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Technischer Hintergrund
der Erfindung
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Technisches Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Lasermanipulationsvorrichtung
zum Einfangen einer Mikroprobe, die aus einer Gruppe von Mikroproben ausgewählt ist,
die in einem flüssigen
Medium im Gesichtsfeld eines Mikroskops dispergiert und suspendiert
sind und zum Abtrennen der eingefangenen Mikroprobe von den anderen.
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Verwandter
Stand der Technik
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Für die genetische
Manipulation wird beispielsweise häufig Escherichia coli als Mikroproben benutzt.
In diesem Fall wird die genetische Manipulation ausgeführt, indem
die Proben in einem vorbestimmten flüssigen Medium dispergiert und
dann die im flüssigen
Medium dispergierten Escherichia coli zusammen mit dem flüssigen Medium
in eine Mikropipette gesaugt, in ein Kulturgefäß überführt und dort kultiviert werden,
wobei eine große
Menge DNA reproduziert wird.
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Weil
jedoch wegen individueller Unterschiede nicht alle im flüssigen Medium
dispergierten Escherichia coli genetisch manipuliert sind und viele Escherichia
coli gleichzeitig in die Mikropipette gesaugt werden, umfassen die
kul tivierten Escherichia coli ein Gemisch solcher mit und ohne genetische Manipulation
und die Ausbeute derjenigen mit der genetischen Manipulation ist
niedrig.
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Wenn
eine Kultur aus einem einzigen Escherichia coli möglich ist,
befähigt
dies zu einer reinen Kultur und man erhält die der genetischen Manipulation
unterworfenen Escherichia coli mit 100% Ausbeute, wenn das einzelne
Escherichia coli beim Start genetisch manipuliert war.
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Wenn
beabsichtigt ist, nur eine der Mikroproben, wie biologische Teilchen
oder Mikroteilchen, im Gesichtsfeld eines Mikroskops herauszunehmen,
ist das nicht sehr schwierig, wenn die Probe eine gewisse Größe hat.
Wenn sie aber so klein wie Escherichia coli ist, wird es äußerst schwierig,
die Zielprobe herauszunehmen und mikroskopisch zu bestätigen, dass
die anderen Mikroproben nicht untergemischt sind, weil das Gesichtsfeld
durch die optischen Eigenschaften der Linsen eingeschränkt ist.
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Wenn
beispielsweise ein biologisches Teilchen von 100 μm Länge herausgenommen
wird, kann dies mit einer Mikropipette von 200 μm Durchmesser unter einem Mikroskop
mit einer Optik mit einer Auflösung
von 10 μm,
Tiefenschärfe
300 μm,
NA = 0,034 und einem Gesichtsfelddurchmesser von 10 mm erfolgen,
während
man darauf achtet, dass die anderen biologischen Teilchen nicht
untergemischt werden. Andererseits kann beim Herausnehmen eines
biologischen Teilchens von nur etwa 1 μm Länge wie Escherichia coli, das
zusammen mit 1 mm3 des flüssigen Mediums
in eine Mikropipette gesaugt wird, nicht sichergestellt werden,
dass keine anderen biologischen Teilchen untergemischt werden, selbst wenn
eine Optik mit einer Auflösung
von 0,26 μm
und NA = 1,3 (Ölimmersionsobjektiv
mit Vergrößerungsfaktor 100),
was die Grenzen für
eine optische Linse sind, benutzt wird, weil die Tiefenschärfe nur
0,2 μm und
das Gesichtsfeld nur 200 μm
ist.
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Auch
kann eine große
Anzahl solcher Individuen gleichzeitig von der Mikropipette angesaugt oder
an ihrem oberen Ende abgelagert und bei Ablassen des flüssigen Mediums
untergemischt werden, selbst wenn die Mikroprobe so groß ist, dass
sie mit einem Mikroskop überwacht
werden kann, wenn eine große
Zahl biologischer Teilchen oder dergleichen in dem einen mm3 flüssigen
Mediums, das in die Mikropipette eingesaugt wird, enthalten sind.
Jedenfalls ist es schwierig, nur eines der biologischen Teilchen
oder dergleichen anderen Teilchen herauszunehmen, während es
möglich
ist, eine große
Zahl von biologischen Teilchen gleichzeitig durch Ansaugen einer
großen
Menge des flüssigen
Mediums herauszunehmen, und dies zwingt zu aufwendigen wiederholten
Verdünnungsschritten.
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Außerdem sind
selbst bei geringer Dichte der Mikroproben im flüssigen Medium solche, die sich schnell
bewegen wie Escherichia coli (einige bis einige zehn μm je s) nur
schwer mit der Mikropipette einzufangen, weil der der Bewegung folgende
Betrieb der Mikropipette zum Umrühren
des flüssigen
Mediums führt,
wodurch die biologischen Teilchen der Strömung folgen.
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In
US 5,100,627 wurde eine
Kammer mit Probenzuführkanälen zum
Durchleiten eines flüssigen
Mediums, in dem Mikroproben dispergiert sind, und Probenabtrennkanälen zum
Durchleiten eines flüssigen
Mediums, in dem keine Mikroproben dispergiert sind, vorgeschlagen.
Sie sind zueinander parallel ausgebildet und jeder Kanal kommuniziert über einen
Verbindungskanal. Der Verbindungskanal wird durch ein Blasenventil
intermittierend geführt
wodurch die durch den Probenzuführkanal
fließenden Mikroproben
einzeln in den Probenabtrennkanal herausgenommen werden.
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In
diesem Blasenventil ist ein Blasenkanal zum Durchleiten eines blasenhaltigen
flüssigen
Mediums parallel zum Probenzuführkanal
und zum Probenabtrennkanal ausgebildet, der den Verbindungskanal
kreuzt, so dass dieser durch Einfüllen flüssigen Mediums in die Kreuzung
zwischen Blasenkanal und Verbindungskanal geöffnet und der Verbindungskanal
durch Eintreten einer Blase geschlossen wird.
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Bei
diesem Aufbau ist jedoch das Druckgleichgewicht zwischen dem vom
Blasenkanal gelieferten flüssigen
Medium und dem im Probenzuführkanal
und im Probenabtrennkanal eingefüllten
flüssigen
Medium nur äußerst schwer
steuerbar.
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Wenn
der Blasenkanal beispielsweise eine Blase oder flüssiges Medium
liefert, ist es äußerst schwierig
und unpraktisch, eine Ein-Aus-Steuerung wie gewünscht nur für den Verbindungskanal ohne Einwirkung
auf die anderen Kanäle
auszuführen,
weil das flüssige
Medium in den anderen Kanälen
vom Blasenkanal beeinflusst wird.
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Inzwischen
wurde zum optischen Einfangen eines biologischen Teilchens das Einfangen
mittels eines IR-Lasers als Lichtquelle durchgeführt (siehe JP 5-6136, basierend
auf der Priorität
von
US 4,893,886 ).
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Dies
beruht auf dem Ergebnis eines Versuchs von Ashkin et al., wonach
lichtinduzierte biologische Schäden
beobachtet wurden, wenn biologische Teilchen unter Verwendung eines
Lasers für sichtbares
Licht (Ar-Laser: Wellenlänge
514 nm) als Lichtquelle eingefangen wurden, während man keine lichtinduzierten
biologischen Schäden
beobachtete, wenn die biologischen Proben mittels eines IR-Lasers
(YAG-Laser: Wellenlänge
1064 nm) als Lichtquelle eingefangen wurden.
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Das
optische Einfangen durch den IR-Laser schließt jedoch die folgenden Probleme
im Vergleich zum Einfangen mit sichtbarem Licht ein.
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Zunächst kann,
weil das sichtbare Licht wahrgenommen werden kann, die Gefahr durch
Eintreten des Lichts ins Auge vermieden werden, indem man das Augenlid
schließt
oder das Licht unterbricht, während
IR-Licht nicht gesehen werden kann und das Auge schädigen kann,
ohne dass man den Lichteintritt bemerkt.
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Zweitens
kann, weil das sichtbare Licht visuell wahrgenommen werden kann,
das optische System beim Einstellen der Vorrichtung leicht ausgerichtet
werden, während
IR-Licht nicht visuell erkannt wird und daher die Ausrichtung des
optischen Systems schwierig ist.
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Drittens
ist die Einfangkraft im Allgemeinen bei längerer Wellenlänge schwächer. Für ein Polyethylenlatexteilchen
von 3 μm
Größe ist z.
B. die Einfangkraft eines YAG-Lasers
(IR-Licht: Wellenlänge 1064
nm) um 25% kleiner als jene roten Lichts (sichtbares Licht: Wellenlänge 600
nm). Bei einem Teilchen von 1 μm
Größe ist die
Einfangkraft des YAG-Lasers im Vergleich zu der roten Lichts um
45% geringer.
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Viertens
wird das optische Einfangen im Brennpunktlage des Objektivs (konvergenten
optischen Systems) durchgeführt,
wobei der Brennfleckdurchmesser in Brennpunktlage proportional zur Wellenlänge ist
und mit längerer
Wellenlänge
zunimmt, so dass das Einfangen einer kleinen Probe mit IR-Licht
schwieriger als mit sichtbarem Licht ist.
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Fünftens werden
für die
Lasermanipulationsvorrichtung allgemein gebräuchliche Teile wie Linse, Spiegel
und andere optische Bauteile verwendet, um die Kosten zu senken.
Da diese für
Licht im sichtbaren Bereich ausgestaltet sind, vermindert sich die
optische Durchlässigkeit,
wodurch die Wirksamkeit der Verwendung von Laserlicht sinkt, und
steigt auch die Aberration an, wodurch die Konvergenz des Lichts sinkt,
wenn Licht im IR-Bereich verwendet wird.
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Bei
einem Objektiv mit dem Vergrößerungsfaktor 100 ist
z. B. die optische Durchlässigkeit
für rotes
Licht (sichtbares Licht: Wellenlänge
600 nm) mehr als 90%, während
sie für
den YAG-Laser (IR-Licht: Wellenlänge
1064 nm) auf weniger als 30% vermindert wird. Wenn die gleiche Beleuchtungsstärke beabsichtigt
ist, muss demnach bei IR-Licht eine Lichtquelle mit etwa dreifacher
Leistung wie beim sichtbaren Licht verwendet werden.
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Ferner
wird bei IR-Licht der Brennfleckdurchmesser in Brennpunktlage größer und
die Einfangkraft für
eine kleine Probe vermindert sich, weil die Aberration der Linse
groß ist.
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Das
Vorstehende betrifft das Gebiet der Linsengestaltung. Demnach ist
es natürlich
technisch möglich,
so zu gestalten, dass die IR-Durchlässigkeit verbessert oder die
Aberration vermindert wird. Wenn optische Linsen verwendet werden,
die ausschließlich
für IR-Licht
angepasst sind, können
dann die Probleme der Durchlässigkeit
und Aberration überwunden
werden. Bei der Gestaltung und Herstellung solcher Produkte für die exklusive
Anwendung ergibt sich jedoch das andere Problem der steigenden Herstellungskosten
und der Kosten der ganzen Vorrichtung.
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Ungeachtet
der verschiedenen Nachteile im Vergleich zum sichtbaren Licht wurde
IR-Licht zum optischen Einfangen von biologischen Teilchen angewendet,
weil es zum Abtrennen einer einzelnen lebenden Probe sehr notwendig
ist, beispielsweise für die
Kultur von Escherichia coli mit genetischen Veränderungen.
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Wenn
man die Methode des optischen Einfangens zum Isolieren eines einzelnen
Escherichia coli-Bakteriums anwendet, ist eine Bedingung, dass dieses
lebend isoliert wird. Eine identische Folgerung wird aus der Untersuchung
von Sakano et al. in Verbindung mit dem oben beschriebenen Ashkin
gezogen (Artikel der Static Electricity Society/Oktober 1991).
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Nach
Sakano et al. wurde berichtet, dass bei der Bestrahlung von Escherichia
coli mit einem Ar-Laser (Wellenlänge
514 nm) mit 0,64 mW/μm2 die Bewegung nach 7 s aufhörte, während bei
Bestrahlung mit einem YAG-Laser (Wellenlänge 1064 nm) mit der doppelten
Leistung von 1,28 mW/μm2 über mehr
als zwei Stunden die Bewegung nicht aufhörte.
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Die
lichtinduzierten Schäden
wurden dann bei beiden Wellenlängen
von 514 und 1064 nm miteinander verglichen und es wurde geschlossen,
dass die Wellenlänge
im IR-Bereich sicherer im Vergleich zur Wellenlänge des sichtbaren Lichts ist,
wenn man die lichtinduzierten Schäden der biologischen Teilchen
betrachtet. Dies spricht gegen die Möglichkeit, zum Einfangen biologischer
Proben Licht mit einer Wellenlänge
im sichtbaren Bereich zu verwenden.
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Wenn
man aber Escherichia coli lebend mit Licht einer Wellenlänge im sichtbaren
Bereich einfangen könnte,
wären die
verschiedenen Vorteile im Vergleich zur Anwendung von Licht im IR-Bereich
nutzbar.
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Im
Hinblick auf das Vorstehende haben die gegenwärtigen Erfinder und andere
die Beziehung zwischen der Wellenlänge des auf biologische Teilchen
eingestrahlten Laserlicht und den lichtinduzierten Schäden bei
den biologischen Teilchen untersucht.
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Zunächst wird
nach einer Untersuchung von F. Bryant (Archives of Biochemistry
and Biophysics, 135, 1969: Absolute Optical Cross Sections of Cells and
Chloroplasts) berichtet, dass die spektrale Absorption von Escherichia
coli oder Hefebakterien im sichtbaren Bereich variiert und dass
dies nicht der Lichtabsorption sondern der Lichtstreuung durch die Bakterien
zuzurechnen ist.
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Als
die gegenwärtigen
Erfinder und andere einen ähnlichen
Versuch für
Licht im breiteren Wellenlängenbereich
von 150 bis 1100 nm mit einem Spektrophotometer mittels einer Ulbricht-Kugel
(integrating sphere) durchführten,
bestätigte
sich, dass sich die spektrale Absorption mit der Wellenlänge wie in 11 gezeigt änderte und
dass Escherichia coli oder Hefebakterien eine hohe Lichtabsorption
für Licht
mit Wellenlängen
kürzer
als 300 nm hat, während
die Lichtabsorption für
Licht im längerwelligen Bereich
bis zu 1100 nm äußerst gering
ist und dass ein knapper Unterschied in der Absorption abhängig von
der Wellenlänge
vorliegt.
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Die
Wellenlänge
des Lichts eines Ar-Lasers (sichtbares Licht: Wellenlänge 514
nm), bei der von Ashkin et al. oder Sakano et al. biologische Schäden beobachtet
wurden, liegt im Bereich von 300 bis 1100 nm, der bei Bestrahlung
von Escherichia coli usw. keine Lichtabsorption zeigt und keine
biologischen Schäden
verursachen dürfte.
Da aber biologische Schäden
tatsächlich
beobachtet werden, wird angenommen, dass diese nicht durch gewöhnliche
lineare Lichtabsorption verursacht sind.
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Die
Leistungdichte von 0,64 mW/μm2 (= 640000 kW/m2)
des im Versuch von Sakano et al. verwendeten Lichts ist 640000 so
groß wie
die Leistungsdichte des Sonnenlichts am Erdboden bei schönem Wetter
von 1 kW/m2. Bei solch hoher Intensität finden
verschiedene nichtlineare Wechselwirkungen zwischen dem Licht und
der damit bestrahlten Substanz statt und sehr wahrscheinlich tritt
zwischen diesen eine Zwei-Photonen-Absorption
auf. Die Zwei-Photonen-Absorption wird proportional zum Quadrat
der Lichtintensität
hervorgerufen und tritt bei üblichen
Lichtstärken
nicht auf.
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D.
Dinkel et al. berichteten, dass Zwei-Photonen-Absorption beobachtet wurde, wenn Hefe
mit Licht von 580 nm bestrahlt wurde (Analytica Chimca Acta 236,
1992: Remote Two-Photon Excited Fluorescence Sensing in a Simulated
Fermentation Broth). Bei diesem Versuch absorbierte Tryptophan,
eine als Bestandteil der Hefeproteine essentielle Aminosäure, zwei
Photonen bei 580 nm und nahm einen angeregten Zustand an, der mit
dem bei Bestrahlung mit 290 nm, d. h. mit halber Wellenlänge gegenüber 580 nm,
erzeugten identisch war.
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Man
kann erwägen,
dass die von Ashkin et al. und Sakano et al. für den Ar-Laser (sichtbares Licht:
Wellenlänge
514 nm) berichteten biologischen Schäden nicht deshalb beobachtet
wurden, weil die Wellenlänge
im sichtbaren Bereich lag, sondern weil das Phänomen der Zwei-Photonen-Absorption
zum gleichen Zustand wie die Bestrahlung mit 257 nm führte, was
die halbe Wellenlänge
von 514 nm ist.
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Im
Hinblick auf das Vorstehende sind die gegenwärtigen Erfinder und andere
zu dem Schluss gekommen, dass beim optischen Einfangen von biologischen
Teilchen wie Escheri chia coli oder Hefebakterien mittels Laserlicht
biologische Schäden
bei Anwendung einer Wellenlänge
von 150 bis 300 nm, die von in diesen enthaltenen Proteinen oder
Nukleinsäuren
absorbiert werden (11, durchgehende Linie) und
bei Laserlicht mit einer Wellenlänge
von 300 bis 600 nm durch Zwei-Photonen-Absorption (11,
punktierte Linie) hervorgerufen werden.
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Biologische
Teilchen umfassen solche mit und ohne Farbstoff. Jene ohne Farbstoff,
wie Escherichia coli, Hefebakterien und Paramäcium verursachen keine Lichtabsorption
durch Farbstoff, aber jene mit Farbstoff, wie Euglenida, Korpuskeln
und Photosynthesebakterien absorbieren je nach ihrem Farbstoff bestimmte
Farben und in diesem Fall kann selbst IR-Licht, das im vorliegenden
Versuch nicht als biologische Schäden verursachend angesehen
wird, biologische Schäden
verursachen.
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Technische
Aufgabe der Erfindung
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Im
Hinblick auf das Vorstehende ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Situation herzustellen, in der nur eine Mikroprobe in einem
flüssigen
Medium vorhanden ist, das sofort in eine Mikropipette gesogen werden
soll, und eine sichere Abtrennung und Herausnahme nur eines biologischen Teilchens
ohne Bestätigung
durch ein Mikroskop zu ermöglichen,
einschließlich
der sich schnell bewegenden, wie Escherichia coli, und das zuverlässige optische
Einfangen unter Verwendung eines Laserstahls im Bereich sichtbaren
Lichts ohne biologische Schäden
zu ermöglichen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorstehende Aufgabe kann erfindungsgemäß durch eine Lasermanipulationsvorrichtung nach
Anspruch 1 gelöst werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Vorrichtung eine Zellenplatte mit einem Hauptkörper der
Platte mit einer ersten Zelle zum Unterbringen eines flüssigen Mediums,
in dem eine große
Zahl von Mikroproben dispergiert und suspendiert ist, und mit einer
zweiten Zelle zum Unterbringen eines flüssigen Mediums, in dem keine
Mikroproben suspendiert sind, wobei erste und zweite Zelle an der Oberseite
offen, mit einer vorbestimmten Entfernung beabstandet und miteinander
durch einen engen Zuführkanal
verbunden sind, um die freie Bewegung der Mikroproben zu verhindern,
und wobei die Vorrichtung ein optisches Einfangsystem zur Einstrahlung von
Laserlicht auf eine einzelne aus der Gruppe der in dem in der ersten
Zelle der Zellenplatte untergebrachten flüssigen Medium dispergierten
und suspendierten Mikroproben ausgewählte Mikroprobe, um dadurch
die einzelne Mikroprobe einzufangen, und ein Probentrenngerät zum Verschieben
der einzelnen Mikroprobe aus der ersten Zelle durch den Zuführkanal
in die zweite Zelle mittels Bewegen der Zellenplatte oder Abtastbewegung
des Laserlichts im eingefangenen Zustand der Mikroprobe durch das optische
Einfangsystem (7) aufweist.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform wird
das flüssige
Medium, in dem keine Mikroproben suspendiert sind, in die in der
in der Zellenplatte ausgebildete zweiten Zelle injiziert und dort
untergebracht und dann das flüssige
Medium, in dem Mikroproben dispergiert und suspendiert sind, in
die erste Zelle injiziert und dort untergebracht. In diesem Fall treten
die Mikroproben in einem kurzen Zeitraum nicht in die zweite Zelle über, weil
erste und zweite Zelle durch einen engen Zuführkanal miteinander verbunden
sind, der die freie Bewegung der Mikroproben verhindert.
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Dann
wird das Laserlicht auf eine bestimmte Mikroprobe aus der Vielzahl
der in dem in die erste Zelle injizierten und dort untergebrachten
flüssigen Medium
dispergierten und suspendierten Mikroproben eingestrahlt, um die
bestimmte Mikroprobe einzufangen. Dann wird die Mikroprobe zwangsweise aus
der ersten Zelle durch den Zuführkanal
in die zweite Zelle bewegt, indem die Zellenplatte bewegt oder das
Laserlicht abtastend bewegt wird, während die Mikroprobe eingefangen
bleibt.
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Da
in diesem Fall nur eine vom Laserstrahl eingefangene Mikroprobe
in die zweite Zelle bewegt wird und in der zweiten Zelle nur eine
Mikroprobe vorhanden ist, wenn das flüssige Medium in die Mikropipette
gesaugt wird, wird sicher nur eine Mikroprobe allein eingesaugt.
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Wenn
man die obere Öffnung
der zweiten Zelle dann, wenn das flüssige Medium, in dem keine Mikroproben
suspendiert sind, in die zweite Zelle injiziert und dort untergebracht
wird, mit einem horizontal verschiebbaren Deckel verschließt und die
obere Öffnung
der ersten Zelle dann, wenn das flüssige Medium, in dem Mikroproben
dispergiert und suspendiert sind, in die erste Zelle injiziert und
dort untergebracht wird, mit einem horizontal verschiebbaren Deckel
verschließt,
wird das flüssige
Medium weniger verdampfen und demnach nicht wegen Verdampfung von
einer Zelle in die andere fließen,
weil die mit dem flüssigen
Medium gefüllte
erste und zweite Zelle dicht verschlossen sind.
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Ferner
werden keine biologischen Schäden beim
optischen Einfangen der biologischen Teilchen ohne Farbstoff als
Mikroprobe verursacht, wenn die Wellenlänge des zum optischen Einfangen
der Mikroprobe eingestrahlten Laserlichts im Bereich sichtbaren
Lichts größer als
600 nm eingestellt wird, weil diese Wellenlänge außerhalb des Bereichs von 150 bis 300
nm liegt, in dem die in den biologischen Teilchen enthaltenen Proteine
und Nukleinsäuren
absorbieren und auch außerhalb
des Bereichs von 300 bis 600 nm, in dem Zwei-Photonen-Absorption auftritt, liegt.
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Ferner
wird die Gefahr beim Eintritt des Lichts in das Auge vermieden und
die Ausrichtung des optischen Systems bei der Einstellung der Vorrichtung
erleichtert, weil das Licht eine Wellenlänge im Bereich des sichtbaren
Lichts hat.
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Weil
die Wellenlänge
im Vergleich zu IR-Licht kürzer
ist, ist ferner die Einfangkraft unter der Annahme gleicher Lichtleistung
größer. Ferner
wird der Strahldurchmesser im Vergleich zu IR-Licht vermindert und
eine kleine Probemikrobe kann im Vergleich zu IR-Licht leicht eingefangen
werden, weil der Strahldurchmesser in der Brennpunktlage proportional
zur Wellenlänge
ist.
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Ferner
werden die optische Eigenschaften wie Durchlässigkeit und Aberration nicht
verschlechtert, wenn allgemein gebräuchliche Teile für Mikroskope,
wie Linsen, Spiegel und dergleichen andere optische Bauteile für die Lasermanipulationsvorrichtung
verwendet werden, um die Kosten zu senken, wodurch eine Kostensenkung
für die
ganze Vorrichtung möglich
wird.
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Wenn
biologische Teilchen mit einem Farbstoff als Mikroproben dienen
und die Wellenlänge des
Laserlichts so gewählt
wird, dass es nicht vom Farbstoff der Mikroproben absorbiert wird,
liegt die Wellenlänge
außerhalb
des Bereichs von 150 bis 300 nm, der von den in den biologischen
Teilchen enthaltenen Proteinen und Nukleinsäuren absorbiert wird und auch
außerhalb
des Bereichs von 300 bis 600 nm, der durch Zwei-Photonen-Absorption
absorbiert wird, und das Licht mit solcher Wellenlänge gewählt wird,
dass es nicht vom Farbstoff der Mikroproben absorbiert wird, werden
keine biologischen Schäden beim
optischen Einfangen der biologischen Teilchen mit Farbstoff als
Mikroproben verursacht.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine schematisch erläuternde
Ansicht und stellt eine erfindungsgemäße Lasermanipulationsvorrichtung
dar;
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2 ist
ein perspektivischer Querschnitt und stellt die dafür benutze
Zellenplatte dar;
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3(a)–(f)
sind erläuternde
Ansichten, welche den Betriebsablauf veranschaulichen;
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11 ist
ein Graph, der die Absorption von Escherichia coli veranschaulicht.
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Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung wird nun eingehender mit Bezug auf die Zeichnungen
erläutert.
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1 ist
eine schematische erläuternde
Ansicht und veranschaulicht eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lasermanipulationsvorrichtung.
Die Lasermanipulationsvorrichtung 1 wird zum Herausnehmen
eines einzelnen biologischen Teilchens (Mikroprobe) 3 verwendet,
das aus einer Gruppe biologischer Teilchen (Gruppe von Mikroproben) ausgewählt ist,
die in einem flüssigen
Medium, das von einer Zellenplatte 2 aufgenommen wird,
dispergiert und suspendiert sind. Die Zellenplatte 2 ist
auf einem Stativ 5 eines Inversmikroskops 4 angebracht und
eine Mikropipette 6 zum Absaugen der Mikroprobe 3 ist
so angebracht, dass sie an die Zellenplatte 2 herangeführt und
von dieser weggezogen werden kann.
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Die
Lasermanipulationsvorrichtung 1 umfasst ein optisches Einfangsystem
zum Einstrahlen von Laserlicht auf die Mikroprobe 3, die
aus den in einem flüssigen
Medium dispergierten und suspendierten Mikroproben unter dem Blick
durch das Mikroskop 4 ausgewählt ist, und zum Einfangen
der Mikroprobe in einer Einfangposition, ein Probentrenngerät 8 zum
Bewegen der Zellenplatte 2 oder zur Abtastbewegung des
Laserlichts im Einfangzustand der Mikroprobe 3, wodurch
die Mikroprobe 3 von den anderen Mikroproben getrennt wird,
und ein Probenansauggerät 9 zum
Ansaugen der bestimmten abgetrennten Mikroprobe 3 in die
Mikropipette 6.
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Die
Zellenplatte 2 zur Aufnahme des flüssigen Mediums umfasst einen
Plattenhauptkörper 10, der
als Deckglas für
das Inversmikroskop 4 dient, eine erste Zelle 11A zur
Unterbringung eines flüssigen
Mediums, in dem eine große
Anzahl Mikroproben dispergiert und suspendiert ist und eine zweite Zelle 11B zur
Unterbringung eines flüssigen
Mediums, in dem keine Mikroproben suspendiert sind. Jede der Zellen
ist oben offen und sie sind in einem vorbestimmten Abstand zueinander
ausgebildet und durch einen engen Zuführkanal 12 miteinander
verbunden, der die freie Bewegung der Mikroproben verhindert.
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Demnach
hat der Zuführkanal 12 einen hochpräzis ausgebildeten
Boden als Deckglas für das
Inversmikroskop 4 und eine Pufferzelle 11C, die in
der oberen Oberfläche
oben offen auf halbem Weg ausgebildet ist zur Unterbringung eines
flüssigen
Mediums, in dem keine Mikroproben suspendiert sind.
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Der
Zuführkanal 12 umfasst
einen ersten Zuführkanal 12a zum
Verbinden der ersten Zelle 11A mit der Pufferzelle 11C und
einen zweiten Zuführkanal 12b zum
Verbinden der Pufferzelle 11C mit der zweiten Zelle 11B.
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Jede
der Zellen 11A–11C ist
in je einer Ausnehmung 13A–13C mit größerem Durchmesser
als Injektionsöffnung
für das
flüssige
Medium auf der Oberfläche
des Plattenhauptkörpers 10 ausgebildet. Die
obere Öffnung
für jede
der Zellen ist so angepasst, dass sie jeweils von den Deckeln 14A–14C, die
horizontal gleitend am Boden der Ausnehmung 13A–13C bewegt
werden, geöffnet/verschlossen werden
kann.
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Die
einander berührenden
Flächen
der Ausnehmungen 13A–13C und
der Deckel 14A–14C sind mit
hoher Genauigkeit poliert so dass sie in gleitendem Kontakt an einem
mit der Genauigkeit einer Lichtwellenlänge gebildeten Spalt sind.
Dann kann jede Zelle geöffnet/geschlossen
werden, ohne eine Strömung
im Zuführkanal 12 zu
verursachen, wenn einer der Deckel 14A–14C verschoben wird.
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In
der Zellenplatte 2 zum Abtrennen von Escherichia coli hat
jede der Ausnehmungen 13A–13C einen Durchmesser
von etwa 9 mm und eine Tiefe von 2 mm, jede der Zellen 11A–11C hat etwa
2 mm Durchmesser und 1,8 mm Tiefe, die Länge des Zuführkanals 12a und 12b zur
Verbindung der Zellen 11A und 11B sowie 11C und 11B ist
etwa 9 mm, der Querschnitt jedes der Zuführkanäle 12a und 12b ist
etwa 0,1 mm im Quadrat und die Dicke des Bodens einer jeden Zelle 11A–11C und
des Zuführkanals 12 ist
etwa 0,17 mm.
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Das
Objektiv 16 des Inversmikroskops 4 ist unter dem
Stativ 5 angebracht, das in der X-Y-Richtung mittels einer
Stativantriebsvorrichtung 15 beweglich montiert ist. Eine
CCD-Kamera 17 zum Photographieren des Innenraums der Platte 2 ist
auf die optische Achse des Mikroskops gestellt und die von der CCD-Kamera 17 aufgenommenen
Bilder werden auf der Anzeigevorrichtung 18 angezeigt.
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Das
optische Einfangsystem 7 ist so angepasst, dass die Mikroprobe 3 in
der ersten Zelle 11A durch Laserlicht eingefangen wird,
das durch das Objektiv 16 des Inversmikroskops 4 hindurchgeht.
In den optischen Weg des von der Laserlichtquelle 19 emittierten
Laserlichts sind eine Abtastvorrichtung 21 mit Abtastspiegeln 20x, 20y zur
Verschiebung der Einfangposition des Laserlichts in X- bzw. Y-Richtung und ein
halbdurchlässiger
Spiegel 22 eingeschoben und das vom halbdurchlässigen Spiegel 22 reflektierte
Laserlicht geht durch das Objektiv 16 und wird in der ersten
Zelle 11A fokussiert.
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Wenn
biologische Proben ohne Farbstoff, wie Escherichia coli, als Mikroproben
eingefangen werden, liegt die Wellenlänge des von der Laserlichtquelle 19 emittierten
Laserlichts im Bereich sichtbaren Lichts und ist mit länger als
600 nm gewählt.
Bei dieser Ausführungsform
wird ein Halbleiterlaser, der Licht bei einer Wellenlänge von
690 nm abgibt, verwendet.
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Als
Objektiv 16 wird ein Objektiv mit Flüssigkeitsimmersion verwendet,
beispielsweise mit einer Vergrößerung von
100 und NA = 1,30.
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Das
Probentrenngerät 8 ist
so angepasst, dass es die Mikroprobe 3 aus der ersten Zelle 11A durch
den Zuführkanal 12 in
die zweite Zelle 11B bewegt und die Probe 3 von
den anderen Mikroproben in der ersten Zelle 11A getrennt
wird, indem während des
Einfangzustands der bestimmten Mikroprobe 3 durch das optische
Einfangsystem 7 die Zellenplatte 2 durch die Stativantriebsvorrichtung 15 verschoben wird
oder das Laserlicht mittels der Abtastvorrichtung 21 abtastet.
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Als
Probenansauggerät 9 für die Mikropipette 6 kann
jedes Mittel eingesetzt werden, beispielsweise Mittel zur Ausführung von
Ansaugen/Ausblasen durch Verschiebung von Scheidewänden, die aus
einer elastischen Membran bestehen, wodurch das Volumen in der Pipette 6 geändert wird,
oder Mittel zur Steuerung der Temperatur in der Pipette 6 und zum
Ausführen
des Ansaugens/Ausblasens durch Ausnutzen der Volumenänderung
der Luft in der Pipette aufgrund der Temperaturänderung. Die Mikropipette 6 ist
ferner am oberen Ende eines (nicht gezeigten) Manipulatorarms befestigt,
der sich beispielsweise zwischen der Vorrichtung und einer (nicht
gezeigten) Tüpfelplatte
mit Kulturmedium hin- und herbewegen und die angesaugten Mikroproben auf
einer vorbestimmten Tüpfelplatte
ablegen kann.
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Ein
Steuergerät 30 zur
Steuerung der Lasermanipulationsvorrichtung 1 ist mit seinem
Eingang mit der CCD-Kamera 17, der Tastatur 31 und
der Maus 32 und mit seinem Ausgang mit der Anzeigevorrichtung 18,
der Absenkvorrichtung 33 für die Laserlichtquelle 19,
dem Antrieb 34 für
die Laserabtastvorrichtung 21 und dem Stativantrieb 15 verbunden.
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Der
Betrieb der Ausführungsform
der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung wird mit Bezug
auf die 3(a)–(f) beschrieben.
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Zunächst wird
die Zellenplatte 2 auf das Stativ 5 gesetzt und,
wie in 3(a) gezeigt, wird ein reines
flüssiges
Medium, das keine Mikroproben enthält, in die Ausnehmung 13B,
in der die zweite Zelle 11B ausgebildet ist, injiziert,
und der Deckel 14B wird zum Verschließen der oberen Öffnung der
zweiten Zelle 11B verschoben, wenn er im flüssigen Medium untergetaucht
ist. Bei diesem Vorgang fließt
das flüssige
Medium in der zweiten Zelle 11B infolge Kapillarwirkung
durch den Zuführkanal 12b in
die Pufferzelle 11C.
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Dann
wird, wie in 3(b) gezeigt, ein reines flüssiges Medium,
in dem keine Mikroproben vorhanden sind, in die Ausnehmung 13C,
in der die Pufferzelle 11C ausgebildet ist, injiziert,
und die obere Öffnung
der Pufferzelle 11C wird durch Verschieben des Deckels 14C verschlossen,
wenn dieser im flüssigen
Medium untergetaucht ist. Bei diesem Vorgang fließt das flüssige Medium
in der Pufferzelle 11C infolge Kapillarwirkung durch den
Zuführkanal 12a in die
erste Zelle 11A.
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Dann
wird, wie in 3(c) gezeigt, ein flüssiges Medium
mit einer großen
Anzahl von dispergierten und suspendierten Mikroproben in die Ausnehmung 13A,
in der die erste Zelle 11A ausgebildet ist, injiziert,
und die obere Öffnung
der ersten Zelle 11A wird durch Verschieben des Deckels 14A verschlossen,
wenn dieser im flüssigen
Medium untergetaucht ist.
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Da
die sich gleitend berührenden
Flächen des
Deckels 14A und der Ausnehmung 13A hochpräzis poliert
sind, bestehen keine Bedenken, dass das flüssige Medium in der ersten
Zelle 11A durch die Zuführkanäle 12a, 12b in
die Pufferzelle 11C oder in die zweite Zelle 11B fließt.
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Ferner
sind alle oberen Öffnungen
der Zellen 11A–11C durch
die entsprechenden Deckel 14A–14C verschlossen,
und jeder der Deckel ist im flüssigen
Medium untergetaucht. Selbst wenn flüssiges Medium verdampft, wird
daher nur das in den Ausnehmungen 13A–13C außerhalb
der durch die Deckel 14A–14C verschlossenen
Zellen 11A–11C untergebrachte
flüssige
Medium verdampfen, was das Innere der Zellen 11A–11C nicht
beeinflusst. Demnach wird das flüssige
Medium in den Zellen 11A–11C in einem stationären Zustand
gehalten und es bestehen keine Bedenken, dass sich eine Strömung im
Zuführkanal 12 bilden
könnte.
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Wenn
durch die Abtastvorrichtung 22 ein Laserstrahl auf eine
ausgewählte
Mikroprobe 3 eingestrahlt wird, während das Innere der ersten
Zelle 11A in diesem Zustand mittels des Displays 14 beobachtet
wird, wird die Mikroprobe 3 in dieser Position eingefangen,
wie in 3(d) gezeigt.
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Da
die Wellenlänge
des Laserlichts von 690 nm gewählt
wurde, was außerhalb
des Wellenlängenbereichs
von 150 bis 600 nm ist, in welchem die Mikroprobe 3 Lichtabsorption
und Zwei-Photonen-Absorption hervorrufen würde, kann die Mikroprobe 3 ohne
Schäden
optisch eingefangen werden.
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Dann
wird, wie in 3(e) gezeigt, die bestimmte,
vom Laserlicht eingefangene Mikroprobe 3 von der ersten
Zelle 11A durch den Zuführkanal 12a in
die Pufferzelle 11C und weiter durch den Zuführkanal 12b in
die zweite Zelle 11B bewegt, indem das Stativ 5 mittels
des Stativantriebs 15 bewegt wird.
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Bei
diesem Vorgang ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Mikroproben
aus der ersten Zelle 11A durch den Zuführkanal 12 schwimmen
und die zweite Zelle 11B erreichen, äußerst gering, weil der Zuführkanal 12 zur
Verbindung zwischen der ersten Zelle 11A und der zweiten
Zelle 11B so eng ausgebildet ist, dass er die freie Bewegung
der Mikroproben verhindern kann, und demnach ist in der zweiten
Zelle 11B nur die vom Laserlicht eingefangene bestimmte
Mikroprobe 3 vorhanden.
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Ferner
kommt es bei dieser Ausführungsform
kaum vor, dass eine Mikroprobe aus der Pufferzelle 11C durch
den Zuführkanal 12b die
zweite Zelle 11B erreicht, wenn Mikroproben aus der ersten
Zelle 11A unter Passieren des Zuführkanals 12a in die
Pufferzelle 11C schwimmen sollten, weil die Pufferzelle 11C auf
halbem Weg des Zuführkanals 12 ausgebildet
ist, und demnach ist in der zweiten Zelle 11B nur die vom
Laserlicht eingefangene ausgewählte
Mikroprobe 3 und keine andere Mikroprobe vorhanden.
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Schließlich ist,
wenn die obere Öffnung
der zweiten Zelle 11B durch Verschieben des Deckels 14B geöffnet und
das flüssige
Medium in der zweiten Zelle 11B vollständig von der Mikropipette 6 aufgesaugt
wird, wie in 3(f) gezeigt, nur die vom Laserlicht
eingefangene Mikroprobe 3 im flüssigen Medium vorhanden; eine
einzelne Mikroprobe kann sicher aufgenommen werden, ohne dass eine
besondere enge Mikropipette 6 verwendet wird oder dass das
Innere der zweiten Zelle 11B mittels des Mikroskops 4 geprüft wird.
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Dann
wird die Mikropipette 6 zu einer Tüpfelplatte bewegt, die mit
einem (nicht gezeigten) Kulturmedium versehen ist, indem man beispielsweise
einen (nicht gezeigten) Manipulatorarm verwendet, und die Mikroprobe 3 wird
zusammen mit der Flüssigkeit
auf die Tüpfelplatte
entleert. So kann genetisch veränderte
Escherichia coli aus einem einzigen Bakterium mit 100% Ausbeute
rein kultiviert werden.
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Die
Ausführung
ist nicht darauf beschränkt, dass
nur eine Pufferzelle 11C auf halbem Weg des Zuführkanals 12 ausgebildet
ist. Je nach Lage der Dinge und nach Wunsch kann eine beliebige
Anzahl ausgebildet sein.
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Die
Mikroproben sind ferner nicht notwendig biologische Teilchen wie
Escherichia coli sondern können
andere Teilchen sein.
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Außerdem ist,
obwohl die Erläuterung
dieser Ausführungsform
mit je einer in der Zellenplatte ausgebildeten ersten Zelle 11A und
zweiten Zelle 11B erfolgte, die vorlie gende Erfindung nicht
darauf beschränkt,
sondern die zweite Zelle 11B kann mehrfach ausgebildet
sein, wobei jede dieser Zellen über einen
Zuführkanal
mit der ersten Zelle 11A verbunden sein kann.
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In
diesem Fall kann ein flüssiges
Medium, in dem Mikroproben dispergiert und suspendiert sind, in die
erste Zelle 11A injiziert und der Deckel 14A schließlich geschlossen
werden, nachdem alle zweiten Zellen 11B mit dem flüssigen Medium,
in dem keine Mikroproben suspendiert sind, gefüllt wurden und jede ihrer oberen Öffnungen
mit einem Deckel 14B verschlossen wurde.
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Wie
für diese
Ausführungsform
oben beschrieben, kann die Mikroprobe 3 aus der ersten
Zelle 11A durch den Zuführkanal 12 zwangsweise
in die zweite Zelle 11B überführt werden, wenn das Laserlicht
auf die bestimmte Mikroprobe 3 aus der Gruppe der im flüssigen Medium,
das in der ersten Zelle 11A untergebracht wurde, dispergierten
und suspendierten Mikroproben eingestrahlt wird, um die Mikroprobe 3 einzufangen,
und dann, während
die Mikroprobe eingefangen ist, die Zellenplatte 2 bewegt
oder der das Laserlicht zum Abtasten veranlasst wird.
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Wenn
nur eine vom Laserlicht eingefangene Mikroprobe in die zweite Zelle 11B bewegt
wird, können
selbst schnell schwimmende Mikroproben wie Escherichia coli ohne
Kontrolle durch das Mikroskop sicher abgetrennt und einzeln herausgenommen werden,
wenn das flüssige
Medium in der zweiten Zelle 11B von der Mikropipette aufgesaugt
wird, wie oben beschrieben, weil nur eine Mikroprobe in der zweiten
Zelle 11B vorhanden ist, was eine hervorragende Wirkung
ergibt.
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Außerdem werden
nach dieser Ausführungsform
beim optischen Einfangen eines Mikrobenteilchens als Mikroprobe, das
keinen Farbstoff enthält, keine
biologischen Schäden
verursacht, weil die Wellenlänge
des zum optischen Einfangen der Mikroprobe 3 eingestrahlten
Laserlichts 690 nm beträgt
und diese Wellenlänge
außerhalb
des Bereichs von 150 bis 300 nm liegt, in dem die in biologischen
Teilchen enthaltenen Proteine und Nukleinsäuren absorbieren und auch außerhalb
des Bereichs von 300 bis 600 nm, in dem Zwei-Photonen-Absorption auftritt.
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Außerdem kann
die Gefahr des Lichteintritts in das Auge vermieden werden und die
Ausrichtung des optischen Systems bei der Montage des Mikromanipulators 1 wird
vereinfacht, weil die Wellenlänge im
sichtbaren Bereich liegt und visuell beobachtet werden kann.
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Weil
die Wellenlänge
kürzer
als beim IR-Licht ist, wird außerdem
die Einfangkraft bei gleicher Lichtleistung größer. Weil der Strahldurchmesser
in der Brennpunktlage zur Wellenlänge proportional ist, wird
ferner der Brennfleckdurchmesser im Vergleich zu IR-Licht vermindert,
so dass kleine Proben leichter als mit IR-Licht eingefangen werden
können.
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Selbst
wenn allgemein übliche
Teile für
gewöhnliche
Mikroskope mit relativ geringen Kosten als Linsen, Spiegel und dergleichen
andere optische Bauteile für
den Mikromanipulator 1 verwendet werden, sind die optischen
Eigenschaften wie Durchlässigkeit
und Aberration nicht vermindert.
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Vorstehend
wurde das optische Einfangen von biologischen Teilchen ohne Farbstoff,
wie Escherichia coli, als Mikroproben erläutert. Beim optischen Einfangen
von biologischen Teilchen mit Farbstoff als Mikroproben wird die
Wellenlänge
der Laserlichtquelle 19 des optischen Einfangsystems 7 so
ausgewählt, dass
sie im sichtbaren Bereich länger als
600 nm liegt und vom Farbstoff der Mikroprobe nicht absorbiert wird.
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Beispielsweise
muss für
Euglenida als Mikroprobe ein Laserlicht von länger als 700 nm zum Einfangen
eingestrahlt werden, weil das Chlorophyll als deren Farbstoff Licht
bei Wellenlängen
von 400 bis 700 nm absorbiert.
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Das
heißt,
dass beim optischen Einfangen von biologischen Teilchen mit einem
Farbstoff als Mikroproben lichtinduzierte Schäden auftreten können, ohne
Rücksicht
darauf, dass die Wellenlänge
des einzustrahlenden Lichts die sichtbaren Lichts ist.
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Dies
ist der Lichtabsorption des den biologischen Teilchen inhärenten Farbstoffs
zuzurechnen.
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Demgemäß kann,
wenn die Wellenlänge
außerhalb
des Wellenlängenbereichs
von 150 bis 600 nm, der von den in den biologischen Teilchen enthaltenen
Proteinen und Nukleinsäuren
durch Lichtabsorption und Zwei-Photonen-Absorption absorbiert wird,
ausgewählt
und eine Wellenlänge
gewählt
wird, die vom Farbstoff der biologischen Teilchen nicht absorbiert
wird, das optische Einfangen ohne Verursachen lichtinduzierter biologischer
Schäden
ausgeführt
werden.
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Wenn
die vom Farbstoff der biologischen Teilchen nicht absorbierte Wellenlänge die
Wellenlänge
des Bereichs des sichtbaren Lichts umfasst, können in diesem Fall die vorstehend
beschriebenen Vorteile gegenüber
der Verwendung von IR-Licht ebenfalls erhalten werden, wenn man
Licht einer solchen Wellenlänge
verwendet.
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Wenn
die Wellenlänge
des Laserlichts zur Durchführung
des optischen Einfangens biologischer Teilchen länger als 600 nm im sichtbaren
Bereich ausgewählt
wird, werden keine biologischen Schäden beim optischen Einfangen
von biologischen Teilchen als Mikroproben, die keinen Farbstoff
enthalten, weil dies außerhalb
des Wellenlängenbereichs
von 150 bis 600 nm des Lichts liegt, welches in biologischen Teilchen
Lichtabsorption und Zwei-Photonen-Absorption hervorruft.
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Außerdem kann
die Gefahr des Lichteintritts in das Auge vermieden werden und die
Ausrichtung des optischen Systems bei der Montage des Mikromanipulators 1 wird
vereinfacht, weil die Wellenlänge im
sichtbaren Bereich liegt und visuell beobachtet werden kann.
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Weil
die Wellenlänge
kürzer
im Vergleich zum IR-Licht ist, wird ferner die Einfangkraft bei
gleicher Lichtleistung größer, und
weil der Strahldurchmesser in der Brennpunktlage im Vergleich zu IR-Licht
kleiner ist, kann eine klein Probe leichter als mit IR-Licht eingefangen
werden können.
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Es
ergibt ferner eine ausgezeichnete Wirkung, dass die optischen Eigenschaften
wie Durchlässigkeit
und Aberration nicht verschlechtert werden, selbst wenn allgemein übliche Teile
für gewöhnliche
Mikroskope wie Linsen, Spiegel und dergleichen andere Bauteile für die Lasermanipulationsvorrichtung
verwendet werden, wodurch die Gesamtkosten der Vorrichtung vermindert
werden.
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Wenn
die Wellenlänge
des Laserlichts so festgesetzt wird, dass sie länger als 600 nm ist und vom
Farbstoff der Mikroproben nicht absorbiert wird, kann ferner bei
Verwendung von biologischen Teilchen mit einem Farbstoff als Mikroproben
die vorteilhafte Wirkung des sicheren Einfangens ohne Verursachen
biologischer Schäden
erzielt werden, selbst bei jenen biologischen Teilchen, die beim
optischen Einfangen mit IR-Licht, das als nicht biologisch schädigend angesehen
wurde, biologischen Schaden erleiden.
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Wenn
die vom Laserlicht eingefangene bestimmte molekularbiologische Probe
oder ein anderes Teilchen in diesem Zustand von der Mikropipette aufgesaugt
wird, ergibt dies eine ausgezeichnete Wirkung, mit der nur eine
Mikroprobe oder ein anderes Teilchen sicher aufgesaugt werden kann,
selbst wenn eine Mikropipette mit relativ großer Spitze verwendet wird,
weil nur ein biologisches oder anderes Teilchen nahe der Pipettenspitze
positioniert ist und dort keine biologischen oder anderen Teilchen
vorhanden sind.