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Technisches
Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich allgemein auf ein Verfahren zum Durchführen von Signalisierung in
einem Telekommunikationssystem zwischen einer Mobilstation und einer
Mobildienstvermittlungsstelle in Bezug auf Handhabung von Operationen
von Interesse auf Zusatzdienste. Das Telekommunikationssystem hat
Funktionalität,
die in Basisfunktionalität,
umfassend Basisdienste, und zusätzliche
Funktionalität,
umfassend Zusatzdienste, aufgeteilt ist, und inkludiert ein mobiles
Telekommunikationssystem, inkludierend Mobiltelefone und Mobildienstvermittlungsstellen,
die in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren. Zusatzdienstprozeduren,
die Beschreibungen von Vorwärts-
und Rücknachrichteninformationskomponenten
sind, werden durch ein Protokoll mittels Regeln definiert, die die
Prozeduren als Operationen spezifizieren. Diese Komponenten inkludieren
Daten, die für
eine Operation spezifisch und nur innerhalb eines entsprechenden
Zusatzdienstes bekannt sind. Jede Operation in einem Zusatzdienst
wird durch einen Operationscode identifiziert, der in jeder Vorwärtsnachrichteninformationskomponente
inkludiert ist und einen Wert inkludiert, der einer bestimmten Operation
entspricht und der in dem Protokoll spezifiziert ist und normalerweise
einen Zusatzdienst identifiziert, der eine Zusatzdienstoperation
empfängt.
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In modernen Telekommunikationssystemen wird
die Funktionalität
in Basisfunktionalität
und Zusatzfunktionalität
unterteilt. Die Basisfunktionalität kann typischerweise Basis dienste
inkludieren, die vielen Märkten
gemeinsam sind, wohingegen die Zusatzfunktionalität Zusatzdienste
umfassen kann, die auf jedem Markt getrennt gewählt werden können.
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Rufbezogene Signalisierung für Zusatzdienste
bezieht sich auf die Signalisierung, die zwischen einer Mobilstation
und einer Mobildienstvermittlungsstelle für eine gemeinsame Steuerung
von Zusatzdiensten durchgeführt
wird. Dies kann z. B. eine Anforderung von einer Mobilstation zu
einer mobilen Vermittlungsstelle zum Einrichten eines Konferenzrufes
einbeziehen.
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Nicht-rufbezogene Signalisierung
für Zusatzdienste
bezieht sich hauptsächlich
auf die Prozeduren, die durch eine Mobilstation in GSM entweder zum Ändern von
Daten für
Zusatzdienste oder zum Nachfragen im Netz nach gegenwärtigen Daten
für Zusatzdienste
verwendet werden. Dies kann z. B. Aktivierung eines Zusatzdienstes,
Aufzeichnung von Daten für
einen Zusatzdienst, eine Nachfrage bezüglich Daten für einen
bestimmten Zusatzdienst etc. implizieren.
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In der Signalisierung zwischen einer
Mobilstation und einer Mobildienstvermittlungsstelle werden die
Zusatzdienstprozeduren in einem Protokoll mittels Regeln gemäß dem Konzept
für ROSE (Dienstelement
für entfernte
Operationen, Remote Operations Service Element – spezifiziert in CCITT X.219
und X.220) implementiert. Dies impliziert, dass alle Prozeduren
als Operationen in dem Protokoll spezifiziert sind. Diese Operationen
sind Beschreibungen davon, wie inkludierte Vorwärts- und Rücknachrichten, die in der Prozedur
selbst inkludiert sind, in Bezug auf ihren Inhalt in dem Protokoll
aussehen. Die Vorwärts-
und Rücknachrichten,
die in einer Operation inkludiert sind, werden Komponenten genannt.
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In dem Protokoll zwischen einer Mobilstation und
einer Mobildienstvermittlungsstelle wurde definiert, dass diese
Kompo nenten in bestimmten rufbezogenen Nachrichten und Nachrichten
für nicht-rufbezogene
Zusatzdienstprozeduren gesendet werden können. Für diesen Zweck wurde ein Hilfsinformationselement
definiert, das als "Einrichtungsinformationselement" bezeichnet wird,
d. h. das in den rufbezogenen Nachrichten, die Daten für Zusatzdienste übertragen
können,
und allen nicht-rufbezogenen Nachrichten für Zusatzdienste inkludiert
ist. Ein Informationselement ist die Angabe von Parametern, die in
einer Nachricht zwischen einer Mobilstation und einer Mobildienstvermittlungsstelle
inkludiert sind. Ein Einrichtungsinformationselement ist derart
gestaltet, um eine beliebige Anzahl von Komponenten übertragen
zu können,
die zu unterschiedlichen Operationen gehören können.
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Eine wichtige Eigenschaft in Operationen
für Zusatzdienste
ist, dass jede Operation mittels eines Operationscodes identifiziert
wird. Dieser Operationscode inkludiert einen Wert, dem eine gewisse Operation
entspricht. Der Wert wird in dem Protokoll spezifiziert, wo die
Operationen spezifiziert sind. Um den Empfänger einer Zusatzdienstoperation,
d. h. eines Zusatzdienstes, identifizieren zu können, ist es normalerweise
ausreichend, einen Operationscode zu kennen. Es gibt jedoch eine
Anzahl von Ausnahmen von dieser Regel, wo es auch notwendig ist,
einen weiteren Parameter zu analysieren, der "SS-Code" (Zusatzdienstcode,
Supplementary Services Code) genannt wird. Dieser identifiziert
einen bestimmten Zusatzdienst. Zusammengefasst kann der Empfänger eines
Zusatzdienstes nach einer Analyse eines Operationscodes, und ausnahmsweise
auch eines SS-Codes, identifiziert werden.
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Da im allgemeinen alle Zusatzdienste
in GSM neue Operationen hinzufügen,
die zwischen einer Mobilstation und einer Mobildienstvermittlungsstelle
signalisiert werden sollen, ist es in einer Mobildienstvermittlungsstelle
sehr wichtig, die Handhabung der Operationen von Interesse für die Zusatzdiens te
und deren Komponenten in einem Einrichtungsinformationselement enthalten
sind, von der Handhabung von anderen Informationselementen trennen
zu können,
die sich auf Basisruffunktionen beziehen. Dies gestattet eine Implementierung
von Basisfunktionen getrennt von Zusatzdiensten.
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Beschreibung
des Stands der Technik
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EP
250 075 beschreibt ein Verfahren zum Verwalten einer Datenverbindung
in einem ISDN-Netz. Das Signalformat für ISDN besteht aus zwei B-Kanälen und
einem D-Kanal. Die B-Kanäle werden
für Sprache
und Datenkommunikation verwendet, wohingegen der D-Kanal für eine Übertragung
von Daten verwendet wird, die benötigt werden, um einen Dialog
aufrechtzuerhalten. Das Verfahren bezieht sich auf die Handhabung
von Daten, die in dem D-Kanal ankommen. Die Daten werden durch eine
D-Kanal-Handhabungsvorrichtung
mittels eines "Übersetzers" über einen Puffer getrennt und
verteilt.
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US
4,347,607 legt ein Verfahren zum Trennen von Sprache und
Alarmsignalen von Datensignalen offen. Die Literaturstelle führt an,
wie Kanäle, die
gewöhnlich
für Datenverkehr
verwendet werden, zum Aufrufen und Übertragen von Sprache und Alarmsignalen
zu verwenden sind. Auf der Empfängerseite
werden diese Signale von dem Datenverkehr getrennt und dekodiert,
damit sie dann zu dem richtigen Ziel gesendet werden.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es ist ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren für
eine allgemeine Lösung
des Problems zum Trennen der Handhabung von Operationen von Interesse
für die
Zusatzdienste von der Handhabung von anderen Informationselementen
bezogen auf die Basisruffunktionen vorzusehen.
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Die Lösung soll gestatten, dass neue
Operationen und Einfluss auf existierende Operationen in einer Mobildienstvermittlungsstelle
inkludiert werden können,
ohne die Funktionen zu beeinflussen, die das Protokoll für eine Signalisierung
zwischen einer Mobilstation und einer Mobildienstvermittlungsstelle abschließen. Neue
Zusatzdienste sollen nicht die Basisfunktionen beeinflussen, falls
sie neue Operationen zwischen einer Mobilstation und einer Mobildienstvermittlungsstelle
einführen.
Der Inhalt in den Zusatzdienstoperationen darf nicht die Basisfunktionen
beeinflussen, sondern nur die Zusatzdienste, die die Zusatzdienstoperationen
abschließen.
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Die Lösung sollte auch eine Handhabung
einer Zusatzdienstoperation für
rufbezogene ebenso wie nicht-rufbezogene Zusatzdienstprozeduren
inkludieren.
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Gemäß der Erfindung wurden, wie
in Anspruch 1 beansprucht, die Ziele, die aus dem Obigen erscheinen,
durch Vorsehen einer Unterstützungsfunktionalität in der
Mobildienstvermittlungsstelle zum Durchführen der Schritte erreicht:
Analysieren
bei Empfang einer Vorwärtsnachrichteninformationskomponente
in einer Operation, die durch die Mobilstation aufgerufen wird,
der Komponente zum Identifizieren des Werts eines darin inkludierten
Operationscodes und dadurch der entsprechenden Operation und Empfangen
eines Zusatzdienstes einer angeforderten Zusatzdienstoperation,
Übergeben
der Komponente an den Zusatzdienst,
Durchführen einer Syntaxprüfung in
den Daten, die in der Komponente inkludiert sind, die für die in
Frage kommende Operation spezifisch und nur innerhalb des identifizierten
Empfangszusatzdienstes bekannt sind,
Verwenden der Unterstützungsfunktionalität zum Durchführen auf
Anforderung eines Zusatzdienstes in einer Mobildienstvermittlungsstelle
(mobile services switching centre, MSC), die wünscht, eine Vorwärtsnachrichteninformationskomponente
bezüglich
einer Operation zu einer Mobilstation (MS) zu senden, der weiteren
Schritte
Zuordnen eines Identifikationswerts für die Operation,
Senden
der Komponente in einer relevanten Nachricht zu der Mobilstation,
Feststellen,
ob eine Antwort in der Form einer Rücknachrichtenkomponente von
der Mobilstation in einer Mobildienstvermittlungsstelle angekommen
ist und, wenn dies der Fall ist,
Analysieren des Operationsidentifikationswerts
in der Rücknachrichteninformationskomponente
zum Identifizieren des Diensts, der die Operation aufgerufen hat,
und
Senden der empfangenen Komponente zu dem so identifizierten
Dienst.
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Gemäß einer Entwicklung umfasst
das Verfahren eine Analyse in der Komponente auch eines weiteren
Parameters, der den Zusatzdienst explizit identifiziert.
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Gemäß einer weiteren Entwicklung,
in der die Komponenten zu der Unterstützungsfunktion gesendet werden,
die in Hilfsinformationselementen in rufbezogenen Nachrichten für eine gemeinsame Steuerung
von Zusatzdiensten und in Nachrichten für nicht-rufbezogene Zusatzdienstprozeduren
inkludiert sind, wobei die Hilfselemente in der Lage sind, eine beliebige
Anzahl von Komponenten zu übertragen, die
zu unterschiedlichen Operationen gehören, wird der Schritt zum Analysieren
durch Ana lysieren bei Empfang eines Hilfsinformationselementes in
der Mobildienstvermittlungsstelle in einer Operation, die durch
die Mobilstation aufgerufen wird, des Hilfsinformationselementes
zum Identifizieren einer darin inkludierten Vorwärtsnachrichteninformationskomponente,
und ferner Analysieren der Komponente zum Identifizieren des Werts
eines darin inkludierten Operationscodes und dadurch der entsprechenden
Operation und eines Empfangszusatzdienstes einer angeforderten Zusatzdienstoperation
durchgeführt.
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Gemäß noch einer weiteren Entwicklung werden
die oben erwähnten
Schritte derart durchgeführt
um zu erlauben, neue Zusatzdienste als ein Ergebnis der Analyse
ohne Beeinflussung der korrekten Analyse kommen zu lassen, sodass
es möglich ist,
neue Operationscodes in der Analyse zu inkludieren und dadurch neue
Zusatzdienste zu identifizieren.
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In einem Fall, wo mehr als eine Komponente in
dem Hilfsinformationselement inkludiert ist, kann die Analyse einer
Komponente wiederholt werden, bis alle Empfangszusatzdienste identifiziert
wurden und die Komponente empfangen haben.
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Gemäß einer anderen Entwicklung
kann die Antwort in dem letzten Schritt je nachdem durch den Zusatzdienst
selbst gebildet werden, entweder als eine positive Antwort, eine
Nachricht, dass die Operation nicht durchgeführt werden kann, oder eine
Zurückweisung
wegen der Syntax der Operation, die nicht richtig formuliert wurde.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die Erfindung wird nun detaillierter
mit Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen
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1 ein
schematisches Diagramm ist, das die Basisstruktur eines GSM-Netzes
veranschaulicht,
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2a und 2b Flussdiagrammdarstellungen einer
Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
sind.
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Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
Mit Bezug auf 1 umfasst
ein zellulares GSM-Netz im wesentlichen eine Anzahl von Basisstationssystemen,
von denen zwei allgemein in BSS1 bzw. BSS2 angezeigt sind. Jedes
der Basisstationssysteme BSS1 und BSS2 inkludiert eine Basisstationssteuerungsvorrichtung
BSC1 bzw. BSC2, die mit Basisstationstransceivern BTS über Kommunikationsverbindungen
L verbunden sind, wobei einer der Basisstationstransceiver in 1 als BTS.n bezeichnet wird.
Jeder Transceiver BTS befindet sich in einer zugehörigen Zelle
des zellularen Netzes, das in 1 als
eine Honigwabenstruktur gezeigt wird, worin jedes Hexagon eine Zelle
darstellt. In 1 wird
die Zelle, die den Transceiver BTS.n enthält, C.n bezeichnet. Das GSM-Netz
inkludiert des weiteren eine Mobildienstvermittlungsstelle MSC mit
einem Besucherstandortregister VLR (Visitors Location Register).
Es gibt des weiteren ein oder mehr Heimatstandortregister HLR (Home
Location Register), die mit der MSC kommunizieren. Die MSC ist für eine Kommunikation
mit den Basisstationssteuervorrichtungen BSC1 und BSC2 über ein öffentliches
terrestrisches Mobilnetz PLMN (public land mobile network) verbunden.
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Obwohl nicht gezeigt, hat die in 1 gezeigte MSC gewöhnlich eine
Schnittstelle zu anderen MSCs, wobei jede MSC des weiteren Schnittstellen für eine Verbindung
zu einem lokalen öffentlichen vermittelten
Telefonnetz hat, die nicht gezeigt werden.
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Jede teilnehmende Mobilstation MS
gehört zu
einem HLR in einem Heimatnetz, worin permanente Teilnehmerdaten
gespeichert werden. Wenn eine Mobilstation in einer MSC/HLR als
ein neuer Besucher registriert wird, sendet das HLR dieser Mobilstation
eine Kopie der relevanten Teilnehmerdaten zu der MSC/HLR.
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Die Spezifikation von GSM 04.80 enthält eine
Beschreibung des Protokolls zum Kommunizieren zwischen einer Mobilstation
und einer MSC.
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In modernen Telekommunikationssystemen der
Art, in der ein zellulares GSM-Netz wie oben dargelegt inkludiert
sein kann, wird die Funktionalität
in Basisfunktionalität
und Zusatzfunktionalität
aufgeteilt. Die Basisfunktionalität kann typischerweise Basisdienste
inkludieren, die vielen Märkten
gemeinsam sind, wohingegen die Zusatzfunktionalität Zusatzdienste
umfassen kann, die in jedem Markt getrennt gewählt werden können.
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Die Zusatzdienste haben den Charakter
zum Bilden eines Zusatzes zu einem Basisdienst oder für seine
Modifikation.
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Die Signalisierung zwischen MS und MSC/VLR
inkludiert Signalisierung, die für
einen bestimmten Ruf durchgeführt
wird, auch rufbezogene Signalisierung genannt, und auch Signalisierung,
die unabhängig
von einem Ruf durchgeführt
wird, auch nicht-rufbezogene Signalisierung genannt.
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Rufbezogene Signalisierung für Zusatzdienste
bezieht sich auf die Signalisierung, die zwischen MS und MSC/VLR
für eine
gemeinsame Steuerung von Zusatzdiensten durchgeführt wird. Dies kann z. B. eine
Anforderung von einer MS zu einer MSC/VLR für eine Einrichtung eines Konferenzrufes einbeziehen.
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Nicht-rufbezogene Signalisierung
für Zusatzdienste
bezieht sich hauptsächlich
auf die Prozeduren, die durch eine MS in GSM für entweder eine Änderung
von Daten für
Zusatzdienste oder für
eine Nachfrage in dem Netz nach gegenwärtigen Daten für Zusatzdienste
verwendet werden. Dies kann z. B. eine Aktivierung eines Zusatzdienstes,
Aufzeichnung von Daten für
einen Zusatzdienst, eine Nachfrage bezüglich Daten nach einem bestimmten
Zusatzdienst etc. implizieren.
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In der Signalisierung zwischen MS
und MSC/VLR sind die Zusatzdienstprozeduren in einem Protokoll mittels
Regeln gemäß dem Konzept
für "ROSE" implementiert, was
eine Abkürzung
für "Dienstelement für entfernte
Operationen" ("Remote Operations
Service Element")
ist, spezifiziert in CCITT X.219 und X.220. Dies impliziert, dass
alle Prozeduren als Operationen in dem Protokoll spezifiziert sind.
Diese Operationen sind Beschreibungen davon, wie Vorwärts- und
Rücknachrichten,
die in der Prozedur selbst inkludiert sind, in Bezug auf ihren Inhalt
in dem Protokoll aussehen. Die Vorwärts- und Rücknachrichten, die in einer
Operation inkludiert sind, werden Komponenten genannt.
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In dem Protokoll zwischen MS und
MSC/VLR wurde definiert, dass diese Komponenten in bestimmten rufbezogenen
Nachrichten und Nachrichten für
nicht-rufbezogene Zusatzdienstprozeduren gesendet werden können. Für diesen
Zweck wurde ein Hilfsinformationselement, das "Einrichtungsinformationselement" benannt wird, nachstehend
kurz als "Einrichtungs-IE" genannt, welches
in den rufbezogenen Nachrichten inkludiert ist, die Daten für Zusatzdienste übertragen
können,
und in allen nicht-rufbezogenen Nachrichten für Zusatzdienste definiert. Genauer
wird Einrichtungs-IE in CCITT Q.932 beschrieben. "Informationselement" ist die Bezeichnung
der Parameter, die in einer Nachricht zwischen MS und MSC/VLR inkludiert
sind. Einrichtungs-IE wird derart gestaltet, um eine beliebige Anzahl
von Komponenten übertragen
zu können,
die zu verschiedenen Operationen gehören können.
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Eine wichtige Eigenschaft in Operationen
für Zusatzdienste
ist, dass jede Operation mittels eines Operationscodes identifiziert
wird. Dieser Operationscode inkludiert einen Wert, dem eine bestimmte Operation
entspricht. Der Wert wird in dem Protokoll spezifiziert, wo die
Operationen spezifiziert sind. Um den Empfänger einer Zusatzdienstoperation
identifizieren zu können,
d. h. einen Zusatzdienst, ist es normalerweise ausreichend, einen
Operationscode zu kennen. Es gibt jedoch eine Reihe von Ausnahmen von
dieser Regel, wo es auch notwendig ist, einen weiteren Parameter
zu analysieren, der "SS-Code", was eine Abkürzung für "Zusatzdienstcode" ("Supplementary Services
Code") ist, genannt
wird. Dieser identifiziert einen bestimmten Zusatzdienst und wird in
GSM 09,.02 beschrieben. Zusammengefasst kann der Empfänger einer
Zusatzdienstoperation nach einer Analyse eines Operationscodes und
ausnahmsweise auch eines SS-Codes identifiziert werden.
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Da im allgemeinen alle Zusatzdienste
in GSM neue Operationen hinzufügen,
die zwischen MS und MSC/VLR signalisiert werden sollen, ist es in einer
MSC/VLR sehr wichtig, die Handhabung der Operationen von Interesse
für die
Zusatzdienste und die Komponenten von denen in einem Einrichtungs-IE
inkludiert sind, von der Handhabung von anderen Informationselementen,
die sich auf Basisruffunktionen beziehen, trennen zu können. Dies
gestattet eine Implementierung von Basisfunktionen getrennt von
Zusatzdiensten.
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Die Erfindung involviert einen allgemeinen Weg
einer Handhabung in MSC/VLR von Einrichtungs-IE, das, wie zuvor
erwähnt
wurde, die Komponenten überträgt, die
Daten für
Zusatzdienste übertragen,
durch Vorsehen dafür
einer allgemeinen Unterstützungsfunktionalität für Zusatzdienste
in der Form eines Codes basierend auf GSM-Spezifikationen. Künftig wird
diese Unterstützungsfunktionalität nachstehend "FS" genannt, was eine
Abkürzung
für "Einrichtungsunterstützung" ("Facility Support") ist. Gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ist es möglich,
zwischen zwei Teilfunktionen dieser Unterstützungsfunktionalität zu unterscheiden,
die nachstehend Teilfunktion A bzw. Teilfunktion H genannt werden.
Teilfunktion A bezieht sich auf eine Unterstützung für Operationen, die durch eine
MS aufgerufen werden, und Teilfunktion B bezieht sich auf eine Unterstützung für Operationen,
die durch MSC/VLR aufgerufen werden. Die Teilfunktionen A und B
werden nachstehend nacheinander genauer beschrieben.
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Teilfunktion A.
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Wenn eine Komponente des Typs Aufruf
in MSC/VLR empfangen wird, d. h. die Vorwärtsnachricht in einer Operation,
was für
Operationen auftritt, die durch eine MS aufgerufen werden, ist es
die Hauptfunktion von FS, den Zusatzdienst zu identifizieren, die
neben einem Empfang dieser Aufrufkomponente auch eine positive oder
negative Antwort zur MS zurücksenden
soll. Dies wird derart durchgeführt, dass
die empfangene Aufrufkomponente durch eine analytische Überprüfung des
Formats so weit analysiert wird, um eine Identifikation des Wertes
für den oben
erwähnten
Operationscode zu ermöglichen.
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Ein Operationscode wird in allen
Aufrufkomponenten an der selben Stelle dargestellt, was bedeutet,
dass dies für
alle Operationen auf dem gleichen Weg geschieht. Für Operationen,
wo ein Operationscode für
eine Identifikation des richtigen Zusatzdienstes nicht ausreicht,
wird auch der erste Parameter analysiert, der nach einem Operationscode erscheint,
was der oben erwähnte
Parameter SS-Code ist und den richtigen Zusatzdienst explizit identifiziert.
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Mit Bezug auf 2a führt
FS in Schritt 2 eine Analyse von Einrichtungs-IE zum Identifizieren der
Aufrufkomponente durch. In Schritt 4 analysiert FS die Aufrufkomponente
zum Identifizieren des Wertes eines Operationscodes, der darin enthalten ist,
und dadurch eines Empfängers,
d. h. eines Empfangszusatzdiensts, einer angeforderten Zusatzdienstoperation.
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In Schritt 6 stellt FS fest, ob auch
eine Analyse des Parameters SS-Code erforderlich ist. Falls ja, analysiert
FS in Schritt 8 SS-Code. Anderenfalls wird Schritt 8 weggelassen.
Die Analyse, ob sie nur gemäß Schritt
6 durchgeführt
oder auch gemäß Schritt 8
werden muss, involviert, dass der Empfänger des richtigen Zusatzdienstes
identifiziert werden kann. Indem FS mit einer Liste zum Ausfüllen eines
Operationscodes und des Dienstes, den er besitzt, versehen ist,
kann die Analyse des weiteren die Eigenschaft zum Erlauben einer
Einbeziehung neuer Zusatzdienste als ein Ergebnis der Analyse aufweisen,
ohne die Analyse selbst zu beeinflussen. In diesem Fall ist es möglich, neue
Operationscodes in die Analyse einzuführen und auf diesem Weg neue
Zusatzdienste zu identifizieren.
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Wenn der richtige Zusatzdienst durch
FS identifiziert wurde, wird der Dienst in Schritt 9 abgerufen und
fordert an, Zugriff auf die relevante Aufrufkomponente zu erhalten.
In Schritt 10 wird die Aufrufkomponente dem Dienst übergeben.
Der Zusatzdienst wird nun eine Syntaxprüfung in den Daten durchführen, die
in der Aufrufkomponente enthalten sind, die für diese Operation spezifisch
sind. Diese Daten sind nur innerhalb des Zusatzdienstes bekannt.
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In Schritt 11 stellt FS fest, ob
es mehr Aufrufkomponenten im Einrichtungs-IE gibt, und wird die Identifikation
des richtigen Empfängers
von Komponenten gemäß Schritten
4, 6 und 8 wiederholen, bis alle Empfänger identifiziert wurden und
eine relevante Komponente in Fällen
empfangen haben, wo mehr als eine Komponente im Einrichtungs-IE
inkludiert war.
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FS erlaubt nun den Zusatzdiensten,
die Auf rufkomponenten empfangen haben, auf diese zu antworten.
In Schritt 12 stellt FS fest, ob eine Antwort von dem Dienst empfangen
wurde. Falls ja, erscheint dies dadurch, dass der Zusatzdienst FS
informiert, dass er eine Antwort zu einer MS senden möchte. Wenn
diese Anforderung erscheint, wird FS der MS in Schritt 14 eine Antwortkomponente
in einer relevanten Nachricht senden.
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Die Antwort, die auf dem Ergebnis
der Syntaxprüfung
basieren wird, kann in drei unterschiedlichen Formen auftreten, "Rückgabeergebnis", was eine positive
Antwort ist, "Fehler", was informiert, dass
die Operation nicht durchgeführt
werden kann, und "Zurückweisung", was involviert,
dass die Operation nicht richtig syntaktisch formuliert wurde. Die
relevante Antwortkomponente wird durch den Zusatzdienst selbst formuliert,
was bedeutet, dass FS die Antworten nicht kennen muss, die in einer
bestimmten Information inkludiert sind – dies ist nur dem Empfänger der
Operation bekannt, d. h. dem Zusatzdienst, der dies durchführt, was
durch die Operation angefordert wird. Dies gestattet, dass FS durch
z. B. neue Fehlerereignisse, die innerhalb der Operation eingeführt werden,
nicht beeinflusst wird. Diese Fehlerereignisse können einer MS dennoch zugeführt werden,
ohne eine beliebige andere Funktion in einer MSC/VLR als den Zusatzdienst
zu beeinflussen. Wenn sich in Schritt 12 herausstellt, dass von
dem Dienst keine Antwort empfangen wurde, wird Schritt 14 weggelassen.
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In Schritt 16 stellt FS fest, ob
es einen Ruf von einem Dienst gibt. Falls ja, speichert FS in Schritt 18
Information bezüglich
des Dienstes, der den jeweiligen Code besitzt, oder alternativ der
Kombination von Operationscode und SS-Code. Falls nein, wird Schritt
16 weggelassen.
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Teilfunktion B.
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Bezüglich Unterstützung für Operationen, die
durch Zusatzdienste in einer MSC/VLR aufgerufen werden, arbeitet
dies in FS etwas anders. Falls ein Zusatzdienst eine Aufrufkomponente
zu einer MS senden möchte,
ist dies zuerst durch den Zusatzdienst selbst syntaktisch zu formulieren,
d. h. er soll die in Frage kommende Komponente mit den inkludierten
Parametern formatieren. Der Zusatzdienst fordert dann FS auf, dass
diese Komponente in einer relevanten Nachricht gesendet wird, die
ein Einrichtungs-IE inkludiert. FS wird nun in Schritt 20 einen Wert
Aufruf-ID zuweisen, der nachstehend beschrieben wird, und anordnen,
dass diese Aufrufkomponente im Einrichtungs-IE inkludiert sein wird,
und in Schritt 22 in einer relevanten Nachricht zur MS gesendet
wird.
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Für
eine Handhabung dessen ist es erforderlich, dass es immer FS ist,
die eine Aufruf-ID dem Dienst für
Operationen zuordnet, der durch MSC/VLR aufgerufen wird. Die Aufruf-ID
wird in CCITT X.219 beschrieben und ist ein Wert, der für jede aktive
Operation zugeordnet wird, was verwendet wird, um unterschiedliche
Operationen von z. B. dem gleichen Typ voneinander trennen zu können. Die Zuordnung
von Aufruf-ID in FS geschieht bei Anforderung eines Aufrufs einer
Operation von dem Zusatzdienst.
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In Schritt 24 stellt FS fest, ob
von MS in MSC/VLR eine Antwort eingetroffen ist, die gemäß dem Protokoll,
das auf "ROSE" basiert, eine Aufruf-ID
inkludieren soll. Falls ja, wird die Antwort in der Form einer Antwortkomponente
sein, die im Einrichtungs-IE inkludiert ist. FS analysiert in Schritt
26 Aufruf-ID und führt
in Schritt 28 die Antwortkom ponente dem Zusatzdienst zu, der einen
Aufruf einer Operation angefordert hat. Da es FS ist, die die Verbindung zwischen
Aufruf-ID und dem Zusatzdienst kennt, kann die empfangene Antwortkomponente,
die stets die gleiche Aufruf-ID inkludiert, die einer Auf rufkomponente
zugeordnet wurde, auf den Zusatzdienst bezogen werden, der die Operation
aufgerufen hat.
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Dies gestattet eine Lösung des
Falles, wo mehr gegenseitig unabhängige Zusatzdienste einen Aufruf
der gleichen oder unterschiedlicher Zusatzdienste zum gleichen Zeitpunkt
anfordern.
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Falls FS in Schritt 24 feststellt,
dass von MS keine Antwortkomponente empfangen wurde, werden Schritte
26 und 28 weggelassen.
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Zusammengefasst sieht die Erfindung
ein Verfahren vor, das Hinzufügen
neuer Zusatzdienste in MSC/VLR gestattet, die neue spezielle Operationen
inkludieren, ohne dass dies die Funktionen beeinflusst, die normalerweise
das Protokoll zwischen MS und MSC/VLR abschließen.
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Die Lösung involviert, dass neue
Operationen hinzugefügt
werden können
und existierende Operationen geändert
werden können,
ohne dass dies eine beliebige andere Funktion in MSC/VLR beeinflusst
als die Zusatzdienste, die die hauptsächlichen Empfänger/Sender
dieser Operationen sind.