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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Verbesserung von Verbrennungsvorrichtungen mit mehreren Leitungen
zur Förderung
von Oxidationsmitteln.
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Der technische Bereich, auf den sich
die Erfindung erstreckt, ist die Herstellung von Verbrennungsvorrichtungen
mit Brennern wie zum Beispiel Heizkessel, Heißgasgeneratoren, Öfen etc.
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Die Erfindung bezieht sich auf Verbrennungsvorrichtungen,
die einen oder mehrere feste und/oder pulverförmige bzw. flüssige Brennstoffe
verwenden und wenigstens einen Brenner umfassen, der mit wenigstens
zwei koaxialen Förderleitungen für gasförmige Oxidationsmittel
verbunden ist.
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Die Erfindung bezieht sich insbesondere
auf Anlagen zur gleichzeitigen Erzeugung von elektrischer und thermischer
Energie, bei denen die Abgase von Motoren oder Turbinen von einem
oder mehreren Brennern erhitzt und als Oxidationsmittel genutzt
werden, um anschließend
zur Erzeugung von Dampf, Warmwasser oder Heißgas verwendet zu werden.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist es, ein verbessertes System zur Regelung der den Brennern zugeführten Menge
des Oxidationsmittels vorzuschlagen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich
auf Brenner mit mehreren Oxidationsmittelkreisläufen oder -leitungen. Bei derartigen
Anlagen transportiert eine Hauptleitung einen Oxidationsmittelstrom,
in der Regel als Primär-Oxidationsmittel
bezeichnet, der den Brennerkopf umgibt und zu diesem koaxial verläuft. Eine
oder mehrere weitere Leitungen mit ringförmigem Querschnitt verlaufen
um die Hauptleitung und transportieren einen Oxidationsmittelstrom
oder -fluss, der als Sekundär-
oder gegebenenfalls als Tertiär-Oxidationsmittel
bezeichnet wird.
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Die Kombination dieser verschiedenen
Oxidationsmittelströme,
bei denen die Geschwindigkeit und Ausrichtung der daraus resultierenden,
in der Brennkammer austretenden Oxidatinsmittelstrahlen vorgegebene
Grenzwerte nicht überschreiten
dürfen, ermöglicht die
Herstellung von leistungsfähigen
Verbrennungsanlagen und die Kontrolle der Verbrennung, insbesondere
der Form und Stabilität
der Flamme, sowie des Gehalts an verschiedenen Verbrennungsrückständen, insbesondere
an Stickoxid- und Kohlenmonoxid-Rückständen, deren Entstehung begrenzt
werden muss.
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Im Allgemeinen ist eine Regelung
der in einer Leitung zirkulierenden Oxidationsmittelmenge mit Hilfe
von einem oder mehreren schwenkbaren Schiebern vorgesehen, die zum
Beispiel im Wesentlichen aus einer flachen Klappe bestehen, die
um eine in der Ebene der Klappe enthaltene Hauptachse schwenkbar
ist. Diese Art von Schiebern weist gewisse Nachteile auf, insbesondere
was ihre im Verhältnis zu
der zugeführten
Oxidationsmittelmenge beträchtlichen
Abmessungen sowie ihre geringen Leistungen in Bezug auf Stabilität und Linearität anbetrifft.
Darüber
hinaus sind diese Schieber für
eine parallele Anordnung mehrerer Schieber zur Regelung großer, variabler
Mengen eines gasförmigen
Oxidationsmittels schlecht geeignet.
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Im Übrigen ist die Verwendung von
einem oder zwei verschiebbaren Schiebern zur Versorgung eines Brenners
mit Luft bekannt:
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- – Das
Patent FR 1.561.182 (Foyers Turbine) beschreibt eine zylinderförmige Zwinge,
die mit Hilfe einer Kardanaufhängung
an einer Tragschiene aufgehängt
ist;
- – die
Dokumente GB 2.136.554 (Volcano) und E 128085 (Forney) beschreiben
Brenner, die mit zwei an Schienen aufgehängten, verschiebbaren Schiebern
ausgestattet sind.
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Diese Vorrichtungen weisen jedoch
Nachteile auf: Die an einer Schiene aufgehängten Schieber können während ihrer
Verschiebung aufgrund der in Bezug auf die Längsachse der Verschiebung versetzten
Lage der Tragschiene blockieren. Außerdem hat sich gezeigt, dass
diese verschiedenen Systeme keine zuverlässige, präzise und stabile Regelung der Position
des Schiebers in jeder (partiellen) Öffnungsposition der Leitung,
die sie verschließen
können,
erlauben. Diese bekannten Vorrichtungen ermöglichen keine effektive und
präzise
Regelung der Menge des Oxidationsmittels, die jeder der Leitungen
des Brenners zugeführt
wird.
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Ferner beschreibt das Patent FR 2.188.780 (Pillard)
einen verschiebbaren Schieber, bei dem eine in Bezug auf eine innere,
feststehende Zwinge bewegliche äußere Zwinge
von Drehzapfen, die an parallelogrammartigen Gestängen angebracht
sind, getragen wird, welche eine Verlagerung (Verschiebung) ohne
jegliche Berührung
und Reibung gewährleisten.
In der Praxis hat sich auch hier gezeigt, dass diese Vorrichtung
keine stabile und präzise
Regelung der den Schieber durchquerenden Luftmenge ermöglicht,
da diese Schieber in der Praxis (nach dem "Alles-oder-Nichts-Prinzip") verwendet werden,
um einen Luftdurchlass entweder vollständig zu schließen oder
vollständig
zu öffnen.
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Eine präzise, stabile und zuverlässige Regelung
der jeder Leitung eines Brenners zugeführten Menge des Oxidationsmittels
ist jedoch erforderlich, um einerseits einen im Verlauf der Zeit
variablen Wärmeleistungsbedarf
zu gewährleisten,
und dies insbesondere bei jedem der Brenner einer Verbrennungsvorrichtung
mit mehreren Brennern, die von einer gemeinsamen Oxidationsmittel-Förderleitung
gespeist werden, und andererseits um eine gleichmäßige Verbrennung
durch genaue Kontrolle der Geschwindigkeiten der Einleitung der
Primär-
und Sekundärluft
in den Brennraum zu gewährleisten
sowie die Entstehung von unerwünschten
Rückständen (insbesondere
Stickoxid) zu begrenzen.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist es, einen Brenner und eine Verbrennungsvorrichtung vorzuschlagen,
die mit einem verbesserten System zur Regelung der Oxidationsmittelmenge
ausgerüstet
sind.
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Die Erfindung besteht darin, einen
Brenner vorzuschlagen, der mit wenigstens zwei Förderleitungen für gasförmige Oxidationsmittel
verbunden ist und wenigstens zwei zylinderförmige, verschiebbare Schieber
umfasst, um die unabhängige
Regelung der jeweiligen Menge des Oxidationsmittels zu ermöglichen,
die durch ringförmige
und/oder ringförmig
in jeder dieser Oxidationsmittel-Förderleitungen angeordnete Öffnungen
zugeführt
wird. Der Brenner umfasst eine Hauptleitung zur Zufuhr eines Primär-Oxidationsmittels
(Luft), in der innen koaxial ein Rohr zum Einspritren des Brennstoffs
verläuft,
das in einer oder mehreren Düsen
endet, und einen Stabilisator mit einer Nabe, die um die Leitung
eine Blende bildet und versetzt hinter den Düsen angeordnet und mit Umfangsrippen
versehen ist, wobei der Brenner ferner eine Leitung zur Zufuhr eines
Sekundär-Oxidationsmittels
(Luft) umfasst, die um die Hauptleitung verläuft. Jeder Schieber wird von
einer Gelenkstruktur getragen, die wenigstens zwei oder drei parallelogrammartige
Gestänge
aufweist.
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Der erfindungsgemäße Brenner ermöglicht es,
eine gleichmäßige, belastungsarme
Verbrennung in sehr unterschiedlichen Betriebsbereichen zu gewährleisten
und die Stabilität
der Flamme voll zu nutren, die aus der in dem Patent FR 2.122.820
beschriebenen Stabilisierungsvorrichtung resultiert, welche die
Erzeugung eines torischen Wirbels ermöglicht, der sich am Ansatz
und in der Umgebung der Flamme entründet und die Haftung, Entzündung und
Qualität
der Flamme verbessert.
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Vorzugsweise sind die zylinderförmigen Schieber
koaxial und in Richtung ihrer gemeinsamen Längsachse verschiebbar angebracht
und weisen im Wesentlichen gleiche Durchmesser auf.
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Dank der Präsenz von wenigstens zwei Schiebern
kann die Regelung der Menge des in den Leitungen zirkulierenden
und/oder zugeführten
Oxidationsmittels zum einen für
jede Leitung unabhängig
erfolgen, um die Einspritzgeschwindigkeiten des Oxidationsmittels
in die Brennkammer bei vorgegebenen Werten zu halten, und zum anderen
mit größerer Präzision in
einem größeren Variationsbereich
der Mengen und mit variablen Drücken
bei der Oxidationsmittelzufuhr ausgeführt werden.
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Der der Erfindung zugrunde liegende
Gedanke besteht folglich darin, einen Schieber mit parallelogramartigem
Gestänge
für jeden
der Kreisläufe eines
Brenners mit zwei getrennten Luftkreisläufen zu verwenden, zum Beispiel
um die Stickoxidemissionen durch Luftabstufungen zu verringern oder
Turbinengase oder die Umgebungsluft in Anlagen zur gleichzeitigen
Erzeugung zweier Energiearten zu nutren.
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Eine weitere Verbesserung besteht
darin, diese Schieber zur Regelung der Mengen in jedem der Kreisläufe zu verwenden,
indem die partielle Öffnungsposition
reguliert und dabei die Tatsache ausgenutzt wird, dass das parallelogrammartige
Gestänge
eine präzise
und zuverlässige
Regelung ohne Reibung und Spiel erlauben. Diese Regelung wird erleichtert,
wenn im Bereich der Öffnungen
ein perforiertes oder mit Nuten versehenes Gitter angeordnet wird,
das die allmählich
zunehmende Öffnung
des Durchgangsquerschnitts verbessert.
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Optimale Leistungen im Hinblick auf
die Stabilität
und Präzision
der Regelung der partiellen Öffnung
des Schiebers werden mit Hilfe einer verformbaren Dichtung erzielt,
die einen Kontakt zwischen der feststehenden Zwinge und der beweglichen Zwinge
in jeder beliebigen Position des Schiebers gewährleistet. Bei dieser Dichtung
handelt es sich vorzugsweise um eine ringförmige Metallbürste, welche
in eine ringförmige
Nut der beweglichen Zwinge eingefügt ist, die zu ihrer Versteifung
dient.
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Dank der zylindrischen Form der Schieber sowie
der ringförmigen
Auslegung bzw. Anordnung der Einlassöffnungen der Leitungen, die
sie ganz oder teilweise verschließen können, kann in den Leitungen
eine gleichmäßige Verteilung
der Oxidationsmittelgeschwindigkeiten und/oder -ströme erreicht und
somit eine gleichmäßige Einspritzung
der verschiedenen in die Verbrennungskammer eintretenden Oxidationsmittelströme gemäß einer
Rotationssymmetrie um die gemeinsame Achse der Schieber und Leitungen
erzielt werden, und dies selbst dann, wenn das oder die Oxidationsmittel
vor den Schiebern von einer nicht koaxialen Leitung, insbesondere einer
(in Bezug auf diese Symmetrieachse) radial oder schräg verlaufenden
Leitung geliefert werden. Diese Ergebnisse können mit Hilfe einer einfachen, robusten
und in jeder der Einstellpositionen stabilen mechanischen Montage
auf besonders einfache Weise erzielt werden, wenn Schieber in Form
von koaxialen, zylinderförmigen,
entlang ihrer gemeinsamen Achse verschiebbaren Zwingen vorgesehen
werden, die unabhängig
vom Grad der Öffnung
der Schieber einen gleichmäßigen Fluss
in den Oxidationsmittelleitungen nach den Schiebern gewährleisten.
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Indem zylinderförmige, verschiebbare Schieber
mit unterschiedlichen Durchmessern vorgesehen werden, erhält man eine
kompakte Struktur, die dank des größeren Durchmessers des äußeren Schiebers und
des großen
Durchgangsquerschnitts, den dieser verschließen kann, das Fließen einer
großen
Oxidationsmittelmenge ermöglicht.
Diese Struktur ist zur Ausrüstung
von Brennern geeignet, die jeweils mit zwei oder drei koaxialen
Oxidationsmittel-Förderleitungen
ausgestattet sind, die dazu bestimmt sind, – mit Hilfe von Düsen oder
Klappen – gleichmäßige, axiale,
konvergente oder divergente und eventuell kreisende Oxidationsmittelstrahlen
in die Brennkammer zu leiten.
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Der Kompaktheit der Montage kann
insbesondere dadurch optimiert werden, dass eine Kreuzung (oder Überlappung
oder Überlagerung)
der Schieber und/oder ihres Trag-, Führungsund Verschiebemechanismus
für bestimmte Öffnungspositionen
vorgesehen wird. Diese Überlappung
kann in der Öffnungsposition
von zwei Schiebern erfolgen, deren Öffnungsbewegungen in entgegengesetrter Richtung
verlaufen.
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Die Kompaktheit der Montage mit zwei
oder drei Schiebern (mit denen zwei oder drei Oxidationsmittelleitungen
eines Brenners ausgerüstet
sind) kann insbesondere dadurch optimiert werden, dass Schieber
vorsehen werden, deren Durchmesser so ausgelegt sind, dass das Verhältnis des
Durchmessers des äußeren Schiebers
zum Durchmesser des inneren Schiebers kleiner oder gleich 2 (und
größer als
1, außer
in bestimmten Fällen,
in denen die Durchmesser im Wesentlichen gleich sind) ist und insbesondere
ca. 1,3 bis 1,6 beträgt.
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Unter Durchmesser sind die entsprechenden Durchmesser
des Querprofils des Schiebers zu verstehen, wenn der Querschnitt
der Oxidationsmittelleitungen und der dazugehörigen Schieber nicht kreisförmig, sondern
zum Beispiel quadratisch oder rechteckig ist.
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Ein weiterer, sich aus der Erfindung
ergebender Vorteil besteht darin, dass es die Erfindung im Fall
einer Verbrennungsvorrichtung mit (mindestens) zwei Brennern, die
von einer einzigen Leitung mit Oxidationsmittel gespeist werden,
erlaubt, die an jede Leitung jedes Brenners gelieferte Oxidationsmittelmenge
in einfacher, präziser
und stabiler Weise im Allgemeinen auf denselben Wert zu regeln,
sofern es sich um identische Brenner handelt, und so die mit einem
derartigen Ausgleich der durch parallel angeordnete Schieber geregelten
Oxidationsmittelmengen einhergehenden Schwierigkeiten zu lösen erlaubt.
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Jeder Schieber kann mit Dichtungsmitteln versehen
sein, die den Durchfluss von Oxidationsmitteln in geschlossener
Position unterbinden (und/oder die „Verlustmenge" in dieser Position
auf ein Minimum reduzieren). Diese Dichtungsmittel können einen
Ring oder Flansch umfassen, der mit einem längs gerichteten Ende des Schiebers
verbunden (oder an diesem befestigt oder in dieses integriert) ist.
Dieser Ring vermag, mit einem feststehenden Ring (oder Flansch),
der Bestandteil der Struktur der Vorrichtung ist, in Kontakt zu
kommen (oder an diesem aufzuliegen), wenn sich der Schieber in geschlossener
Position befindet. Eine Metalldichtung kann diesen an dem Schieber
befestigten und (in Bezug auf die längs gerichtete Symmetrieachse
des Schiebers) quer verlaufenden flachen Ring umfassen oder aus
diesem bestehen. Wird dieser Ring aus einem Blech mit geringer Dicke
von insbesondere ca. 0,5 bis 2 Millimeter hergestellt, kann sich
der Ring leicht verformen, wenn er an dem feststehenden Ring der
Struktur aufliegt, wodurch der Kontakt des anderen Endes des Schiebers
an seinem gesamten Umfang mit einer zweiten Wand oder einem zweiten
feststehenden Ring der Vorrichtung gewährleistet werden kann, wodurch
folglich ein im Wesentlichen dichter Verschluss des Schiebers durch
den Kontakt des Umfangs seiner beiden längs gerichteten Enden mit der
feststehenden Struktur der Verbrennungsvorrichtung gewährleistet
werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsart
besteht die Struktur des zylinderförmigen Schiebers aus einem
dünnen,
insbesondere ca. 1 bis 3 Millimeter dicken Blech, das gerollt und
verschweißt
ist, um eine zylinderförmige
Zwinge mit kreisförmigem
Querschnitt zu bilden, die mit einer oder mehreren ringförmigen Verstärkungen
bzw. Umfangsverstärkungen
(oder Versteifungen) versehen ist, welche die Struktur des Schiebers
versteifen, so dass man einen leichten Schieber mit einfachem Aufbau
erhält.
Diese Verstärkung
kann durch einen Falz oder eine wellenförmige Umfangserhebung im Blech des
Schiebers erzielt (oder gebildet) werden.
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Die Präsenz der Dichtungs- und Verstärkungsmittel
stellt beträchtliche
Vorteile in Bezug auf die in dem Patent FR 2.188.780 beschriebenen Struktur
dar. Die zylinderförmige
Struktur dieser Schieber ermöglicht
es, einen sehr großen
Durchgangsquerschnitt und damit einen geringen Druckverlust zu gewährleisten.
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Diese Struktur mit mehreren verschiebbaren Schiebern
ist insbesondere für
Anlagen zum Erhitzen von Abgasen von Motoren oder Gasturbinen in
Anlagen zur gleichzeitigen Erzeugung zweier Energiearten geeignet.
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Bei diesen Anlagen werden die Abgase
des Motors oder der Turbine erhitzt und so ihre Verbrennung hervorgerufen.
Während
des Betriebs des Motors oder der Turbine werden diese Brenngase
in großer
Menge mit einer Temperatur von ca. 500°C an die Brenner geliefert.
Während
des Stillstands des Motors oder der Turbine wird der Brenner mit
einer deutlich geringeren Menge Kaltluft gespeist. Das erfindungsgemäße System
ermöglicht
bei dieser Betriebsart durch den dichten Verschluss eines der Schieber
eine Anpassung an diese Schwankungen der Betriebsart.
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Diese Vorrichtung ist außerdem für Brenner mit
Luftabstufung geeignet, bei denen ein erster Teil der Verbrennungsluft
in der Mitte des Brenners eingespritzt und der andere Teil durch
Düsen oder
einen ringförmigen,
zum Brenner koaxialen Raum auf einem Durchmesser, der ca. dem 1,2-
bis 2fachen des Durchmessers der inneren Leitung entspricht, eingespritzt
wird. Diese Brenner sind zur Reduzierung der Stickoxidemissionen
bestimmt.
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Die Trag-, Führungs- und Bewegungsmittel jedes
zylinderförmigen,
verschiebbaren Schiebers bestehen aus einer Gelenkstruktur mit zwei
oder drei parallelogrammartigen Gestängen, die vorzugsweise von
einem jedem Schieber zugeordneten Zylinder unter der Kontrolle einer
Steuereinheit betätigt
wird und sich außen
um die zylinderförmige,
bewegliche Wand jedes Schiebers erstreckt. Alternativ wird diese Struktur
manuell betätigt.
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Die verformbare parallelogrammartige
Struktur, die durch Gelenke (oder Drehzapfen) mit dem zylinderförmigen Schieber
verbunden ist, ist besonders dazu geeignet, Schieber zu tragen,
die Staub oder Ruß ausgesetzt
sind. Wie in dem Patent FR 2.188.780 beschrieben, wird die Struktur
im Wesentlichen gebildet aus:
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- – zwei
Gabeln, die im Wesentlichen die Form eines halben Kreisbogens aufweisen
und um den Schieber angeordnet und jeweils um zwei Drehzapfen gelenkig
gelagert sind, die sich um feststehende Achsen drehen;
- – zwei
mit Gelenken versehene Schwingarme, die die beiden auf derselben
Seite des Schiebers angeordneten Enden der Gabeln miteinander verbinden;
- – zwei
diametral entgegengesetzte Drehzapfen, die den Schieber tragen und
in der Mitte der Schwingarme angeordnet sind;
- – Mittel
zum gleichzeitigen Drehen der beiden Gabeln um ihre Drehzapfen sowie
wenigstens eine Vorrichtung zum Führen des Schiebers, die von
zwei Armen gebildet wird, welche um feststehende Drehzapfen gelenkig
gelagert sind, wobei die Enden der beiden Arme durch einen Gelenkschwingarm
miteinander verbunden sind, der in seiner Mitte einen außerhalb des
Schiebers befestigten Drehzapfen trägt.
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Zum besseren Verständnis der
mit der Erfindung verbundenen Vorteile dient die nun folgende Beschreibung
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen, die bevorzugte Ausführungsarten der
Erfindung zeigen, jedoch keinen einschränkenden Charakter haben.
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In diesen Zeichnungen sind identische
oder vergleichbare Elemente in jeder der Figuren mit demselben Bezugszeichen
gekennzeichnet, sofern nichts anderes angegeben ist.
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1 zeigt
eine Teilansicht in Form eines Querschnitts einer Verbrennungsvorrichtung
mit einem Brenner, der mit zwei Oxidationsmittel-Förderleitungen
verbunden ist, die jeweils mit einem zylinderförmigen, verschiebbaren Schieber
versehen sind.
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2 ist
eine vereinfachte perspektivische Darstellung des Schiebersystems
aus 1.
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3 zeigt
in vereinfachtem Querschnitt (und Längsschnitt) die Anwendung der
Erfindung auf einen Brenner, der mit Mitteln zur Rückführung der Verbrennungsrauchgase
verbunden ist.
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4 zeigt
eine Teilansicht in Form eines Längsschnitts
eines Brenners mit zwei Schiebern, die denselben Durchmesser aufweisen. 5 ist eine vergrößerte Teilansicht
von 4, die welche die
an jedem Ende mit Dichtungsbürsten
versehene bewegliche Zwinge eines Schiebers zeigt.
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Insbesondere mit Bezug auf 1 und 2 ermöglicht
die Verbrennungsvorrichtung 1 die Erzeugung einer Flamme 2 in
einer Brennkammer 3, die von Wänden 4 aus feuerfestem
Material begrenzt wird.
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In der Wand 4 ist eine beispielsweise
zylinderförmige Öffnung 5 vorgesehen,
die sich entlang der Hauptsymmetrieachse 7 des Brenners
und der Verbrennungsvorrichtung erstreckt, und in der innen der
Brenner 6 verläuft.
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Dieser Brenner ist mit einer Leitung 8,
die sich entlang der Längssymmetrieachse 7 erstreckt und
einen (flüssigen
oder pulverförmigen)
Brennstoff bis zum Brennerkopf transportiert, sowie gegebenenfalls
Leitungen 9 verbunden, die Gas (zum Beispiel Erdgas oder
Flüssiggas)
liefern.
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Die Wand 4 umfasst eine
zweite ringförmige Öffnung 10,
die eine Leitung 11 zum Transport von Brenngas durch die
Wand 4 begrenzt.
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Eine feststehende Struktur, die im
Wesentlichen eine zylinderförmige
Zwinge 13 mit der Achse 7 und einen Flansch 14 umfasst,
begrenzt eine Hauptleitung 12, die ebenfalls zum Transport
von Oxidationsmittel bis zum Kopf 6a des Brenners 6 dient.
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Die Vorrichtung 1 umfasst
eine durch die Wand 4 von der Kammer 3 getrennte
Kammer 15, in der die Leitungen 8, 9 sowie
ein Teil der Struktur 14, 13 des Brenners verlaufen,
wobei in diese Kammer 15 die Gase (bzw. die als Oxidationsmittel
dienende Luft) eingeleitet werden, die von einer Leitung 16 gemäß einer
durch den Pfeil 17 dargestellten, radialen Flussrichtung
geliefert werden.
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Die in 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung umfasst
einen inneren zylinderförmigen,
verschiebbaren Schieber 21, der in 1 in der maximalen Öffnungsposition und in 3 in der Zwischenposition
dargestellt ist, sowie einen äußeren zylinderförmigen,
verschiebbaren Schieber 19, der in 1 und 3 in
der geschlossenen Position dargestellt ist. Der Schieber 21 ermöglicht den
Durchlass der Brenngase in Richtung des Pfeils 20 in den
Hauptkanal 12 für den
Transport des Oxidationsmittels bis zum Kopf des Brenners, wogegen
der Schieber 19 die Zirkulation 18 des Oxidationsmittels
zur zweiten Leitung bzw. zum zweiten Kanal 11 für den Transport
des Oxidationsmittels bis in die Brennkammer 3 in der in 1 und 3 dargestellten Position unterbindet.
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Der wie der Schieber 19 in
Richtung der Achse 7 verschiebbar angebrachte Schieber 21 weist
die Form einer zylinderförmigen
Zwinge mit kreisförmigem
Querschnitt auf, deren Ende 21a zum Verschließen des
Durchgangs 33 durch Verschiebung mit einer Wand 23 in
Kontakt kommen kann, die die Kammer 15 begrenzt, und durch
die die Leitungen 8 und 9 sowie Stangen 24,
welche die Schieber 19 und 21 in Bewegung versetzen,
verlaufen.
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Der Schieber 19 besteht
aus einem gerollten Blech, das eine zylinderförmige Zwinge bildet, die im mittleren
Teil (1) zur Verstärkung mit
einer wellenförmigen
Erhebung 19b versehen ist und sich von einem ersten Ende 19a,
das mit einem Flansch 22 an der Wand 4 (in der
in 1 dargestellten geschlossenen
Position) in Kontakt ist, bis zu einem zweiten Ende (19d, 2) erstreckt, an dem sie mit einem ebenen
Querblech 19c (1 und 3) versehen ist, das einen
Flansch oder Ring bildet und an dem Flansch 14 anliegt
(der Bestandteil der feststehenden Tragstruktur des Brenners und
der Verbrennungsvorrichtung ist), um einen dichten Verschluss in dieser
Position zu gewährleisten.
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Jeder der Schieber 19 und 21 wird
jeweils mit Hilfe von Stangen 27 und 29 (im Fall
des Schiebers 19) getragen, geführt und in Bewegung versetzt,
wobei diese (gabelförmigen)
Stangen 27 und 29 durch ein Gelenk 27a, 29a mit
einem mittleren Schwingarm 28 verbunden sind, an dem der
Schieber 19 durch ein mittleres Gelenk 28a befestigt
ist, um ein parallelogrammartiges Gestänge zu bilden. Zwei parallelogrammartige
Gestänge,
die, wie insbesondere in 2 dargestellt,
in Bezug auf eine mittlere Längsebene
symmetrisch angeordnet sind, sowie ein drittes parallelogrammartiges
Gestänge 28, 34,
das als Drehungsstabilisator dient, bilden das Führungssystem des Schiebers 19.
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Jede der Gabeln 27, 29 in
Form eines halben Kreisbogens ist mit Hilfe von zwei Drehzapfen 27b (bzw.
29b) (die symmetrisch auf beiden Seiten einer Längsebene angeordnet sind, in
der sich die Achse 7 sowie die Achse der Steuerstange 24 befinden)
in Bezug auf teilweise dargestellte Tragstäbe oder -stangen 35, die mit
der feststehenden Struktur verbunden sind, gelenkig gelagert.
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Die Zwinge des Schiebers 19 ist
auf diese Weise an den drei Drehzapfen bzw. Gelenken 28a der
drei Schwingarme 28 aufgehängt. Alternativ kann der dritte
Schwingarm 28 des dritten Parallelogramms 34, 28 durch
eine Führung
ersetzt werden, welche die Drehung der Zwinge 19 verhindert.
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Ein identisches oder kleiner ausgelegtes System
mit Stangen oder Gabeln 30 und 32 sowie einem
mittleren Schwingarm 31 erfüllt die Trag-, Führungs-
und Bewegungsfunktionen des Schiebers 21 in derselben Weise.
Die Schieber werden jeweils von zwei Zylindern 25 und 26 über eine
Stange 24 betätigt,
die durch die Wand 23 verläuft und eine Gelenkverbindung
mit der gesteuerten Gabel 27 (bzw. 30) aufweist.
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Mit Bezug auf 3 wird eine vergleichbare Vorrichtung
mit doppeltem verschiebbarem Schieber in einer Verbrennungsvorrichtung
verwendet, die mit Mitteln zur Rückführung der
Rauchgase sowie einem Mischbrenner ausgerüstet ist.
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Ein derartiger Brenner umfasst eine
Hauptleitung 12 zur Zufuhr von Primärluft, Mittel 8 zum
Einspritren von flüssigem
Brennstoff in den Brennraum 3, die innen in der Hauptleitung 12 (in
Richtung ihrer Achse) angeordnet sind, einen Flammenstabilisator 55,
der koaxial innen in dieser Hauptleitung 12 angeordnet
ist, sowie mehrere Öffnungen 63 zur
Zufuhr von Sekundärluft,
die sich außerhalb
der Mittel 8 zum Einspritzen von flüssigem Brennstoff sowie der
Leitung 12 befinden. Zwischen den Mitteln 8 zum
Einspritzen von flüssigem
Brennstoff und den Öffnungen 13 zur
Zufuhr von Sekundärluft
sind Mittel 9 zum Einspritzen von gasförmigem Brennstoff ringförmig angeordnet.
Diese können
durch einen einzigen ringförmigen
Durchgang 11 ersetzt werden, der ringförmig außerhalb der Einspritzmittel 9 und 8 angeordnet
ist. Der Stabilisator 55 umfasst eine Nabe 55a,
die um die Leitung 8 eine Blende bildet und versetzt hinter den
Düsen angeordnet
und mit Umfangsrippen 55b versehen ist.
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Die Vorrichtung umfasst einen Ring 53,
aus feuerfestem Material mit den gesamten Öffnungen für die Luftzufuhr, Brennstoffeinspritzung
und Rauchgasrückführung, der
so durch die feuerfeste Wand 4 des Brennraums 3 hindurch
angeordnet ist, dass seine Vorderseite 53, durch die diese Öffnungen
münden,
in Bezug zu dieser übersteht.
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Die Öffnungen 63 sind am
Umfang versetzt zwischen den Öffnungen 74 zum
Ansaugen der Rauchgase im Brennraum 3 angeordnet. Die Ansaugöffnungen 74 können durch
einen einzigen ringförmigen
Durchgang am Umfang ersetzt werden, durch die Präsenz mehrerer, versetzt angeordneter Öffnungen
kann jedoch verhindert werden, dass erneut Sekundärluft in
diese Rauchgasansaugöffnungen
gesaugt wird und (umgekehrt) dass diese Zufuhr von Sekundärluft die
Rauchgase daran hindert, (in Richtung des Pfeils 61) angesaugt
und wieder zum Kopf des Brenners zurückgeführt zu werden. Diese beiden
Medien tauschen ihre Wärme
im Innern des Brenners dank einer gemeinsamen Wand 601 aus, die:
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- – einerseits
einen Behälter 60 zur
Verteilung der rückgeführten Rauchgase
trennt, der auf einer Seite von den Öffnungen 74 zum Ansaugen
der Rauchgase im Brennraum 3 gespeist wird und diese nach
Abkühlung
wieder in Leitungen 59 zum erneuten Einspritzen in den
Brennraum einspritzt, durch die auch die Mittel 9 zum Einspritzen
des gasförmigen
Brennstoffs münden,
- – und
andererseits einen Behälter 64 zur
Verteilung der Sekundärluft,
der auf einer Seite von einer Zufuhrleitung 16 (Pfeil 18)
nach dem Durchgang durch den Schieber 19 gespeist wird
und auf einer anderen Seite die Sekundärluft (nach ihrer Erwärmung) über die
Kanäle 11 in
den Brennraum einspritzt, die in den oben definierten Öffnungen 63 enden.
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Die Mittel 9 zum Einspritzen
von gasförmigem
Brennstoff und die Mittel zum erneuten Einspritzen der Rauchgase,
die vorzugsweise koaxial sind und gemeinsame Öffnungen 9 aufweisen,
sind ringförmig
am Umfang um den Flammenstabilisator 55 angeordnet.
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Um eine Abstufung der Luftzufuhr
in Bezug auf die Flamme des flüssigen
Brennstoffs zu erzeugen, münden
die Öffnungen
zum Einspritzen dieses Brennstoffs sowie die des gasförmigen Brennstoffs und
die für
die Zufuhr von Primärluft
in den Boden einer Wanne 56. Diese ist in Bezug auf die
feuerfeste Wand 53, die sie umgibt und durch die die Öffnungen 63 münden und
außerdem
die Rauchgase des Brennraums 2 angesaugt werden, vertieft
angeordnet. Die Wanne kann die Form eines Kegelstumpfs aufweisen.
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Die Mittel 9 zum Einspritzen
des gasförmigen Brennstoffs
können
getrennte Zufuhrrohre sein, die ringförmig um die Mittel 8 zum
Einspritzen des flüssigen
Brennstoffs angeordnet sind und sich in der Zufuhrleitung 12 für die Primärluft befinden,
oder durch Düsen
ersetzt werden, die an einem einzigen, ringförmig am Umfang um das Mittel 8 zum
Einspritzen des flüssigen
Brennstoffs angeordneten Ring angebracht sind und von einem einzigen
Zufuhrrohr gespeist werden.
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Die Mittel 8 zum Einspritzen
des flüssigen Brennstoffs
können
mehrere Öffnungen
aufweisen, die mehrere separate Flammen im Brennraum 3 erzeugen,
die entweder parallel zur Achse 7 des Brenners oder divergent
und in Richtung der Öffnungen 63 für die Zufuhr
von Sekundärluft
ausgerichtet sind, um die Verbrennung des flüssigen Brennstoffs nach einer
ersten Verbrennungsphase mit der Primärluft zu verbessern.
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Das erfindungsgemäße System mit verschiebbaren
Schiebern kann auch vorteilhafterweise auf die in der Anmeldung
EP 774 620 beschriebenen Brenner
angewendet werden, die keine Rauchgasrückführungskreisläufe umfassen.
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Wie in 4 dargestellt,
erfolgt der Einlass von Oxidationsmittel in die Leitung 12 in
Richtung des Pfeils 20 über
kreisförmige Öffnungen 13a,
die gleichmäßig in den
hinteren Teil der feststehenden Zwinge 13 gebohrt sind.
Diese Zwinge weist im vorderen Teil längliche, gebohrte Öffnungen 13b auf,
die den Durchgang des Oxidationsmittels in Richtung des Pfeils 18 von
der Kammer 15 in die Leitung 11 mit ringförmigem Querschnitt
ermöglichen,
die die Hauptleitung 12 umgibt.
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Jede der beweglichen Zwingen des
vorderen Schiebers 19 und des hinteren Schiebers 21 ist
an jedem längs
gerichteten Ende mit einer ringförmigen, wellenförmigen Erhebung
versehen, die eine Nut begrenzt, welche eine Dichtungsbürste 99 (5) aufnimmt, die an der
feststehenden Zwinge 13 aufliegt.
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Wie in 1, 3, 4 dargestellt, trägt die Position des an der
Wand 4 angeordneten "vorderen" Schiebers 19 – sowie
der entsprechenden Öffnungen 13b – zur Kompaktheit
des Brenners bei.