DE69802481T2 - Sicherheitseinrichtung zum Verstellen des Abzuges eines Gewehr - Google Patents
Sicherheitseinrichtung zum Verstellen des Abzuges eines GewehrInfo
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- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
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- F41A19/19—Mechanical firing mechanisms, e.g. counterrecoil firing, recoil actuated firing mechanisms for multibarrel guns or multiple guns with single-trigger firing possibility
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Description
- Die Erfindung gehört zum Fachgebiet der Gewehre mit einem einzigen, nicht-selektiven Abzug, bei denen der Weg des Abzugs von der Sicherung begrenzt wird.
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich genauer auf eine einstellbare Sicherung, die es ermöglicht, den Weg des Abzugs nach dem Auslösen des ersten Schusses so zu begrenzen, daß der Abdruck des zweiten Schusses schneller bewirkt wird.
- Derzeit gibt es keine auf Gewehre anwendbare, einstellbare Sicherung, die es ermöglicht, den Weg des Abzugs zu modulieren.
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zwillingsgewehr mit einem einzigen, nicht-selektiven Abzug und mit einer Sicherung, die aus einem Bauteil mit einem länglichen Bereich besteht, dessen eines Ende nach dem ersten Schuß als Anschlag für den Drücker dient, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) das Bauteil einen inneren Kanal aufweist, der den länglichen Bereich durchquert und am Ende mündet,
- b) der Kanal mindestens ein bewegliches Teil umschließt, das entlang des Kanals verschoben werden kann, um einen Vorsprung einstellbarer Länge zu bilden.
- Der Benutzer kann das bewegliche Teil nach Belieben aus dem Kanal austreten lassen, um die sichtbare Länge des länglichen Bereichs der Sicherung zu vergrößern.
- Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der innere Kanal aus einem oberen, mit Gewinde versehenen Kanal in Verbindung mit einem unteren Kanal, der sich im länglichen Bereich der Sicherung befindet, wobei der obere Kanal eine Schraube enthält. Vorteilhafterweise ist der obere Kanal in bezug auf den unteren Kanal geneigt, und die Schraube weist ein spitzes Ende auf. Vorzugsweise ist die Schraube eine Stellschraube.
- Gemäß einem ersten Merkmal der Erfindung wird der Vorsprung mit einstellbarer Länge mit Hilfe des unteren Kanals erhalten,
- a) der eine innere Schulter aufweist, die es ermöglicht, zwischen einem vorderen Kanal, der mit dem oberen Kanal in Verbindung steht, und einem hinteren Kanal größeren Durchmessers zu unterscheiden,
- b) der ein zylindrisches Teil enthält, das einen verbreiterten zylindrischen Kragen aufweist, wobei dieser Kragen dazu bestimmt ist, gegen die Schulter in Anlage zu gelangen,
- c) der mit einer Feder ausgestattet ist, die zwischen dem Kragen des zylindrischen Teils und einem durchbohrten Ring komprimiert ist, der im Inneren des hinteren Kanals befestigt ist, wobei der Ring vom zylindrischen Teil durchquert wird.
- Das Einschrauben der Schraube in den oberen Kanal führt beim Kontakt zu einer Verschiebung des zylindrischen Teils und begünstigt das Austreten des Vorsprungs.
- Aufgrund der komprimierten Feder kann das Losschrauben der Schraube eine Verschiebung des Teils in umgekehrte Richtung bewirken, wodurch die Länge des Vorsprungs verringert werden kann.
- Gemäß einem zweiten Merkmal der Erfindung wird eine Kugel zwischen die Schraube des oberen Kanals und eines der Enden des im unteren Kanal befindlichen zylindrischen Teils eingefügt. Vorteilhafterweise ist die Kugel aus Stahl.
- Gemäß einem dritten Merkmal der Erfindung weist das spitze Ende der Schraube eine vierflächige Pyramidenform auf. Vorzugsweise ist die Schraube eine HC-Innensechskantschraube.
- Das Einschrauben der Schraube in den oberen Kanal bewirkt einen Druck auf die Kugel. Dieser Druck wird an das zylindrische Teil weitergegeben, das sich dann im unteren Kanal verschiebt. Die Präzision der Einstellung entspricht der Verschiebung des zylindrischen Teils, die durch eine Vierteldrehung der Schraube verursacht wird. Diese Präzision ist möglich aufgrund der Anschlaggeräusche, die von der Kugel verursacht werden, wenn der Benutzer die Schraube dreht, und die durch die aufeinanderfolgenden Kontakte der Kugel mit den Flächen des spitzen Endes der Schraube entstehen.
- Gemäß einem vierten Merkmal der Erfindung sind alle in der Sicherung verwendeten Übergangsflächen nitriert, um die Abnutzung aller miteinander in Kontakt stehenden Teile zu verlangsamen.
- Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung a) weist der innere Kanal ein Gewinde auf und durchquert die Sicherung von einer Seite zur anderen,
- b) ist das bewegliche Teil eine Schraube, deren Länge ähnlich der des Kanals ist.
- Vorzugsweise ist die Schraube eine HC-Innensechskantschraube. Vorteilhafterweise ist das Ende der als Anschlag dienenden Schraube flach.
- Obwohl dieses Verfahren nur wenige Markierungen zur Erleichterung der Einstellung bietet, scheint es sehr einfach und kostengünstig zu sein.
- Die erfindungsgemäße einstellbare Sicherung hat den Vorteil, ausgehend vom vorhandenen Sicherungssystem bearbeitet zu werden, ohne daß am Gewehr etwas geändert wird. Außerdem kann der Benutzer die Einstellung des Anschlags ohne Auseinanderbauen des Gewehrs mit Hilfe eines Schlüssels oder eines einfachen Schraubendrehers durchführen, wodurch der Einstellvorgang am Abschußort ermöglicht wird. Außerdem ermöglicht die Kombination einer spitzen, vierflächigen Schraube mit einer Kugel im Mechanismus der einstellbaren Sicherung eine feine und genaue Einstellung der Länge des Anschlags. Schließlich verleiht die erfindungsgemäße einstellbare Sicherung dem Benutzer einen zusätzlichen Komfort, der es ihm ermöglicht, die Leistungen des Gewehrs zu verbessern.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer einstellbaren Sicherung gemäß der Erfindung im Detail beschrieben. Diese detaillierte Beschreibung erfolgt unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2. Fig. 1 ist eine Schnittansicht der einstellbaren Sicherung. Fig. 2 zeigt ein Schema, das es ermöglicht, die einstellbare Sicherung wieder in bezug auf den Drücker zu positionieren.
- Unter Bezugnahme auf Fig. 1 besteht die einstellbare Sicherung aus einem einstückigen Teil 1, bei dem man einen oberen Bereich 2, der aus dem Gewehr vorsteht, und einen unteren, länglichen Bereich 3 unterscheidet. Der obere Bereich 2 ist von einem geradlinigen, mit Gewinde versehenen, zylindrischen Kanal 4 durchbohrt, dessen eines Ende, das sich in der Tiefe der Sicherung 1 befindet, geschlossen ist, und dessen anderes Ende offen ist. Wenn die Sicherung 1 am Gewehr befestigt ist, bleibt das offene Ende für den Benutzer zugänglich. Der Kanal 4 enthält eine Einstellschraube 5, die aus einem zylindrischen Körper mit einem vorderen spitzen Ende 6 mit vierflächiger Pyramidenform und einem hinteren flachen Ende 7 besteht, dessen zentraler Bereich ausgehöhlt ist, wodurch ein sechskantiger Rücksprung entsteht. Die Einstellschraube 5 wird in den Kanal 4 über ihr vorderes, spitzes Ende 6 eingeführt und dann in Höhe ihres hinteren Endes 7 mit Hilfe eines Sechskantschlüssels eingeschraubt.
- Der untere längliche Bereich 3 ist von einem zylindrischen Kanal mit einer Innenschulter durchbohrt, die es ermöglicht, einen vorderen Kanal 8 und einen hinteren Kanal 9 größeren Durchmessers zu unterscheiden, wobei der vordere Kanal 8 mit dem zylindrischen Kanal 4 des oberen Bereichs 2 in der Nähe seines geschlossenen Endes in Verbindung steht. Der zylindrische Kanal des unteren länglichen Bereichs 3 enthält ein einstückiges zylindrisches Teil mit einem vorderen Bereich 10, der den vorderen Kanal 8 einnimmt. Der vordere Bereich 10 wird von einem verbreiterten zylindrischen Kragen 11 verlängert, der gegen die Innenschulter in Anlage kommt, wobei der vordere Bereich 10 in einem hinteren Bereich 12 gleichen Durchmessers endet. Das einstückige zylindrische Teil wird im Kanal des unteren länglichen Bereichs 3 mit Hilfe einer Feder 13 gehalten, die den hinteren Bereich 12 umgibt und zwischen dem verbreiterten Kragen 1 und einem durchbohrten Ring 14 komprimiert ist, der auf seine Außenfläche ein Gewinde aufweist. Der Ring 14 ist ins Innere des hinteren Kanals 9 eingeschraubt und wird vom hinteren Bereich 12 des einstückigen zylindrischen Bauteils durchquert.
- Eine Stahlkugel 15, deren Durchmesser geringfügig kleiner ist als der des vorderen Kanals 8, ist zwischen die Einstellschraube 5 und das einstückige zylindrische Teil eingeschoben, das in den Kanal des unteren Bereichs eingesetzt ist.
- Die Betriebsweise der Erfindung ist wie folgt:
- Das Einschrauben der Schraube 5 in den Kanal 4 erzeugt einen Druck auf die Stahlkugel 15. Dieser Druck wird auf das bewegliche Teil übertragen, das sich entlang des Kanals des unteren Bereichs 3 bewegt, indem es eines seiner Enden aus dem hinteren Kanal 9 austreten läßt, um einen Vorsprung 16 zu bilden. Aufgrund der komprimierten Feder 13 erzeugt ein Losschrauben der Schraube 5 eine Verschiebung des Teils in entgegengesetzter Richtung, um die Länge des Vorsprungs 16 zu verringern.
- Die Präzision der Einstellung des Anschlags entspricht der Verschiebung des beweglichen Teils, wenn die Schraube 5 um eine Vierteldrehung gedreht wurde. Die Markierung der Einstellung wird durch die Anschlaggeräusche ermöglicht, die von der Kugel 15 erzeugt werden, wenn der Benutzer die Schraube 5 dreht, und die durch aufeinanderfolgende Kontakte der Kugel 15 mit den Flächen des spitzen Endes 6 der Schraube 5 entstehen.
- Gemäß Fig. 2 löst, wenn das Gewehr gespannt ist, ein einfacher Druck auf den Abzug 17 den ersten Schuß aus. Direkt nach diesem ersten Schuß wird die Bewegung des Abzugs 17 in dem Moment angehalten, in dem der Drücker 18 durch das Ende des beweglichen Teils der Sicherung 1 blockiert wird, das den Vorsprung 16 bildet. Dann muß der Abzug 17 losgelassen werden, damit er seine ursprüngliche Stellung wieder einnimmt, und das Gewehr von neuem gespannt werden. Ein erneuter Druck auf den Abzug 17 löst dann den zweiten Schuß aus. Eine gute Einstellung der Sicherung ermöglicht es, die Zeit zwischen dem Auslösen des ersten Schusses und dem Abdruck des zweiten Schusses zu begrenzen.
Claims (9)
1. Zwillingsgewehr mit einem einzigen, nicht-selektiven Abzug und mit
einer Sicherung (1), die aus einem Bauteil mit einem länglichen
Bereich besteht, dessen eines Ende nach dem ersten Schuß als
Anschlag für den Drücker (18) dient, dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Bauteil (1) einen inneren Kanal aufweist, der den länglichen
Bereich (3) durchquert und am Ende mündet,
b) der Kanal mindestens ein bewegliches Teil umschließt, das entlang
des Kanals verschoben werden kann, um einen Vorsprung (16)
einstellbarer Länge zu bilden.
2. Gewehr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der innere
Kanal aus einem oberen, mit Gewinde versehenen Kanal (4) in
Verbindung mit einem unteren Kanal besteht, der sich im länglichen
Bereich (3) der Sicherung befindet, wobei der obere Kanal (4) eine
Schraube (5) enthält.
3. Gewehr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere
Kanal (4) in bezug auf den unteren Kanal geneigt ist und die
Schraube (5) ein spitzes Ende (6) aufweist.
4. Gewehr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Vorsprung (16) einstellbarer Länge mit Hilfe des unteren Kanals
erhalten wird,
a) der eine innere Schulter aufweist, die es ermöglicht, zwischen
einem vorderen Kanal (8), der mit dem oberen Kanal (4) in Verbindung
steht, und einem hinteren Kanal (9) größeren Durchmessers
zu unterscheiden,
b) der ein zylindrisches Teil enthält, das einen verbreiterten
zylindrischen Kragen (11) aufweist, wobei dieser Kragen (11) dazu
bestimmt ist, gegen die Schulter in Anlage zu gelangen,
c) der mit einer Feder (13) ausgestattet ist, die zwischen dem Kragen
(11) des zylindrischen Teils und einem durchbohrten Ring (14)
komprimiert ist, der im Inneren des hinteren Kanals (9) befestigt
ist, wobei der Ring (14) vom zylindrischen Teil durchquert wird.
5. Gewehr nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kugel (15) zwischen die Schraube (5) des oberen Kanals (4)
und eines der Enden des im unteren Kanal befindlichen zylindrischen
Teils eingefügt ist.
6. Gewehr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das spitze
Ende (6) der Schraube (5) eine vierflächige Pyramidenform aufweist.
7. Gewehr nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schraube (5) eine HC-Innensechskantschraube ist.
8. Gewehr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß alle in der Sicherung (1) verwendeten Übergangsflächen
nitriert sind.
9. Gewehr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
a) der innere Kanal ein Gewinde aufweist und die Sicherung von einer
Seite zur anderen durchquert,
b) das bewegliche Teil eine Schraube ist, deren Länge ähnlich der des
Kanals ist.
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