DE69734825T2 - Verfahren, einrichtung und fernsprechsystem zur bereitstellung eines gleichbleibenden dienstesatzes für umherstreifende benutzer - Google Patents

Verfahren, einrichtung und fernsprechsystem zur bereitstellung eines gleichbleibenden dienstesatzes für umherstreifende benutzer Download PDF

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DE69734825T2
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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Telekommunikationssysteme, die mehrere Kommunikationsnetze umfassen, durch welche ein Nutzer, wie etwa ein Nutzer von mobiler oder schnurloser Telekommunikation, wandern kann, und im Speziellen ein Telekommunikationssystem, das zum Bereitstellen eines gleichbleibenden Dienstesatzes für einen Nutzer, wenn dieser durch die Netze eines Systems wandert, ausgerüstet ist, sowie ein Verfahren hierfür.
  • ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
  • Typische schnurlose Funkkommunikationsnetze, wie etwa Netze, die entsprechend dem DECT-Standard (engl. „Digital Enhanced Cordless Telecommunications") betrieben werden, umfassen im Allgemeinen mehrere Funkbasisstationen, die in Verbindung mit einer sogenannten zentralen Schnittstelleneinheit oder Funkvermittlungsstelle stehen, welche wiederum mit einer Nebenstellenanlage (NStA) verbunden oder einstückig mit dieser ausgeführt ist. Jede Basisstation deckt einen begrenzten Bereich ab, der im Allgemeinen „Zelle" genannt wird und innerhalb dessen eine drahtlose Kommunikationsverbindung mit einer entfernten Telekommunikationsvorrichtung, wie etwa einem tragbaren Funktelefon, hergestellt werden kann. Ein bestehendes Gespräch kann von einer Basisstation an eine andere Basisstation weitergereicht werden, während sich die entfernte Telekommunikationsvorrichtung in dem durch das Funknetz abgedeckten Gebiet bewegt.
  • Mehrere schnurlose Funkkommunikationsnetze, wie etwa Netze, die an geographisch verteilten Standorten einer Firma installiert sind, oder öffentliche Funknetze, die zum Beispiel jeweils eine bestimmte Stadt abdecken, ein Nutzer Zugriffsrechte erworben haben kann. Die verschiedenen Netze eines Systems können in einer sogenannten autonomen Konfiguration oder in einer Verbundkonfiguration betrieben werden. Im letzteren Falle werden zum Beispiel das öffentliche Telefonwählnetz (ÖTN) oder private oder gemietete Leitungen zum Koppeln der Netze eingesetzt.
  • Ungeachtet aktueller Bemühungen um offene oder generische Kommunikationsprotokolle und -schnittstellen, können die unterschiedlichen Telekommunikationsvorrichtungen und/oder die Netze, die von unterschiedlichen Herstellern bezogen werden, zum Beispiel weiterhin unterschiedliche Zugriffsverfahren und -protokolle erfordern, um auf Netzdienste zuzugreifen.
  • Dienste wie das Umleiten eines Gesprächs bzw. Anrufs an einen Nutzer oder das Aufheben der Umleitungsfunktion können in verschiedenen Netzen verschiedene Befehle von der Telekommunikationsvorrichtung erfordern. Zum Beispiel kann ein Dienst wie Rückruf (CB, engl. „Call Back") in einem Dienst durch Wählen einer „5" initiiert werden, während in einem anderen Netz auf diesen Dienst durch Wählen einer „3" zugegriffen wird oder er gar nicht zur Verfügung steht. Ohne zusätzliche Unterstützung durch das System muss ein durch mehrere Netze wandernder Nutzer über die relevanten Kenntnisse darüber verfügen, wie in den verschiedenen Netzen auf die verschiedenen Dienste zuzugreifen ist. Von einem serviceorientierten Standpunkt aus betrachtet ist dies keine benutzerfreundliche Lösung.
  • Kurzwahl ist ein Beispiel für einen Dienst, der im Allgemeinen von eingeschränktem Nutzen ist. Zum Beispiel können in einem ersten Netz die Teilnehmer dieses Netzes mit einer dreistelligen Telefonnummer erreicht werden, welche in einem Speicher einer Telekommunikationsvorrichtung gespeichert werden kann. Bei Verwendung derselben Vorrichtung in einem zweiten Netz jedoch, beispielsweise einem Netz an einem anderen Standort einer Firma, können die in der Telekommunikationsvorrichtung gespeicherten Kurzwahlnummern nicht verwendet werden, da sich diese Nummern nun auf die Teilnehmer des zweiten Netzes oder sogar auf im zweiten Netz nicht vorhandene Teilnehmer beziehen. Um ein Gespräch aufzubauen, müssen daher den gespeicherten Nummern geeignete Zugriffscodes oder Präfixe vorangestellt werden, wie etwa Zugriffscodes, um eine Verbindung zu einer externen Leitung zu erhalten, Bereichskennzahlen etc., die von jedem einzelnen Netz aus und für jedes einzelne Netz unterschiedlich sein können und dementsprechend dem Nutzer der Telekommunikationsvorrichtung bekannt sein müssen.
  • Ferner kann ein Nutzer im Falle von Diensten wie Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden (CFNR, engl. „Call Forwarding on No Reply") oder Anrufweiterschaltung bei besetzt (CFB, engl. „Call Forwarding on Busy") in einer Datenbank des Kommunikationssystems – wie etwa einer Datenbank, die sich im Stammnetz des Nutzers befindet – mehrere Durchwahlnummern gespeichert haben, an welche eingehende Gespräche weitergeschaltet werden sollen. Das Stammnetz eines Nutzers ist im Allgemeinen das Netz, bei dem teilnehmerspezifische Informationen eines Nutzers, wie etwa Zugriffsrechte, Abrechnungsinformationen etc., registriert sind.
  • Wandert ein Nutzer zu einem anderen (Fremd-)Netz, so sind diese Daten diesem Netz nicht bekannt, und im Falle eines Telekommunikationssystems mit Netzverbund muss das Telekommunikationssystem zum Beispiel jedes Mal, wenn der Nutzer bei einem Fremdnetz registriert wird, die relevanten Daten von der Datenbank des Stammnetzes an die Datenbank des Fremdnetzes transferieren. Bei einer weiteren Ausführungsform muss beispielsweise das Fremdnetz Anfragerufe an das Stammnetz aufbauen, um die relevanten Daten fallweise abzurufen. Jedoch sind beispielsweise die Netzmerkmale oder die Netzunterstüt zung zum Herstellen derartiger Datentransfers oder Anfragerufe noch nicht allgemein verfügbar, und außerdem wird in Fällen, wo solche Netzmerkmale bereits verfügbar sind, dem Telekommunikationssystem eine beträchtliche Menge an Signalisierungslast aufgebürdet.
  • Die deutsche Patentanmeldung DE 43 43 335 offenbart ein Funktelefonendgerät für mehrere Modi (GSM/DECT), welches unter anderem dem Nutzer eine netzunabhängige Schnittstelle zum Gesprächsaufbau bereitstellt. Das Funktelefon weist Mittel zum Feststellen des Netzes auf, mit dem das Funktelefon aktuell verbunden ist, sowie Mittel zum Speichern einer vollständigen Teilnehmernummer, d.h. Bereichskennzahl, lokales Präfix und Anschlussnummer eines bevorzugten Netzes, zum Beispiel des Netzes, in dem der Nutzer während der Bürozeiten erreichbar ist. Das Funktelefon ist ferner mit Mitteln zum Verarbeiten einer gewählten Telefonnummer versehen.
  • Unabhängig von dem Netz, mit dem das Funktelefon derzeit verbunden ist, kann der Nutzer eine Telefonnummer entsprechend der Schnittstelle des bevorzugten Netzes wählen. Die Verarbeitung einer gewählten Telefonnummer erfolgt entsprechend der gespeicherten Teilnehmernummer sowie entsprechend Gesprächsaufbauinformationen des Netzes, mit dem das Funktelefon derzeit verbunden ist. Dementsprechend kann der Nutzer von dem Funktelefonendgerät aus Gespräche tätigen, ohne über Kenntnis der von seinem bevorzugten Netz oder Stammnetz abweichenden Gesprächsaufbauverfahren zu verfügen. D.h., dem Nutzer wird eine universelle Benutzerschnittstelle zum Gesprächsaufbau bereitgestellt.
  • Die britische Patentanmeldung GB 2,292,047 offenbart ein Funktelefon, das verschiedene Softwaremodule mit Software darauf aufweist, dergestalt, dass von dem Funktelefon aus Dienste in wenigstens zwei verschiedenen Netzen mit unterschiedlichen Dienstsoftwareanforderungen ausgeführt werden können. Diese britische Pa tentanmeldung behandelt nicht das oben beschriebene Problem, einem Nutzer eine Schnittstelle bereitzustellen, die unabhängig von dem Netz ist, mit dem ein Funktelefon derzeit verbunden ist.
  • Sowohl DE 43 43 335 als auch GB 2,292,047 offenbaren eine feste Speicherung von dienstespezifischen Daten, wenn das Funktelefon zum ersten Mal benutzt wird.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, für einen Nutzer, der in oder zwischen Netzen eines Telekommunikationssystems wandert, auf kosteneffektive, flexible und effiziente Weise einen gleichbleibenden Dienstesatz einschließlich Gesprächsaufbau bereitzustellen, und insbesondere darin, dem Nutzer den Dienstesatz dergestalt auf einheitliche Weise bereitzustellen, dass der Nutzer beim Wandern durch verschiedene Netze nicht über Kenntnisse darüber verfügen muss, wie in den verschiedenen Netzen auf die verschiedenen Dienste zuzugreifen ist.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Telekommunikationsvorrichtung und ein Telekommunikationssystem bereitzustellen, die zum Bereitstellen eines gleichbleibenden Dienstesatzes an einen Nutzer ausgerüstet sind, wenn dieser durch verschiedene Netze eines Telekommunikationssystems wandert, und insbesondere eine Funktelekommunikationsvorrichtung, mittels derer ein Nutzer dergestalt auf verschiedene Funkkommunikationsnetze zugreifen kann, dass er durch Benutzen ein- und derselben Telekommunikationsvorrichtung beim Wandern von einem Netz in ein anderes auf gleichbleibende Weise auf die verschiedenen Dienste eines Systems zugreifen kann, zum Beispiel ein schnurloses Telefon, das entsprechend dem DECT-Standard betrieben wird.
  • Gemäß der Erfindung wird in einem Telekommunikationssystem, das mehrere Kommunikationsnetze enthält, bereitgestellt: ein Verfahren zum Bereitstellen eines gleichbleibenden Dienstesatzes in einem Telekommunikationssystem, das mehrere Kommunikationsnetze enthält, für einen Nutzer, wenn er mit einer Telekommunikationsvorrichtung, die Speichermittel zum Speichern von Daten aufweist, welche für Dienste des Telekommunikationssystems spezifisch sind, durch die Netze wandert. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:
    • – Austauschen von dienstespezifischen Daten zwischen der Telekommunikationsvorrichtung und einem Kommunikationsnetz, wenn auf das Kommunikationsnetz und/oder einen bestimmten Dienst zugegriffen wird, und
    • – Verarbeiten der ausgetauschten Daten, dergestalt, dass dem Nutzer Dienste entsprechend den dienstespezifischen Daten angeboten werden.
  • Gemäß der Erfindung werden in dem Telekommunikationssystem, wie etwa einem Funktelefonendgerät, und den Telekommunikationsnetzen Daten gespeichert, die sich auf Dienste beziehen, welche in dem Telekommunikationssystem zur Verfügung stehen. Dementsprechend können beim Wandern in oder zwischen den mehreren Netzen eines Telekommunikationssystems die relevanten Daten zum Zugreifen auf einen oder Vollenden eines Dienstes direkt zwischen der Telekommunikationsvorrichtung und einem Kommunikationsnetz ausgetauscht werden. Dadurch wird ein flexibles System bereitgestellt, das nicht wie die obenstehend offenbarten Systeme nach Stand der Technik auf im Voraus festgelegte Nutzerdaten und Netzdaten beschränkt ist, und es werden beispielsweise die Notwendigkeit wesentlicher Systemdatentransfers sowie, dementsprechend, Verzögerungen beim Abrufen von Daten aus einer Stammdatenbank oder einer Zentralsystemdatenbank eliminiert.
  • Derartige dienstespezifische Daten können zum Beispiel Teilnehmernummern enthalten, an die ein eingehendes Gespräch umgeleitet werden muss, wenn beispielsweise die Telekommunikationsvorrichtung besetzt ist oder der Nutzer das Gerät in einen „Nicht stören"-Modus geschaltet hat. Ferner können die dienstespezifischen Daten Zugriffscodes für den Zugriff auf Dienste in den verschiedenen Netzen, Präfixcodes im Falle eines Kurzwahldiensts etc. umfassen.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird wenigstens ein Teil der nutzerspezifischen Daten über einen Übertragungspfad ausgetauscht, der zwischen der Telekommunikationsvorrichtung und dem Netz hergestellt wird, und die abgerufenen Daten werden in Speichermitteln des Netzes gespeichert.
  • Dienstespezifische Daten können mit einer Telekommunikationsvorrichtung zum Beispiel bei Inbetriebnahme der Vorrichtung im Laufe oder nach der Registrierung der Telekommunikationsvorrichtung bei einem Netz gemäß einem Registrierungsverfahren ausgetauscht werden. Die ausgetauschten Daten können wenigstens für die Dauer der Bereitstellung von Diensten für die Telekommunikationsvorrichtung zeitweilig in den Speichermitteln des Netzes und/oder der Telekommunikationsvorrichtung gespeichert werden. Die dienstespezifischen Daten können durch das Netz vollständig oder zum Beispiel fallweise heruntergeladen werden.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung bezüglich Daten gespeichert, die für ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte Gruppe von Netzen stehen.
  • Entsprechend kann das Netz nur diejenigen Daten abrufen, die sich auf das jeweilige, bestimmte Netz oder auf Dienste des Netzes beziehen. Hierdurch wird ein sehr effizienter Datentransfer und eine sehr effiziente Datenspeicherung geschaffen, da beispielsweise Daten, die für mehrere Netze von Bedeutung sind, in einer Telekommunikationsvorrichtung gemeinsam unter derselben Rubrik gespeichert werden können.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird wenigstens ein Teil der dienstespezifischen Daten durch die Telekommunikationsvorrichtung abgerufen und verarbeitet. Das heißt, dass bezüglich der Daten, die ein Netz oder eine Gruppe von Netzen identifizieren, die Telekommunikationsvorrichtung beispielsweise beim Zugriff auf einen bestimmten Dienst derartige dienstespezifische Daten, die zum Vollenden des Dienstes erforderlich sind, abruft und verarbeitet.
  • Die in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung gespeicherten dienstespezifischen Daten können auf diejenigen Dienste beschränkt sein, die dem Nutzer der betreffenden Vorrichtung zur Verfügung stehen. Entsprechend kann der Zugriff von einer bestimmten Telekommunikationsvorrichtung aus auf Dienste, für welche keine Zugriffsrechte erworben wurden, wirksam verhindert werden.
  • Bei noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung Daten enthalten oder bezüglich Daten gespeichert sein, welche Dienstezugriffsrechten entsprechen, die Dienste anzeigen, die einem Nutzer zur Verfügung stehen. Bei einer solchen Ausführungsform werden dienstespezifischen Daten entsprechend diesen Dienstezugriffsrechten abgerufen und/oder verarbeitet. Im Allgemeinen ist es dem Nutzer einer Telekommunikationsvorrichtung nur erlaubt, auf diejenigen Dienste zugreifen zu können, für welche Zugriffsrechte erworben wurden.
  • Um die unautorisierte Benutzung von Diensten so weit als möglich zu vermeiden, können die dienstespezifischen Daten und/oder Zugriffsrechtedaten auf verschlüsselte Weise gespeichert werden. Die Art der Verschlüsselung bzw. ein Chiffrierschlüssel können beispielsweise in Bezug auf ein bestimmtes Telekommunikationssystem oder einen bestimmten Systembetreiber gewählt werden. Der Fachmann wird verstehen, dass der Zugriff auf die Dienste von einem persönlichen Nutzeridentifikationscode (PIN-Code) oder einem anderen Passwort o. Ä. abhängen kann.
  • Ein Telekommunikationssystem lässt sich als benutzerfreundlich ansehen, wann immer Dienste und andere Merkmale gemäß einem einzigen (Zugriffs-)Verfahren erreicht werden können. Mit der vorliegenden Erfindung lässt sich dies sehr einfach bereitstellen, indem die dienstespezifischen Daten entsprechend einer im Voraus festgelegten Benutzerschnittstelle in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung gespeichert werden. Das heißt also, dass der Nutzer zum Beispiel nur einen einheitlichen Satz von zu betätigenden Tasten kennen muss, um auf einen bestimmten Dienst zuzugreifen. Abhängig von dem Netz, bei dem die Vorrichtung derzeit registriert ist, werden die jeweiligen Tastenbetätigungen in Befehle umgewandelt, die das betreffende Netz interpretieren kann.
  • Die Umwandlung wird bei einer Ausführungsform der Erfindung effizient gelöst, indem die dienstespezifischen Daten in Form einer Umsetzungstabelle vom Matrixtyp oder eines Umsetzungsalgorithmus gespeichert werden. Einen Eingabeparameter der Tabelle oder des Algorithmus kann die Netzkennung, einen weiteren Eingabeparameter(satz) können zum Beispiel die Benutzerschnittstellenkommandos eines bestimmten Diensttyps bilden.
  • Die Benutzerschnittstelle kann ausgewählt werden aus: der Benutzerschnittstelle eines bestimmten Netzes des Systems, beispielsweise des Stammnetzes der Telekommunikationsvorrichtung, einer dedizierten Benutzerschnittstelle oder einem anderen Benutzerschnittstellentyp. Es ist zu beachten, dass die verschiedenen Telekommunikationsvorrichtungen eines Systems gemäß unterschiedlichen Benutzerschnittstellen betrieben werden können, zum Beispiel gemäß der Benutzerschnittstelle ihres jeweiligen Stammnetzes.
  • Das Speichern dienstespezifischer Daten in den Speichermitteln einer Telekommunikationsvorrichtung kann über eine drahtgebundene Datenverbindung, z.B. eine an einen Personalcomputer gekoppelte Datenverbindung, über eine Funkverbindung, vorzugsweise eine Funkverbindung zwischen einer Funkkommunikationsvorrichtung und ihrem Stammnetz, oder über eine andere Art von Datenpfad, wie etwa das Kleintastaturmittel einer Kommunikationsvorrichtung, z.B. ein Telefontastenfeld, erfolgen. Im letzteren Falle ist etwa an Teilnehmernummern gedacht, an die ein eingehendes Telefongespräch im Besetztfalle weitergeschaltet werden muss, etc. Die Speicherung bestimmter Arten von Daten, wie z.B. von Zugriffsrechten, kann auf einen System- oder Netzbetreiber oder eine andere befugte Stelle beschränkt sein. Die dienstespezifischen Daten oder ein Teil davon können auch in Speichermitteln gespeichert werden, die getrennt mit einer Telekommunikationsvorrichtung verbunden werden können, wie etwa in einem Nur-Lese-Speichermodul (ROM-Modul).
  • Wenn eine Telekommunikationsvorrichtung sich selbst bei einem Netz registriert, kann das Netz relevante dienstespezifische Daten an die Speichermittel der Telekommunikationsvorrichtung transferieren, wie beispielsweise Daten bezüglich Zugriffs- oder Präfixcodes zum Aufbauen eines externen, internationalen oder anderen Gesprächs, das in dem Netz beispielsweise spezielle Zugriffscodes erfordert. Entsprechend kann die Telekommunikationsvorrichtung in dem Fall, dass ein Gespräch mittels einer für das Stammnetz eines Teilnehmers gültigen Kurzwahlnummer aufgebaut wird, unter Verwendung der von dem jeweiligen Netz empfangenen Daten die relevanten Zugriffs- und/oder Präfixcodes extrahieren, die zu der Kurzwahlnummer hinzugefügt werden müssen, um das Gespräch von dem Netz aus zu vollenden.
  • Die Erfindung betrifft außerdem eine Telekommunikationsvorrichtung, insbesondere eine Funktelekommunikationsvorrichtung wie etwa ein Funktelefonapparat, zur Verwendung in einem Telekommunikationssystem, das mehrere Kommunikationsnetze enthält. Die Telekommunikationsvorrichtung umfasst ein Transceivermittel, ein Kommunikationssteuerungsmittel und Speichermittel. Die Speichermittel sind dafür konfiguriert, Daten zu speichern, die für Dienste des Telekommunikationssystems spezifisch sind. Die Telekommunikationsvorrichtung ist ferner zum Austauschen von dienstespezifischen Daten zwischen der Telekommunikationsvorrichtung und einem Kommunikationsnetz, wenn auf das Kommunikationsnetz und/oder einen bestimmten Dienst des Kommunikationsnetzes zugegriffen wird, konfiguriert.
  • Bei einer Ausführungsform der Telekommunikationsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Speichermittel dazu konfiguriert, die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung in Verbindung mit Zugriffsdaten zu speichern, welche für ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte Gruppe von Netzen stehen, wobei Mittel zum Identifizieren eines Kommunikationsnetzes, auf das zugegriffen wird, bereitgestellt sind, die mit den Speichermitteln dergestalt wirkverbunden sind, dass dienstespezifische Daten abgerufen werden, die dem Netz oder der Gruppe von Netzen, auf das bzw. die zugegriffen wird, entsprechen.
  • Die Telekommunikationsvorrichtung kann Anzeigemittel und Benutzerschnittstellen-Steuerungsmittel zum Anzei gen dienstespezifischer Nutzerdaten entsprechend einer bestimmten Benutzerschnittstelle umfassen, dergestalt, dass ein netzunabhängiger Zugriff auf die Systemdienste bereitgestellt wird. Es hat sich als effizient erwiesen, wenn die Speichermittel dafür konfiguriert sind, die dienstespezifischen Daten bezüglich einer bestimmten Schnittstelle zu speichern, zum Beispiel in Form einer Umsetzungstabelle oder eines Umsetzungsalgorithmus, dergestalt, dass dienstespezifische Daten bezüglich der Benutzerschnittstelle in dienstespezifische Daten umgesetzt werden, die von dem Netz, auf das zugegriffen wird, verarbeitet werden können.
  • Die Telekommunikationsvorrichtung kann ein Mittel oder eine Kombination aus Mitteln zum Speichern dienstespezifischer Daten in den Speichermitteln umfassen, wobei die Daten über das Transceivermittel der Vorrichtung, über sonstige Dateneingabemittel, die an die Telekommunikationsvorrichtung angeschlossen werden können, und/oder ein Kleintastaturmittel der Telekommunikationsvorrichtung empfangen werden. Zur Aufnahme von Speichermitteln, die von der Telekommunikationsvorrichtung getrennt sind, ist bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ein Verbinder bereitgestellt, mittels dessen die Speichermittel lösbar mit den relevanten Schaltungen der Telekommunikationsvorrichtung verbunden werden können.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Funktelekommunikationssystem, das mehrere Funkkommunikationsnetze enthält, die jeweils Funkaustauschmittel umfassen, wobei wenigstens eine Funkbasisstation mit den Funkaustauschmitteln wirkverbunden ist und Funktransceivermittel und Kommunikationssteuerungsmittel umfasst, um Informationen über eine Funkverbindung mit wenigstens einer Funkkommunikationsvorrichtung auszutauschen, wie etwa ein schnurloses Funkkommunikationssystem, das entsprechend dem DECT-Standard betrieben wird. Gemäß der Erfindung umfasst ein Funkkommunikationsnetz des Systems Mittel zum Austauschen von dienstespezifischen Daten mit einer Funkkommunikationsvorrichtung sowie Speichermittel zum Speichern abgerufener dienstespezifischer Daten.
  • Bei noch einer weiteren Ausführungsform des Funkkommunikationssystems sind die Datenabruf- und -speichermittel in den Funkaustauschmitteln, in der oder in jeder Basisstation und/oder in Koppelmitteln angeordnet, mit denen das Funkkommunikationsnetz über die Funkaustauschmittel in Verbindung steht.
  • Bei der bevorzugten Ausführungsform des Funkkommunikationssystems gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst ein Funkkommunikationsnetz Mittel zum Bereitstellen dienstespezifischer Daten, die in Speichermitteln einer Funkkommunikationsvorrichtung gespeichert werden, wobei die Mittel dafür konfiguriert sind, die dienstespezifischen Daten über eine Funkverbindung, die zwischen einer Basisstation und einer Funkkommunikationsvorrichtung hergestellt wird, oder über Dateneingabemittel, die an die Funkkommunikationsvorrichtung angeschlossen werden können, zu senden.
  • Die obenerwähnten und weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen veranschaulicht.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Es zeigen:
  • 1 auf schematische und veranschaulichende Weise ein typisches schnurloses Funkkommunikationsnetz nach Stand der Technik,
  • 2 auf schematische und veranschaulichende Weise ein Funktelekommunikationssystem, das verschiedene Funkkommunikationsnetze, wie etwa das in 1 gezeigte Funkkommunikationsnetz, enthält,
  • 3 ein vereinfachtes Blockdiagramm einer Funkkommunikationsvorrichtung in Form eines Telefons gemäß der vorliegenden Erfindung,
  • 4 ein vereinfachtes Blockdiagramm einer Ausführungsform einer zentralen Schnittstelleneinheit (CIU, engl. „Central Interface Unit"), die einen Teil eines Funkkommunikationssystems gemäß der vorliegenden Erfindung bildet, und
  • 5 ein vereinfachtes Blockdiagramm einer Ausführungsform einer Basisstation, die einen Teil eines Funkkommunikationssystems gemäß der vorliegenden Erfindung bildet.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Ohne dabei eine Einschränkung zu beabsichtigen, wird die Erfindung nun anhand ihrer Anwendung in einem schnurlosen Funktelefon-Telekommunikationssystem erläutert.
  • 1 veranschaulicht ein typisches schnurloses Funkkommunikationsnetz, das allgemein mit der Bezugszahl 1 bezeichnet wird. Das Funknetz umfasst drei ausgeprägte Elemente: eine zentrale Schnittstelleneinheit (CIU, engl. „Central Interface Unit") oder Funkvermittlungsstelle 2, mehrere kompakte Funkzugriffseinheiten oder Basisstationen 3, die verteilt über den abzudeckenden Bereich installiert sind und in direkter Verbindung mit der CIU 2 stehen, sowie entfernte schnurlose oder drahtlose Telekommunikationsvorrichtungen in Form von tragbaren Funktelefonen oder Handapparaten 4, die über eine Funkverbindung 9, auch Luftschnittstelle genannt, mit den Funkbasisstationen 3 in Verbindung stehen.
  • Jede Funkbasisstation 3 stellt Dienste für einen gegebenen Bereich bereit, der „Zelle" genannt wird, und der von anderen Zellen anderer Funkbasisstationen 3 umgeben und/oder überlappt wird, d.h., es handelt sich um einen sogenannten Mehrzellenansatz. Der Radius von Innenraumzellen liegt für gewöhnlich zwischen 10 m und 100 m, wohingegen der Radius von Freiluftzellen in der Regel von 200 m bis zu 5000 m beträgt.
  • Die CIU 2 ist mit einer drahtgebundenen Vermittlungsstelle 5, an welche mehrere drahtgebundene Telefone 6 angeschlossen werden können, verbunden oder einstückig mit dieser ausgeführt. In gewerblichen Umgebungen handelt es sich bei dieser Vermittlungsstelle 5 im Allgemeinen um eine Nebenstellenanlage (NStA), wohingegen bei Freiluftanwendungen, wie etwa drahtlose Anschlussleitung (DAL) oder Endgerätemobilität (CTM, engl. „Cordless Terminal Mobility"), die Vermittlungsstelle 5 im Allgemeinen eine Ortsvermittlungsstelle (OVSt) ist, die wie die NStA mit einem öffentlichen Telefonwählnetz (ÖTN) 7, d.h. dem normalen, drahtgebundenen öffentlichen Telefonnetz, verbunden ist.
  • Bei DAL-Anwendungen können die Funkbasisstationen 3 auch über eine Funkverbindung 9 mit einer sogenannten drahtlosen Teilnehmer-Anschalteinheit ((W)FAU, engl. „(Wireless) Fixed Access Unit") 8 in Verbindung stehen, welche an einen ortsfesten Telefonanschlusspunkt bzw. eine ortsfeste Telefonsteckdose zum Anschluss eines drahtgebundenen Telefons 6 angeschlossen wird. Bei DAL beispielsweise wird zu Hause lokale Mobilität bereitgestellt, und die (W)FAU 8 ist zusätzlich dafür konfiguriert, eine Funkverbindung mit einem Handapparat 4 im Zuhause (nicht gezeigt) herzustellen.
  • Nutzer können über die CIU 2 in jeder der von einer Funkbasisstation 3 abgedeckten Zellen Gespräche aufbauen und entgegennehmen. Ein bestehendes Gespräch wird von einer Basisstation 3 an eine andere weitergereicht, während sich ein Nutzer in dem von dem Funknetz 1 abgedeckten Bereich bewegt.
  • 2 zeigt ein Funktelekommunikationssystem 10, das ein erstes Funknetz 11 und ein zweites Funknetz 12 umfasst, die beide eine Konfiguration wie das vorstehend in Verbindung mit 1 beschriebene Funknetz 1 aufweisen. Die Funknetze 11, 12 sind über eine Verbindung 13, bei der es sich zum Beispiel um eine Leitung des ÖTN oder eine private oder gemietete Leitung handeln kann, zu einem Verbund geschaltet. Es sei angemerkt, dass die Verbindung 13 zum Beispiel durch eine drahtgebundene Leitung, eine optische Faser und/oder eine Funkverbindung ausgebildet werden kann. Die Funknetze 11, 12 sind dergestalt konfiguriert, dass mit ein- und demselben Handapparat 14 in beiden Netzen Gespräche getätigt und entgegengenommen werden können. Das erste Funknetz 11 kann an einem ersten Standort einer Firma installiert sein, wohingegen das zweite Funknetz 12 an einem zweiten Standort derselben Firma oder zum Beispiel einer Schwestergesellschaft installiert sein kann. Diese Standorte können dergestalt geographisch voneinander durch einen Abstand getrennt sein, dass sich die Funkabdeckungsbereiche der Netze nicht überlappen. Somit kann ein Nutzer, der von dem ersten Netz 11 in das zweite Netz 12 wandert, seinen eigenen Handapparat 14 mit sich führen und in beiden Netzen Gespräche tätigen und entgegennehmen.
  • Der Fachmann auf dem Gebiet drahtloser Funkkommunikationssysteme wird verstehen, dass das System 10 mehrere Funknetze desselben oder verschiedener Hersteller umfassen kann, die jedoch entsprechend demselben offenen, schnurlosen Funkkommunikationsstandard, wie etwa DECT, betrieben werden. Anstelle proprietärer Funknetze kann das System 10 auch die Form eines öffentlichen Funkkommunikationssystems annehmen, welches Funknetze umfasst, die jeweils ganz oder teilweise eine Stadt abdecken, und das beispielsweise von einem öffentlichen Betreiber gesteuert wird. Ein Nutzer, der Zugriffsrechte für alle oder einen Teil der Funknetze (d.h. Städte) erworben hat, kann sein eigenes Telefonendgerät benutzen, während er von einer Stadt zu einer anderen wandert.
  • Im Allgemeinen ist eines der Netze als das Stammnetz eines Nutzers ausgewiesen. Bei seinem Stammnetz ist der Nutzer als Teilnehmer registriert. Das Stammnetz ist im Allgemeinen das Netz in demjenigen Abdeckungsbereich, in dem ein Nutzer lebt oder arbeitet, und in dem das Telefon größtenteils benutzt wird. Von den anderen Netzen wird der Nutzer dann als Gast betrachtet.
  • 3 zeigt ein vereinfachtes Blockdiagramm einer drahtlosen oder schnurlosen Telekommunikationsvorrichtung in Form eines Funktelefonendgeräts 15 zur Verwendung mit der vorliegenden Erfindung und insbesondere für den Betrieb entsprechend dem DECT-Standard. Das Funktelefonendgerät 15 weist vier essentielle Bausteine auf, nämlich eine zentrale Steuer- und Anwendungslogikeinheit (CCU, engl. „Central Control and application logic Unit") 16, eine Funkeinheit 17, eine Takt- und Synchronisationssteuereinheit (SCU, engl. „timing and Synchronisation Control Unit") 18 und eine Sprachverarbeitungseinheit 19. Die Funkeinheit 17 umfasst eine Luftschnittstelle 20 mit einem Antennensystem, das an eine Transceivereinheit gekoppelt ist, die einen Sender/Modulator und einen Empfänger/Demodulator (nicht gezeigt) umfasst.
  • Die SCU 18 empfängt über die Luftschnittstelle 20 und die Funkeinheit 17 von einer Funkzugriffseinheit oder Basisstation 3 (1) Daten, die zum Beispiel entsprechend der von der CIU oder Funkvermittlungsstelle 2 (1) bereitgestellten Systemtaktzeitsteuerung verarbeitet werden. Signalisierungs- und Synchronisationsdateninformationen werden von der SCU 18 aus den empfangenen Daten entfernt, und Sprachdaten werden der Sprachverarbeitungseinheit 19 zugeführt. Die Sprachverarbeitungseinheit 19 sorgt unter anderem für die De chiffrierung der empfangenen Daten. Ein Codec 21 dekodiert die empfangenen, digitalisierten Sprachdaten in eine analoge Form (D/A-Wandlung), um sie für einen Nutzer des Handapparats über einen mit dem Codec 21 verbundenen Lautsprecher 22 hörbar zu machen. Vom Nutzer erzeugte Sprache wird von einem Mikrophon 23 empfangen und von dem Codec 21 in ein geeignetes digitales Format kodiert (A/D-Wandlung).
  • Diese kodierten Sprachdaten werden der Sprachverarbeitungseinheit 19 zugeführt, welche unter anderem für die Verschlüsselung der Sprachdaten sorgt. Die SCU 18 fügt den verschlüsselten Sprachdaten geeignete Synchronisations- und Signalisierungsinformationen hinzu. Die Funkeinheit 17 sendet diese Signalisierungs- und Sprachdaten über die Luftschnittstelle 20, damit sie von einer Funkbasisstation 3 (1) des Kommunikationssystems, mit dem der Telefonapparat 15 wirkverbunden ist; empfangen werden.
  • Die CCU 16 umfasst einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller und Speichermittel, die das Softwareprogramm für den Betrieb des Mikroprozessors und die Steuerinformationen bezüglich des Betriebs der Vorrichtung enthalten, und steht in Wirkverbindung mit der SCU 18. In der Hauptsache steuert die CCU 16 die Systemdaten sowie die Kommunikation mit dem Nutzer des Funktelefons 15 über ein Kleintastaturmittel 24, Anzeigemittel 28 und Klingelsignalgeneratormittel 25, die alle in Wirkverbindung mit der CCU 16 stehen. Die CCU 16 steuert die Zuteilung von Rahmen und Zeitschlitzen bei einem Zeitmultiplex-Mehrfachzugriffs-Kommunikationsmodus (TDMA-Kommunikationsmodus) sowie, im Falle einer Mehrband- und Mehrfachzeitschlitztechnik wie etwa DECT, die Zuteilung verschiedener Kombinationen aus Trägerfrequenzen und Zeitschlitzen.
  • Die Klingelsignalgeneratormittel 25 stehen in Verbindung mit einem Summer 26, um bei einem eingehenden Gespräch einen Klingel- oder Alarmton zu erzeugen. Optional kann von einer Lampe oder Lumineszenzdiode (LED) 27, die wie gezeigt angeschlossen ist, ein visuelles Alarmsignal emittiert werden. Die Anzeigemittel 28, wie etwa eine LCD-Vorrichtung, sind mit der CCU 16 wirkverbunden, um Gesprächsinformationen und andere Nutzer- und Systemdaten anzuzeigen. Für die allgemeine Stromversorgung des Telefonapparats 15 ist eine Akku- und Stromversorgungseinheit 29 vorgesehen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist das Telefonendgerät 15 mit Speichermitteln 30 versehen, die in der gezeigten Ausführungsform mit der CCU 16 wirkverbunden sind. Die Speichermittel 30 können aus mehreren Speichermodulen bestehen, wie etwa einem ersten nichtflüchtigen Speichermodul zum Abrufen und Speichern dienstespezifischer Daten, die zum Beispiel von einem Betreiber des Kommunikationssystems spezifiziert werden, einem zweiten nichtflüchtigen Speichermodul zum Speichern und Abrufen dienstespezifischer Daten, die zum Beispiel von dem Nutzer der Kommunikationsvorrichtung 15 über die Kleintastatur 24 eingegeben werden, sowie einem dritten flüchtigen Speichermodul, welches während des Betriebs der Kommunikationsvorrichtung 15 dienstespezifische Daten enthält, die zum Beispiel während der Benutzung der Kommunikationsvorrichtung im Stamm- oder Fremdnetz oder während der Benutzung eines spezifischen Dienstes relevant sind.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfasst der Speicher 30 ein erstes Speichermodul in Form eines sogenannten elektrisch löschbaren, programmierbaren Flash-Festwertspeichers (EEPROM), ein zweites Speichermodul, das einen EEPROM in einer Ausführung, die Schreib- und Löschspannungen innerhalb des Bereichs des Akkus 29 erfordert, umfasst, und ein drittes Speichermodul in Form eines Direktzugriffsspeichers (RAM). Einer fachkundigen Person ist klar, dass das zweite Speichermodul auch Teil des Flashspeichers sein kann, sofern der Akku 29 die Spannungen und die Leistung bereitstellen kann, die zum Löschen und Programmieren des Flashspeichers erforderlich sind.
  • Bei der in 3 gezeigten Ausführungsform der Kommunikationsvorrichtung 15 können dienstespezifische Daten über die Luftschnittstelle 20 durch die Funkeinheit 17, die SCU 18 und die CCU 16, über das Kleintastaturmittel 24 und einen getrennten Dateneingabe-/-ausgabeanschluss 31 in den Speichermitteln 30 gespeichert und aus diesen abgerufen werden. Der E/A-Anschluss 31 kann einen herkömmlichen Verbinder vom Stecker- oder Dosentyp, z.B. eine RS232-Datenschnittstelle, Infrarotdatentransfermittel, induktive Datentransfermittel, kapazitive Datentransfermittel etc. umfassen, dergestalt, dass in den Speichermitteln Daten von einem Personalcomputer oder einer anderen Vorrichtung (nicht gezeigt) gespeichert werden.
  • Ferner kann es sich, wie schematisch durch die gestrichelten Linien angedeutet, bei den Speichermitteln 30 oder dem ersten Modul der Speichermittel zum Beispiel um eine getrennte Komponente handeln, die über ein Verbindermittel 32 lösbar mit der CCU 16 verbunden werden kann. Speichermittel und Verbindermittel dieser Art sind im Stand der Technik bekannt. Zwar wurde die Kommunikationsvorrichtung 15 in Form eines tragbaren, drahtlosen Telefonapparats gezeigt, ein Teil davon, nämlich im Wesentlichen der von den Bezugszahlen 16 bis 21, 25 und 29 bis 31 bezeichnete Teil, kann jedoch auch eine (W)FAU (1) bilden.
  • Gesteuert von der CCU 16 und geeigneter Software kann der Nutzer über das Kleintastaturmittel 24 eine bestimmte Benutzerschnittstelle auswählen, d.h. zum Beispiel eine Benutzerschnittstelle eines der Netze des Telekommunikationssystems oder eine universelle Systembenutzerschnittstelle. Die Auswahl kann zum Beispiel von den Anzeigemitteln 28 unterstützt werden.
  • 4 zeigt ein funktionelles Blockdiagramm einer Ausführungsform einer CIU oder Funkvermittlungsstelle 35 zur Verwendung in einem Funkkommunikationssystem gemäß der vorliegenden Erfindung. Die CIU 35 umfasst ein Gehäuse 36, das eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) 37, Sprachverarbeitungseinheiten (SPU, engl. „Speech Processing Unit") 38, Zellenverbindungseinheiten (CLU, engl. „Cell Link Unit") 39 sowie Leitungsabschlusseinheiten (LTU, engl. „Line Termination Unit") 40 und/oder Einheiten für digitale Verbindungsleitungen (DTU, engl. „Digital Trunk Unit") 41 umfasst. Die mehreren Einheiten sind an einen digitalen Systembus 45 gekoppelt und werden von einer Stromversorgungseinheit (PSU, engl. „Power Supply Unit") 42 mit Strom versorgt.
  • Die CPU 37 stellt die Gesamtsteuerung des Systems bereit und führt folgende Aufgaben durch: Systeminitialisierung, Gesprächsverarbeitung und systeminterne Mobilitätsverwaltung. Die CPU 37 stellt außerdem Systemtest-, Fehlerbeseitigungs- und Systemstatistikinformationen bereit, die durch eine externe Schnittstelle 46 verfügbar sind.
  • Die SPUs 38 bilden die Kommunikationsdatenschnittstelle zwischen den LTUs/DTUs 40/41 und den CLUs 39. Jede SPU 38 enthält eine Anzahl von Sprachverarbeitungsschaltungen, die jeweils die Sprachverarbeitung eines Gesprächs handhaben. Wenn von einem Handapparat 15 ein Gespräch initiiert oder über eine LTU 40 oder eine DTU 41 ein eingehendes Gespräch von der NStA 5 empfangen wird, wird dem Gespräch eine Sprachverarbeitungsschaltung zugewiesen. Die Hauptfunktionen einer SPU bestehen im Umkodieren von Daten, Generieren und Detektieren von Wähltönen und der Echokontrolle.
  • Die CLUs 39 stellen die Kommunikationsschnittstelle zwischen den SPUs 38 und der entsprechenden Funkzugriffseinheit oder Basisstation 50 bereit. Jede CLU 39 enthält eine Anzahl von Verbindungsleitungen, und jede Verbindungsleitung kommuniziert mit einer Basisstation 50. Die Hauptfunktionen einer CLU bestehen im Übertragen von Kommunikationskanälen von der CIU 35 über eine Datenleitung 47 an eine Funkzugriffseinheit 50 und im Bereitstellen von Synchronisation und Stromversorgung für die Funkzugriffseinheit 50. In der Funkzugriffseinheit 50 sind die Basisstationssteuerungs-, Kommunikationssteuerungs- und Funkverbindungs-Aufrechterhaltungsfunktionen wie oben beschrieben implementiert. Wie von der Bezugszahl 48 angezeigt, können die Funkzugriffseinheiten 50 auch lokal über einen Wechselspannungsgleichrichteradapter mit Strom versorgt werden.
  • Die LTUs 40 stellen eine analoge Schnittstelle zwischen der NStA/OVSt 5 und der CPU 35 bereit. Jede LTU 40 umfasst eine Anzahl von Leitungsabschlussschaltungen, von denen jede durch eine analoge Zweidraht-Teilnehmerleitung 43 an die NStA angeschlossen ist. Jede analoge Leitung 43 ist fest einem spezifischen Handapparat 15 (3), d.h. einer spezifischen Telefonnummer, zugeordnet. Die Hauptaufgaben einer LTU bestehen im Herstellen einer physikalischen Verbindung zwischen der NStA/OVSt und der CIU, im Detektieren der Zustände „aufgelegt"/„nicht aufgelegt", im Detektieren von Klingelsignalen und in der Analog-Digital-Sprachverarbeitung und umgekehrt.
  • Die DTU 41 stellt eine digitale Schnittstelle zwischen der NStA/OVSt 5 und der CIU 35 bereit. Jede DTU 41 enthält eine Anzahl von Schaltungen für digitale Verbindungsleitungen. Jede Schaltung für digitale Verbindungsleitungen unterstützt eine Schnittstelle für kanalassoziierte Signalisierung (CAS). Bei einer Ausführungsform stellt jede CAS-Schnittstelle dreißig feste, digitale Kommunikationskanäle mit 64 KBit/s zur Verfügung, welchen dreißig Teilnehmer zugewiesen werden, d.h., es handelt sich um eine 2-MBit/s-Datenlei tung. Abhängig vom Typ der NStA/OVSt 5 müssen etliche der Funktionen einer LTU möglicherweise von einer DTU ausgeführt werden müssen.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die CIU 35 mit Speichermitteln 49 versehen, die mit der CPU 37 wirkverbunden sind. Die CPU 37 und die Speichermittel 49 sind dergestalt verbunden, dass dienstespezifische Daten aus den Speichermitteln 30 einer Funkkommunikationsvorrichtung 15 wie der in 3 gezeigten abgerufen und darin gespeichert werden. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden diese Daten über die Luftschnittstelle 20 einer Funkkommunikationsvorrichtung 15, die Basisstationen 50 und die CLUs 39 abgerufen. Jedes Mal, wenn ein Nutzer sich mit seiner Funkkommunikationsvorrichtung 15 bei einem Funknetz 11 oder 12 (2) registriert oder erneut registriert, können von der CIU 35 beispielsweise automatisch dienstespezifische Daten abgerufen werden. Jedoch können derartige dienstespezifische Daten zum Beispiel auch mittels einer geeigneten Datenverbindung bzw. eines geeigneten Adapters über den E/A-Anschluss 31 einer Kommunikationsvorrichtung 15 und die externe Schnittstelle 46 der CIU 35 abgerufen werden.
  • Der Fachmann wird verstehen, dass dienstespezifische Daten in den Speichermitteln 30 einer Kommunikationsvorrichtung 15 entweder über deren Luftverbindung mit einer Basisstation 50 oder über deren E/A-Anschluss 31, der mit der externen Schnittstelle 46 der CIU 35 verbunden ist, gespeichert werden können. Anstelle von oder zusätzlich zu den Speichermitteln 49 können dienstespezifische Daten, die von der CIU abgerufen werden, auch in Speichermitteln 34 der NStA gespeichert werden. In solchen Fällen wird die CPU 37 dergestalt gesteuert, dass dienstespezifische Daten zum Beispiel über eine DTU 41 ausgetauscht werden.
  • Bei einer praktischen Ausführungsform der obenstehend beschriebenen CIU 35 können bis zu 600 Teilnehmer mit einer CIU verbunden werden. Dies bedeutet, dass die Leitungsverbindungen zwischen der CIU 35 und der NStA/OVSt 5 im Falle von LTUs 40 bis zu 600 analoge Zweidrahtleitungen bzw. im Falle von DTUs 41 eine digitale 40-MBit/s-Datenverbindung unterstützen müssen.
  • 5 zeigt ein vereinfachtes Blockdiagramm einer Funkzugriffseinheit oder Basisstation 50, die zum Betrieb gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ausgerüstet ist. Die Zugriffseinheit 50 umfasst eine Leitungsschnittstelle 51, die eine Datenverbindung 47 zu einer CIU 35 wie der in 4 gezeigten aufweist. Über diese Datenverbindung 47 können mehrfache Telefongespräche ausgetauscht werden.
  • Funkseitig umfasst die Zugriffseinheit 50 eine Luftschnittstelle in Form einer Antenne 53, 53', die mit einer Funkeinheit verbunden ist, welche eine Sender-/Modulatoreinheit 54 und eine Empfänger-/Demodulatoreinheit 55 umfasst. Beide Einheiten 54 und 55 sind über einen Sende-Empfangs-Schalter (S/E-Schalter) 56 an die Antenne 53, 53' gekoppelt. Die Basiseinheit 50 umfasst außerdem eine Synchronisationseinheit 57, welche die Zeitsteuerung des Transceivers steuert. Im Falle einer TDMA/TDD-Technik wie DECT steuert diese Synchronisationseinheit 57 unter anderem die Synchronisation von Rahmen und Zeitschlitzen des Systems. Die Zeitreferenz wird entweder intern generiert oder von einem Synchronisationssignal abgeleitet, das zum Beispiel über die Datenverbindung 47 oder eine externe Zeitreferenzquelle von der CIU 35 empfangen wird.
  • Ferner sind Steuer- und Synchronisationseinheiten 58 und 59 bereitgestellt, die mit dem Sender 54 bzw. dem Empfänger 55 verbunden sind und die getrennten Gespräche verarbeiten. Die Einheit 58 fügt den einzelnen zu sendenden Gesprächen Steuer- und Synchronisationsinfor mationen hinzu, wohingegen die Einheit 59 diese Informationen aus den empfangenen Gesprächen entfernt, bevor diese der Schnittstelle 51 zugeführt werden. Die Einheiten 57, 58 und 59 können einstückig ausgeführt sein.
  • Die Basiseinheit 50 umfasst ferner eine zentrale Steuer- und Anwendungslogik (CCL, engl. „Central Control and application Logic") 60, die einen Mikroprozessor oder Mikrocontroller und Speichermittel umfasst. Die CCL 60 detektiert alle eingehenden Gespräche und steuert alle ausgehenden Gespräche über die Antenne 53, 53' und fügt die verschiedenen Verbindungen und Funkkanäle über die Schnittstelle 51 zusammen. Im Falle einer Mehrband- und Mehrfachzeitschlitztechnik wie etwa DECT steuert die CCL 60 die diversen Kombinationen aus Trägerfrequenzen und Zeitschlitzen. Wie durch die Schalter 52 angezeigt, wird bei implementierter Antennendiversity die Auswahl zwischen der ersten Antenne 53 und einer zweiten Antenne 53' ebenfalls von der CCL 60 gesteuert.
  • Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind Speichermittel 61 bereitgestellt, die mit dem CCL 60 dergestalt wirkverbunden sind, dass dienstespezifische Daten, die zum Beispiel von einer entfernten Funkkommunikationsvorrichtung 15 und/oder von dem System durch die CIU 35 empfangen werden, gespeichert werden. Solche Daten werden, gesteuert von der CCL 60, über den Empfänger 55 bzw. die Schnittstelle 51 abgerufen. Falls erforderlich, kann die CCL dafür konfiguriert werden, dienstespezifische Daten über den Sender 54 oder die Schnittstelle 51 an die entfernte Funkkommunikationsvorrichtung 15 bzw. an die CIU 35 zu senden.
  • Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung lässt sich am Besten anhand des Inhalts der Speichermittel 30 einer Telekommunikationsvorrichtung 15 (3) bei einer Ausführungsform der Erfindung veranschaulichen, wobei die Speichermittel 30 dienstespezifische Daten umfassen, die in Form einer sogenannten Umsetzungstabelle 1 gespeichert sind. Die Tabelle 1 ist vom Matrixtyp und umfasst, wenn sie in der Papierebene betrachtet wird, Zeilen in horizontaler Richtung und Spalten in vertikaler Richtung. In der obersten Zeile werden mehrere Funknetze mit ihrer Referenz- oder Typennummer aufgeführt, nämlich Netz 765, Netz 766, die Netze 723 bis 731 und Netz 841. In diesem speziellen Fall wird davon ausgegangen, dass das Telekommunikationssystem zwölf Kommunikationsnetze umfasst. Ferner kann die Telekommunikationsvorrichtung 15 Gespräche in allen Netzen tätigen und empfangen.
  • Jede Zeile der Umsetzungstabelle führt Daten auf, die für einen bestimmten Dienst in einem bestimmten Netz spezifisch sind. Die dienstespezifischen Daten, die unter der Bezeichnung „ZUGRIFFSCODES" aufgeführt sind, beziehen sich auf Zugriffscodes, die ein bestimmtes Netz oder bestimmte Netze charakterisieren und zum Tätigen eines Gesprächs relevant sind.
  • Die dienstespezifischen Daten, die unter der Bezeichnung „ZUSATZDIENSTE" aufgeführt sind, beziehen sich auf Daten für den Zugriff auf Dienste des Netzes, oder um einen bestimmten Dienst von dem Netz ausführen zu lassen.
  • Aus Tabelle 1, „ZUGRIFFSCODES", lassen sich folgende Informationen abrufen:
    Netz 765: Um eine externe Leitung zu erhalten, d.h. als öffentlicher Zugriffscode der NStA, muss eine „0" gewählt werden. Das Netz befindet sich in dem Land mit dem Ländercode „31" und ist an das ÖTN über eine Vermittlungsstelle mit der Bereichskennzahl „020" angeschlossen. Internationaler Zugriff lässt sich durch Wählen von „00" erreichen, und das lokale Präfix im Falle von Kurzwahl lautet „57 11".
  • Netz 766: Wie auch Netz 765 ist das Netz an eine Vermittlungsstelle mit der Bereichskennzahl „020" angeschlossen, das lokale Präfix lautet jedoch „63 28".
  • Netze 723 bis 731: Im Unterschied zu den Netzen 765 und 766 kann hier auf eine externe Leitung durch Wählen von „9" als öffentlichem Zugriffscode der NStA zugegriffen werden, wobei sich diese Netze in einem Bereich mit Bereichskennzahl „053" befinden und das lokale Präfix „45 05" beträgt.
  • Netz 841: Dieses Netz befindet sich in dem Land mit dem Ländercode „46". Eine externe Leitung wird durch wählen von „00" eingerichtet, und internationaler Zugriff wird durch Wählen von „09" als internationalem Zugriffscode erzielt. Die Bereichskennzahl lautet „8", und an das lokale Präfix „757" muss sich eine vierstellige abgekürzte Nummer anschließen.
  • Angenommen, ein Nutzer verfüge über ein Funktelefon, dessen Stammnetz das Netz 765 ist, und ihm sei in internationaler Notation die Teilnehmernummer +31 20 57 11 311 zugewiesen. Das „+"-Zeichen bezeichnet den internationalen Zugriffscode, die nächsten zwei Ziffern stehen für den Ländercode, die folgenden zwei Ziffern beziehen sich auf die Bereichskennzahl (ohne eine etwaige führende „0"), und die verbleibenden Ziffern sind die (lokale) Teilnehmernummer. Es wird ferner angenommen, dass das Stammnetz Kurzwahl bietet. Das heißt, dass es ausreicht, wenn ein Nutzer, falls er in seinem Stammnetz ein Gespräch mit einem anderen Teilnehmer seines Stammnetzes tätigen will, z.B. an den Teilnehmer +31 20 57 11 398, nur einige wenige der letzten Ziffern der Nummer wählt, z.B. die letzten drei Ziffern, d.h. „398".
  • Wenn der Nutzer jedoch in ein anderes Netz wandert, z.B. das Netz 766, wird das Wählen von „398" nicht zu einer Verbindung mit dem gewünschten Teilnehmer des Stammnetzes führen, weil das Netz 766 diese Ziffern an einen der Teilnehmer zugewiesen haben kann, für die dieses Netz das Stammnetz darstellt, oder weil in einem bestimmten Netz zum Zwecke der Kurzwahl mehr oder weniger Ziffern gewählt werden müssen.
  • Nach dem Wandern wird die Telekommunikationsvorrichtung zunächst bei einem bestimmten Netz registriert; nehmen wir an, dies sei das Netz 766. Dies lässt sich zum Beispiel durch Befolgen eines automatischen Registrierungsverfahrens bei Inbetriebnahme der Telekommunikationsvorrichtung erreichen. Ein solches Verfahren wird zum Beispiel im DECT-Standard beschrieben. Durch dieses Verfahren weiß die Telekommunikationsvorrichtung, in welchem Netz sie betrieben wird. Nach oder während dieses Registrierungsverfahrens können die relevanten dienstespezifischen Daten des Netzes 766, z.B. wie die in Tabelle 1 angegebenen, durch das Netz 766 in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung gespeichert werden. Diese Daten können jedoch auch durch ein geeignetes Datenprogrammiermittel im Voraus in den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung oder zum Beispiel in abnehmbaren Speichermitteln gespeichert werden.
  • Angenommen, der Nutzer der Telekommunikationsvorrichtung habe gemäß dem Verfahren der Erfindung die Wahl getroffen, seine Vorrichtung auf dieselbe Weise wie in seinem Stammnetz 765 zu betreiben, d.h., er möchte auf Dienste auf dieselbe Weise zugreifen, wie er es von seinem Stammnetz 765 her zu tun gewohnt ist, so wird der Nutzer gemäß dem Verfahren der Erfindung „398" wählen, um mit dem Teilnehmer „398" seines Stammnetzes verbunden zu werden.
  • Aus dem Registrierungsverfahren weiß die Telekommunikationsvorrichtung, dass sie sich nicht in ihrem Stammnetz 765, sondern im Netz 766 befindet, jedoch arbeitet sie entsprechend der Benutzerschnittstelle von Netz 765. Aus Tabelle 1 ruft die Telekommunikationsvorrichtung nun folgende Informationen ab:
    die gewählte „398" wird als Kurzwahlnummer des Netzes, auf das sich die Benutzerschnittstelle bezieht, d.h. des Netzes 765, erkannt, so dass vom Netz 766 aus auf eine externe Leitung zugegriffen werden muss, wofür im Netz 766 der gewählten „398" eine „0" vorangestellt werden muss,
    der Ländercode „31" der Benutzerschnittstelle ist gleich dem Ländercode des aktuellen Netzes und kann daher ausgelassen werden,
    da kein Ländercode gewählt werden muss, kann auch der internationale Zugriffscode „00" ausgelassen werden,
    die Bereichskennzahl des Netzes, auf das sich die Benutzerschnittstelle bezieht, d.h. des Netzes 765, ist gleich der Bereichskennzahl des aktuellen Netzes 766, und entsprechend muss keine Bereichskennzahl hinzugefügt werden,
    das lokale Präfix des Netzes 766 lautet „63 28", was von dem lokalen Präfix des Netzes der Benutzerschnittstelle abweicht, so dass der gewählten Nummer die „57 11" vorangestellt werden muss, um das Gespräch aufzubauen.
  • Folglich muss der gewählten Nummer „398" die „0 57 11" vorangestellt werden, um das Gespräch von Netz 766 aus aufzubauen.
  • Aus dem obigen Beispiel lässt sich ersehen, dass zum Tätigen eines Gesprächs mit dem Teilnehmer „398" zum Beispiel von einem der Netze 723 bis 731 aus die Folge „9 020 57 11" hinzugefügt werden muss. Insbesondere muss die Bereichskennzahl „020" hinzugefügt werden, da aus Tabelle 1 die Information abgerufen werden kann, dass sich die Netze 723 bis 731 im Bereich „053" befinden, was von der erforderlichen Bereichskennzahl des Netzes der Benutzerschnittstelle abweicht.
  • Wenn die gewählte „398" vom Netz 841 aus angerufen wird, muss die Folge „00 09 31 20 57 11" vorangestellt werden, da sich das Netz 841 im Vergleich zu der Benutzerschnittstelle zudem in einem anderen Land befindet. Es versteht sich, dass die führende „0" der Bereichskennzahl ausgelassen werden kann, da das Gespräch von einem anderen Land aus aufgebaut wird.
  • Angenommen, der obige Nutzer sei in das Netz 766 gewandert und ist bei diesem registriert. Falls er den Teilnehmer „285" des Netzes 766 anrufen möchte, während die Telekommunikationsvorrichtung mit der Benutzerschnittstelle des Netzes 765 betrieben wird, muss die vollständige Teilnehmernummer des Teilnehmers „285" gewählt werden, genauso, als ob das Gespräch vom Stammnetz aus getätigt würde. D.h., der Nutzer wählt die „0 63 28 285". Die erste „0", um eine externe Leitung zu erhalten; und weil der Nutzer weiß, dass sich der gewünschte Teilnehmer in demselben Bereich wie sein Stammnetz befindet, muss keine Bereichskennzahl gewählt werden. Es sei angemerkt, dass in manchen Fällen auch eine Bereichskennzahl gewählt werden kann.
  • Aus Tabelle 1 lassen sich folgende Informationen abrufen: Zunächst wird geprüft, ob der öffentliche Zugriffscode der NStA geändert werden muss. Im vorliegenden Falle ist der gewählte öffentliche Zugriffscode des Netzes der Benutzerschnittstelle gleich dem öffentlichen Zugriffscode, der vom Netz 766 aus gewählt werden muss, so dass keine Änderungen vorgenommen werden müssen. Aufgrund der Abwesenheit einer Bereichskennzahl ist es klar, dass die Bereichskennzahl des gewünschten Teilnehmers gleich der Bereichskennzahl des Netzes ist, auf das sich die Benutzerschnittstelle bezieht. Dementsprechend wird überprüft, ob die Be reichskennzahlen der Netze 766 und 765 äquivalent sind oder nicht. In diesem Falle sind die Bereichskennzahlen gleich, so dass keine Änderungen vorgenommen werden müssen. Das Gespräch kann aufgebaut werden.
  • Angenommen, das Gespräch werde von einem der Netze 723 bis 731 aus aufgebaut, und der Nutzer wähle wiederum „0 63 28 285". Erstens muss der öffentliche Zugriffscode der NStA auf „9" geändert werden. Zweitens muss die Bereichskennzahl „020" des Netzes 765 der Benutzerschnittstelle hinzugefügt werden, da die Bereichskennzahl des Netzes 765 der Benutzerschnittstelle von der Bereichskennzahl „053" des derzeitigen Netzes abweicht. Aufgrund der Tatsache, dass keine Bereichskennzahl gewählt wurde, muss die Bereichskennzahl des gewünschten Teilnehmers dieselbe sein wie die Bereichskennzahl des Netzes der Benutzerschrittstelle. Entsprechend lautet die gewählte Folge „9 020 63 28 285".
  • Bei einer intelligenteren Ausführungsform kann vom Netz 766 auch geprüft werden, ob sich der gewünschte Teilnehmer in diesem Netz befindet. Im vorliegenden Beispiel ist das gewählte lokale Präfix gleich dem lokalen Präfix des Netzes 766, und der Teilnehmer „285" ist bei dem Netz 766 registriert. Entsprechend kann die gewählte „0 63 28" ausgelassen werden, und es reicht aus, die Kurzwahlnummer „285" zu benutzen, um das Gespräch aufzubauen.
  • Das obige Abrufen und Verarbeiten der dienstespezifischen Daten aus Tabelle 1, d.h. den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung, kann effizient in der Telekommunikationsvorrichtung selbst durchgeführt werden. Jedoch können die relevanten Daten auch von dem Netz abgerufen und verarbeitet werden, bei dem die Telekommunikationsvorrichtung derzeit registriert ist. Der Fachmann wird verstehen, dass außerdem auch ein kombiniertes Abrufen und Verarbeiten der Daten sowohl durch das Netz als auch durch die Telekommunikations vorrichtung möglich ist und in manchen Fällen einen sehr effizienten Betrieb schaffen kann.
  • Zusätzlich zu Diensten bezüglich des Zugriffs auf das Netz, wie oben beschrieben, können einem Nutzer Zusatzdienste wie Rückruf (CB, engl. „Call Back"), ständige Anrufweiterschaltung (CFU, engl. „Call Forwarding Unconditional"), Anrufweiterschaltung bei Nichtmelden (CFNRy, engl. „Call Forwarding on No Reply"), Anrufweiterschaltung bei besetzt (CFB, engl. „Anrufweiterschaltung bei besetzt"), Makeln (HOLD, engl. „Call Hold") etc. bereitgestellt werden. Abgesehen von der Erlaubnis, auf diese Dienste zuzugreifen, die durch das Erwerben von Zugriffsrechten gesteuert werden kann, kann es notwendig sein, unterschiedliche Befehle einzugeben, um von einem bestimmten Netz aus auf einen bestimmten Dienst zuzugreifen.
  • Um das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung im Falle solcher Zusatzdienste zu veranschaulichen, wird ein Beispiel erörtert, das die Dienste CFU und CFB betrifft. Aus Tabelle 1, „ZUSATZDIENSTE", lassen sich folgende Informationen abrufen:
    Netz 765: Der CFU-Dienst lässt sich aktivieren, indem *21 gefolgt von der Durchwahlnummer, an die alle eingehenden Gespräche umgeleitet werden sollen und die in der Tabelle durch ???? bezeichnet ist, und abschließend das #-Zeichen gewählt wird. Der Dienst kann durch Wählen von *21* aufgehoben werden. CFB lässt sich durch Wählen von *22 aktivieren. Die Durchwahlnummer, an welche die Gespräche im Besetztfalle umgeleitet werden sollen, ist in der Zeile „Durchwahl CFB" angeführt, nämlich die Kurzdurchwahlnummer „300". CFB kann durch Wählen von *22* aufgehoben werden.
  • Netz 766: CFU muss mit der Folge *21#????# aktiviert und mit *22# beendet werden. CFB wird durch Wählen von *21* aktiviert und kann mit *22* beendet werden.
  • Netze 723 bis 731: Um CFU zu aktivieren, muss der Nutzer *22????# wählen. Zum Beenden dieses Dienstes muss *22* gewählt werden. CFB erfordert *21 zum Aktivieren und *21* zum Beenden dieses Dienstes.
  • Netz 841: Von diesem Netz aus hat der Nutzer keinen Zugriff auf CFU oder CFB.
  • Angenommen, der Nutzer wende die Netzschnittstelle seines Stammnetzes 765 an und wandere ins Netz 766. Im Netz 766 möchte der Nutzer den CFU-Dienst benutzen. Nach der Registrierung wählt der Nutzer *21399#, um den CFU-Dienst zu aktivieren und alle Gespräche an den Teilnehmer „399" im Netz 765, d.h. dem Netz seiner Benutzerschnittstelle, weiterzuschalten.
  • Zuerst wird überprüft, ob die betreffende Aktivierungsfolge auch im aktuellen Netz gültig ist. Da sich die Benutzerschnittstelle auf Netz 765 bezieht, kann aus Tabelle 1 unter „Netz 765" die Information abgerufen werden, dass sich der Code *21 auf die Aktivierung des CFU-Dienstes bezieht. Jedoch ist die Telekommunikationsvorrichtung bei dem Netz 766 registriert. Dementsprechend muss zum Aktivieren von CFU von diesem Netz aus die Folge *21# gewählt werden, so dass die gewählte Folge *21 durch *21# ersetzt wird. Als Nächstes muss die Durchwahlnummer „399" ausgewertet werden. Wiederum ist aus der gewählten Benutzerschnittstelle klar, dass dies eine Kurzwahlnummer im Netz 765 ist, die, wie obenstehend veranschaulicht, durch „0 57 11 399" ersetzt werden muss. Entsprechend wird im Netz 766 die Folge „*21#0 57 11 399" gewählt, und alle im Netz 766 für den Nutzer eingehenden Gespräche werden an die Durchwahl „399" im Netz 765 umgeleitet.
  • Es versteht sich, dass beim Beenden des CFU-Diensts die Folge *21* durch die Folge *22# ersetzt wird.
  • Es ist zu beachten, dass der Nutzer vom Netz 841 aus keine Zugriffsrechte auf den CFU-Dienst hat! Um ein unautorisiertes Abonnieren von Diensten zu vermeiden, können die Daten bezüglich der Zusatzdienste um Zugriffsrechtscodes erweitert und/oder in verschlüsselter Weise gespeichert werden.
  • Im Falle von CFB kann das Netz aus Tabelle 1 die Durchwahlnummer abrufen, an die ein Gespräch umgeleitet werden muss. In diesem Falle wurde nur eine Durchwahlnummer bereitgestellt, nämlich die Durchwahl „300" im Netz 765. Diese Durchwahlnummer kann der Nutzer mit seiner Kleintastatur speichern, und alle Gespräche werden unabhängig von dem Netz, bei dem der User derzeit angemeldet ist, an diese Durchwahlnummer weitergeschaltet. Es ist jedoch auch möglich, eine netzabhängige Umleitung bzw. ein netzabhängiges Weiterschalten von Gesprächen zu initiieren. So können, während ein Teilnehmer beim Netz 766 registriert ist, Gespräche bei besetzt an die Durchwahlnummer „287" im Netz 766 umgeleitet werden. Zu diesem Zwecke kann die betreffende Durchwahlnummer auch von der Kleintastatur einer Telekommunikationsvorrichtung aus oder auf eine andere Weise eingegeben werden. Die mehreren Durchwahlnummern können auch zum Beispiel in einer internationalen Notation der Form „+31 20 57 11 300" gespeichert werden. Wie obenstehend erörtert wurde, werden die gespeicherten Nummern entsprechend der gewählten Benutzerschnittstelle und den das derzeitige Netz charakterisierenden relevanten Informationen verarbeitet.
  • Genau wie die obigen Zugriffscodes können auch die Informationen aus Tabelle 1 bezüglich Zusatzdiensten entweder von der Telekommunikationsvorrichtung oder von dem Netz oder von beiden abgerufen und verarbeitet werden.
  • Es ist auch möglich, dass der Nutzer einer Telekommuni kationsvorrichtung seine Benutzerschnittstelle durch eine Benutzerschnittstelle eines der anderen Netze ersetzt, zum Beispiel, um Kurzwahlnummern im Netz 766 nutzen zu können. Entsprechend muss der Nutzer nun Gespräche so tätigen, als ob er beim Netz 766 registriert sei. Es ist beispielsweise auch möglich, für das gesamte Telekommunikationssystem einen Benutzerschnittstellen-Universaltyp zu benutzen. Die relevanten Informationen bezüglich Zugriffscodes und Zusatzdiensten können in Tabelle 1 wie für jedes der Netze aufgeführt werden. Auf diese Weise werden die notwendigen Umwandlungen, Hinzufügungen etc. bezüglich einer solchen universellen Schnittstelle so berechnet, wie oben anhand der Benutzerschnittstelle von Netz 765 veranschaulicht.
  • Aus dem Vorstehenden wird deutlich, dass dem Nutzer auf gleichbleibende Weise ein Dienstesatz bereitgestellt wird, während er durch verschiedene Netze eines Telekommunikationssystems wandert. Mit der vorliegenden Erfindung muss der Nutzer über keinerlei Kenntnisse darüber verfügen, wie in all den Netzen des Systems auf Dienste zuzugreifen ist. Vielmehr kann er sich an eine ihm bekannte Benutzerschnittstelle halten, um auf die Dienste zuzugreifen.
  • Ferner kann gemäß der vorliegenden Erfindung das Netz zu Anfragezwecken Informationen aus den Speichermitteln der Telekommunikationsvorrichtung abrufen. Hierbei kann man sich Servicerufnummern, Abrechnungsdaten etc. vorstellen. Die Nummer unter „Durchwahl CFB" in Tabelle 1 ist ein Beispiel für Informationen, die das Netz in einem Anfragemodus abrufen kann, um die Nummer zu ermitteln, an die ein Gespräch weiterzuschalten ist.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beispielhaften Dienste und die beispielhafte Implementierung, die oben beschrieben wurden, beschränkt. Der Fachmann kann erkennen, dass die mehreren Zugriffscodes und/oder Zusatz dienstdaten in verschiedenen Formaten gespeichert werden können. Auch kann das Tabellenformat beispielsweise durch einen geeigneten Softwareumwandlungsalgorithmus ersetzt werden. Die Erfindung kann bei verschiedenen Netztypen angewendet werden, einschließlich drahtgebundener und drahtloser Netze wie etwa GSM, DECT, PHS etc.
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    Tabelle 1

Claims (25)

  1. Verfahren zum Bereitstellen eines gleichbleibenden Dienste-Satzes in einem Telekommunikationssystem (10), das mehrere Kommunikationsnetze (11, 12) enthält, für einen Nutzer, wenn er mit einer Telekommunikationsvorrichtung (14), wie beispielsweise einem Funktelefon, durch die Netze wandert, wobei die Telekommunikationsvorrichtung Speichermittel zum Speichern von Daten aufweist, die für Dienste des Telekommunikationssystems spezifisch sind, gekennzeichnet durch folgende Schritte: – Austauschen von dienstespezifischen Daten zwischen der Telekommunikationsvorrichtung (14) und einem Kommunikationsnetz, wenn auf das Kommunikationsnetz und/oder einen bestimmten Dienst des Kommunikationsnetzes zugegriffen wird, und – Verarbeiten der ausgetauschten Daten, dergestalt, dass dem Nutzer Dienste entsprechend den dienstespezifischen Daten angeboten werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei wenigstens ein Teil der dienstespezifischen Daten über einen Übertragungspfad ausgetauscht wird, der zwischen der Telekommunikationsvorrichtung (19) und dem Netz (11, 12) hergestellt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei wenigstens ein Teil der dienstespezifischen Daten durch das Netz aus der Telekommunikationsvorrichtung (14) abgerufen wird und wobei die abgerufenen Daten in Speichermitteln des Netzes gespeichert werden.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die abgerufenen Daten wenigstens für die Dauer der Bereitstellung von Diensten für die Telekommunikationsvorrichtung zeitweilig in den Speichermitteln des Netzes gespeichert werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei wenigstens ein Teil der dienstespezifischen Daten durch die Telekommunikationsvorrichtung aus dem Netz abgerufen wird und wobei die abgerufenen Daten in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) gespeichert werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die abgerufenen Daten wenigstens für die Dauer der Bereitstellung von Diensten für die Telekommunikationsvorrichtung (15) zeitweilig in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) gespeichert werden.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) in Verbindung mit Daten gespeichert werden, die für ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte Gruppen von Netzen stehen.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) gespeichert werden und auf Dienste beschränkt sind, die einem Nutzer der Telekommunikationsvorrichtung zur Verfügung stehen.
  9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die dienstespezifischen Daten Dienstezugriffsrechtedaten umfassen, die Dienste anzeigen, die einem Nutzer der Telekommunikationsvorrichtung zur Verfügung stehen.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–8, wobei die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) bezüglich Daten gespeichert werden, die Dienstezugriffsrechten entsprechen, die für Dienste stehen, die einem Nutzer einer Telekommunikationsvorrichtung zur Verfügung stehen.
  11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Teil der dienstespezifischen Daten und/oder Zugriffsrechte in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) in einer verschlüsselten Form gespeichert werden.
  12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die dienstespezifischen Daten in den Speichermitteln (30) der Telekommunikationsvorrichtung (15) bezüglich einer bestimmten Benutzerschnittstelle gespeichert werden.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die dienstespezifischen Daten in Form einer Umsetzungstabelle oder eines Umsetzungsalgorithmus' gespeichert werden, dergestalt, dass dienstespezifische Daten bezüglich der Benutzerschnittstelle in dienstespezifische Daten bezüglich des Netzes, auf das zugegriffen wird, umgesetzt werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die Benutzerschnittstelle ausgewählt wird aus: der Benutzerschnittstelle eines der Netze des Telekommunikationssystems, einer dedizierten Benutzerschnittstelle und/oder einem Benutzerschnittstellen-Universaltyp.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei die Telekommunikationsvorrichtung eines der Netze des Telekommunikationssystems als ihr Stammnetz hat und wobei die Benutzerschnittstelle der Benutzerschnittstelle des Stammnetzes entspricht.
  16. Telekommunikationsvorrichtung, insbesondere eine Funktelekommunikationsvorrichtung wie beispielsweise ein Funktelefon, zur Verwendung in einem Telekommunikationssystem, das mehrere Netze (11, 12) enthält, wobei die Telekommunikationsvorrichtung ein Transceivermittel, ein Kommunikationssteuerungsmittel (18) und Speichermittel (30) umfasst, die dafür konfiguriert sind, Daten zu speichern, die für das Telekommunikationssystem spezifisch sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Telekommunikationsvorrichtung dafür konfiguriert ist, dienstespezifische Daten zwischen der Telekommunikationsvorrichtung und einem Kommunikationsnetz auszutauschen, wenn auf das Netz und/oder einen bestimmten Dienst des Netzes zugegriffen wird.
  17. Telekommunikationsvorrichtung nach Anspruch 16, wobei die Speichermittel (30) dafür konfiguriert sind, die dienstespezifischen Daten in Verbindung mit Zugriffsdaten zu speichern, die ein bestimmtes Netz oder eine bestimmte Gruppe von Netzen identifizieren, und Mittel zum Identifizieren eines Netzes, auf das zugegriffen wird, umfassen, wobei diese Mittel mit den Speichermitteln wirkverbunden sind, dergestalt, dass dienstespezifische Daten abgerufen werden, die dem Netz oder der Gruppe von Netzen, auf das bzw. die zugegriffen wird, entsprechen.
  18. Telekommunikationsvorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, die Anzeigemittel (28) und Benutzerschnittstellensteuerungsmittel zum Anzeigen dienstespezifischer Nutzerdaten entsprechend einer bestimmten Benutzerschnittstelle umfasst, und wobei die Speichermittel (30) dafür konfiguriert sind, die dienstespezifischen Daten bezüglich der Benutzerschnittstelle zu speichern.
  19. Telekommunikationsvorrichtung nach Anspruch 18, wobei die dienstespezifischen Daten in Form einer Umsetzungstabelle oder eines Umsetzungsalgorithmus' gespeichert werden, dergestalt, dass dienstespezifische Daten bezüglich der Benutzerschnittstelle in dienstespezifische Daten bezüglich des Netzes, auf das zugegriffen wird, umgesetzt werden.
  20. Telekommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 16, 17, 18 oder 19, die Mittel zum Speichern dienstespezifischer Daten in den Speichermitteln (30) umfasst, die über das Transceivermittel, über sonstige Dateneingabemittel, die an die Telekommunikationsvorrichtung angeschlossen werden können, und/oder ein Kleintastaturmittel (24) der Telekommunikationsvorrichtung empfangen wurden.
  21. Telekommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 16, 17, 18, 19 oder 20, wobei die Speichermittel von der Telekommunikationsvorrichtung getrennt sind und wobei die Telekommunikationsvorrichtung Mittel umfasst, um eine Betriebsverbindung der separaten Speichermittel herzustellen.
  22. Telekommunikationsvorrichtung nach Anspruch 21, wobei die Verbindungsmittel der Kommunikationsvorrichtung einen Verbinder zum lösbaren Verbinden der Speichermittel umfassen.
  23. Funktelekommunikationssystem, das mehrere Funkkommunikationsnetze enthält, die jeweils Funkaustauschmittel umfassen, wobei wenigstens eine Funkbasisstation (50) mit den Funkaustauschmitteln wirkverbunden ist und Funktransceivermittel (54, 55) und Kommunikationssteuerungsmittel (57) umfasst, um Informationen über eine Funkverbindung mit wenigstens einer Telekommunikationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 16, 17, 18, 19, 20, 21 oder 22 auszutauschen, wobei ein Funkkommunikationsnetz Mittel zum Austauschen von dienstespezifischen Daten mit einer Telekommunikationsvorrichtung sowie Speichermittel zum Speichern abgerufener dienstespezifischer Daten umfasst.
  24. Funkkommunikationssystem nach Anspruch 23, wobei die Datenabruf- und -speichermittel in den Funkaustauschmitteln, in der oder in jeder Basisstation und/oder in Koppelmitteln angeordnet sind, mit denen das Funkkommunikationsnetz über die Funkaustauschmittel Verbindung aufnimmt.
  25. Funkkommunikationssystem nach einem der Ansprüche 23 oder 24, wobei ein Funkkommunikationsnetz Mittel zum Bereitstellen dienstespezifischer Daten umfasst, die in Speichermitteln einer Telekommunikationsvorrichtung gespeichert werden, wobei die Mittel dafür konfiguriert sind, die dienstespezifischen Daten über eine Funkverbindung, die zwischen einer Basisstation und der Telekommunikationsvorrichtung hergestellt wurde, oder über Dateneingabemittel, die an die Telekommunikationsvorrichtung angeschlossen werden können, zu senden.
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