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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Tintenstrahldruckkopf, insbesondere
einen Tintenstrahlkopf, der durch Anwendung einer Dünnschicht-Abscheidungstechnik,
wie z. B. Ionenfräsen,
kompakt geformt ist.
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Bisher
wurde häufig
ein Drahtdruckkopf als Druckkopf verwendet. Der Drahtdruckkopf führt das Drucken
aus, indem er Drähte
magnetisch steuert und gegen eine Walze drückt, wobei sich zwischen den
Drähten
und der Walze ein Blatt Papier oder ein Farbband befindet. Der Drahtdruckkopf
hat jedoch viele Nachteile, wie z. B. einen hohen Stromverbrauch,
Geräuschentwicklung
und niedrige Auflösung,
wodurch er als Druckvorrichtung viel zu wünschen übrig lässt.
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Daher
wurde ein Drucker mit einem Tintenstrahldruckkopf, der mit piezoelektrischen
Elementen oder durch Wärme
erzeugten Luftblasen arbeitet, entwickelt. Der Tintenstrahldruckkopf,
der bei geringem Stromverbrauch geräuschlos arbeitet und eine hohe
Auflösung
erreicht, wird heute als Druckvorrichtung bevorzugt.
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Der
Tintenstrahldruckkopf umfasst im Wesentlichen Düsen, Tintenkammern, ein Tintenzuführsystem,
einen Tintenbehälter
und ein druckerzeugendes Element. Bei einem Drucker mit Tintenstrahldruckkopf
wird die im druckerzeugenden Element hervorgerufene Verdrängung zu
den Tintenkammern als Druck übertragen,
so dass aus den Düsen
Tintenpartikel gesprüht
werden und somit auf einem Aufzeichnungsmedium, wie z. B. einem
Blatt Papier, Zeichen oder Bilder aufgezeichnet werden.
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Gemäß dem herkömmlichen
Verfahren wird als druckerzeugendes Element ein dünnes piezoelektrisches
Element an einer Seite der Außenwand einer
Tintenkammer angebracht. Durch Anlegen einer impulsförmigen Spannung
an das piezoelektrische Element wird ein Plättchen bewegt, das sich aus
dem piezoelektrischen Element und der Außenwand der Tintenkammer zusammensetzt.
Die durch diese Bewegung bewirkte Verdrängung erzeugt einen Druck,
der auf die Tintenkammer übertragen wird,
so dass Tinte versprüht
wird.
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1 zeigt
in schematischer Darstellung einen Tintenstrahldruckkopf 10 und
diesen umgebende Teile eines herkömmlichen Druckers 1,
und 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Tintenstrahldruckkopfs 10 in
groben Umrissen.
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In 1 ist
der Tintenstrahldruckkopf 10 an der Unterseite eines Wagens 2 angebracht.
Der Tintenstrahldruckkopf 10 ist zwischen einer Zuführwalze 3 und
einer Auswerfwalze 4 so angeordnet, dass er einer Auflageplatte 5 zugewandt
ist. Der Wagen 2 umfasst einen Tintenbehälter 6 und
ist senkrecht zur Bildebene von 1 bewegbar.
Zwischen einer Andruckwalze 8 und der Zuführwalze 3 und
zwischen einer Andruckwalze 9 und der Auswerfwalze 4 ist
ein Blatt Papier 7 eingeklemmt, so dass dieses in Richtung
des Pfeils A transportiert werden kann. Durch Steuerung des Tintenstrahldruckkopfs 10 und
Bewegen des Wagens 2 senkrecht zur Bildebene, führt der Tintenstrahldruckkopf 10 das
Drucken auf dem Blatt Papier 7 aus. Das bedruckte Blatt
Papier 7 gelangt in eine Ablage 20.
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Wie
in 2 gezeigt, umfasst der Tintenstrahldruckkopf 10 piezoelektrische
Elemente 11, auf den piezoelektrischen Elementen 11 gebildete
Einzelelektroden 12, eine Düsenplatte 14 mit darin
gebildeten Düsen 13,
Tintenkammerwände 17 aus
Metall oder Kunststoff, die zusammen mit der Düsenplatte 14 Tintenkammern 15 bilden,
die entsprechend den Düsen 13 angeordnet
sind, sowie eine Membran 16.
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Die
Düsen 13 und
die Membran 16 sind den Tintenkammern 15 zugewandt.
Der Rand der Tintenkammern 15 und der entsprechende Rand
der Membran 16 sind fest miteinander verbunden, und die
piezoelektrischen Elemente 11 bewirken, dass die zugehörigen Teile
der Membran 16 durchgebogen werden, wie durch die gestrichelte
Linie in 2 angegeben. An die piezoelektrischen
Elemente 11 werden Spannungen angelegt, indem vom Hauptkörper des Druckers über eine
in der Zeichnung nicht gezeigte gedruckte Schaltung elektrische
Signale zu den einzelnen piezoelektrischen Elementen 11 geleitet
werden. Die piezoelektrischen Elemente 11, an die die Spannungen
angelegt werden, dehnen sich aus oder ziehen sich zusammen, wodurch
in den entsprechenden Tintenkammern 15 ein Druck erzeugt
wird, durch den Tinte versprüht
wird.
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Die
piezoelektrischen Elemente 11 werden auf dem oben beschrieben
und in 2 gezeigten herkömmlichen Tintenstrahldruckkopf 10 gebildet,
indem plattenförmige
piezoelektrische Elemente an Positionen, die den Tintenkammern 15 entsprechen, angebracht
werden oder indem zuerst ein piezoelektrisches Element über den
Tintenkammern 15 angebracht und dann das piezoelektrische
Element entsprechend den Tintenkammern 15 unterteilt wird.
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Wenn
ein dünnes
(weniger als 50 μm)
piezoelektrisches Element für
den auf diese Weise hergestellten herkömmlichen Tintenstrahldruckkopf 10 verwendet
wird, um diesen zu verkleinern, dann bewirkt eine ungleichmäßige Dicke
des für
die Befestigung verwendeten Klebstoffs Abweichungen in der Bewegung
der piezoelektrischen Elemente, wodurch sich die Qualität des Tintenkopfs
verschlechtert. Ein weiteres Problem dieses piezoelektrischen Elements
besteht darin, dass sich in ihm bei seiner Befestigung ein Riss
bildet. Herkömmliche
Tintenstrahldruckköpfe sind
z. B. in JP-A-10 128 973, EP-A-786 345, JP-A-0 613 357 und JP-A-5 109 668 beschrieben.
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Einige
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben zusammen mit einem weiteren
Erfinder ein Verfahren zur Herstellung eines Tintenstrahldruckkopfs
vorgeschlagen, bei dem eine Dünnschicht-Abscheidungstechnik
angewandt wird, um den oben beschriebenen Nachteil zu beseitigen.
Dieses Verfahren lässt
sich jedoch noch verbessern.
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Die
Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen hochpräzisen, verkleinerten
und unter geringen Kosten herstellbaren Tintenstrahldruckkopf zu
schaffen, sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung, bei dem weitere
Verbesserungen an einem unter Anwendung einer Dünnschicht-Abscheidungstechnik
erzeugten Tintenstrahldruckkopf vorgenommen werden.
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Diese
Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird gelöst durch einen Tintenstrahldruckkopf,
bei dem unter Anwendung einer Dünnschicht-Abscheidungstechnik
auf einer auf einem Substrat gebildeten Elektrodenschicht eine piezoelektrische
Schicht und durch gleichzeitiges Ätzen der Elektrodenschicht
und der piezoelektrischen Schicht mittels eines Ionenfräsverfahrens
ein energieerzeugendes Element zur Erzeugung von Energie für den Tintenausstoß gebildet
wird, wobei der Tintenstrahldruckkopf einen winzigen Staubaufnahmeabschnitt
umfasst, auf dem sich gemischter feiner Staub ablagert, der mindestens
denjenigen, der durch das Ionenfräsverfahren von der Elektrodenschicht
und piezoelektrischen Schicht weggeätzt wird, umfasst, wobei der
winzige Staubaufnahmeabschnitt in der Nähe des energieerzeugenden Elements
angeordnet ist.
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Bei
der vorliegenden Erfindung kann ein einstückiges energieerzeugendes Element
erzeugt werden, da die Elektrodenschicht und piezoelektrische Schicht
gleichzeitig durch Ionenfräsen
geätzt
werden.
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Ferner
kann beim Ätzen
mittels Ionenfräsen eine
große
Fläche
bearbeitet werden, wobei die Ätzanisotropie
senkrecht zur bearbeitenden Fläche
hoch ist. Daher kann die Form des energieerzeugenden Elements frei
gewählt
werden, wobei sich an seinen geätzten
Teilen keine Schrägen
bilden, diese also vertikal verlaufen.
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Der
durch das Ionenfräsen
entstehende gemischte feine Staub lagert sich auf dem Staubaufnahmeabschnitt
ab. Dadurch wird verhindert, dass dieser Staub am energieerzeugenden
Element haftet.
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Der
gemischte feine Staub, der sich auf dem winzigen Staubaufnahmeabschnitt
ablagert, kann durch die physikalische Kraft einer Flüssigkeit
oder eines Gases, die bzw. das unter Druck steht, einfach entfernt
werden. Daher kann das Entfernen in kurzer Zeit und unter geringen
Kosten ausgeführt
werden. Somit kann unter geringen Kosten ein verkleinerter Tintenstrahldruckkopf,
der sehr präzise
und zuverlässig
arbeitet, geschaffen werden.
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Der
winzige Staubaufnahmeabschnitt kann als inselähnliches Element gebildet werden,
das in einem Abstand von 300 μm
oder weniger von einem Ende des energieerzeugenden Elements angeordnet ist.
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Wenn
ein Raum vorhanden ist, der einen Abstand von mehr als 300 μm vom Ende
des energieerzeugenden Elements umfasst, lagert sich aufgrund der
Anbringung des inselähnlichen
Elements in einem Abstand von 300 μm oder weniger von einem Ende
des energieerzeugenden Elements der gemischte feine Staub auf dem
inselähnlichen
Element ab. Dadurch wird verhindert, dass dieser Staub am energieerzeugenden
Element haftet.
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Das
inselähnliche
Element kann als zusätzlicher
Rahmenkörper
zur Verstärkung
des Tintenstrahldruckkopfs gebildet werden. Der zusätzliche Rahmenkörper dient
nicht nur der Verstärkung
des Tintenstrahldruckkopfs, sondern verhindert auch, dass der gemischte
feine Staub am energieerzeugenden Element haftet.
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Das
inselähnliche
Element bzw. der zusätzliche
Rahmenkörper
kann beim Ionenfräsen
der Elektrodenschicht und piezoelektrischen Schicht gebildet werden.
Dies kann einfach dadurch erfolgen, dass das Photoresistmuster,
das für
die Bildung des energieerzeugenden Elements verwendet wird, so geändert wird,
dass das inselähnliche
Element bzw. der zusätzliche
Rahmenkörper
erhalten bleibt.
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Der
winzige Staubaufnahmeabschnitt kann als ringförmige Rille gebildet werden,
die um das energieerzeugende Element herum verläuft, so dass darin das energieerzeugende
Element gebildet wird.
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Durch
das Vorhandensein der ringförmigen Rille
lagert sich der gemischte feine Staub auf einer äußeren Wandfläche innerhalb
der Rille ab. Die Breite der Rille beträgt vorzugsweise 300 μm oder weniger.
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Die
Rille kann beim Ionenfräsen
der Elektrodenschicht und piezoelektrischen Schicht gebildet werden.
Dies kann einfach dadurch erfolgen, dass das Photoresistmuster,
das für
die Bildung des energieerzeugenden Elements verwendet wird, geändert wird.
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Die
obige Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird außerdem gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung
eines Tintenstrahldruckkopfs, mit den Schritten
- – Bildung
einer piezoelektrischen Schicht auf einer auf einem Substrat gebildeten
Elektrodenschicht unter Anwendung einer Dünnschichttechnik,
- – Bildung
eines energieerzeugenden Elements zur Erzeugung von Energie für den Tintenausstoß durch
gleichzeitiges Ätzen
der Elektrodenschicht und der piezoelektrischen Schicht mittels
eines Ionenfräsverfahrens
und Bildung eines winzigen Staubaufnahmeabschnitts, auf dem sich
gemischter feiner Staub ablagert, der mindestens denjenigen, der
durch das Ionenfräsverfahren
von der Elektrodenschicht und piezoelektrischen Schicht weggeätzt wird,
umfasst, wobei der winzige Staubaufnahmeabschnitt in der Nähe des energieerzeugenden
Elements angeordnet wird, und
- – Entfernen
des feinen Staubs, der sich auf dem winzigen Staubaufnahmeabschnitt
abgelagert hat.
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Durch
Ionenfräsen
kann das energieerzeugende Element durch gleichzeitiges Ätzen der
Elektrodenschicht und piezoelektrischen Schicht und der winzige
Staubaufnahmeabschnitt gleichzeitig mit dem energieerzeugenden Element
gebildet werden. Der feine Staub lagert sich auf dem winzigen Staubaufnahmeabschnitt
ab. Daher kann der Tintenstrahldruckkopf hergestellt werden, ohne
dass feiner Staub am energieerzeugenden Element haftet. Der gemischte
feine Staub, der am Staubaufnahmeabschnitt haftet, kann in dem sich
anschließenden
Entfernungsschritt auf einfache Weise entfernt werden.
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Der
Staubaufnahmeabschnitt kann durch Änderung des Photoresistmusters
gleichzeitig mit dem energieerzeugenden Element gebildet werden. Dies
lässt sich
einfach dadurch erreichen, dass am Photoresistmuster eine kleine Änderung
vorgenommen wird.
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Bei
dem winzigen Staubaufnahmeabschnitt kann es sich um ein inselähnliches
Element handeln, das in einem Abstand von 300 μm oder weniger von einem Ende
des energieerzeugenden Elements angeordnet wird.
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Bei
dem winzigen Staubaufnahmeabschnitt kann es sich um eine ringförmige Rille
handeln, die zur Bildung des energieerzeugenden Elements vorgesehen
ist, wobei die Breite der Rille 300 μm oder weniger beträgt.
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Bei
dem Schritt des Entfernens des gemischten feinen Staubs kann es
um das physikalische Entfernen des gemischten feinen Staubs durch
Verwendung einer Flüssigkeit
oder eines Gases, die bzw. das unter Druck steht, handeln. Der gemischte
feine Staub kann mit einfacher Ausrüstung entfernt werden, wodurch
sich die Herstellungskosten verringern lassen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
Drucker zu schaffen, der mit dem oben beschriebenen Tintenstrahldruckkopf ausgestattet
ist. Da dieser verkleinerte, höchst
zuverlässige
und unter geringen Kosten hergestellte Tintenstrahldruckkopf verwendet
wird, lassen sich auch die Kosten für den Drucker senken.
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1 zeigt
in schematischer Darstellung einen Tintenstrahldruckkopf und diesen
umgebende Teile eines herkömmlichen
Druckers,
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht des Tintenstrahldruckkopfs von 1 in
groben Umrissen,
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3(A) bis 3(H) zeigen
in schematischer Darstellung ein Herstellungsverfahren für einen
Tintenstrahldruckkopf, der von einigen Erfindern der vorliegenden
Erfindung und einem weiteren Erfinder erfunden wurde,
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4 zeigt
in schematischer Darstellung einen Tintenstrahldruckkopf mit einer
mit einem Verstärkungselement
versehenen Membran, der zuerst von den Erfindern erfunden wurde,
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5 zeigt
in schematischer Darstellung die typischen "Zäune", die sich um die
energieerzeugenden Elemente herum bilden,
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6(A) bis 6(D) zeigen
in schematischer Darstellung Anordnungen von Inselelementen in Bezug
auf energieerzeugende Elemente,
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7 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
ersten Ausführung
der vorliegenden Erfindung,
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8 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
zweiten Ausführung
der vorliegenden Erfindung,
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9 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
dritten Ausführung
der vorliegenden Erfindung,
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10(A) und 10(B) zeigen
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
vierten Ausführung,
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11(A) und 11(B) zeigen
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
fünften
Ausführung,
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12(A) und 12(B) zeigen
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
sechsten Ausführung,
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13(A) und 13(B) zeigen
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente
eines Tintenstrahldruckkopfs gemäß einer
siebten Ausführung,
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14 zeigt
in groben Umrissen eine perspektivische Ansicht eines Tintenstrahldruckkopfs
gemäß einer
achten Ausführung,
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15(A) bis 15(K) zeigen
in schematischer Darstellung ein Herstellungsverfahren für den in 14 gezeigten
Tintenstrahldruckkopf und
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16 zeigt
in schematischer Seitenansicht einen Drucker, der den in 14 gezeigten
Tintenstrahldruckkopf aufweist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verbesserung des unter Anwendung
der Dünnschicht-Abscheidungstechnik
hergestellten Tintenstrahldruckkopfs, der von den Erfindern, zu
denen einige Erfinder der vorliegenden Erfindung gehören, zuerst
vorgeschlagen wurde. Zur Erleichterung des Verständnisses der vorliegenden Erfindung
werden zuerst der von den Erfindern vorgeschlagene Tintenstrahldruckkopf
sowie an dieser Erfindung vorzunehmende Verbesserungen beschrieben.
Die detaillierte Beschreibung der vorliegenden Erfindung erfolgt
erst danach.
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Im
Bemühen,
einen Tintenstrahldruckkopf auf völlig neuartige Weise zu verkleinern,
gelangten die Erfinder nach intensiven Studien zu einem unter Anwendung
einer Dünnschicht-Abscheidungstechnik hergestellten
Tintenstrahldruckkopf. Für
diesen Tintenstrahldruckkopf wurde ein Patent angemeldet (japanische
Patentanmeldung Nr. 10-297919).
Diese Erfindung wird hier kurz beschrieben. 3 zeigt
in schematischer Darstellung ein Herstellungsverfahren für einen
Tintenstrahldruckkopf 30, der zuvor von den Erfindern erfunden
wurde.
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Der
Tintenstrahldruckkopf 30 wird in den in 3(A) bis 3(H) gezeigten
Schritten hergestellt. Durch Besputtern eines Magnesiumoxidsubstrats 40 mit
einer Platinschicht wird eine Elektrodenschicht 31 gebildet.
Die Elektrodenschicht 31 weist ein Muster auf und ist so
unterteilt, dass eine individualisierte Elektrodenschicht (im Folgenden
bezeichnet als Einzelelektroden) 38 entsteht (3(A) und 3(B)).
Darauf wird durch Sputtern eine piezoelektrische Schicht 32 gebildet
(3(C)). Die piezoelektrische Schicht 32 weist
ein Muster auf und ist so unterteilt, dass sie den Einzelelektroden 38 entspricht.
Dadurch werden energieerzeugende Elemente 37 gebildet,
die sich aus Laminaten aus individualisierten piezoelektrischen
Schichten (im Folgenden bezeichnet als piezoelektrische Elemente) 33 und
den Einzelelektroden 38 zusammensetzen und der Erzeugung
von Energie für
den Tintenausstoß dienen
(3(D)). Als nächstes
wird auf dem Magnesiumoxidsubstrat 40 eine Polyimidschicht 41 aufgebracht,
um eine ebene Fläche
zu bilden (3(E)). Dann wird diese Fläche mit
Chrom besputtert, wodurch eine Membran 34, bei der sich
um eine Chromsputterschicht handelt, gebildet wird (3(F)). Dann wird auf der Membran 34 eine
Trockenschicht 42 aufgebracht, und Belichtung und Entwicklung
werden ausgeführt
unter Verwendung einer Maske auf der Trockenschicht 42 an
Positionen, die den energieerzeugenden Elementen 37 entsprechen,
so dass Druckkammern 35 entstehen (3(G)).
Schließlich
wird das Magnesiumoxidsubstrat 40 durch Ätzen entfernt.
Dadurch wird der obere Teil 30A des Tintenstrahldruckkopfs 30 gebildet.
Mit dem oberen Teil 30A wird ein unterer Teil 30B verbunden,
der die unteren hohlen Abschnitte der Druckkammern 35 sowie
eine Düsenplatte 44 mit
Düsen an
den Stellen, wo sich die Druckkammern 35 befinden, aufweist,
wodurch der Tintenstrahldruckkopf gebildet wird (3(H)).
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Die
Erfinder des oben beschriebenen Tintenstrahldruckkopfs 30 machten
außerdem
die Erfindung, die Membran 34 mit einem Verstärkungselement 39 zu
versehen, wie z. B. in
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4 gezeigt,
um zu verhindern, dass sich in der Membran 34 Risse bilden.
Hierfür
wurde ebenfalls ein Patent angemeldet (japanische Patentanmeldung
Nr. 10-371033).
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Die
Technik der Herstellung eines Tintenstrahldruckkopfs unter Anwendung
der Dünnschicht-Abscheidungstechnik
ist jedoch neu, und der oben beschriebene Tintenstrahldruckkopf 30 lässt sich
immer noch verbessern.
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D.
h. bei dem in 3 gezeigten Herstellungsverfahren
wird durch Besputtern des Substrats 40 die Platinschicht 31 gebildet,
und die Einzelelektroden 38 werden durch Unterteilung der
Platinschicht 31 gebildet (3(A), 3(B)). Die piezoelektrische Schicht 32 wird
auf dem gesamten Laminat von 3(B) durch
Sputtern aufgebracht (3(C)),
und durch Nassätzen
in die piezoelektrischen Elemente 33 unterteilt, wodurch
die energieerzeugenden Elemente 37, bei denen es sich um
Laminaten aus den Einzelelektroden 38 und den piezoelektrischen
Elemente 33 handelt, gebildet werden (3(D)). Daher wird die Musterbildung zweimal ausgeführt, und
zur Bildung der energieerzeugenden Elemente 37 müssen die
Einzelelektroden 38 und die piezoelektrischen Elemente 33 genau übereinander
positioniert werden.
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Da
zur Musterbildung Nassätzen
angewandt wird, wird das Ätzen
isotropisch ausgeführt,
so dass sich um die piezoelektrischen Elemente 33 herum außerdem schräge keilförmige Teile
bilden. Diese keilförmigen
Teile umgeben die piezoelektrischen Elemente 33, die die
Einzelelektroden 38 (oberen Elektroden) und die Membran 34 (untere
Elektrode) berühren,
um eine Verdrängung
zu bewirken, und werden zu nicht verdrängenden Teilen, an die keine Spannung
angelegt wird. Dadurch wird die Bewegung der piezoelektrischen Elemente 33 eingeschränkt.
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Die
Erfinder stellten fest, dass durch Musterbildung mittels Ionenfräsen an den
beiden oben beschriebenen Musterbildungsvorgängen, der Positionierung der
Einzelelektroden 38 und der piezoelektrischen Elemente 33 sowie
den die piezoelektrischen Elemente 33 umgebenden keilförmigen Teile
Verbesserungen vorgenommen werden können.
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Ionenfräsen weist
eine hohe Ätzanisotropie auf,
so dass die Elektrodenschicht 31 und die piezoelektrische
Schicht 32 gleichzeitig bearbeitet werden können. Daher
werden die Elektrodenschicht 31 und die piezoelektrische
Schicht 32 nacheinander auf dem Substrat 40 gebildet
und danach diese überliegenden
Schichten 31, 32 durch Ionenfräsen gleichzeitig geätzt. Dadurch
können
die energieerzeugenden Elemente 37, die sich aus den Einzelelektroden 38 und
den piezoelektrischen Elementen 33 zusammensetzen, in einem
einzigen Musterbildungsvorgang gebildet werden und Positionierungsfehler
beseitigt werden. Somit lassen sich die energieerzeugenden Elemente 37 mit
hoher Genauigkeit erzeugen.
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Bei
der Anwendung des Ionenfräsens
lagert sich jedoch feiner Staub, der von der Elektrodenschicht 31,
der piezoelektrischen Schicht 32 und dem Substrat 40,
falls auch an diesem Ionenfräsen
vorgenommen wird, weggeätzt
wurde, ab und wird hart, so dass wandförmige Ablagerungen (im Folgenden
als Zäune
bezeichnet) entstehen.
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5 zeigt
die typischen Zäune
F, die sich um die energieerzeugenden Elemente 37 herum
bilden. Bei der Bearbeitung durch Ionenfräsen wird auf Schichtabschnitte,
die geschützt
werden sollen, ein Resist R angebracht, so dass unerwünschte Abschnitte,
wenn auf diese mit hoher Geschwindigkeit ein Argongas aufprallt,
entfernt werden. Die dadurch erhaltenen und unterteilten Abschnitte
werden später zu
einem energieerzeugenden Teil, der bewirkt, dass aus dem Tintenstrahldruckkopf
Tinte herausgesprüht wird.
Wie oben beschrieben, sind diese Abschnitt Laminate aus den Einzelelektroden 38 und
piezoelektrischen Elementen 33, die in dieser Schrift als
energieerzeugende Elemente 37 bezeichnet werden.
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Wenn
das Ionenfräsen
ausgeführt
wird, wobei auf dem auf dem Substrat 40 gebildeten Laminat aus
Elektrodenschicht 31 und piezoelektrischer Schicht 32 das
erforderliche Resist R angebracht ist, wird die Mischung aus feinem
Staub, der von der Elektrodenschicht 31, der piezoelektrischen
Schicht 32 und dem Substrat 40 weggeätzt wird,
hart und bildet die Zäune
F. Wie in 5 gezeigt, entstehen die Zäune hauptsächlich an
den Stirnseiten, wo sie haften bleiben.
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5 zeigt
den Zustand der Zäune
F nach dem Ionenfräsen
und der Enfernung des Resist R. Das Resist R befindet sich unmittelbar
nach dem Ionenfräsen
auf der Oberseite der geschützten
Abschnitte. Bei vorhandenem Resist R, das durch eine gestrichelte
Linie wiedergegeben ist, bietet auch dieses Haftflächen für die Zäune F, so
dass diese schließlich überstehen.
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Beim
Ionenfräsen
folgen, wie in 3 beschrieben, ein
Reihe weiterer Vorgänge,
wie z. B. die Bildung der Polyimidschicht 41 als Isolierschicht
und der Membran 34, um den Tintenstrahldruckkopf fertig zu
stellen. Zur Bildung der Polyimidschicht 41 und der Membran 34 ist
insbesondere Glätte
erforderlich.
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Daher
sollten die Zäune
F so weit wie möglich
entfernt werden. Verfahren zur Entfernung einer Fremdsubstanz umfassen
chemisch-mechanisches Polieren, Nassätzen und ein Verfahren, bei
dem die Zäune
F physikalisch entfernt werden, indem sie mit einem Gas oder einer
Flüssigkeit
besprüht
werden und auf sie eine Kraft ausgeübt wird.
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Von
diesen entfernen das chemisch-mechanisches Polieren und das Nassätzen die
Zäune F
relativ sauber, erfordern aber viel Zeit, was zu höheren Herstellungskosten
führt.
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Das
physikalische Verfahren, bei dem mit hohem Druck ein Gas oder eine
Flüssigkeit
auf die Zäune
F gesprüht
wird, so dass diese abgebrochen und weggewaschen werden, kann dagegen
in kurzer Zeit mit einfacher Ausrüstung und unter geringen Kosten ausgeführt werden.
Wie in 5 gezeigt, haften die Zäune F jedoch auch an den energieerzeugenden Elementen 37.
Durch das Wegbrechen der Zäune
F werden daher auch die energieerzeugenden Elementen 37 beschädigt.
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Im
Folgenden wird die vorliegende Erfindung beschrieben, bei der die
oben beschriebenen Aspekte verbessert sind.
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Es
folgt eine Beschreibung von Ausführungen,
bei denen als Staubaufnahmeabschnitte winzige inselähnliche
Elemente gebildet sind, die verhindern, dass sich an den energieerzeugenden
Elementen, die als obere Elektroden und Spannungskörper dienende
Einzelelektroden ausgebildet sind, die Zäune F bilden.
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Die
inselähnlichen
Elemente sind in einem Abstand von 300 μm von den Enden der energieerzeugenden
Elemente angeordnet. Durch die inselähnlichen Elemente bilden sich
die Zäune
F nicht an den energieerzeugenden Elementen, sondern an den inselähnlichen
Elementen. Falls als Ergebnis des Ionenfräsens, bei dem die energieerzeugenden Elemente
gebildet werden, ein Raum, der einen Abstand von mehr als 300 μm von den
Enden umfasst, um diese herum gebildet wird, werden die inselähnlichen
Elemente gebildet. Die inselähnlichen
Elemente können
dadurch gebildet werden, dass die Form des Resistmusters während der
Bildung der energieerzeugenden Elemente geringfügig verändert wird. Die auf diese Weise
gebildeten inselähnlichen
Elemente (im Folgenden einfach als Inselelemente bezeichnet) gehören zum
gleichen Laminat wie die energieerzeugenden Elemente.
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Im
Folgenden wird auf Grundlage von 6 eine
Anordnung von Inselelementen beschrieben, die verhindert, dass sich
an den energieerzeugenden Elementen die Zäune F bilden.
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6 zeigt in schematischer Darstellung Anordnungen
von Inselelementen 70 in Bezug auf energieerzeugende Elemente 67 eines
Tintenstrahldruckkopfs. 6(A) zeigt
den Fall, in dem für
ein rechteckiges energieerzeugendes Element 67A ein rechteckiges
Inselelement 70A vorgesehen ist. Hier ist der Abstand L1
zwischen dem Ende des energieerzeugenden Elements 67A und
dem Inselelement 70A mit 300 μm oder weniger vorgegeben. Die
Breite B des Inselelements 70A beträgt vorzugsweise mindestens so
viel wie die Breite b des energieerzeugenden Elements 67A.
Dies hat als Grund, dass sich am Ende des energieerzeugenden Elements 67A ein
Zaun bilden kann, wenn die Breite B des Inselelements 70A weniger
beträgt
als die Breite b des energieerzeugenden Elements 67A.
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Als
Ergebnis intensiver Studien der Erfinder der vorliegenden Erfindung
zeigte sich, dass beim Ätzen
des Laminats aus einer Elektrodenschicht und einer piezoelektrischen
Schicht mittels Ionenfräsen
am unterteilten und geformten energieerzeugenden Element ein Zaun
entsteht, wenn ein Raum, der einen Abstand von mehr als 300 μm vom Ende
X des energieerzeugenden Elements 67A umfasst, gebildet wird.
Ferner hat sich eine bestimmte Gesetzmäßigkeit herausgestellt, und
zwar, dass, wenn am Rand des energieerzeugenden Elements ein Raum
vorhanden ist, der einen Abstand von mehr als 300 μm umfasst,
der Zaun F sich nicht am Ende X1 des energieerzeugenden Elements 67A sondern
am Ende Y1 des Inselelements 70A bildet, wenn das Inselelement 70A vorhanden
ist und somit die Bedingungen zur Erzeugung eines Zauns nicht erfüllt sind,
d. h. wenn das Inselelement 70A an einer Position innerhalb
von 300 μm
vom Ende X des energieerzeugenden Elements 67A entfernt
angeordnet ist.
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6(B) zeigt den Fall, in dem für ein rechteckiges energieerzeugendes
Element 67B, dessen Ecken abgerundet sind, ein rechteckiges
Inselelement 70B vorgesehen ist. Hier ist der Abstand L2 zwischen
den Seiten des Endes X2 des energieerzeugenden Elements 67B und
dem Inselelement 70B um den Betrag größer, um den die Ecken des energieerzeugenden
Elements 67B abgerundet sind. Wenn in diesem Fall das Inselelement 70B so
angeordnet wird, dass L2 300 μm
nicht überschreitet,
bildet sich der Zaun F, wie im Fall von 6(A),
am Ende Y2.
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6(C) zeigt den Fall, in dem für ein rechteckiges energieerzeugendes
Element 67C, dessen Ecken abgerundet sind, ein Inselelement 70C vorgesehen
ist, in dem entsprechend der Abrundung ein Bogen gebildet ist. Hier
ist die dem energieerzeugenden Element 67C zugewandte Seite
des Inselelements 70C wie ein Bogen geformt, so dass der
Abstand L3 zwischen dem Ende X3 des energieerzeugenden Elements 67C und
dem Inselelement 70C im Wesentlichen überall gleich groß ist. Auch
in diesem Fall bildet sich der Zaun F, wie im Fall von 6(A), am Ende Y3, wenn das Inselelement 70C so
angeordnet wird, dass L3 300 μm
nicht überschreitet.
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Zur
Verhinderung einer Rissbildung in einer weiter unten beschriebenen
und auf dem energieerzeugenden Element 67 gebildeten Membran
ist es zweckmäßig die
Ecken des energieerzeugenden Elements 67 abzurunden.
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6(D) zeigt den Fall, in dem für ein im Wesentlichen rechteckiges
energieerzeugendes Element 67D, dessen Ecken leicht abgerundet
sind, ein rechteckiges Inselelement 70D vorgesehen ist.
Wenn die Abrundung auf diese Weise erfolgt, muss die Vergrößerung des
Abstands an den Seiten nicht berücksichtigt
werden.
-
Im
Folgenden werden etwas speziellere Anordnungen von energieerzeugenden
Elementen und Inselelementen in einem Tintenstrahldruckkopf beschrieben.
-
7 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung der energieerzeugenden
Elemente 67 eines Tintenstrahldruckkopfs 60 gemäß einer
ersten Ausführung.
Bei der ersten Ausführung
sind, wie im Zusammenhang mit 6 beschrieben,
Inselelemente 71 und 72 vorgesehen, um am Rand
der energieerzeugenden Elemente 67, wo sich Zäune F bilden
können,
die Bildung der Zäune
F zu verhindern.
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In 7 sind
die energieerzeugenden Elemente 67 (vier davon sind gezeigt)
zickzackförmig angeordnet,
so dass mehrere Tintenstrahldruckköpfe angeordnet sind. Jedes
der energieerzeugenden Elemente 67 ist in einem Stück mit einem
kurzem Verbindungsabschnitt 45A oder einem langen Verbindungsabschnitt 45B gebildet.
Am linken Ende jedes Verbindungsabschnitts ist an gleicher Position ein
Stromanchluss 47 gebildet, wodurch der Anschluss an in
der Zeichnung nicht gezeigte Anschlussleitungen erleichtert wird.
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In 7 weist
jedes energieerzeugende Element 67 eine Länge LA von
etwa 700 μm,
jeder kurze Verbindungsabschnitt 45A eine Länge von
etwa 300 μm
und jeder lange Verbindungsabschnitt 45B eine Länge von
etwa 1000 μm
auf. Wenn das in 7 gezeigte Resistmuster gebildet
und durch Ionenfräsen geätzt wird,
entstehen die Zäune
F an den mit Pfeilen angegebenen Stellen der energieerzeugenden
Elemente 67.
-
Bei
der ersten Ausführung
bilden sich jedoch die Zäune
F an den Inselelementen 71 und 72 an Positionen,
die durch die Buchstaben F bezeichnet sind, da in der Mitte die
Inselelemente 71 und am Ende die Inselelemente 72 angeordnet
sind. D. h. die Bildung von an den energieerzeugenden Elementen 67 haftenden
Zäunen
F wird dadurch verhindert, dass am Rand der energieerzeugenden Elemente 67,
wo sich Zäune
F bilden können,
die Inselelemente vorgesehen sind. Die Grundlage, auf der die Inselelemente angeordnet
werden, ist im Zusammenhang mit 6 beschrieben.
-
In 7 bilden
sich die Zäune
F an jeder Stelle, an der ein durch Ionenfräsen geätzter und eine Länge von
300 μm überschreitender
vorhandener Raum vorhanden ist. Hier sind jedoch die Positionen,
an denen sich an den energieerzeugenden Elementen 67 die
Zäune F
bilden, und die Positionen, an denen sich stattdessen an den Inselelementen
die Zäune
F bilden, gezeigt.
-
Jeder
kurze Verbindungsabschnitt 45A ist etwa 300 μm lang, und
wenn er größer als
300 μm ist, bilden
sich die Zäune
F an den mit den Pfeilen A bezeichneten Stellen. Wenn dagegen die
Länge des kurzen
Verbindungsabschnitts 45A 300 μm oder weniger beträgt, wird
die Bildung von Zäunen
F auch ohne Inselelemente verhindert. Falls konstruktive Vorgaben
für einen
Tintenstrahldruckkopf kurze Verbindungsabschnitte 45A erfordern,
die länger
als 300 μm
sind, dann sollten an deren Rand weitere Inselelemente angeordnet
werden.
-
Jeder
lange Verbindungsabschnitt 45B weist Einbuchtungen 45Ba auf,
die dessen Breite verringern und die Inselelemente 71 aufnehmen.
Dies dient dazu zu verhindern, dass die Zäune F an den energieerzeugenden
Elementen 67 haften, da die Zäune F an den energieerzeugenden
Elementen 67 haften, wenn zwischen den langen Verbindungsabschnitten 45B und
den Inselelementen 71 ein Spalt vorhanden ist.
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8 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente 87 eines
Tintenstrahldruckkopfs 80 gemäß einer zweiten Ausführung der
vorliegenden Erfindung. Bei der zweiten Ausführung ist in Anbetracht der
Tatsache, dass ein Abstand von mehr als 300 μm Voraussetzung für die Entstehung
von Zäunen
F ist, der durch Ionenfräsen
geätzte
Bereich auf das Minimum eingeschränkt, das zur separaten Bildung
der energieerzeugenden Elemente 87 erforderlich ist.
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In 8 sind
Rillen 81 von etwa 10 μm
Breite durch Ionenfräsen
auf dem Laminat aus Elektrodenschicht und piezoelektrischer Schicht
ringförmig
gebildet, und die energieerzeugenden Elemente 87 befinden
sich innerhalb der Rillen 81. Wenn im Fall von 8 jedes
der energieerzeugenden Elemente 87 etwa 700 μm lang ist,
bilden sich die Zäune
F nur in geringem Maß an
den mit den Pfeilen F angegebenen Stellen der Ränder. An den energieerzeugenden Elementen 87 selbst
haften keine Zäune
F. In den energieerzeugenden Elementen 87 sind Stromanschlüsse 83 vorgesehen,
die mit in der Zeichnung nicht gezeigten Elektroden verbunden sind.
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9 zeigt
in schematischer Darstellung eine Anordnung energieerzeugender Elemente 97 eines
Tintenstrahldruckkopfs 90 gemäß einer dritten Ausführung. Bei
der dritten Ausführung
wurde die Zickzackanordnung der energieerzeugenden Elemente 67 der
ersten Ausführung übernommen,
wobei durch Ionenfräsen
Rillen 91 gebildet wurden.
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Jedes
der energieerzeugenden Elemente 97 ist in einem Stück mit einem
kurzem Verbindungsabschnitt 55A oder einem langen Verbindungsabschnitt 55B gebildet.
Am linken Ende jedes Verbindungsabschnitts ist an gleicher Position
ein Stromanschluss 57 gebildet, wodurch der Anschluss an
in der Zeichnung nicht gezeigte Anschlussleitungen erleichtert wird.
Die energieerzeugenden Elemente 97, die kurzen Verbindungsabschnitte 55A und
die langen Verbindungsabschnitte 55B sind aufgrund der
durch Ionenfräsen
geätzten
Rillen 91 wie Inseln geformt.
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In 9 weist
jedes energieerzeugende Element 97 eine Länge LA von
etwa 700 μm,
jeder kurze Verbindungsabschnitt 55A eine Länge von
etwa 300 μm
und jeder lange Verbindungsabschnitt 55B eine Länge von
etwa 1000 μm
auf. Wenn das in 9 gezeigte Muster durch Ionenfräsen gebildet
wird, entstehen die Zäune
F nur in geringem Maß an
den mit den Pfeilen F angegebenen Stellen. An den energieerzeugenden
Elementen 97 selbst haften keine Zäune F.
-
Die
Zäune F
könnten
sich an den durch Pfeile angegebenen Stellen bilden, an denen die
energieerzeugenden Elemente 97 mit den langen Verbindungsabschnitten 55B verbunden
sind. Bei der dritten Ausführung
wird jedoch durch Einbuchtungen 95, die durch Krümmen von
Abschnitten der ringförmigen
Rillen 91 gebildet sind und die gleiche Funktion wie die oben
beschriebenen Inselelemente haben, verhindert, dass an den energieerzeugenden
Elementen 97 Zäune
F haften.
-
Im
Folgenden wird auf Grundlage von 10 bis 13 eine vierte, fünfte, sechste und siebte Ausführung der
vorliegenden Erfindung beschrieben. Die in diesen Ausführungen
gezeigten Tintenstrahldruckköpfe
umfassen einen zusätzlichen Rahmenkörper zur
Verstärkung
einer Membran und sind so konstruiert, dass sich die Zäune F am
zusätzlichen
Rahmenkörper
bilden. D. h. der zusätzliche Rahmenkörper dient
nicht nur der Unterstützung
der Membran des Tintenstrahldruckkopfs, sondern fungiert auch als
Inselelement, an dem sich die oben beschriebenen Zäune F bilden.
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Die
oben beschriebene erste, zweite und dritte Ausführung zeigen eine Anordnung
von energieerzeugenden Elementen in einem einzigen Tintenstrahldruckkopf,
während
die folgenden Ausführungen
den Fall zeigen, in dem mehrere Köpfe gleichzeitig hergestellt
werden. Wenn zur Bildung von energieerzeugenden Elementen Ionenfräsen angewandt
wird, kann ein großer
Bereich bearbeitet werden.
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10 zeigt in schematischer Darstellung eine
Anordnung energieerzeugender Elemente 107 eines Tintenstrahldruckkopfs 100 gemäß einer
vierten Ausführung
der vorliegenden Erfindung. 10(A) zeigt
eine Draufsicht und 10(B) eine Schnittansicht
des Tintenstrahldruckkopfs 100. Die strichpunktierten Linien
geben die Positionen an, an denen nach Beendigung der Herstellung
die einzelnen Köpfe
abgeschnitten werden.
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Bei
dieser Ausführung
werden 300 μm überschreitende
Abstände,
die die Bedingung für
die Bildung von Zäunen
F am Rand der energieerzeugenden Elemente 107 sind, so
weit wie möglich
verringert. Wo die Bildung von Zäunen
F aus Konstruktionsgründen
unvermeidbar ist, wird bewirkt, dass sich die Zäune F am zusätzlichen
Rahmenkörper 103 bilden.
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10 zeigt zwei der Tintenstrahldruckköpfe 100.
Jeder der Tintenstrahldruckköpfe 100 umfasst die
parallel angeordneten energieerzeugenden Elemente 107 und
den C-förmigen
zusätzlichen
Rahmenkörper 103,
der die energieerzeugenden Elemente 107 umgibt.
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In 10 beträgt der Abstand zwischen benachbarten
energieerzeugenden Elementen 107 sowie der Abstand zwischen
den energieerzeugenden Elementen 107 und dem sie umgebenden
zusätzlichen
Rahmenkörper 103 300 μm oder weniger.
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Der
zusätzliche
Rahmenkörper 103 ist
so angeordnet, dass sich seine Rückseite
in einem Abstand von weniger als 300 μm vom vorderen Ende des benachbarten
Tintenstrahldruckkopfs 100 befindet, wodurch die Bildung
der Zäune
F so weit wie möglich
eingeschränkt
wird.
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Wenn
jedoch die Konstruktion erfordert, dass die Länge LA der energieerzeugenden
Elemente 107 etwa 700 μm
beträgt,
dann befindet sich zwischen den energieerzeugenden Elementen 107 ein
Raum, der 300 μm überschreitet.
Daher besteht die Möglichkeit,
dass die Zäune
F entstehen.
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Somit
werden bei der vierten Ausführung
die Zäune
F am zusätzlichen
Rahmenkörper 103 gebildet,
wie durch die Pfeile F angegeben. Dadurch wird an den energieerzeugenden
Elementen 107 die Bildung von Zäunen F verhindert.
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11 zeigt in schematischer Darstellung eine
Anordnung energieerzeugender Elemente 117 eines Tintenstrahldruckkopfs 110 gemäß einer
fünften
Ausführung
der vorliegenden Erfindung. 11(A) zeigt
eine Draufsicht und 11(B) eine Schnittansicht
des Tintenstrahldruckkopfs 110. Die strichpunktierten Linien
geben die Positionen an, an denen nach Beendigung der Herstellung
die einzelnen Köpfe
abgeschnitten werden.
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Die
fünfte
Ausführung
unterscheidet sich insofern von der vierten Ausführung, als ein I-förmiger zusätzlicher Rahmenkörper 113 vorgesehen
ist, in dem eine höhere
Anzahl energieerzeugender Elemente 117 untergebracht werden
kann. Bei dieser Ausführung
sind die energieerzeugenden Elemente 117 eines Tintenstrahldruckkopfs 110 so
angeordnet, dass sie denjenigen eines benachbarten Tintenstrahldruckkopfs 110 gegenüberliegen.
Der Abstand zwischen den Gruppen gegenüberliegender energieerzeugender
Elemente 117 beträgt
300 μm oder
weniger. Bei jedem der Tintenstrahldruckköpfe 110 ist die linke
Reihe energieerzeugender Elemente 117 gegen die rechte
Reihe energieerzeugender Elemente 117 um die Breite eines
energieerzeugenden Elements 117 versetzt, um die Positionen
der Tintendüsen
gegeneinander zu versetzen. Daher werden die benachbarten Tintenstrahldruckköpfe 110 nacheinander
in Querrichtung gebildet, wobei sie vertikal geringfügig gegeneinander
versetzt sind.
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Wie
bei der vierten Ausführung
bilden sich bei der fünften
Ausführung
die Zäune
am zusätzlichen
Rahmenkörper 113.
Dadurch wird an den energieerzeugenden Elementen 117 die
Bildung von Zäunen
F verhindert.
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12 zeigt in schematischer Darstellung eine
Anordnung energieerzeugender Elemente 127 eines Tintenstrahldruckkopfs 120 gemäß einer sechsten
Ausführung
der vorliegenden Erfindung. 12(A) zeigt
eine Draufsicht und 12(B) eine Schnittansicht
des Tintenstrahldruckkopfs 120. Die strichpunktierten Linien
geben die Positionen an, an denen nach Beendigung der Herstellung
die einzelnen Köpfe
abgeschnitten werden.
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Die
sechste Ausführung
unterscheidet sich insofern von der fünften Ausführung, als die benachbarten
Tintenstrahldruckköpfe 120 gegeneinander um
180° gedreht
sind. Durch diese Anordnung können
die benachbarten Tintenstrahldruckköpfe 120 nacheinander
gebildet werden, ohne vertikal gegeneinander versetzt zu sein.
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Bei
dieser Ausführung
sind die benachbarten Tintenstrahldruckköpfe 120 ebenfalls
so angeordnet, dass ihre energieerzeugenden Elemente 127 einander
gegenüberliegen.
Der Abstand zwischen jeder Gruppe gegenüberliegender Elemente beträgt 300 μm oder weniger.
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Bei
der sechsten Ausführung
bilden sich die Zäune
ebenfalls am zusätzlichen
Rahmenkörper 123.
Dadurch wird verhindert, dass sich an den energieerzeugenden Elementen 127 Zäune F bilden.
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13 zeigt in schematischer Darstellung eine
Anordnung energieerzeugender Elemente 137 eines Tintenstrahldruckkopfs 130 gemäß einer
siebten Ausführung. 13(A) zeigt eine Draufsicht und 13(B) eine Schnittansicht des Tintenstrahldruckkopfs 130.
Die strichpunktierten Linien geben die Positionen an, an denen nach
Beendigung der Herstellung die einzelnen Köpfe abgeschnitten werden.
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Die
siebte Ausführung
unterscheidet sich von der sechsten Ausführung dadurch, dass die benachbarten
Tintenstrahldruckköpfe 130 beiderseits einer
Schnittlinie 131 symmetrisch angeordnet sind. Diese Anordnung
ermöglicht
ebenfalls, dass wie bei der sechsten Ausführung die benachbarten Tintenstrahldruckköpfe 130 nacheinander
gebildet werden.
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Bei
dieser Ausführung
sind die benachbarten Tintenstrahldruckköpfe 130 ebenfalls
so angeordnet, dass ihre energieerzeugenden Elemente 137 einander
gegenüberliegen.
Der Abstand zwischen jeder Gruppe gegenüberliegender Elemente beträgt 300 μm oder weniger.
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Bei
der siebten Ausführung
bilden sich die Zäune
ebenfalls am zusätzlichen
Rahmenkörper 133.
Dadurch wird an den energieerzeugenden Elementen 137 die
Bildung von Zäunen
F verhindert.
-
Die
Beschreibung der Tintenstrahldruckköpfe der obigen Ausführungen
erfolgte speziell in Bezug auf ihre Anordnungen (Muster) zur Verhinderung
der Bildung von Zäunen
F an den energieerzeugenden Elementen. Bei den Tintenstrahldruckköpfen der
obigen Ausführungen
wird bewirkt, dass sich die Zäune F
an den Inselelementen, den Rillen oder zusätzlichen Rahmenkörpern bilden,
so dass die Zäune
F durch Besprühen
mit einem unter hohem Druck stehenden Gas oder einer solchen Flüssigkeit
abgebrochen und weggewaschen werden können, was daher in kurzer Zeit
mit einfacher Ausrüstung
und unter geringen Kosten ausgeführt
werden kann.
-
Im
Folgenden wird als achte Ausführung
der Aufbau eines Tintenstrahldruckkopfs 200 sowie ein Verfahren
zu dessen Herstellung beschrieben.
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14 zeigt
in groben Umrissen eine perspektivische Ansicht des Tintenstrahldruckkopfs 200 der
achten Ausführung.
Bei jedem der darin gebildeten energieerzeugenden Elemente 232 handelt
es sich um das in 6(A) gezeigte Rechteck.
-
Der
Tintenstrahldruckkopf 200 setzt sich hauptsächlich aus
einem Substrat 220, einer Membran 223, einem Hauptkörper 242,
einer Düsenplatte 230 und
den energieerzeugenden Elementen 232 zusammen.
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Wie
weiter unten beschrieben, ist der Hauptkörper 242 aus Trockenschichten
aufgebaut und umfasst mehrere Druckkammern 229 (Tintenkammern) und
einen als Tintenzuführkanal
dienenden Tintenkanal 233. In der Zeichnung ist über den
Druckkammern 229 ein offener Abschnitt gebildet, und auf
den Unterseiten der Druckkammern 229 sind Tintenführungskanäle 241 gebildet.
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Die
Düsenplatte 230 befindet
sich auf der Unterseite des Hauptkörpers 242 und die
Membran 223 auf der Oberseite des Hauptkörpers 242.
Die Düsenplatte 230 ist
beispielsweise aus rostfreiem Stahl gebildet und weist Düsen 231 auf,
die den Tintenführungskanälen 241 gegenüberliegen.
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Die
Membran 223 ist aus einem biegsamen dünnen Material, z. B. Chrom
(Cr), und das Substrat 220 und die energieerzeugenden Elemente 232 sind auf
diesem angebracht. Das Substrat 220 ist z. B. aus Magnesiumoxid
(MgO), und im mittleren Bereich des Substrats 220 ist eine Öffnung 224 gebildet.
Die energieerzeugenden Elemente 232 sind auf der Membran 223 gebildet
und liegen an der Öffnung 224 frei.
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Bei
den energieerzeugenden Elemente 232 handelt es sich um
Laminate aus Einzelelektroden 226 und piezoelektrischen
Elementen 227, die auf der Membran 223 (die außerdem als
untere gemeinsame Elektrode fungiert) gebildet sind. Die energieerzeugenden
Elemente 232 befinden sich an Positionen, die den Positionen,
an denen im Hauptkörper 242 die
Druckkammern 229 gebildet sind, entsprechen.
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Die
Einzelelektroden 226 sind z. B. aus Platin (Pt) und sind
auf den Oberseiten der piezoelektrischen Elemente 227 gebildet.
Bei den piezoelektrischen Elementen 227 handelt es sich
um Kristalle, die bei Anlegen von Spannungen einen Spannungseffekt
erzeugen, wobei hierfür
z. B. PZT (Bleizirkonattitanat) verwendet werden kann. Bei dieser Ausführung befinden
sich die piezoelektrischen Elemente 227 an den Positionen,
an denen die Druckkammern 229 gebildet sind.
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Wenn
bei dem Tintenstrahldruckkopf 200 mit dem oben beschriebenen
Aufbau zwischen der Membran 223, die auch als gemeinsame
Elektrode fungiert, und den Einzelelektroden 226 Spannungen angelegt
werden, erzeugen die piezoelektrischen Elemente 227 aufgrund
des piezoelektrischen Effekts Verformungen. Bei der Erzeugung von
Verformungen in den piezoelektrischen Elementen 227 wird
auch die Membran 223 entsprechend verformt.
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Die
in den piezoelektrischen Elementen 227 erzeugten Verformungen
bewirken, dass sich die Membran 223 so wie in der Zeichnung
mit gestrichelten Linien angegeben durchbiegt. D. h. die Membran 223 ist
so aufgebaut, dass sie beim Durchbiegen in die Druckkammern 229 eindringt.
Die sich in den Druckkammern 229 befindende Tinte wird
somit durch das von den Verformungen der piezoelektrischen Elemente 227 bewirkte
Durchbiegen der Membran 223 unter Druck gesetzt, so dass
sie über
die Tintenführungskanäle 241 und
die Düsen 231 ausgestoßen wird.
Dadurch erfolgt das Drucken auf einem Aufzeichnungsmedium, wie z.
B. einem Blatt Papier.
-
Bei
dem oben beschriebenen Aufbau werden die Membran 223 und
die energieerzeugenden Elemente 232 (die Einzelelektroden 226 und
piezoelektrischen Elemente 227) des Tintenstrahldruckkopfs 200 dieser
Ausführung
unter Anwendung einer Dünnschicht-Abscheidungstechnik
gebildet. Insbesondere werden die energieerzeugenden Elemente dadurch
gebildet, dass die Elektrodenschicht und piezoelektrische Schicht
gleichzeitig durch Ionenfräsen geätzt werden.
-
Im
Folgenden wird unter Bezugnahme auf 15 ein
Verfahren zur Herstellung des oben beschriebenen Tintenstrahldruckkopfs 200 beschrieben.
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Zur
Herstellung des Tintenstrahldruckkopfs 200 wird zuerst
das Substrat 220 vorbereitet, wie in 15(A) gezeigt. Bei dieser Ausführung wird als Substrat 220 ein
etwa 0,3 mm dicker Einkristall aus Magnesiumoxid (MgO) verwendet.
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Auf
dem Substrat 220 werden unter Anwendung der Dünnschicht-Abscheidungstechnik
des Besputterns nacheinander eine etwa 0,1 μm dicke Elektrodenschicht 221 und
eine etwa 2 bis 3 μm
dicke piezoelektrische Schicht 222 gebildet. Insbesondere wird
zuerst auf dem Substrat 220 die Elektrodenschicht 221 gebildet,
wie in 15(B) gezeigt, und dann auf
der Elektrodenschicht 221 die piezoelektrische Schicht 222 gebildet,
wie in 15(C) gezeigt. Bei dieser Ausführung wird
für die
Elektrodenschicht Platin (Pt) und für die piezoelektrische Schicht
PZT (Bleizirkonattitanat) verwendet.
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Als
nächstes
wird durch Ionenfräsen
das Ätzen
ausgeführt,
so dass an den Positionen, die sich mit den Druckkammern decken,
Laminate aus Elektrodenschicht 221 und piezoelektrischer
Schicht 222 entstehen. Ein hierfür verwendetes Fräsmuster
wird durch ein Trockenschichtresist gebildet. In Anbetracht der
Tatsache, dass die Zäune
F durch Ionenfräsen
entstehen, handelt es sich bei dem Fräsmuster um ein Trockenschichtresistmuster
mit Inselelementen, an denen sich die Zäune F bilden sollen.
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15(D) zeigt, wie das Trockenschichtresistmuster
gebildet wird. Bei dieser Ausführung
werden Stellen 257, an denen die energieerzeugenden Elementen 232 gebildet
werden, Stellen 258, an denen Inselelemente 238 gebildet
werden und eine Stelle 259, an der ein zusätzlicher
Rahmenkörper 239 gebildet
wird, als zu erhaltende Teile durch ein Trockenschichtresist 250 geschützt. Als
Trockenschichtresist 250 wurde zur Bildung des Musters
bei dieser Ausführung
FI215 (ein 15 μm
dickes Alkali-Resist, ein Produkt der TOKYO OHKA KOGYO CO., LTD.)
verwendet, das bei 2,5 Kgf/cm mit 1 m/s bei 115°C laminiert, mit einer Glasmaske
mit 120 mJ belichtet, zehn Minuten lang bei 60 °C vorgewärmt, auf Raumtemperatur abgekühlt und
mit einer Na2CO3-Lösung (1
Gew.%) entwickelt wurde.
-
Dann
wurde das Substrat 220 unter Verwendung eines Schmierfetts
mit guter Wärmeleitfähigkeit an
einer Halterung aus Kupfer befestigt, und es wurde ausschließlich mit
Argongas (Ar) bei etwa 700 V und einem Emissionswinkel von etwa
15° das
Ionenfräsen
durchgeführt.
-
Dies
ergab den in 15(E) gezeigten Zustand. Der
Winkel der gefrästen
Teile zur Laminationsfläche
betrugt in Tiefenrichtung mehr als 85°. Wie in 15(E) gezeigt,
bildeten sich die Zäune
F unter den Stellen 258 an den Vorderseiten der Inselelemente 238 (diese
Seiten sind von den energieerzeugenden Elementen abgewandt) sowie
in den Bereichen der Innenwand des zusätzlichen Rahmenkörpers 239,
in denen sich keine energieerzeugenden Elemente 232 befanden.
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Wenn
das Trockenschichtresist beim Zustand von 15(E) entfernt
wird, ragen Zäune
F über
die Inselelemente 238 und den zusätzlichen Rahmenkörper 239 hinaus
(siehe 5). Diese Zäune
F wurden abgebrochen und weggewaschen, indem sie mit unter hohem
Druck stehendem Wasser besprüht
wurden. 15(F) zeigt den Zustand nach Entfernung
der Zäune
F.
-
Durch
das Abbrechen und Wegwaschen der Zäune F können die Inselelemente 238 und
der zusätzliche
Rahmenkörper 239 beschädigt werden.
Die Inselelemente 238 sind jedoch für den Tintenstrahldruckkopf
nicht erforderlich. Daher stellt dies kein Problem dar. Wenn der
zusätzliche
Rahmenkörper 239 Risse
bekommt oder anderweitig beschädigt wird,
so stellt dies ebenfalls kein Problem dar, da der zusätzliche
Rahmenkörper
ein Verstärkungselement für die Membran 223 ist.
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Danach
wird, wie in 15(G) gezeigt, eine nivellierte
Isolierschicht 252 gebildet, so dass die Membran 223 plan
wird und die ionengefrästen
Teile isoliert sind.
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Dann
wird, wie in 15(H) gezeigt, durch Besputtern
die Membran 223 gebildet, wodurch das Laminat aus Membran 223 und
energieerzeugenden Elementen 232, das dem Tintenausstoß dient,
gebildet wird. Für
die Membran 223 kann als Material Ni-Cr oder Cr verwendet
werden.
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Wenn
die Bildung der Schichten 221 bis 223 unter Anwendung
der Dünnschicht-Abscheidungstechnik
einschließlich
des Ionenfräsens
beendet ist, werden an Positionen, die sich mit den energieerzeugenden
Elementen 232 decken, Druckkammeröffnungen gebildet, wie in 15(I) gezeigt. Bei dieser Ausführung wurden die Druckkammeröffnungen
unter Verwendung eines Trockenschichtresist vom Lösungsmitteltyp
gebildet. Das verwendete Trockenschichtresist ist ein Produkt der
Serie PR-100 (von TOKYO OHKA KOGYO CO., LTD.) und wurde bei 2,5 Kgf/cm
mit 1 m/s bei 35°C
laminiert, unter Verwendung einer Glasmaske und Ausrichtungsmarkierungen
im Muster der piezoelektrischen Schicht 222 (und der Elektrodenschicht 221)
während
des Ionenfräsens
ausgerichtet und mit 120 mJ belichtet, zehn Minuten lang bei 60 °C vorgewärmt, auf
Raumtemperatur abgekühlt
und mit C-3- und F-5-Lösungen
(von TOKYO OHKA KOGYO CO., LTD.) entwickelt, wodurch das Muster
entstand.
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Ein
Hauptkörperteil 242b mit
den Druckkammern 229 und der Düsenplatte 230 wird
dagegen mit einem anderen Verfahren gebildet. Das die Druckkammern 229 aufweisende
Hauptkörperteil 242b wird
dadurch gebildet, dass mehrmals nacheinander, so oft wie erforderlich,
die Laminierung, Belichtung und Entwicklung einer Trockenschicht
(eines Trockenschichtresist vom Lösungsmitteltyp, ein Produkt der
PR-Serie von TOKYO OHKA KOGYO CO., LTD.) auf der Düsenplatte 230 (die
in der Zeichnung nicht gezeigte Ausrichtungsmarkierungen aufweist)
vorgenommen wird.
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Zur
Bildung des Hauptkörperteils 242b wird folgendes
Verfahren angewandt. Das Muster der Führungskanäle 41 (60 μm im Durchmesser
und 60 μm
in der Tiefe), die Tinte von der Druckkammer 229 zu den
Düsen 231 (gerade
Löcher,
20 μm im
Durchmesser) in einer Richtung leiten sollen, wird unter Verwendung
der Ausrichtungsmarkierungen der Düsenplatte 230 auf
der Düsenplatte 230 (etwa
20 μm dick)
belichtet, und dann werden, wie im Fall des Tintenkanals 233,
die Druckkammern 229 (etwa 100 μm breit und etwa 1700 μm lang) unter
Verwendung der Ausrichtungsmarkierungen der Düsenplatte 230 belichtet.
Nachdem die Trockenschicht zehn Minuten lang (bei Raumtemperatur)
ruhte, wurde sie wärmegehärtet (60°C, zehn Minuten),
und anschließend wurden
ihre nicht benötigten
Teile durch Entwicklung mit einem Lösungsmittel entfernt.
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Wie
in 15(J) gezeigt, wird das auf
diese Weise gebildete und mit der Düsenplatte 230 versehene
Hauptkörperteil 242b mit
dem anderen Hauptkörperteil 242a,
das die energieerzeugenden Elemente 232 (15(I)) aufweist, verbunden. Dabei werden die Hauptkörperteile 242a und 242b so
verbunden, dass sie einander zugewandt und die Druckkammern 229 genau
positioniert sind. Das Verbinden wurde erreicht unter Verwendung
der Ausrichtungsmarkierungen der energieerzeugenden Elemente 232 und
der auf der Düsenplatte 230 gebildeten
Ausrichtungsmarkierungen. Danach wurde bei 80°C mit einer Last von 15 Kgf/cm2 eine Stunde lang vorgewärmt, bei 150°C 14 Stunden
lang das permanente Verbinden vorgenommen und dann bei Raumtemperatur
gekühlt.
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Als
nächstes
wird ein Bereich, der einem Betätigungselement
entspricht, vom Substrat 220 entfernt, so dass die energieerzeugenden
Elemente 232 schwingen können. Das Substrat 220 wird
umgedreht, so dass sich die Düsenplatte 230 auf
der Unterseite befindet, und der im Wesentlichen zentrale Teil des
Substrats 220 wird durch Nassätzen entfernt, wodurch die Öffnung 224 entsteht.
-
Die
Position, an der die Öffnung 224 gebildet wird,
ist so gewählt,
dass sie sich mindestens mit den Bereichen der Membran 223 deckt,
die von den energieerzeugenden Elementen 232 bewegt werden.
Dadurch dass die Öffnung 224 durch
Entfernen des Substrats 220 gebildet wird, liegen die Einzelelektroden 226 (die
energieerzeugenden Elemente 232) an der Öffnung 224 des
Substrats 220 frei, wie in 15(K) gezeigt.
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Wie
oben beschrieben, werden bei dieser Ausführung die Elektrodenschicht 221 und
die piezoelektrische Schicht 222 gleichzeitig auf dem Substrat 220 durch
Ionenfräsen
geätzt.
Daher können
auf dem Substrat 220 energieerzeugende Elemente 232 gebildet
werden, die gute Kristalleigenschaften haben und frei von Positionierungsfehlern
sind. Außerdem können mit
hoher Präzision
und Zuverlässigkeit
energieerzeugende Elemente gebildet werden, die dünner sind
als die herkömmlichen.
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Die
Zäune F,
die bei der Anwendung des Ionenfräsens entstehen, haften an den
Inselelementen 238 und am zusätzlichen Rahmenkörper 239.
Dadurch wird verhindert, dass sich die Zäune F an den energieerzeugenden
Elementen 232 bilden. Die an den Inselelementen 238 und
am zusätzlichen
Rahmenkörper 239 haftenden
Zäune F
können
durch die physikalische Kraft einer Flüssigkeit oder eines Gases,
die bzw. das unter Druck steht, entfernt werden. Daher kann das
Entfernen in kurzer Zeit ausgeführt werden,
wodurch die Kosten für
die dafür
erforderlichen Einrichtungen im Rahmen gehalten werden.
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Die
Inselelemente 238 und der zusätzliche Rahmenkörper 239,
an denen die Zäune
F haften, können
durch Änderung
des Musters eines Photoresist auf einfache Weise gebildet werden.
Daher kann dies einfach durch Verwendung herkömmlicher Einrichtungen erreicht
werden.
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In
der obigen achten Ausführung
ist der Tintenstrahldruckkopf 200 beschrieben, bei dem
die Inselelemente 238 und der zusätzliche Rahmenkörper 239 als
winzige Staubaufnahmeabschnitte gebildet sind. Wenn das Resistmuster
so geändert
wird, dass am Rand der energieerzeugenden Elemente ringförmige Rillen
gebildet werden, dann dienen bei dem Tintenstrahldruckkopf diese
Rillen als Staubaufnahmeabschnitte.
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16 zeigt
in schematischer Seitenansicht einen Drucker 300, der den
oben beschriebenen Tintenstrahldruckkopf 200 aufweist.
Der Drucker 300 umfasst ein Netzteil 310, ein
Steuerteil 320, eine Tintenkassette 340 und eine
Reserveeinheit 330. Bei dem Tintenstrahldruckkopf 200 handelt
es sich um einen verkleinerten Kopf, der unter Anwendung einer Dünnschichttechnik
hergestellt wird, eine hohe Zuverlässigkeit aufweist und mit geringen
Kosten herstellbar ist. Daher kann der Drucker 300 zu einem niedrigen
Preis hochwertige Bilder drucken.
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Die
vorliegende Erfindung beschränkt
sich nicht auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungen,
sondern es können Änderungen
und Modifikationen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der wichtigen
und in den Ansprüchen
dargelegten Aspekte der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Somit
werden gemäß dieser
detailliert beschriebenen Erfindung bei einem unter Anwendung einer
Dünnschichttechnik
hergestellten Tintenstrahldruckkopf eine Elektrodenschicht und piezoelektrische
Schicht mittels Ionenfräsen
gleichzeitig geätzt. Daher
lassen sich einstückige
energieerzeugende Elemente herstellen.
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Dabei
wird verhindert, dass sich an den energieerzeugenden Elementen unnötige Schrägen bilden.
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Außerdem lagert
sich der durch das Ionenfräsen
entstehende gemischte feine Staub auf den winzigen Staubaufnahmeabschnitten
ab. Dadurch wird verhindert, dass dieser Staub an den wichtigen energieerzeugenden
Elementen haftet.
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Der
gemischte feine Staub, der an den Staubaufnahmeabschnitten haftet,
kann durch die physikalische Kraft einer Flüssigkeit oder eines Gases,
die bzw. das unter Druck steht, einfach entfernt werden. Daher kann
das Entfernen in kurzer Zeit und unter geringen Kosten ausgeführt werden.