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Einlaßregler für Umlaufdampfheizungen von Eisenbahnfahrzeugen Im Patent
696 0G14. ist ein Einlaßregler für Umlaufdampfheizungen von Eisenbahnfahrzeugen
beschrieben, dessen Frischdampfventil von einem als fester oder flüssiger Ausdehnungskörper
ausgebildeten Teiuperaturfühler gesteuert wird, dessen Beaufschlagung mit einem
veränderlichen Gemisch aus Frischluft und Rückdampfluftgemisch mittels eines Ventils
in Abhängigkeit von der Stimme der Impulse der Raumtemperaturfühler in den einzelnen
Abteilen. geändert wird. Bei Zunahme der Anzahl der Abteile, in denen die gewünschte
Raumtemperatur erreicht ist und demgemäß der Raumtemperaturfühler anspricht, wird
durch das Mischventil der Anteil des kälteren der beiden Gemischbestandteile, des
rückkehrenden Dampfluftgemisches, verringert, die Temperatur des Gmisches also erhöht
und so eine stärkere Drosselung des Einlaßreglerventfls herbeigeführt. Auf diese
Weise wird die dem Wagen zugeführte Frischdampfmenge selbsttätig dem Wärmebedarf
des Wagens angepaßt.
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Bei dem dort dargestellten Ausführungsbeispiel wird der durch das
Mischventil von dem das Einlaßreglerventil steuernden Temperaturfühler ferngehaltene
Teil des rückkehrenden Temperaturfühler mittels einer im Frischdampfstrom hinter
der zur Ansaugung des den Temperaturfühler beaüfschlagenden Luftgemisches dienenden
Düse und hinter der Abzweigung .des den Temperaturfühler beaufschlageriden Zweigstromes
angeordneten zweiten Düse angesaugt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese zweite Düse zu vermeiden,.
da durch diese der Dampfluftgemischumlauf durch die Heizung gehemmt und ein Druckunterschied
zu
beiden Seiten des Mischventils hervorgerufen wird, der einen ausreichend dichten
Abschluß desselben erschwert.
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Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck der dem Temperaturfühler
nicht zugeführte Teil des rückkehrenden Dampfluftgemisches durch eine das Mischventil
und den Temperaturfühler umgehende, mit einer einstellbaren Drosselung versehene
Leitung von der im Frischdampfstrom im oder hinter dem Einlaßreglerventil angeordneten
Düse angesaugt, die auch zum Ansaugen des den Temperaturfühler beaufschlagenden
Dampfluftgemisches dient. Durch diese Maßnahme wird die zweite Düse im Frischdampfstrom
überflüssig, und ihre nachteiligen Folgen werden vermieden.
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Um auch bei dieser Anordnung den zur dauernden Beaufschlagung des
Temperaturfühlers dienenden Frischdampf hinter der zur Ansaugung des den Temperaturfühler
beaufschlagenden Dampfluftgemisches dienenden Düse entnehmen zu können, wird vorzugsweise
in die sich an diese Düse anschließende Leitung eine zum Mischventil führende Leitung
eingeführt, deren Mündung dem Frischdampfstrom zugekehrt ist und so die -Strömungsenergie
des Frischdampfluftgemisches zur Fortleitung des Frischdampfzweigstromes zum Mischventil
ausgenutzt.
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In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Einlaßregler
mit einem als fester Körper ausgebildeten Temperaturfühler dargestellt.
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Der aus der Hauptdampfleitung entnommene Frischdampf strömt durch
die Leitung i über das durch den Kegel 2 und die Düse 3 gebildete Einlaßreglerventil
und zusammen mit dem aus dem Saugraum q. der Düse 3 angesaugten rückkehrenden Dampfluftgemisch
in die Vorlaufleitung 8 der Wagenheizung. Das Dampfluftgemisch durchströmt die an
die Vorlaufleitung 8 angeschlossenen Heizkörper und gelangt nach Abscheidung des
Niederschlagwassers in einer Entwässerungseinrichtung durch die Leitung 15 zum Einlaßregler
zurück.
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Die Stellung des Einlaßreglerventilkegels 2 wird bestimmt durch den
als Aluminiumrohr i i ausgebildeten Temperaturfühler, dessen freies Ende in den
Stutzen ig des Mischvontils 16 längs verschieblich geführt ist. Die Bewegung des
freien Endes des Aluminiumrohres i i bei Änderung seiner Temperatur wird mittels
der Invarstahlstange 66 und des bei 67 drehbar gelagerten Hebels 68 auf die Ventilstange
69 übertragen.
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Das zur Änderung des den Temperaturfühler i i beaufschlagenden Gemisches
aus Frischdampf und rückkehrendem Dampfluftgemisch dienende Mischventil 16 enthält
zwei in Strömungsrichtung des durch die Zweigleitung 70 der Rückdampfleitung 15
eintretenden. Rückdampfluftgemisches hintereinander angeordnete Sitze 55 und 56,
die von den um die gemeinsame Welle 57 drehbaren Klappen 58 und 59 abgeschlossen
werden. Die Welle 57 ist nach außen durchgeführt und mit dem Anker eines nicht dargestellten
Drehmagneten verbunden. Die Spule dieses Drehmagneten ist mit untereinander parallel
geschalteten Thermometern und Spulen in den einzelnen Abteilen in Reihe geschaltet
und nähert über ihren Anker die Klappen 58 und 59 gegen die Wirkung einer Rückzugfeder
um so stärker der Abschlußstellung, je größer die Anzahl der Abteile ist, in der
die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, und je stärker demgemäß ihre Erregung
ist. In den zwischen den Sitzen 55 und 56 des Mischventils 16 befindlichen Raum
mündet die Frischdampfzweigleitung io, die in die sich an die Düse 3 anschließende
Leitung 5 hineinragt und ihre Mündung 72 dem aus der Düse 3 austretenden Frischdampfstrahl
zukehrt. Durch den verhältnismäßig geringen Abstand zwischen Düsenspitze 2 und der
Mündung des Frischdampfrohres 72 wird erreicht, daß dem Aluminiumrohr i i durch
die Drossel 58/59 stets reiner Frischdampf zugeführt wird, der das Aluminiumrohr
auf die zum Abschließen erforderliche Temperatur erwärmt. In der Klappe 59 ist eine
Drosselöffnung 6o angeordnet.
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Solange keines der Thermometer in- den Abteilen Kontakt gibt, die
Spule des das Mischventil 16 steuernden Drehmagneten also nicht erregt ist,- sind
die Ventile 55/58 und 56/59 weit geöffnet, so daß das Aluminiumrohr i i von einem
Gemisch des durch die Leitung io zuströmenden Frischdampfes und des durch die Zweigleitung
70 zuströmenden Rückdampfluftgemisches beaufschlagt wird. Hierbei ist der
Anteil des Rückdampfluftgemisches verhältnismäßig groß, so daß -die Temperatur des
Gemisches niedrig ist und das Einlaßreglerventil2/3 weit öffnet. Wird in den einzelnen
Abteilen die Ansprechtemperatur der Raumtemperaturfühler erreicht, so wird der Drehmagnet
erregt, der dann die beiden Klappen 58 und 59 ihren Sitzen 55 und 56 nähert und
so den Anteil des Rückdampfluftgemisches an dem durch das Aluminiumrohr i i dem
Saugraum q. der Düse 3 zuströmenden Gemisch herabsetzt, so daß das Aluminiumrohr
i i eine Drosselung des Einlaßreglerventils 2/3 herbeiführt. Ist schließlich in
allen oder der überwiegenden Zahl der Abteile die Ansprrechtemperatur ihrer Raumtemperaturfühler-
erreicht, so schließen die Klappen ,58 und 59 völlig ab. Dann gelangt lediglich
der durch die Leitung io dem
Mischventil 16 zugeführte Frischdampf
durch die Öffnung 6o in der Klappe 59 und die Undichtigkeit ' des Ventils 56/59
in das Aluminiumrohr i i und bewirkt den nahezu vollständigen Abschluß des Einlaßreglerventils
2/3.
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Der vom Mischventil 16 vom Aluminiumrohr i i jeweils ferngehaltene
Teil des durch die Leitung 15 zurückkehrenden Dampfluft gemisches gelangt durch
die von der Leitung 15 abzweigende Leitung 18 unter Umgehung des Mischventils und
des Aluminiumrohres i i unmittelbar in- den Saugraum q. der Düse 3, die ihn zusammen
mit dem das Aluminiumrohr i i beaufschlagenden Dampfluftgemisch erneut in Umlauf
versetzt. In der Leitung i8 ist eine einstellbare Drosselklappe 74 angeordnet, mit
.deren Hilfe das zur Überwindung des durch das Mischventil 16 'gegebenen Widerstandes
erforderliche Druckgefälle eingestellt werden kann.