DE69501C - Apparat zur Erzeugung von Schwefelsäure - Google Patents

Apparat zur Erzeugung von Schwefelsäure

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DE69501C
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Germany
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sulfuric acid
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acid
tower
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Expired - Lifetime
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DENDAT69501D
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E. J. BARBIER in Paris, 13 rue de Archives
Publication of DE69501C publication Critical patent/DE69501C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/69Sulfur trioxide; Sulfuric acid
    • C01B17/74Preparation
    • C01B17/82Preparation of sulfuric acid using a nitrogen oxide process
    • C01B17/86Tower process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Schwefelsäure, für welche die Bleikammern durch einfache und vortheilhafte Apparate ersetzt werden sollen, wie im Nachstehenden näher beschrieben wird.
Die durch Verbrennen von Schwefel, Rösten von Schwefelkies oder in anderer Weise hergestellte schweflige Säure wird durch eine geeignete Leitung in die Reactionskammer oder Thürme geführt, welche über den terrassenartig aufgestellten Verdampfpfannen oder dem Hauptkanal angeordnet sind. Diese Pfannen oder Schalen bezw. deren Ersatz (der Sammelkanal) können durch Feuerungen oder durch die aus den Schwefelkiesöfen entweichende schweflige Säure geheizt werden. In die oberste, am wenigsten erhitzte Pfanne wird ein Gemenge von nach Bedarf mehr oder weniger verdünnter Schwefel- und Salpetersäure eingelassen; auch wird Salpetersäure, die aus den letzten als Gay-Lussacthürme dienenden Thürmen stammt, dieser Schale zugeführt.
Dieses Säuregemisch giebt beim Herabfliefsen von Schale zu Schale die nitrosen und auch Wasser-Dämpfe ab, so dafs zuletzt nitrosefreie und concentrirte Schwefelsäure aus der untersten Verdampfschale abfliefst. Ueber den Thürmen ist eine Leitung mit entsprechenden Hähnen behufs Vertheilung nitroser Schwefelsäure bezw. einem Gemenge von Schwefel- und Salpetersäure angeordnet. Aufserdem kann ein Luftstrom, dessen Temperatur je nach dem Gang des Processes geregelt ist, an irgend einer gewünschten Stelle, so in den ersten und letzten Thurm eingeführt werden.
Die Ausführung dieses Verfahrens mag an Hand eines auf beiliegender Zeichnung beispielsweise veranschaulichten Apparates genauere Erläuterung finden. Fig. 1 zeigt die Gesammtanordnung im Längsschnitt, Fig. 2 im Horizontalschnitt und Fig. 3 stellt einen Schnitt nach Linie 1-2 der Fig. 1 dar.
Das in dem Röstofen A erzeugte schwefligsaure Gas geht durch die Leitung C, in welcher bereits Schwefelsäureerzeugung stattfindet, in den ersten Thurm jR, , wo gleichzeitig ein Luftstrom und aus den über der Feuerung B angeordneten Verdampf- oder Concentrationspfannen entwickelte nitrose und Wasser-Dämpfe eintreten. Jeder Thurm enthält eine Füllung aus Hohlstücken oder dergleichen aus Sandstein, Quarz oder anderem gegen Säure widerstandsfähigen Material. Es ist vortheilhaft, im oberen oder unteren Theil oder in diesen beiden Theilen der Thürme freie Räume zu lassen, in welchen sich die Gasgemische ausbreiten können, um dadurch deren Geschwindigkeit zu mäfsigen und die Reaction zu erleichtern. Man kann auch zu gleichem Zweck einen solchen freien Raum in der Mitte der Thurmfüllung anordnen. Die Thürme eines und desselben Apparates können gleiche oder verschiedene Gröfse haben. Wie es auch auf der Zeichnung angedeutet ist, kann man die Verbindung der Thürme unter einander derart einrichten, dafs dieselbe abwechselnd zwischen den oberen und zwischen den unteren Theilen der benachbarten Thürme angeordnet ist, oder indem man den oberen Theil des einen mit dem unteren Theil des folgenden Thurmes
verbindet. Letztere Verbindungsweise erscheint sehr vortheilhaft, da alsdann die Gase von unten der von oben herabrinnenden nitrosen Schwefelsäure entgegenströmen und so mit letzterer sich innig mischen können.
Falls man in der Mitte der Thurmfüllung einen freien Raum läfst, führt man zweckmä'fsig das Gas in diesen freien Raum ein und leitet dasselbe durch passende Einstellung der Zugvorrichtungen in den Thurm zu einem Theil aufwärts, zum anderen Theil abwärts, damit sie auch den Wasser- und nitrosen Dämpfen entgegenströmen, welche sich aus der abwärtsrieselnden nitrosen Schwefelsäure entwickeln.
Unter Vermittelung dieser Gegenströmungen vollzieht sich die Reaction unter Temperaturerhöhung. Es entsteht Schwefelsäure, welche in die unterhalb des offenen Bodens des Thurmes befindlichen Verdampfpfannen oder in den Sammelkanal herabtropft, während die freien Gase in den folgenden Thurm i?2 hineinziehen, um dort dieselbe Thätigkeit zu entwickeln, natürlich in verminderter Stärke, welche in den folgenden Thürmen noch immer mehr abnimmt. Man kann gewünschtenfalls auch zur etwaigen Verstärkung bezw. Erleichterung der Reaction noch Dampf: in einen oder jeden oder mehrere Thürme einführen.
Den oder die letzten Thürme benutzt man vortheilhaft als Gay-Lussacthürme.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zur Erzeugung von Schwefelsäure, gekennzeichnet durch eine Reihe von in zweckmäfsiger Weise unter einander verbundenen, mit Vertheilungskörpern theilweise ausgesetzten Thürmen (R1 R2 etc.), denen von oben her nitrose Schwefelsäure bezw. ein Gemisch von Schwefel- und Salpetersäure bezw. Schwefelsäure, von unten Nitrose- und Wasserdämpfe aus einer Reihe von terrassenförmig unter den Thürmen angeordneten Verdampfgefäfsen bezw. aus einem einzigen schräg liegenden beheizten Sammelkanal, welche mit der in den Thürmen herabfliefsenden bezw. gebildeten nitrosen Schwefelsäure bezw. verdünnten Schwefelsäure gespeist werden, und Luft und schweflige Säure aus einem Kiesofen, Schwefelbrenner oder dergleichen zugeführt werden, von denen die schweflige Säure auf ihrem Wege zum ersten Thurm (R1J bereits in einem zwischen dem Kiesofen etc. und diesem Thurm eingeschalteten, mit terrassenförmig aufgestellten Verdampfgefäfsen versehenen Kanal (C) mit den aus letzteren abdampfenden Nitrose- und Wasserdämpfen in Berührung gebracht wird, wobei gleichzeitig in diesem Kanal eine Concentration der den Verdampfgefäfsen desselben aus den Thürmen bezw.. aus - den unter den-· selben befindlichen Verdampfgefäfsen bezw. aus dem Sammelkanal zufliefsenden Schwefelsäure bewirkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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