DE69640C - Mit Spülvorrichtung verbundene Rieselungsanlage tür eisenhaltiges Grundwasser - Google Patents

Mit Spülvorrichtung verbundene Rieselungsanlage tür eisenhaltiges Grundwasser

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DE69640C
DE69640C DENDAT69640D DE69640DA DE69640C DE 69640 C DE69640 C DE 69640C DE NDAT69640 D DENDAT69640 D DE NDAT69640D DE 69640D A DE69640D A DE 69640DA DE 69640 C DE69640 C DE 69640C
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DENDAT69640D
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C. PlEFKE, Ingenieur der städtischen Wasserwerke, in Berlin, vor dem Stralauerthor Nr. 38
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/58—Treatment of water, waste water, or sewage by removing specified dissolved compounds
    • C02F1/62—Heavy metal compounds
    • C02F1/64—Heavy metal compounds of iron or manganese
    • C02F1/645—Devices for iron precipitation and treatment by air

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Spülvorrichtung verbundene Rieseiungsaniage für eisenhaltiges Grundwasser, bei welcher die Abscheidung der Eisenantheile des Wassers als Eisenoxyd durch ein grobporiges, rauhflächiges Material, wie Koks, Bimsstein, poröse Ziegelstücke etc., veranlafst wird. Dieses Material ruht hohl auf einem aus Platten gebildeten Rost und wird seitlich von vollen Wändungen aus Metall, Stein oder cementirtem Mauerwerk umschlossen. Die die Rieseiungsaniage bildenden Gefäfse, die einzelnen Rieseier, erhalten im Grundrifs zweckmäfsig eine rechteckige Form und werden durch zur schmalen Seite parallele Zwischenwände in eine Reihe neben einander liegender Zellen getheilt. Für die Grundflächeneinheit darf in der Zeiteinheit nur eine in gewissen Grenzen gehaltene Wassermenge aufgeschlagen werden, zu deren Ermittelung die chemische Analyse des zu behandelnden Wassers führt. Die auf diese Weise sich ergebende Wassermenge wird auf ein Vertheilungssieb geleitet und durch die Lochung desselben in eine grofse Zahl frei herabfallender Strahlen zerlegt. Das an den rauhen Flächen des Füllmaterials der Rieseier unter steter Berührung mit atmosphärischer Luft herabrieselnde Wasser läfst an diesem rauhen, porösen Material seinen Eisenantheil in Form von Eisenoxyd zurück.
Nach der Erfindung findet nun eine periodische Spülung derRieseler nach Ansammlung gröfserer Eisenoxydmassen, die den Rieseier unwirksam machen, zu dem Zwecke statt, diese Massen zu entfernen. Diese Spülvorrichtung hat der Bedingung zu entsprechen, jede einzelne Zelle stark unter Wasser setzen zu können, diese wesentlich' verstärkte Wassermasse möglichst gleichmäfsig über die ganze Zellenfläche auszubreiten und eine Stauung des Wassers auf dem Wege nach unten zu verhindern.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine solche mit Spulvorrichtung verbundene . Rieseiungsaniage dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt durch einen Rieseier ;
Fig. 2 ist zum Theil Längsschnitt, zum Theil Seitenansicht des durch Scheidewände in Zellen getheilten Rieselers;
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt bezw. eine Oberansicht und
Fig. 4 der Grundrifs bezw. die Unteransicht eines solchen Rieselers einer ganzen Anlage.
Das von seinem Eisengehalt zu reinigende Wasser wird durch die Leitung α den Siebkästen b zugeführt, aus denen es in gleichmäfsiger Vertheilung über das rauhe, poröse Material c, wie Koks, Bimsstein etc., tritt, welches in den Rieselungsbehältern d untergebracht ist. Diese ' Behälter erhalten volle Seitenwände und durch rostartig neben einander gelegte Stäbe e gebildete durchlässige Böden. Die Rieselungsbehälter d werden durch Zwischenwände f in eine Reihe neben einander liegender Zellen getheilt und diese Zellen noch durch Hülfsscheider g weiter zerlegt, um, wie weiter ausgeführt werden soll, eine wirksamere Spülung zu ermöglichen.
Die Anzahl der Siebkä'sten b ist zur Vermittelung einer energischen Spülung, d. h. zur Concentrirung einer grofsen Wassermenge auf die Flächeneinheit des Rieselers nach der Anzahl der Zellen derart bemessen, dafs auf jede Zelle
mehrere Siebkästen entfallen. Die eine Seitenwand jedes Kastens b ist zur Bildung eines Ueberfalles bei b' ausgeschnitten. Wird einem solchen Kasten für Spülzwecke des Rieselers erheblich mehr Wasser zugeführt, so bedeckt sich der Boden mit einer um vieles höheren Wasserschicht und die Strahlen werden entsprechend stärker, als wenn die Kästen nur zur Vertheilung des zu behandelnden Wassers verwendet werden. Der von den Siebkästen nicht mehr aufgenommene Ueberschufs an Wasser steigt durch die seitlich angebrachten breiten Ueberfälle b' in die Zellen, um durch die Hülfsscheider g zum Versinken auf einem kleinen Streifen genöthigt zu werden. Zur Zuführung des Spülwassers dient ein System von Schwenkrohren h, von denen jedes eine gleiche Anzahl von Siebkästen b bestreichen kann. Diese Schwenkrohre sind mit je einem Absperrschieber i versehen und treten nicht gleichzeitig, sondern nach einander in Function. Da also immer nur ein Absperrschieber dieser Schwenkrohre geöffnet ist, so ist man im Stande, die ganze zum Spülen verfügbare Wassermenge auf einen kleinen Theil der Oberfläche des Rieselers zu lenken und die Gesammtheit der Flächenstücke nach einander derselben Behandlung zu unterwerfen. Eine Stauung des Spülwassers ist bei der rostartigen Beschaffenheit des Bodens des Rieselers d ausgeschlossen.
In den Fig. 5, 6 und 7, wovon Fig. 5 eine Oberansicht, Fig. 6 einen Querschnitt und Fig. 7 eine theilweise Vorderansicht und Schnitt durch einen Rieseier darstellt, . ist eine Abänderung der vorbeschriebenen Rieselungsanlage mit Spülvorrichtung dahin getroffen, dafs das zu reinigende Wasser nicht direct durch Stutzen eines besonderen Zuleitungsrohrers a, sondern durch eine Querrinne k den Siebkästen b zugeführt wird, die durch das Schwenkrohr h gespeist wird. Hierdurch wird das Zuleitungsrohr a mit Stutzen entbehrlich.
Die Querrinne k ruht, wie Fig. 5 zeigt, auf einer bestimmten Anzahl von Siebkästen b, und ist mit Löchern k' versehen, die über jedem Siebkasten angebracht sind. Die Löcher k' dienen zur gleichmäfsigen Vertheilung des durch das Schwenkrohr h zugeführten Wassers auf jeden der Siebkästen b, zu welchem Zwecke der Durchmesser der Löcher k' so berechnet ist, dafs alle zusammen erst bei einem bestimmten Wasserstande in der Rinne k das zugeführte Wasserquantum abgeben.
Die Schwenkarme h dienen auch bei dieser Anordnung aufser der Zuleitung des zu reinigenden Wassers gleichzeitig zur Zuführung von Spülwasser zur Reinigung des Rieselers. Dieselben können zu diesem Zwecke zur Bestreichung einer Anzahl von Siebkästen b eine Drehung ausführen, welche durch Angriff an die Handhabe / des Schwenkarmes erreicht wird. Die Spülung des Rieselers geschieht hierbei, wie vorbeschrieben, durch Einführung des Spülwassers nur in einen Siebkasten b. Um auch in den mittleren Siebkasten jeder Siebkästengruppe das Spülwasser durch das Schwenkrohr einführen zu können, erhält jede Rinne in der Mitte einen Ansatz k2, dessen Breite derart bemessen ist, dafs durch Seitwärtsdrehung des Schwenkrohres das Wasser desselben auch an den mittleren Siebkasten abgegeben wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine mit Spülvorrichtung verbundene Rieselungsanlage für eisenhaltiges Grundwasser, bei welcher die Vertheilung des zu reinigenden, sowie des Spülwassers auf die mit rostartigen Böden (e) versehenen und durch Zwischenwände (f g) in Zellen getheilten Rieseier (d) durch Siebkästen (b) mit Ueberfällen (b'J erfolgt, denen nach einander das Spülwasser durch Schwenkrohre (h) zugeführt wird, welche je eine Anzahl Zellen bestreichen, so dafs eine grofse Menge Spülwasser stets nur auf einen Theil des Rieselers wirkt.
  2. 2. Die Abänderung der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung in der Weise, dafs das zu reinigende Wasser unmittelbar durch die Schwenkrohre (h) besonderen Vertheilungsrinnen (k) zugeführt wird, die vermittelst Austrittsöffnungen (k'J das Wasser gleichmäfsig auf die einzelnen Siebkästen (b). vertheilen, und deren Ansätze (k*2) auch die Zuführung des Spülwassers nach dem mittleren Siebkasten gestatten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69640D Mit Spülvorrichtung verbundene Rieselungsanlage tür eisenhaltiges Grundwasser Expired - Lifetime DE69640C (de)

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