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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft Sperma-Eizellen-Bindungsproteine und ihre Verwendungen.
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STAND DER TECHNIK
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Unterstützte reproduktive
Technologien wie zum Beispiel künstliche
Befruchtung sind beim Viehbestand und bei Pferden für fast ein
Jahrhundert kommerziell durchgeführt
worden und bei Geflügel,
Menschen und anderen Spezies fast ein halbes Jahrhundert. Künstliche
Befruchtung benötigt
eine Samenprobe, die aus Spermatozoen besteht, die durch die Hoden
produziert werden und Samenplasma, das durch Epithelzellen der Nebenhoden,
Samenleiter und akzessorischen Geschlechtsdrüsen beigesteuert wird. Zusätzlich zu
Wasser enthält
das Samenplasma zahlreiche Proteine und Glykoproteine, Phospholipide,
Lipide, Zucker und andere Kohlenhydrate und Ionen.
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Es
wurde früh
erkannt, dass jene Anteile des Samenplasmas, die aus den Samenleitern
und akzessorischen Geschlechtsdrüsen
stammen nicht notwendig sind, damit die Spermatozoen fertilisierende
Fähigkeiten erlangen
oder beibehalten. Darüber
hinaus ist für
manche Spezies oder für
bestimmte Männchen
einer Spezies die Retention von Spuren oder geringen Mengen an Samenplasma
gemeinsam mit dem Spermium für
die Beibehaltung der fertilisierenden Fähigkeit während der Lagerung wünschenswert,
wohingegen Samenplasma für
andere schädlich
ist. Die förderlichen
oder schädlichen
Wirkungen von Samenplasma auf Sperma wurden zunehmend offensichtlich,
als Verfahren entwickelt wurden, um Sperma für mehrere Stunden oder Tage
bei 4 bis 22°C,
oder für
Jahre bei –196°C zu lagern.
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Es
ist klar geworden, dass bestimmte Proteine oder Glykoproteine, Phospholipide
und andere Komponenten von Samenplasma wahrscheinlich durch die
Interaktion mit dem Glykocalyx, der die Plasmamembran des Spermas
umgibt, locker an Sperma gebunden sein können, oder weniger häufig durch
echte Aufnahme in die Plasmamembran. Solche Moleküle könnten an
der Bindung von Sperma an Eizellen beteiligt sein. Es ist berichtet
worden, dass ein rohes Proteingemisch, das aus menschlichem Sperma
durch die Behandlung mit 0,6 M KCl extrahiert wurde, die Zahl an
menschlichem Sperma erhöhte,
das in vitro an menschliche Zona pellucida band. Jean et al., „Increased
Zona-binding Ability After Incubation of Spermatozoa with Proteins
Extracted from Spermatozoa of Fertile Semen", J. of Reproduction and Fertility (1995),
Bd. 105, Seiten 43-48. Im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung wurde
dieses Protein jedoch nicht durch Einfrieren von Sperma erhalten
und diese Veröffentlichung
gibt keinen Hinweise auf die Identität des (der) aktiven Molekül(e)s, des
Wirkungsmechanismus, oder der Speziesspezifität. Biochemistry 27, 4557-64
(1988) offenbart die Struktur des gesamten Prosaposin-1.
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Das
anfängliche
Ereignis im Befruchtungsprozess ist die Bindung von einem oder mehreren
Spermien an die Eizellenhülle.
Die meiste Forschung hat sich auf die Art der Eizellenumhüllung in
Säugern
konzentriert (Zona pellucida, eine azelluläre Beschichtung außerhalb
einer Säuger-Oozyte
und Plasmamembran) und die Art der Enzyme oder Glykoproteine auf
oder in der Plasmamembran oder des Akrosoms des Spermiums in Säugern und
Wirbellosen konzentriert. Wenig Forschung ist über die molekulare Natur von
Sperma-Eizellen-Bindung von Vögeln
durchgeführt
worden, insbesondere was die „Spermien-Seite" der Interaktion
betrifft.
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In
Säugern
wird von einem Spermatozoon angenommen, dass es durch eine Reihe
von Eizellen-bindenden Proteinen (Liganden), die auf der Oberfläche des
Spermatozoons liegen, an die Oocyte bindet, welche mit den geeigneten
Mitgliedern einer Reihe an Spermienrezeptoren interagieren, die
auf der Hülle
der Oocyte liegen, nämlich
der Zona pellucida und Oocyten-Plasmamembran.
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Sperma-Eizellen-bindende-Proteine
werden im Allgemeinen als Transmembranproteine oder Glykoproteine
betrachtet, möglicherweise
mit enzymatischer Aktivität
mit einer extrazellulären
Domäne,
die mit einem spezifischen Sperma-Rezeptor interagiert. Das Konsensus-Szenario,
das entstanden ist, ist eines von sequentieller Bindung (a) lockere
Bindung an die Zona pellucida über
ein oder mehrere Moleküle,
die auf der Sperma-plasmamembran liegen, (b) feste Bindung an die
Zona pellucida über
(a) Moleküle(s),
die auf der Plasmamembran und/oder der akrosomalen Membran liegen
und (c) feste Bindung an die Plasmamembran der Oocyte, gefolgt durch
Fusion des Spermas und der Eizellen-Plasmamembranen und Eintritt
des gesamten Spermatozoon in die Oocyte. Spezies-spezifische Adhäsion zwischen
Sperma und Eizellen sind daher auf Komplexe zurückführbar, die zwischen Eizell-bindenden
Proteinen auf Spermien und auf komplementäre Sperma-Rezeptoren auf Eizellen gebildet werden.
Es wird angenommen, dass Spezies unspezifische Eizellen-bindende
Proteine existieren, da die Bindung an Zona-freie Hamster-Oocyten
mit Spermien von vielen Spezies stattfindet, aber mindestens ein
Spezies-spezifisches Eizellen-bindendes Protein muss auch auf der Sperma-Oberfläche liegen.
Bis jetzt ist keine universelle Klasse an Kandidatenmolekülen als
die Spezies-unspezifische, lockere Eizellen-bindende-Komponente
identifiziert worden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein gereinigtes Polypeptid dar (bezeichnet
als universelles primäres Sperma-Eizellen-Bindungsprotein
oder UPSEBP), welches die anfängliche
Bindung von Sperma an Oocytenhüllen
gewährleistet
und die Verwendungen des Polypeptids. Das erfinderische Polypeptid
weist in einer Vielzahl von Vogel und Säugerspezies biologische Aktivität auf und
hat aktive Stellen innerhalb der Aminosäuresequenz, die in SEQ ID NO:
12 dargestellt ist, welche:
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Eine
dieser aktiven Stellen liegt innerhalb des Teiles der Aminosäuresequenz,
die in SEQ ID NO: 9 oder Tyr-Pro-Gln-Asg-Arg-X-Arg-Ser-Gln-Pro-Gln-Pro-Lys-Ala-Asn, verkörpert ist,
wobei X Thr oder Pro ist.
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Die
Tertiärstruktur
von SEQ ID NO: 12 hat Einfluss auf die biologische Aktivität. Verwendungen
von synthetischen oder natürlichen
Polypeptiden umfassen in vitro die Behandlung von Sperma, um fertilisierende Fähigkeit
für manche
Proben an aufgetautem kryokonserviertem Sperma wiederherzustellen
oder um das fertilisierende Potential von manchem frischem Sperma
zu erhöhen,
intravaginale Behandlung von Sperma, um die Sperma-Eizellen-Bindung
zu erhöhen
und die Wahrscheinlichkeit der Fertilisierung zu erhöhen und
die Verwendung in einem in vitro Test zur Bestimmung des fertilisierenden
Potential des Spermas. Antikörper
zu dem Polypeptid sind auch für
in vitro Tests nützlich,
um mögliche
Fertilität
von Sperma oder die Anzahl an Sperma-bindenden Stellen auf einer
Eizellenhülle
zu bestimmen oder in vivo als ein Verhütungsmittel.
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Es
besteht ein Bedarf für
universelles Sperma-Eizellen-Bindungsmaterial in der Verwendung
bei der Verstärkung
der Fähigkeit
von Sperma locker an eine Eizelle zu binden oder bei der Fertilisierung
oder bei Verhütungstechniken.
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KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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1 vergleicht
die Menge an Sperma, das vor und nach der Kryokonservierung gebunden
ist, behandelt mit UPSEBP und nicht behandeltem frischem Sperma;
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2 vergleicht
die stärkende
Fähigkeit
von SGP-1 (Prosaposin) und den Saposinen A, B, C und D, wenn sie
zur Behandlung von gefrorenem-aufgetautem Hahnsperma verwendet wurde;
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3 vergleicht
die Reduktion in der Zahl von Hahnsperma, das nach der Behandlung
von Sperma mit polyclonalem Antikörper gegen Ratten SGP-1, Saposine
A, B, C und D und einem Teil der intervenierenden Sequenz zwischen
Saposin A und Saposin B, gebunden ist;
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4 vergleicht
die Prozentsätze
von Eiern, die fertilisiert wurden (Versuch 1) und ausschlüpften, um ein
Küken bereitzustellen
(Versuch 2), die durch Hennen gelegt wurden, die mit frischem Sperma,
eingefrorenem-aufgetautem Sperma und behandeltem, eingefrorenem-aufgetautem
Hahnsperma künstlich
befruchtet wurden.
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5a zeigt
die Fertilität
von 20 einzelnen Hähnen
als Prozentsatz an gelegten Eiern, die ein lebendes Küken liefern,
wenn 18 Hennen/Männchen
mit frischem Sperma befruchtet wurden und 18 andere Hennen/Männchen mit
behandeltem frischem Sperma aus dem gleichen Ejakulat, mit drei
wiederholten Besamungen befruchtet werden.
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5b zeigt
den Prozentsatz der Fertilitätszunahme,
die aus der Behandlung von Sperma mit UPSEBP für die 20 Hähne von 5a resultiert;
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6 zeigt
eine Auswahl an UPSEBP-Mengen (rohes Extrakt von nativem Protein),
welche die Bindungsfähigkeit
zu eingefrorenem-aufgetautem Hahnsperma teilweise wiederherstellten;
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7a zeigt
die Fähigkeit
zur Wiederherstellung von Hahn-UPSEBP (natives Protein, das aus Hahn-Sperma
extrahiert wurde) und Ratten SGP-1 auf die Bindung von aufgetautem
kryokonserviertem Truthahnsperma;
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7b zeigt
die Fähigkeit
zur Wiederherstellung von Truthahn-UPSEBP (natives Protein, das
aus Truthahnsperma extrahiert wurde) auf die Bindung von aufgetautem
kryokonserviertem Hahnsperma und aufgetautem kryokonserviertem Truthahnsperma;
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8 zeigt
die Fähigkeit
von Hahn-UPSEBP und Truthahn-UPSEBP die Bindung von Truthahnsperma
wiederherzustellen, das für
24 Stunden bei 4°C
gelagert wurde; und
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9 zeigt
die Fähigkeit
zur Wiederherstellung von Hahn-UPSEBP (natives Protein, das aus
Hahnsperma extrahiert wurde) auf die Bindung von aufgetautem kryokonserviertem
Hengstsperma.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist eine natives oder synthetisches Polypeptid,
das eine Sperma-Eizellen-Bindung bereitstellt und die Verwendungen
dieses Polypeptids. Das Polypeptid der vorliegenden Erfindung ist
ein Mitglied der Familie von Proteinen einschließlich Prosaposin (auch als
SGP-1 bezeichnet) und Saposinen. Es ist von Prosaposin in menschlichem
Samenplasma bei 90 μg/ml
berichtet worden und es weist lange Kohlenhydrat-Seitenketten auf.
Vier Saposine (A, B, C, D) werden durch proteolytische Spaltung
von Prosaposin hergestellt und weisen jeweils Molekulargewichte
von ungefähr
15 kDa auf. Die drei verbleibenden intervenierenden Segmente zwischen
den Saposinen A, B, C und D haben keine bekannte Funktion. Das Eltern-Prosaposin
und die prozessierten Saposine sind in fast jedem untersuchten Gewebe
nachgewiesen worden, einschließlich
dem Gehirn, Hoden, Herz, Niere, Leber, Milz, Samen und Milk.
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Das
native Polypeptid dieser Erfindung wurde durch Zentrifugation von
Sperma-Suspensionen gereinigt, die in der Anwesenheit von 10 bis
12% Glyzerin eingefroren und aufgetaut wurden, was eine Überstandsfraktion
ergab, die durch eine 300 kDa „Cut-Off"-Ultrafiltrationsmembran
geleitet wurde. Das Filtrat wurde mit N-Butanol:Diisopropylether
extrahiert, um Lipid zu entfernen und eine rohe Proteinpräparation
bereitzustellen. Das Hinzufügen
von diesem rohen Protein zu einer Suspension von eingefrorenem-aufgetautem
Hahnsperma hat seine Fähigkeit
gestärkt
an die Membran-Präparationen
von Hühnereiern
zu binden. Der aktive Anteil des nativen Polypeptids wurde in der
wässrigen
Phase nach der Lipidextraktion konzentriert und hatte ein scheinbares
Molekulargewicht von etwa 10 Kilodaltons.
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Das
aktive Molekül
stellte weniger als 0,1% des rohen Proteins dar, das aus den N-Butanol:Diisopropyletherextrakten
wiedergewonnen wurde und war in seiner spezifischen Aktivität durch
die Verwendung einer G3000-SWXL-Gelfiltrationssäule verstärkt, gefolgt durch C4-Hydrophobizitäts-Chromoatographie.
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Danach
wird das Molekül,
das ursprünglich
aus Hahnsperma isoliert wurde, als „universelles primäres Sperma-Eizellen-Bindungsprotein" oder „UPSEBP" bezeichnet. Von
der Aminosäuresequenz
SEQ ID NO: 1 (Tyr-Pro-Gln-Asp-Arg-Thr-Arg-Ser-Gln-Pro-Gln-Pro-Lys-Ala-Asn) wurde
festgestellt, dass sie wie SEQ ID NO: 9 (Tyr-Pro-Gln-Asp-Arg-Pro-Arg-Ser-Gln-Pra-Gln-Pro-Lys-Ala-Asn)
und SEQ ID NO: 12

erhebliche
Bindungsaktivität
verlieh. SEQ ID NO: 12, die SEQ ID NO: 9 enthält, verleiht erhebliche Bindungsaktivität, insbesondere
wenn sie oxidiert ist, um ein Molekül zu bilden, das eine Haarnadelform
aufweist. Diese Aminosäuresequenzen
werden in Tabelle 1 mit den entsprechenden Teilen der Aminosäuresequenzen
des ähnlichen
Ratten SGP-1 (SEQ ID NO: 14) verglichen. Menschliches Prosaposin
(SEQ ID NO: 15) und Maus-Prosaposin (SEQ ID NO: 16) werden auch
in Tabelle 1 gezeigt. Weder SEQ ID NO: 1 noch SEQ ID NO: 9 überlappen
mit den Aminosäuresequenzen
von Saposin A oder Saposin B, und SEQ ID NO: 12 stellt die gesamte
intervenierende Sequenz (Intron) von Saposin A-B und den terminalen
6 Aminosäuren
von Saposin A und den ersten 4 Aminosäuren von Saposin B dar. Die
biologische Aktivität
von SEQ ID NO: 12 oder UPSEBP ist verschieden von jenen, die Saposin
A, Saposin B oder anderen Regionen des intakten Prosaposinmoleküls zugeschrieben
werden. SEQ ID NO: 13 ist eine Variation von SEQ ID NO: 12 und sollte
auch hohe biologische Aktivität
aufweisen.
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Die
biologische Aktivität
des nativen UPSEBP, das aus Hahnsperma erzeugt wurde und synthetische Aminosäuresequenzen
wurden in einem in vitro Test von Sperma-Bindung verglichen, der
in der gleichzeitig angemeldeten Vereinigte Staaten Patentanmeldung
mit der Seriennummer 08/234.448 (
WO-A-9529983 ) beschrieben wurde. Dieser "Microwell-Assay" verwendet Platten,
in welchen die Vertiefungen mit einem Bindungssubstrat beschichtet
sind, welches aus einem Extrakt der Vitellinmembran von Hühnereiern
erzeugt wurde. Das aufgetaute Hahnsperma, von dem bekannt ist, dass
es reduziertes UPSEBP aufweist, wurde einmal mit isotonischen Salzlösungen gewaschen,
bei 50 × 10
5/0,1 ml resuspendiert und 30 Minuten mit
0,02-50 μg/0,5
ml nativem UPSEBP oder synthetischem Peptid inkubiert. Dann wurden
0,1 ml einer Suspension von etwa 5 × 10
6 Spermien
in dreifacher Ausführung
in jede der Vertiefungen einer Mikrotiterplatte platziert. Nach 2
Stunden Inkubation bei 37°C
wurde nicht gebundenes Sperma weggewaschen und gebundenes Sperma wurde
gefärbt
und unter Verwendung eines Mikroskops gezählt. Die Menge des gebundenen
Spermas wurde als ein Maßstab
für die
biologische Aktivität
betrachtet, da es zwischen der Zahl von Hahnsperma, das in vitro an
ein solches Eizellenextrakt gebunden ist und dem Fertilisierungspotential
von Sperma in einer Probe eine starke Korrelation gibt, wie es durch
den Prozentsatz an Eiern kalkuliert werden kann, aus welchen nach
künstlicher
Befruchtung Küken
ausschlüpfen.
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Tabelle
Nr. 1 stellt die Aminosäuresequenz
von synthetischen Peptiden dar und die daraus resultierende Bindungskapazität, wenn
sie mit nativem UPSEBP (gesamte Sequenz nicht bereitgestellt) verglichen
wird. Anfängliche
Bewertungen der Fähigkeiten
von SEQ ID NO: 1 bis einschließlich
SEQ ID NO: 11, nativem UPSEBP und Ratten SGP-1 zur Erhöhung der
Spermabindung an Eizellenmembransubstrat wurden auf visuelle Zählungen
von gebundenem Sperma basiert und über etliche Monate durchgeführt. Die
Bindungsdaten für SEQ
ID NO: 1 bis SEQ ID NO: 12 und natives UPSEBP und Ratten SGP-1,
die in Tabelle 1 dargestellt sind, wurden unter Verwendung einer
neuen Version des Sperma-Eizellen-Bindungstests als zwei Datengruppen
erhalten, in welchen das gebundenen Sperma mit einem fluoreszierenden
Farbstoff gefärbt
wurde, der an DNA bindet und unter Verwendung eines Fluoreszenz-Microwell-Plattenlesegeräts durch
Techniken quantifiziert, die Fachleuten bekannt sind. Die Aminosäuresequenzen
von Teilen von menschlichem Prosaposin (SEQ ID NO: 15) und Maus-Prosaposin
(SEQ ID NO: 16) werden auch gezeigt.
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Ein
synthetisches Peptid, das SEQ ID NO: 1 aufweist, stellt Sperma-Bindungsfähigkeit
bereit, die ähnlich
jener des nativen UPSEBP ist. Unter Verwendung von nanomolaren Konzentrationen
von SEQ ID NO: 1, wurden ungefähr
zweimal so viele Spermien an das Eimembran-Substrat gebunden. Die
etwas kürzere
Aminosäuresequenz
von SEQ ID NO: 2 hatte eine niedrigere Bindungskapazität und die
sehr kurze SEQ ID NO: 3 war im Wesentlichen ohne Bindungsaktivität. Das Hinzufügen von
Aminosäuren
distal zum terminalen Asparagin von SEQ ID NO: 3, wie dargestellt
durch SEQ ID NO: 4 und SEQ ID NO: 5, hat die biologische Aktivität nicht
wesentlich verändert.
Ersetzen des terminalen Prolins in SEQ ID NO: 2 durch ein Cystein
resultierte in SEQ ID NO: 6, mit minimaler Veränderung in der biologischen
Aktivität
im Vergleich zu SEQ ID NO: 2. Das Hinzufügen einer Acetyl-Gruppe in
SEQ ID NO: 7 oder von Phenylalanin-Gruppen in SEQ ID NO: 8 am NH2-Ende hat die biologische Aktivität im Vergleich
zu SEQ ID NO: 2 nicht unterdrückt.
SEQ ID NO: 1 ergab durchwegs höhere
biologische Aktivität
als SEQ ID NO: 2 bis einschließlich
SEQ ID NO: 8.
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Substitutionen
von Threonin an der Aminosäurenummer
sechs in SEQ ID NO: 1 mit Prolin resultierte in SEQ ID NO: 9, welche
auch sehr hohe biologische Aktivität aufwies, ungefähr gleich
wie jene von SEQ ID NO: 1. Das Hinzufügen von L-Leucin zum NH2-Ende von SEQ ID NO: 1 resultierte in SEQ
ID NO: 10 und das Hinzufügen
von D-Leucin zum NH2-Ende von SEQ ID NO:
1 resultierte in SEQ ID NO: 11. Die Bindungsaktivität von SEQ
ID NO: 10 mit der natürlichen
Form von Leucin war größer als
jene von SEQ ID NO: 11, obwohl beide dieser Sequenzen im Vergleich
zu SEQ ID NO: 1 verminderte Aktivität aufwiesen.
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Ein
synthetisches Peptid, welches die gesamte intervenierende Sequenz
zwischen Ratten-Saposin A und Saposin B verkörpert, wurde als SEQ ID NO:
12 erzeugt. SEQ ID NO: 12 wurde in zwei Formen untersucht. Wie synthetisiert
hatte SEQ ID NO: 12 eine lineare reduzierte Form mit SH-Gruppen
auf den beiden terminalen Cystein-Aminosäuren; in dieser linearen Form
hatte SEQ ID NO: 12 eine erhebliche biologische Aktivität und induzierte
Bindungsaktivität
bei 0,002 nM und hatte daher eine ungefähr 90-mal höhere Potenz als SEQ ID NO:
9, welche vollkommen in SEQ ID NO: 12 enthalten ist, oder ungefähr 85-mal
die Potenz von SEQ ID NO: 1. Induzierte Oxidation der SH-Gruppen
in SEQ ID NO: 12, haben sie in eine Haarnadelform oder eine geschlossene
Schlaufe umgeändert,
mit einer -S-S-Bindung
zwischen den beiden terminalen Cystein-Aminosäuren. In dieser Haarnadelform
wies SEQ ID NO: 12 erhöhte
biologische Aktivität
auf und induzierte die Bindungsaktivität bei 0,0004 nM und hatte daher
eine 5-fach höhere
Aktivität
der linearen Form von SEQ ID NO: 12 und 425-mal die Aktivität von SEQ
ID NO: 1. Die Haarnadelform von SEQ ID NO: 12 war aktiver als die lineare
Form. Die tertiäre
Struktur sowie die Aminosäuresequenz
sind daher für
die Bindung von Sperma an Eizellenmembranen durch das Molekül wichtig,
welches der Gegenstand dieser Erfindung ist.
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Die
Aminosäuresequenzen
von Ratten-SGP-1 und menschlichem oder Maus-Prosaposinen, die in Tabelle 1 teilweise
dargestellt sind, deuten darauf hin, dass der Großteil des
SGP-1 oder Prosaposin-Moleküls für die Sperma-Eizellen-Bindungsaktivität nicht
wesentlich ist. Darüber
hinaus ist der Teil des Prospaposin-Moleküls mit einer Sequenz ähnlich zu
der von SEQ ID NO: 1 oder SEQ ID NO: 9 eine intervenierende Sequenz, die
während
dem Prozessieren von Prosaposin proteolytisch gespalten wird, nämlich der
distale Teil der intervenierenden Sequenz zwischen Saposin A und
Saposin B. Sequenzen, die für
jedes der Saposine (A, B, C oder D) wesentlich sind, sind für die biologische
Aktivität
von SEQ ID NO: 1 oder SEQ ID NO: 9 nicht notwendig. SEQ ID NO: 12
verlängert
die intervenierende Sequenz zwischen Saposin A und Saposin B um
6 Aminosäuren
in der NH2-Richtung in Saposin A hinein
und um 4 Aminosäuren
in die COOH-Richtung, in Saposin B hinein. Diese Verlängerungen
stellen die terminalen Cysteine bereit, die für die Bildung der Haarnadel-Schlaufenform
von SEQ ID NO: 12 wesentlich sind. SEQ ID NO: 5 kombiniert den Anfangsteil
von Saposin B mit dem terminalen Teil der intervenierenden Sequenz
zwischen Saposin A und Saposin B mit nahezu keiner biologischen
Aktivität.
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Natives
oder synthetisches UPSEBP ist für
die folgenden Anwendungen nützlich:
a) als ein die Befruchtung förderndes
Hilfsmittel für
Flüssigkeiten,
die verwendet werden um Sperma zu irgendeinem Zeitpunkt der Prozessierung
von Samen für
künstliche
Befruchtung oder für
in vitro Fertilisierung oder ähnliche
unterstützte
reproduktive Technologie zu suspendieren oder zu resuspendieren;
b) als der aktive Bestandteil für eine
vaginale befruchtungsfördernde
Medikation zur Selbstverabreichung; c) als die Grundlage für Analoge, welche
die Epitope enthalten, die Spermabindung gewährleisten, aber mit Sequenzen,
die erfolgreiche die Bindung an die Eizellenhüllen hemmen zur Empfängnisverhütung; d)
als Grundlage für
ein Reagens zur Verwendung bei der Quantifizierung der Menge an
UPSEBP, das auf dem Sperma vorhanden ist, um Information bezüglich der
möglichen
Fertilität
eines einzelnen Spermatozoon oder der Population von Sperma in einer
Samenprobe zu liefern; und e) als Antigen für die Produktion von Antikörpern, die
bei der Vorhersage der möglichen
Fertilität
nützlich
sind.
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In
einer Ausführungsform
wird natives oder synthetisches UPSEBP verwendet, um die Kapazität von frischem
oder eingefrorenem-aufgetautem Sperma zu verbessern, um Eizellen
zu befruchten. Vor der künstlichen
Befruchtung wird ein Aliquot an frischem oder eingefrorenem-aufgetautem
Sperma mit dem nativen oder synthetischen UPSEBP gemischt, das die
Befruchtungskapazität
des Spermas erhöht.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann natives oder synthetisches Polypeptid als eine befruchtungsfördernde
Medikation verwendet werden, um intravaginal in halbfester oder
flüssiger
Form oder als Schaum kurz vor dem Koitus verabreicht zu werden.
Die Medikation kann irgendeine von SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 9, SEQ
ID NO: 10, SEQ ID NO: 12, SEQ ID NO: 13 oder natives UPSEBP als
einen aktiven Bestandteil enthalten, der in einem geeigneten Träger suspendiert
ist, der biologische Aktivität
beibehält,
angemessene Dispersion nahe dem externen Muttermund gewährleistet
und die wirkungsvolle und schnelle Verteilung des aktiven Bestandteils
im Sperma nach der Ejakulation erleichtert.
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Analoge
der essentiellen Sequenz innerhalb von UPSEBP, wie zum Beispiel
SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO: 9, SEQ ID NO: 12, oder SEQ ID NO: 13, welche
das (die) Epitop(e) enthalten, die das Molekül an das Spermium binden und
außerdem
alternative Sequenzen enthalten, welche die Bindung eher hemmen
als erleichtern, sind wegen ihres empfängnisverhütenden Effekts auf Sperma nützlich.
Eine empfängnisverhütende Medikation,
die das Analog enthält,
wird intravaginal halbfest, flüssig
oder als Schaum kurz vor dem Koitus verabreicht. Die Medikation,
die ein UPSEBP-Analog enthält,
wird in einem geeigneten Träger
aufgelöst,
welcher die biologische Aktivität
aufrechterhält
und die angemessene Dispersion nahe dem externen Muttermund und die
wirkungsvolle sowie die schnelle Verteilung des aktiven Bestandteils
des Spermas nach der Ejakulation erleichtert.
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In
einer anderen Ausführungsform
wird die Menge an UPSEBP, das auf dem Spermium vor der Befruchtung
vorhanden ist quantifiziert und sagt das Befruchtungspotential voraus.
Synthetische Sequenzen wie zum Beispiel SEQ ID NO: 1, SEQ ID NO:
9, SEQ ID NO: 12 oder SEQ ID NO: 13 werden als Grundlage für ein Reagens
verwendet, das bei der Quantifizierung der Menge an UPSEBP verwendet
wird, das auf dem Spermium vorhanden ist, um Information bezüglich der
möglichen
Fertilität
des einzelnen Spermiums oder der Spermapopulation in einer Samenprobe
bereitzustellen. UPSEBP bindet offensichtlich in einer stöchiometrischen
Weise an Sperma bis Sättigung
erreicht ist. Inkontaktbringen des Spermas mit dem markierten Molekül ermöglicht die
Quantifizierung von nicht besetzten Spermastellen zur Bindung von
UPSEBP und indirekt die Zahl an UPSEBP-Molekülen, die auf dem Spermium vorhanden
gewesen sind. Die synthetische Sequenz (wie zum Beispiel SEQ ID
NO: 1, SEQ ID NO: 9, SEQ ID NO: 12, SEQ ID NO: 13) von UPSEBP wird
mit Fluorescein-Isothiocyanat, Texas Rot, oder anderen Cyanin-Farbstoffen
konjugiert, von welchen jeder mit einer charakteristischen Emissionswellenlänge und
Intensität
fluoresziert wenn er mit Licht der richtigen Wellenlänge angeregt
wird. Eine Spermasuspension wird einem Überschuss an markierter SEQ
ID NO: 1 ausgesetzt, zum Beispiel für 5 Minuten, um die Bindung
zu ermöglichen
und dann > 1:10.000
verdünnt
und zur Quantifizierung der Menge an SEQ ID NO: 8, die von jedem
der 3.000 bis > 10.000
Spermien gebunden ist, die für
jene dieser Probe repräsentativ
sind, durch ein Durchfluss-Cytometer
durchgelassen. Ein Verteilungsprofil kann für die Prozentsatz an Sperma
in der Probe gemacht werden, dem UPSEBP fehlt oder das vor der Analyse
genug davon aufweist, wobei das Letztere wahrscheinlich ein hohes
Befruchtungspotential aufweist. Ähnlich
konnte eine synthetische Sequenz oder UPSEBP verwendet werden, das
mit einem Licht-absorbierenden Reporter markiert ist.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Erfindung Antigene zur Herstellung von Antikörpern, die
nützlich
sind, um die mögliche
Fertilität
des Spermas vorauszusagen. Natürliches
oder rekombinantes/synthetisches UPSEBP oder ein Analog davon kann
verwendet werden, um monoclonale oder polyclonale Antikörper gegen
ein oder mehrere Epitope von UPSEBP herzustellen, die exponiert
sind während
das Molekül
durch Sperma gebunden ist. Antikörper
gegen SEQ ID NO: 6 und SEQ ID NO: 12 sind hergestellt worden und
für die
Verwendung in solchen Tests untersucht worden. Alternativ kann zum
Beispiel ein primärer
Antikörper
gegen SEQ ID NO: 13 in Fab-Fragmente gespalten werden, die dann
direkt mit einem fluoreszierenden Cyaninfarbstoff vor der Bindung
an das Sperma markiert werden. Proben, die einen hohen Prozentsatz
an Sperma enthalten, die eine große Menge an Antikörper binden,
haben ein hohes Befruchtungspotential. Umgekehrt würden Proben
in welchen den meisten Spermien die üblichen Mengen an UPESBP fehlen
schlechtes Befruchtungspotential aufweisen. In dieser Ausführungsform
werden geeignete Antikörper
(oder Fragmente davon) mit einer fluoreszierenden oder einer Licht-absorbierenden
Reportergruppe markiert und dann als ein Reagens verwendet, um die
Zahl an UPSEBP-Molekülen,
die in jedem Mitglied einer Spermapopulation vorhanden sind zu quantifizieren.
Das mit markierten Fab-Antikörperfragmenten
behandelte Sperma kann in ein automatisiertes Bildanalysesystem
platziert werden, in welchem sowohl Bewegungscharakteristika von
einzelnen Spermien gemäß den Technologien,
die Fachleuten bekannt sind, quantifiziert werden als auch gleichzeitig
die Zahl der exponierten Bindungsstellen für UPSEBP auf jedem Spermatozoon,
wie hierin offenbart, auf der Basis der Fluoreszenz bestimmt werden.
Die resultierenden Daten etablieren ein multidimensionales Verteilungsprofil
für den
Prozentsatz an Sperma in der Probe, dem UPSEBP fehlt, oder das vor
der Analyse ausreichend aufweist, um eine hohes Befruchtungspotential
aufzuweisen und außerdem
die Bewegungscharakteristika von jeder Zelle hinsichtlich Geschwindigkeit,
Scheren oder Flattern des Kopfes und Linearität der Bewegung. Eine solche
Multi-Vektor-Analyse von jedem einzelnen Mitglied einer Probenpopulation
sagt die mögliche
Fertilität
einer Probe voraus.
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Obwohl
die Erfindung vorstehend allgemein beschrieben worden ist, geben
spezifische Beispiele eine zusätzliche
Beschreibung der Produkte und Verfahrensschritte, die für das vorliegende
Polypeptid und die Verwendungen davon typisch sind. Die in den 1 bis 3 und 6 bis 9 präsentierten
Daten zeigen die Zahl an Sperma, das pro Einheitsfläche einer
Perivitellinmembran eines gelegten Hühnereis gebunden ist, oder
Daten, die von einer solchen Bindung abgeleitet werden oder an ein
Substrat gebunden sind, das unter Verwendung eines Extraktes aus
solchen Perivitellinmembranen entsprechend dem Verfahren erzeugt
wurde, das im gleichzeitig angemeldeten Patent mit der Anmeldungsseriennummer
08/234.448 offenbart wurde. Außer
wenn vermerkt, wurde natives Protein mit UPSEBP-Aktivität verwendet,
das aus dem Hahnsperma extrahiert wurde.
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BEISPIEL 1: Wiederherstellung der Sperma-Bindungskapazität
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Frisch
gesammeltes Hahnsperma wurde kryokonserviert, aufgetaut und prozessiert,
um Glyzerin zu entfernen. Ein Teil des aufgetauten Spermas erhielt
rohes UPSEBP bei einer Konzentration von 2 μg Protein pro 106 Spermien.
Proben, die 1-10 × 106 Spermien enthielten wurden in Vertiefungen
platziert, die mit einem Extrakt von Hühner-Eimembran beschichtet
waren und 180 Minuten inkubiert. Nicht gebundenes Sperma wurde mit
Diamido-2-Phenylindol gefärbt
und unter Verwendung eines Epifluoreszenz-Mikroskops gezählt. Die
in 1 dargestellten Ergebnisse zeigen die Fähigkeit
von UPSEBP die Kapazität
von eingefrorenemaufgetautem Hahnsperma wiederherzustellen, um im
Vergleich mit unbehandeltem Sperma Membranprotein aus Hühnereiern
zu binden.
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BEISPIEL 2: Vergleich von UPSEBP mit SGP-1
und menschlichen Saposinen
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Die
Verfahren von Beispiel 1 wurden unter Verwendung von SGP-1 und den
menschlichen Saposinen A, B, C und D wiederholt. 2 zeigt,
dass das Inkontaktbringen von eingefrorenem-aufgetautem Sperma mit SGP-1
bis ≥ 100%
von jener Bindung wieder herstellt, die durch Inkontaktbringen von
anderen Aliquots der gleichen Probe an eingefrorenem-aufgetautem
Sperma mit UPSEBP (2 μg/Million
Sperma) erzielt wurde und dass menschliches Saposin B bis etwa 70%
der Bindung von der Menge wieder herstellte, die unter Verwendung
von UPESBP erzielt wurde. Die Saposine A, C und D waren bei der
Wiederherstellung der Bindung nicht wirksam.
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BEISPIEL 3: Fähigkeit von polyclonalen Antikörpern die
Sperma-Eizellen-Bindung zu neutralisieren
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Polyclonale
Antikörper
gegen Ratten-SGP-1, menschliche Saposine und einen Teil der intervenierenden
Sequenz zwischen Saposin A und B wurden von anderen bereitgestellt,
welche die Antikörper
mit Techniken erzeugt hatten, die im Fachgebiet bekannt sind. Antikörper und
12,5 × 106 Spermien wurden für 15 Minuten bei Raumtemperatur
inkubiert. Spermabindung wurde wie in Beispiel 1 bestimmt. Wie in 3 gezeigt
waren die Antikörper
gegen die intervenierende A-B-Sequenz, Saposin B und SGP-1 bei Eliminierung
der Aktivität von
UPSEBP sehr wirkungsvoll. Antikörper
gegen Saposin A waren weniger wirkungsvoll und Antikörper gegen
Saposine C und D hatten keinen Effekt.
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BEISPIEL 4: Fähigkeit von UPSEBP die Fertilität von eingefrorenem-aufgetautem
Hahnsperma zu verbessern
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Sperma
in einer Probe von vereinigtem Samen wurde verwendet, um die Fertilitätsdaten
vor der Kryokonservierung (d.h. frisch) und nach der Kryokonservierung
und nach dem Auftau-Prozess zu erhalten, um Glyzerin langsam zu
entfernen (eingefroren-aufgetaut). Ein Teil des aufgetauten Spermas
wurde in Minnesota-A-Puffer allein suspendiert und der Zweite wurde
mit Minnesota-A-Puffer behandelt, der rohes UPSEBP bei 2 μg Protein
pro 106 Spermien enthielt. Wie in 4 gezeigt
war die Fertilität
des Spermas, das in UPSEBP prozessiert wurde doppelt so hoch wie
die von Sperma das nicht mit UPSEBP behandelt wurde und erreichte die
Höhe von
frischem Sperma. Bruterfolg von Eiern, die mit Sperma künstlich
befruchtet wurden, das mit UPSEBP behandelt wurde, erhöhte sich
von 18 auf 25%.
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BEISPIEL 5: Fähigkeit von UPSEBP die Fertilität von frischem
Hahnsperma zu verbessern
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Frisches
Sperma aus 20 einzelnen Hähnen
wurde in zwei Aliquots aufgeteilt: eines blieb unbehandelt und das
andere wurde mit nativem Hahn-UPSEBP bei 0,04 μg Protein pro 106 Spermien
behandelt. Die Fertilitätsprozent
(Prozent von ~200 gelegten Eiern, die in einem lebenden Küken resultierten)
und die Prozent an Fertilitätserhöhung im
Vergleich mit unbehandeltem Sperma wurde bestimmt und wird in den 5a und 5b dargestellt.
Für 8 von
den 20 getesteten Hähnen
resultierte das Hinzufügen
von UPSEBP in einer Fertilitätszunahme
von mehr als 25 Prozent und für
weitere 5 von 20 Hähnen
gab es eine Fertilitätserhöhung von 7
bis 23 Prozent. Das Hahnsperma mit niedrigeren natürlichen
Fertilitätsmengen
waren am meisten durch die Behandlung mit UPSEBP begünstigt.
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BEISPIEL 6: Menge an UPSEBP
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Hahnsperma,
das einem Kryokonservierungs-Zyklus unterzogen wurde, wurde mit
zunehmenden Mengen an teilweise gereinigtem UPSEBP behandelt und
gemeinsam mit Aliquots von nicht eingefrorenem (frischem) Sperma,
einem Standard-Bindungstest unterzogen. 6 zeigt,
dass die Behandlung von eingefrorenem-aufgetautem Hahnsperma mit
0,04-4,0 μg
UPSEBP pro 106 Spermien die Fähigkeit
des Spermas teilweise wiederherstellte an die Membran eines Hühnereies
zu binden.
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BEISPIEL 7: UPSEBP quer durch Hühnerspezies
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Eingefrorenes-Aufgetautes
Truthahnsperma wurde mit Hahn-UPSEBP oder teilweise gereinigtem SGP-1
in Kontakt gebracht. Die Behandlung von aufgetauteneingefrorenen
Truthahnsperma mit Hahn-UPSEBP stellte die wie in 7a dargestellte
Fähigkeit
von Sperma an eine Membran eines Hühnereis zu binden wieder teilweise
her. Truthahn-UPSEBP, das in einer ähnlichen Weise zu jener hergestellt
wurde, die verwendet wurde um natives Hahn-UPSEBP herzustellen,
stellte auch die wie in 7b dargestellte
Fähigkeit
der Bindung des Truthahnsperma oder Hahnsperma an das Hühnerei-Membranprotein
teilweise wieder her.
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BEISPIEL 8: Behandlung von gelagertem
Truthahnsperma
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Truthahnsperma
wurde für
24 Stunden bei 4°C
gelagert. Proben des gelagerten Spermas wurden nicht behandelt oder
mit 2 μg
Protein pro 106 Spermien von Hahn-UPSEBP
oder Truthahn-UPSEBP behandelt. Proben des behandelten und unbehandelten
Spermas wurden gemeinsam mit Proben von frischen oder getöteten Spermien
bei 2,5 × 106 Spermien/Vertiefung auf ihre Fähigkeit
geprüft
an die Membranpräparationen
von Hühnereiern
zu binden. Wie in 8 gezeigt, hatte unbehandeltes
Sperma im Vergleich mit dem frischen Sperma (0 Stunden) nach 24
Stunden eine verminderte Bindung auf und die Behandlung mit entweder
Hahn oder Truthahn-UPSEBP stellte die Bindung teilweise wieder her.
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BEISPIEL 9: Behandlung von Hengstplasma
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Die
Fähigkeit
von Hahn-UPSEBP die Bindung von eingefrorenemaufgetautem Hengstplasma
an die Membranpräparationen
von Hühnereiern
zu verstärken
wurde bewertet. Sperma von zwei Hengsten von unbekannter Fertilität wurde
durch ein herkömmliches
Verfahren eingefroren. Ein Teil von jeder Probe erhielt keine Ergänzung, während ein
zweiter Teil 2 μg
Hahn-UPSEBP pro 106 Spermien erhielt. 9 zeigte,
dass für beide
Samenproben Hahn-UPSEBP wirkungsvoll bei der Prozentzunahme von
Hengstsperma war, das an die Hühner-Eimembran gebunden
war.
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BEISPIEL 10: Antikörper
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Ein
primärer
Antikörper
wurde in zwei Kaninchen gegen SEQ ID NO: 5 erzeugt, die über die
Cystein-Aminosäure
mit der Verwendung von Standard-Adjuvantien
und Techniken an "keyhole
limpet" gebunden wird.
Das Immunserum wurde geerntet und als ein primärer Antikörper verwendet, um Hahnsperma
zu markieren, in niedriger Ionenstärke unter Verwendung von Paraformaldehyd
fixiert und durch Standard-Techniken prozessiert, danach wurde Fluorescein-Isothiocyanatmarkiertes
Ziege-anti-Schaf-Gamma-Globulin als ein sekundärer Antikörper verwendet. Analysen mittels
Durchfluss-Cytometrie offenbarten die Prozent an Sperma wie markiert
und optische Überprüfung durch
Epifluoreszenzmikroskopie offenbarte die Lokalisierung der Antikörper an
der Kopfregion. Ein ähnlicher
Antikörper
wurde gegen SEQ ID NO: 12 erzeugt.
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Obwohl
die Erfindung mit allen Einzelheiten im vorstehenden Text und in
den Beispielen beschrieben wurde, soll die Erfindung nur insofern
eingeschränkt
sein, wie es in den begleiteten Ansprüchen dargelegt wird.
- a Konzentration des Peptids (nanomolar),
das nach zehnfacher Verdünnung
der Spermasuspension maximale Bindung gewährleistet.
- b Aktivität relativ zu SEQ ID NO: 1.
- c Ende von Saposin A.
- d Start der intervenierenden Sequenz
zwischen Saposin A und Saposin B.
- e Ende der intervenierenden Sequenz zwischen Saposin A und Saposin
B.
- f Start von Saposin B.
- ✝ Maximale Bindung, erhalten mit dem nativen Molekül in einem
halbgereinigten Extrakt aus Hahnsperma ergab eine Wert von 80 Sperma
(fluoreszierenden) äquivalenten
Einheiten/Flächeneinheiten;
Konzentration des aktiven Moleküls
im Extrakt ist unbekannt, aber wenn ein Molekulargewicht = 10.000
und eine Reinheit von 0,1% angenommen wird, würde die verwendete Masse eine
1 nM Lösung
ergeben haben. Sperma, das mit SEQ ID NO: 1 behandelt wurde, ergab
einen Wert von 76 Sperma (fluoreszierend) äquivalenten Einheiten/Flächeneinheiten
wie verglichen mit einem Wert von 40 für unbehandeltes Kontrollsperma,
und Werte für
andere Sequenzen erstrecken sich von –40 bis 141 Sperma (fluoreszierend)
Einheiten/Flächeneinheiten
bei der ausgewiesenen Konzentration an Peptid. Aminosäuren in
Ratten-SGP-1 (Prosaposin; Collard et al., 1988) werden mit jenen
im menschlichen Prosaposin (O'Brien & Kishimoto, 1991;
Kishimoto et al., 1992) und Maus-Prosaposin (Tsuda et al., 1992)
verglichen.
- * SEQ ID NO: 12 wurde in zwei Formen untersucht: (1) wie synthetisiert,
in einer linearen reduzierten Form mit SH-Gruppen in den beiden
terminalen Cysteinen und (2) modifiziert zu einer oxidierten Haarnadelform
mit einer -S-S-Bindung
zwischen den beiden terminalen Cysteinen, induziert durch Oxidation
der SH-Gruppen. Als ein lineares reduziertes 60 Aminosäurenmolekül, war SEQ
ID NO: 12 bei 0,002 nM aktiv und wies daher eine ~ 85-mal höhere Potenz
als SEQ ID NO: 1 auf. Als ein 60 Aminosäuren langes oxidiertes Haarnadelmolekül jedoch
war SEQ ID NO: 12 bei 0,0004 nM aktiv und hatte daher 425-mal mehr
Potenz als SEQ ID NO: 1. Die biologische Aktivität von SEQ ID NO: 12 war daher
von seiner Tertiärstruktur
abhängig,
mit Bioaktivität
der Haarnadel-Schlaufenform von 5-mal jener der linearen Form.
SEQENZPROTOKOLL 





