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Diese Erfindung bezieht sich auf
ein Einspritzventil zur Verwendung bei der Kraftstoffzufuhr zu einem
Zylinder eines Verbrennungsmotors mit Kompressionszündung. Insbesondere
bezieht sich die Erfindung auf ein Einspritzventil, das vorgesehen ist,
um eine Anfangs- oder Voreinspritzung und im Anschluss daran eine
Haupteinspritzung zu bewirken.
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In Bezug auf den Hintergrund der
vorliegenden Erfindung offenbart die
JP
59060064 ein Kraftstoffeinspritzventil mit einer Ventilnadel,
die durch eine in einer Federkammer angeordnete Feder gegen eine
Sitzfläche
vorgespannt ist. Die Bewegung der Ventilnadel zur Steuerung des
Kraftstoff-Einspritzvorgangs aus dem Einspritzventil wird mit Hilfe eines
Kolbenventils gesteuert, der den Kraftstofffluss in und aus der
Federkammer steuert.
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Die
US
4 928 886 offenbart ebenfalls eine Einspritzdüse, in der
die Düsenfederkammer
mit einem Drosselelement mit kalibrierter Bohrung versehen ist,
durch die Kraftstoff mit einer begrenzten Geschwindigkeit in Richtung
des niedrigen Drucks fließt. Die
Bohrung wird so kalibriert, dass die Begrenzung des Kraftstoffflusses
an verschiedene Motortypen angepasst werden kann.
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Um die Stärke des Verbrennungsgeräuschs, das
vom mit Kompressionszündung
arbeitenden Motor erzeugt wird, und die Höhe von dessen Verbrennungsaustoß zu verringern,
ist es bekannt, eine anfängliche
Voreinspritzung, bei der dem Motor eine relativ geringe Menge an
Kraftstoff zugeführt
wird, und anschließend
eine Haupteinspritzung herbeizuführen,
wobei die beiden Einspritzvorgänge
durch eine kurze Zeitspanne voneinander getrennt sind, während der
kein Kraftstoff eingespritzt wird.
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Ein bekanntes Einspritzventil zum
Gebrauch in einem derartigen Kraftstoffsystem weist eine Ventilnadel
auf, die durch eine Feder in Anlage mit einer Sitzfläche vorgespannt
ist. Die Feder liegt an einem beweglichen Anschlag an, der unter
dem Einfluss eines Voreinspritz-Hülsenelements bewegbar ist.
Ein Voreinspritz-Kolbenelement ist in einer im Voreinspritz-Hülsenelement
vorhandenen Bohrung angeordnet, wobei das Voreinspritz-Kolbenelement an den
beweglichen Anschlag angreift.
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Das Voreinspritz-Hülsenelement
ist dem Druck innerhalb eines Pumpraums ausgesetzt. Da im Betrieb
der Druck im Pumpraum ansteigt, bewegt sich das Voreinspritz-Hülsenelement in Richtung des beweglichen
Anschlags, wobei es das Voreinspritz-Kolbenelement weiter in die Bohrung
drückt und
den Kraftstoff darin unter Druck setzt. Die Bohrung der Voreinspritz-Hülse steht
mit der Ventilnadel in Verbindung, und wenn der Kraftstoffdruck
eine vorgegebene Höhe übersteigt,
reicht die Kraft aufgrund des Kraftstoffsdrucks aus, um die Ventilnadel
gegen die Wirkung der Feder von ihrer Sitzfläche anzuheben, und die Voreinspritzung
beginnt. Die Voreinspritzung dauert an, bis das Voreinspritz-Hülsenelement am
verstellbaren Anschlag zu liegen kommt. Ein derartiges Anliegen
führt dazu,
dass die Kraftstoff-Druckbeaufschlagung innerhalb der Bohrung endet,
und das bedeutet, dass die fortgesetzte Einspritzung zum Abfallen
des auf die Nadel aufgebrachten Kraftstoffdrucks führt.
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Der Kraftstoffdruck in der Pumpkammer steigt
weiter an und bewegt das Voreinspritz-Hülsenelement
und das Feder-Widerlager in eine Richtung, in der die Feder zusammengedrückt wird.
Es sollte klar sein, dass die gestiegene Kompression der Feder die
Nadel in Anlage mit ihrer Sitzfläche
zurückbringt
und die Kraft erhöht,
die notwendig ist, um die Nadel von ihrer Sitzfläche anzuheben. Fortgeführte Bewegung
des Voreinspritz-Hülsenelements
legt eine Durchlassöffnung
frei, durch die Kraftstoff vom Pumpraum auf die Ventilnadel aufgebracht
wird. Wenn der auf die Nadel aufgebrachte Kraftstoffdruck ausreichend
hoch ist, wird die Nadel von ihrer Sitzfläche angehoben, und so beginnt
die Haupteinspritzung.
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Die Menge des während der Voreinspritzung abgegebenen
Kraftstoffs ist von einer Anzahl von Faktoren abhängig. Insbesondere
wird dann, wenn der Kraftstoffdruck an der Düse vor der Voreinspritzung
relativ niedrig ist, ein bedeutendes Maß an Bewegung des Voreinspritz-Hülsenelements
notwendig, um den Kraftstoffdruck auf den die Düse öffnenden Druck ansteigen zu
lassen, daher wird relativ wenig Kraftstoff abgegeben. Wenn der
Anfangsdruck höher
ist, führt
die Voreinspritzung eine größere Menge
an Kraftstoff zu. Weiterhin besteht keine Neigung der Nadel dazu,
in ihre vollständig
angehobene Stellung angehoben zu werden, sondern sie nimmt während der
Voreinspritzung eine mittlere Position ein. In der Mittelposition
begrenzt die Nadel den Kraftstofffluss, und eine derartige Begrenzung
kann unerwünschte
Auswirkungen haben, und insbesondere eine Nadelbewegung hervorrufen.
Der Impuls der Nadel kann ausreichen, um zu bewirken, dass die Nadel
selbst dann von ihrer Sitzfläche
angehoben bleibt, wenn der auf sie aufgebrachte Kraftstoffdruck unter
den Gasdruck im Motorzylinder gefallen ist. Unter derartigen Umständen können Gase
vom Motor in das Einspritzventil eindringen, was die spätere Betätigung des
Einspritzventils beeinträchtigt.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung,
ein Einspritzventil bereitzustellen, bei dem die oben beschriebenen
Nachteile verringert sind.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird ein Einspritzventil mit einer Ventilnadel, die durch eine in einer
Federkammer befindliche Feder gegen eine Sitzfläche gespannt ist, wobei die
Feder zwischen einem mit der Ventilnadel in Verbindung stehenden
Feder-Widerlager
und einem beweglichen Anschlag eingebettet ist, und einem verengten
Durchflussweg bereitgestellt, durch den Kraftstoff mit einer begrenzten
Geschwindigkeit aus der Federkammer fließen kann, wobei das Einspritzventil
eine Ventil-Anordnung unter Einschluss des genannten beweglichen Anschlags
aufweist, wobei diese Ventil-Anordnung während des
Betriebs des Einspritzventils betätigt werden kann, um Kraftstoff
mit einer zweiten, höheren
Geschwindigkeit aus der Federkammer fließen zu lassen.
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Es sollte klar sein, dass bei geschlossener Ventil-Anordnung
der begrenzte Kraftstofffluss aus der Federkammer de facto als eine
Hochgeschwindigkeits-Hydraulikfeder-/ Hochgeschwindigkeits-Unterdruckdosen
(dash pot) -Anordnung wirkt, die die in der Federkammer befindliche
Feder beim Steuern der Bewegung der Ventilnadel von ihrer Sitzfläche unterstützt. Wenn
das Einspritzventil ein Zwei-Geschwindigkeits-Einspritzventil ist,
kann dann, wenn die Ventil-Anordnung für die Voreinspritzung geschlossen
ist, die Öffnungsgeschwindigkeit
der Düse gesteuert
werden. Nachfolgendes Öffnen
der Ventil-Anordnung
vor der Haupteinspritzung ermöglicht es,
dass die Haupteinspritzung von der Anwesenheit der Ventil-Anordnung
im Wesentlichen nicht beeinflusst wird.
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Die Ventil-Anordnung wird zweckmäßig von einer
Sitzfläche
gebildet, die rund um eine mit der Federkammer in Verbindung stehende Öffnung ausgebildet
ist, wobei der bewegliche Anschlag mit der Sitzfläche in Anlage
kommen kann, um den Kraftstofffluss durch die Öffnung zu steuern.
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Die Erfindung wird nachstehend unter
Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beispielhaft näher
beschrieben, wobei:
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1 einen
Querschnitt einer Pumpe / eines Einspritzventils gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung darstellt;
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2 eine
vergrößerte Teilansicht
von 1 darstellt;
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3 eine
Ansicht, ähnlich
der 2, einer alternativen
Anordnung darstellt; und die 4 und 5 vergrößerte Ansichten
sind, die die Wirkungsweise der Pumpe / des Einspritzventils von 1 zeigen.
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1 zeigt
eine Pumpen-/Einspritzventil-Anordnung, die einen Düsenkörper 10 mit
einer darin gleitenden Ventilnadel 12 aufweist. Die Ventilnadel 12 enthält Druckflächen (nicht
gezeigt), die so ausgerichtet sind, dass das Aufbringen von unter
hohem Druck stehendem Kraftstoff darauf die Ventilnadel 12 weg
von einer im Düsenkörper 10 ausgebildeten
Sitzfläche
drückt.
Der Düsenkörper 10 liegt
an einem ersten Abstandsstück 14 an,
das wiederum an einem zweiten Abstandsstück 16 anliegt. Das
erste und das zweite Abstandsstücke 14, 16 sind
mit eine Federkammer bildenden Durchbohrungen versehen, in der sich
eine Feder 18 befindet. Die Feder 18 ist zwischen
einem Feder-Widerlager 20, das an einem Ende der Ventilnadel 12 anliegt,
und einem beweglichen Anschlag 22 eingebettet. Der bewegliche
Anschlag 22 und das Feder-Widerlager 20 besitzen beide
die Form von becherförmigen
Elementen.
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Das zweite Abstandsstück 16 liegt
an einem Pumpenkörper 24 an,
wobei eine Hutmutter 26 den Düsenkörper 10 und das erste
und das zweite Abstandsstück 14, 16 am
Pumpenkörper 24 befestigt. Der
Pumpenkörper 24 umfasst
eine Bohrung 28, in der sich ein Kolben 30 unter
der Einwirkung einer Nockenanordnung (nicht gezeigt) hin- und herbewegen läßt, wobei
eine Rückstellfeder
(nicht gezeigt) so angeordnet ist, dass sie den Kolben 30 aus
der Bohrung 28 zurückzieht.
Ein Durchgang 32 steht mit der Bohrung 28 in Verbindung
und führt
Kraftstoff einer Überströmventil-Anordnung 34 zu,
die so angeordnet ist, dass sie die Verbindung zwischen dem Durchgang 32 und
einem Durchgang 36 steuert. Der Durchgang 36 steht
mit einer ringförmigen
Kammer 38 in Verbindung, die im zweiten Abstandsstück 16 benachbart zu
einem Ende der Federkammer vorhanden ist, wobei ein verengter Durchgang 40 so
angeordnet ist, dass er die ringförmige Kammer 38 mit
einem Niederdruck-Reservoir verbindet.
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Der bewegliche Anschlag 22 grenzt
an einen zweiten Anschlag 42 an, der sich in eine im Pumpenkörper 24 koaxial
zur Bohrung 28 vorhandene Bohrung erstreckt. Das vom beweglichen
Anschlag 22 abgewandte Ende des zweiten Anschlags 42 trägt ein Voreinspritz-Kolbenelement 44,
das in einer in einem Voreinspritz-Hülsenelement 46 vorhandenen Bohrung
bewegt werden kann. Das Voreinspritz-Hülsenelement 46 wird
durch die Feder 48 weg vom zweiten Anschlag 42 gespannt,
und eine zweite, schwächere
Feder 50 ist in der Bohrung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 vorhanden,
um das Angreifen des Voreinspritz-Kolbenelements 44 am zweiten
Anschlag 42 sicherzustellen. Das vom zweiten Anschlag 42 abgewandte
Ende des Voreinspritz-Hülsenelements 46 ist
so angeordnet, dass es an einer Sitzfläche in Anlage kommt, die rund
um eine Bohrung 29 ausgebildet ist, welche die Bohrung 28 mit
der Bohrung verbindet, in der das Voreinspritz-Hülsenelement 46 bewegt
werden kann.
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Der zweite Anschlag 42 ist
mit einer Rille 64 versehen, durch die eine Verbindung
zwischen der Kammer 38 und der Bohrung möglich ist,
in der sich das Voreinspritz-Hülsenelement 46 bewegt.
Ein Durchgang 62 verbindet diese Bohrung mit dem Niederdruck-Reservoir.
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Wie am deutlichsten in den 4 und 5 dargestellt,
ist die das Ende der Federkammer bildende Wand des zweiten Abstandsstücks 16 gewinkelt,
so dass eine Sitzfläche 16a entsteht,
mit der der bewegliche Anschlag 22 in einer im Wesentlichen
flüssigkeitsdichten
Weise in Anlage kommt. Es sollte klar sein, dass dann, wenn der
bewegliche Anschlag 22 mit der Sitzfläche in Anlage kommt, um eine
Bewegung der Ventilnadel 12 zu ermöglichen, Kraftstoff aus der
Federkammer austreten können
muss. Wie in den 1, 2 und 3 dargestellt,
ist, um einen derartigen Kraftstofffluss aus der Federkammer zuzulassen,
im zweiten Abstandsstück 16 ein
verengter Durchgang 52 vorgesehen, wobei der verengte Durchgang 52 mit
dem Niederdruck-Reservoir in Verbindung steht. Weiter wird eine
begrenzte Verlustmenge durch einen kleinen, gesteuerten Zwischenraum
zwischen dem Feder-Widerlager 20 und dem zweiten Abstandsstück 16 zugelassen,
wobei diese Kraftstoff-Leckmenge zu der im ersten Abstandsstück 14 vorhandenen
Durchbohrung fließt
und durch einen darin vorhandenen Durchgang 54 zum Niederdruck-Reservoir
geführt
wird. In der in den 1 und 2 dargestellten Anordnung
ist der verengte Durchgang 52 so angeordnet, dass er teilweise
vom Feder-Widerlagerelement 20 verschlossen ist. Es sollte klar
sein, dass im Betrieb eine Bewegung des Feder-Widerlagerelements 20 auftritt,
wenn die Ventilnadel 12 von ihrer Sitzfläche angehoben
wird, wobei eine derartige Bewegung den verengten Durchgang 52 weiter
abdeckt. Es sollte deshalb klar sein, dass die Geschwindigkeit oder
Menge des Kraftstoffflusses aus der Federkammer davon abhängt, wie
weit die Ventilnadel 12 angehoben ist. In der in 3 dargestellten Ausführungsvariante
ist der verengte Durchgang 52 so angeordnet, dass über den
gesamten Umfang der Bewegung der Ventilnadel 12 hinweg das
Feder-Widerlagerelement 20 vom verengten Durchgang 52 beabstandet
bleibt und daher die Geschwindigkeit oder Menge des Kraftstoffflusses
durch den verengten Durchgang 52 nicht von der Stellung der
Ventilnadel 12 und dementsprechend auch nicht von der des
Feder-Widerlagerelements 20 abhängig ist.
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Ein Durchgang 56 ist im
ersten und zweiten Abstandsstück 16, 18 und
im Pumpenkörper 24 vorgesehen,
um zwischen den Druckflächen
der Ventilnadel 12 und der Bohrung, in der das Voreinspritz-Hülsenelement 46 gleitet,
eine Verbindung herzustellen. In der in 1 dargestellten
Stellung steht der Durchgang 56 mit der Bohrung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 weiterhin
durch die im Voreinspritz-Hülsenelement 46 vorhandenen,
sich radial erstreckenden Drillbohrungen 58 in Verbindung.
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Im Betrieb nimmt in der in den 1 und 4 dargestellten
Stellung der Kolben 30 seine äußere Stellung ein, und die
Bohrung 28 ist mit Kraftstoff von relativ niedrigem Druck
befällt.
Das Voreinspritz-Hülsenelement 46 ist
aufgrund der Wirkung der Feder 48 in Anlage mit seiner
Sitzfläche,
und die Überströmventil-Anordnung 34 befindet
sich in einer Stellung, in der zwischen dem Durchgang 32 und
dem Durchgang 36 eine Verbindung hergestellt ist. Die Ventilnadel 12 befindet
sich in Anlage mit ihrer Sitzfläche,
und der bewegliche Anschlag 22 befindet sich aufgrund der
Wirkung der Feder 18 in Anlage mit seiner Sitzfläche 16a.
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Die Einwärtsbewegung des Kolbens 30 von dieser
Stellung weg verdrängt
Kraftstoff aus der Bohrung 28 durch die Überströmventil-Anordnung 34 in die
Kammer 38, und aus der Kammer 38 über den verengten
Durchgang 40 zum Niederdruck-Reservoir.
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Anschließend wird die Überströmventil-Anordnung 34 in
Gang gesetzt, um die Verbindung zwischen dem Durchgang 32 und
dem Durchgang 36 zu unterbrechen. Nach einer derartigen
Aktivierung der Überströmventil-Anordnung 34 setzt
die fortgesetzte Einwärtsbewegung
des Kolbens 30 den Kraftstoff in der Bohrung 28 unter
Druck. Die Beaufschlagung des Kraftstoffs in der Bohrung 28 mit
Druck bringt auf den ausgesetzten Teil des Voreinspritz-Hülsenelements 46 eine
Kraft auf, und, wenn die auf das Voreinspritz-Hülsenelement 46 aufgebrachte
Kraft die durch die Feder 48 auf dieses Element aufgebrachte Kraft übersteigt,
bewegt sich das Voreinspritz-Hülsenelement 48 in
Richtung des zweiten Anschlags 42. Wenn eine derartige
Bewegung beginnt, wird unter hohem Druck stehender Kraftstoff auf
den gesamten Endbereich des Voreinspritz-Hülsenelements 46 aufgebracht,
und dementsprechend nimmt die auf dieses aufgebrachte Kraft zu.
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Die Bewegung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 gegen
den zweiten Anschlag 42 führt dazu, dass das Voreinspritz-Kolbenelement 44 in
die Bohrung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 gedrückt wird,
wodurch der Kraftstoff in der Bohrung und der Kraftstoff im Durchgang 56 unter
Druck gesetzt werden. Der auf die Druckflächen der Ventilnadel aufgebrachte
Kraftstoffdruck steigt deshalb an. Wenn der auf die Druckflächen der
Ventilnadel 12 aufgebrachte Druck eine vorgegebene Höhe übersteigt,
reicht die durch den Kraftstoffdruck auf die Ventilnadel 12 ausgeübte Kraft
aus, um die Ventilnadel 12 gegen die Wirkung der Feder 18 anzuheben.
Eine derartige Bewegung der Ventilnadel 12 und des Feder-Widerlagers 20 führt dazu,
dass der Kraftstoff in der Federkammer unter Druck gesetzt wird,
und folglich fließt Kraftstoff
in begrenzter Geschwindigkeit bzw. Menge aus der Federkammer durch
den Durchgang 52 und durch den verengten Zwischenraum zwischen
dem Feder-Widerlager 20 und dem Abstandsstück 16.
Die relativ geringe Menge bzw. Geschwindigkeit des Kraftstoffaustritts
aus der Federkammer beschränkt die
Bewegung des Feder-Widerlagers 20 und damit die Bewegung
der Ventilnadel 12 weg von ihrer Sitzfläche. Durch geeignetes Auswählen der
Querschnittsflächen
der Durchgänge 52 und
des Zwischenraums kann während dieses
Abschnitts des Einspritz-Zyklus' eine
zusätzliche
Steuerung der Bewegung der Ventilnadel 12 erreicht werden.
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Wie voranstehend beschrieben, führt die
Bewegung der Ventilnadel 12 in der in 2 dargestellten Anordnung dazu, dass
der Durchgang 52 teilweise verdeckt wird, wodurch die Geschwindigkeit
bzw. Menge, mit der Kraftstoff aus der Federkammer austreten kann,
weiter begrenzt wird.
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Die fortgeführte Einwärtsbewegung des Kolbens 30 führt zu einer
fortgesetzten Bewegung des Voreinspritz-Hülsenelements 46, bis
das Voreinspritz-Hülsenelement 46 zur
Anlage an den zweiten Anschlag 46 kommt. Deutlich erkennbar
beendet das Anliegen des Voreinspritz-Hülsenelements 46 an dem
zweiten Anschlag 42 die Einwärtsbewegung des Voreinspritz-Kolbenelements 44,
und deshalb wird die Druck-Beaufschlagung
des Kraftstoffs in der Zuführungsleitung 56 beendet.
Während
der Einspritzvorgang fortgesetzt wird, fällt demzufolge der auf die Druckflächen der
Ventilnadel 12 aufgebrachte Druck ab.
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Die Beschränkung des Abflusses von Kraftstoff
aus der Federkammer führt
dort zu einer Verdichtung des Kraftstoffs. Die verringerte Kraft,
die aufgrund des verringerten auf die Druckflächen wirkenden Drucks auf die
Ventilnadel wirkt, kann zu einer gewissen Bewegung der Nadel in
Richtung ihrer Sitzfläche
führen,
die sich aus der Ausdehnung des Kraftstoffs in der Federkammer ergibt.
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Eine weitere Einwärtsbewegung des Kolbens 30 verursacht
eine weitere Bewegung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 gegen
die Wirkung sowohl der Feder 48 als auch der Feder 18,
wobei die Bewegung des Voreinspritz-Hülsenelements 46 eine Bewegung
sowohl des zweiten Anschlags 42 als auch des beweglichen
Anschlags 22 bewirkt. Klar erkennbar steigert die Bewegung
des beweglichen Anschlags 22 die Kompression der Feder 18,
und bringt damit eine erhöhte
Kraft auf die Ventilnadel 12 auf, und diese erhöhte Kraft
reicht aus, um die Ventilnadel 12 in Anlage mit ihrer Sitzfläche zurückzubringen.
Die Bewegung des beweglichen Anschlags 22 führt weiter
dazu, dass die Federkammer über
die Kammer 38 mit dem verengten Durchgang 40 in
Verbindung gelangen kann, und der bewegliche Anschlag 22 ist,
wie in den 1, 4 und 5 dargestellt, so geformt, dass er einen
Durchfluss oder eine Rille 60 begrenzt, durch die Kraftstoff
zur ringförmigen
Kammer 38 fließen kann.
Die Bewegung des beweglichen Anschlags 22 weg von seiner
Sitzfläche 16a lässt deshalb
klar erkennbar Kraftstoff mit erhöhter Geschwindigkeit bzw. in
erhöhter
Menge in die oder aus der Federkammer fließen.
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Zusätzlich zur Rückführung der
Ventilnadel 12 auf ihre Sitzfläche verursacht die Kompression
der Feder 18 ein Anwachsen der Kraft, die auf die Ventilnadel 12 aufgebracht
werden muss, um die Ventilnadel 12 von ihrer Sitzfläche anzuheben.
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Eine weitere Bewegung des Kolbens 30 in seine
Bohrung hinein führt
dazu, dass das Voreinspritz-Hülsenelement 46 in
einem solchen Maß bewegt
wird, dass damit eine Verbindung zwischen der Bohrung 28 und
dem Durchgang 56 zustande kommen kann. Der unter Druck
befindliche Kraftstoff wird deshalb direkt aus der Bohrung 28 auf
die Druckflächen
der Ventilnadel 12 aufgebracht. Die fortgesetzte Bewegung
des Kolbens 30 erhöht
den auf die Druckflächen
aufgebrachten Druck in einem solchen Maß, dass sich die Ventilnadel 12 gegen
die stärkere
durch die Feder 18 auf sie aufgebrachte Kraft von ihrer
Sitzfläche
anhebt. Ein derartiges Anheben der Ventilnadel 12 ermöglicht,
dass es zu einer zweiten, Haupt-Einspritzung kommt.
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Um die Einspritzung zu beenden, wird
die Überströmventil-Anordnung 34 in
die in 1 dargestellte Stellung zurückgebracht.
In dieser Stellung kann Kraftstoff aus der Bohrung 28 und
dem Durchgang 56 zum Durchgang 36 und von dort
durch den verengten Durchgang 40 zu einem geeigneten Niederdruck-Reservoir
fließen.
Ein derartiger Kraftstofffluss verringert den auf die Druckflächen der
Ventilnadel aufgebrachten Druck, und deshalb kehrt die Ventilnadel 12 unter
der Wirkung der Feder 18 in die Anlage mit ihrer Sitzfläche zurück. Außerdem wird, da
Kraftstoff über
die ringförmige
Kammer 38 zur Federkammer fließen kann, während gleichzeitig der bewegliche
Anschlag 22 von seiner Sitzfläche beabstandet ist, unter
relativ hohem Druck stehender Kraftstoff auf die ausgesetzten Oberflächen des
Feder-Widerlagers 20 aufgebracht, wobei das Aufbringen
von unter relativ hohem Druck stehenden Kraftstoff auf diese die
Wirkung der Feder 18 beim Zurückbringen der Ventilnadel 12 in
Richtung ihrer Sitzfläche
unterstützt.
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Eine fortgeführte Einwärtsbewegung des Kolbens 30 verdrängt Kraftstoff
aus der Bohrung 28 vorbei an der Überströmventil-Anordnung 34 zum Niederdruck-Reservoir.
Eine derartige Verdrängung setzt
sich fort, bis der Kolben 30 seine innerste Stellung einnimmt,
worauf der Kolben 30 unter der Wirkung der zugehörigen Feder
eine Auswärtsbewegung
beginnt. Die Auswärtsbewegung
des Kolbens 30 bewirkt, dass Kraftstoff vom Niederdruck-Reservoir
durch den verengten Durchgang 40 und durch die Durchgänge 36 und 32 zur
Bohrung 28 gezogen wird, wodurch die Bohrung 28 mit
unter relativ niedrigem Druck stehendem Kraftstoff befüllt wird.
Da inzwischen der zweite Anschlag 42 in die in 1 dargestellte Stellung zurückgekehrt
ist, kann Kraftstoff durch den Durchgang 62, der mit der
Bohrung in Verbindung steht, in welcher sich das Voreinspritz-Hülsenelement 46 bewegen
kann, und durch die im zweiten Anschlag 42 vorhandene Rille 64 zur
ringförmigen
Kammer 38 fließen.
Dieser zusätzliche
Durchflussweg erhöht
die Geschwindigkeit bzw. Menge, mit der Kraftstoff der Bohrung 28 zugeführt werden kann.
Kraftstoff fließt
weiterhin zur Bohrung 28, bis der Kolben 30 seine äußerste Stellung
einnimmt, bereit zum Beginn des nächsten Einspritz-Zyklus.
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Es sollte klar sein, dass während der
Haupteinspritzung, wenn der bewegliche Anschlag 22 von seiner
Sitzfläche
angehoben ist, sich das Vorhandensein des verengten Durchflusswegs
aus der Federkammer nicht auswirkt, weshalb das Einspritzventil
während
dieses Abschnitts des Einspritz-Zyklus' in der gleichen Weise arbeitet, wie
es dies ohne die Erfindung tun würde.
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Es sollte klar sein, dass die Erfindung
auf andere Typen von Einspritzventilen anwendbar ist, und nicht
auf den spezifischen hier beschriebenen Typ von Einspritzventil
beschränkt
sein soll.