DE697210C - Heizanlage mit Werkzeugen zum Trocknen, Pressen oder Walzen temperaturempfindlicher Stoffe - Google Patents

Heizanlage mit Werkzeugen zum Trocknen, Pressen oder Walzen temperaturempfindlicher Stoffe

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DE697210C DE1938W0103033 DEW0103033D DE697210C DE 697210 C DE697210 C DE 697210C DE 1938W0103033 DE1938W0103033 DE 1938W0103033 DE W0103033 D DEW0103033 D DE W0103033D DE 697210 C DE697210 C DE 697210C
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    • F26B13/10Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
    • F26B13/14Rollers, drums, cylinders; Arrangement of drives, supports, bearings, cleaning
    • F26B13/18Rollers, drums, cylinders; Arrangement of drives, supports, bearings, cleaning heated or cooled, e.g. from inside, the material being dried on the outside surface by conduction
    • F26B13/183Arrangements for heating, cooling, condensate removal
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description

  • Heizanlage mit Werkzeugen zum Trocknen, Pressen oder Walzen ,temperaturempfindlicher Stoffe Bei der Verarbeitung von Kunststoffen werden zum Trocknen, Pressen oder Walzen in den weitaus meisten Fällen Werkzeuge benötigt, die eine möglichst gleichmäßige Temperatur aufweisen müssen. Durch eine einheitliche Temperatur wird nämlich der Arbeitsvorgang an jeder Stelle des Werkzeugs in derselben Weise beeinflußt und durchgeführt, so daß das Werkstück in völlig gleichmäßiger Beschaffenheit anfällt. Ferner verhütet eine gleichmäßige Temperatur des Werkzeugs eine Güteminderung des Erzeugnisses, da Kunststoffe in sehr vielen Fällen recht temperaturempfindlich sind. Die Höhe der Werkzeugtemperatur richtet sich natürlich nach dem jeweiligen Arbeitsgut und der Art des durchzuführenden Arbeitsvorgangs. Im allgemeinen betragen die Werkzeugtemperaturen aber ioo bis zoo°. Andererseits gibt es auch Fälle, wo die Werkzeuge gekühlt werden müssen. Hierbei ist ebenfälls eine möglichst einheitliche Werkzeugtemperatur erforderlich.
  • Die Beheizung der Werkzeuge - kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei kleineren Werkzeugen verwendet man recht häufig die elektrische Heizung, die in technischer Hinsicht zweifellos den Anforderungen des praktischen Betriebes weitgehend entspricht. Die elektrische Heizung verursacht aber ziemlich erhebliche Kosten, da die Wärmeeinheit natür-@lich um so teurer bezahlt werden muß, je hochwertiger die Energieform ist. Aus diesem Grunde sucht man die elktrische Heizung bei größeren Werkzeugen mit entsprechendem Wärmebedarf.- zu vermeiden und geht hier zur Heizung mit Heißwasser öder gesättigtem Wasserdampf über. Diese beiden Heizmittel sind zwar verhältnismäßig wohlfeil, besitzen aber den großen Nachteil, daß ihr Siede- bzw. Dampfdruck oberhalb ioo° rasch ansteigt.
  • --Soll z. B. eine Walze auf a50° erhitzt werden, dann müssen zur Erreichung dieser Temperatur Heißwasser bzw. Sattdampf auf einen Druck von q i ata gebracht werden. Bei der Heißwasser- und Dampfheizung besteht also die Heizanlage im wesentlichen aus einem verhältnismäßig teuren Hochdruckofen oder -kesse, und starkwandigen Zu- und Ableitungen für das Heizmittel, an die im allgemeinen mehrere Werkzeuge in Parallelschaltung angeschlossen sind. Unter Umständen wird bei der Dampfheizung der Dampf vor,: Eintritt in die Zuleitung überhitzt, er b' dann an der Heizstelle einen Teil seiner f baren Wärme ab und verwandelt sich da in Sattdampf bzw. Kondensat. Durch eine Rückleitung fließt das Kondensat aus den Heizstellen nach dem Wasserraum des Kessels zurück. Zur Verbesserung des Wärmeüberganges wird das Heizmittel in manchen Fällen durch eine Umwälzpumpe mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit in dem Heizsystem in Umlauf gehalten.
  • Da bei der Heißwasser- oder Sattdampfheizung die Heiztemperatur sehr stark vom Dampfdruck abhängt, müssen hier besondere Vorkehrungen getroffen werden, um verschiedene Heizstellen einzeln unabhängig voneinander, betreiben und regeln zu können. So wird beispielsweise die Differenz zwischen dem Dampfdruck vor den Heizstellen und dem Dampfdruck hinter denselben selbsttätig durch ein Überstromventil unveränderlich gehalten. Ferner sind innerhalb des geschlossenen Hochdrucksystems besondere Regler und Wärmeaufnahtnestellen zum Ausgleich von Druckschwankungen vorgeschlagen worden.
  • Ein weiterer Nachteil der Heißwasser- und Dampfheizungen besteht darin, daß sie für die Abdichtung des Heizmittelsystems sowie für die zahlreichen Hochdruckarmaturen besondere Aufwendungen erfordern. Die wirtschaftlichen Vorteile der bekannten Heizverfahren verringern sich also mit zunehmenden Werkzeugtemperaturen durch die infolge der steigenden Drücke wachsenden Anlagekosten immer mehr. Außerdem erfordern die hohen Heizmitteldrücke nicht nur besondere Sicherheitsmaßnahmen im Betriebe, sondern verursachen auch konstruktive Schwierigkeiten bei der Gestaltung insbesondere der größeren Werkzeuge. Der Heizung mit Heißwasser oder Wasserdampf sind also verhältnismäßig enge Grenzen gesetzt.
  • Außer den vorstehend erwähnten Heizungsarten hat man vereinzelt auch versucht, die Gasbeheizung bei den hier in Betracht kommenden Werkzeugen anzuwenden. Man ließ zu diesem Zwecke eine oder mehrere Gasflammen an das Werkzeug oder in Kanäle desselben schlagen. Dabei wurde jedoch das Werkzeug ganz ungleichmäßig erwärmt, so daß die Verarbeitung insbesondere der temperaturempfindlichen Kunstharze auf große Schwierigkeiten stieß. Man ging daher von dieser Art der Gasbeheizung recht bald wieder ab.
  • Schließlich ist bereits vorgeschlagen worden, Vorrichtungen zurWärmebehandlung von Brennstoffen durch Heizgase zu erhitzen, die dauernd im Kreislaufe bewegt und auf einer Temperatur oberhalb ihres Taupunktes gehalten werden. Dabei werden die Heizgase zwiä@,Achen dem Austritt aus der Vorrichtung und °4d@in Wiedereintritt in dieselbe durch das -Zumischen heißer Frischgase wieder auf ihre ursprüngliche Arbeitstemperatur gebracht. Ein den Frischgasen entsprechendes Abgasvolumen wird von dem Kreislauf nach Austritt aus der Vorrichtung abgezweigt. Innerhalb dieser bekannten Vorrichtung werden die Heizgase in verschiedene Parallelströme unterteilt, die eine entsprechende Anzahl parallel geschalteter Heizflächen erhitzen. Für jede Vorrichtung ist also nur ein einziger Heizgaskreislauf vorgesehen. Ebenso erfolgt das Wiederaufheizen der umlaufenden Rauchgase durch eine Zentralfeuerung nur an einer einzigen Stelle.
  • Es hat sich bei der Verarbeitung tetnperaturempfindlicher Kunststoffe gezeigt, daß die Umlaufgasheizung in der bekannten Form keineswegs ausreicht, um eine ausreichend gleichmäßige Erhitzung der Werkzeuge zu erzielen und diese auf genau und unabhängig voneinander einstellbaren Arbeitstemperaturen zu halten. Die Erfindung ermöglicht es jedoch, die an sich sehr wirtschaftliche Umlaufheizung mit einem gasförmigen Heizmittel von geringer spezifischer Wärme und geringem Überdruck bei Werkzeugen anzuwenden, die wegen der Eigenschaften des Arbeitsgutes völlig gleichmäßig erhitzt werden müssen. Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Heizanlage mit mehreren parallel geschalteten Werkzeugen und einem in eine entsprechende Anzahl Parallelströme unterteilten Heizmittelkreislauf jeder Heizmittelparallelstrom vor Eintritt in das zugehörige Werkzeug unabhängig von den anderen Heizmittelparallelströmen durch Zumischen heißer Frischgase aufgeheizt wird. Auf diese Weise ist eine einfache, zuverlässige und wirtschaftliche Regelung jeder einzelnen Werzeugtemperatur ermöglicht. Man kann also jedes Werkzeug mit einer anderen Temperatur in Betrieb halten, obwohl nur ein einziges Umlaufheizsystem vorhanden ist. Andererseits kann durch entsprechende Aufheizung jedes Heizmittelparallelstromes erreicht werden, daß sämtliche an das System angeschlossenen Werkzeuge genau die gleichen Temperaturen aufweisen. Dieser Fall ist besonders dann wichtig, wenn das Arbeitsgut nacheinander in mehrere Werkzeuge gelangt und dabei stets auf derselben Temperatur gehalten werden muß. Bei der neuen Heizanlage kann also nicht nur die außerordentlich wirtschaftliche Gasheizung angewandt werden, sondern gleichzeitig auch die Temperatur der einzelnen Werkzeuge in weiten Grenzen eingestellt-werden. Statt der Heizung mit Rauchgasen kann bei der Erfindung auch eine solche mit überhitztem Wasserdampf vorgesehen werden: In diesem Falle wird die Wiederaufheizung der einzelnen Heizmittelparallelströme mittelbärdurch den Einbau von geeigneten Wärmeaustausch ern bewirkt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Abb. i der Zeichnung- schematisch dargestellt. Hier sind mehrere parallel geschaltete Werkzeuge i, beispielsweise Preßwerkzeuge zur Verarbeitung von Kunstharzen, an Sammelleitungen 2 und 3, für die Zu- und Ableitung des umlaufenden und oberhalb seines Taupunktes gehaltenen Heizmittels angeschlossen. Der Umlauf der heißen Rauchgase wird durch das Gebläse 4 bewirkt. In die-Verbindungsleitungen der Werkzeuge i mit 'der Rückleitung 3 sind Regelorgane 5 eingebaut, so daß die Beaufschlagung jedes -Werkzeuges mit deni-Heizmittel in weiten Grenzen geregelt werden kann. Neben den Verbindungsleitungen zwischen der Zuleitung 2' und den Werkzeugen i sind Gasbrenner 6 angeordnet, deren heiße Frischgase den Heizmittelparallelströmen zugemischt werden. Auf diese Weise kann die Temperatur des Heizmittels bei Eintritt in das Werkzeug in beliebiger Weise eingestellt werden. Falls die Werkzeugtemperaturen längere Zeit unveränderlich bleiben sollen, kann durch den Einbau- von Thermostaten die Leistung .der Gasbrenner selbsttätig geregelt werden.
  • Da dein Heizgaskreisläuf heiße Frischgase zugeführt werden, muß ein entsprechendes Volumen Abgase aus dem Kreislauf entfernt werden. Zu diesem Zwecke erhält die Druckleitung 2 hinter dem Gebläse 4 eine Ableitung 7 für die überschüssigen Rauchgase. Durch ein Regelorgan 6 in der Leitung 7 kann die Druckhöhe in dem gesamten Heizsystem in bestimmten Grenzen eingestellt werden. Falls die Abgase noch eine höhere Temperatur besitzen, wird ihre fühlbare Wärme zweckmäßig zur Vorwärmung der Verbrennungsluft für die Brenner 6 ausgenutzt.
  • Bei einer Heizanlage mit einer größeren Anzahl Werkzeuge würde die Anordnung von Gasbrennern oder Wärmeaustauschern für jeden Heizmittelparallelstrom unter Umständen schwierig sein. In diesem Falle soll gemäß der Erfindung zur unmittelbaren Aufheizung des Heizmittels neben der nach den Werkzeugen führenden Zuleitung des Kreislaufes eine Frischgasleitung mit einem oder mehreren Brennern angeordnet sein, vön der aus heißes Frischgas in jede der an die Werkzeuge angeschlossenen Zweigleitungen geführt wird. Diese Anordnung ist in Abb.2 der Zeichnung schematisch dargestellt. Man erkennt, wie hier neben der Zuleitung 2 eine Frischgasleitung 9 verlegt ist, die von dem Gasbrenner io mit heißen Frischgasen gespeist wird. Von -der Leitung 9 führt nach jeder Werkzeugzweigleitung eine -Leitung ii, so daß jeder Heizmittelparällelstrom heiße Frischgase erhält. Durch Regelorgane 12 kann die Frischgasmenge für jedes Werkzeug eingestellt werden.
  • Die in Abb.3 gezeigte Heizanlage unterscheidet sich von der nach Abb. 2 nur dadurch, daß die Frischgasleitung 9 nicht von einem, sondern von zwei Gasbrennern io aus mit heißen Frischgasen gespeist wird. Diese Anordnung kommt vor allem für- größere Anlagen in Frage. Natürlich kann im Bedarfsfalle die Zahl der Gasbrenner io noch weiter vermehrt werden. Ebenso ist es möglich, die Heizmittelparallelströme mittelbar aufzuheizen. In diesem Falle ist die Abgasleitung 7 nicht nötig.
  • Bei den Heizanlagen nach Abb. 2 -und 3 strömen die heißen Frischgase in der Leitung 9 in derselben Richtung wie das Heizmittel in der Zuleitung 2. Infolgedessen tritt auch das durch unvermeidliche 'Wärmeverluste bedingte Temperaturgefälle in beiden Leitungen in derselben Richtung auf. Dieses in manchen Fällen nicht erwünschte Temperaturgefälle kann beseitigt werden, wenn erfindungsgemäß an der Zu- und Frischgasleitung je ein Brenner angeordnet ist und das umlaufende Heizmittel und die heißen Frischgase in diesen Leitungen gegenläufig-strömen: Eine derartige Heizanlage ist in Abb. 4 schematisch wiedergegeben; sie unterscheidet sich von der Heizanlage nach Abb. 2 nur dadurch, 'daß die Strömung in der Frischgasleitung 9 derjenigen in der Zuleitung 2 entgegengesetzt ist und daß diese mit einem besonderen Gasbrenner 13 versehen ist. Jedenfalls kann durch die Anordnung nach Abb. 4 eine weitgehende Angleichung der Werkzeugtemperaturen untereinander erreicht werden.
  • Da bei den gas- oder dampfförmigen Heizmitteln der Wärmeübergang an die Heizflächen im allgemeinen wesentlich geringer ist als bei den flüssigen Heizmitteln, ist eine gleichmäßige Erhitzung der Werkzeuge mit den erstgenannten Heizmitteln um so schwieriger zu erreichen, je größer die Wärmeabgabe der Werkzeuge ist. Es wurde nun gefunden, daß selbst große Werkzeuge mit hoher Wärmeleistung völlig gleichmäßig erhitzt werden können, wenn gemäß der Erfindung das Umlaufsystem für das Heizmittel zwei Zuleitungen mit gegenläufiger Heiz-, mittelströmung sowie eine gemeinsame Ableitung aufweist, von der aus Gebläse o. dgl. das Heizmittel wieder in die beiden Zuleitungen fördern. jedes Werkzeug wird an beide Zuleitungen angeschlossen. Der Kreislauf wird hier also in zwei Hälften aufgespalten, wobei die Zuleitungen im Gegenstrom übereinandergelagert werden. Erfindungsgemäß wird das Heizmittel in jeder Zuleitung vor der ersten Abzweigung nach einem Werkzeug durch Zumischen heißer Frischgase aufgeheizt. Erforderlichenfalls kann die Wiederaufheizung auch mittelbar erfolgen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der vorstehend geschilderten Anordnung ist in Abb. 5 schematisch dargestellt. Wie ersichtlich ist, besitzt die Heizanlage außer der Zuleitung 2 noch eine weitere Zuleitung 1q., die das Heizmittel wieder durch Verbindungsleitungen i i den einzelnen Werkzeugen zuführt. Die Heizgase gelangen nach dem Verlassen der Werkzeuge in die gemeinsame Ableitung 3 und werden durch zwei Gebläse q.- wieder in die beiden Zuleitungen 2 und 1q. gedrückt. Zum Wiederaufheizen des Heizmittels sind für die beiden Zuleitungen die Gasbrenner 13 und 15 vorgesehen. Erforderlichenfalls können die Zuleitungen aber auch mit mehreren Gasbrennern oder Wärmeaustauschern ausgerüstet werden.
  • Wie sich gezeigt hat, läßt sich mit den Heizanlagen gemäß der Erfindung selbst eine größere Anzahl Werkzeuge gleichmäßig erhitzen. Andererseits kommt es bei der Verarbeitung zahlreicher Kunststoffe auch darauf an, jedes Werkzeug für sich völlig gleichmäßig zu erwärmen. Diese Aufgabe ist bei der Verwendung gas- und dampfförmiger Heizmittel nicht leicht zu lösen, da nicht nur der Wärmeübergang von diesen Heizmitteln an die Heizflächen, sondern auch die spezifische Wärme der genannten Heizmittel verhältnismäßig klein ist. Jede Wärmeabgabe beein$ußt daher die Temperatur des Heizmittels ziemlich stark. Die Führung des Heizmittels in den Werkzeugen hat nun so zu erfolgen, daß trotz dieser Umstände eine gleichmäßige Erhitzung der Werkzeuge gewährleistet ist. Dieses Ziel wird erreicht, wenn entsprechend der Erfindung innerhalb der Werkzeuge für die Heizmittelverteilung ein oder mehrere Kanalsysteme mit je einer Zu-und Ableitung und mehreren parallel geschalteten Verbindungsleitungen vorgesehen sind, wobei das Heizmittel bei mehreren Kanalsystemen in den Verbindungsleitungen und gegebenenfalls :auch. in den Zu- und Ableitungen gegenläufig strömt.
  • Etwa noch vorhandene Temperaturunterschiede können praktisch vollständig beseitigt werden, wenn gemäß der Erfindung die Abstände der Verbindungsleitungen untereinander bei gleichbleibendem Querschnitt mit zunehmender Entfernung von dien Heizmittelanschlüssen abnehmen oder deren Querschnitte bei gleichem Abstande untereinander mit zunehmender Entfernung von den Anschlüssen anwachsen. Bei der ersten Anordnung nimmt das aufzuheizende Materialvolumen für jede Verbindungsleitung mit zunehmender Entfernung von den Heizmittelanschlüssen ab, so daß der Temperaturabfall des Heizmittels auf seinem Wege durch das Werkzeug völlig ausgeglichen werden kann. Im zweiten Falle steigt bei den hinteren Verbindungsleitungen die Heizmittelgeschwindigkeit und damit auch der Wärmeübergang vom Heizmittel an das Werkzeug, wodurch ebehfalls ein Ausgleich für die niedrigere Heizmitteltemperatur geschaffen wird.
  • Ein Werkzeug mit nur einem Kanalsystem ist als Ausführungsbeispiel in den Abb. 6 und 7 schematisch dargestellt. Dabei gibt Abb. 6 den Aufriß und Abb. 7 den Grundriß des Werkzeugs nach der Schnittlinie A-B wieder. Wie man aus der Abb. 7 erkennt, sind bei dem Werkzeug 16 seitlich die beiden Kanäle 17 und 18 für die Zu- und Ableitung des Heizmittels angeordnet. Beide Kanäle werden durch fünf parallel geschaltete Verbindungsleitungen i9 miteinander kurzgeschlossen. Der Abstand dieser Leitungen ist untereinander gleich, dafür wächst aber ihr Querschnitt mit zunehmender Entfernung von den Heizmittelanschlüssen. Umgekehrt könnte gemäß der Erfindung auch der Querschnitt der Leitungen i9 unveränderlich bleiben und dafür ihr Abstand untereinander mit größerer Entfernung von den Anschlüssen abnehmen.
  • Bereits früher wurde erwähnt, daß erfindungsgemäß innerhalb des Werzeugs auch zwei oder mehrere Kanalsysteme für die Heizmittelverteilung neben- oder übereinander angeordnet werden können, falls sehr temperaturempfindliche Kunststoffe, wie z. B. Aminoplaste, eine besonders gleichmäßige Erhitzung des Werkzeugs erfordern. Wie in solchen Fällen die Kanalsysteme innerhalb der Werkzeuge angeordnet werden können, geht aus den beiden schematischen Abb.B und 9 hervor. In Abb. 8 sind zwei Kanalsysteme dargestellt, deren Anschlüsse sich auf einer Seite des Werkzeugs befinden. Bei dem ersten System tritt das Heizmittel durch die Leitung 2o ein, verteilt sich auf die Leitungen 22 und gelangt durch die Leitung-- i wieder aus dem Werkzeug. Das zweite Kanalsystem ist unter dem ersten angeordnet. Hier strömt das Heizmittel durch die Leitung 24 in das Werkzeug, verteilt sich auf die Leitungen 25 und wird durch die Leitung 23 zurückgeführt. Bei dieser Anordnung werden etwaige Temperaturunterschiede völlig ausgeglichen, da das Heizmittel sowohl in den Zu- und Ableitungen als auch in den Verbindungsleitungen gegenläufig strömt. Einen senkrechten Schnitt durch das Werkzeug gemäß Abb. 8 längs der Verbindungsleitungen 22 und 25 zeigt Abb..io. Natürlich könnte hier erforderlichenfalls noch ein drittes oder viertes Kanalsystem oberhalb der beiden dargestellten Systeme angeordnet werden.
  • Falls das Werkzeug von zwei Seiten an die Heizanlage angeschlossen werden kann, lassen sich die Kanalsysteme in der aus Abb. 9 ersichtlichen Weise anordnen. Hier sind wieder zwei Kanalsysteme vorgesehen, deren Zu- und Ableitungen übereinanderliegen, während sich die Verbindungsleitungen nebeneinander befinden.- Bei dem ersten System tritt das Heizmittel durch die Leitung 26 in das Werkzeug ein, verteilt sich auf die Leitungen 26. und strömt durch die Ableitung 27 wieder aus dem Werkzeug. Für das zweite System sind die Zu- und Ableitungen 3o bzw. 29 mit den Verbindungsleitungen 31 vorgesehen. Aus Abb. i i, die einen senkrechten Schnitt durch das Werkzeug längs der Verbindungsleitungen 28 wiedergibt, ist die gegenseitige Lage der verschiedenen Heizmittelleitungen ersichtlich.
  • Die vorstehend beschriebenen Kanalsysteme lassen sich in derselben oder in ähnlicher Form und Ausbildung für die verschiedenartigsten Werkzeuge verwenden. Dabei ist es auch möglich, die Strömung des Heizmittels innerhalb des Werkzeugs so zu lenken, daß die verschiedenen Verbindungsleitungen sämtlich denselben oder annähernd denselben Querschnitt erhalten können. Diese Möglichkeit besteht vor allem bei zylindrischen Werkzeugen; also bei Walzen und Kalandern. Hier kann man auch mit einem einzigen Kanalsystem im Sinne der vorhergehenden Ausführungen auskommen, wenn man erfindungsgemäß im Innern des Werkzeugs für die Zu-und Ableitung des Heizmittels zwei oder mehrere konzentrische Einsätze anordnet, die durch zahlreiche, gegebenenfalls verschieden große Öffnungen oder Kanäle einerseits mit dem Heizraum des Werkzeugs und andererseits mit dem Sammelraum für das abziehende Heizmittel verbunden sind.
  • Eine weitere Verbesserung der Temperaturverteilung, ergibt sich, -wenn entsprechend der Erfindung der Heizraum entweder in der Quer- oder in der Längsrichtung des Werkzeugs in mehrere Teilräume unterteilt ist, die von einem oder mehreren Heizmittelparallelströmen durchflossen werden, wobei-gegebenenfalls das Heizmittel von Teilraum zu Teilraum in entgegengesetzter Richtung strömt.
  • Ein Ausführungsbeispiel nach den vorstehenden neuen Richtlinien ist in den Abb. 12 und 13 der anliegenden Zeichnung-dargestellt, und zwar zeigt Abb. 12 den Längsschnitt durch eine Heizwalze nach der Linie C-D und Abb. 13 den Querschnitt nach der Linie E-F. Die Walze weist an den Enden je einen hohlen Lagerzapfen 32 auf, durch den das Heizmittel ein- bzw. austritt. Die Lagerzapfen 32 .bestehen mit dem zugehörigen Lagerschild aus einem Stück, das innen mit einer Wärmeisolierung 33 ausgekleidet ist. Unter Zwischenschaltung dieser- Isolierung sind die Lagerschilder gasdicht an dem Walzenkörper 34 befestigt, der durch das Heizmittel erwärmt werden soll. Innerhalb des Walzenkörpers sind erfindungsgemäß konzentrisch zwei zylindrische Einsätze 35 und 36 angeordnet, die der Verteilung des Heizmittels dienen und durch zahlreiche radiale Verbindungsleitungen 37 miteinander verbunden sind. Bei dem Ausführungsbeispiel besitzen die Verbindungsleitungen gleichen Querschnitt und gleiclien Abstand voneinander, es ist aber auch möglich, nötigenfalls die Querschnitte und Abstände zu ändern.
  • Der Einsatz 35 weist entsprechend der Änzahl der Verbindungsleitungen 37 in einer Radialebene an seinem äußeren Umfange erfindungsgemäß Längsrippen 38 auf, die den Heizraum des Walzenkörpers in die gleiche Anzahl parallel geschalteter Teilräume 39 unterteilen. Das Heizmittel strömt nun in den ringförmigen Raum zwischen den Einsätzen 35 und 36 und gelangt durch zahlreiche Bohrungen 4o des* Einsatzes 35 in die Heizräume 39. Hier gibt das Heizmittel einen Teil seiner fühlbaren Wärme an den äußeren Mantel des Walzenkörpers ab und strömt dann durch die Verbindungsleitungen 37 in den Einsatz 36 und von diesem durch den hohlen Lagerzapfen 32 zurück in das Heizmittelumlaufsystem.
  • Bei der vorliegenden Heizwalze sind in -einer Radialebene jeweils acht Verbindungsleitungen 37 zu einem Stern vereinigt. Da andererseits in der Längsachse der Walze elf derartige Leistungssterne hintereinander angeordnet sind, wird der Heizmittelstrom innerhalb der Walze in insgesamt 88 Parallelströme unterteilt, so daß die Walze völlig gleichmäßig erhitzt wird. Je nach der Art des Heizmittels und den sonstigen Umständen kann nötigenfalls der Heizmittelstrom noch weiter unterteilt werden.
  • Ein. weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist aus den Abb. 14 und 15 ersichtlich. Dabei gibt Abb. 14 den Längsschnitt nach der Linie G-H durch eine Heizwalze wieder, während Abb. 15 den Querschnitt nach der Linie I-K zeigt. Die Walze besitzt wieder an den Enden hohle Lagerzapfen 4i für die Zu- und Ableitung des Heizmittels, während die Innenisolierung 42 eine unzulässige Erwärmung der Lagerzapfen und -Schilder verhindert. Innerhalb des Walzenkörpers 43 sind wie bei dem vorstehend beschriebenen Werkzeug wieder zwei zylindrische Einsätze 44 und 45 konzentrisch angeordnet, um das Heizmittel innerhalb der Walze zu führen, Der Einsatz 44 weist an seinem äußeren Umfange gemäß der Erfindung zahlreiche Radialrippen 46 auf, die den Heizraum der Walze in eine entsprechende Anzahl Teilräume 47 unterteilen. Das Heizmittel gelangt durch Öffnungen 48 des Einsatzes 44 in diese Teilräume und verläßt sie wieder durch die Verbindungsleitungen 49. Aus dem Einsatz 45 strömt das Heizmittel durch den hohlen Lagerzapfen 41 in das Leitungssystem zurück. Die Öffnungen 48 und Verbindungsleitungen 49 sind erfindungsgemäß gegenüber den benachbarten Heizräumen 47 jeweilig um i8o° versetzt, so daß das Heizmittel in diesen Heizräumen gegenläufig strömt. Der -Temperaturabfall des Heizmittels innerhalb der Walze wird auf diese Weise vollständig ausgeglichen.
  • Wie aus den Abb. 14 und 15 ersichtlich ist, wird der Heizmittelstrom in jedem Teilraum in zwei Parallelströme unterteilt. Da der Heizraum der Walze insgesamt 14 Teilräume aufweist, entstehen also innerhalb der Walze 28 Heizmittelparallelströme. Im Bedarfsfalle kann auch hier eine noch viel weitergehende Unterteilung-des Heizstromes vorgenommen werden. Falls die Betriebsbedingungen eine besonders gleichmäßige Erwärmung der Werkzeuge erfordern, kann die Strömungsrichtung des Heizmittels in regelmäßigen Zeitabständen gewechselt werden. Dabei kann der Wechsel nicht nur innerhalb des einzelnen Werkzeugs, sondern auch innerhalb der ganzen Heizanlage durchgeführt werden-Die Erfindung bringt den großen Vorteil mit sich, daß die Werkzeuge nicht nur erwärmt, sondern erforderlichenfalls auch gekühlt werden können. Zu diesem Zwecke werden die Werkzeuge erfindungsgemäß nach Beendigung des Arbeitsvorganges von dem Heizmittelkreislauf getrennt und an die Zuleitung eines gegebenenfalls im Kreislaufe geführten Kühlmittels angeschlossen. Die Kühlanlage kann nötigenfalls nach denselben Richtlinien errichtet und bg,trieben werden wie die vorstehend beschriebenen neuen Heizanlagen. Wird als Kühlmittel Wasser verwendet, dann kann man unter Umständen auf den Kreislauf des Kühlmittels verzichten. Weiterhin ist es möglich, die Werkzeuge abwechselnd in kürzeren Zeitabständen zu erwärmen und zu kühlen, so daß man in der Lage ist, sich allen vorkommenden Betriebs-Bedingungen anzupassen. .
  • Während bei der Heißwasser- und Dampfheizung die Arbeitstemperaturen wegen der auftretenden Drücke verhältnismäßig begrenzt sind, besitzt die Erfindung den großen Vorteil, daß die Werkzeuge erforderlichenfalls auf über Zoo oder sogar 300° erhitzt werden können; wodurch in solchen Fällen die Arbeitsvorgänge ganz erheblich beschleunigt werden. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß durch die neue Heizanlage die Anheizzeit besonders bei großen Werkzeugen gegenüber den bisherigen Betriebsverhältnissen beträchtlich abgekürzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Heizanlage mit Werkzeugen zum Trocknen, Pressen oder Walzen temperaturempfindlicher Stoffe, bei der- ein gasförmiges Heizmittel oberhalb seines Taupunktes im Kreislauf geführt wird und der Heizmittelkreislauf an mehrere parallel geschaltete Werkzeuge angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Heizmittelparallelstrom vor Eintritt in das zugehörige Werkzeug unabhängig von den anderen Heizmittelparallelströmen durch Zumischen heißer Frischgase aufgeheizt wird. ä. Heizanlage nach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß neben der nach den Werkzeugen führenden Zuleitung des Heizmittelkreislaufes eine Frischgasleitung mit einem oder mehreren Brennern angeordnet ist, von der aus heißes Frischgas in jede der an die Werkzeuge angeschlossenen Zweigleitungen geführt wird. 3. Heizanlage nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Zu-und Frischgasleitung je ein Brenner angeordnet ist und daß das umlaufende Heizmittel und die Frischgase in diesen Leitungen gegenläufig strömen. 4. Heizanlage nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlaufsystem für das Heizmittel zwei Zuleitungen mit gegenläufiger Heizmittelströmung sowie eine gemeinsame Ableitung aufweist, von der aus Gebläse o. dgl. das Heizmittel wieder in die Zuleitungen fördern. 5. Heizanlage nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizmittel in jeder Zuleitung vor der ersten Abzweigung nach einem Werkzeug durch Zumischen heißer Frischgase aufgeheizt wird: 6. Werkzeuge zum Trocknen, Pressen oder Walzen. mit Heizanlagen nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Werkzeuges für die Heizmittelverteilung ein oder mehrere Kanalsysteme mit je einer Zu- und Ableitung und mehreren parallel geschalteten Verbindungsleitungen vorgesehen sind, wobei das Heizmittel bei mehreren Kanalsystemen in den Verbindungsleitungen und gegebenenfalls auch in den Zu- und Ableitungen gegenläufig strömt. 7. Werkzeuge nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände der Verbindungsleitungen untereinander bei-' gleichbleibendem Querschnitt mit zunehmender Entfernung von den Heizmittelanschlüssen abnehmen oder deren Querschnitte bei gleichem Abstande untereinander mit zunehmender Entfernung von den Anschlüssen anwachsen. B. Werkzeuge, insbesondere Kalander und Walzen, nach Anspruch 6 und 7, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere für die Zu- und Ableitung des Heizmittels im Innern konzentrisch angeordnete Einsätze, die durch zahlreiche, gegebenenfalls verschieden große Öffnungen oder Kanäle einerseits mit dem Heizraum des Werk-, zeugs und andererseits mit dem Sammelraum für das abziehende Heizmittel verbunden sind. g. Werkzeuge nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizraum entweder in der Quer- oder in der Längsrichtung des Werkzeugs in mehrere Teilräume unterteilt ist, die von einem oder mehreren Heizmittelparallelströmen durchflossen werden, wobei gegebenenfalls das Heizmittel von Teilraum zu Teilraum. in entgegengesetzter Richtung strömt. io. Werkzeuge nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichneti daß das Heizmittel durch hohle Lagerzäpfen zu- find abgeführt wird, deren Innenisolierung gleichzeitig die Lagerschilde und Stirnwände von dem beheizten Außenmantel des Werkzeugs trennt. ii. Betriebsverfahren für Werkzeuge nach Anspruch 6 bis io, dadurch gekennzeichnet, daß das -Werkzeug nach Beendigung eines Arbeitsvorganges von dem Heizmittelkreislauf getrennt und an die Zuleitung eines gegebenenfalls im -Kreislauf geführten Kühlmittels angeschlossen wird.
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