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Diese Erfindung betrifft Anzeigegeräte, insbesondere
hintergrundbeleuchtete Anzeigegeräte und Hintergrundbeleuchtungen
für Anzeigen.
Die Hintergrundbeleuchtung wird mittels organischem lichtemittierenden
Material bereitgestellt.
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Lichtemittierende organische Materialien sind
in WO 90/13148 und US-A-4 539 507 beschrieben. Die grundlegende
Struktur dieser Geräte
ist eine lichtemittierende organische Schicht, beispielsweise ein
Film aus einem Poly(p-phenylenvinylen) ("PPV"), der sandwichartig
zwischen zwei Elektroden liegt. Eine der Elektroden (die Kathode)
injiziert negative Ladungsträger
(Elektronen), und die. andere Elektrode (die Anode) injiziert positive
Ladungsträger
(Löcher).
Die Elektronen und die Löcher
verbinden sich in der organischen Schicht unter Erzeugung von Photonen.
In WO 90/13148 ist das organische lichtemittierende Material ein
Polymer. In US-A-4 539-507 gehört
das organische lichtemittierende Material zu einer Klasse, die als
Kleinmolekülmaterialien
bekannt ist, wie (8-Hydroxychinolin)aluminium ("Alq3"). In einem
praktischen Gerät
ist eine der Elektroden in der Regel transparent, damit die Photonen
aus dem Gerät
austreten können.
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Figur 1 zeigt die typische Querschnittstruktur eines
organischen lichtemittierenden Geräts ("OLED"). Das OLED wird
in der Regel auf einem Glas- oder Kunststoffsubstrat 1 gefertigt,
das mit einer transparenten ersten Elektrode 2 beschichtet wird,
wie Indium-Zinn-Oxid ("ITO"). Solche beschichteten Substrate sind
im Handel erhältlich.
Dieses ITObeschichtete Substrat wird mindestens mit einer Schicht
eines dünnen
Films aus elektrolumineszierendem organischem Material 3 und
einer letzten Schicht beschichtet, die eine zweite Elektrode 4 bildet
und in der Regel ein Metall. oder eine Legierung ist. Dem Gerät können andere
Schichten hinzugefügt werden,
beispielsweise um den Ladungstransport zwischen den Elektroden und
dem elektrolumineszierenden Material zu verbessern.
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Organische lichtemittierende Materialien
haben ein großes
Potenzial für
die Verwendung bei verschiedenen Anzeigeanwendungen. Eine derartige Anwendung
ist die als Hintergrundbeleuchtung für transmissive oder transflektive
Flüssigkristallanzeigen.
In einer Flüssigkristallanzeige
gibt es in der Regel eine planare Flüssigkristallzelle, die aktive
Bereiche aufweist, in denen die optischen Eigenschaften des Flüssigkristallmaterials
durch Anlegen eines elektrischen Feldes geändert werden können, um den
Lichtdurchgang durch die Bereiche zu variieren. Bei einer transmissiven
Flüssigkristallanzeige
gibt es eine Lichtquelle hinter dem Flüssigkristallfeld, und Licht
aus der Quelle scheint durch jene Bereiche, die Licht durchdringen
kann, zu einem Betrachter. Bei einer transflektiven Flüssigkristallanzeige
wird die Lichtquelle durch einen reflektierenden Spiegel ergänzt, der
sich auch hinter dem Flüssigkristallfeld
befindet und einfallendes Licht in Richtung des Betrachters zurückwerfen
kann.
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Die Form und das Layout der aktiven
Flüssigkristallbereiche
werden im Allgemeinen durch die Struktur der Elektroden in dem LCD
definiert. Einige Strukturen sind für alphanumerische oder spezielle Zeichenformate
spezifisch. Eine Alternative ist eine allgemeine Punktmatrixanzeigestruktur,
in der die aktiven Bereiche üblicherweise
so angeordnet sind, dass sie ein Matrixfeld von Pixeln liefern.
Die Pixel werden normalerweise in einem orthogonalen Gitter-Layout
angeordnet, wobei die Pixel in zueinander senkrechten linearen Zeilen
und Spalten angeordnet sind; es sind jedoch auch andere Layouts,
wie nicht-orthogonale Gitter, möglich.
Die LCD-Pixel können
durch eine konventionelle Anzeigesteuerung gesteuert werden.
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2 zeigt
eine schematische Draufsicht der grundlegenden Struktur eines Passivmatrix-LCD. Darin
befinden sich die orthogonalen Linien der Zeilen 10 und
Spalten 11 eines transparenten Leiters wie ITO. Diese bilden
die Elektroden. Die Zeilen- und Spaltenlinien werden in der Ebene
der 2 durch die Flüssigkristallschicht
selbst getrennt. (Der Einfachheit halber sind andere LCD-Komponenten
wie Polarisatoren, Ausgleichsschichten, die Flüssigkristallschicht und Farbfilter
in 2 weggelassen worden).
Die Flächen,
in denen sich Zeilen- und Spaltenlinien überlappen, definieren die aktiven
Bereiche (Pixel) des Geräts
(z. B. bei 13), die adressiert werden können, indem eine Spannung zwischen
den relevanten Zeilen- und Spaltenlinien angelegt wird. Weil die
Spaltenlinien über
die Zeilenlinien hinweg verlaufen, ist es nicht möglich, alle
Pixel gleichzeitig individuell zu adressieren. Stattdessen werden
die Pixel mit einer zeilenweisen Abtastung adressiert. Eine alternative
Treiberanordnung für
ein LCD ist die Aktivmatrixanordnung, in der jedes Pixel individuelle Steuerschaltkreise
hat, die zweckmäßig in Form
von Dünnfilmtransistoren
(TFT) vorliegen können,
um ein kontinuierlicheres Antreiben der Pixel zu ermöglichen.
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Zur Herstellung einer mehrfarbigen
Anzeige unter Verwendung eines LCD-Felds ist es bekannt, Hintergrundbeleuchtungen
bereitzustellen, die selektiv so betrieben werden, dass sie farbiges
Licht durch Pixel des LCD-Felds hindurch emittieren. Der Betrieb der
Hintergrundbeleuchtungen und des LCD-Felds kann, falls erforderlich,
synchronisiert werden, so dass die LCD-Pixel nur dann Licht durch
ein Pixel hindurchlassen, wenn die geeignete Hintergrundfarbe emittiert
wird. WO 91/10223 beschreibt beispielsweise ein hintergrundbeleuchtetes
LCD, das durch Anordnen eines einzelnen LCD-Felds gebildet wird, das
eine Matrix von Pixeln über
einer Bank von roten, grünen
und blauen fluoreszierenden Lampen bereitstellt. Der Sinn, dieser.
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Anordnung liegt in der Verbesserüng der Effizienz,
indem die Notwendigkeit von Farbfiltern zur Bereitstellung des farbigen
Lichts vermieden wird. WO 93/13514 beschreibt eine farbfluoreszierende Hintergrundbeleuchtung
für ein
LCD, bei dem eine Hintergrundbeleuchtung durch eine Vielzahl phosphorisierender
Streifen, die rotes, grünes
und blaues Licht emittieren können
und sich in einer Vakuumkammer befinden, bereitgestellt wird. PCT/GB 96/00924,
die der Veröffentlichungsnummer
WO 96/33483 entspricht, beschreibt die Verwendung eines Lichtmodulators,
der ein Passivmatrix-LCD und eine elektrolumineszierende LED umfasst.
Die Lichtquelle ist so adressierbar, dass aus ausgewählten Bereichen
Licht emittiert wird, wobei jeder Bereich mindestens eine Vielzahl
von Zeilen des Lichtmodulators überlappt,
wodurch Übersprechen
in der Anzeige verringert werden soll.
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Es besteht ein Bedarf nach einem
vereinfachten und preisgünstigeren
System, um Farbhintergrundbeleuchtung für LCDs usw. zur Verfügung zustellen,
insbesondere einem System, in dem die Hintergrundbeleuchtung fein
verteilt werden kann, um sich kleinen LCD-Pixeln anzupassen, und
genau positioniert werden kann.
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Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung
einer lichtemittierenden Einheit eines Anzeigegeräts geschaffen,
wobei das Anzeigegerät eine
Lichtschalteinheit aufweist, die ein Matrixfeld von Pixeln umfasst,
die jeweils so betrieben werden können, dass ihr Lichtdurchgang
variiert wird, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Bilden einer Reihe von. Rillen auf einem Substrat, Absetzen eines
ersten linearen Bereichs aus einem ersten organischen lichtemittierenden
Material mit einer ersten Emissionsfarbe mittels Tintenstrahlverfahren
in einigen der Rillen, Absetzen eines zweiten linearen Bereichs
aus einem zweiten organischen lichtemittierenden Material mit einer
zweiten Emissionsfarbe mittels Tintenstrahlverfahren in anderen
der Rillen und Positionieren der Rillen, so dass das lichtemittierende
Material in jeder Rille hinter einer jeweiligen Vielzahl von Pixeln
des Matrixfelds in der Blickrichtung liegt, um diese Pixel von hinten
zu beleuchten.
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Das Bilden der Bereiche durch Absetzen
mittels Tintenstrahlverfahren ermöglicht das effiziente, feine
und genaue Definieren dieser Bereiche.
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Die Hintergrundbeleuchtung kann eine
dritte Reihe von Bereichen aus organischem lichtemittierendem Material
mit einer dritten Emissionsfarbe und weitere derartige Bereiche
umfassen, was zu vier oder mehr Emissionsfarben führt. Jeder
Bereich aus organischem lichtemittierendem Material mit einer Emissionsfarbe
ist von dem nächsten
derartigen Bereich mindestens um Bereiche aus organischem lichtemittierendem
Material mit beiden der anderen Emissionsfarben beabstandet. Die
Materialien können
beispielsweise über
die Ebene des Geräts
alternieren. Eine bevorzugte Option ist, dass die Materialien rotes,
grünes
und blaues Licht emittieren. Die Bereiche des organischen lichtemittierenden
Materials sind lineare Bereiche, können jedoch gekrümmt oder unregelmäßig geformt
sein oder andere Formen aufweisen. Benachbarte Bereiche laufen vorzugsweise Seite
an Seite, so dass sie vorzugsweise parallel sind. Vorzugsweise liegt
ein einziger der Bereiche des lichtemittierenden Materials hinter
jedem Pixel.
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Die Rillen, in denen die organischen
lichtemittierenden Materialien abgesetzt werden (und insbesondere
deren Wände),
können
durch Bereiche aus elektrisch isolierendem Material definiert werden.
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Die Hintergrundbeleuchtung umfasst
Elektroden, die auf jeder Seite des lichtemittierenden Materials
angeordnet sind. Vorzugsweise ist mindestens eine der Elektroden
lichtdurchlässig,
und diese Elektrode liegt vorzugsweise zwischen dem emittierenden
Material und den Pixeln. Wenn das Gerät das die Rillen definierende
isolierende Material umfasst, ist es bevorzugt, dass Teile von mindestens
einer der Elektroden Teile dieses Isoliermaterials überlappen und
in Blickrichtung vor diesen Teilen des Isoliermaterials liegen.
Das Material, das die Rillen definiert, kann mindestens zwei Materialschichten
umfassen, wobei in diesem Fall diese Schichten vorzugsweise unterschiedliche
Benetzungseigenschaften haben. Eine dieser Schichten definiert,
wo sie vorhanden ist, vorzugsweise die unteren Abschnitte der Wände der Rille
und hat ähnliche
Benetzungseigenschaften wie das Material, welches die Basis der
Rille definiert (z. B. eine der Elektroden).
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Zur Verbesserung der Ladungsverteilung und/oder
zur Herabsetzung des Widerstands in einer oder beiden der Elektroden
kann sich leitfähiges
Material in Kontakt mit der oder jeder Elektrode befinden. Das leitfähige. Material
umfasst vorzugsweise ein Metall oder eine Legierung. Bei der Vorrichtung, bei
der das isolierende Material Rillen definiert, ist es bevorzugt,
dass sich die Bereiche des leitfähigen
Materials mindestens teilweise mit dem isolierenden Material überlappen.
Vorzugsweise ist mindestens eine der Elektroden strukturiert, am
meisten bevorzugt linear strukturiert, so dass eine Reihe unabhängiger Elektrodenstreifen
zurückbleibt,
um so die unabhängige
Steuerung von jedem lichtemittierenden Bereich oder jeder Reihe
von lichtemittierenden Bereichen zu ermöglichen. Die linearen, Bereiche
entsprechen vorzugsweise Zeilen einer Anzeige. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform
ist nur eine der Elektroden strukturiert, um eine unabhängige Steuerung
von jeder Reihe lichtemittierender Bereiche zu ermöglichen,
und die andere Elektrode ist allen lichtemittierenden Bereichen
gemeinsam.
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Das Anzeigegerät kann eine Struktur zur räumlichen
Einengung der Lichtemission aus mindestens einem der Bereiche des
lichtemittierenden Materials enthalten. Diese Struktur kann einige
oder alle der lichtemittierenden Strukturen dieses Bereichs umfassen.
Einige nichteinschränkende
Möglichkeiten
für eine.
derartige Struktur sind eine Interferenz-, Hohlraumund/oder Mikrohohlraumstruktur. Wenn
die Struktur einen Resonanzhohlraum enthält, kann der Hohlraum mindestens
teilweise durch das lichtemittierende Material und/oder eine oder
mehrere Elektroden definiert sein. Eine Resonanzstruktur kann zusätzlich zu
oder anstelle der räumlichen
Veränderung
des emittierten Lichts dieses beispielsweise spektral verändern, indem
das Licht spektral umverteilt wird, um die Emissionsfarbe zu beeinflussen, z.
B. um die Reinheit der Farbe zu verbessern und das Emissionsspektrum
schärfer
zu machen.
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Das Gerät kann einen optischen Farbfilter umfassen,
der zum Aufnehmen und zum Filtern von Licht angeordnet ist, das
aus mindestens einem oder aus den Bereichen aus lichtemittierendem
Material emittiert wird. Alle lichtemittierenden Bereiche einer Farbe
können
entsprechende Filter aufweisen.
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Die Lichtschalteinheit ist geeigneterweise eine
Flüssigkristalleinheit.
Das Matrixfeld der Pixel kann ein orthogonales Matrixfeld sein.
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Das organische lichtemittierende
Material ist geeigneterweise ein Polymer und vorzugsweise ein konjugiertes
Polymer.
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Das Gerät kann geeigneterweise auch
eine Anzeigesteuerungseinheit umfassen, die mit der Lichtschalteinheit
und der Hintergrundbeleuchtung gekoppelt ist. Die Anzeigesteuerungseinheit
wird geeigneterweise so betrieben, dass synchron jeder Bereich des
organischen Materials zusammen mit den Pixeln adressiert wird, hinter
denen der Bereich liegt. Die Anzeigesteuerungseinheit ist geeigneterweise
in der Lage, die Lichtschalteinheit und die. Hintergrundbeleuchtung
in Reaktion auf Videoeingabesignale zu steuern, die die Azeigesteuerungseinheit
erhält.
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Einige bevorzugte Materialien für Komponenten
(soweit vorhanden) der lichtemittierenden Einheit sind wie folgt:
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- – Eine
der Elektroden oder "Ladungsträger
injizierenden Schichten" (die Löcher
injizierende Schicht) hat vorzugsweise eine Austrittsarbeit von mehr
als 4,3 eV. Die Schicht kann ein Metalloxid wie Indium-Zinn-Oxid
("ITO") oder Zinnoxid ("TO") umfassen. Die andere Elektrode/Ladungsträger injizierende
Schicht (die Elektronen injizierende Schicht) hat vorzugsweise eine
Austrittsarbeit von weniger als 3,5 eV. Diese Schicht kann geeigneterweise
aus einem Metall mit niedriger Austrittsarbeit (Ca, Ba, Yb, Sm,
Li, usw.) oder einer Legierung hergestellt sein, die ein oder mehrere
derartige Metalle zusammen mit gegebenenfalls anderen Metallen (z.
B. Al) umfasst. Mindestens eine der Elektrodenschichten ist in geeignetem
Maße lichtdurchlässig und
vorzugsweise transparent, geeigneterweise bei der Frequenz der Lichtemission
aus einem oder mehreren der lichtemittierenden Bereiche.
- – Es
kann eine oder mehrere Ladungstransportschichten zwischen dem lichtemittierenden
Material und den Ladungsträger
injizierenden Schichten geben. Die oder jede Transportschicht kann geeigneterweise
ein oder mehrere Polymere umfassen, wie mit Polystyrolsulfonsäure dotiertes Polyethylendioxythiophen
("PEDOT-PSS") und/oder Poly(2, 7-(9, 9-di-n-octylfluoren) – (1, 4-phenylen-
(4- imino(benzoesäure))-1,4-phenylen-(4-imino(benzoesäure))-1,4-phenylen)) ("BFA")
und/oder Polyanilin und/oder PPV.
- – Das
oder jedes organische lichtemittierende Material kann ein oder mehrere
individuelle organische Materialien umfassen, geeigneterweise Polymere,
vorzugsweise konjugierte oder teilweise konjugierte Polymere. Zu
geeigneten Materialien gehören
Poly(p-phenylenvinylen) ("PPV"), Poly(2-methoxy-5(2'-ethyl)hexyloxyphenylenvinylen)
("MEH-PPV"), ein
PPV-Derivat (z. B. ein Dialkoxy- oder Dialkylderivat), ein Polyfluoren und/oder
ein Copolymer, das Polyfluorensegmente einbaut, PPVs und/oder verwandte
Copolymere, Poly (2, 7-(9,9-di-noctylfluoren)-(1,4-phenylen-((4-sec-butylphenyl)imino)-1,4-phenylen)) ("TFB"),
Poly(2, 7-(9,9-di-noctylfluoren)-(1,4-phenylen-((4-methylphenyl)imino)-1,4-phenylen-((4-methylphenyl)imino)-1,4-phenylen)) ("PFM"),
Poly(2, 7-(9,9-di-n-octylfluoren)-(1,4-phenylen-((4-methoxyphenyl)imino)-1,4-phenylen-((4-methoxyphenyl)imino)-1,4-phenylen))
("PFMO"), Poly(2,7-(9,9-di-n-octylfluoren) ("F8") oder (2,7-(9,9-Di-n-octylfluoren)-3,6-benzothiadiazol) ("F8BT").
Zu alternativen Materialien gehören
organische molekulare lichtemittierende Materialien, z. B. in Lösung verarbeitbare
Kleinmolekülmaterialien,
wie Spiroverbindungen (siehe EP-A-0 676 461) und anderes in Lösung verarbeitbares Kleinmolekülmaterial
oder elektrolumines- zierendes konjugiertes Polymermaterial, wie
es im Stand der Technik bekannt ist.
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Es ist klar, dass der Begriff Absetzen
mittels Tintenstrahlverfahren sich auf einen Typ eines Absetzungsverfahrens
bezieht und nicht bedeutet, dass das abzusetzende Material eine
Tinte ist.
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Die vorliegende Erfindung wird nun
als Beispiel unter Bezugnahme auf die angefügten Zeichnungen beschrieben,
in denen:
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3 eine
schematische Draufsicht eines Anzeigegeräts zeigt und
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4 eine
schematische Querschnittansicht eines Teils des Anzeigegeräts auf der
Linie A-A' in 3 zeigt.
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Das Gerät der 3 und 4 ist
ein dreifarbig von hinten beleuchtetes LCD-Anzeigegerät. Das Gerät umfasst
eine planare Hintergrundbeleuchtungseinheit 20 und eine
planare LCD-Einheit 21. Die Hintergrundbeleuchtungseinheit
befindet sich in Blickrichtung hinter der LCD-Einheit 21, so dass in der Emissionsrichtung
Licht aus der Hintergrundbeleuchtung jegliche lichtdurchläissigen
Pixels der LCD-Einheit durchdringen, und in Richtung eines Betrachters 22 (4) gelangen kann.
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Die Hintergrundbeleuchtung wird durch
ein organisches lichtemittierendes Gerät geliefert, das eine Vielzahl
paralleler linearer Bereiche 23 bis 27 aus lichtemittierendem
Material aufweist. Jeder Bereich wird durch eines von drei verschiedenen
emittierenden Materialien bereitgestellt, die entsprechend unterschiedliche
Lichtfarben emittieren. Die Materialien alternieren, so dass die
Bereiche in Gruppen von rot, grün
und blau emittierenden Materialien vorliegen, wie in den 3 und 4 durch die Initialen R, G und B, dargestellt
wird. Die emittierenden Bereiche sind sandwichartig zwischen Anoden-
und Kathodenelektroden angeordnet. Die Kathodenelektrode 29 ist allen
emittierenden Bereichen gemeinsam. Die Anodenelektrode ist in abgegrenzte
Zeilen 30 bis 40 strukturiert, die jeweils über einer
entsprechenden Zeile der emittierenden Bereiche liegen, so dass
die emittierenden Bereiche unabhängig
gesteuert werden können.
Die Anode ist aus lichtdurchlässigem Material
gebildet. Die Anode ist auf einem Glassubstrat 36 abgesetzt.
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Die LCD-Einheit ist eine normale
Passivmatrix-LCD-Einheit,
bei der die Pixel 50 bis 59 auf einem orthogonalen
Gitter angeordnet und durch Elektroden der Zeilen 60 bis 64 und
der Spalten 65, 66 verbunden sind.
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Die Hintergrundbeleuchtung ist relativ
zu der LCD-Einheit
dimensioniert und positioniert, so dass unter jeder Zeile von Pixeln
ein rot, grün
oder blau emittierender Bereich der Hintergrundbeleuchtung liegt.
In 3 und 4 liegen Bereiche 23 bis 27 jeweils unter
den Pixeln 50 bis 54 und nur in 3 ebenso unter den Pixeln 55 bis 59.
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Die Hintergrundbeleuchtungseinheit
und die LCD-Einheit sind mit einer Steuerungseinheit 45 verbunden.
Die Steuerungseinheit erhält
bei 46 Videodateneingaben, die die auf der Anzeige zu zeigende Farbstruktur
definieren. Die Videoeingabe kann aus jeder geeigneten Quelle kommen,
wie (ohne Einschränkung)
einem Fernsehdekodierer, einem Personalcomputer (PC) oder einem
anderen elektronischen Gerät.
Die Struktur kann ein Teilbild eines bewegten Bildes mit mehreren
Teilbildern wiedergeben. Normalerweise trennt eine Trenneinheit 47 der
Steuerungseinheit die Farbstruktur in rote, grüne und blaue Strukturkomponenten,
die dann wechselweise gezeigt werden können, um einem Benutzer einen zeitgemittelten
Eindruck von der gewünschten
Vollfarbenstruktur zu geben.
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Eine Treibereinheit 48 der
Steuerungseinheit steuert dann die Pixel des LCD-Geräts und in
Synchronisation mit dem LCD-Gerät
die emittierenden Bereiche der Hintergrundbeleuchtung. Zuerst werden
eine geeignete Spannung und ein geeigneter Strom zwischen dem Kathodenelektrodenstreifen 28 und
dem Anodenelektrodenstreifen 30 angelegt, die dem rot.
emittierenden Bereich
23 entsprechen. Dies führt dazu,
dass dieser Bereich rotes Licht emittiert. Gleichzeitig werden die
Pixel 50, 55 des LCD-Felds unter Verwendung von
Elektroden 60, 65 und 66 so gesteuert,
dass der Durchgang nur möglich
ist, wenn rotes Licht für
die rote Komponente der Struktur emittiert werden soll. Nach einer
festgelegten Dauer schaltet die Treibereinheit den rot emittierenden
Bereich 23 ab. Dann bringen eine Spannung und ein Strom
die grün
emittierenden Bereiche 24 dazu, Licht zu emittieren, und
gleichzeitig werden die Pixel 51, 56 des LCD-Felds
so gesteuert, dass der Durchgang nur möglich ist, wenn grünes Licht
für die
grüne Komponente
der Struktur emittiert werden soll. Nachdem eine festgelegte Dauer
verstrichen ist, schaltet die Treibereinheit den grün emittierenden
Bereich 24 ab und legt eine Spannung und einen Strom an,
um den blau emittierenden Bereich 25 zum Emittieren von Licht
zu bringen, wobei gleichzeitig die Pixel 52, 57 des
LCD-Felds so gesteuert
werden, dass der Durchgang nur möglich
ist, wenn blaues Licht für
die blaue Komponente der Struktur emittiert werden soll. Das rasche
Umschalten zwischen dem Farben lässt
den Betrachter ein stationäres
Vollfarbenbild sehen. Der Prozess wird fortgesetzt, bis alle Zeilen
der Anzeige auf diese Weise abgetastet worden sind. Danach führt die
Anzeigesteuerung dazu, dass die Anzeige die Zeilen erneut zyklisch
durchläuft.
Zum Anzeigen eines bewegten Bildes kann dieser nächste Zyklus die Struktur des
nächsten
Teilbilds zeigen.
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Das Gerät kann mehr oder weniger als
drei Emissionsfarben verwenden, die auf eine entsprechende Weise
wie oben beschrieben angetrieben werden.
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Die Dauer der Anzeige jeder Farbe
kann gleich oder unterschiedlich sein. Wenn die Emissionsbereiche
für unterschiedliche
Farben sich in der Effizienz unterscheiden, kann die Dauer der Anzeige mit
der Effizienz verknüpft
werden, so dass die zeitgemittelte Intensität der Emission jeder Farbe
im Wesentlichen dieselbe ist. Die Frequenz des zyklischen Durchlaufens
aller drei Farben kann variieren. Zweckrnäßige Frequenzen liegen im Bereich
von 50 bis 120 Hz; es können
jedoch höhere
oder niedrigere Frequenzen verwendet werden.
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Das LCD-Gerät kann mehrere tausend Pixel aufweisen.
Eine typische Größe ist beispielsweise 800
Spalten mal 600 Zeilen, was insgesamt 480000 Pixel ergibt. Eine
typische Pixelgröße ist 300 × 100 μm.
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Die lichtemittierenden Bereiche können parallel
zu den Zeilen oder, weniger bevorzugt, den Spalten der LCD-Einheit verlaufen.
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Die Herstellung des Geräts wird
nun beschrieben.
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Die Hintergrundbeleuchtungseinheit
wird hergestellt, indem als erster Schritt ein im Handel erhältliches
ITO-beschichtetes Glassubstrat genommen wird. Das ITO wird dann
durch ein Standardverfahren wie Fotolithographie zu Linien strukturiert,
um die separaten Elektrodenbereiche 30 bis 34 zu
definieren. Es können
weitere Metallisierungslinien in Kontakt mit dem ITO bereitgestellt
werden, z. B. zwischen dem ITO und dem Glassubstrat oder in der Ebene
des ITO, um die Ladungsverteilung in dem ITO zu unterstützen. Vorzugsweise
befinden sich die Metallisierungslinien mindestens teilweise zwischen der
Bank und dem Glassubstrat.
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Über
dem ITO wird eine isolierende Schicht, die im Allgemeinen bei 49 gezeigt
ist, abgesetzt und dann strukturiert, um Bänke 70 aus isolierendem
Material zurückzulassen,
die zwischen den Rändern
der Anodenstreifen 30 bis 35 liegen und diese
teilweise überlappen.
Die Bänke 70 definieren
Rillen in den Lücken
zwischen benachbarten Bänken.
Die Bänke können geeigneterweise
aus Polyimid oder jedem anderen geeigneten Isoliermaterial, wie
SiO2, gebildet sein.
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Um die Bildung des lichtemittierenden
Bereichs in den Rillen zwischen den Bänken zu unterstützen, insbesondere
wenn das Material, das den lichtemittierenden Bereich bilden soll,
durch Tintenstrahldruck abgesetzt wird, kann eine Bankformation mit
unterschiedlicher Benetzung verwendet werden. Die Bank kann aus
zwei Materialschichten gebildet werden: einer dünnen Schicht, die durch das
Material, das den lichtemittierenden Bereich bilden soll, leicht
benetzbar ist, und einer dickeren, darüber befindlichen Schicht, die
die höhergelegenen
Wände der
Rille definiert und nicht leicht durch das Material benetzbar ist,
das den lichtemittierenden Bereich bilden soll. Wenn das Material,
das den lichtemittierenden Bereich bilden soll, in dem Bereich abgesetzt wird,
neigt es dann dazu, sich an der Basis der Rille zu Tropfen zusammenzufügen.
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Die Bänke überlappen die Ränder der ITO-Anodenstreifen.
Dies trägt
dazu bei, scharfe Ränder
der Lichtemission aus den lichtemittierenden Bereichen zu definieren.
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Dann wird das lichtemittierende Material durch
Tintenstrahldruck in den Rillen abgesetzt, die zwischen den Bänken definiert
sind. Zum Absetzen des lichtemittierenden Materials durch Tintenstrahldruck
wird das Material oder ein Vorläufer
des Materials durch einen Sprühkopf
eines Tintenstrahldruckers in die entsprechende Rille gesprüht. Ein
geeigneter Sprühzyklus
ist 14.400 Tropfen pro Sekunde mit einem Tropfenvolumen von 30 pl.
Das Tintenstrahlsystem kann ein System mit kontinuierlichem Strom
(z. B. unter Verwendung von elektrostatischer Richtungssteuerung
des Stroms) oder Bedarfstropfsystem sein, wobei z. B. ein piezoelektrischer
oder Dampfblasen-Druckkopf verwendet wird. Einige Beispiele für geeignete
lichtemittierende Materialien sind: für die rot emittierenden Bereiche
ein Dialkoxy-PPV, für
die grün
emittierenden Bereiche PPV (z. B. hergestellt nach dem Vorläuferweg)
und für
die blau emittierenden Bereiche ein Polyfluoren. Natürlich können andere
Materialien und andere Farben verwendet werden. Eine Alternative
zur Verwendung der Rillen besteht in der Verwendung eines Differentialbenetzungsverfahrens:
das Substrat, auf dem das emittierende Material abgesetzt werden
soll, kann mit einem Benetzungsmittel oder einem Nicht-Benetzungsmittel
behandelt werden, damit sich das mittels Tintenstrahl aufgebrachte
Material über
den Anodenstreifen zu Tropfen in den gewünschten Formationen zusammenfügt.
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Anstelle des Tintenstrahldrucks können andere
selektive Absetzungsverfahren verwendet werden, vorzugsweise Verfahren,
die eine leichte Strukturierung der lichtemittierenden Bereiche
zu Streifen ermöglichen.
Zu anderen selektiven Absetzungsverfahren, die geeignet sein können, gehören Siebdruck (der
insbesondere für
Großflächenanzeigen
geeignet ist), Maskierungstechniken, Offsetdruck, Siebdruck, Xerodruck,
Tiefdruck und Flexodruck. In der vorliegenden Erfindung wird jedoch
Tintenstrahldruck verwendet, um mindestens einen ersten und einen
zweiten linearen Bereich aus lichtemittierendem Material herzustellen.
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Schließlich wird die Kathodenschicht 29 über den
Bänken
und den emittierenden Schichten PPV abgesetzt. Die Kathodenschicht
kann eine dünne Calciumschicht
neben den emittierenden Bereichen sein, auf der eine dickere Schicht
aus Aluminium liegt.
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Eine oder mehrere Ladungsträgertransportschichten,
beispielsweise aus PEDOT-PSS oder anderen Materialien, kann sich
zwischen den Anodenstreifen und den lichtemittierenden Bereichen und/oder
zwischen der Kathode und den lichtemittierenden Bereichen befinden.
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Diese Schichten können den Ladungstransport in
Vorwärtsrichtung
und/oder das Blockieren des Ladungstransports in umgekehrter Richtung
unterstützen.
Es können
zwischen den jeweiligen Elektroden und allen emittierenden Bereichen
die gleiche(n) Ladungstransportschicht(en) verwendet werden, oder
es können
für jedes
emittierende Material spezifische Ladungstransportschichten verwendet
werden. Insbesondere wenn für
alle der emittierenden Bereiche dasselbe Material für die Ladungstransportschicht
verwendet wird, kann sich herausstellen, dass sich das Gerät in vielen
Fällen
annehmbar verhält,
wenn die Ladungstransportschicht nicht strukturiert ist; somit kann
eine kontinuierliche Transportschicht über das gesamte Gerät verwendet
werden. Wenn eine Ladungstransportschicht strukturiert werden soll,
kann sie gleichförmig
abgesetzt und dann strukturiert werden oder in strukturierter Form
abgesetzt werden, z. B. durch Tintenstrahldruck. Es können andere
Schichten vorhanden sein, wie Sperrschichten, um der Alterung des
Geräts
während
des Gebrauchs entgegenzuwirken, leitfähige Schichten, um die Ladungsverteilung über die
Fläche
des Geräts
zu verbessern, isolierende Schichten, um unerwünschte Ladungsmigration zu
verhindern, oder Schutzschichten, um Alterung von Teilen des Geräts während der
Fertigung zu verhindern.
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Anstelle (oder zusätzlich zu)
der Strukturierung der Anode zu Linien kann die Kathode zu Linien strukturiert
werden, die zu den Zeilen des emittierenden Materials parallel sind.
Wenn die "oberste" Elektrode (d. h. die spätere der abzusetzenden Elektroden – in dem
Beispiel der 3 und 4 die Kathode) strukturiert
ist, ist zu erkennen, dass die Bänke 70 nützlicherweise
zum Schutz der unteren Schichten vor Schäden durch den Prozess der Strukturierung der
obersten Elektrode dienen können,
insbesondere indem aktive Pixelränder
lateral von den strukturierten Rändern
der obersten Elektrodenbereiche beabstandet werden.
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Die Kathode kann sich vor den emittierenden Bereichen
befinden, wobei die Anode hinter ihnen liegt. In diesem Fall sollte
die Kathode aus lichtdurchlässigem
Material sein.
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Es kann wünschenswert sein, die Emission aus
einem oder mehreren der emittierenden Bereiche räumlich zu schärfen, um
den Effekt der Anzeige zu verbessern. Auf besonders effiziente Weise
wird dies erreicht, indem man einen Resonanzhohlraum in dem Gerät definiert,
der die Emission mittels Interferenz und/oder Hohlraumeffekten räumlich und/oder spektral
einengen kann. Ein derartiger Hohlraum kann durch Integrieren des
emittierenden Material selbst in einen derartigen Hohlraum besonders
effizient implementiert werden, wobei (beispielsweise) der Abstand
zwischen den Anodenund Kathodenelektroden auf jeder Seite des emittierenden
Materials die Enden des Hohlraums definiert. Zusätzliche Schichten, wie dielektrische
Stapel, können
bereitgestellt werden, um einen Teil oder den gesamten Hohlraum zu
definieren. Der Hohlraum selbst kann durch die Dicke der organischen
Schichten verstärkt
sein.
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Die LCD-Einheit ist eine konventionelle
Passivmatrix-LCD-Einheit.
Es kann jeder geeignete Typ der LCD-Einheit verwendet werden, einschließlich ferroelektrischer,
TN- und STN-Typen. Es ist klar, dass Flüssigkristallanzeigen nur eine
Klasse von Lichtschaltgeräten
sind, die in Bezug auf die vorliegende Erfindung verwendet werden
können,
und dass stattdessen andere geeignete Geräte verwendet werden können.
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Die vorliegende Erfindung kann jedes
beliebige Merkmal oder. jede beliebige Kombination von Merkmalen
enthalten, das bzw. die hier implizit oder explizit offenbart ist/sind,
oder jede beliebige Generalisierung davon, ungeachtet dessen, ob
sie sich auf die momentan beanspruchte Erfindung bezieht. In Anbetracht
der vorhergehenden Beschreibung ist es für einen Fachmann offensichtlich,
dass innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung verschiedene Modifizierungen
vorgenommen werden können.