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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Dentalgeräte und insbesondere
auf intraorale Kameras.
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AUSGANGSSITUATION DER
ERFINDUNG
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Der
Zahnspiegel gehört
zur zahnärztlichen Standardausrüstung. Er
ermöglicht
sowohl das direkte als auch das indirekte Betrachten des Mundes
des Patienten während
der Untersuchung und Behandlung und ist beim Zurückziehen der Muskeln der Zunge
und der Mundhöhle
behilflich.
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Seit
kurzem gibt es intraorale Videokameras, die in erster Linie dazu
beitragen sollen, den Patienten zu unterweisen und zu bilden. Mit
Hilfe solcher Kameras kann der Zahnarzt ein vergrößertes Videobild
der Zähne
des Patienten betrachten und das Bild aufzeichnen. Auch kann er
bei Bedarf den Patienten dieses Bild betrachten lassen. Es ist weiterhin
möglich,
vor und nach der Behandlung Bilder auf einem Rechner zu speichern
oder sie auf einem Bilddrucker auszudrucken. Zu den intraoralen
Kameras nach dem Stand der Technik gehören sowohl selbstständige Geräte als auch
Miniaturkameras, die an einem Dentalgerät, zum Beispiel einem Spiegel
oder Bohrer, befestigt werden.
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US-Patent
4.915.626 beschreibt eine zahnärztliche
Untersuchungs- und Bildschirmvorrichtung mit einer Lichtleitfaser
und einer Mikrokamera zur Befestigung an einem Zahnspiegel. Die
Vorrichtung ist am Handgriff des Spiegels befestigt und erfasst
das durch den Spiegel reflektierte Bild. Die Kamera und die Lichtleitfaser
sind sperrig und neigen dazu, die Sicht des Zahnarztes zu blockieren.
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US-Patent
5.429.502 beschreibt eine intraorale Kamera, die die allgemeine
Form eines Zahnspiegels aufweist. Ein Kamerakopf am distalen Ende des Handgriffs,
das sich im Mundinneren befindet, erfasst ein direktes Bild der
Zähne und
nimmt dabei die Stelle des Zahnspiegels ein. Der Kamerakopf kann auch
an einem Dentalgerät,
zum Beispiel einem Zahnbohrer, befestigt werden und hat Einrichtungen zur
Feuchtigkeitsbeschlagentfernung und Beleuchtung.
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US-Patent
4.727.416 beschreibt auch eine selbstständige elektronische Videodentalkamera,
die ähnlich
wie ein Zahnspiegel geformt ist und Einrichtungen zur Beleuchtung
und Feuchtigkeitsbeschlagentfernung hat. In einer Ausführungsform
ist ein Spiegel an einer Seite des Kamerakopfes im Mundinneren befestigt.
Diese Anordnung ist jedoch sperrig und das von der Kamera erfasste
Bild stimmt im Allgemeinen nicht mit dem Bild überein, das der Zahnarzt im Spiegel
sieht.
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US-Patent
3.884.222 offenbart einen Kehlkopfspiegel mit einem Licht reflektierenden
Spiegel, der an einem Handgriff befestigt ist, wobei der Handgriff
den Spiegel in einer Position halten soll, in der Licht auf einen
zu untersuchenden Teil gelenkt wird. Der Spiegel hat eine lichtdurchlässige Öffnung zur Aufnahme
von Licht, das durch den untersuchten Teil reflektiert wird. Ein
Licht sammelndes und lenkendes System nimmt Licht durch die Öffnung auf
und leitet es zu einem vom Spiegel entfernten Ausgangsende, wo das
Licht von einem Benutzer wahrgenommen wird.
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Die
französische
Patentschrift FR-A-2749498 offenbart ein Dentalinstrument zur Betrachtung
des Mundinneren eines Patienten. Das Instrument hat einen nicht
versilberten Spiegel, der Licht reflektiert, um ein Spiegelbild
zu erzeugen, und durch den Licht hindurchgeleitet werden kann, um
ein indirektes Bild zu erzeugen. Das indirekte Bild wird von einem
optischen System aufgenommen, das einen Zeilensensor aufweist.
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Eine
Aufgabe einiger Aspekte der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
einer verbesserten, einheitlichen Anordnung aus intraoraler Kamera und
Zahnspiegel.
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Eine
weitere Aufgabe einiger Aspekte der vorliegenden Erfindung ist die
Bereitstellung einer verbesserten dentalen intraoralen Betrachtungsvorrichtung,
mit deren Hilfe im Wesentlichen ähnliche Bilder
gleichzeitig in einem Zahnspiegel und auf einem Videomonitor betrachtet
werden können.
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Erfindungsgemäß wird eine
intraorale Betrachtungsvorrichtung nach Hauptanspruch 1 bereitgestellt,
auf den nun Bezug genommen werden soll.
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In
bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung weist eine intraorale Betrachtungsvorrichtung
einen Zahnspiegel mit einer im Allgemeinen zentral angeordneten Öffnung und
einen Bildsensor, zum Beispiel einen Videokamerakopf, auf, wobei
der Bildsensor ein intraorales Bild entlang einer Strahlenachse,
die die zentral angeordnete Öffnung
durchquert, erfasst. Vorzugsweise verläuft die Strahlenachse im Allgemeinen
senkrecht oder in einem geringfügigen
Winkel zur Spiegeloberfläche,
so dass das vom Kamerakopf erfasste Bild ein direktes Bild, das
ein die Vorrichtung verwendender Zahnarzt im Spiegel sieht, im Wesentlichen überlappt
und im günstigsten
Fall mit diesem direkten Bild im Allgemeinen deckungsgleich ist.
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Die
Strahlenachse kann zum Beispiel innerhalb eines Winkels von 30 Grad
oder vielleicht sogar 10 Grad in Bezug auf eine Senkrechte zu einer
durch die Spiegeloberfläche
definierten Ebene verlaufen. Die Öffnung befindet sich vorzugsweise
in einem im Allgemeinen zentralen Abschnitt des Spiegels, kann sich
aber auch in einem anderen, nicht zentralen Bereich oder sogar entlang
einer Peripherie des Spiegels befinden. Die Linse kann sich in Abhängigkeit von
den optischen Systemanforderungen in der Spiegelebene oder vor oder
hinter der Ebene befinden. Durch die Objektivlinse aufgenommenes
Licht wird durch einen Drehspiegel reflektiert und durch eine oder
mehrere Weiterleitungslinsen zum Kamerakopf geleitet, der vorzugsweise
einen CCD-Sensor aufweist. Zur Weiterleitung des Bildes zum Kamerakopf kann
auch eine zur Bildübertragung
geeignete Lichtleitfaser verwendet werden.
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Vorzugsweise
ist der Kamerakopf in einem Handgriff eingeschlossen, der durch
den Zahnarzt ergriffen wird und durch einen relativ schmalen Schaft mit
dem Spiegel verbunden ist. Dieser Schaft schließt die Weiterleitungslinsen
oder die Bildübertragungsfaser
ein. Der Kamerakopf erzeugt Videosignale, die über ein Kabel oder eine drahtlose
Verbindung an einen nach dem Stand der Technik bekannten Videoprozessor
und einen solchen Monitor und/oder ein solches Aufzeichnungsgerät übertragen
werden.
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In
einigen bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung weist der Handgriff eine Lichtquelle zur
intraoralen Ausleuchtung auf. Die Lichtquelle kann jede geeignete
Quelle nach dem Stand der Technik sein, zum Beispiel eine Wolframhalogenlampe
in Miniaturausführung.
Das Licht wird vorzugsweise durch eine im Schaft befindliche Lichtleitfaser
von der Lichtquelle zur Spiegelfläche geleitet, um das Sehfeld
auszuleuchten, das unter Verwendung des Spiegels betrachtet wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Licht durch einen Lichtwellenleiter des im US-Patent 5.139.421
beschriebenen Typs zur Spiegelfläche
geleitet, wobei der Schaft, der den Spiegel mit dem Handgriff verbindet,
einen Lichtwellenleiter einschließt, der das Licht von der Lichtquelle
zur Spiegelperipherie leitet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform schließt die Vorrichtung
auch Einrichtungen zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung und Reinigung
der Linsen nach dem Stand der Technik ein.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist der Winkel des Spiegels und wahlweise auch der Winkel der Objektivlinse
verstellbar, um die Einstellung eines besseren Betrachtungswinkels
zu erleichtern.
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Die
vorliegende Erfindung versetzt den Zahnarzt somit in die angenehme
Lage, nur noch ein Instrument handhaben und nicht mehr ständig zwischen
einem Spiegel und einer Kamera wechseln zu müssen. Der Zahnarzt kann das
vom Kamerakopf bereitgestellte Videobild, das eine bis zu 50-fache Vergrößerung des
im Spiegel sichtbaren Bildes darstellt, während der Zahnbehandlung betrachten.
Das Videobild unterstützt
den Zahnarzt somit bei der genauen und ausführlichen Beobachtung und erleichtert
die Unterweisung und Bildung des Patienten. Gleichzeitig kann der
Zahnarzt die Vorrichtung im Sinne eines herkömmlichen Zahnspiegels verwenden
und mit ihrer Hilfe Organe in der Mundhöhle zurückziehen und den Mund des Patienten
direkt und indirekt betrachten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Handgriff vom Spiegel abnehmbar und der Kamerakopf wird
vom Handgriff zurückgezogen,
wenn der Handgriff sterilisiert wird.
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Vorzugsweise
schließt
die Vorrichtung einen Schaft ein, der sich zwischen dem Spiegel
und dem Kamerakopf befindet, wobei die Strahlenachse vom Spiegel
durch den Schaft zum Kamerakopf verläuft.
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Vorzugsweise
schließt
die Vorrichtung optische Weiterleitungselemente ein, die die Strahlenachse
durch den Schaft lenken, wobei diese Elemente im günstigsten
Fall eine oder mehrere Linsen und/oder ein oder mehrere Prismen
einschließen.
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Vorzugsweise
schließen
die optischen Weiterleitungselemente einen Drehspiegel ein, der
sich im günstigsten
Fall hinter der durch die Spiegeloberfläche definierten Ebene, wo das
erste Bild des Mundinneren entsteht, befindet. Im günstigsten
Fall lässt der
Drehspiegel die Strahlenachse in einem spitzen Winkel verlaufen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform schließt die Vorrichtung
eine am Handgriff befestigte Lichtquelle zur Ausleuchtung des Mundinneren
ein.
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Vorzugsweise
wird die Vorrichtung auch zum Zurückziehen von anatomischen Strukturen
im Mundinneren verwendet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Spiegel ein Einwegartikel.
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Die
folgende ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
ermöglicht
zusammen mit den Zeichnungen ein umfassenderes Verständnis der
Erfindung. Die Zeichnungen stellen das Folgende dar:
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine vereinfachte Darstellung einer intraoralen Betrachtungsvorrichtung
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wobei die Vorrichtung teilweise im Schnitt
zu sehen ist.
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2A ist
eine schematische Darstellung der Vorrichtung in 1 im
Querschnitt entlang der Linie II-II.
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2B ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung der Vorrichtung in 1 in
aufgelösten
Einzelteilen gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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3 ist
eine schematische Darstellung von Einzelheiten einer in der Vorrichtung
in 1 verwendeten optischen Baugruppe gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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4 ist
eine schematische Darstellung von Einzelheiten einer optischen Baugruppe
gemäß einer alternativen
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER
AUSFÜHRUNGSFOR-MEN
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Nun
soll auf 1 Bezug genommen werden, die
eine vereinfachte bildliche Darstellung einer intraoralen Betrachtungsvorrichtung 20 gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist. Die Vorrichtung 20 weist
drei Hauptabschnitte auf: eine Spiegelbaugruppe 21, einen
Schaft 31 und einen Handgriff 37. Der Handgriff 37 schließt eine
Kamerabaugruppe 39 ein, die einen Videokamerakopf 36 einschließt (siehe
unten stehende Beschreibung).
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Die
drei Abschnitte ähneln
in ihrer Zusammensetzung einem herkömmlichen Zahnspiegel.
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Die
Spiegelbaugruppe 21 weist eine Spiegelfassung 22 auf,
in der ein Spiegel 28, vorzugsweise ein Oberflächenspiegel,
befestigt ist. Eine Objektivlinse 24 ist in einer im Allgemeinen
zentral im Spiegel 28 angeordneten Öffnung 25 befestigt.
Die Objektivlinse 24 erfasst ein intraorales Bild, das
durch eine Reihe von Weiterleitungslinsen 32, die sich
im Schaft 31 befinden, zum Kamerakopf 36 weitergeleitet
wird. Der Kamerakopf 36 weist einen CCD-Sensor auf, vorzugsweise
einen CCD-Chip (1/4'' oder 1/3'') oder einen anderen geeigneten Bildsensor
nach dem Stand der Technik. Der Kamerakopf ist vorzugsweise über ein
Kabel 23 an einen Videoprozessor nach dem Stand der Technik
und einen solchen Videomonitor und wahlweise an einen solchen Videorekorder und/oder
-drucker gekoppelt. Der Spiegel 28 ist vorzugsweise im
Allgemeinen kreisrund und hat einen Durchmesser von ca. 17 mm. Die
Linse 24 hat vorzugsweise einen Durchmesser von ca. 3 mm.
Allgemein lässt
sich sagen, dass die Baugruppe 21 ungefähr die Größe eines Standardzahnspiegels
haben sollte, und die Linse 24 sollte groß genug
sein, um ausreichend Licht aufzunehmen, damit der Kamerakopf 36 ein
Videobild von guter Qualität
erzeugen kann. Die Linse 24 sollte allerdings nicht so
groß sein,
dass ein Zahnarzt, der den Spiegel 28 verwendet, bei der
direkten intraoralen Betrachtung behindert wird.
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2A ist
eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung 20 entlang
der Linie II-II in 1. Diese Figur zeigt, dass die
Linse 24 eine optische Achse hat, die im Allgemeinen senkrecht
zur reflektierenden Oberfläche
des Spiegels 28 verläuft
und mit dem Schaft 31 und dem Handgriff 37 einen
spitzen Winkel bildet. Durch die Linse 24 gesammeltes Licht
wird durch einen in der Spiegelbaugruppe 21 angeordneten
Drehspiegel 30 in Richtung der Weiterleitungslinsen 32
im Schaft 31 und von dort zum Kamerakopf 36 reflektiert.
Die Linse 24 erfasst somit ein Bild, das jenes Bild, das
der Zahnarzt im Spiegel 28 sieht, im Allgemeinen überlappt
und mit jenem Bild im Wesentlichen deckungsgleich sein kann, und
zwar sowohl hinsichtlich des Betrachtungswinkels als auch (vorzugsweise)
in Bezug auf das Sehfeld, was bei kombinierten Kamera/Spiegel- Vorrichtungen nach
dem Stand der Technik nicht der Fall ist. Außerdem ist die Vorrichtung 20 weniger
sperrig als andere intraorale Kamera/Spiegel-Vorrichtungen nach dem Stand der Technik,
da die Objektivlinse und der Kamerakopf so angeordnet sind, dass
sie eher durch den Spiegel 28 einfallendes als durch diesen
reflektiertes Licht sammeln, und der Kamerakopf hindert den Zahnarzt
in keiner Weise daran, in den Mund zu blicken.
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Die
vorliegende Erfindung versetzt den Zahnarzt somit in die angenehme
Lage, nur noch ein Instrument handhaben und nicht mehr ständig zwischen
einem Spiegel und einer Kamera wechseln zu müssen. Der Zahnarzt kann das
vom Kamerakopf 36 bereitgestellte Videobild, das eine bis
zu 50-fache Vergrößerung des
im Spiegel 28 sichtbaren Bildes darstellt, während der
Zahnbehandlung betrachten. Das Videobild unterstützt den Zahnarzt somit bei
der genauen und ausführlichen
Beobachtung und erleichtert die Unterweisung und Bildung des Patienten.
Die neuartigen Kamerafunktionen der Erfindung werden zusätzlich zu
den Funktionen herkömmlicher Zahnspiegel
(Zurückziehen
von Organen in der Mundhöhle
und direktes/indirektes Betrachten des Mundes des Patienten) bereitgestellt.
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Die
Linse 24 ist in den Figuren zwar als in der Mitte des Spiegels 28 angeordnet
dargestellt, doch wird es einleuchten, dass die Linse in alternativen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, die nicht in den Figuren zu sehen sind,
so angeordnet sein kann, dass Bilder entlang einer Strahlenachse, die
in Bezug auf den Spiegel außermittig
verläuft oder
die Spiegelebene an oder nahe einem Rand des Spiegels durchquert,
zum Kamerakopf 36 weitergeleitet werden. Dem Fachmann wird
weiterhin einleuchten, dass es unter optischen und/oder mechanischen
Gesichtspunkten günstiger
sein kann, die Strahlenachse typischerweise in einem Winkel von ±10° oder sogar ±30° in Bezug
auf eine Senkrechte zur Spiegelebene zu neigen, auch wenn die Linse nach
Darstellung der Figuren so befestigt ist, dass die Strahlenachse
im Allgemeinen senkrecht zur Spiegelebene verläuft. Solche alternativen Ausführungsformen
sollen in ihrer Gesamtheit im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung
eingeschlossen sein.
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2B ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung der Vorrichtung 20 in
aufgelösten
Einzelteilen gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Spiegelbaugruppe 21 und
der Schaft 31 werden während
einer Zahnbehandlung in den Mund eines Patienten eingeführt und müssen folglich
zwischen den einzelnen Behandlungen sterilisiert oder ausgetauscht
werden. Die Außenfläche des
Handgriffs 37 kommt mit Speichel in Berührung und sollte ebenfalls
generell sterilisiert werden. Deshalb ist die Vorrichtung 20 vorzugsweise in
einzelne Module zerlegbar (siehe 2B), um
ihre Pflege und Sterilisation zu erleichtern. Der Spiegel 28 ist
vorzugsweise ein preisgünstiger
Einwegartikel aus Kunststoff mit einer reflektierenden Oberflächenbeschichtung.
Die Spiegelfassung 22 kann zusammen mit dem Schaft 31 zum
Zwecke der vorzugsweise durch Autoklavieren erfolgenden Sterilisation durch
Ausrasten lassen oder Abschrauben vom Handgriff 37 gelöst werden.
Die Kamerabaugruppe 39 sollte generell nicht autoklaviert
werden und wird deshalb, wie in 2B dargestellt,
vom Handgriff 37 abgenommen. Dann kann auch der Handgriff
sterilisiert werden. Vor der erneuten Verwendung wird ein neuer
Spiegel 28 in der Fassung 22 befestigt und die Kombination
aus Baugruppe 21 und Schaft 31 sowie der Handgriff 37 mit
der Kamerabaugruppe 39 werden vorzugsweise durch Einrasten
lassen oder Zusammenschrauben wieder zusammengebaut.
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Es
sind auch andere, nicht in den Figuren gezeigte Anordnungen der
Vorrichtung 20 möglich.
So kann der Spiegel 28 zum Beispiel ein integraler Bestandteil
der Baugruppe 21 sein. Die gesamte Baugruppe kann zusammen
mit dem Schaft 31 autoklavierbar sein. Die gesamte Baugruppe
kann auch als Einwegartikel ausgeführt sein, wie zum Beispiel
im oben erwähnten
US-Patent 5.139.421 beschrieben.
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3 ist
eine schematische Darstellung, die in allgemeiner Übereinstimmung
mit der optischen Anordnung in 2 optische
Einzelheiten der Spiegelbaugruppe 21 und des Schafts 31 gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. Die optische Achse der Objektivlinse 24 ist
in Bezug auf die Längsachse
des Schafts 31 versetzt und in einem Winkel von vorzugsweise
ca. 45° angeordnet.
Ein fakultatives Merkmal ist die Verstellbar keit des Winkels im
Interesse optimaler Sichtbedingungen. Ein oder mehrere Prismen 38 sind
im Lichtweg zwischen dem Reflektor 30 und den Weiterleitungslinsen 32 angeordnet,
um die optische Achse zu krümmen
und eine Anpassung an die versetzte Anordnung des Schafts in Bezug
auf die Spiegelbaugruppe zu ermöglichen.
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Vorzugsweise
haben die Weiterleitungslinsen 32 einen Durchmesser von
ca. 4 mm und der Schaft 31 eine Gesamtlänge von ca. 36 mm. Um das Mundinnere
bequem betrachten zu können,
hat die Linse 24 vorzugsweise eine Brennweite von ca. 4,6 mm,
und das optische System erreicht seine optimale Leistung, wenn sich
die zu betrachtenden Zähne
in einem Abstand von 15 mm von der Oberfläche 28 befinden. Die
Schärfentiefe
des optischen Systems in 3 reicht jedoch aus, um ohne
eine wesentliche Leistungsminderung Objekte betrachten zu können, die
sich in einem Abstand von 5 mm bis 150 mm von der Oberfläche 28 befinden.
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In
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform, die nicht in den
Figuren zu sehen ist, sind einige oder alle Linsen 32 durch
eine zur Bildübertragung
geeignete Lichtleitfaser nach dem Stand der Technik ersetzt worden.
In diesem Fall werden generell keine Prismen 38 benötigt. Zwar
stellen 3 und die weiter unten beschriebene 4 bevorzugte Ausführungsformen
der in der Vorrichtung 20 zu verwendenden optischen Baugruppe
dar, doch sollen auch andere optische Baugruppen, die ebenfalls
ein Bild zum Kamerakopf 36 weiterleiten und dort fokussieren
können,
im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung eingeschlossen sein.
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4 ist
eine schematische Darstellung, die optische Einzelheiten der Spiegelbaugruppe 21 und des
Schafts 31 gemäß einer
alternativen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. In diesem Fall ist der Schaft
in Bezug auf die Spiegelbaugruppe in geringerem Maße oder
gar nicht versetzt angeordnet, so dass keine Prismen 38 zur
Krümmung
des Strahlengangs benötigt
werden. Was andere Merkmale betrifft, so gleicht diese Ausführungsform
jener in 3.
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Nun
soll wieder auf 1 und 2 Bezug genommen
werden. Dort ist zu sehen, dass die Vorrichtung 20 vorzugsweise
eine Lichtquelle 38 zur Ausleuchtung des Mundinneren eines
Patienten aufweist. Vorzugsweise ist die Lichtquelle 38 an
einen Lichtwellenleiter 40 gekoppelt. Dieser Leiter, der
vorzugsweise eine Lichtleitfaser ist, aber auch eine Hülse aus
transparentem Kunststoff oder Glas sein kann, leitet und lenkt das
Licht von der Quelle 38 zu den Zähnen. Der Lichtwellenleiter 40 endet
an einem Lichtauslass 41, vorzugsweise ein Fenster oder
eine Linse im Schaft 31, wo das geleitete Licht austreten und
einen Abschnitt des Mundes des Patienten im Sehfeld des Spiegels 28 ausleuchten
kann.
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In
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform leitet der Lichtwellenleiter 40 das
Licht auf eine Art und Weise, die jener gleicht, die im US-Patent
5.139.421 beschrieben wird, zur Peripherie der Spiegelfassung 22.
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Die
Vorrichtung 20 kann als fakultatives Merkmal Einrichtungen
zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung oder Reinigung der Linsen einschließen, auch
wenn diese Einrichtungen in den Figuren nicht dargestellt sind.
Anstelle der Hülse 40 oder
zusätzlich zu
dieser kann der Schaft 31 eine Leitung zur Beförderung
einer Substanz zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung, zum Beispiel
Umluft oder ein Fluid, einschließen. Die Substanz zur Feuchtigkeitsbeschlagentfernung
fließt
aus einer Öffnung
am distalen Ende der Leitung und befreit die Spiegeloberfläche 28 von Feuchtigkeitsbeschlag
oder reinigt sie.
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Es
wird allgemein einleuchten, dass die oben beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
lediglich beispielhaft angeführt
worden sind und der volle Schutzbereich der Erfindung nur durch
die Ansprüche
begrenzt wird.