. Die Funktion
des Ventils 24 ist die Regulierung des Wasserflusses, der in
die Kammer 22 vor der Druckregelungsstufe zulässig ist.
Das Ventil 24 wird daher mit dem Tank 11b durch
das Rohr 11a verbunden. Alternativ kann das Ventil 24 direkt
an die Wasserleitung angeschlossen werden.
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Ein
zweites Ventil 25 mit einem pilzförmigen Abschlusselement ist
im selben oberen Abschnitt der Druckregelungskammer 22 angeordnet,
aber vorzugsweise von dem ersten Ventil 24 beabstandet. Das
Ventil 25 dient dazu, das Ablassen der Restluft während der
Phase des Füllens
mit Wasser zu ermöglichen.
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Die
Wahl eines pilzförmigen
Verschlusselements und die zugehörige
konische Aufnahmefläche ermöglichen
die Verwirklichung eines hohen Grads der Versiegelung der Ventile,
selbst in der Phase des Betriebs mit hohem Druck.
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Eine
Kammer 26, die vollständig
mit einer nicht komprimierbarer Flüssigkeit gefüllt werden
soll, ist im Hohlkörper 10' über der
Wand 21b definiert.
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In
der Verschlussabdeckung 10'' ist eine Aufnahmefläche für einen
Kolben 27 ausgebildet, der wiederum mit einem Rollennocken 28 (ein
Detail davon wird in 2 gezeigt) durch ein Antriebselement 28a,
das in einem kleinen Rad endet, betrieben wird.
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Der
Kolben 27 weist einen oberen Abschnitt 27' mit einem größeren Durchmesser
auf, der wiederum in einer zugehörigen
Aufnahmefläche
untergebracht ist. Ein Ansatz, auf dem ein Federdynamometer 29 aufliegt,
ist daher im Verbindungsbereich zwischen dem Abschnitt mit größerem Durchmesser 27' und dem Abschnitt
mit kleinerem Durchmesser von Kolben 27 ausgebildet.
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Es
ist aus Gründen,
die im Folgenden deutlich werden, entscheidend, dass der Kolben 27 einen Querschnitt
mit einer weit kleineren Fläche
als die der Wand 21b aufweist.
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Unter
weiterer Bezugnahme auf die Zeichnungen ist die Funktionsweise der
Vorrichtung zur Sterilisation von in Flaschen abgefüllten Getränken, die
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, wie folgt.
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Die
Sterilisationsvorrichtung 5 besteht aus einem Drehtisch,
der in die in 2 dargestellte Richtung rotiert
und auf dem die Sterilisationsgeräte 10 befestigt sind.
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Die
Flasche 6, die an der Sterilisationseinheit 5 ankommt,
wird durch die sternförmige Übertragungseinheit 7 auf
das Druckregelungsgerät 10 durch
den Heber 10a übertragen
(wie in 2 und 5a dargestellt).
Das Gerät 10 ist
in dieser Position leer, und die Tür 13 ist offen.
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An
dem Punkt, wie in 5b gezeigt, beginnt die Tür 13 sich
zu schließen,
auf Grund der Aktion des Betriebsarms 14, der durch den
Nocken 15 bewegt wird. Gleichzeitig beginnt der Heber 10a sich zurückzubewegen,
um zu ermöglichen,
dass die Flasche 6 in die konvexe Fläche der Tür 13 eingreifen kann.
Um diese Bewegung auszuführen,
ermöglicht der
Nocken 15 einen ersten negativen Hub, der, wie dargestellt,
der Tür 13 ermöglicht,
unterhalb des Flaschenbodens in der in 5b dargestellten
Position angeordnet zu werden, was somit eine stationäre Phase
ist, in der sich die Tür 13 im
Stillstand befindet. In der stationären Phase bewegt sich der Heber,
wie ausgeführt,
zurück
und der Boden der Flasche greift in die konvexe Fläche der
Tür 13 ein.
Der Nocken führt
dann einen zweiten negativen Hub aus, der ermöglicht, dass die Tür 13 vollständig geschlossen wird.
Durch die konvexe Fläche
von Tür 13 bleibt
der Kontakt mit dem Flaschenboden durchgängig gewahrt, wobei die Flasche
bis zur Verschlussposition der Tür
begleitet wird, wie in 5c gezeigt. Die Zentriermittel 23 halten
die Flasche 6 dauerhaft aufrecht und an der Längsachse
des Hohlkörpers 10' ausgerichtet.
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Die
kinematische Öffnungs-
und Schließbewegung
der Tür 13 ist
an und für
sich bekannt und wird durch eine kombinierte Aktion des Betriebsarms 14 und
der Verbindung 17 erhalten. In der Praxis ermöglicht die
doppelte Gelenkverbindung der Tür
mit dem Betriebsarm 14 und der Verbindung 17,
dass diese eine aufrechte und gedrehte Position einnehmen kann,
wenn die Tür
offen ist, und eine Position, die horizontal und mit der Öffnung 12 ausgerichtet
ist, wenn die Tür 12 geschlossen
ist. Weiterhin ermöglicht
das Vorhandensein von Schlitz 18 im gleitenden Eingriff
mit Stift 19 der Tür
in der Endphase des Türschließens eine
rechtwinkelige vertikale Bewegung durchzuführen (oder in der Anfangsphase
der Öffnung),
so dass die Unterseite der Tür 13 korrekt
in die konische Aufnahmefläche 12a eingreift.
In dieser Phase gleitet der Stift 19 entlang des Schlitzes 18 und übt daher
keine Kraft auf die Tür
aus. Wenn aber der Stift 19 das Ende des Schlitzes 18 erreicht
hat, fungiert er als Gelenkpunkt für die Tür 13 und bewirkt, dass
sie um die Achse rotiert wird, die durch den Stift verläuft.
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Kehren
wir zur Arbeitsweise des Geräts 10 zurück. Wenn
die Schließphase
der Tür 13 abgeschlossen
ist, wird das Ventil 24, durch das Wasser in das Innere
der Druckregelungskammer 22 eingelassen wird, geöffnet. Gleichzeitig
wird auch das Ventil 25 zum Ablassen der Restluft aus dem
Inneren der Druckregelungskammer 22 geöffnet. Wenn das Befüllen der
Druckregelungskammer abgeschlossen ist, was durch Ausfließen von
Wasser aus dem Ventil 25 erfassbar ist, werden die Ventile 25 und 24 nacheinander
geschlossen. Die in der Aufnahmefläche 13a der Tür untergebrachte
Dichtung verhindert, dass Wasser aus dem Boden während der Füllphase austritt, die bei Luftdruck
stattfindet.
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An
diesem Punkt beginnt die Druckregelungsphase. Durch den Nocken 28 führt der
Kolben 27 einen bestimmten Hub in der Kammer 26 aus,
die zuvor mit einer nicht komprimierbaren Flüssigkeit gefüllt wurde.
Somit wird der weitergegebene Druck an der elastischen Wand 21b gemäß dem Grundsatz von
Pascal verstärkt.
Eine zweite Verstärkung
wird durch die Aktion des Abschnitts mit kleinerem Durchmesser des
Kolbens 20 auf die Wand 21a erhalten, wobei die
letztere direkt in Kontakt mit der Flüssigkeit in der Drucklegungskammer 22 steht.
Auf diese Weise wird Druck so hoch wie 10.000 Bar in der Druckregelungskammer 22 erzielt.
Die Druckabbauphase wird einfach erhalten, indem der Kolben 27 in
die Aufnahmefläche 27 zurückkehrt.
Der Vorgang kann wiederholt werden, wobei ein Zyklus von Druckaufbau- und
Druckabbauvorgängen
durchgeführt
wird, die vorzugsweise nicht länger
als 60 Sekunden dauern, was die im Getränk vorhandenen Mikroorganismen sehr
schnell tötet. 6 und 7 zeigen
zwei Beispiele von Druckaufbau-Druckabbau-Zyklen, die zum Zwecke
der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden können. Wie
hervorzuheben ist, folgen auf die Punkte des Maximaldrucks (10.000
Bar) Phasen eines teilweisen Druckabbaus. Der Druck wird nur am Ende
des Zyklus auf den Luftdruck zurückgeführt.
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Um
die für
die Sterilisation erforderlichen Zeiten zu senken, kann die Druckregelungskammer 22 mit
Wasser gefüllt
sein, das auf etwa 40°C
vorerwärmt
ist. Zu diesem Zweck kann der Tank 11b mit geeigneten Heizmitteln
ausgestattet sein. Analog kann das Getränk vorher bei dieser Temperatur
abgefüllt
werden.
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Ein
spezieller Anfangsdruck, der durch den Kolben 27 ausgeübt wird,
der wiederum durch den Hub des Kolbens in der Kammer 26 vorgegeben
ist, entspricht einem bestimmten Druck in der Druckregelungskammer 22.
Es ist zum Beispiel zweckmäßig, dass
ein Anfangsdruck von 500 kg/cm2 auf den
Kolben 27 ausgeübt
wird. Es ist jedoch erforderlich, dass der Kolbenhub so eingerichtet
ist, um einen höheren Druck
zu erzeugen, da auf Grund der Tatsache, dass die Flaschen 6 nie
ganz gefüllt
sind, der in der Drucklegungskammer 22 erzeugte Druck teilweise
durch den Druckaufbau des Restgases in der Flasche absorbiert wird.
Um jedoch Überdruck
zu vermeiden, der durch die Tatsache verursacht wird, dass der Füllgrad sich
von Flasche zu Flasche unterscheidet, und wodurch es in er Folge
unmöglich
ist, einen Anfangsdruck für
den Kolben 27 auszubilden, der einem bestimmten Druck in
der Druckregelungskammer 22 entspricht, wurde ein Federdynamometer 29 vorgesehen.
Das Dynamometer 29, das zum Beispiel auf einen Druck von
500 kg/cm2 eingestellt ist, stellt einen
homogenen Druck in der Druckregelungskammer sicher, indem innerer Überdruck
absorbiert wird.
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Wenn
der Zyklus der Druckaufbau- und Druckabbauvorgänge abgeschlossen ist, wird
die Flasche 6 aus dem Gerät 10 entfernt, die
sich an diesem Punkt in der Nähe
der sternförmigen Übertragungseinheit 7 befindet,
die die Flaschen aus der Sterilisationsvorrichtung 5 entfernt.
Die bereits beschriebenen Vorgänge
zum Laden der Flasche werden in umgekehrter Reihenfolge wiederholt
(siehe 5a–5c). Wenn
die Tür 13 geöffnet wird,
wird das Wasser in der Druckregelungskammer 22 im Kanal 11 gesammelt
und in den Tank 11b zurückgeführt.
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Eine
Steuer- und Überwachungseinheit
(in den Zeichnungen nicht dargestellt) überwacht die Arbeitsweise der
gesamten Vorrichtung und bewirkt in korrekter Weise die Abfolge
der Vorgänge.
Die Steuerungs- und Überwachungseinheit
ist von bekannter Art und wird daher nicht ausführlicher beschrieben.
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Es
ist dabei hervorzuheben, dass die beschriebene Ausführungsform
nur eine bestimmte Ausführungsform
der Vorrichtung zur Sterilisation von in Flaschen abgefüllten Getränken ist,
die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet und für die Fachleute
weitere erforderliche Modifikationen ersinnen können, um sie an bestimmte Anwendungen
anzupassen, ohne vom Umfang des Schutzes der vorliegenden Erfindung
abzuweichen.
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Es
kann zum Beispiel möglich
sein, ein Federdynamometer 29 durch ein dynamometrisches Gerät eines
anderen Typs zu ersetzen, wie ein Dynamometer, das Luft verwendet,
die zuvor auf einen bestimmten Druck komprimiert wurde.
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Das
Entfernen der Flaschen aus dem Gerät 10 kann auch einfach
nur durch die Schwerkraft stattfinden, wobei sie in einer Tasche
aufgesammelt werden, die in geeigneter Weise darunter angebracht
ist.