DE69918061T2 - Dental kamera - Google Patents

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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Dentalgeräte und insbesondere auf intraorale Kameras.
  • AUSGANGSSITUATION DER ERFINDUNG
  • Der Zahnspiegel gehört zur zahnärztlichen Standardausrüstung. Er ermöglicht sowohl das direkte als auch das indirekte Betrachten des Mundes des Patienten während der Untersuchung und Behandlung und ist beim Zurückziehen der Muskeln der Zunge und der Mundhöhle behilflich.
  • Seit kurzem gibt es intraorale Videokameras, die in erster Linie dazu beitragen sollen, den Patienten zu unterweisen und zu bilden. Mit Hilfe solcher Kameras kann der Zahnarzt ein vergrößertes Videobild der Zähne des Patienten betrachten und das Bild aufzeichnen. Auch kann er bei Bedarf den Patienten dieses Bild betrachten lassen. Es ist weiterhin möglich, vor und nach der Behandlung Bilder auf einem Rechner zu speichern oder sie auf einem Bilddrucker auszudrucken. Zu den intraoralen Kameras nach dem Stand der Technik gehören sowohl selbstständige Geräte als auch Miniaturkameras, die an einem Dentalgerät, zum Beispiel einem Spiegel oder Bohrer, befestigt werden.
  • US-Patent 4.915.626 beschreibt eine zahnärztliche Untersuchungs- und Bildschirmvorrichtung mit einer Lichtleitfaser und einer Mikrokamera zur Befestigung an einem Zahnspiegel. Die Vorrichtung ist am Handgriff des Spiegels befestigt und erfasst das durch den Spiegel reflektierte Bild. Die Kamera und die Lichtleitfaser sind sperrig und neigen dazu, die Sicht des Zahnarztes zu blockieren.
  • US-Patent 5.429.502 beschreibt eine intraorale Kamera, die die allgemeine Form eines Zahnspiegels aufweist. Ein Kamerakopf am distalen Ende des Handgriffs, das sich im Mundinneren befindet, erfasst ein direktes Bild der Zähne und nimmt dabei die Stelle des Zahnspiegels ein. Der Kamerakopf kann auch an einem Dentalgerät, zum Beispiel einem Zahnbohrer, befestigt werden und hat Einrichtungen zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung und Beleuchtung.
  • US-Patent 4.727.416 beschreibt auch eine selbstständige elektronische Videodentalkamera, die ähnlich wie ein Zahnspiegel geformt ist und Einrichtungen zur Beleuchtung und Feuchtigkeitsbeschlagentfernung hat. In einer Ausführungsform ist ein Spiegel an einer Seite des Kamerakopfes im Mundinneren befestigt. Diese Anordnung ist jedoch sperrig und das von der Kamera erfasste Bild stimmt im Allgemeinen nicht mit dem Bild überein, das der Zahnarzt im Spiegel sieht.
  • US-Patent 3.884.222 offenbart einen Kehlkopfspiegel mit einem Licht reflektierenden Spiegel, der an einem Handgriff befestigt ist, wobei der Handgriff den Spiegel in einer Position halten soll, in der Licht auf einen zu untersuchenden Teil gelenkt wird. Der Spiegel hat eine lichtdurchlässige Öffnung zur Aufnahme von Licht, das durch den untersuchten Teil reflektiert wird. Ein Licht sammelndes und lenkendes System nimmt Licht durch die Öffnung auf und leitet es zu einem vom Spiegel entfernten Ausgangsende, wo das Licht von einem Benutzer wahrgenommen wird.
  • Die französische Patentschrift FR-A-2749498 offenbart ein Dentalinstrument zur Betrachtung des Mundinneren eines Patienten. Das Instrument hat einen nicht versilberten Spiegel, der Licht reflektiert, um ein Spiegelbild zu erzeugen, und durch den Licht hindurchgeleitet werden kann, um ein indirektes Bild zu erzeugen. Das indirekte Bild wird von einem optischen System aufgenommen, das einen Zeilensensor aufweist.
  • Eine Aufgabe einiger Aspekte der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer verbesserten, einheitlichen Anordnung aus intraoraler Kamera und Zahnspiegel.
  • Eine weitere Aufgabe einiger Aspekte der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer verbesserten dentalen intraoralen Betrachtungsvorrichtung, mit deren Hilfe im Wesentlichen ähnliche Bilder gleichzeitig in einem Zahnspiegel und auf einem Videomonitor betrachtet werden können.
  • Erfindungsgemäß wird eine intraorale Betrachtungsvorrichtung nach Hauptanspruch 1 bereitgestellt, auf den nun Bezug genommen werden soll.
  • In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung weist eine intraorale Betrachtungsvorrichtung einen Zahnspiegel mit einer im Allgemeinen zentral angeordneten Öffnung und einen Bildsensor, zum Beispiel einen Videokamerakopf, auf, wobei der Bildsensor ein intraorales Bild entlang einer Strahlenachse, die die zentral angeordnete Öffnung durchquert, erfasst. Vorzugsweise verläuft die Strahlenachse im Allgemeinen senkrecht oder in einem geringfügigen Winkel zur Spiegeloberfläche, so dass das vom Kamerakopf erfasste Bild ein direktes Bild, das ein die Vorrichtung verwendender Zahnarzt im Spiegel sieht, im Wesentlichen überlappt und im günstigsten Fall mit diesem direkten Bild im Allgemeinen deckungsgleich ist.
  • Die Strahlenachse kann zum Beispiel innerhalb eines Winkels von 30 Grad oder vielleicht sogar 10 Grad in Bezug auf eine Senkrechte zu einer durch die Spiegeloberfläche definierten Ebene verlaufen. Die Öffnung befindet sich vorzugsweise in einem im Allgemeinen zentralen Abschnitt des Spiegels, kann sich aber auch in einem anderen, nicht zentralen Bereich oder sogar entlang einer Peripherie des Spiegels befinden. Die Linse kann sich in Abhängigkeit von den optischen Systemanforderungen in der Spiegelebene oder vor oder hinter der Ebene befinden. Durch die Objektivlinse aufgenommenes Licht wird durch einen Drehspiegel reflektiert und durch eine oder mehrere Weiterleitungslinsen zum Kamerakopf geleitet, der vorzugsweise einen CCD-Sensor aufweist. Zur Weiterleitung des Bildes zum Kamerakopf kann auch eine zur Bildübertragung geeignete Lichtleitfaser verwendet werden.
  • Vorzugsweise ist der Kamerakopf in einem Handgriff eingeschlossen, der durch den Zahnarzt ergriffen wird und durch einen relativ schmalen Schaft mit dem Spiegel verbunden ist. Dieser Schaft schließt die Weiterleitungslinsen oder die Bildübertragungsfaser ein. Der Kamerakopf erzeugt Videosignale, die über ein Kabel oder eine drahtlose Verbindung an einen nach dem Stand der Technik bekannten Videoprozessor und einen solchen Monitor und/oder ein solches Aufzeichnungsgerät übertragen werden.
  • In einigen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung weist der Handgriff eine Lichtquelle zur intraoralen Ausleuchtung auf. Die Lichtquelle kann jede geeignete Quelle nach dem Stand der Technik sein, zum Beispiel eine Wolframhalogenlampe in Miniaturausführung. Das Licht wird vorzugsweise durch eine im Schaft befindliche Lichtleitfaser von der Lichtquelle zur Spiegelfläche geleitet, um das Sehfeld auszuleuchten, das unter Verwendung des Spiegels betrachtet wird. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Licht durch einen Lichtwellenleiter des im US-Patent 5.139.421 beschriebenen Typs zur Spiegelfläche geleitet, wobei der Schaft, der den Spiegel mit dem Handgriff verbindet, einen Lichtwellenleiter einschließt, der das Licht von der Lichtquelle zur Spiegelperipherie leitet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform schließt die Vorrichtung auch Einrichtungen zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung und Reinigung der Linsen nach dem Stand der Technik ein.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Winkel des Spiegels und wahlweise auch der Winkel der Objektivlinse verstellbar, um die Einstellung eines besseren Betrachtungswinkels zu erleichtern.
  • Die vorliegende Erfindung versetzt den Zahnarzt somit in die angenehme Lage, nur noch ein Instrument handhaben und nicht mehr ständig zwischen einem Spiegel und einer Kamera wechseln zu müssen. Der Zahnarzt kann das vom Kamerakopf bereitgestellte Videobild, das eine bis zu 50-fache Vergrößerung des im Spiegel sichtbaren Bildes darstellt, während der Zahnbehandlung betrachten. Das Videobild unterstützt den Zahnarzt somit bei der genauen und ausführlichen Beobachtung und erleichtert die Unterweisung und Bildung des Patienten. Gleichzeitig kann der Zahnarzt die Vorrichtung im Sinne eines herkömmlichen Zahnspiegels verwenden und mit ihrer Hilfe Organe in der Mundhöhle zurückziehen und den Mund des Patienten direkt und indirekt betrachten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Handgriff vom Spiegel abnehmbar und der Kamerakopf wird vom Handgriff zurückgezogen, wenn der Handgriff sterilisiert wird.
  • Vorzugsweise schließt die Vorrichtung einen Schaft ein, der sich zwischen dem Spiegel und dem Kamerakopf befindet, wobei die Strahlenachse vom Spiegel durch den Schaft zum Kamerakopf verläuft.
  • Vorzugsweise schließt die Vorrichtung optische Weiterleitungselemente ein, die die Strahlenachse durch den Schaft lenken, wobei diese Elemente im günstigsten Fall eine oder mehrere Linsen und/oder ein oder mehrere Prismen einschließen.
  • Vorzugsweise schließen die optischen Weiterleitungselemente einen Drehspiegel ein, der sich im günstigsten Fall hinter der durch die Spiegeloberfläche definierten Ebene, wo das erste Bild des Mundinneren entsteht, befindet. Im günstigsten Fall lässt der Drehspiegel die Strahlenachse in einem spitzen Winkel verlaufen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform schließt die Vorrichtung eine am Handgriff befestigte Lichtquelle zur Ausleuchtung des Mundinneren ein.
  • Vorzugsweise wird die Vorrichtung auch zum Zurückziehen von anatomischen Strukturen im Mundinneren verwendet.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Spiegel ein Einwegartikel.
  • Die folgende ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ermöglicht zusammen mit den Zeichnungen ein umfassenderes Verständnis der Erfindung. Die Zeichnungen stellen das Folgende dar:
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist eine vereinfachte Darstellung einer intraoralen Betrachtungsvorrichtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei die Vorrichtung teilweise im Schnitt zu sehen ist.
  • 2A ist eine schematische Darstellung der Vorrichtung in 1 im Querschnitt entlang der Linie II-II.
  • 2B ist eine vereinfachte bildliche Darstellung der Vorrichtung in 1 in aufgelösten Einzelteilen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 3 ist eine schematische Darstellung von Einzelheiten einer in der Vorrichtung in 1 verwendeten optischen Baugruppe gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • 4 ist eine schematische Darstellung von Einzelheiten einer optischen Baugruppe gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFOR-MEN
  • Nun soll auf 1 Bezug genommen werden, die eine vereinfachte bildliche Darstellung einer intraoralen Betrachtungsvorrichtung 20 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist. Die Vorrichtung 20 weist drei Hauptabschnitte auf: eine Spiegelbaugruppe 21, einen Schaft 31 und einen Handgriff 37. Der Handgriff 37 schließt eine Kamerabaugruppe 39 ein, die einen Videokamerakopf 36 einschließt (siehe unten stehende Beschreibung).
  • Die drei Abschnitte ähneln in ihrer Zusammensetzung einem herkömmlichen Zahnspiegel.
  • Die Spiegelbaugruppe 21 weist eine Spiegelfassung 22 auf, in der ein Spiegel 28, vorzugsweise ein Oberflächenspiegel, befestigt ist. Eine Objektivlinse 24 ist in einer im Allgemeinen zentral im Spiegel 28 angeordneten Öffnung 25 befestigt. Die Objektivlinse 24 erfasst ein intraorales Bild, das durch eine Reihe von Weiterleitungslinsen 32, die sich im Schaft 31 befinden, zum Kamerakopf 36 weitergeleitet wird. Der Kamerakopf 36 weist einen CCD-Sensor auf, vorzugsweise einen CCD-Chip (1/4'' oder 1/3'') oder einen anderen geeigneten Bildsensor nach dem Stand der Technik. Der Kamerakopf ist vorzugsweise über ein Kabel 23 an einen Videoprozessor nach dem Stand der Technik und einen solchen Videomonitor und wahlweise an einen solchen Videorekorder und/oder -drucker gekoppelt. Der Spiegel 28 ist vorzugsweise im Allgemeinen kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 17 mm. Die Linse 24 hat vorzugsweise einen Durchmesser von ca. 3 mm. Allgemein lässt sich sagen, dass die Baugruppe 21 ungefähr die Größe eines Standardzahnspiegels haben sollte, und die Linse 24 sollte groß genug sein, um ausreichend Licht aufzunehmen, damit der Kamerakopf 36 ein Videobild von guter Qualität erzeugen kann. Die Linse 24 sollte allerdings nicht so groß sein, dass ein Zahnarzt, der den Spiegel 28 verwendet, bei der direkten intraoralen Betrachtung behindert wird.
  • 2A ist eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung 20 entlang der Linie II-II in 1. Diese Figur zeigt, dass die Linse 24 eine optische Achse hat, die im Allgemeinen senkrecht zur reflektierenden Oberfläche des Spiegels 28 verläuft und mit dem Schaft 31 und dem Handgriff 37 einen spitzen Winkel bildet. Durch die Linse 24 gesammeltes Licht wird durch einen in der Spiegelbaugruppe 21 angeordneten Drehspiegel 30 in Richtung der Weiterleitungslinsen 32 im Schaft 31 und von dort zum Kamerakopf 36 reflektiert. Die Linse 24 erfasst somit ein Bild, das jenes Bild, das der Zahnarzt im Spiegel 28 sieht, im Allgemeinen überlappt und mit jenem Bild im Wesentlichen deckungsgleich sein kann, und zwar sowohl hinsichtlich des Betrachtungswinkels als auch (vorzugsweise) in Bezug auf das Sehfeld, was bei kombinierten Kamera/Spiegel- Vorrichtungen nach dem Stand der Technik nicht der Fall ist. Außerdem ist die Vorrichtung 20 weniger sperrig als andere intraorale Kamera/Spiegel-Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, da die Objektivlinse und der Kamerakopf so angeordnet sind, dass sie eher durch den Spiegel 28 einfallendes als durch diesen reflektiertes Licht sammeln, und der Kamerakopf hindert den Zahnarzt in keiner Weise daran, in den Mund zu blicken.
  • Die vorliegende Erfindung versetzt den Zahnarzt somit in die angenehme Lage, nur noch ein Instrument handhaben und nicht mehr ständig zwischen einem Spiegel und einer Kamera wechseln zu müssen. Der Zahnarzt kann das vom Kamerakopf 36 bereitgestellte Videobild, das eine bis zu 50-fache Vergrößerung des im Spiegel 28 sichtbaren Bildes darstellt, während der Zahnbehandlung betrachten. Das Videobild unterstützt den Zahnarzt somit bei der genauen und ausführlichen Beobachtung und erleichtert die Unterweisung und Bildung des Patienten. Die neuartigen Kamerafunktionen der Erfindung werden zusätzlich zu den Funktionen herkömmlicher Zahnspiegel (Zurückziehen von Organen in der Mundhöhle und direktes/indirektes Betrachten des Mundes des Patienten) bereitgestellt.
  • Die Linse 24 ist in den Figuren zwar als in der Mitte des Spiegels 28 angeordnet dargestellt, doch wird es einleuchten, dass die Linse in alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, die nicht in den Figuren zu sehen sind, so angeordnet sein kann, dass Bilder entlang einer Strahlenachse, die in Bezug auf den Spiegel außermittig verläuft oder die Spiegelebene an oder nahe einem Rand des Spiegels durchquert, zum Kamerakopf 36 weitergeleitet werden. Dem Fachmann wird weiterhin einleuchten, dass es unter optischen und/oder mechanischen Gesichtspunkten günstiger sein kann, die Strahlenachse typischerweise in einem Winkel von ±10° oder sogar ±30° in Bezug auf eine Senkrechte zur Spiegelebene zu neigen, auch wenn die Linse nach Darstellung der Figuren so befestigt ist, dass die Strahlenachse im Allgemeinen senkrecht zur Spiegelebene verläuft. Solche alternativen Ausführungsformen sollen in ihrer Gesamtheit im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung eingeschlossen sein.
  • 2B ist eine vereinfachte bildliche Darstellung der Vorrichtung 20 in aufgelösten Einzelteilen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Spiegelbaugruppe 21 und der Schaft 31 werden während einer Zahnbehandlung in den Mund eines Patienten eingeführt und müssen folglich zwischen den einzelnen Behandlungen sterilisiert oder ausgetauscht werden. Die Außenfläche des Handgriffs 37 kommt mit Speichel in Berührung und sollte ebenfalls generell sterilisiert werden. Deshalb ist die Vorrichtung 20 vorzugsweise in einzelne Module zerlegbar (siehe 2B), um ihre Pflege und Sterilisation zu erleichtern. Der Spiegel 28 ist vorzugsweise ein preisgünstiger Einwegartikel aus Kunststoff mit einer reflektierenden Oberflächenbeschichtung. Die Spiegelfassung 22 kann zusammen mit dem Schaft 31 zum Zwecke der vorzugsweise durch Autoklavieren erfolgenden Sterilisation durch Ausrasten lassen oder Abschrauben vom Handgriff 37 gelöst werden. Die Kamerabaugruppe 39 sollte generell nicht autoklaviert werden und wird deshalb, wie in 2B dargestellt, vom Handgriff 37 abgenommen. Dann kann auch der Handgriff sterilisiert werden. Vor der erneuten Verwendung wird ein neuer Spiegel 28 in der Fassung 22 befestigt und die Kombination aus Baugruppe 21 und Schaft 31 sowie der Handgriff 37 mit der Kamerabaugruppe 39 werden vorzugsweise durch Einrasten lassen oder Zusammenschrauben wieder zusammengebaut.
  • Es sind auch andere, nicht in den Figuren gezeigte Anordnungen der Vorrichtung 20 möglich. So kann der Spiegel 28 zum Beispiel ein integraler Bestandteil der Baugruppe 21 sein. Die gesamte Baugruppe kann zusammen mit dem Schaft 31 autoklavierbar sein. Die gesamte Baugruppe kann auch als Einwegartikel ausgeführt sein, wie zum Beispiel im oben erwähnten US-Patent 5.139.421 beschrieben.
  • 3 ist eine schematische Darstellung, die in allgemeiner Übereinstimmung mit der optischen Anordnung in 2 optische Einzelheiten der Spiegelbaugruppe 21 und des Schafts 31 gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. Die optische Achse der Objektivlinse 24 ist in Bezug auf die Längsachse des Schafts 31 versetzt und in einem Winkel von vorzugsweise ca. 45° angeordnet. Ein fakultatives Merkmal ist die Verstellbar keit des Winkels im Interesse optimaler Sichtbedingungen. Ein oder mehrere Prismen 38 sind im Lichtweg zwischen dem Reflektor 30 und den Weiterleitungslinsen 32 angeordnet, um die optische Achse zu krümmen und eine Anpassung an die versetzte Anordnung des Schafts in Bezug auf die Spiegelbaugruppe zu ermöglichen.
  • Vorzugsweise haben die Weiterleitungslinsen 32 einen Durchmesser von ca. 4 mm und der Schaft 31 eine Gesamtlänge von ca. 36 mm. Um das Mundinnere bequem betrachten zu können, hat die Linse 24 vorzugsweise eine Brennweite von ca. 4,6 mm, und das optische System erreicht seine optimale Leistung, wenn sich die zu betrachtenden Zähne in einem Abstand von 15 mm von der Oberfläche 28 befinden. Die Schärfentiefe des optischen Systems in 3 reicht jedoch aus, um ohne eine wesentliche Leistungsminderung Objekte betrachten zu können, die sich in einem Abstand von 5 mm bis 150 mm von der Oberfläche 28 befinden.
  • In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform, die nicht in den Figuren zu sehen ist, sind einige oder alle Linsen 32 durch eine zur Bildübertragung geeignete Lichtleitfaser nach dem Stand der Technik ersetzt worden. In diesem Fall werden generell keine Prismen 38 benötigt. Zwar stellen 3 und die weiter unten beschriebene 4 bevorzugte Ausführungsformen der in der Vorrichtung 20 zu verwendenden optischen Baugruppe dar, doch sollen auch andere optische Baugruppen, die ebenfalls ein Bild zum Kamerakopf 36 weiterleiten und dort fokussieren können, im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung eingeschlossen sein.
  • 4 ist eine schematische Darstellung, die optische Einzelheiten der Spiegelbaugruppe 21 und des Schafts 31 gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. In diesem Fall ist der Schaft in Bezug auf die Spiegelbaugruppe in geringerem Maße oder gar nicht versetzt angeordnet, so dass keine Prismen 38 zur Krümmung des Strahlengangs benötigt werden. Was andere Merkmale betrifft, so gleicht diese Ausführungsform jener in 3.
  • Nun soll wieder auf 1 und 2 Bezug genommen werden. Dort ist zu sehen, dass die Vorrichtung 20 vorzugsweise eine Lichtquelle 38 zur Ausleuchtung des Mundinneren eines Patienten aufweist. Vorzugsweise ist die Lichtquelle 38 an einen Lichtwellenleiter 40 gekoppelt. Dieser Leiter, der vorzugsweise eine Lichtleitfaser ist, aber auch eine Hülse aus transparentem Kunststoff oder Glas sein kann, leitet und lenkt das Licht von der Quelle 38 zu den Zähnen. Der Lichtwellenleiter 40 endet an einem Lichtauslass 41, vorzugsweise ein Fenster oder eine Linse im Schaft 31, wo das geleitete Licht austreten und einen Abschnitt des Mundes des Patienten im Sehfeld des Spiegels 28 ausleuchten kann.
  • In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform leitet der Lichtwellenleiter 40 das Licht auf eine Art und Weise, die jener gleicht, die im US-Patent 5.139.421 beschrieben wird, zur Peripherie der Spiegelfassung 22.
  • Die Vorrichtung 20 kann als fakultatives Merkmal Einrichtungen zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung oder Reinigung der Linsen einschließen, auch wenn diese Einrichtungen in den Figuren nicht dargestellt sind. Anstelle der Hülse 40 oder zusätzlich zu dieser kann der Schaft 31 eine Leitung zur Beförderung einer Substanz zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung, zum Beispiel Umluft oder ein Fluid, einschließen. Die Substanz zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung fließt aus einer Öffnung am distalen Ende der Leitung und befreit die Spiegeloberfläche 28 von Feuchtigkeitsbeschlag oder reinigt sie.
  • Es wird allgemein einleuchten, dass die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen lediglich beispielhaft angeführt worden sind und der volle Schutzbereich der Erfindung nur durch die Ansprüche begrenzt wird.

Claims (10)

  1. Intraorale Betrachtungsvorrichtung (20), aufweisend: einen Handgriff (37), einen an einem distalen Ende des Handgriffs befestigten Spiegel (28) zum Einführen in den Mund eines Patienten, so dass ein erstes Bild des Inneren des Mundes durch die Reflexion von einer Oberfläche des Spiegels sichtbar wird, und einen im Handgriff eingeschlossenen Bildsensor (36), der optisch gekoppelt ist, um ein zweites Bild des Inneren des Mundes entlang einer Strahlenachse, die eine durch die Spiegeloberfläche definierte Ebene durchquert, zu empfangen, so dass ein elektronisches Bild erzeugt wird, das eine Reaktion auf das zweite Bild darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlenachse des Bildsensors eine Öffnung (25) im Spiegel (28) durchquert und dass sich in der Öffnung (25) eine Objektivlinse (24) befindet, die der Entstehung des zweiten Bildes am Bildsensor (36) dient.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff vom Spiegel abnehmbar ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und aufweisend einen Schaft (31), der sich zwischen dem Spiegel und dem Bildsensor befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlenachse vom Spiegel durch den Schaft zum Bildsensor verläuft.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3 und aufweisend optische Weiterleitungselemente (32), die die Strahlenachse durch den Schaft lenken.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Öffnung (25) im Allgemeinen in der Mitte des Spiegels (28) befindet.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (25) an einen Rand des Spiegels (28) grenzt.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlenachse, entlang der das zweite Bild empfangen wird, die durch die Spiegeloberfläche definierte Ebene in einer Richtung durchquert, die im Allgemeinen senkrecht zur Spiegeloberfläche verläuft.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlenachse die durch die Spiegeloberfläche definierte Ebene in einem in Bezug auf eine Längsachse des Handgriffs spitzen Winkel durchquert.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Bild jeweils denselben Bereich des Inneren des Mundes darstellen.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Bild im Allgemeinen deckungsgleich sind.
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