DE698650C - Magnetisches Objektiv kurzer Brennweite fuer Elektronenmikroskope - Google Patents

Magnetisches Objektiv kurzer Brennweite fuer Elektronenmikroskope

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DE698650C
DE698650C DE1938A0086395 DEA0086395D DE698650C DE 698650 C DE698650 C DE 698650C DE 1938A0086395 DE1938A0086395 DE 1938A0086395 DE A0086395 D DEA0086395 D DE A0086395D DE 698650 C DE698650 C DE 698650C
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Manfred Von Ardenne
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/02Details
    • H01J37/20Means for supporting or positioning the object or the material; Means for adjusting diaphragms or lenses associated with the support
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/02Details
    • H01J37/04Arrangements of electrodes and associated parts for generating or controlling the discharge, e.g. electron-optical arrangement or ion-optical arrangement
    • H01J37/10Lenses
    • H01J37/14Lenses magnetic
    • H01J37/141Electromagnetic lenses

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Electron Sources, Ion Sources (AREA)

Description

  • Magnetisches Objektiv kürzer Brennweite für Elektronenmikroskope Eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Steigerung des Auflösungsvermögens von Elektronenmikroskopen besteht in der Schaffung von Mikroskopobjektiven kürzerer Brennweiten. Es ist bereits nachgewiesen worden, daB bei konstantem D/ f-Verhältnis sowohl der Öffnungsfehler als auch der chromatische Fehler der Brennweite direkt proportional sind. Der durch magnetische Störfelder verursachte Fehler ist sogar für beliebige D/ f-Verhältnisse der Brenn-`weite proportional. Da nun die aufgezählten drei Fehler bekanntlich das praktisch erreichte Auflösungsvermögen zur Zeit allein bestimmen, ergibt sich, daß jede Verkleinerung der Brennweite des Objektivs eine proportionale Verbesserung des Auflösungsvermögens herbeiführt. Wegen dieser Zusammenhänge ist die Schaffung der magnetischen .Polschuhlinse,. die zum erstenmal für Elektronen hoher Voltgeschwindigkeit kurze Objektivbrennweiten zu erreichen gestattete, ein entscheidender Fortschritt auf dem elektronenmikroskopischen Gebiet gewesen. Bei den bisher bekanntgewordenen Ausführungsformen magnetischer Polschuhlinsen -gelang es aber nicht, die Brennweite auf Werte unter 3 mm für 40 ooo-Volt-Elektronen zu bringen. Die Einführung kürzerer Brennweiten scheiterte. bisher an konstruktiven Schwierigkeiten. Diese liegen zurrt Teil in der notwendigen proportionalen Verkleinerung der Polschuhdimensionen, in der Herstellung.- der erforderlichen - extrem kleinen Blendlöcher und in der Notwendigkeit zur Vermeidung einer magnetischen - Überlastung der Polschuhe. Die Hauptschwierigkeit besteht jedoch in der konstruktiven Lösung der-Objekthalterung. Zunächst ist es schon nicht einfach, bei Verkleinerung der Polschuhabmessungendie Objekte in der Schnittlinie anzuordnen. Außerdem ist es im Interesse der praktischen Verwendung unerläßlich, daß die Objekte in einer bestimmten Schnittebene leicht auswechselbar sind. Qbjektträgerkonstruktionen, die dies ermöglichen, werden stets eine Ausdehnung von:' mehreren Millimetern haben. Aus diesem Grunde versagen für kleinere Brennweiten die bisher üblichen Konstruktionen, bei denen der Objektträger vollkommen aus urmagnetischem Material hergestellt ist.
  • Nach der Erfindung kann ein magnetisches Objektiv mit genügend kurzen Brennweiten für Elektronenmikroskope dadurch geschaffen werden, daß einer der Polschuhe als auswechselbarer Objektträger ausgebildet wird.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele für die Erfindung dargestellt.
  • Fig. i zeigt ein magnetisches Objektiv, bei dem einer der Polschuhe als auswechselbarer Objektträger ausgebildet ist. Die Objektivspule n weist die Polschuhe la und a auf; sie sind zweckmäßig aus schwedischem Holzkohleneisen hergestellt. Der mit der Durchtrittsöffnung f versehene Teil k ist aus einem urmagnetischen Material, beispielsweise aus Messing, herge-. stellt. Der als. Objektträger ausgebildete Polschuh a ist an seinem Umfang mit Federungseinschnitten e versehen: Mit m sind Luftdurchlaßlöcher bezeichnet, die die Evakuierung des Registrierraumes erleichtern.. Die Objektschicht l ist vor der Durchtrittsötfnung f angeordnet; ihr gegenüber befindet sich die Registrierblende i, die gleichfalls aus einem urmagnetischen' Material bestehen muß. Eine derartige Ausbildung des Objektträgers gestattet, Formen des Magnetfeldes zu erreichen, die besonders kurze Brennweiten ermöglichen. Es hat sich gezeigt, daß ohne Schwierigkeiten Brennweiten von i mm erzielt werden können.
  • Ein weiterer Konstruktionsweg ist in Fig. z dargestellt. Die Polschuhe sind wieder mit a bzw. mit h bezeichnet. Der Polschuh a ist auch hier als auswechselbarer Objektträger ausgebildet; an seinem Umfang-befinden sich Federungseinschnitte e. Im Interesse besonders kurzer Brennweiten kann die Tragfolie des Objektes z. B. auf die Innenseite des auswechselbaren Polschuhöbjektträgers gebracht werden. Hinter dem Objekt befindet sich dann die für die photographische Registrierung zweckmäßige Registrier! blende f, die zum Beispiel durch einen. seitlichen Schieber P in den Polschuhobjektträger a eiregeschoben wird. Die Brennweite, die mit diesem System ausgenutzt und- noch bei Elektronengeschwindigkeiten von einigen io ooo Volt erreicht werden kann, liegt sogar noch unterhalb von i mm. Für ein heute übliches D J f Ver= hältnis von io-2 wird bei dieser kurzen Brennweite eine Objektblende mit einem Durchmesser von io-2 mm notwendig. Löcher dieser Feinheit -erfordern besondere Herstellungsverfahren. Versuche haben gezeigt, daß mit Hilfe feinster Stahlspitzen (z. B. mit besonders ausgesuchten Nähnadeln) in dünne Metallfolien, die auf eine harte Unterlage, z. B. auf Glas, gelegt werden, -runde Löcher bis io-2 mm Durchmesser eingestanzt werden können. Als Metallfolien eignen sich beispielsweise Duraluminiumfolieu von wenigen i0-3 'nm Stärke. Da an diesen Objektblenden keine wesentlichen Elektronenbelastungen, die zu einer allmählichen Zerstörung führen könnten, gegeben sind, ist gegen die Benutzung von Folienblenden nichts einzuwenden. Bei der in Fig. 2 dargestellten Konstruktion kann die Folienblende in ein Band eingestanzt und dieses Band dann über die Bohrung an der Spitze des oberen Polschuhes geführt werden. Mit Hilfe eines Führungsschlitzes und der in der Fig. 2 angedeuteten Klemmvorrichtung wird das Band in der richtigen Lage festgehalten. Es empfiehlt sich, vor einer Aüfnalymeserie die Blende lichtmikroskopisch auf Staubfreiheit zu prüfen.
  • Die Aufbringung des Objektes und seiner Tragfolie auf die vertieft liegende Tragfläche des Objektträgers kann beispielsweise mittels einer Präparierhülse erfolgen, die in Fig. 3 bei q dargestellt ist. Zum Festhalten dieser Präparier-. hülse dient die bei y angedeutete Haltezange. Der auswechselbare Objektträger ist wieder mit a bezeichnet. Auf seiner Innenseite bei s wird das Objekt bzw. die Tragfolie angebracht.
  • Es läßt sich natürlich auch bei sinngemäßer Abänderung des magnetischen Objektivs nach der Erfindung das aus den beiden Polschuhen und ihren Distanzstücken bestehende Polschuhsystem als auswechselbaren Objektträger ausbilden.
  • Um zu erreichen, daß das- magnetische Feld wirklich an den Polschuhspitzen ansetzt, müssen besonders hochwertige Spezialeisensorten Verwendung finden, die einen hinreichend kleinen magnetischen Widerstand auch im Gebiet hoher Magnetisierung besitzen. Solche Eisensorten sind für die Polschuhspitzen von Laboratoriums-Elektromagneten bekannt. Bei den. in den Ausführungsbeispielen angegebenen PolschuhfQrmen und -abmessungen gelingt es schon mit Ampere-Windungszahlen in der Größenordnung von i ... 2 x io3, die Feldkonzentrationen zu erzwingen, die notwendig sind, um eine Brennweite von der Größe = mm bei den Voltgeschwindigkeiten der Elektronenmikroskope zu ergeben. Die Form. der in den Figuren gezeichneten Pol schuhspitzen ist, soweit es die für das Zustandekommen der gewünschten Elektronenbrechungen notwendigen Polschuhbahrungen zulassen, der bekannten Form angenähert, die bei Laboratoriums-Elektromagneten für höchste Feldstärken als besonders günstig ermittelt wurde. Erstbei noch wesentlich kürzeren Brennweiten, die mit - dein . beschriebenen Konstruktionsprinzip auch noch erreichbar sind, nimmt der innere Widerstand des magnetischen Kreises derart zu und der äußere magnetische Widerstand (Luftspalt) derart ab, daß die dann erforderliche höhere Feldkonzentration schließlich nicht mehr eintritt.
  • Nach einem weiteren Gegenstand der Erfindung weisen die Polschuhbohrungen nicht, wie in Fig. 2 gezeichnet, den gleichen, sondern gemäß Fig. i verschiedenen Durchmesser auf. Die dadurch eintretende Feldkonfiguration kann bei richtiger magnetischer Polung der Polschuhe eine weitere Verkürzung der Brennweite und eine Verringerung des Öffnungsfehlers der magnetischen Optik bewirken. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Polschuhbohrung auf der Seite dei' Objektebene den kleineren Durchmesser erhält. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß die Feldlinien in dem für die Linsenwirkung vorwiegend maßgebenden Teil stärker geneigt sind.
  • Durch die zweckmäßige Ausbildung eines oder beider Polschuhe als auswechselbaren Objektträger ist die Möglichkeit gegeben, diese Objektträger zunächst in eine analog ausgeführte, genau passende Fassung eines lichtmikroskopischen Gerätes einzuschieben, in dem die drei Raumkoordinaten der zu untersuchenden Objektzone genau gemessen werden können. Danach kann dann der Objektträger in-das magnetische Objektiv des Elektronenmikroskops eingesetzt werden, worauf die Aufnahmen nach Einstellung der. zugeordneten elektrischen Daten vorgenommen werden können.
  • Versuche haben ergeben, mit welcher Genauigkeit.ein anvisierterPunkt des beschriebenen Objektträgers nach wiederholtem Einsetzen in die Fassung eines stabilen Lichtmikroskops seine Lage in den drei Raumkoordinaten beibehält. Es hat sich gezeigt, daß bei sauberer mechanischer Ausführung in keinem Falle die Lagenänderungen den Wert von io-3 mm erreichen. Danach ist also auch-die Streuung in der wichtigen Z-Richtung kleiner als io-3 mm, so daß die Scharfstellung eines Elektronenmikroskopes in der Anwendung der Erfindung allein auf Grund vorausgegangener Eichung des Z-Wertes des Objektes .und auf Grund vorausgegangener elektrischer Eichung des Elektronenmikroskopes gelingt.

Claims (6)

  1. 'PATENTANSPRÜCHE: i. Magnetisches Objektiv kurzer Brennweite für Elektronenmikroskope, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Polschuhe als auswechselbarer Objektträger ausgebildet ist.
  2. 2- Magnetisches Objektiv nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die Objektträgerfolie oder der Objektschnitt auf der Innenseite des Polschuhobjektträgers angebracht ist.
  3. 3. Magnetisches Objektiv nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere für photographische Registrierungen, bei denen das Objekt punktweise nacheinander mit Hilfe eines sondenartigen Elektronenbündels bestrahlt wird (Rastermikroskop), eine Blende. vorgesehen ist, die durch einen seitlichen Schieber in dem Polschuhobjektträger eingeschoben werden kann. q..
  4. Magnetisches Objektiv nach den Ansprüchen x bis 3, gekennzeichnet durch eine dem Objekt zugeordnete Folienblende, die vorzugsweise einenDurchmesser von io-2mm aufweist.
  5. 5. Magnetisches Objektiv nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Polschuhbohrungen in axialer Richtung ungleichen Querschnitt haben.
  6. 6. Magnetisches Objektiv nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Polschuhbohrungen eine konische Form aufweisen, wobei der kleinere Durchmesser der Bohrungen nach der Objektebene zu gelegen ist.
DE1938A0086395 1938-04-04 1938-04-05 Magnetisches Objektiv kurzer Brennweite fuer Elektronenmikroskope Expired DE698650C (de)

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