DE69848C - Drachen - Fesselballon - Google Patents
Drachen - FesselballonInfo
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- DE69848C DE69848C DENDAT69848D DE69848DA DE69848C DE 69848 C DE69848 C DE 69848C DE NDAT69848 D DENDAT69848 D DE NDAT69848D DE 69848D A DE69848D A DE 69848DA DE 69848 C DE69848 C DE 69848C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/40—Balloons
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 77: Sport.
Der Drachen-Fesselballon ist ein Fesselballon von besonderer, unten näher beschriebener
Form, Construction und Wirkungsweise, welcher sich von bisherigen Fesselballons wesentlich dadurch unterscheidet, dafs derselbe
auch und namentlich bei gröfseren Windgeschwindigkeiten verwendbar bleibt, und dafs
seine Tragkraft trotz verhältnifsmäfsig gröfserem Eigengewicht durch gröfsere Windgeschwindigkeit
sich vermehrt, statt wie bei bisherigen Constructionen vermindert zu werden.
Der Drachen-Fesselballon ist durch Fig. 1,
2 und 3 in drei verschiedenen Ansichten dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den Ballon in
seitlicher, Fig. 2 in vorderer Ansicht, während Fig. 3 einen verticalen Querschnitt durch denselben
veranschaulicht.
Die eigentliche Ballonhülle α hat in. gefülltem Zustande eine halbkugelartige oder
ähnliche Form, bei welcher Bedingung ist, dafs eine gröfsere Begrenzungsfläche i d2 Cl1 annähernd
oder vollkommen eine Ebene bildet. Im schwebenden Zustande des Ballons wird nun diese Fläche durch unten näher erläuterte
Mittel in einem bestimmten Winkel gegen die Verticale geneigt erhalten, während sich der
ganze Apparat selbsttha'tig so im Raum einstellt, dafs die in der Zeichnung durch einen
Pfeil angedeutete Luftströmung den Ballon stets an der Seite trifft, an welcher er durch
genannte geneigte Ebene i d.2 d, begrenzt wird.
Durch diese charakteristische Construction wird . verhindert, dafs der Fesselballon bei
gröfseren Windgeschwindigkeiten zur Erde herabgedrückt wird, und ferner erreicht, dafs
die Tragkraft des Ballons bei stärkerer Luftströmung zunimmt, was aus folgender Betrachtung
hervorgeht.
Denkt man sich den auf die geneigte Ebene i d2 d^ , Fig. ι , in horizontaler Richtung
wirkenden Winddruck als Einzelkraft im Punkt d2 in .der Richtung d2 d angebracht, so
zerlegt sich diese Kraft in zwei Componenten, wovon die eine parallel, die andere senkrecht
zur Ebene i d.2 d1 wirkt. Die erstere Componente
in der Richtung d2 i bleibt ohne Einflufs auf den Ballon, während die zweite in
der Richtung d2 h auf denselben wirkt. Denkt
man sich nun ferner den durch Gasfüllung erzeugten Auftrieb des Ballons als Einzelkraft
im Punkt d2 angreifend und in der verticalen
Richtung d2 c wirkend, so ergiebt sich aus der Zusammensetzung dieser letzteren Kraft mit der
in die Richtung d2 h fallenden Componente des Winddruckes eine Resultifende,· deren
Richtung zwischen d2 h und d2 c fällt und
deren Gröfse abhängig ist vom jedesmaligen Winddruck und Auftrieb. Die Richtung dieser
resultirenden Kraft ist zugleich die Flugrichtung des aufsteigenden Ballons, mithin auch die des
Zugkabels v. Setzt man nun den Fall, dafs der Auftrieb des Ballons durch Gasdruck bis
auf ο sinkt, so fällt die Flugbahn in die Richtung d.2 h; der Ballon wird also schon allein
durch Winddruck gehoben, woraus hervorgeht, dafs derselbe durch letzteren an Tragkraft
gewinnt.
Zur Erreichung des so beschriebenen und erläuterten Zweckes ist nun dem Apparat im
Einzelnen folgende Construction zu Grunde gelegt.
Die halbkugelartige Hülle α ist auf gewöhnliche Weise aus einzelnen. Bahnen gefirnifsten
Ballonstoffes zusammengesetzt, welche einerseits in dem Mittelpunkt des ebenen Bodens, andererseits
im Pol h der Halbkugel zusammenlaufen. Am unteren Theil ist die Hülle mit
dem Appendix b versehen, während sie an der höchsten Stelle das Gasauslafsventil c trägt. In
der Peripherie der ebenen Bodenfläche i do d{,
Fig. ι , ist ein starker Gurt ff eingenäht, aufserdem ist dieser Boden verstärkt durch den
ringförmigen aufgenähten Gurt/j/,. Am Pol /;
der Halbkugel ist die Hülle aufsen und innen durch zwei vermittelst Schrauben verbundene
Holzklemmscheiben gefafst. Von einem in der Mitte der letzteren befestigten Auge kufen
Seile w und W1, Fig. 3, durch das Innere des
Ballons und sind mit ihren anderen Enden an den Gurten ff bezw. f f befestigt. Aufser
diesen verbinden noch fernere Seile w.-, den
ebenen Boden mit der Wölbung der Halbkugel. Alle diese Seile w, W1 und w2 haben
den Zweck, ein Ausbauchen der ebenen Bodenfläche i d2 dL durch den inneren Gasdruck zu
verhindern.
Der obere Theil der Hülle ist überzogen mit einem sogenannten Ballonhemd d dt d2,
welches an seinem unteren Rand mit einem starken Gurt e armirt ist, von dem aus Seile g
abwärts führen nach einem Rahmen i i, an dem sie befestigt sind und durch welchen der
Appendix b herabhängt. Das Ballonhemd d d} d2
dient als Ersatz für das übliche Netz und ist daher durch eingenähtes· Netzwerk tragfähig
verstärkt, es kann aber auch durch ein Netzwerk gewöhnlicher Construction ersetzt werden.
Unter einem bestimmten Winkel d2 I m,
Fig. ι, gegen die ebene Bodenfläche i d0 d1
der Hülle geneigt, ist in der Mittellinie derselben (Fig. 2) eine starre klüverraaeartige
Strebe / m angeordnet, die in Gitterconstruction aus möglichst leichtem und dabei widerstandsfähigem
Material, z. B. Aluminium, ausgeführt ist. Dieselbe ist mit ihrem Ende / durch geeignete
.Verbindungsstücke \ an dem. Rahmen i i
befestigt. Das andere Ende m der Strebe ist durch eine Anzahl Seile k Zc1 mit den Gurten/
bezw. fY und durch diese mit der ebenen
Bodenfläche der Hülle α verbunden. Gleichzeitig greift an diesem Ende m das nach der
Ballonwinde führende Zugkabel ν an.
Vom Ende / in verticaler Richtung abwärts, sowie von beliebig verschiedenen Punkten der
Strebe Im, auch ebenfalls vom Punkt m führen Seile η nach dem Ring 0, an welchem
mit Hülfe der Seile pp, des Tragringes r r,
sowie der Seile q eine gewöhnliche Ballongondel t angehängt ist.
Am unteren Rand der Strebe / m ist das Klüversegel S befestigt, welches mit Hülfe der
Rollen y und der Seile χ von der Gondel aus entfaltet und zusammengezogen werden
kann. Dasselbe hat den Zweck, den Ballon immer vor dem WTind zu erhalten und wieder
in die richtige Lage zu überführen, bei einem etwaigen Wechsel des letzteren.
Die gegen die Verticale geneigte drachenartige Stellung der ebenen Bodenfläche i d2 dx
des Fesselballons wird hervorgerufen und erhalten durch die starre Verbindung der Ballonangriffspunkte
m und / mittelst der Strebe / m im Verein mit dem im Punkt Z vertical abwärts
wirkenden Gondelgewicht und der in Punkt m angreifenden Zugkraft des Kabels v.
Das Gleiche läfst sich erreichen durch starre Verbindung der Punkte ο und m. Die Bestimmung
des günstigsten Neigungswinkels ist für das Patent ohne Bedeutung.
In der Praxis wird die ebene Bodenfläche i d2 dx des Ballons durch inneren Gasdruck,
der im oberen Theil am stärksten auftritt, und durch den äufseren Winddruck etwas deformirt,
wie die punktirte Linie Fig. 3 etwa andeutet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Drachen-Fesselballon, dadurch gekennzeichnet, dafs die Drachenfläche durch eine Abplattung (i d2 CL1) des Ballons (a) gebildet und durch eine Strebe (I m), an welcher einerseits das Ballonnetz (g k), andererseits die Gondel (t). und das Zugkabel (v) angreift, unter einem solchen Winkel zur Horizontalen gehalten wird, dafs der durch ein Klüversegel (S) in der Windrichtung eingestellte Ballon an Auftrieb gewinnt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69848C true DE69848C (de) |
Family
ID=343274
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69848D Expired - Lifetime DE69848C (de) | Drachen - Fesselballon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69848C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002680A1 (en) * | 1979-06-04 | 1980-12-11 | Lloyd I Biscomb | Multiple wind turbine tethered airfoil wind energy conversion system |
-
0
- DE DENDAT69848D patent/DE69848C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002680A1 (en) * | 1979-06-04 | 1980-12-11 | Lloyd I Biscomb | Multiple wind turbine tethered airfoil wind energy conversion system |
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