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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schneidwerkzeuganordnung,
die einen Schaft und einen austauschbaren Einsatz aufweist, wobei an
dem Einsatz eine Schneideinrichtung vorhanden ist. Bei der Schneideinrichtung
kann es sich um einen integralen Bereich des Einsatzes oder um einen
an dem Einsatz angebrachten Schneideinsatz handeln. Die Schneidwerkzeuganordnung
dient zur Verwendung bei verschiedenen spangebenden Metallbearbeitungsvorgängen, wie
z.B. Drehen, Nutschneiden, Gewindeschneiden, Bohren oder Plandrehen
dient, wobei die Werkzeuganordnung an dem Schlitten einer Maschine
angebracht ist, wobei es sich z.B. um eine Drehbank handelt.
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Hintergrund
der Erfindung
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Bei
einem Schneidwerkzeug handelt es sich um einen relativ teuren Gegenstand,
wobei sich diese Kosten noch verstärken, wenn ein Geschäftsbetrieb
für die
spangebende Bearbeitung einen Vorrat an verschiedenen Schneidwerkzeugen
halten muss, um unterschiedliche Schneidvorgänge auszuführen. Die vorliegende Erfindung
gestattet eine Reduzierung dieser Kosten, indem sie das Austauschen
eines Schneideinsatzes an einem Schaft an Stelle des Austauschens
eines gesamten Schneidwerkzeugs vorsieht. Da die Kosten eines Einsatzes
einen Bruchteil der Kosten eines gesamten Werkzeugs darstellen,
kann ein Geschäftsbetrieb
seine Kosten reduzieren, indem ein Vorrat an Einsätzen an
Stelle eines Vorrats von Werkzeugen als solche gehalten wird, wobei
verschiedene Einsätze
des Vorrats mit verschiedenen Schneideinrichtungen versehen sein können oder
unterschiedliche Schneideinsätze
zum Ausführen
von verschiedenen Vorgängen
tragen können.
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Ein
Problem bei einer Schneidwerkzeuganordnung, die einen austauschbaren
Einsatz aufweist, besteht darin, dass die Steifigkeit des Werkzeugs
geringer wird, da nicht mehr ein integraler Schaft vorhanden ist,
der die Schneideinrichtung oder den Schneideinsatz trägt. Die
vorliegende Erfindung befasst sich mit diesem Problem unter Ermöglichung
eines relativ einfachen Austausches von einem zum Schneiden vorgesehenen
Einsatz gegen einen anderen.
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Die
US 4 583 886 beschreibt
ein Schneidwerkzeug mit einem Schaft zum Anbringen der Schneidwerkzeuganordnung
an einer Maschine für spangebende
Bearbeitung, mit einem Einsatz, der an dem Schaft montierbar ist,
mit einer Schneideinrichtung an dem Einsatz, und mit einer lösbaren Schraubbefestigungseinrichtung
zum Befestigen des Einsatzes an dem Schaft, wobei der Schaft einen Sitzbereich
zum Zusammenwirken mit dem Einsatz aufweist und der Einsatz einen
Sitzbereich zum Zusammenwirken mit dem Schaft aufweist, derart,
dass es sich bei dem einen Sitzbereich um einen sich erstreckenden
Anlegteil handelt und es sich bei dem anderen Sitzbereich um eine
Aussparung zum Aufnehmen des sich erstreckenden Anlegteils handelt, wobei
die Aussparung und der sich erstreckende Anlegteil relativ derart
geformt sind, dass sich der sich erstreckende Anlegteil beim Festziehen
der Schraubbefestigungseinrichtung in der Aussparung verkeilt, um
den Einsatz an dem Schaft zu befestigen, wobei die Schraubbefestigungseinrichtung
derart positioniert ist, dass sie in einer Richtung zum Steigern
der Verkeilwirkung des Anlegteils in der Aussparung wirkt.
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Offenbarung
der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Schneidwerkzeuganordnung geschaffen, mit einem Schaft
zum Anbringen der Schneidwerkzeuganordnung an einer Maschine für spangebende
Bearbeitung, mit einem Einsatz, der an dem Schaft montierbar ist,
mit einer Schneideinrichtung an dem Einsatz, und mit einer lösbaren Schraubbefestigungseinrichtung
zum Befestigen des Einsatzes an dem Schaft, wobei der Schaft einen
Sitzbereich zum Zusammenwirken mit dem Einsatz aufweist und der
Einsatz einen Sitzbereich zum Zusammenwirken mit dem Schaft aufweist,
derart, dass es sich bei dem einen Sitzbereich um einen sich erstreckenden
Anlegteil handelt und es sich bei dem anderen Sitzbereich um eine
Aussparung zum Aufnehmen des sich erstreckenden Anlegteils handelt,
wobei die Aussparung und der sich erstreckende Anlegteil relativ
derart geformt sind, dass sich der sich erstreckende Anlegteil beim
Festziehen der Schraubbefestigungseinrichtung in der Aussparung
verkeilt, um den Einsatz an dem Schaft zu befestigen, wobei die
Schraubbefestigungseinrichtung derart positioniert ist, dass sie
in einer Richtung zum Steigern der Verkeilwirkung des Anlegteils
in der Aussparung wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzbereiche
durch komplementäre,
planare Flächen
gebildet sind, die in der Wirkungsrichtung der Schraubbefestigungseinrichtung konvergieren.
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Vorzugsweise
handelt es sich bei der Schneideinrichtung um einen Schneideinsatz,
der an dem Einsatz angebracht ist.
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Vorzugsweise
ist der Sitzbereich des Schafts durch Flächen gebildet, die in dem Schaft
eine Aussparung bilden, und handelt es sich bei dem komplementären Sitzbereich
des Einsatzes um einen Anlegteil zum Verkeilen in der Aussparung.
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Die
Erfindung schafft eine stabile und starre Zwischenverbindung zwischen
dem Schneidwerkzeugeinsatz und dem Schaft aufgrund der Verkeilwirkung
des einen Teils in dem anderen Teil. Diese Verkeilwirkung wird durch
die relativen Formgebungen der Aussparung, die vorzugsweise in dem
Schaft vorhanden ist, und des komplementären Sitzbereichs des Einsatzes
sowie der Schraubbefestigungseinrichtung gewährleistet, die betriebsmäßig zum
Festklemmen des komplementären
Sitzbereichs des Einsatzes in Eingriff mit der Aussparung ausgebildet
ist.
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Vorzugsweise
beinhaltet die Aussparung einander zugewandt gegenüber liegende
Flächen, die
in Richtung auf eine Basisfläche
der Aussparung aufeinander zu geneigt sind, und beinhaltet der Sitzbereich
des Einsatzes, der in der Aussparung aufgenommen wird, gegenüber liegende
Flächen
mit einer komplementären
Schrägstellung
zu der der Flächen der
Aussparung. Wenn die Flächen
der Aussparung und des Einsatzes die gleiche Schrägstellung
haben, wird eine Verkeilwirkung des Einsatzes innerhalb der Aussparung
dadurch gewährleistet,
dass ein Freiraum zwischen der Basis der Aussparung und einer Endfläche des
Einsatzes vorhanden ist. Alternativ hierzu kann die Abschrägung des
Einsatzbereichs, der in der Aussparung zum Sitzen kommt, geringfügig größer sein
als die der Flächen
der Vertiefung, um die Verkeilwirkung zu gewährleisten.
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Vorzugsweise
ist die Anordnung derart, dass eine Schneidkraft an der Schneideinrichtung
auf den Einsatz in der Verkeilrichtung wirkt, um dadurch die Kontaktkraft
des Einsatzbereichs in der Schaftaussparung zu steigern. Dieses
Merkmal unterstützt
die Steifigkeit der Zwischenverbindung zwischen dem Schneidwerkzeugeinsatz
und dem Schaft. Die Erfindung beinhaltet jedoch auch weitere Anordnungen, bei
denen beispielsweise die Schneidkraft quer zu der Verkeilrichtung
wirkt, d.h. in Richtung der Länge der
Aussparung anstatt senkrecht zu dieser.
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Vorzugsweise
hat die Schraubbefestigungseinrichtung eine Gewindeöffnung entweder
in dem Einsatz oder in dem Schaft sowie ein Schraubbefestigungselement,
das durch eine Öffnung
in dem anderen Teil hindurch geht, um mit der Gewindeöffnung in
Eingriff zu treten, und das betriebsmäßig dazu ausgebildet ist, den
Einsatz in Verkeileingriff mit dem Schaft zu klemmen.
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Vorzugsweise
beinhalten der Schaft und der Einsatz eine Festlegeeinrichtung zum
derartigen Positionieren des Einsatzes an dem Schaft, dass die Durchgangsöffnung und
die Gewindeöffnung
zum Aufnehmen des Schraubbefestigungselements miteinander ausgefluchtet
sind. Dieses Merkmal unterstützt
das rasche Austauschen eines Einsatzes, indem Fehlausfluchtung der Öffnungen
und somit eine weitere Manipulation der Position des Einsatzes relativ
zu dem Schaft eliminiert sind.
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Alternativ
hierzu kann der Einsatz eine Gewindeöffnung aufweisen und der Schaft
eine Aussparung an Stelle einer Öffnung
zum Aufnehmen eines Schraubbefestigungselements mit einem Kopf aufweisen,
wobei die Aussparung eine Schulter aufweist, gegen die der Kopf
des Schraubbefestigungselements drückt, um den Einsatz an dem
Schaft zu befestigen. Mit dieser Alternative lässt sich der Einsatz von dem
Schaft entfernen, indem das Schraubbefestigungselement gelöst wird,
so dass dieses aus der Aussparung entfernt werden kann, während es immer
noch in Eingriff mit der Gewindeöffnung
in dem Einsatz ist, d.h. der Einsatz und das Schraubbefestigungselement
lassen sich in Form einer Einheit entfernen. Diese Alternative sorgt
für ein
rasches Austauschen eines Einsatzes gegen einen anderen Einsatz,
indem lediglich ein Lösen
und anschließendes Festziehen
an Stelle eines vollständigen
Entfernens und eines erneuten Einführens eines Schraubbefestigungselements
erforderlich ist, um den Austausch bewerkstelligen zu können.
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Der
Schaft und der Einsatz mit seiner Schneideinrichtung können zur
Schaffung eines linksgängigen
oder eines rechtsgängigen
Schneidwerkzeugs ausgebildet sein. Auch kann der Schaft einen Sitzbereich
an beiden Enden aufweisen, so dass er zwei Einsätze tragen kann, beispielsweise zur
Schaffung eines linksgängigen
oder eines rechtsgängigen
Werkzeugs unter Verwendung eines einzigen Schafts.
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Die
Erfindung schafft eine Schneidwerkzeuganordnung, die einfach und
benutzerfreundlich ist und Komponenten beinhaltet, die sich relativ
einfach herstellen sowie in einfacher Weise zu einem fertigen Werkzeug
zusammenbauen lassen und sich für
das Anbringen eines anderen zum Schneiden vorgesehenen Einsatzes
zum Variieren dieses Werkzeugs demontieren lassen. Der Schaft mit
seinem Sitzbereich sowie der komplementäre Sitzbereich jedes Einsatzes
auf Vorrat ermöglichen
eine zuverlässige exakte
Positionierung eines beliebigen von mehreren verschiedenen Einsätzen an
einem Schaft sowie eine starre Verbindung eines Einsatzes mit einem Schaft.
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Im
Folgenden werden Ausführungsformen der
Erfindung lediglich an Hand eines nicht-einschränkenden Beispiels unter Bezugnahme
auf die Begleitzeichnungen beschrieben.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
Perspektivansicht einer Schneidwerkzeuganordnung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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2 eine
auseinander gezogene Perspektivansicht der Werkzeuganordnung der 1;
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3 bis 11 verschiedene
Werkzeugeinsatz- und Schneideinsatzkonfigurationen;
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12 bis 16 eine
alternative Anordnungskonfiguration zu der der 3 und 11;
und
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17 eine
auseinander gezogene Perspektivansicht einer Schneidwerkzeuganordnung
gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel,
bei der sich der Einsatz rasch von dem Schaft lösen lässt.
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Beste Verfahrensweisen
zum Ausführen
der Erfindung
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In
den Zeichnungen werden die gleichen Bezugszeichen in den verschiedenen
Figuren (mit Ausnahme der 17) zum
Bezeichnen einander entsprechender Komponenten oder Merkmale verwendet.
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Die
in den 1 und 2 dargestellte Schneidwerkzeuganordnung
umfasst einen Schaft 1, einen Einsatz 3, an dem
ein Schneideinsatz 5 angebracht ist, sowie eine lösbare Schraubbefestigungseinrichtung 7 zum
Befestigen des Einsatzes 3 an dem Schaft 1. Die
Schraube 7 ist vorzugsweise aus Stahl mit hoher Zugfestigkeit
hergestellt und weist einen Innensechskant (nicht gezeigt) in einem
kreisförmigen
Kopf 8 auf, so dass die Verwendung eines Allen-Schraubenschlüssels (nicht
gezeigt) zum Festziehen oder Lösen
von dieser erforderlich ist. Der Schaft 1 hat einen rechteckigen
Querschnitt, jedoch sind auch Schäfte mit anderen Querschnittsformen im
Umfang der Erfindung mit umfasst. Der Schaft 1 ist mit
einer Aussparung 9 versehen, die sich über dessen Breite erstreckt
und sich an einer Seitenfläche 11 und
einer Endfläche 13 des
Schafts 1 öffnet. Die
Aussparung beinhaltet einander zugewandt gegenüber liegende Flächen 15, 17,
die in Richtung auf eine Basisfläche 19 der
Aussparung 9 nach innen abgeschrägt sind. Die schräg verlaufende
Fläche 15 trifft
auf die Endfläche 13 des
Schafts, während
die schräg
verlaufende Fläche 17 mit
einer Fläche 21 in Verbindung
steht, die im Wesentlichen parallel zu der Endfläche 13 verläuft und
sich zu der Seitenfläche 11 des
Schafts 1 erstreckt. Der eingeschlossene Winkel der Flächen 15 und 17 beträgt vorzugsweise
60°, jedoch
sind auch andere Winkel im Umfang der Erfindung mit umfasst. Die
Aussparung 9 in dem Schaft 1 bildet einen Sitzbereich
zum Zusammenwirken mit dem Einsatz 3. Eine Öffnung 23 erstreckt
sich durch den Schaft 1 hindurch und öffnet sich für den Durchtritt
des Schraubbefestigungselements 7 an der Basis 19 der
Aussparung 9.
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Der
Einsatz 3 ist zur Schaffung eines komplementären Sitzbereichs
zum Zusammenwirken mit dem Schaft 1 konfiguriert, wobei
dieser Bereich in der Aussparung 9 zum Sitzen kommt und
einander gegenüber
liegende Flächen 25, 27 aufweist,
die in Richtung auf eine Endfläche 29 schräg nach innen verlaufen,
und zwar mit einem eingeschlossenen Winkel, der dem der Aussparungsflächen 15 und 17 gleich
ist. Die Endfläche 29 beinhaltet
ebenfalls eine Öffnung 31,
die zum Aufnehmen des Schraubbefestigungselements 7 mit
einem Gewinde versehen ist. Beim Festziehen der Schraube 7 wird
der Einsatz 3 in der Aussparung 9 in Verkeileingriff
mit dem Schaft 1 gezogen, wobei die Verkeilwirkung durch
das Vorhandensein eines Freiraums 33 (siehe 1)
zwischen der Basis 19 der Aussparung 9 und der
zugewandt gegenüber
liegenden Endfläche 29 des
Einsatzes 3 gewährleistet
wird.
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Der
Einsatz 3 beinhaltet einen geeignet geformten ausgeschnittenen
Bereich mit einer Entlastungsöffnung 34 für den Sitz
des Schneideinsatzes 5, der mittels einer Schraube 35 in
seiner Position angebracht wird. Bei dieser Montage des Schneideinsatzes
an dem Einsatz 3 handelt es sich um ein bekanntes Befestigungsverfahren
für einen
Schneideinsatz, so dass dieses hier nicht ausführlicher beschrieben wird.
Der in den 1 und 2 dargestellte
Werkzeugeinsatz 3 beinhaltet einen ausgeschnittenen Bereich 37 an
seiner gegenüber
liegenden Oberfläche, in
dem ein weiterer Schneideinsatz angebracht werden kann, falls dies
erforderlich ist. Die Formgebung des Werkzeugeinsatzes und/oder
die Formgebung von dessen ausgeschnittenem Bereich kann variiert werden,
so dass dieser für
verschiedene Schneideinsätze
zum Ausführen
von verschiedenen spangebenden Bearbeitungsvorgängen geeignet ist, wie dies
bei einer Betrachtung der 3 bis 16 erkennbar
ist.
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Eine
Anordnung der Aussparung 9 in dem Schaft 1 relativ
zu der Positionierung des Schneideinsatzes 5 an dem Einsatz 3,
bei der die Richtung der auf den Einsatz 3 wirkenden Schneidkraft
in der Verkeilrichtung (wie in den 1 und 2)
vorliegt, ist bevorzugt, da dies den Sitz des Einsatzes 3 in
der Aussparung 9 verbessert. Dies ist durch den in 3 dargestellten
Pfeil F veranschaulicht. Die Erfindung umfasst jedoch auch andere
Anordnungen, beispielsweise eine solche, bei der die Schneidrichtung entlang
der Richtung der Aussparung wirkt (nicht dargestellt) oder quer
zu dieser wirkt, wie dies bei den Anordnungen der 12 bis 16 der
Fall ist.
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Der
Schaft 1 kann eine Aussparung (nicht gezeigt) an dem Eingang
der Öffnung 23 zum
vollständigen
oder teilweisen Aufnehmen des Kopfes 8 des Schraubbefestigungselements 7 aufweisen.
Dies sorgt für
einen saubereren und sichereren Abschluss, da Erhebungen vermindert
sind. Eine weitere Modifikation besteht darin, dass die Öffnung 31 eine
glatte Bohrung über
einen Bereich ihrer Länge von
der Endfläche 29 mit
einem Durchmesser aufweisen kann, der an den der Öffnung 23 exakt
angepasst ist, wobei das Schraubbefestigungselement 7 einen
glatten Schaftbereich zwischen dem Kopf 8 und seinem Gewindebereich
aufweisen kann, wobei dieser glatte Schaftbereich entsprechend dem
glatten Bohrungsbereich und der Öffnung 23 mit
minimalem Spiel exakt dimensioniert ist. Diese Modifizierung ist
beim Positionieren eines Einsatzes an einem Schaft von Hilfe und
schafft eine festere Verbindung zwischen diesen.
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Wie
in 2 gezeigt ist, kann der Schaft 1 auch
ein Gewindeloch zum Aufnehmen einer zweiten Schraube 39 beinhalten.
Der Zugang zu dem Loch ist vertieft, um den Kopf der Schraube 39 aufzunehmen, wobei
sich die Vertiefung an einer Wand 21 öffnet, so dass der Kopf über die
Wand 21 hinaus in die Aussparung 9 ragt. Dadurch
wird eine Festlegeeinrichtung für
den Einsatz 3 geschaffen, die mit einer vertieften Schulter
(nicht gezeigt) zum Drücken
gegen die unter dem Kopf befindliche Fläche 41 der Schraube 39 versehen
sein kann. Die Festlegeeinrichtung dient zum Positionieren des Einsatzes 3 an
dem Schaft 1 in einer derartigen Weise, dass die Öffnungen 23 und 31 zum
Aufnehmen des Schraubbefestigungselements 7 exakt ausgefluchtet
sind. Alternativ hierzu kann der Einsatz 3 mit einem Stift
(nicht gezeigt) zum Einsetzen in eine Öffnung (nicht gezeigt) in einer
der Wände
der Aussparung 9 versehen sein. Eine solche Festlegeeinrichtung,
wie sie beispielsweise durch die Schraube 39 oder einen
Stift gebildet wird, bildet ein optionales Merkmal der Erfindung
und kann weggelassen werden, falls dies erwünscht ist.
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Die 3 bis 11 zeigen
verschiedene Werkzeugeinsatz- und Schneideinsatzkonfigurationen
für eine
Schneidwerkzeuganordnung gemäß der Erfindung,
wobei sie alle eine einzige Schaftkonfiguration verwenden (aus Gründen der
Klarheit ist eine Schraubbefestigungseinrichtung zum Befestigen
des Einsatzes an dem Schaft in allen Figuren mit Ausnahme der 10A weggelassen worden). Die 3 bis 9, 10A und 11 zeigen
von oben gesehene Draufsichten, und 10B zeigt
eine Seitenansicht der 10A.
Ein Werkstück,
an dem die Werkzeuge arbeiten, ist mit dem Bezugszeichen 42 bezeichnet.
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Die 12 bis 16 zeigen
eine alternative Konfiguration für
den Schaft und den Einsatz, wobei die Aussparung 9 in einer
Endfläche
des Schafts 1 ausgebildet ist und der Einsatz 3 eine
Durchgangsöffnung 43 für die Passage
eines Schraubbefestigungselements 7 aufweist, das in eine
Gewindeöffnung 45 in
dem Schaft eingeschraubt wird. Die 12, 13, 14A, 15 und 16 zeigen
von oben gesehene Draufsichten, und 14B zeigt
eine Endansicht der 14A.
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Die
in 17 dargestellte Schneidwerkzeuganordnung umfasst
einen Schaft 50, einen Einsatz 52, an dem ein
Schneideinsatz 54 angebracht ist, sowie ein lösbares Schraubbefestigungselement 56 zum
Befestigen des Einsatzes 52 an dem Schaft 50. Der
Schaft 50 ist an dem einen Ende mit einer Aussparung 58 versehen,
die einander zugewandt gegenüber
liegende Flächen 60, 62 aufweist,
die in Richtung auf eine Basisfläche 64 der
Aussparung 58 in Richtung aufeinander zugeneigt sind. Der
eingeschlossene Winkel der einander zugewandt gegenüber liegenden
Flächen 60, 62 beträgt vorzugsweise 60°. Die Aussparung 58 ist
relativ zu dem Schaft 50 in einem Winkel von 45° angeordnet,
und somit beinhaltet der Schaft 50 einen vorstehenden Bereich 66 zum
Unterbringen der Aussparung 58. Eine Aussparung 68,
die sich an der oberen Oberfläche 70 des Schafts 50 öffnet, erstreckt
sich zwischen der Basisfläche 64 der
Aussparung 58 und der gegenüber liegenden Seitenfläche des
Schafts 50. Die Aussparung 68 beinhaltet eine
gekrümmte
Bodenfläche
und dient für
die Unterbringung des Schraubbefestigungselements 56. Sie
beinhaltet einen ersten Bereich 71 mit einer Breite zum
Aufnehmen des Kopfes 72 des Schraubbefestigungselements 56 sowie
einen zweiten Bereich 72 mit einer schmaleren Breite zum
Aufnehmen des mit Schraubgewinde versehenen Schafts 74 des
Schraubbefestigungselements 56. Somit ist eine Schulterausbildung 76 an
einer Stelle gebildet, an der der erste und der zweite Bereich 71 und 73 der
Aussparung 68 aufeinander treffen.
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Der
Einsatz 52 ist zum Schaffen eines komplementären Sitzbereichs
zum Zusammenwirken mit dem Schaft 50 konfiguriert, wobei
dieser Bereich in der Aussparung 58 zum Sitzen kommt und
gegenüber
liegende Flächen 78, 80 aufweist,
die in Richtung auf eine Endfläche 82 schräg in Richtung
aufeinander zu verlaufen, wobei der eingeschlossene Winkel der gleiche
ist wie der der Flächen 60, 62 der Aussparung 58.
Die Endfläche 82 beinhaltet
eine Gewindeöffnung 84,
die das Schaubbefestigungselement 56 aufnimmt. Beim Festziehen
der Schraube 56 (zu diesem Zweck beinhaltet sie eine Buchsenausbildung
(nicht gezeigt) in ihrem Kopf zum Aufnehmen eines Werkzeugs, wie
z.B. eines Allen-Schraubenschlüssels)
wird der Einsatz 52 in Verkeileingriff in der Aussparung 58 in
dem Schaft 50 geklemmt, wobei die Verteilwirkung durch
einen kleinen Freiraum zwischen der Endfläche 82 des Einsatzes 52 und
der Basisfläche 64 der
Aussparung 58 gewährleistet wird.
Der Einsatz 52 beinhaltet ferner einen sich nach hinten
erstreckenden Flansch 86 an seiner oberen Fläche, der
sich bei der Montage des Werkzeugs an eine obere Oberfläche 70 des
Schafts 50 setzt, um den Einsatz 52 relativ zu
dem Schaft 50 zu positionieren, so dass die Gewindeöffnung 84 relativ
zu der Aussparung 68 exakt ausgefluchtet ist. Der Flansch 86 weist
in seiner unteren Oberfläche
einen Ausschnittbereich 88 auf, um einen Freiraum für den Kopf 72 der
Schraube 56 zu schaffen.
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Der
Einsatz 52 hat einen Nasenbereich 90, an dem der
Schneideinsatz 54 angebracht ist. Der Schneideinsatz 54 kann
an dem Einsatz 52 durch eine Anordnung aus einer Klemmplatte 92 und
einer Schraube 94 oder durch eine beliebige andere bekannte
und geeignete Verfahrungsverfahrensweise angebracht werden.
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Das
Schraubbefestigungselement 56 kann vor der Montage des
Einsatzes an den Schaft 50 teilweise in die Öffnung 84 in
dem Einsatz 52 eingeschraubt werden. Somit können der
Einsatz 52 und das Schraubbefestigungselement in Form einer
Einheit rasch an dem Schaft 50 montiert und von diesem demontiert
werden, und zwar aufgrund der Tatsache, dass das Schraubbefestigungselement 56 in
einer Richtung quer zu der Länge
des Schraubbefestigungselements in der Aussparung 68 platziert
sowie aus dieser entfernt werden kann. Wenn die Einheit aus dem
Einsatz 52 und dem Schraubbefestigungselement 56 an
dem Schaft 50 positioniert ist, kann das Schraubbefestigungselement
festgezogen werden, so dass sein Kopf 72 gegen die Schulter 76 drückt, um
dadurch den Einsatz in Verkeileingriff mit dem Schaft zu klemmen.
Der Einsatz lässt
sich dadurch entfernen, dass einfach die Schraube 56 gelöst wird, so
dass die Einheit aus dem Einsatz 52 und dem Schraubbefestigungselement 56 von
dem Schaft 50 abgenommen werden kann.
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Der
Schaft 50 kann an seinem anderen Ende einen ähnlichen
Sitzbereich 96 aufweisen, der in dem gleichen Winkel oder
in einem anderen Winkel relativ zu dem Schaft 50 wie der
die Aussparung 58 aufweisende Sitzbereich ausgebildet sein
kann. Der dargestellte Sitzbereich 96 sorgt für eine rechtwinklige
Anordnung eines Einsatzes, wie z.B. 52, an dem Schaft 50.
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Der
Schaft und die Einsatzkomponenten einer Schneidwerkzeuganordnung
gemäß der Erfindung
lassen sich aus Metallvollmaterial unter Verwendung herkömmlicher
spangebender Bearbeitungsvorgänge,
wie z.B. Fräsen
oder Räumen,
herstellen. Alternativ hierzu kann ein erfindungsgemäßer Einsatz
auch unter Verwendung eines Sintervorgangs hergestellt werden.
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Die
vorliegend beschriebene Erfindung lässt sich zusätzlich zu
den vorstehend speziell beschriebenen Ausführungsformen auch in anderen
Variationen, Modifikationen und/oder Hinzufügungen ausführen, und es versteht sich,
dass die Erfindung alle derartigen Variationen, Modifikationen und/oder
Hinzufügungen
mit umfasst, die im Umfang der nachfolgenden Ansprüche liegen.