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Dämpfbügeileisen Die- Erfindung betrifft ein Bügeleisen mit ,einer
'#Einrichtung zum Dämpfen des Bügelgutes. Derartige Bügeleisen sind bekannt. Die
wenigen bekannten Bügel#eisien mit praktisch tragbaren einfachen Dampferzeugungsanlagen
haben dien Mangel, daß unter Umständen aus den Austrittsüffnungen an der Bedienplatte
nicht nur Dampf, sondern mehr oder wenigier unverdampTtes Wasser austritt. Dieses
Wasser ergibt beim Bügeln, vieler Jempfindlicher Stoffarten häßliche - Flecken,
so daß derartige Bügeleisen für diese 'Zwecke nicht verwendbar sind.
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Man hat aus diesem Grunde schon vorgeschlagen, den Dampf -und damit
gleichzeitig das mitgerissene Wasser nicht' unmittelbar ,aus dem Wasserraum- auf
das Bügelgut austreten zu lassen, sondern ierst in einen b,eson.-deren Zwischenraum,
gegebenenfalls unter Zwis#chenschaltung von Ventilen und Wasserabgcheidern, zu leiten,
dex ebenfalls vom Heizkörpier beheizt wird, und in welchem das'mitgerissene restliche,
Wasser verdampft werden soll. Diese bekannten Ausführungen zeichnen sich jedoch
alle durch -einen sehr verwickelten Bau der -Dampferzeugungsanlage aus, der -,di#e
Hiexstellungskosten !auf eine praktisch n ' icht tragbare Höhe stellt. Außerdem
wird die, unbiedingte B#etri#e#s'sicheil-lieit durch die erhöhte Zahl der Störungsqifellen
wesentlich beeinträchtigt. Das Einführen von Füllstoffen, wie z. B. Asbestfasern,
Glaswolle o. dgl., in den Wasserraum. zur Verhinderung des Mitreißens von Wasser
hat den Nachteil, daß das Fassungsvermögen des Wasserraumies sehr stark vermindert
wird, so daß ein dauerndes Nachfüllen des Bügeleisens erforderlich ist.
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Zur Behebung dieser Nachteile ist bei dem Bügeleisen nach der Erfindung
der den Wasserraum
und den Verdampfungsraum enthaltene Hohlkörper
durch eine waagerechte Wand derart geteilt, daß sich der unter dein Wasserraum gelegene
Verdamp-fungsraizui Über die ganze Länge des Bügeleisens er-estreckt, wobei ein
vom Wasserbehälter frei gelassener Teil des Hohlkörpers als Dampfdom für die Dampfableitung
zur Bügelfläche vorgesehen ist. Der große, Vorteil desBügeleisens nach der Erfindung
gegenüber den bekannten Bügeleisenausführungen besteht darin, daß bei denkbar einfach-er
baulicher Ausführungein Wasseraustritt auf das Bügelgut trotzdem mit Sicherheit
vermieden wird.
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Der Verdampfungsrauni hat ein genügend. großes Ausmaß, um niemals
ganz mit Wasser angefüllt zu werden. Sodann, ist der Wassierraum ganz vom Heizkörper
bzw. von der diesen abdeckenden Platte räumlich getrennt, so daß ein starkes Sprudeln
des Wassers im Wasserraum, das die Hauptursache des Mitreißens von =verdampftem
Wasser ist, überliaupt nicht mehr eintritt. Damit ist die Gefahr des Wasseraustrittes
auf das Bügelgut beseitigt.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel eines Bügeleisens nach
der Erfindung in einem Längsschnitt dar.
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Auf der Bodenplatte i ist der Heizkörper 2, beispielsweise ein elektrischer
Heizkörper, angeordnet; über dem Heizkörper 2 befindet sich der verhältnismäßig
niedrige Verdampfu-ngsraum3, der mit dem im vorderen Teil des Bügeleiserisangeordneten
höheren Dampfsammelraum 4 in Verbindung steht. Oberhalb des Verdampfungsraumes
3 liegt der Wasserraum 5, der gegen seinem Dom 6 hin durch
,eine Loch- oder Düsenplatte7 abgeschlo9-sen, ist. Vom Dom 6 führt eine Leitung
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zum Verdampfungsraum3- Vom oberen Teil des Dampfsammelraumes 4 führt schließlich
eine Leitung 9 zu den Austrittsäffnungen an der Bodenplatte i. Der Wassereinfüllstutzen
io ist an der Seite des Wasserraumes 5 derart angeordnet, daß beim Einfüllea
der Wasserspiegel. im Raum 5 eine bestimmte Höhe nicht überschreiten kann.
Selbstverständlich kann der Stutzen io auch an der hinteren Wand des Wasserraunies
5 angeordnet sein. Die Gewindebolzen i i dienen zur Befestigung dts Bügelgriffes
12. Um die gesamte Dampferzeugungseinrichtung ist eine, Haube 13 ans Metall oder
Preßmaterial gelegt.
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Die Wirkungsweise der Dampferzeugungsanlage ist folgende: Nach Einfüllen
des Wassers in den Raum 5 und nach Einschaltem des elektrischen Heizkörpers
2 gelangt das Wasser allmählich zum Erhitzen, Der sich im Dom 6 sammelnde.
nasse Dampf gelangt durch die Leitung 8 in den Verdampfungsraum
3, dessen Boden infolge des unmittelbar darunterlieggenden Heizkörpers 2
sehr heiß ist. Hier verdampft das vom Dampf mitgerissene und an 4er Loch- oder Düsenplatte
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zerstäubte Wasser augenblicklich, und der Dampf sammelt sich im Dampf sammelr.aurn
4, von dem er durch die Leitung 9 zu den Austlittsäffnungen an der Bodenplatte
i geführt wird.
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Die Dampferzeugungseinridlitung nach der Erfindung macht das Austreten
von nicht verdampftem Wasser unmöglich, da sich im Verdampfung ,sra-Lu-n
3 niemals Wasser ansammeln kann. Der Umstand, daß sich der Wasserraum
5 nicht unmittelbar über dem Heizkörper befindet, ist besonders vorteilhaft,
da hierdurch ein-- gleidhinäßigere Siedetemperatur erzielt wird, was die Betriebs,dauer
des Dämpfens bedeutend verlängert. Von besonder-er Wichtigkeit ist aber die außerordentliche
bauliche Einfachheit der gesamten Einrichtung, die kaum noch übertroffen werden
kann. Sie gestattet auch eine sehr !einfache Herstellung. Der Wasserraum
5 und dex Verdampfungsraum 3 werden aus je einer Kappe aus
Blech oder Gußmetall gebildet, die bei.dc durch Einschweißen der Trennwand 14 miteinander
- verbunden werden, nachdem Uas Loch- oder Düsenblech 7 vor dem Dom
6 angeschweißt ist. Mit der Bodenplatte i und dem Heizkörper 2 wird die Dampferzeugungseinrichtung
entweder durch besondere Schrauben oder durch Sp,annbügdl verbunden. Für die Erfindung
ist die Art dieser Verbindung jedoch bedeutungslos. Die Kappe 13 wird auf die Bodenplatte
i gesetzt, nachdem auch die Leitungen 8 und 9 :eingesetzt sind.