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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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(1) Bereich der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein aperturbegrenzendes Element und ebenso einen dasselbe verwendenden
optischen Kopf, und insbesondere ein aperturbegrenzendes Element,
welches es einem einzelnen optischen System gestattet, kompatibel
zu sein mit einer Mehrzahl unterschiedlicher optischer Aufzeichnungsmedien
und auch einem dasselbe verwendenden optischen Kopf.
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(2) Beschreibung des Standes
der Technik
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Compactdisks (CDs) für Musikwiedergabe und
CD-ROMs als optische Disks zum Nur-Lesen von Datendateien sind neuerdings
allgemein gebräuchlich.
Diese Disks haben eine standardisierte Dicke von 1,2 mm. Es wurden
in neuerer Zeit auch digitale Videodisks (DVDs) vorgeschlagen, die
große Kapazität haben
und langzeitige Bildsequenzen, beispielsweise Spielfilme, reproduzieren
können.
Diese DVDs haben die gleiche Größe wie konventionelle CDs
und CD-ROMs, wobei sie große
Datenspeicherkapazität
haben mit Pits verkleinerter Größe und hoher
Dichte.
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In optischen Köpfen zur Wiedergabe der DVD
wird die optische Wellenlänge
kurz gewählt
verglichen mit der bisherigen Technik, und die numerische Apertur
(NA) einer Objektivlinse wird groß gemacht, wobei dies einen
fokussierten Strahlfleck verkleinert, so daß Pits der kleineren Größe gelesen werden
können.
Konkret gesagt verwenden optische Köpfe für die DVDs einen Laser mit
einer Wellenlänge
von 635 bis 650 nm und eine Objektivlinse mit der NA von 0,6, während diejenigen
für die
konventionellen CDs und CD-ROMs einen Laser mit einer Wellenlänge von
785 nm und eine Objektivlinse mit der NA von etwa 0,45 verwenden.
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Mit zunehmender NA entsteht allgemein
eine hochgradige Zunahme der Aberration wegen der Neigung der optischen
Disk gegenüber
der optischen Achse, und dies führt
zur Vergrößerung von
fokussierten Strahlflecken. Dem Fachmann ist wohlbekannt, daß die Aberration
von der Substratdicke einer optischen Disk abhängt, und daß ihre Verschlechterung vermindert
werden kann, indem die Dicke reduziert wird. Entsprechend wird in
der DVD die Substratdicke auf 0,6 mm eingestellt. In der Praxis
werden zwei Substrate je von 0,6 mm Dicke miteinander verbunden,
um eine Gesamtdicke von 1,2 mm zu erzielen, aber das Licht wird
von der Grenzfläche
zwischen ihnen reflektiert, d. h. in einer Tiefe von 0,6 mm entsprechend
der Dicke von einem von ihnen. Objektivlinsen für die DVDs werden entsprechend
der Substratdicke von 0,6 mm ausgelegt.
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Dies bedeutet, wenn eine Objektivlinse
für die
DVDs verwendet wird, um einen Lichtstrahl zu fokussieren auf einen
CD-ROM gemäß existierender Technik
mit der Dicke von 1,2 mm, kein ausreichend fokussierter Strahlfleck
erzielt werden kann wegen der sphärischen Aberration, und der
CD-ROM kann nicht wiedergegeben werden. Das heißt, ein optischer Kopf für die DVDs
kann CD-ROMs nicht wiedergeben. Um diesen Nachteil auszuschließen, wurden
unterschiedliche Systeme vorgeschlagen, die mit der DVD und dem
CD-ROM kompatibel sind.
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1 zeigt
ein Beispiel bisheriger Technik, nämlich ein in Zeitschriften
vorgestelltes System (d. h. Nikkei Mechanical, Nr. 473, 5. Februar
1996, Seite 16 sowie Nikkei Electronics, Nr. 654, 29. Januar 1996,
Seiten 15–16).
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Gemäß 1 wird ein Lichtstrahl von einer Lichtquelle 51 durch
eine Bündelungslinse 52,
einen Flüssigkristallverschluß 58 und
einen Strahlteiler 53 übertragen
und von einer DVD-Objektivlinse 56 fokussiert, um auf eine
optische Disk 57 aufzutreffen. Der zurücklaufende Lichtstrahl wird
vom Strahlteiler 53 reflektiert, durch eine Sammellinse 61 und
eine zylindrische Linse 62 übertragen und von einem Fotodetektor 63 empfangen,
welcher ein Wiedergabesignal, ein Fokusfehlersignal und ein Spurlagefehlersignal
detektiert.
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Bei der CD-ROM-Wiedergabe bewirkt
der Flüssigkristallverschluß 58 eine
NA-Begrenzung, das heißt,
er begrenzt die Apertur der Objektivlinse von 0,6 auf einen kleinen
Wert von etwa 0,35. Der Flüssigkristallverschluß 58 ist
normalerweise völlig
transparent. Jedoch in seinem "eingeschalteten" Zustand blockiert
der Flüssigkristallverschluß 58 das
Licht in einem peripheren Teil davon, wobei in einem zentralen Teil
davon eine kreisförmige
transparente Region bleibt. In dieser Weise, vom von der Bündelungslinse gebündelten
Licht wird das Licht im peripheren Teil, welches die Erzeugung der
Aberration verursacht, blockiert, und nur das Licht vom zentralen
Teil wird übertragen,
so daß die
Aberration reduziert ist, wodurch es ermöglicht wird, einen CD-ROM wiederzugeben.
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Bei der DVD-Wiedergabe, wie in 2A gezeigt ist, wird der
Flüssigkristallverschluß 58 "ausgeschaltet" gehalten, um einen
völlig
transparenten Zustand zu ergeben wobei die NA 0,6 beträgt.
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Andererseits, bei der CD-ROM-Wiedergabe, die
in der 2B dargestellt
ist, wird der Flüssigkristallverschluß 58 "eingeschaltet" gehalten, um Licht
zu blockieren, so daß sich
ein NA-Wert von etwa 0,35 ergibt.
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Im allgemeinen gibt es zwei Verfahren,
um Licht mit Verwendung eines Flüssigkristallverschlusses
in der oben beschriebenen Weise zu blockieren, im einen Fall mit
Ausnutzung des Weißwerdens
des Flüssigkristalls
beim Anlegen eines elektrischen Feldes, im anderen Fall mit Ausnutzung
der Drehung der Polarisation des eintreffenden Lichts. Mit dem ersten Verfahren
ist der erzielbare Kontrast unbefriedigend. Aus diesem Grund wird
das zweite Verfahren ausführlich
beschrieben, mit Bezugnahme auf 3A und 3B.
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Die in 3A und 3B dargestellten Flüssigkristalle
nennt man allgemein gedrehte nematische Flüssigkristalle.
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Der Flüssigkristall 66 befindet
sich eingebettet zwischen einer ersten transparenten Elektrode 65 und
einer zweiten transparenten Elektrode 67 in der Richtung
der Lichtübertragung.
Vor und hinter dieser Struktur in der Richtung der Lichtübertragung
sind ein erster Polarisator 64 respektive ein zweiter Polarisator 68 so
angeordnet, daß ihre
Polarisierungsrichtungen sich gegenseitig kreuzen.
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Im in 3A dargestellten
gedrehtem nematischen Flüssigkristall,
wenn kein elektrisches Feld im Flüssigkristall 66 erzeugt
wird, indem keine Spannung zwischen der ersten und der zweiten transparenten
Elektrode 65 und 67 angelegt ist, wird das vom
ersten Polarisator 64 übertragene
Licht optisch gedreht vom Flüssigkristall 66 und
wird durch 90° rotiert.
Das so gedrehte Licht ist um 90° gedreht
gegenüber
dem ersten Polarisator 64 und wird durch den zweiten Polarisator 68 durchgelassen.
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Andererseits, wie in 3B dargestellt ist, wenn ein elektrisches
Feld erzeugt wird, indem eine Spannung zwischen der ersten und der
zweiten trans parenten Elektrode 65 und 67 angelegt
wird, wird das polarisierte Licht vom Flüssigkristall 66 nicht gedreht
und kann durch denselben unverändert
passieren. Somit wird das durch den Flüssigkristall 66 übertragene
Licht vom zweiten Polarisator 68 blockiert.
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Das obige aperturbegrenzende Element
gemäß bisheriger
Technik enthält
mindestens zwei Polarisatoren und zwei Elektroden mit dem Flüssigkristall
zwischen denselben. Dies bedeutet, daß das Element eine große Anzahl
von Bauteilen benötigt
und zu größeren Abmessungen
neigt. Dies bedeutet, daß ein
dieses Element verwendender optische Kopf eine große Anzahl
von Bauteilen enthält
und eine Tendenz hat, teuer zu sein.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Ein Objekt der vorliegenden Erfindung
ist es deshalb, die vorhandenen Probleme in der bisherigen Technik
zu überwinden
und ein aperturbegrenzendes Element zu gestalten mit einer geringeren
Anzahl von Bauteilen, und auch einen dasselbe Element verwendenden
optischen Kopf.
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Gemäß einem Aspekt der Erfindung
ist ein aperturbegrenzendes Element vorgesehen umfassend: einer
Mehrzahl streifenförmiger
transparenter Elektroden beabstandet mit einem vorgegebenen Intervall
auf einem elektrooptischen Kristallsubstrat; und einem im wesentlichen
kreisförmigen
Nichtelektrodenbereich, auf welchem die streifenförmigen transparenten
Elektroden fehlen, in einem zentralen Bereich des Substrats.
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Das aperturbegrenzende Element kann
zusätzlich
eine Mehrzahl phasenkompensierender Filme enthalten, die einzeln
zwischen den respektiven streifenförmigen transparenten Elektroden
angeordnet sind.
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Gemäß einer weiteren Implementierung
der Erfindung ist ein optischer Kopf vorgesehen, der eine Lichtquelle,
eine bündelnde
Linse, ein aperturbegrenzendes Element und eine Objektivlinse enthält, wobei
die bündelnde
Linse, das aperturbegrenzende Element und die Objektivlinse in der
angegebenen Reihenfolge in Richtung der Übertragung des von der Lichtquelle
emittierten Lichtes angeordnet sind, und ein Fotodetektorsystem
zum Detektieren des zurücklaufenden
Lichtes, welches durch die Objektivlinse übertragen wurde und von der
op tischen Disk reflektiert wurde, wobei das aperturbegrenzende Element umfaßt: eine
Mehrzahl streifenförmiger
transparenter Elektroden beabstandet mit einem vorgegebenem Intervall
auf einem elektrooptischen Kristallsubstrat; und ein im wesentlichen
kreisförmigen
Nichtelektrodenbereich ohne die streifenförmigen transparenten Elektroden
in einem zentralen Bereich des Substrats.
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Die transparenten Elektroden in Streifen,
die in einem vorgegebenem Intervall auf dem elektrooptischen Kristallsubstrat
angeordnet sind, werden hiernach als "streifenförmige transparente Elektroden" bezeichnet.
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Mit der oben beschriebenen Konstruktion
gemäß der Erfindung,
wenn eine Spannung an die streifenförmigen transparenten Elektroden
angelegt wird, wobei die Spannung am elektrooptischen Kristallsubstrat
angelegt ist, ist der Brechungsindex des Substrats verändert in
einer Region davon, in welcher die streifenförmigen transparenten Elektroden
vorhanden sind. Somit verhält
sich alleine diese Region wie ein Phasenbeugungsgitter, und das
auftreffende Licht läuft
geradeaus und wird nur durch den zentralen Nichtelektrodenbereich
durchgelassen. Wenn keine Spannung angelegt ist wird der Brechungsindex
nicht verändert.
In diesem Fall wirkt der periphere Elektrodenbereich des Substrats
nur als eine transparente Region, wie dies auch der zentrale Nichtelektrodenbereich
tut. Bei der DVD-Wiedergabe, für
welche keine Aperturbegrenzung erforderlich ist, wird keine Spannung
an die streifenförmigen transparenten
Elektroden angelegt. Andererseits wird bei der CD-ROM-Wiedergabe
eine Spannung angelegt, da die Apertur begrenzt werden soll.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Das obige und andere Objekte, Merkmale und
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden ersichtlich aus der folgenden
Beschreibung der bevorzugten Implementierungen der Erfindung, die
erläutert
werden mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen, in welchen:
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1 eine
auseinandergezogene perspektivistische Ansicht eines optischen Kopfes
entsprechend der bisherigen Technik ist;
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2A und 2B Ansichten sind, welche
die Funktionsweise eines aperturbegrenzenden Elementes sind, wobei
die 2A einen DVD- Wiedergabezustand
zeigt und die 2B einen
CD-ROM-Wiedergabezustand zeigt;
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3A und 3B schematische Ansichten sind,
die ein aperturbegrenzendes Element zeigen, welches einen gedrehten
nematischen Flüssigkristall verwendet,
wobei 3A das Element
zeigt in einem Zustand ohne Spannung angelegt zwischen den transparenten
Elektroden, und 3B das
Element zeit in einem Zustand mit Spannung angelegt zwischen den
transparenten Elektroden;
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4 eine
schematische Ansicht darstellt, die einen optischen Kopf gemäß der Erfindung
zeigt;
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5A und 5B Ansichten darstellen,
welche ein aperturbegrenzendes Element im in 4 dargestellten optischen Kopf zeigen,
wobei 5A eine perspektivistische
Ansicht davon ist, und 5B eine
Schnittansicht aufgenommen entlang der Linie 5B-5B' in 5A ist;
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6A und 6B Ansichten darstellen,
welche das in 5A und 5B dargestellte aperturbegrenzende
Element zeigen, wobei 6A das
Element in einem DVD-Wiedergabezustand zeigt, und 6B das Element in einem CD-ROM-Wiedergabezustand zeigt;
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7 eine
schematische Schnittansicht darstellt, welche ein aperturbegrenzendes
Element in einer anderen Implementierung der Erfindung zeigt; und 8 eine schematische Schnittansicht
ist, welche ein aperturbegrenzendes Element in einer weiteren Implementierung
der Erfindung zeigt.
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BEVORZUGTE
IMPLEMENTIERUNGEN DER ERFINDUNG
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Nun werden Implementierungen der
Erfindung beschrieben mit Bezugnahme auf die 4 bis 6A und 6B.
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Mit Bezugnahme auf 4, ein Lichtstrahl von einer Lichtquelle 1 wird
durch eine bündelnde Linse 2,
einen Strahlteiler 3 und ein aperturbegrenzendes Element 4 übertragen
und dann mit einer Objektivlinse 6 für DVD fokussiert, bevor er
auf eine optische Disk 7 auftrifft. Der zurücklaufende
Lichtstrahl wird vom Strahlteiler 3 reflektiert und dann übertragen
durch eine Sammellinse 11 und eine zylindrische Linse 12,
bevor er empfangen wird von einem Fotodetektor 13, welcher
ein Wiedergabesignal, ein Fokusfehlersignal und ein Spurfehlersignal
detektiert.
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5A ist
eine perspektivistische Ansicht, welche das aperturbegrenzende Element 4 zeigt. Wie
dargestellt ist das aperturbegrenzende Element 4 konstruiert,
indem auf einer Fläche
eines elektrooptischen Kristallsubstrats 22 eine Mehrzahl
paralleler streifenförmiger
transparenter Elektroden 20 angeordnet ist und ein im wesentlichen
kreisförmiger Nichtelektrodenbereich 23 mit
keiner transparenten Elektrode 20 im Zentralbereich der
Substratfläche vorgesehen
ist.
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Mit Bezugnahme auf 5B, die eine Schnittansicht aufgenommen
entlang der Linie 5B-5B' in 5A ist, ist ein Phasenkompensationsfilm 21 vorgesehen
auf den exponierten Substratflächenbereichen,
die nicht von den streifenförmigen transparenten
Elektroden 20 belegt sind. Dies bedeutet, daß der Phasenkompensationsfilm 21 den gesamten
Nichtelektrodenbereich 23 bedeckt. Der Phasenkompensationsfilm 21 hat
eine Dicke, die weniger als die Dicke der Elektrode 20 ist,
so daß er
eine ungleichmäßige Lichtauftreffoberfläche hat,
die durch die vorgesehenen Streifen gebildet wird. Der Phasenkompensationsfilm 21 ist
ein Dielektrikumfilm wie derjenige von Glas und funktioniert als
Ausgleich für
die Phase, die vom Brechungsindex der streifenförmigen transparenten Elektroden 20 erzeugt
wird.
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Die streifenförmigen transparenten Elektroden 20 sind
mit einer Stromversorgung verbunden zum Anlegen einer Spannung an
ihnen bei der CD-ROM-Wiedergabe.
Eine geerdete transparente Elektrode 19 ist vorgesehen
auf der gesamten anderen Fläche
des elektrooptischen Kristallsubstrats 22.
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Die transparenten Elektroden 19 und 20 können beispielsweite
mit Verwendung von ITO gebildet werden. Der elektrooptische Kristallsubstrat 22 kann mittels
LiNbO3, LiTaO3,
KDP usw. gebildet werden.
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In 5A und 5B ist nur eine kleine Anzahl von
Streifen dargestellt, um das Verständnis zu erleichtern. Ein tatsächliches
Produkt hat jedoch Streifen, die mit höherer Dichte gebildet werden.
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Nun wird die Funktionsweise des aperturbegrenzenden
Elements in dieser Implementierung beschrieben. In dieser Implementierung
liegt das aperturbe grenzende Element 4 im optischen Weg
mit seiner ungleichmäßigen Oberflächenseite
in der der Objektivlinse 6 entgegengesetzten Richtung weisend. Die
ungleichmäßige Oberflächenseite
kann jedoch auch durchaus der Objektivlinse 6 zugewandt
sein.
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Im Zustand, in welchem die Spannung
nicht angelegt ist an den streifenförmigen transparenten Elektroden 20 wirk
die Streifenregion nicht als ein Beugungsgitter, sondern sie wirkt
als eine transparente Region. Wenn eine Spannung angelegt ist an die
streifenförmigen
transparenten Elektroden 20 wird eine Potentialdifferenz
erzeugt zwischen den streifenförmigen
transparenten Elektroden 20 und der transparenten Elektrode 19 auf
der gegenüberliegenden
Seite. Die so erzeugte Potentialdifferenz bewirkt einen elektrooptischen
Effekt in der Streifenregion des elektrooptischen Kristallsubstrats 22 auf welchem
die streifenförmigen
transparenten Elektroden 20 angeordnet sind. Der so erzeugte
elektrooptische Effekt verursacht eine Veränderung im Brechungsindex.
Folglich wirkt die Streifenregion als ein Beugungsgitter vom Phasentyp,
welches den optischen Weg verändert,
indem das gerade ankommende und auftreffende Licht gebeugt wird.
Diese Region blockiert somit effektiv das eintreffende Licht. Im
zentralen Nichtelektrodenbereich, andererseits, setzt das eintreffende
Licht geradeaus seinen Weg fort ohne gebeugt zu werden. In dieser
Weise erfüllt
das aperturbegrenzende Element seine Rolle.
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Genauer gesagt, bei der DVD-Wiedergabe wird
keine Spannung an die streifenförmigen
transparenten Elektroden 20 angelegt. In diesem Fall, wie in 6A gezeigt ist, bleibt die
Streifenregion transparent, wobei keine Aperturbegrenzung stattfindet. Somit
wird die ganze Objektivlinse mit einem hohen NA-Wert von 0,6 für die Wiedergabe der DVD 7a verwendet.
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Bei der CD-ROM-Wiedergabe, andererseits, wird
eine Spannung an den streifenförmigen
transparenten Elektroden 20 angelegt. In diesem Fall, wie
in 6B gezeigt ist, funktioniert
die Streifenregion als ein Beugungsgitter. Dies bedeutet, daß das auf
der peripheren Streifenregion auftreffende Licht gebeugt wird, und
nur das auf der zentralen Nichtelektrodenregion auftreffende Licht
geradeaus weiterlaufen und übertragen
werden kann. Dies bedeutet, daß die Aper tur
effektiv verkleinert ist, so daß ein
CD-ROM 7b, welcher eine Dicke von 1,2 mm hat, beleuchtet und
wiedergegeben wird.
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Wie oben gezeigt, mit Spannung angelegt
an den streifenförmigen
transparenten Elektroden, ist der Brechungsindex in dieser Region
des Substrats verändert,
so daß diese
Region die Rolle eines Beugungsgitters verwirklicht. Das Licht kann
somit geradeaus weiterlaufen und übertragen werden nur durch den
zentralen Nichtelektrodenbereich. Somit erlaubt das aperturbegrenzende
Element die Wiedergabe sowohl von DVDs wie auch von CD-ROMs mit
Umschaltung der NA, effektiv durch Ein-/Ausschalten der angelegten
Spannung. Insbesondere, da die Funktion des aperturbegrenzenden
Elements realisiert werden kann, indem Dünnfilm-Streifenelektroden auf
einer Fläche
eines elektrooptischen Kristallsubstrats angeordnet werden, und
ein Nichtelektrodenbereich im zentralen Teil davon vorgesehen wird,
kann die Anzahl der Bauteile wesentlich reduziert werden, verglichen
mit der Konstruktion gemäß bisheriger
Technik. Da die Anzahl der Bauteile wesentlich reduziert werden
kann, ist es möglich,
einen optischen Kopf zu gestalten, der billig ist verglichen mit
optischen Köpfen
der bisherigen Technik.
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Ferner, da jeder Phasenkompensationsfilm zwischen
respektiven benachbarten streifenförmigen transparenten Elektroden
angeordnet ist, kann die durch den Brechungsindex der streifenförmigen transparenten
Elektroden selbst erzeugte Phase ausgeglichen werden.
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7 zeigt
ein aperturbegrenzendes Element in einer verschiedenen Implementierung
der Erfindung.
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Das aperturbegrenzende Element in
dieser Implementierung wird erzielt, indem die vorderseitige und
die rückseitige
Flächen
des aperturbegrenzenden Elements in der vorherigen Implementierung
mit Entspiegelungsfilmen 24 überdeckt werden. Mit dieser
Anordnung kann die durch Reflexion verminderte Transmittivität vermieden
werden. Der Entspiegelungsfilm 24 kann ein einlagiger Film
oder ein mehrlagiger Film sein.
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8 zeigt
ein aperturbegrenzendes Element in einer weiteren Implementierung
der Erfindung.
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Das aperturbegrenzende Element in
dieser Implementierung wird erzielt, indem die rückseitige transparente Elektrode 19 der
vorherigen Implementierung weggelassen wird, und die streifenförmigen transparenten
Elektroden 20 so adaptiert werden, daß bei der CD-ROM-Wiedergabe
die Spannung an jede zweite derselben angelegt wird, während die
anderen derselben geerdet sind. Wiederum mit dieser Anordnung können die
gleichen Funktionen und Effekte wie mit dem aperturbegrenzenden
Element, welches in den 5A und 5B gezeigt ist, erzielt werden.
Außerdem,
da die rückseitige
transparente Elektrode 19 entfällt, kann die Anzahl der Bauteile weiter
reduziert werden.
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Wie oben beschrieben wurde, der erzielte Vorteil
mit der Konstruktion gemäß der Erfindung
ist, daß mit
angelegter Spannung an den streifenförmigen transparenten Elektroden
der Brechungsindex in dieser Region des elektrooptischen Kristallsubstrats verändert ist,
so daß diese
Region als ein Beugungsgitter funktioniert. Licht kann somit geradeaus
weiterlaufen und übertragen
werden nur durch den zentralen Nichtelektrodenbereich. Somit erlaubt
das aperturbegrenzende Element die Wiedergabe sowohl von DVDs wie
auch von CD-ROMs mit der Umschaltung der NA effektiv durch Ein-/Ausschalten
der angelegten Spannung. Insbesondere, da die Funktion des aperturbegrenzenden
Elements realisiert werden kann mit der Anordnung von Dünnfilm-Streifenelektroden
auf einer Fläche
eines elektrooptischen Kristallsubstrats mit Ausnahme eines zentralen
Nichtelektrodenbereichs, kann die Anzahl der Bauteile wesentlich
reduziert werden, verglichen mit den benötigten in der Konstruktion
gemäß bisheriger
Technik. Da die Anzahl der Bauteile wesentlich reduziert werden
kann, ist es möglich,
einen optischen Kopf zu erstellen, der billig ist verglichen mit
den optischen Köpfen
gemäß der bisherigen
Technik. Ferner, der auf den nicht von den streifenförmigen transparenten Elektroden
belegten Bereichen vorgesehene phasenkompensierende Film kann die
vom Brechungsindex der streifenförmigen
transparenten Elektroden bewirkte Phase ausgleichen. Somit ist es
möglich, ein
innovatives und sehr leistungsfähiges
aperturbegrenzendes Element zu realisieren und einen optischen Kopf,
der dasselbe verwendet.
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Obwohl die Erfindung an Hand ihrer
bevorzugten Implementierungen beschrieben wurde, soll verstanden
werden, daß die
Worte, die verwendet wur den, Worte der Beschreibung statt der Einschränkung sind,
und daß Änderungen
innerhalb des sinngemäßen Bereiches
der im Anhang befindlichen Ansprüche
möglich
sind, ohne dabei außerhalb
des Geltungsbereichs der Erfindung, wie er mit den Ansprüchen definiert
ist, zu liegen.