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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung bezeiht
sich auf die Biotechnik und insbesondere auf eine Vorrichtung zum
Kultivieren von Gewebezellen oder Mikroorganismen in einer Suspension.
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Stand der Technik
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Aus dem Stand der Technik (SU, A1,
Nr. 1331888, 1987) ist eine Vorrichtung zum Kultivieren von Gewebezellen
und Mikroorganismen in einer Suspension bekannt, die einen geschlossenen
Behälter
umfasst, mit dessen Boden Abzweigrohre zum Einspeisen von Belüftungsgas
verbunden sind. Eine Gruppe der Abzweigrohre ist zu der Zylinderwand des
Behälters
tangential angeordnet und die andere parallel dazu. Bei dem Kultiviervorgang
wird das Belüftungsgas
sofort in einer Wirbelbewegung mit gleichzeitiger Zirkulation in
der Form von aufsteigenden und absteigenden Strömungen entlang der Achse der
Vorrichtung in die Suspension eingebunden.
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Derartige Vorrichtungen können jedoch
für die
Kultivierung von tierischen Zellen und menschlichem Gewebe nicht
verwendet werden: diese Zellen können
leicht traumatisiert werden, da in dem Kultiviervorgang in der Suspension
eine große
Anzahl an Gasblasen gebildet wird und die Zerstörung dieser Blasen das Absterben
vieler Zellen verursachen wird. Die Belüftung durch Gaseinblasen führt ferner
zu einer Schaumbildung die auch zum Verlust eines Teils der Zellen
führt.
Die Schaumunterdrückung
wird das Einbringen von konstenintensiven, nicht toxischen chemischen
Entschäumern
in den Nährboden
erfordern, wobei der technologische Kultiviervorgang verkompliziert
wird. Darüber
hinaus wird die Verwendung der Entschäumer die Eigenschaften des
Nährbodens
verschlechtern.
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Aus dem Stand der Technik (US, A,
Nr. 4259449, 1981) ist eine Vorrichtung zum Kultivieren von Gewebezellen
und Mikroorganismen in einer Suspension bekannt, die einen zylindrischen
Behälter
mit einem Deckel und Abzweigrohren zum Einspeisen eines Belüftungsgases
und Entfernen von gasförmigem
Medium und eine Einrichtung zum Rühren der Zellsuspension umfasst,
wobei die Einrichtung als ein Gitter ausgestaltet ist, das in dem
Bodenabschnitt des Behälters
angeordnet ist. Dem Behälter
wird durch das Gitter Luft zugeführt,
um einen hydrostatischen Druck zu erzeugen, der die Ausscheidung
von Zellen aus der Suspension verhindert.
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Die Produktivität derartiger Vorrichtungen
bei der Zellkultivierung ist jedoch aufgrund der Verschlechterung
der Massentransportcharakteristika niedrig, die wiederum beeinträchtigt sind,
insoweit die Intensität
des Einspeisens des Belüftungsgases reduziert
ist, um das Traumatisieren der Zellen zu vermeiden. Selbst in diesem
Fall kann das Traumatisieren der Zellen nicht vollständig ausgeschlossen werden
und eine intensive Schaumbildung findet statt.
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Aus dem Stand der Technik (WO 92/05245, A1,
02.04.92) ist ferner eine Vorrichtung zum Kultivieren von Gewebezellen
und Mikroorganismen in einer Suspension bekannt, die eine zylindrischen
Behälter mit
einer Abdeckung und Abzweigrohren zum Einspeisen und Entfernen von
Gas und eine Einrichtung zum Belüften
und zum Rühren
der Suspension umfasst. Die Einrichtung zum Belüften und zum Rühren umfasst
ein horizontales Schaufelrad, das an einer vertikalen Antriebswelle
befestigt und in dem oberen Teil des Behälters direkt unter der Abdeckung
angeordnet ist und eine ringförmige
Platte, die darunter platziert ist, wobei diese zum Entfernen des
Gases mit einer Mittelöffnung
versehen ist und über
ihren Umfang davon an der Wand des Behälters angebracht ist, um so
zum Einspeisen und Abführen
von Gas einen ringförmigen
Raum um das Schaufelrad zu bilden. Schlitzförmige Öffnungen sind für den Gasdurchgang
in der ringförmigen
Trennung gebildet, wobei die Schlitze in einem Winkel zu der horizontalen
Ebene gleichmäßig über den
Umfang verteilt sind. Das Abzweigrohr zum Einspeisen des Gases ist in
der Abdeckung koaxial zum dem Schaufelrad eingebaut und das Abzweigrohr
zum Entfernen des Gases ist mit dem ringförmigen Raum gekoppelt und an der
Kante der Abdeckung angeordnet.
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Der Nachteil einer derartigen Vorrichtung liegt
darin, dass in ihnen die Bildung einer Flüssigkeitswirbelbewegung (Potentialwirbel
mit axialer Rückströmung), bei
hohen Gasströmungsgeschwindigkeiten
(größer als
15–18
m/s) über
der Oberfläche dieser
Flüssigkeit
erreicht werden kann, d. h. die Wirbelbildung bringt einen zu berücksichtigenden
Leistungsbedarf mit sich. Zur gleichen Zeit tritt das Mitreißen von
Flüssigkeitstropfen
von der Oberfläche
der Suspension mit nachfolgendem Ausstoßen dieser Tropfen auf die
Wand des Behälters
auf. Zellen in den Suspensionstropfen werden durch den Aufprall gegen
die Wand der Vorrichtung traumatisiert, d. h. ein Massensterben
der Zellen findet statt. Mit einem Absenken der Gasströmungsgeschwindigkeit
(6–8 m/s)
wird eine instabile Flüssigkeitsströmung über der
Oberfläche
der Zellsuspension beobachtet, d. h. die axialsymmetrische Wirbelbewegung
der Flüssigkeit ändert sich
periodisch zu Eigenschwingungen der Flüssigkeit, in welchem Modus
eine Wellenwanderung entlang der Wand des Behälters entsteht. Die Oberfläche der Flüssigkeit
krümmt
sich und stellt einen asymmetrischen Rotationsparaboloid dar. Die gesamte
Flüssigkeit
in der Vorrichtung oszilliert als eine einzige Gesamtheit, die gesamte
Vorrichtung beginnt zu wackeln und dies erzeugt einen wenig bevorzugten
Effekt in dem Zellkultivierungsvorgang. Daneben erlaubt die Ausgestaltung
der Vorrichtung das Kultivieren von Zellen innerhalb des Behälters, der
bis zu einer Höhe
gleich oder weniger als einem Durchmesser dieses Behälters gefüllt ist.
Wird der Behälter
mit der Zellsuspension bis zu einer Höhe größer als einem Durchmesser davon
gefüllt,
wird sich ein bewegungsloser Bereich am Boden des Behälters bilden.
Während
der Kultivierung werden sich Zellen unvermeidlich in diesem Bereich
ablagern und aufgrund eines Mangels an Sauerstoff absterben.
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Es ist auch eine Vorrichtung zum
Kultivieren von Gewebezellen oder Mikroorganismen in einer Suspension
bekannt (WO 93/21301, A1, 28.10.93. – erste Ausführungsform
der Vorrichtung), welche einen zylindrischen Behälter mit einer Abdeckung und Abzweigrohren
entsprechend zum Einspeisen eines Belüftungsgases und Entfernen eines
gasförmigen Mediums
und eine Einrichtung zum Belüften
und Rühren
der Suspension, die ein horizontales Schaufelrad umfasst, das an
einer vertikalen Hohlwelle befestigt und in dem oberen Teil des
Behälters
direkt unter der Abdeckung angeordnet ist, umfasst. Die Einrichtung
zum Belüften
und Rühren
des Mediums ist mit einer ringförmigen
Trennung versehen, die in dem zylindrischen Behälter koaxial zu dem Schaufelrad
eingebaut ist, wobei ein Zwischenraum zwischen der zylindrischen
Wand des Behälters
und der ringförmigen
Trennung ausgebildet ist. Die Einrichtung ist ferner mit einem Mechanismus
zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung in bezug auf
die Oberfläche
der Zellsuspension versehen. Gemäß dieser
Ausführungsform
der Erfindung ist der Mechanismus zum Festlegen der Position der
ringförmigen Trennung
in bezug auf die Oberfläche
der Zellsuspension in der Form eines Gestells ausgestaltet, das an
der Abdeckung des Behälters
und der ringförmigen
Trennung mit Hilfe von Klinken mit der Möglichkeit, die Position der
ringförmigen
Trennung in bezug auf die Höhe
des Behälters
zu ändern,
angebracht ist. Die ringförmige
Trennung sollte bis zu einer Tiefe von H ≥ 0,02(D1 – D2) eintauchen, wobei
D1 der
Durchmesser der ringförmigen
Trennung ist; und
D2 der Durchmesser
der axialen Öffnung
in der ringförmigen
Trennung ist.
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Ein Nachteil dieser Ausführungsform
der Vorrichtung lautet wie folgt. In vielen Fällen wird der Kultiviervorgang
von Zellen und Gewebe von Änderungen
des Niveaus der ursprünglichen
Füllung
des Bioreaktors begleitet (z. B. aufgrund von periodischen Probeentnahmen
oder des Ausführens
der Kultivierung mit kleinen Mengen an Nährboden im Anfangsstadium,
wohingegen das Ausführen
des Kultivierens im Endstadium mit einer maximalen Füllung des
Behälters
des Reaktors durchgeführt
wird). Als Folge davon ändert
sich die Tiefe (H) des Eintauchens der ringförmigen Trennung, d. h. die
Bedingung H ≥ 0,02(D1 – D2) wird gestört. Eine Verminderung des Werts
(H) führt
zum "Verschließen" des Flüssigkeitsabflusses
durch die axiale Öffnung
in der ringförmigen
Trennung und dies führt
zur Verschlechterung des Rührprozesses
und der Belüftung
der kultivierten Zellen. Sollte die ringförmige Trennung stationär über der
Oberfläche
der Zellsuspension hängen,
werden die Massentransportparameter weiter verschlechtert. Ist die
Eintauchtiefe (H) der ringförmigen
Trennung merkbar größer als
H = 0,02(D1 – D2), wird
eine wandernde Welle auf der Oberfläche der Suspension gebildet,
die allmählich
zum Wackeln der gesamten Masse der Zellsuspension führt und
diese in einen Zustand instabilen Rührens mit verminderten Massentransportparametern
bringt. Unter der Bedingung periodischer Änderungen des Füllniveaus des
Behälters
der Vorrichtung beim Kultiviervorgang ist diese Einrichtung daher
entweder nahezu nicht betreibbar oder das Einführen eines zusätzlichen Mechanismus
zum automatischen Festlegen der ringförmigen Trennung auf die optimale
Tiefe in bezug auf die Änderungen
des Füllniveaus
des Vorrichtungsbehälters
wird notwendig. Dies wird die Vorrichtung sehr viel komplizierter
gestalten. Darüber
hinaus wird die Verwendung einer stationären ringförmigen Trennung einen zusätzlichen
Leistungsbedarf und einen höheren
Zeitaufwand, um den Betriebszustand des Bioreaktors zu erreichen,
mit sich bringen.
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Der bezüglich der vorgeschlagenen technischen
Lösung
(Prototyp) relevanteste bekannte Stand der Technik ist eine Vorrichtung
zum Kultivieren von Gewebezellen oder Mikroorganismen in einer Suspension,
der einen zylindrischen Behälter
mit einer Abdeckung und Abzweigrohren entsprechend zum Einspeisen
eines Belüftungsgases
und Entfernen von gasförmigem
Medium und eine Einrichtung zum Belüften und Rühren der Suspension umfassend
ein horizontales Schaufelrad, das an einer vertikalen Hohlwelle
angebracht und in dem oberen Teil des Behälters direkt unter der Abdeckung
angeordnet ist, umfasst (WO 93/21301, A1, 28.10.93. – die zweite
Ausführungsform
der Vorrichtung). Die Einrichtung zum Belüften und Rühren des Mediums mit einer
ringförmigen
Trennung ausgestattet, die koaxial zu dem Schaufelrad in dem Behälter eingebaut
ist, wobei ein Zwischenraum zwischen der zylindrischen Wand des
Behälters
und der ringförmigen
Trennung gebildet ist. Die Einrichtung ist ferner mit einem Mechanismus
zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung in bezug auf
die Oberfläche
der Zellsuspension versehen. Der Mechanismus zum Festlegen der Position
der ringförmigen
Trennung in bezug auf die Oberfläche
der Zellsuspension besteht aus Schwimmkörpern mit Führungsschaufeln, die an der oberen
Fläche
der ringförmigen
Trennung befestigt sind. Die ringförmige Trennung sollte bis zu
einer Tiefe von H ≥ 0,02(D1 – D2) eintauchen, wobei
D1 der
Durchmesser der ringförmigen
Trennung ist; und
D2 der Durchmesser
der axialen Öffnung
in der ringförmigen
Trennung ist.
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Der Nachteil dieser Ausführungsform
der Vorrichtung (die Ausführungsform
mit der schwimmenden ringförmigen
Trennung) besteht darin, dass zum Erreichen einer hohen Dichte an
pflanzlichen und tierischen Zellen in der Suspension oder beim Kultivieren
von hoch aeroben Zellkulturen die Geschwindigkeit der Luftwirbel über der
Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
größer als
7–8 m/s
sein sollte, um optimale Bedingungen zum Belüften der biologischen Objekte
bereitzustellen. Mit derartigen Geschwindigkeit der Luftwirbel ist
aber die Intensität
der aufsteigenden Fluidströmung
(axiale Rückströmung) derart,
dass die ringförmige
Trennung (aufgrund des Druckunterschiedes über und unter der Trennung) aufschwimmt
und zwar in Richtung der Oberfläche der
Zellsuspension (der Zustand des optimalen Eintauchens der ringförmigen Trennung
H ≥ 0,02(D1 – D2) wird gestört, woraus folgt, dass der
hydrodynamische Strömungsmodus
(Rühren)
der Flüssigkeit (Zellsuspension)
gestört
ist, wobei die Belüftungsbedingungen
der Zellen, die kultiviert werden, verschlechtert sind, was von
dem Ausfällen
der Biomasse auf den Boden des Reaktors und dem Absterben der Zellen
aufgrund des Mangels an Sauerstoff begleitet wird). Auf Änderungen
der Viskosität
der Flüssigkeitsphase
beim Kultivieren von biologischen Objekten kann die ringförmige Trennung
aufgrund ihres konstanten Auftriebs unkontrollierbar ihre Position
in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase ändern.
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Nebenbei bemerkt bilden sich, da
sich die schwimmende ringförmige
Trennung in der Zellsuspension dreht, bewegungslose Schattenzonen,
die hinter den Schwimmkörpern
entstehen, in welchen die Zellen, die kultiviert werden, ausfallen
und sich die Zellen ansammeln. Die unteren Schichten der Zellen
verderben aufgrund des Mangels an Sauerstoff in den Bereichen und
die Qualität
des Endprodukts wird dadurch verschlechtert und die technologischen
Eigenschaften der Vorrichtung werden vermindert.
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Offenbarung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung ist auf
das Bereitstellen einer Vorrichtung zum Kultivieren von Gewebezellen
oder Mikroorganismen in einer Suspension gerichtet, die die Bildung
einer axial-symmetrischen Flüssigkeitswirbelbewegung
mit einer axialen Rückströmung in
der Zellsuspension ohne bewegungslose Bereiche, sowohl bei niedrigen
Geschwindigkeiten der Gasbewegung (3–6 m/s), als auch bei hohen Geschwindigkeiten
davon (7–10
m/s oder mehr) über der
Oberfläche
dieser Flüssigkeit,
aufgrund des Aufrechterhaltens der ringförmigen Trennung in der optimalen
Tiefe und zwar unabhängig
von Änderungen der
Intensität
des Gaswirbels über
der Oberfläche der
Zellsuspension und Änderungen
in der Viskosität der
Flüssigkeitsphase,
sichert, was wiederum das Kultivieren von Gewebezellen oder Mikroorganismen mit
unterschiedlichen Sauerstofferfordernissen erlaubt.
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Die festgelegte Aufgabe wird aufgrund
der Tatsache erreicht, dass bei einer Vorrichtung zum Kultivieren
von Gewebezellen oder Mikroorganismen in einer Suspension, die einen
Behälter
mit einer Abdeckung und entsprechenden Abzweigrohren zum Einspeisen
eines Belüftungsgases
und Abführen
eines gasförmigen
Mediums und eine Vorrichtung zum Belüften und Rühren der Suspension, umfassend
ein horizontales Schaufelrad, das an einer vertikalen hohlen Welle
befestigt ist und in dem oberen Teil des Behälters direkt unter der Abdeckung
angeordnet ist, eine ringförmige
Trennung, die in dem zylindrischen Behälter koaxial zu dem Schaufelrad
mit einem Zwischenraum, der zwischen der Zylinderwand des Behälters und
der ringförmigen
Trennung ausgebildet ist, eingebaut ist und einen Mechanismus zum
Festlegen der Position der ringförmigen
Trennung in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
(der Zellsuspension), der in Form von Führungselementen und Schwimmkörpern ausgebildet
ist, umfasst, gemäß der Erfindung
die Führungselemente
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung
in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeit
als abnehmbare Schaufeln mit einer flachen oberen Fläche und
einer konvexen unteren Fläche ausgestaltet
sind, wobei die Schaufeln in bezug auf die ringförmige Trennung radial orientiert
sind und die Flächen
der Schaufeln ein aerodynamisches Profil der "forward-sweep wing"-Art bilden; die Schaufeln mit Hilfe
von Stützen
an der oberen Fläche
der ringförmigen
Trennung angebracht sind oder die Schaufeln mit Hilfe von Stützen an
der Oberseite und Unterseite dieser Trennung angebracht sind, wobei
die Schaufeln mit Einheiten zum Ändern
des Anstellwinkels in bezug auf den einströmenden Gas- oder Flüssigkeitsstrom
und zum Sichern der entsprechenden Schaufeln an den Stützen auf
der ringförmigen
Trennung bzw. darunter ausgestattet sind.
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Die aero- oder hydrodynamische Kraft,
die entsteht, wenn die Schaufeln mit einem derartigen Design (mit
dem Profil der "forward-sweep
wing"-Art) von einem
Gas oder einer Flüssigkeit
umströmt
werden, wird gegen die hydrodynamische Kraft geleitet, die ein Aufschwimmen
der ringförmigen
Trennung verursacht und dies erlaubt die ringförmige Trennung in einer optimalen
Tiefe zu halten, wenn die Geschwindigkeit des Gaswirbels über der
Oberfläche der
Flüssigkeitsphase
größer als
6–7 m/s
ist.
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Die Einheiten zum Ändern des
Anstellwinkels in bezug auf die einströmende Gas- oder Flüssigkeitsströmung und
zum Sichern der Schaufeln an den Stützen auf der ringförmigen Trennung
und darunter sind als Klemmvorrichtungen ausgebildet. Die Einheiten
können
als verschiedenartige Steckanschlüsse, z. B. der Schrauben-Muttern-
oder Spannbuchsenart ausgestaltet sein.
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Wenn die Schaufeln auf der ringförmigen Trennung über der
Oberfläche
der Zellsuspension angeordnet sind, liegt der Anstellwinkel der
Schaufeln in bezug auf die einströmende Gasströmung zwischen –15° bis –90° und wenn
die Schaufeln in der Flüssigkeit
unter der ringförmigen
Trennung angeordnet sind, liegt der Anstellwinkel der Schaufeln
in bezug auf die einströmende
Flüssigkeitsströmung zwischen
0° bis –35°.
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In diesen Neigungswinkelbereichen
der Schaufeln gegenüber
der einströmenden
Gas- oder Flüssigkeitsströmung wird
eine stabile Beibehaltung der ringförmigen Trennung in einer optimalen
Tiefe mit einem niedrigen Energieverbrauch gesichert.
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Die Schwimmkörper des Mechanismus zum Festlegen
der Position der ringförmigen
Trennung in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
sind in dem Körper
dieser Trennung ausgestaltet. Sie sind als ungleichseitige Pyramidenstümpfe ausgeformt, die
mit der abgestumpften Spitze in Richtung der ringförmigen Trennung
ausgerichtet und mit einem Zwischenraum in bezug auf die Schaufeln
und die ringförmigen
Trennung an den Stützen
befestigt sind.
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Ein derartiger Aufbau der Schwimmkörper sichert
eine Erhöhung
bezüglich
der Zuverlässigkeit des
Beibehaltens der ringförmigen
Trennung in einer optimalen Tiefe unabhängig von Änderungen bezüglich der
Viskosität
der Flüssigkeitsphase,
während der
Zwischenraum zwischen den Schwimmkörpern und der ringförmigen Trennung
bewegungslose Schattenbereiche hinter den Schwimmkörpern ausschaltet,
wodurch das Ausfällen,
Ansammeln und Absterben von kultivierten Zellen in diesen Bereichen verhindert
wird.
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Das Anordnen der Schwimmkörper in
dem Körper
der ringförmigen
Trennung schließt
die bewegungslosen Schattenzonen auf dieser Trennung ebenfalls aus,
wodurch das Ausfällen,
Ansammeln und Absterben von kultivierten Zellen in diesen Bereichen
vermieden wird.
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Die ringförmige Trennung taucht in die
Zellsuspension bis zu einer Tiefe von (H) gleich H = 0,02 ÷ 0,09(D1 – D2) ein, wobei
D1 der
Durchmesser der ringförmigen
Trennung ist; und
D2 der Durchmesser
der axialen Öffnung
in der ringförmigen
Trennung ist.
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Ein Absenken bezüglich des Werts H < 0,02(D1 – D2) führt
zum "Verschließen" des Flüssigkeitsabflusses
durch die axiale Öffnung
in der ringförmigen
Trennung, wobei dies zur Verschlechterung des Vorgangs des Rührens und
Belüftens
der kultivierten Zellen mit nachfolgendem Ausfällen der Biomasse auf den Boden
des Reaktors und Absterben der Zellen aufgrund von Sauerstoffmangel
führt.
Ist die Eintauchtiefe (H) der ringförmigen Trennung merkbar größer als
H = 0,09(D1 – D2),
wird eine wandernde Welle über
der Oberfläche
der Suspension gebildet, die allmählich die gesamte Masse der
Zellsuspension zum Wackeln bringt und dann in den Modus des instabilen
Rührens
mit niedrigeren Massentransportparametern (Eigenschwingungsmodus). Dies
beeinflusst die Lebensfähigkeit
und Produktivität
der Biomasse negativ.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Die Erfindung wird ferner durch die
Beschreibung einer besonderen Ausführungsform davon unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen erklärt, in denen:
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1 eine
schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Kultivieren von Gewebezellen
und Mikroorganismen in einer Suspension mit über einer ringförmigen Trennung
angeordneten Schaufeln und in dem Körper dieser Trennung angeordneten Schwimmkörpern ist;
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2 eine
Querschnittsansicht der Vorrichtung entlang A-A in 1 ist;
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3 ein
Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung in bezug auf
die Flüssigkeitsoberfläche mit
auf Stützen
angeordneten Schwimmkörpern
und über
der ringförmigen
Trennung und darunter angeordneten Schaufeln zeigt (die Schaufeln
weisen in bezug auf die Gas- und Flüssigkeitsströmung kleine
Anstellwinkel auf);
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4 einen
Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung in bezug auf die
Flüssigkeitsoberfläche mit
auf Stützen
angeordneten Schwimmkörpern
und über
der ringförmigen Trennung
(mit einem Anstellwinkel der Schaufeln in bezug auf die Gasströmung von –90°) und unter
dieser Trennung (mit einem in bezug auf die Flüssigkeitsströmung) kleinen
Anstellwinkel der Schaufeln angeordneten Schaufeln zeigt.
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Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform
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Die Vorrichtung der Erfindung zum
Kultivieren von Gewebezellen und Mikroorganismen in einer Suspension
umfasst einen zylindrischen Behälter 1 (1) für eine Zellsuspension mit einer
Abdeckung 2 und Abzweigrohren 3 und 4 zum
Einspeisen eines Belüftungsgases
bzw. Entfernen eines gasförmigen Mediums
und einer Einrichtung zum Belüften
und Rühren
des Nährbodens.
Das Abzweigrohr 3 zum Einspeisen eines Belüftungsgases
ist über
der Abdeckung 2 koaxial zu dem Behälter 1 angebracht
und das Abzweigrohr 4 zum Entfernen von Gas ist an einer
Kante der Abdeckung 2 angebracht. Die Einrichtung zum Belüftung und
Rühren
der Zellsuspension umfasst ein horizontales Schaufelrad 5,
das an einer vertikalen Hohlwelle 6 befestigt und in dem
oberen Teil des Behälters 1 direkt
unter der Abdeckung 2 angebracht ist; eine ringförmige Trennung 7,
die in dem Behälter 1 koaxial
dazu und zu dem Rad 5 angebracht ist, wobei ein Zwischenraum
zwischen der Zylinderwand des Behälters 1 und der ringförmigen Trennung
vorgesehen ist; und einen Mechanismus zum Festlegen der Position
der ringförmigen
Trennung 7 in bezug auf die Oberfläche der Zellsuspension.
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Die untere Seite 8 der ringförmigen Trennung 7 ist
konvex und die obere Seite davon ist flach. Ferner weist die ringförmigen Trennung 7 einen Durchmesser
(D1) gleich D1 =
(0,7 ÷ 0,9)D0 auf, wobei der Durchmesser (D2)
der axialen Öffnung 7 gleich
D2 = (0,1 ÷ 0,3)D1 ist,
wobei D0 dem inneren Durchmesser des zylindrischen
Behälters 1 entspricht.
Die Trennung 7 sollte bis zu einer Tiefe von (H) gleich
H = 0,02 – 0,09(D1 – D2) in die Zellsuspension eintauchen.
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Der Mechanismus zum Festlegen der
Position der ringförmigen
Trennung 7 in bezug auf die Oberfläche der Zellsuspension umfasst
Schwimmkörper 10 und
Führungselemente 11.
Die Führungselemente 11 des
Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung 7 in
bezug auf die Oberfläche
der Zellsuspension sind als abnehmbare Schaufeln 12 und 13 mit
einer flachen Oberseite 14 und einer konvexen Unterseite 15 ausgestaltet,
wobei die Schaufeln in bezug auf die ringförmige Trennung radial ausgerichtet
sind und wobei die Oberflächen
der Schaufeln ein aerodynamisches Profil der Schaufeln der "forward-sweep wing"-Art definieren. Die
Luftkraft F1, die verursacht wird, wenn
die Schaufeln 12 durch Gas umströmt werden und die Wasserkraft
F2 die entsteht, wenn die Schaufeln 13 von
Flüssigkeit
umströmt
werden, werden gegen die hydrodynamische Kraft F3 geleitet,
die in der rotierenden Flüssigkeitsströmung entsteht
und aufgrund des Druckunterschiedes über und unter der ringförmigen Trennung
das Aufschwimmen der ringförmigen
Trennung 7 verursacht.
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Bei einer der Ausführungsformen
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung
in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
(1) sind die Schaufeln 12 mit
Hilfe von Stützen 16 auf
der ringförmigen
Trennung 7 angebracht und die Schwimmkörper 10 sind in dem Körper dieser
ringförmigen
Trennung 7 ausgestaltet.
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Bei einer anderen Ausführungsform
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung
in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
(3) sind die Schaufeln 12 mit
Hilfe von Stützen 16 auf
der ringförmigen
Trennung 7 angebracht und die Schaufeln 13 sind
mit Hilfe von Stützen 17 über der
ringförmigen
Trennung 7 angebracht. Die Schwimmkörper 10 sind an den
Stützen 16 zwischen
den Schaufeln 10 und der ringförmigen Trennung 7 angebracht,
sowie zwischen den Schwimmkörpern 10 und
den Schaufeln 12. Die Schwimmkörper 10 sind unter
Bildung eines Zwischenraums zwischen den Schwimmkörpern 10 und der
Trennung 7 als ungleichseitige Pyramidenstümpfe ausgebildet,
die mit der abgestumpften Spitze in Richtung der ringförmigen Trennung 7 weisen.
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Bei einer der Betriebsarten der zweiten
Ausführungsform
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung
in bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeitsphase
(4) sind die Schaufeln 12 in
einem Winkel von –90° zu der Trennung 7 angebracht
und dienen nur zum Bereitstellen der Drehung dieser Trennung in
der Flüssigkeit
(in der Zellsuspension).
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Die Schaufeln 12 und 13 sind
mit Einheiten zum Ändern
der Anstellwinkel in bezug auf die einströmende Gas- oder Flüssigkeitsströmung und
zum Befestigen der Schaufeln an den Stützen 16 auf der ringförmigen Trennung 7 bzw.
den Stützen 17 unter der
ringförmigen
Trennung 7 ausgestattet. Die Einheiten zum Ändern des
Anstellwinkels der Schaufeln 12 und 13 in bezug
auf die einströmende
Gas- oder Flüssigkeitsströmung bzw.
zu ihrer Befestigung an den Stützen 16 und 17 sind
als Klemmvorrichtungen 18 des Schrauben-Mutter- oder Hülsen- bzw.
Spannbuchsentyps ausgestaltet.
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Der Anstellwinkel der Schaufeln 12 in
bezug auf die einströmende
Gasströmung
liegt zwischen –15° bis –90° und der
Anstellwinkel der Schaufeln 12 in bezug auf die einströmende Flüssigkeitsströmung liegt
zwischen 0° bis –35°.
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Die ringförmige Trennung 7 taucht
in die Zellsuspension bis zu einer Tiefe (H) gleich H = 0,02 ÷ 0,09(D1 – D2) ein, wobei:
D1 der
Durchmesser der ringförmigen
Trennung ist; und
D2 der Durchmesser
der axialen Öffnung
in der ringförmigen
Trennung ist.
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Zum Drehen des Schaufelrades 5 wird
eine magnetische Kupplung 19 verwendet, wobei eines der
beweglichen Teile 20 davon auf der Hohlwelle 6 über der
Abdeckung 2 angebracht und das andere Teil 21 auf
der hohlen Achse 22 angeordnet ist. Die hohle Achse 22 ist
koaxial zu der Welle 6 um den beweglichen Teil 20 der
Kupplung 19 angeordnet. Der Teil 20 der Kupplung 19 wird
z. B. durch eine Riemenübertragung 23 durch
den Elektromotor 24 in Rotation versetzt. In dem Bodenteil
des Behälters 1 (in 1) ist ein Abzweigrohr 25 für die Zuleitung
des Nährbodens
und des Impfstoffs angeordnet. Dasselbe Abzweigrohr 25 dient
zum Ablassen der Zellsuspension nach dem Beenden des Kultiviervorgangs.
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Die vorgeschlagene Vorrichtung arbeitet
wie folgt:
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Zum Kultivieren hoch-aerober biologischer Objekte
(Zellen von Tieren oder Insekten) werden die Schaufeln 12 mit
Hilfe der Klemmvorrichtungen 18 auf den Stützen 16 der
ringförmigen
Trennung 7 mit einem Anstellwinkel von z. B. –35° (1) angebracht oder die Schaufeln 12 werden
an den Stützen 16 mit
einem Anstellwinkel der Schaufeln 12 von z. B. –25° und die
Schaufeln 13 an den Stützen 17 der ringförmigen Trennung 7 mit
einem Anstellwinkel der Schaufeln 13 von z. B. –15° (3) angebracht.
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Zum Kultivieren schwach-aerober biologischer
Objekte (einige Bakterienarten) werden die Schaufeln 12 mit
Hilfe der Klemmvorrichtungen 18 auf den Stützen 16 der
ringförmigen
Trennung mit einem Anstellwinkel von z. B. –16° (1)
oder die Schaufeln 12 werden auf den Stützen 16 der ringförmigen Trennung 7 mit
einem Anstellwinkel von z. B. –16° angebracht
und die Schaufeln 13 werden an den Stützen 17 der ringförmigen Trennung 7 mit
einem Anstellwinkel der Schaufeln 13 von z. B. 0° (3) angebracht.
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Danach wird der zylindrische Behälter 1 mit der
angebrachten ringförmigen
Trennung 7 und dem Mechanismus zum Festlegen seiner Position
in bezug auf die Flüssigkeitsoberfläche unter
sterilen Bedingungen mit dem Nährboden
befällt,
so dass ein Raum über
der Oberfläche
des Mediums in dem oberen Teil des Behälters 1 zur Bewegung
des Belüftungsgases
frei bleibt und die ringförmigen
Trennung 7 auf der Oberfläche oder in einer bestimmen
Tiefe in dem Nährboden
(durch Auswählen
der Schwimmfähigkeit
der Schwimmkörper 10),
die weniger als die optimale Tiefe H = 0,02 ÷ 0,09(D1 – D2) ist, angeordnet ist. Die Schaufeln 12 sind
in diesem Fall über
der Oberfläche
der Flüssigkeit
angeordnet. Für
einen Behälter
mit dem Durchmesser D0 = 200 mm sind die optimalen
Parameter der Vorrichtung z. B. wie folgt: D1 =
160 mm; D2 = 32 mm H = 8 mm. Ferner wird
die zum Kultivieren von Zellen oder Mikroorganismen erforderliche
Betriebstemperatur eingestellt, die notwendige Dosis an Impfstoff
eingeführt
und der Elektromotor 24 eingeschaltet. Die notwendige Umdrehungszahl
des Schaufelrades 5 wird abhängig von den Erfordernissen
der kultivierungstechnologischen Bedingungen festgelegt. Wenn sich
das Schaufelrad 5 über
der Oberfläche
des Nährbodens
mit dem Impfstoff dreht, wird im Bereich nahe der Achse des Behälters 1 eine
Luftverdünnung
erzeugt und ein erhöhter
Druck wird am Umfang des Behälters
erzeugt. Unter dem Effekt des Druckunterschiedes zwischen dem Umfang
und dem Bereich nahe der Achse des Gasraums wird eine Wirbelströmung des
Belüftungsgases über der
Flüssigkeitsoberfläche mit
dem Gebiet der potentiellen Wirbelgeschwindigkeit an dem Umfang
des Behälters 1 und
einer axialen Rückströmung in
dem Bereich nahe der Achse davon gebildet, die in der Flüssigkeit
eine ähnlich
turbulente Drehbewegung mit intensivem Rühren entlang der Achse des
Behälters
erzeugt.
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Beim Kultivieren schwach-aerober
biologischer Objekte, z. B. einiger Arten von Bakterienzellen, wird
die Rotationsgeschwindigkeit des Gaswirbels auf 3 bis 6 m/s festgelegt.
In diesem Fall wird eine Luftkraft F1 (sie
entsteht, wenn die Schaufeln 12 durch die Gasströmung umströmt werden)
oder eine Luftkraft F1 und eine hydrodynamische
Kraft F2 (die letztere Kraft entsteht, wenn
die Schaufeln 13 durch die Flüssigkeitsströmung umströmt werden)
erzeugt oder nur eine hydrodynamische Kraft F2 wird
erzeugt. Die besagten Kräfte
F1 (1)
oder F1 und F2 (3) oder F2 (4) tauchen die ringförmige Trennung 7 zusätzlich unter,
wobei sie sie in der optimalen Tiefe (H) festlegen, die in dem Bereich
der Tiefen H = 0,02 ÷ 0,09(D1 – D2) liegt.
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Beim Kultivieren hoch-aerober biologischer Objekte
z. B. pflanzlichen oder tierischen Zellen wird die Rotationsgeschwindigkeit
des Gaswirbels auf größer als
7 bis 10 m/s festgelegt. Bei derartigen Geschwindigkeiten des Gaswirbels
wird auf die Trennung 7, die in der rotierenden Flüssigkeitsströmung liegt,
nicht nur durch die Kräfte
F1 (1)
oder F1 und F2 (3) oder F2 (4), die vertikal nach unten
gerichtet sind, sondern auch durch die zusätzliche hydrodynamische Kraft
F3 (aufgrund der Entstehung einer Flüssigkeitsströmung, die
von dem Druckunterschied über
der Trennung 7 und darunter stammt, bei derartigen Geschwindigkeiten)
eingewirkt, wobei die Kraft F3 vertikal
nach oben gerichtet ist und ein Aufschwimmen der Trennung 7 verursacht.
Die Kraft F3 kompensiert teilweise die Wirkung
der Kräfte
F1 und F2 und die
ringförmige
Trennung 7 verbleibt zuverlässig in ihrer Position in dem
Bereich der Tiefe H = 0,02 ÷ 0,09(D1 – D2).
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Somit erlaubt der Mechanismus zum
Festlegen der Position der ringförmigen
Trennung 7, sie in einer optimalen Tiefe (H) unabhängig von
dem Kultiviermodus oder dem Volumen der Suspension in der Vorrichtung
zu halten. Aufgrund der Installation der ringförmigen Trennung 7 in
der Suspension wird die Intensität
und die Direktivität
ihrer aufsteigenden und absteigenden Strömungen erhöht (d. h., die Effizienz des
Gaswirbels wird erhöht).
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Nach Berechnungen wird bei durchschnittlichen
Gasströmungsgeschwindigkeiten über der Oberfläche der
Suspension Vgas = 10 m/s, die durchschnittliche
Rotationsgeschwindigkeit der Schaufeln 12 zusammen mit
der ringförmigen
Trennung 7 (D1 = 160 mm) in bezug
auf die Flüssigkeit
Vpart. = 2,446 m/s und die Kraft F3 = 0,393 N betragen.
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Bei einer Länge der Schaufeln 12 von
l1 = 7,5 cm und der Schaufelsehne h1 = 2 cm; ihrer Anzahl n1 =
3; und bei einem Anstellwinkel der Schaufel 12 in bezug
auf die Gasströmung
von α1 = –35° folgt eine Kraft
F1 = 0,4873 N. Somit ist bei der Ausführungsform
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung 7 in
bezug auf die Oberfläche
der Flüssigkeit,
wie sie in 1 dargestellt
ist, die Kraft F1 teilweise durch die Wirkung
der Kraft F3 kompensiert und die Trennung
wird zuverlässig
in ihrer Position in der Tiefe H verbleiben.
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Bei der Länge der Schaufeln 13 von
l2 = 3,0 cm und der Schaufelsehne h2 = 1,5 cm; der Anzahl der Schaufeln n2 = 6; dem Anstellwinkel der Schaufeln 13 in
bezug auf die Flüssigkeitsströmung α2 =
0° folgt
eine Kraft F2 = 0,4845 N. Daher wird bei
der Ausführungsform
des Mechanismus zum Festlegen der Position der ringförmigen Trennung 7 in
bezug auf die Flüssigkeitsoberfläche, der
in 4 dargestellt ist, die
Kraft F2 teilweise durch die Wirkung der
Kraft F3 kompensiert und die Trennung wird
zuverlässig
in ihrer Position in der Tiefe H verbleiben. Nebenbei bemerkt, wird
die Stabilität
der Position der ringförmigen Trennung 7 in
der angegebenen Ausführungsform des
Mechanismus durch Ändern
der Schwimmfähigkeit
der Schwimmkörper 10 gestützt.
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Die Schwimmkörper 10, die als ungleichseitige
Pyramidenstümpfe
konfiguriert sind, erlauben ferner die ringförmige Trennung 7 in
ihrer optimalen Tiefe zu halten und zwar unabhängig von dem Modus der Kultivierung
oder dem Volumen der Zellsuspension in der Vorrichtung, da im Falle,
dass die Trennung 7 ein wenig aufschwimmt, sagen wir aufgrund
einer Erhöhung
in der Geschwindigkeit des Gaswirbels oder in der Dichte der Zellsuspension
im Zuge der Kultivierung, die Schwimmfähigkeit der Schwimmkörper 10 abnimmt
(aufgrund ihrer spezifischen Form) und die Trennung 7 in
ihre Tiefe (H) zurückkehrt.
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Das Anordnen der Schwimmkörper 10 in dem
Körper
der Trennung 7 ( 1)
oder das Festlegen eines Zwischenraums zwischen den Schwimmkörpern 10 und
der ringförmigen
Trennung 7 (3, 4) stellt das Ausschalten
von bewegungslosen (Schatten-) Bereichen auf der Seite 9 der
Trennung 7 bereit und verhindert ebenfalls das Ausfällen, Ansammeln
und Absterben von kultivierten Zellen in diesen Bereichen.
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Bei dem Vorgang des Kultivierens
von Zellen oder Mikroorganismen wirkt das Belüftungsgas mit der Flüssigkeitsphase
durch seine freie Oberfläche über der
ringförmigen
Trennung 7 zusammen, ohne sich mit der Flüssigkeit
zu vermischen. Daher kommen keine Gasblasen in der Zellsuspension
vor, so dass die Traumatisierung von Zellen und die Bildung von
Schaum ausgeschlossen wird. Bei einer Geschwindigkeit des Gaswirbels
von wenigstens im Bereich von 3 bis 30 m/s tritt das Abtrennen von
Suspensionstropfen von der Suspensionsoberfläche nicht auf und die Traumatisierung
von Zellen kann zusätzlich
reduziert werden.
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Aufgrund der Verdünnung in dem Bereich der Achse
des Schaufelrades 5 wird eine zusätzliche Einströmung des
Belüftungsgases
in den Behälter 1 durch
das Abzweigrohr 3 bewirkt und aufgrund einer Erhöhung des
Drucks am Umfang des Gasraumes über
der Oberfläche
der Suspension wird die Ausströmung
des gasförmigen
Mediums aus dem Behälter 1 durch
das Abzweigrohr 4 bewirkt. Ein optimales Verhältnis der
Belüftungsgaskomponenten
zum Bereitstellen normaler Bedingungen zum Kultivieren von Zellen
oder Mikroorganismen wird erreicht.
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Somit machen es die vorgeschlagenen
Ausgestaltungsmerkmale der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung
mit unterschiedlichen Ausführungsformen
für den
Mechanismus zum Festlegen der Position der Trennung 7 in
bezug auf das Flüssigkeitsmedium
möglich,
die Bildung einer axial-symmetrischen Rotationsbewegung der Flüssigkeit
mit einer axialen Rückströmung in
der Zellsuspension ohne bewegungslose Bereiche entweder bei niedrigen
Geschwindigkeiten der Gasbewegung (3–6 m/s) oder bei hohen Geschwindigkeiten
davon (7–10
m/s oder mehr) über
der Oberfläche
der Flüssigkeit
aufgrund des Aufrechterhaltens der ringförmigen Trennung in der optimalen
Tiefe unabhängig
von Änderungen
in der Intensität
des Gaswirbels über
der Oberfläche der
Zellsuspension zu sichern. Dies wiederum erlaubt das Kultivieren
von Gewebezellen oder Mikroorganismen, die gegenüber der mechanischen Traumatisierung
empfindlich sind und unterschiedliche Sauerstofferfordernisse aufweisen,
sowie eine höhere
Konzentration jeglicher Arten von Zellen in der Suspension zu erreichen.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Die Vorrichtung zum Kultivieren von
Gewebezellen und Mikroorganismen in einer Suspension kann in der
Mikromedizin und Lebensmittelindustrie weitreichend verwendet werden.