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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Studio-Bedienerführung, welche
Chroma-Key Studios und virtuelle Gruppen erfassbarer macht, wodurch
es dem Darsteller erleichtert wird, seinen Platz innerhalb der Blau-Schirm-Umgebung
zu finden.
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Chroma-Keying
und virtuelle Gruppentechnologie ermöglichen es den Darstellern,
in einem Studio so zu erscheinen, als ob sie sich innerhalb einer
komplexeren Umgebung befänden.
Der Einsatz dieser Technologie ermöglicht es, dass Szenen, die
aus einer Anzahl von Quellen bestehen, wie etwa Live Video und Computer
Grafiken, erzeugt und miteinander kombiniert werden können.
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In
vielen Fernseh-(TV)-Programmen, die von Fernsehstudios gesendet
werden, wird ein Live Video kombiniert mit Hintergründen, die
zuvor hergestellt wurden. Diese Technologie wird als "Chroma-Key" bezeichnet. Die
Hintergründe,
die bei dieser Technologie eingesetzt werden, können nach wie vor Fotografien,
Videobänder,
Computer erzeugte Grafiken oder irgendwelche anderen Bilder sein.
Der Darsteller, der Nachrichtensprecher, die Person, die die Wettervorhersage
vorträgt
usw. stehen vor einem flachen blauen Schirm in dem Studio. Die Fernsehkamera
zielt sowohl auf den Darsteller (Live Video) als auch auf den Blauschirm.
Das sich ergebende Bild wird dann auf einen Chroma-Key zur Bearbeitung übertragen.
Gleichzeitig wird ein Hintergrundbild aus einer anderen Quelle (wie
etwa einer anderen Kamera, ein vorher aufgezeichnetes Video oder eine
Computergrafik) auf den Chroma-Key übertragen.
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Beide
Bilder, d. h. das Livebild und das Hintergrundbild werden in den
Chroma-Key kombiniert und als ein Bild übertragen, welches das Livevideo
und den Hintergrund zeigt. Beispielsweise kann das Endergebnis eine
Person, die die Wettervorhersage darstellt, sein, welche vor einer
Wetterkarte steht, die in dem physikalischen Studio überhaupt
nicht zu sehen ist.
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Der
Chroma-Key vermag zu differenzieren zwischen dem Livevideo und dem
blauen Hintergrund entsprechend den Pixels. Wo immer ein Pixel von
dem Livevideo identifiziert wird, wird es übertragen auf das kombinierte übertragende
Bild. Wo immer ein Pixel von dem Blauschirm identifiziert wird,
wird das entsprechende Pixel aus dem Hintergrund in das übertragende
Bild platziert. Auf diese Weise wird ein neues Bild erzeugt und übertragen
unter Einsatz des Hintergrundes, welcher ausgewählt wurde.
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Bei
einer Blauschirmumgebung wird das Bild eines Darstellers in einen
virtuellen Raum platziert, welcher nicht sichtbar ist, während des
Filmes einer Szene. Der Darsteller muss sich dementsprechend die
Gruppe vorstellen und stundenlang praktizieren, um in die richtige
Richtung zu zeigen oder um zu vermeiden, in virtuelle Wände, Menschen
oder andere Gegenstände
zu schreiten, die ein Teil der Gruppe sind.
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Bei
der vorgenannten Technologie findet sich der Darsteller in einem
virtuellen Raum wieder, den er tatsächlich nicht während der
Aufnahme der Szene sieht. Der Darsteller muss sich dementsprechend
eine Gruppe vorstellen und lange zuvor praktizieren, um in die richtige
Richtung zu zeigen oder es zu vermeiden, in virtuelle Wände, Leute
und andere Gegenstände
zu schreiten, die Teil der Gruppe sind.
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Es
gibt zwei Wege, die gegenwärtig
eingesetzt werden, um dem Darsteller zu helfen, sich innerhalb der
Gruppe zurechtzufinden. Da keine der Lösungen perfekt ist, werden
die beiden normalerweise miteinander kombiniert.
- 1.
Die Plätze
der Gegenstände
und des Darstellers selbst werden auf dem Fußboden mit einem Farbband markiert.
Diese Lösung
ist in Szenen problematisch, die sich aus einer Anzahl von Gruppen
zusammensetzen und für
Szenen, bei welcher sich der integrierte Gegenstand in Bewegung
befindet.
- 2. Ein Monitor zeigt dem Darsteller das integrierte Bild. Diese
Lösung
verursacht, dass sich der Darsteller auf Plätze konzentriert, die nicht
notwendigerweise Teil der Szene sind. Beispielsweise muss die die
Wettervorhersage präsentierende
Person auf eine Karte, die sich hinter ihr befindet, zeigen, aber
beim Betrachten des Monitors, bei der Betrachtung des Ortes seiner
Finger muss er geradeaus sehen. Es gibt auch eine Anzahl von Verfahren,
die es dem Darsteller ermöglichen,
seinen Ort zu finden, so dass er rechtzeitig auf verschiedene Ereignisse
reagieren kann.
- 1. Ein Lichtblitz,
der mit den Kameras synchronisiert ist.
- 2. Geräusche,
die die Ereignisse angeben.
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Hughes
D: "Virtual Studio
Technology. The 1996 Eurovision Song Contest" EBU Technical Review, BE, European
Broadcasting Union, Brussels No. 268, pages 7–13 XP000598994 ISSN: 0251-0936,
veröffentlicht am
1. Juni 1996, beschreibt, wie der Eurovision Song Contest eine Stunde
des Programms einschließt,
welches in 1996 in einem "Virtual
Studio" hergestellt
wurde. In dem angezogenen Artikel berichtet der Autor viele Aspekte,
die in Betracht zu ziehen waren, zur Führung zum und während der Übertragung
des Programms.
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Die
amerikanische Patentschrift Nr. 2,920,134 veröffentlicht am 5. Januar 1960
beschreibt einen Filmapparat mit einer Einrichtung zum Projizieren
von Informationen und Instruktionen in eine Arena, die von einer elektronischen
Kamera gefilmt oder fotografiert wurden. Die elektronische Kamera
lässt sich
wiederholt über einen
Zyklus betreiben und ist während
eines Teils eines jeden Zyklus blind. Die Vorrichtung umfasst eine Gruppe
innerhalb einer Szene im Feld der Kamera, wobei die Szene einen
begrenzten Bereich einschließt,
der als Bedienerführungszeichen
illuminiert ist, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, welche das
Feld illuminiert, welches die Beleuchtungsform angibt, um eine spezielle
Information auf den Darsteller der Gruppe zu übertragen, wobei der Bereich,
welcher einen Darsteller informiert, sich in der Gruppe befindet
vor der Position, die von dem Darsteller eingenommen wird zu der
Zeit, wenn diese Information zu übertragen
ist. Es gibt auch augenblickliche Beleuchtungseinrichtungen, um
den begrenzten Bereich zu illuminieren und eine Steuervorrichtung,
um die Beleuchtung zu löschen,
wobei die Steuervorrichtung einen Synchronisator einschließt, welcher die
augenblickliche Beleuchtungseinrichtung in zeitlicher Beziehung
betreibt mit den blinden Zeitabschnitten der Kamera, um die Beleuchtungseinrichtung
zu löschen
vor dem Ende eines jeden blinden Zeitabschnittes.
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William
B. Bolewski N: "Das
virtuelle Studio",
Fernseh- und Kinotechnik, Band 49, Nr. 1-2/1995, Seiten 31–34 beschreibt
Entwicklungen bei fortgeschrittenen virtuellen Studioverfahren in
den Jahren 1992 bis 1994.
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Aus
den vorgenannten Gründen
und aus anderen Nachgenannten wird dem Sachverständigen auf diesem Gebiet deutlich
nach dem Lesen und Verstehen der vorliegenden Beschreibung, dass
eine Notwendigkeit besteht hinsichtlich einer Art und Weise, einen
Vordergrund und einen Hintergrund zu integrieren unter Einsatz von
Chroma-Keying und einem Schatten, während die Beleuchtungs- und
Qualitätsprobleme
vermieden werden sollen, die bei dem gegenwärtigen Integrationsverfahren
auftreten. Ein System wird benötigt,
um das Vordergrundbild in einem virtuellen Raum zu lokalisieren
und es damit zu erleichtern, zusammengesetzte Videos miteinander
zu kombinieren. Schließlich
besteht eine Notwendigkeit für
ein System mit einer Bedienerführung
für einen
Darsteller während
des Blauschirmfilmens.
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Die
zuvor erwähnten
Probleme mit Chroma-Keying und andere Probleme werden durch die
vorliegende Erfindung angesprochen und lassen sich verstehen durch
das Lesen und Studieren der nachfolgenden Beschreibung. Die Erfindung
wird im besonderen Maße
definiert durch die beigefügten
Ansprüche.
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Es
wird ein System beschrieben, durch welches die Hauptgegenstände einer
Gruppe auf den Boden oder auf die Studiowände in Realzeit projiziert
werden können.
Dies macht es den Darstellern möglich,
leicht ihren Weg um die Gruppe herum zu finden und sich auf die
virtuellen Gegenstände,
die in dem Studio erscheinen oder hieraus verschwinden, zu konzentrieren.
Die projizierten Bilder werden in einer Chroma-Keyfarbe projiziert.
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Es
wird ein zusätzliches
System beschrieben, welches mehrere Kameras einsetzt, um den Ort
eines Gegenstandes in einem dreidimensionalen, virtuellen Bild zu
identifizieren. Der Ort des Gegenstandes wird benutzt, um zu bestimmen,
welche virtuellen Bilder sich vor dem Gegenstand befinden und welche
virtuellen Bilder sich hinter dem Gegenstand befinden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch ein Verfahren und eine Vorrichtung
bereit, durch welche die Hauptgegenstände der Gruppe und spezielle
Markierungen auf den Boden oder auf die Studiowände projiziert oder aufgezeichnet
werden in Echtzeit. Dies ermöglicht
es dem Darsteller, leicht seinen Weg in der Gruppe zurechtzufinden
und sich auf die virtuellen Gegenstände zu konzentrieren, die im
Studio erscheinen oder hiervon verschwinden. Die vorliegende Erfindung
gibt dem Darsteller die zeitlichen Angaben für verschiedene Ereignisse,
die in dem Studio stattfinden. Die speziellen Markierungen sind
vollständig
unsichtbar für
die Kamera oder den Betrachter zuhause, da sie nur aktiv sind während des
Austastens, Intervallen des Videokamerasignals, wie etwa beim vertikalen
Austasten, Intervallen oder dem horizontalen Austastungsintervall
in einem NTSC, PAL, SECAM oder einem anderen Signalformat.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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1 ist
ein Computer und ein virtuelles Hintergrundbild;
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2 ist
ein Systemblockdiagramm und ein Verfahrensablaufdiagramm zum Lokalisieren
eines Vordergrundgegenstandes;
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3 ist
ein Videostudio, welches das System gemäß 2 einschließt;
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4 zeigt
ein Bedienerführungssystemblockdiagramm
und ein Verfahrensablaufsfließbild
und
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5 zeigt
den Einsatz des Bedienerführungssystems
gemäß 1 in
einer Blauschirmstudioumgebung.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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In
der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
wird auf die begleitenden Zeichnungen, die einen Teil derselben
bilden, Bezug genommen, wobei spezielle bevorzugte Ausführungsformen
gezeigt werden, in welchen die Erfindung praktiziert werden kann.
Diese Ausführungsformen werden
im ausreichenden Detail beschrieben, um die Sachverständigen auf
diesem Gebiet in die Lage zu versetzen, die Erfindung zu praktizieren,
wobei herauszustellen ist, dass andere Ausführungsformen zum Einsatz kommen
können
und logische, mechanische und elektrische Änderungen vorgenommen werden
können, ohne
den geistigen Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Die
nachfolgende Beschreibung ist dementsprechend nicht in einem begrenzenden
Sinn zu sehen, und der Rahmen der vorliegenden Erfindung wird lediglich
durch die beigefügten
Ansprüche
definiert.
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Der
Begriff "Vordergrund", wie er hier zum
Einsatz kommt, bezeichnet Gegenstände, die vor einem Blauschirm
gefilmt und mit einem anderen Videobild zusammengeführt werden.
Obwohl die Gegenstände
im Vordergrund in Bezug auf den Blauschirm gefilmt werden, können die
Vordergrundbilder schließlich
ein Hintergrundbild in einem vollständigen Video sein.
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Wie
oben erläutert,
erfordert Chroma-Keying einen Vordergrundgegenstand, wie etwa einen
Darsteller, der vor einem ebenen, blauen Schirm in einem Studio
gefilmt wird. Eine Videokamera kommt zum Einsatz, um sowohl den
Vordergrundgegenstand als auch den Blauschirm zu filmen. Das sich
ergebende Bild wird dann auf einen Chroma-Keyer zur Bearbeitung übertragen.
Der blaue Hintergrund wird ersetzt Pixel-für-Pixel durch ein Hintergrundbild
von einer anderen Quelle. Eine derartige Quelle kann ein Computer
sein, der Hintergrundgrafiken erzeugt, wodurch ein dreidimensionaler,
virtueller Hintergrund bereitgestellt wird, welcher substituiert wird
für den
Blauschirm. Das virtuelle Hintergrundbild wird erzeugt entsprechend
der Kameraposition und ihrem Feldblick. Dementsprechend wird für jeden
Rahmen in dem Video ein laufendes Hintergrundbild berechnet, entsprechend
den Kamerapositionsdaten.
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Vordergrund
Gegenstand Lokalisierung
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In
der virtuellen Gruppe können
die Begriffe "Hintergrund" und "Vordergrund" fehlleitend sein,
da der "Hintergrund" (typischerweise
Computergrafiken) zeitweilig vor dem "Vordergrund" erscheinen kann. Beispielsweise kann
ein Dreischichtenvideo erzeugt werden, wobei die erste Schicht (Schicht
1) aus Computergrafikhintergrund besteht, eine zweite Schicht (Schicht
2) aus einem Vordergrundgegenstand oder einem Livevideo, welches
Teile der ersten Schicht verbirgt, besteht, und einer dritten Schicht
(Schicht 3), welche aus einer zusätzlichen Computergrafik besteht,
die sowohl Teile der Schicht 1 als auch der Schicht 2 verbirgt.
Um diesen Effekt in Echtzeit und völlig automatisch zu erzielen,
muss der Ort des Vordergrundgegenstandes in den virtuellen Raum
bekannt sein.
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Es
werden nachfolgend ein Verfahren und ein System beschrieben, welche
den Ort oder die Tiefe eines Vordergrundbildes in einer virtuellen
3-D-Welt bereitstellen. Unter Bezugnahme auf die 2 und 3 umfasst
das System drei Kameras 120, die in einem Dreieck positioniert
sind, welche auf die Mitte der Bühne gerichtet
sind, um die Kontur des Vordergrundgegenstandes 102 von
drei Richtungen aus einzufangen. Ein Computer, der in Übereinstimmung
mit einem Programm betrieben wird, kalkuliert das volumetrische
Bild des Vordergrundgegenstandes und dessen Ort in dem virtuellen
Raum. Nachdem der Ort des Vordergrundgegenstandes in der Gruppe
bekannt ist, können
die mehreren Schichten eines Videos in entsprechenden Positionen kombiniert
werden.
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Ein
dreidimensionales Hintergrundbild kann erzeugt werden entsprechend
der Hauptkamera 100 Position und deren Gesichtsfeld, wie
dies 1 zeigt. Das bedeutet, dass eine virtuelle Umgebung
oder eine 3-D-Gruppe als Datenbasis erzeugt wird unter Einsatz eines
Computers, wie dies zuvor erläutert
wurde. Für jeden
Rahmen in dem Video wird das laufende Hintergrundbild berechnet,
entsprechend dem Hauptkamerapositionsbild.
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Jede
der drei Kameras 120 sieht das Vordergrundbild 102 als
zweidimensionales Bild. Nach dem Herausfiltern des Blauschirmhintergrundes
unter Einsatz eines Chroma-Keyers verbleibt das Konturbild des Vordergrundgegenstandes.
Diese Form repräsentiert
das physikalische Volumen von dem Gesichtspunkt der Kamera auf die
Bühnenoberfläche. Nun
kann durch Verwendung der Eingänge
aller Kameras in dem Dreieck die entsprechende Stelle des Gegenstandes
innerhalb des virtuellen Hintergrundes erhalten werden unter Verwendung
des Querschnittes der sich überlappenden
Volumina. Der Querschnitt der sich überlappenden Volumina repräsentiert
das volumetrische Gegenstandsbild. Indem man die dreidimensionale
volumetrische Form des Gegenstandes erhält, kann der Tiefenort des
Gegenstandes auf der Bühne
erhalten werden. Der Tiefenort gestattet es, dass ein Tiefenwert
(Z-Wert) jedem Pixel
des Bildes des Gegenstandes zugeordnet wird. Nachdem die Tiefenstelle
des Vordergrundgegenstandes in der Gruppe bekannt ist, kann berechnet
werden, welcher virtuelle Gegenstand dahinter erscheint und welcher
Gegenstand vorne erscheint.
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Das
oben beschriebene Videosystem kann mit einem System kombiniert werden
zur Bedienerführung des
Darstellers in einer Blauschirmumgebung.
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Darsteller-Bedienerführung
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Die
Videosysteme wie sie oben beschrieben wurden, können mit einem Verfahren und
einer Vorrichtung kombiniert werden, um die Hauptgegenstände der
virtuellen Gruppen in einer Chroma-Key Umgebung zu projizieren,
um damit die Darsteller mit hörbaren
oder sichtbaren Aufforderungen zu führen.
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Spezielle
Markierungen werden auf den Boden 103 oder die Studiowände 104 in
Echtzeit projiziert oder markiert. Dies macht es dem Darsteller 102 möglich, leicht
seinen Weg um die virtuelle Gruppe zu finden und sich auf die virtuellen
Gegenstände
zu konzentrieren, die im Studio erscheinen oder hieraus verschwinden.
Die Markierungen können
auch dem Darsteller Zeitangaben machen für verschiedene Ereignisse,
die in dem Studio stattfinden.
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Die
Markierungen sind für
den Betrachter zu Hause unsichtbar, da sie in einer Chroma-Key Farbe
projiziert werden. Alternativ sind die speziellen Markierungen vollständig sowohl
für die
erste Kamera als auch für den
Betrachter zu Hause unsichtbar, da sie nur aktiv sind, während der
Abtastintervalle der Videosignale, wie etwa während des Vertikal-Abtastintervalls
oder des Horizontal-Abtastintervalls in einem NTSC-, PAL-, SECAM-
oder einem anderen Videosignalformat. Der Sachverständige auf
dem Gebiet erkennt leicht, dass die horizontalen Abtast- und vertikalen
Abtastintervalle eines Fernsehsignals dem Rücklaufzeitabschnitt für das Video-
oder Fernseh-CRT entsprechen, bei welchem der Elektronenstrahl erneut
positioniert wird, um das Abtasten einer neuen Zeile bzw. eines
neuen Feldes zu beginnen. Das Abtastintervall wird auch als Rücklaufzeit bezeichnet.
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Das
Verfahren besteht aus einer ersten Erzeugung der virtuellen Szene
an einem Computer. Die Bedienerführung
für Chroma-Key
wird eingesetzt, um eine virtuelle Gruppe an einem Computer zu erzeugen,
unter Verwendung eines Sketches der Gruppe und der wichtigen Gegenstände hierin.
Die Orte, an welchen sich der Darsteller befinden muss zu den unterschiedlichen
Zeiten, werden in dem Computermodell angezeigt.
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Beim
Einsatz werden die Orte, an denen sich der Darsteller zu den unterschiedlichen
Zeiten platzieren muss, auf dem Boden oder an der Wand projiziert
durch Verwendung eines kleinen Pfeils oder eines anderen Indikators,
welcher die auszuführenden
Aktionen zeigt. Ein anderes Zeichen gibt an, worauf sich der Darsteller konzentrieren
sollte (in der Zukunft gibt dieses Zeichen auch dem Darsteller seine
nächste
Textzeile an). Alle Zeichen können
zu der Zeit erscheinen, in welcher die nächste Aktion oder das nächste Ereignis
stattfinden soll.
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Alle
obigen Zeichen treten auf relativ zu der im Computer abgespeicherten
Datenbasis der Gruppe und werden synchronisiert mit der Chroma-Keying
Ausrüstung
und dem Videostudiomastersynchronisationssignal. Transformationen
für die
Koordinaten des bewegbaren Projektors, welcher diese Daten auf die
Studiowände und
den Boden projiziert, werden ausgeführt, um Störungen zu fixieren, die an
dem Bild auftreten, als Ergebnis der Übertragung auf die realen Gegenstände im Studio.
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Das
Feedback zum Darsteller kann im Studio markiert werden mit Hilfe
einer Bedienerführungsvorrichtung
122,
bei welcher es sich entweder um einen Lichtprojektor, einen Projektor
und Video oder einen Laser handelt, welche gesteuert werden durch
den Computer. Zusätzlich
wird es möglich,
dieses Bild vor dem Zuschauer zu verbergen, durch die Tatsache,
dass die Aufnahme in vollständiger
Synchronisierung stattfindet mit dem Zeitcode der Kameras oder dem
Einsatz von Chroma-Key Farben. Tabelle
1 Zeitberechnungen (PAL)
| Zeilenabtastung | 4,7
+ 11,5 [μsec] |
| Zeilendauer | 63,5 |
| Feldabtastung | 25
Zeilen + 1 Zeile Abtastung 1,6 [msec] |
- Anzahl von Feldern pro Sekunde 25
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Die
Tabelle 1 zeigt einige der zeitlichen Randbedingungen für ein PAL-Videosignal,
bei welchem die Videobedienerführungen
innerhalb der Abtastintervalle projiziert werden. Ein Hochauflösungslaser
kann etwa 100 Punke in einem Rahmen abziehen, welches genug ist
entweder für
kleine Animationen an unterschiedlichen Orten an der Gruppe oder
viel größeren statischen
Zeichnungen.
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4 zeigt
das Systemblockdiagramm. Eine Genlock-Einrichtung wird eingesetzt,
um die Komponenten einer üblichen
Videosignalzeitsteuerung zu synchronisieren. Alle Studiokameras
werden auf das Genlock synchronisiert, wie auch der Laser oder Lichtprojektor.
Der Computer erzeugt die Bedienerführungen, die der Projektor
während
des Abtastintervalls zeigt oder aufleuchten lässt. Die Vordergrund- und Hintergrund
Videoquellen werden kombiniert durch den Chroma-Keyer, um das zusammengesetzte
Video zu erzeugen. Das sich ergebende Video zeigt nicht die Bedienerführung von
dem Projektor, da die Bedienerführung
nur während
der Abtastintervalle erscheint. Die Latenzzeit des menschlichen
Auges gestattet es dem Darsteller am Set, die aufleuchtenden Bedienerführungen
zu sehen aber die Videoausrüstung
enthält
derartige Latenzzeiten nicht, so dass die Bedienerführungen
nicht aufgenommen werden.
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5 zeigt
eine typische Blauschirmchromakeygruppe, die typischerweise eingesetzt
wird für
den Wetterbericht im Fernsehen. Der Darsteller 120 steht
vor einem Blauschirm 104, und die Bedienerführungseinrichtung 122 projiziert
Bedienerführungsbilder
auf den Boden 103 und auf den Blauschirm, um dem Darsteller
zu sagen, wo er stehen und wohin er zeigen soll. Die Hauptvideokamera 100 nimmt
die Bilder 124 auf, aber die Bilder enthalten keine Bedienerführungen.
Ein zweites Hintergrundbild einer Landkarte 128 wird von
einer anderen Videokamera 130 aufgenommen, um ein Hintergrundbild 126 zu
erzeugen, welches kombiniert wird mit dem Vordergrundbild 124,
um das zusammengesetzte Videobild 132 zu erzeugen, in welchem
keinerlei Bedienerführungsbilder
vorhanden sind.
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Schlussfolgerung
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Ein
System und ein Verfahren wurden beschrieben zur Lokalisierung eines
Gegenstandes in einer dreidimensionalen virtuellen Umgebung. Das
System setzt drei Videokameras ein, um ein Videobild eines Gegenstandes
vor einem Blauschirm einzufangen. Die Bilder werden durch einen
Chroma-Keyer bearbeitet, um das Gegenstandsbild zu isolieren. Die
drei Bilder und der Ort der Kameras werden eingesetzt, um zu identifizieren,
wo sich das Bild von der Hauptkamera relativ zu den virtuellen Gegenständen befindet.
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Das
Videosystem kann kombiniert werden mit Darstellerbedienerführungstechniken,
um eine vollständige
Filmumgebung bereitzustellen. Spezielle Markierungen werden auf
den Boden oder die Studiowände
in Echtzeit projiziert oder markiert. Die speziellen Markierungen
werden entweder in einer Chroma-Key Farbe projiziert oder werden
nur aktiv während
virtueller Abtastungen der Kamera, wie etwa dem Vertikalabtastintervall
oder dem Horizontalabtastintervall in einem NTSC-, PAL-, SECAM-
oder einem anderen Videosignalformat.