DE69780C - Verfahren zur Steigerung der chemischen Energie des Chlorgases - Google Patents
Verfahren zur Steigerung der chemischen Energie des ChlorgasesInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/01—Chlorine; Hydrogen chloride
Landscapes
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Wie bekannt, wird die chemische Energie des Chlors durch die Einwirkung des directen
Sonnenlichtes bedeutend erhöht, und gründen sich darauf verschiedene Methoden zur Darstellung organischer Chlorderivate.
Eine ähnliche Erhöhung der chemischen Energie des Chlors kann man — jedoch in
bedeutend stärkerem Mafse ■—· mit Hülfe des elektrischen Stromes bewirken, dadurch, dafs
man einen hochgespannten, rasch wechselnden Wechselstrom oder einen hochgespannten,
häufig absetzenden Gleichstrom in Form von »dunkler Entladung« oder als »Funkenstrom«
durch trockenes Chlorgas schickt. Infolge dieser Behandlung erfährt das Chlor eine
Steigerung seiner chemischen Energie, welche bei der gleichen Behandlung von Sauerstoff
durch den Ausdruck »Ozonisirung« gekennzeichnet wird.
Das nach diesem Verfahren behandelte Chlorgas kann zur Herstellung von Chlorpräparateri
oder zu Bleichzwecken Verwendung finden und zeichnet sich in allen Fällen durch eine
dem gewöhnlichen Chlor weit überlegene Reactionsfähigkeit aus.
Zur Stromerzeugung dient bei geringem Kraftaufwand je nachdem eine mit einem Umwandler
(Transformator, Inductor) verbundene Wechselstrommaschine oder ein elektrostatischer
Inductionsapparat (Influenzmaschine), der mit einer Anzahl von Platten oder Cylindern
versehen ist, welche sich in Reihen um eine Drehachse anordnen.
Im allgemeinen können zur Ausführung des Verfahrens alle zur Umwandlung von Sauerstoff
in Ozon dienlichen Vorrichtungen Benutzung finden. Eine sehr zweckmäfsige Einrichtung
setzt sich aus einer Anzahl von dünnwandigen, röhrenförmigen oder flachtrogförmigen
Glaszellen zusammen, welche die Elektroden aufnehmen und in einem gemeinsamen
Kasten so zu einander angeordnet sind, dafs zwischen ihnen ein Kanal zum Durchleiten
des Chlorgases belassen bleibt.
Zur Ausführung des Verfahrens unter Anwendung dunkler Entladung benutzt der Erfinder
die auf den beiliegenden Zeichnungen in zwei Ausführungsformen veranschaulichte Vorrichtung. Bei der in Fig. 1 in Oberansicht,
in Fig. 2 im Längsschnitt und Fig. 3 im Querschnitt dargestellten Form sind in einem sehr
zweckmäfsig irdenen Kasten f eine Anzahl dünnwandiger, enger und die Kastenbreite
nicht ganz ausfüllender Glaszellen g im Abstand zu einander so eingesetzt, dafs diejenigen
der geraden Reihe an die eine und diejenigen der ungeraden Reihe an die entgegengesetzte
Kastenlängswand stofsen. Der in dieser Weise im Kasten hergestellte, vielfach gebrochene
Kanal c. dient zum Dürchleiten des trockenen Chlorgases, welches seinen Einlafs unten in h
an einem Kastenende und seinen Aüslafs oben in i am entgegengesetzten Kastenende findet.
Nach dem Einsetzen der Zellen wird der Kasten durch einen mit Harzkitt abgedichteten Deckel/ l
geschlossen.
Die Zellen g werden mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt und nehmen die Elektroden k k1
auf, die je mit der einen oder anderen Polklemme der Stromquelle in Verbindung sind.
Leitet man nun trockenes Chlorgas durch h ein und stellt den Strom an, so geht dieser
als »dunkle Entladung« von jeder betreffenden Elektrode aus nach den beiden benachbarten
Elektroden durch den die Zellen umspülenden Chlorgasstrom hindurch; das elektrisirte Chlorgas
verläfst den Kasten durch i mit gesteigerter chemischer Energie.
Bei der in Fig. 4 in Oberansicht und Fig. 5 im Längsschnitt wiedergegebenen Form sind
die Glaszellen durch dünnwandige Rohre g1 ersetzt, welche wechselständig im Kasten f eingesetzt
sind.
An Stelle von verdünnter Schwefelsäure kann man jede andere.gut leitende Flüssigkeit
benutzen oder die Zellen mit Metallspänen bezw. Feilicht, Graphitpulver und ähnlichem
Leitungsmaterial anfüllen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Steigerung der chemischen Energie des Chlorgases, darin bestehend, dafs man das Chlorgas in trockenem Zustande der Einwirkung eines hochgespannten, in rascher Folge umkehrenden elektrischen Wechselstromes oder eines hochgespannten, häufig absetzenden Gleichstromes unterwirft, indem man den Strom entweder als »dunkle Entladung« oder als Funkenstrom durch das Chlorgas sendet.Eine Vorrichtung zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, zusammengesetzt aus einer Folge von dünnwandigen Glaszellen von beliebiger Querschnittsform zur Bettung der Elektroden in gut leitendem Material (Flüssigkeiten, Metallspäne, Feilicht etc.), welche in einem gemeinschaftlichen Kasten oder in hinter einander verbundenen Kästen so zu einander . angeordnet sind, dafs zwischen ihnen ein Weg zum Durchleiten des Chlorgases besteht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69780C true DE69780C (de) |
Family
ID=343212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69780D Expired - Lifetime DE69780C (de) | Verfahren zur Steigerung der chemischen Energie des Chlorgases |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69780C (de) |
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