DE698085C - Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweissung - Google Patents
Einrichtung zur elektrischen WiderstandsschweissungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/24—Electric supply or control circuits therefor
- B23K11/248—Electric supplies using discharge tubes
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweißung·,
insbesondere Nahtschweißung, bei der die Schweißstromstärke periodisch .geändert
wird. Anordnungen dieser Art sind bekannt und werden vielfach in der Weise ausgeführt,
daß der Schweißstromkreis über steuerbare Entladungsgefäße an ein speisendes Wechselstromnetz
angeschlossen ist und daß durch Gittersteuerung dieser Entladungsgefäße die
Schweißstromstärkie periodisch geändert wird.
Erfindungsgemäß wird bei Einrichtungen
zur elektrischen Widerstandsschweißung, bei
denen in bekannter "Weise die Schweißstromstärke mit Hilfe von steuerbaren Entladungssteecken
periodisch geändert wird, der Schweißeinrichtung ein Umformer vorgeschaltet,
mittels dessen die Frequenz des dem Schweißstromkreis zugeführten Weehsel-
ao stromes veränderbar ist. Zwischen das speisende
Wechselstromnetz und die den Schweißstrom periodisch ändernde, mit Entladuingsgefäßen
arbeitende Einrichtung wird also gemäß der Erfindung ein Umformer geschaltet, der 'die Möglichkeit bietet, die Periodenzahl
des Schweißstromes gegenüber der Perioden- -zahl des speisenden Wechselstromnetzes zu
ändern, diese Periodenzahl also beispielsweise zu erhöhten. " -
Die NahtschweiBung, bei der den Schweißelektroden
(Rollenele'ktroden) ein periodisch veränderlicher Schweißstrom zugeführt wird,
beruht darauf, daß die Schweißnaht aus einer Aneinanderreihung von !einzelnen Schweißpunkten
bestehen soll, die sich um ein. bestimmtes Maß gegenseitig überlappen. Je
nach der Größe des Schweißstromes, der Art des Materials und der Materialstärke hat ein
solcher Schweißpunkt eine bestimmte räumliche Ausdehnung längs der Schweißnaht. Die
Erfahrung hat gezeigt, daß es für die räumliche Ausdehnung jedes einzelnen Schweißpunktes
und für den Abstand- der benachbarten Schweißpunkte ein Optimum gibt, bei
dem die an die Nahtsehweißung gestellten 45-Forderungen
am besten erfüllt sind.
Die vorstehend genannten Gesichtspunkte sind für die Steuerung des Schweißstromes
mäßgebend. Vor allen Dingen hängt von ihnen die Dauer der Arbeitszeiten und der Pausenzeiten
des Schweißstromes .ab. Es muß aber bei der Wahl der. Steuerungszeiten noch
eine .Forderung berücksichtigt werden, die
keine . schweißtechnischen Gründe bat, son-
") Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
■ Dipl.-Ing. Hellmuth Bayha in Falkensee.
dem mit der Verwendung steuerbarer Entladungsgefäße als Schalt- und Regelmittel
zusammenhängt. Es ist nämlich wünschenswert, daß durch die Entladungsgefäße stets
die gleiche Anzahl positiver und negativer Halbwelten'des speisenden Wechselstromes eingeschaltet
wird. Andernfalls würde eine Gleichstromrestmagnetisierung in dem •Schweißtransformator
entstehen, die zu Störungen empfindlicher Art führen kann. Diese Forderung
führt dazu, daß die Arbeitszeit eines Schweißpunktes:
mindestens gleich sein muß'der Dauer einer vollen Periode des speisenden Wechselstromnetzes.
Durch die Entladungsgefäße müssen mindestens zwei aufeinanderfolgende Halbwellen des Wechselstromes, also eine
positive und eine negative Halbwelle, eingeschaltet werden.- Jeder einzelne Schweißpunkt
verlangt daher mindestens eine Zeit-. ao dauer einer vollen .Halbperiode des Wechselstromes,
und die Bewegungsgeschwindigkeit der Rollenelektroden ist dadurch festgelegt.
Es leuchtet ein, daß, die vorstehend eriäuterten Bedingungen schweißtechnischer und
schaltungstechnischer Art vielfach zu Geschwindigkeiten der Nahtschweißung führen,
die entweder den durch das Material und die Materialstärke gegebenen besonderen Verhältnissen nicht ganz entsprechen oder aber die
Arbeitsgeschwindigkeit beim Schweißen in unerwünschter Weise begrenzen. Durch die Erfindung
wird dieser Nachteil beseitigt. Es wird zwischen das speisende Wechselstromnetz
und die Schweißapparatur ein Umformer geschaltet, der die Möglichkeit gibt, die Frequenz
des dem Schweißstromkreis zugeführten
Stromes so zu wählen, daß die einschränkenden Bedingungen den Arbeitsvorgang nicht
mehr hindern. * Handelt es sich beispielsweise • 40 um die Nahtschweißung eines Materials, bei
dem. Sehweißpunkte verhältnismäßig geringer räumlicher Ausdehnung zu- günstigen
Ergebnissen der Schweißung führen, und liegt außerdem eine Materialstärke vor, hei der
man mit der Zeit für 'einen Schweißpunkt verhältnismäßig weiter heruntergehen kann,
so gibt die Schweißanordnung der Erfindung die Möglichkeit, die dem Schweißstromkreis
. zugeführte Frequenz, so weit heraufzusetzen,
daß bei diesen besonderen Bedingungen sowohl: die schweißtechnischen Forderungen als
auch die mit den Entladungsgefäßen. zusammenhängenden schaltungstechnischen Forderungen
erfüllt werden. Eine mit der Erfindung ausgerüstete Schweißapparatur kann
ohne weiteres und mit wesentlich besserem Erfolg 'die verschiedensten Materialsorten und
Materialstärken verarbeiten, als es mit den vor Einreichung der Erfindung bekannten
Schweißanordnungen möglich war. ■
Zum Zweck der Umformung des in einem
-Wechselstromnetz zur Verfügung stehenden Wechselstromes in den für den Schweißstromkreis
erwünschten Wechselstrom anderer Periodenzahl können bekannte Umformeran-Ordnungen
verwendet werden. Von Vorteil ist es, zum Zweck der Periodenumformung ebenfalls gittergesteuerte Entladungsgefäße zu
verwenden. Dies hat den Vorteil, daß der einphasige Sehweißstromkreis ohne weiteres
aus einem Drehstromnetz gespeist werden kann.. Es fallen die Schwierigkeiten fort, die
bei den bisher- verwendeten Schweiß einrichtungen ^dadurch entstanden sind, daß das
Drehstromnetz nur einphasig belastet war.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß eine Sehweißanofdnung bekannt ist, bei der zum
Zweck der periodischen Änderung der Schweißstromstärke in dem Elektrodenstromkreis zwei
Wechselstromgeneratoren in Reihe geschaltet sind, deren Frequenzen um ein geringes Maß
voneinander abweichen. Die Überlagerung der beiden verschieden frequenten Spannungen ergibt
eine resultierende Spannung, deren Amplitude periodisch, von einem Maximum auf
Null und wieder auf ein Maximum sich ändert. Hier handelt es sich um eine Steuerungsart,
bei der im Gegensatz zu der Erfindung die periodische ; Änderung der
Schweißstromstärke nicht durch periodisch gesteuerte Entladungsgefäße, sondern durch das
Mittel der Überlagerung zweier verschiedener. Frequenzen erreicht wird. Die Probleme, ■·
welche der Erfindung zugrunde liegen und zu der Vorschaltung eines Frequenzumformers
vor die den Schweißstrom periodisch ändernden Entladungsgefäße führen, können bei.
dieser bekannten Anordnung nicht auftreten.- -
Claims (1)
- Patentanspruch: 1o°Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweißung, .insbesondere Naht- · ... schweißung, bei der mit Hilfe von steuer-. baren. .Entladungsstrecken,, insbesondere gittergesteuerten Quecksilberdampfentladungsstrecken, die Schweißstromstärke ' periodisch geändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißeinrichtung ein vorzugsweise mit steuerbaren Entladungsgefäßen arbeitender Umformer vorgeschaltet ist, mittels dessen die Frequenz des dem Schweißstromkreis zugeführten Wech-. selströmes veränderbar ist. . : .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1932S0121654 DE698085C (de) | 1932-04-08 | 1932-04-08 | Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweissung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1932S0121654 DE698085C (de) | 1932-04-08 | 1932-04-08 | Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweissung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE698085C true DE698085C (de) | 1940-11-01 |
Family
ID=7535610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1932S0121654 Expired DE698085C (de) | 1932-04-08 | 1932-04-08 | Einrichtung zur elektrischen Widerstandsschweissung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE698085C (de) |
-
1932
- 1932-04-08 DE DE1932S0121654 patent/DE698085C/de not_active Expired
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