DE69417079T2 - Bildfernsprech-Verfahren für das Abfangen und gegebenenfalls Anrufen von einem Fernsprechgerät - Google Patents
Bildfernsprech-Verfahren für das Abfangen und gegebenenfalls Anrufen von einem FernsprechgerätInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft Verfahren zum Aufbau einer Bildtelefonverbindung zwischen einem anrufenden Endgerät und einem angerufenen Endgerät mittels öffentlicher oder privater Netze sowie Bildtelefon-Endgeräte zur Ausführung eines solchen Verfahrens.
- Es findet eine besonders wichtige Anwendung bei telefonischen Installationen, welche wenigstens ein durch eine telefonische Empfangsstation gefiltertes Bildtelefon aufweisen, wobei der Bildtelefon-Anruf durch eine für Dritte verfügbare Nummer aufweist, welche im folgenden als "öffentlich" bezeichnet wird, welche die Hinrichtung des eingehenden Anrufs zu der telefonischen Filterstation bzw. "filternden" Endstation hervorruft.
- Herkömmliche Installationsarchitekturen, wo die Filterstation ein Telefon und nicht ein Bildtelefon ist, verbieten den Aufbau der Verbindung auf einen vom Netz her eingehenden Anruf zu Zeiten, wo die Filterung nicht aktiv ist, weil das angerufene Endgerät einen herkömmlichen Aufbau aufweist.
- Es sei zunächst die Art erläutert, in der normalerweise ein Anruf von einem anrufenden Bildtelefon zu einem angerufenen Bildtelefon aufgebaut wird.
- Der anrufende Teilnehmer bildet die Nummer seines Gesprächspartners und befiehlt das Abschicken der bildtelefonischen Anrufmeldung. Das anrufende Bildtelefon versucht somit eine Verbindung auf einem RNIS-Netz durch einen ersten Kanal B im CCBT-Modus ("Communication de Circuit B Transparent") aufzubauen. Wenn die Kommunikationsverbindung von dem Ziel-Bildtelefon akzeptiert wird, wird ein ggf. zweiter Kanal B im CCBT-Modus erstellt, wenn die Bildtelefone dies verlangen. Die bildtelefonische Kommunikationsverbindung kann dann stattfinden, und zwar beispielsweise unter Verwendung von Protokollen und insbesondere der Rahmenunterteilung H 221.
- Wenn der erste transparente Kanal B nicht erstellt werden kann, da die gewünschte Station kein Bildtelefon-Endgerät, sondern eine normale telefonische Station ist, erstellt das anrufenden Bildtelefon-Endgerät einen nicht- transparenten Kanal CCBNT und es beschränkt sich auf herkömmliche Telefonie, nachdem es den ersten CCBT freigegeben hat, falls er bereits erstellt wurde.
- In den anderen Fällen wird die Kommunikationsverbindung aufgebaut gemäß der Folge, wie sie in dem Artikel von R. Hinz in NTZ Nachrichtentechnische Zeitschrift, Bd. 45, Nr. 6, Juni 1992, Berlin DE, Seiten 423-439, Titel: "Die Systemsteuerung für ein ISDN-Bildtelefon" angegeben ist.
- Wenn das angerufene Bildtelefon-Endgerät von einer telefonischen Station gefiltert ist, kann das anrufende Bildtelefon-Endgerät eine Kommunikationsverbindung nach Art der Bildtelefonie nicht erstellen, und sie beschränkt sich auf den telefonischen Modus.
- Das Dokument EP-A-0 528 732 schlägt ein Verfahren vor, das es erlaubt, diese Unmöglichkeit zu überwinden; gemäß dem Verfahren wird, sobald sich auf einem CCBNT-Kanal eine telefonische Kommunikationsverbindung zwischen den Endgeräten aufgebaut hat, von dem angerufenen Endgerät eine Servicemeldung abgegeben, welche in einer Meldung zur Freigabe der CCBNT-Linie enthalten ist und eine (nicht gefilterte) geheime Direktanrufnummer des angerufenen Bildtelefons umfaßt und direkt ausgehend von dem anrufenden Endgerät eine Verbindung auf zwei Kanälen vom Typ B unter Verwendung der nicht gefilterten geheimen Anrufnummer aufgebaut wird.
- Dieses Verfahren ergibt sehr gute Ergebnisse. Es erfordert jedoch, daß nicht nur das angerufene Endgerät, sondern auch das anrufende Endgerät daran angepaßt sind.
- Die vorliegende Erfindung zielt insbesondere darauf ab, ein Verfahren zum Aufbau einer Bildtelefon-Kommunikationsverbindung zu einer gefilterten Bildtelefon-Station bereitzustellen, welches unter lediglich sehr geringen Erweiterungen an dem angerufenen Bildtelefon-Endgerät einsetzbar ist und die Übernahme einer von einem herkömmlichen Bildtelefon-Endgerät herrührenden Kommunikations-Verbindung erlaubt.
- Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung insbesondere ein Verfahren zum Aufbau einer Bildtelefon-Kommunikationsverbindung ausgehend von einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät zu einem angerufenen Bildtelefon-Endgerät mit zwei durch eine Telefonstation geführten Kanälen B gemäß Anspruch 1 vor.
- Die Erfindung schlägt gleichfalls ein Bildtelefon-Endgerät vor, welches den Einsatz des oben angegebenen Verfahrens erlaubt, und zwar mit zwei Kanälen und mit einer direkten Anrufnummer, welches Mittel aufweist, um den auf einem ersten Kanal B eingehenden Anruf zu einer telefonischen Empfangsstation über den zweiten Kanal B leiten kann. Es sind verschiedene Auslegungen möglich, um die weiter oben angegeben Funktionen zu erfüllen. Eine vorteilhafte, jedoch nicht ausschließlich mögliche Ausführung des Endgeräts ist in Anspruch 2 angegeben.
- Das oben angegebene Verfahren erlaubt den Empfang von einem Anruf, welcher von einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät über eine herkömmliche Telefonstation herrührt, worauf dann die Übertragung des Anrufs zu dem angerufenen Endgerät ohne Verlust oder Unterbrechung der von einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät aufgebauten Kommunikations-Verbindung stattfindet. Es betrifft nicht die auf der Ebene des anrufenden Endgeräts ausgeführten Operationen und geht von dem Grundsatz aus, daß der Anruf von einer Einrichtung ausgeht, die in der Lage ist, eine Verbindung auf einem ersten Kanal B mit Rahmenunterteilung H221 und dann auf einem zweiten Kanal aufzubauen.
- In dem Fall, in dem der Anruf von einem Bildtelefon-Endgerät herrührt, benötigt das Verfahren gemäß der Erfindung überhaupt keine Änderung der durch den Teilnehmer des anrufenden Bildtelefons durchzuführenden Operationen. Er muß selbst die Anrufnummer eingeben und, wenn das anrufende Bildtelefon- Endgerät gefiltert ist, muß er mit dem Benutzer der Filterstation sprechen, bevor er die Kommunikations-Verbindung mit dem gewünschten Teilnehmer erhält, welche Kommunikations-Verbindung im Bildtelefon-Modus im Falle der herkömmlichen Filterstation nicht zu erstellen wäre.
- Die Erfindung zielt ebenfalls darauf ab, dem Benutzer eines Bildtelefon- Endgeräts optional die Möglichkeit zu eröffnen, einen Anruf zu einem anderen Endgerät, ausgehend von einer Telefonstation, durchzuführen, ohne dafür eine nennenswerte Ergänzung der Ausrüstung zu benötigen.
- Zu diesem Zwecke schlägt die Erfindung insbesondere ein Verfahren gemäß Anspruch 4 vor.
- Die Durchführung der Verbindungserstellung hängt von den Kapazitäten und der Anordnung des angerufenen Bildtelefon-Endgeräts ab. In dessen Bereich ist das Verfahren in der Hinsicht herkömmlich, als das angerufene Bildtelefon- Endgerät nicht gefiltert ist. Wenn es auf herkömmliche Weise durch eine telefonische Station gefiltert ist, wird es sich auf den telefonischen Modus zurückziehen. Wenn das angerufene Endgerät durch eine Station gefiltert ist, aber dazu vorgesehen ist, das oben erwähnte Empfangsverfahren auszuführen, wird die Erstellung der Bildtelefon-Verbindung so vorsichgehen, wie es im Zusammenhang mit der Beschreibung des ersten Aspekts der Erfindung angegeben wurde.
- Man erkennt, daß bei Verwendung der beiden Aspekte der Erfindung der Benutzer eines Bildtelefon-Endgeräts, welches mit einer Wähl-Nebenstelle-Anlage über eine Schnittstelle vom Typ SO verbunden ist, über im wesentlichen die gleichen Dienste verfügt, wie sie die Wählanlage von Telefonstationen bereitstellt, die mit einer speziellen privaten Schnittstelle verbunden sind, und Verbindungen im CCBT-Modus unterstützen können.
- Man stellt auch fest, daß die Ausführung des zweiten Aspekts im wesentlichen eine ergänzende Software erfordert, allerdings eine Verkomplizierung der Ausrüstung praktisch nicht benötigt.
- Die Erfindung wird bei der Lektüre der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform verständlicher, welche beispielhaft und nicht einschränkend angegeben ist. Die Beschreibung bezieht sich auf die beiliegenden Zeichnungen, in welchen
- Fig. 1 ein Anrufwählschema, ausgehend von einem anrufenden Bildtelefon- Endgerät V2 zu einem angerufenen Bildtelefon-Endgerät V1 über eine Wähl-Nebenstelle-Anlage PBX schematisch zeigt,
- Fig. 2A und 2B eine mögliche Folge von Operationen zeigen, welche im Falle des Anrufs des Bildtelefons V2 zu einem gefilterten Bildtelefon V1 gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung auftreten,
- Fig. 3 eine Folge möglicher Operationen zeigt, welche im Falle des Anrufs von einem gefilterten Bildtelefon V'1 zu einem anderen Bildtelefon gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung auftreten.
- Ein erster Aspekt der Erfindung wird erläutert, bei deren Anwendung auf die Erstellung einer Kommunikations-Verbindung, ausgehend von einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät V2 zu einem Bildtelefon-Endgerät V1, welches von einer telefonischen Filterstation T gefiltert ist, und zwar über ein Digitalnetz mit Integration des RNIS-Dienstes vom Typ NUMERIS und/oder einer Wähl- Nebenstellen-Anlage PBX. Das angerufene Bildtelefon ist dazu vorgesehen, die Erstellung von Kommunikations-Verbindungen auf zwei gemäß der Norm CCITT H 221 in Rahmen unterteilten Kanälen B unterstützen zu können, während die telefonische Filterstation nur für einen digitalen oder analogen Telefondienst vorgesehen ist.
- Es seien mit A1, A2 und A3 die Anrufnummern der Endgeräte und Stationen V1, V2 und T bezeichnet. Die Erfindung kann ebenso gut eingesetzt werden in dem Fall, daß das Endgerät V2 direkt mit der Wählanlage PBX verbunden ist, wie in dem Fall, wo sie durch das öffentliche Netz zugänglich ist.
- Bevor die Erfindung erläutert wird, wird die Abfolge von Operationen dargelegt, welche bei einer herkömmlichen Einrichtung beim Anruf eines gefilterten Bildtelefon-Endgeräts mit Adresse oder Anrufnummer A1 auftreten, welcher zu einer Filterstation mit Adresse A3 hingeleitet wird.
- Der Teilnehmer mit Anrufnummer A2 drückt beispielsweise die Taste "Bildtelefonie" auf seinem Endgerät, wählt die Adresse A1 des gewünschten Gesprächpartners und drückt auf die Taste "Abschicken".
- Es gibt somit einen Versuch zur Verbindung im Bildtelefon-Modus mit dem Endgerät V1. Hierzu schickt das Endgerät V2 über das Netz eine Anfrage zur Erstellung der Verbindung mit V1 an die Adresse A1, und zwar auf einem transparenten CCBT-Kanal. Der Anruf scheitert jedoch aufgrund der Unfähigkeit der Station T, einen CCBT-Anruf zu behandeln, sobald es einen Verbindungston gibt. Mangels Antwort durch das Telefon T aufgrund des Fehlens der Erstellung der Kommunikationsverbindung durch das PBX, gibt es nach einer Pause und einer neuen Vornahme des Anrufs, eine Freigabe des CCBT.
- Nach dieser Abfolge, welche durch die Freigabe des Kanals CCBT abgeschlossen wird, kann das Bildtelefon V2 dazu vorgesehen sein, automatisch eine Verbindungssequenz zu starten, diesmal allerdings im Telefon-Modus. Diese Sequenz umfaßt eine Anfrage zur Erstellung der Verbindung mit dem Endgerät mit Adresse A1 auf einem nichttransparenten Kanal CCBNT in Telefonie. Der Eingang des Anrufs bei der telefonischen Filterstation T mit Adresse A3 findet gemäß dem üblichen Verfahren statt und endet durch die Annahme der Verbindung (ACK Verbindung). Es gibt auch einen Abschnitt der Unterredung zwischen dem Bildtelefon-Endgerät V2 und der telefonischen Filterstation T.
- Herkömmlicherweise kann die Station T den telefonischen Anruf zu dem Bildtelefon V2 übertragen. Die Abfolge bis zu der Passage der Unterredung zwischen V1 und V2 ist somit herkömmlich.
- Man stellt fest, daß es unter diesen Bedingungen nicht möglich ist, eine Bildtelefon-Verbindung zwischen den Endgeräten V1 und V2 zu erstellen.
- Es wird nun ein Verfahren gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung beschrieben, welches die Erstellung der Bildtelefon-Verbindung ermöglicht, ohne daß es notwendig ist, auf die Filterung zu verzichten und auf Kosten von Abwandlungen des angerufenen Endgeräts, welche einfach bleiben, wobei das Anrufen der Endgeräte seinerseits herkömmlich bleiben kann, wie die Wählanlage PBX. Die Erfindung verwendet hierzu, wenigstens im Bereich des angerufenen Endgeräts die Verfügbarkeit von zwei Kanälen B, zu welchen es ausreicht, in dem Endgerät V1 Kapazitäten zur Umschaltung dieser Kanäle, zur Erzeugung von Tonfrequenzsignalen und zum Empfang/Decodierung derartiger Signale hinzuzufügen. Die Einrichtung zum Empfang kann an einen entsprechenden Generator angepaßt sein, welcher in der Filterstation vorgesehen ist: zum heutigen Zeitpunkt weisen die Telefonstationen, welche zum Anschluß an PBX bestimmt sind, mit Ausnahme der Modelle mit sehr niedriger Leistungsfähigkeit, die notwendigen Funktionalitäten (Generator für Tonfrequenz-Paare) auf.
- Der anfängliche Teil der Abfolge ist der gleiche, wie in dem Fall der Erstellung der Verbindung zwischen nicht gefilterten Bildtelefonen (Fig. 2). Der Teilnehmer mit Anrufnummer A2 (Bildtelefon-Endgerät V2) führt eine Anforderung zur Erstellung der Verbindung mit dem Endgerät V1 durch. Ein CCBT-Anruf wird von V2 auf dessen erstem Kanal B abgegeben. Im allgemeinen wird das Bildtelefon V1 mit einem Wahlschalter ausgestattet sein, der mit einer Zustandsanzeige versehen ist, das dem Benutzer ermöglicht, es entweder auf herkömmliche Weise im nicht-gefilterten Modus oder es im durch die Telefonstation T gefilterten Modus arbeiten zu lassen. Nur dieser zweite Modus wird nun erläutert. V1 erstellt automatisch eine Verbindung mit V2 über diesen ersten Kanal B und zwar im CCBT-Modus, allerdings diesmal ohne, daß es ein Klingeln gibt und ohne daß es ein Eingreifen des Teilnehmers des Endgeräts V1 gibt. Die Protokolle H 221 und H 242 werden auf diesem ersten Kanal B eingesetzt, um eine telefonische Kommunikationsverbindung zu erstellen.
- Gleichzeitig können die in dem Endgerät V1 vorgesehenen Einrichtungen durch einen programmierten Mikroprozessor gebildet sein, welcher auch andere Funktionen bereitstellt, wie Abhandlung der Erstellung einer Kommunikations- Verbindung vom Monokanal-Ton-Typ gemäß beispielsweise der Norm G 711 im CCBNT-Modus auf seinem zweiten Kanal B, mit dem Telefon T. Auf dem erstellten ersten Kanal B gibt V1 einen Freiton an V2 ab.
- V1 gibt nun auf dem zweiten Kanal B einen Bestimmungsanruf der telefonischen Filterstation T ab, bis die Station T abgenommen wird oder bis der Anruf durch das Endgerät V2 abgebrochen wird.
- Die Abnahme von T setzt automatisch die beiden Kanäle B im Bereich von V1 in Verbindung, und zwar derart, daß die Kommunikations-Verbindung durch den ersten Kanal B zwischen V2 und V1 eingeleitet wird, und zwar durch den zweiten Kanal B zwischen V1 und T. Der Teilnehmer an der telefonischen Station T kann dann V2 in Empfang nehmen und beispielsweise prüfen, daß der Teilnehmer am Endgerät V2 eine Kommunikations-Verbindung in Bildtelefonie mit V1 wünscht.
- Der Teilnehmer der Telefonstation T tippt dann auf seiner Tastatur einen vorbestimmten Signalisierungscode ein, welcher auf Tonfrequenzen an das Endgerät V1 geschickt wird.
- Bei der Erfassung und Identifizierung dieses Codes unterbricht das Endgerät V1 die Kommunikations-Verbindung zwischen diesen beiden Kanälen B und gibt an V2 einen Warteton oder Aufmerksamkeitston ab.
- Das gegenseitige Verbinden der beiden Kanäle und die Unterbrechung dieser Verbindung verlangen lediglich, an dem Endgerät V1 einen Kanalumschalter und Steuermittel für diesen Umschalter durch den programmierten Mikroprozessor hinzuzufügen. Der Mikroprozessor kann die Funktionen der Identifizierung des Rufcodes sicherstellen.
- Der Mikroprozessor steuert das Klingeln des Endgeräts V1 derart, daß der Benutzer des Endgeräts V1 zur gleichen Zeit alarmiert wird, wie der Warteton an V2 ausgegeben wird.
- Wenn der Teilnehmer des Endgeräts V1 abnimmt, steht er in Verbindung mit dem zweiten Kanal mit der Telefonstation T und zwar ohne Absendung nach V2. Der Teilnehmer der Station T kann dann den Anruf von V2 anbieten.
- Wenn der Anruf angenommen ist, genügt es im allgemeinen, die Station T aufzulegen, um aufgrund der Unterbrechung des zweiten Kanals das Senden durch V1 auf dessen erstem Kanal B mit Bestimmung zu V2, eine Anfrage zur Erstellung des Bildtelefon-Anrufs mit Signalisierung H 242 auf einem oder beiden Kanälen B hervorzurufen.
- Sobald die Verbindung hergestellt ist, ist die Abfolge in Bildtelefonie vollständig.
- Wenn der Teilnehmer V1 den durch T angebotenen Anruf verweigert, legt er auf. Der Mikroprozessor ist dazu vorgesehen, dann die Verbindung zwischen den beiden Kanälen B von V1 und damit die Telefonverbindung zwischen T und V2 wiederherzustellen. Die Verbindung wird daraufhin durch Auflegen von T oder von V2 unterbrochen.
- Das oben beschriebene Verfahren ist dazu geeignet, für jedes Bildtelefon- Endgerät eingesetzt zu werden, welches in der Lage ist, Kommunikations- Verbindungen auf zwei Kanälen B zu erstellen, und dies selbst dann, wenn das entfernte anrufende Endgerät lediglich in der Lage ist, nur einen einzigen Kanal CCT zu behandeln. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, einem herkömmlichen Endgerät V1 einen Kanalumschalter hinzuzufügen, der es erlaubt, die Kanäle untereinander derart zu verbinden, daß die erstellte Verbindung automatisch zu der zugehörigen telefonischen Filterstation T geleitet wird, und zwar ohne Zwischenschaltung des Teilnehmers und auf einem einzigen Kanal mit dem anrufenden Endgerät. Dieser Umschalter weist die zusätzliche Funktion auf, die Kanäle B mit den Tongeneratoren und Empfängern zu verbinden. Die Erfindung kann in ein Endgerät implementiert werden, welches die Fähigkeit zur Visualisierung und zur Übertragung aufweist, etwa einem mit einem Anzeigebildschirm versehenen Mikrocomputer. Das Verfahren kann gleichfalls nicht nur direkt in das Bildtelefon implementiert werden, sondern auch in einer Wählanlage oder einem externen Mikroumschalter.
- Die Gesamtheit der Steuerfunktionen kann durch eine Multitasking-Software sichergestellt werden, welche in den Speicher einer Recheneinheit geladen ist, die ein Mikroprozessor sein kann, der auch die herkömmlichen Funktionen in einem Endgerät sicherstellt.
- Es wird nun ein Verfahren beschrieben, welches die Erstellung der Bildtelefon- Verbindung durch den Benutzer einer Filterstation erlaubt, und zwar auf Verlangen des Benutzers des anrufenden Endgeräts. Es sei mit V'1 das anrufende Endgerät, mit T' die filternde Station, mit V'2 das entfernte angerufene Bildtelefon-Endgerät bezeichnet.
- Das Verfahren verwendet die gleichen Kapazitäten des anrufenden Bildtelefon- Endgeräts V'1, wie sie für den Einsatz des eben beschriebenen Verfahrens notwendig sind und welche die Erstellung einer Bildtelefon-Verbindung erlauben, wenn das angerufene Endgerät gefiltert ist. Diese Kapazitäten sind insbesondere die folgenden:
- - unabhängige und koordinierte Verwaltung von zwei Kanälen B (bei 64 kb/s), eine Schnittstelle SO eines Netzes RNIS,
- - Verwaltung der Rahmeneinteilung H 221 des Kanals B und der Signalisierung H242,
- - Fähigkeit der Umschaltung der beiden Kanäle B untereinander oder zu Generatoren/Empfängern von Bandsignalisierung,
- - Tongeneratoren,
- - Empfänger von Tonfrequenzcodes, DTMF.
- Der Einsatz des Verfahrens verlangt es weiterhin, daß das anrufende Endgerät V'1 in der Lage ist, wenigstens zwei Nummern von SDA einer gleichen Schnittstelle SO zu erzeugen, wobei die erste Nummer des SDA der öffentlichen Anruf nummer des Endgeräts V'1 zugewiesen ist, während die zweite Nummer für die Verwendung der Station T' reserviert ist, die die ausgehenden Anrufe filtert.
- Das Prinzip besteht darin, den Bildtelefon-Anruf durch das Endgerät V'1 selbst zu erstellen, indem es ausgehend von der filternden Telefonstation T' ferngesteuert wird.
- Die in das Endgerät V'1 implementierte Software ist somit dazu vorgesehen, die Fernsteuerung von V'1 über einen Kanal B zu erlauben und zwar ausgehend von der Filterstation T' bei Anruf auf der zweiten Nummer des Endgeräts.
- Es wird somit eine Kommunikations-Verbindung in CCBNT-Modus auf dem ersten Kanal B realisiert. Der zweite Kanal B wird durch den Automaten zur Erstellung des Anrufs verwendet, welcher in der Software des Endgeräts V'1 implementiert ist, um das entfernte Bildtelefon V'2 im CCBT-Modus mit Rahmeneinteilung H221 anzurufen.
- Die Abfolge der auftretenden Operationen im Bereich des anrufenden Endgeräts V'1 der filternden Telefonstation T' geht aus Fig. 3 hervor.
- Der Benutzer des anrufenden Endgeräts V'1 ruft die Filterstation T' an und verlangt die Bildtelefon-Verbindung mit einem Teilnehmer V'2 und hebt daraufhin ab.
- Der Benutzer der Station T' ruft dann das lokale Bildtelefon-Endgerät V'1 auf der zweiten Nummer des SDA an, um eine Kommunikations-Verbindung CCBNT auf dem ersten Kanal B1 des Endgeräts V'1 zu erstellen, ohne daß es ein Klingeln des Endgeräts V'1 oder Tätigkeit des Benutzers dieses Endgeräts gibt.
- Das Endgerät V'1 gibt dann auf dem Kanal B1 eine Tonfolge zur Wahleinladung ab.
- In Antwort darauf tippt der Benutzer der Station T auf seiner Tastatur mit Tonfrequenzen oder DTMF die Anrufnummer des gewünschten Teilnehmers, d. h. des entfernten Endgeräts V'2 ein. Bei Empfang dieser Nummer gibt V'1 an T' auf dem Kanal B1 einen Verbindungston ab. Und zur gleichen Zeit gibt es einen CCBT-Anruf mit Bestimmung an V'2 auf seinem zweiten Kanal B2 ab.
- Es sei zunächst angenommen, daß sich der Anruf direkt mit einer nicht- gefilterten Bildtelefon-Station aufbaut. In diesem Falle realisiert die Station V'1 die Rahmeneinteilung H221 des Kanals B2 und verhandelt mit dem entfernten Endgerät V'2 eine Kommunikations-Verbindung des Typs Audio G711 unter A).
- Unmittelbar danach setzt V'1 seine beiden Kanäle B in Verbindung miteinander, um es dem Benutzer der filternden Telefon-Station T' zu ermöglichen, dem Benutzer des entfernten angerufenen Endgeräts V'2 die Übertragung des Anrufs an den Benutzer von V'1 anzubieten.
- Wenn der Anruf angenommen wird, gibt der Benutzer der Station T' dann erneut mit DTMF eine Signalisierung an V'1 ab, um das Klingeln des Bildtelefons V'1 hervorzurufen.
- Bei der Abnahme des Benutzers des Endgeräts V'1 unterbricht dieses Endgerät V'1 die Unterbrechung auf den Kanälen B1, was somit die Benutzer der beiden Endgeräte in Tonverbindung miteinander setzt.
- Das Endgerät V'1 verhandelt somit automatisch, auf H242, das Ende der Erstellung der Bildtelefon-Kommunikations-Verbindung auf einem oder beiden Kanälen B und zwar gemäß einem Verfahren, welches herkömmlich ist.
- Wenn das angerufene Endgerät durch eine Telefonstation gefiltert ist und dazu vorgesehen ist, den Empfang eines Bildtelefon-Anrufs zu erlauben, ist das Verfahren derart, wie es weiter oben definiert wurde.
Claims (5)
1. Verfahren zum Aufbau einer Bildtelefon-Kommunikationsverbindung
ausgehend von einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät (V2) zu einem
angerufenen Bildetelefon-Endgerät (V1) mit zwei über eine Telefonstation T
gefilterten Kanälen B, dadurch gekennzeichnet, daß:
- man automatisch eine Kommunikationsverbindung auf einem ersten
Kanal CCBT zwischen einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät (V2) und
einem angerufenen Bildtelefon-Endgerät (V1) aufbaut,
- man auf dem ersten Kanal ausgehend von dem angerufenen Endgerät
(V1) einen Freiton an das anrufende Endgerät (V2) ausgibt und man
auf dem zweiten Kanal B ausgehend von dem angerufenen Endgerät
einen Ruf an die Telefonstation (T) ausgibt, um eine Verbindung
zwischen dem anrufenden Endgerät (V2) und der Telefonstation (T)
herzustellen,
- man in Antwort auf die Abnahme des Telefonapparats die beiden
Kanäle ausgehend von dem angerufenen Endgerät (V1) automatisch
verbindet, um die von dem anrufenden Endgerät (V2) stammende
Kommunikationsverbindung ohne Unterbrechung der
Kommunikationsverbindung auf dem ersten Kanal CCBT zu der Telefonstation (T) zu leiten,
- man einen Tonfrequenz-Signalcode gegebenenfalls von der
Telefonstation (T) ausgibt, um die Ausgabe eines Anklopftons an das anrufende
Bildetelefon-Endgerät (V2) und ein Klingelzeichen bei dem angerufenen
Bildtelefon-Endgerät (V1) hervorzurufen, um den entsprechenden
Benutzer auf den Aufbau einer Verbindung mit der Telefonstation
hinzuweisen, und
- man im Fall der Annahme durch den Teilnehmer an dem angerufenen
Bildtelefon-Endgerät (V1) in Antwort auf das Auflegen der
Telefonstation (T) den Vorgang des Aufbaus der
Bildtelefon-Kommunika
tionsverbindung zwischen den Bildtelefon-Endgeräten automatisch
durchführt.
2. Bildtelefon-Endgerät (V1) mit zwei Kanälen B zur Ausführung des
Verfahrens nach Anspruch 1, welches eine Direktwahlnummer (A1) und eine
Einrichtung zum Leiten eines eingehenden Anrufs zu einer
Empfangstelefonstation (T) aufweist, umfassend:
- eine Einrichtung, welche in Antwort auf einen auf einen Anruf hin von
einem anrufenden Bildtelefon-Endgerät (V2) stattfindenden Aufbau
einer Verbindung auf einem ersten Kanal B, auf dem zweiten Kanal B
eine Verbindung mit der Telefonstation (T) aufbauen und einen
Anklopfton zurückschicken kann,
- einen Kanalumschalter, der die beiden Kanäle in Verbindung setzen
kann, um die Kommunikationsverbindung des anrufenden Endgeräts
(V2) zu der Telefonstation (T) in Antwort auf die Abnahme derselben
herzustellen,
- einen Empfänger für einen von der Telefonstation (T) herrührenden
Signalcode, welcher Empfänger mit dem Umschalter zum Unterbrechen
der Kommunikationsverbindung zwischen den beiden Kanälen und mit
der Klingel des angerufenen Endgeräts (V1) zusammenwirkt, und
- eine Einrichtung zum Ausgeben einer für das anrufende Endgerät (V2)
bestimmten Anforderung zum Aufbau der
Bildtelefon-Kommunikationsverbindung auf dem ersten Kanal CCBT.
3. Verfahren zum Aufbau einer Bildtelefon-Kommunikationsverbindung
ausgehend von einem gefilterten anrufenden Bildtelefon-Endgerät (V'1),
welches dazu vorgesehen ist, wenigstens zwei Direktanruf-Auswahlnummern
zu verwalten, von denen die eine eine erste Nummer für den öffentlichen
Anruf ist und von denen die andere eine für die Verwendung durch eine
Filterstation (T') reservierte zweite Nummer ist, dadurch gekennzeichnet, daß:
- man ausgehend von der Station (T'), welche das anrufende Endgerät
(V'1) filtert, einen Anruf an das anrufende Endgerät (V'1) auf der
zweiten Nummer ausgibt, um eine Verbindung CCBNT auf einem ersten
Kanal B aufzubauen, ohne ein Läuten auszulösen,
- man bei Empfang eines Wahlaufforderungstons durch die filternde
Station (V'1) die Anrufnummer des angerufenen Bildtelefon-Endgeräts
(V'2) ausgehend von der filternden Station T bildet, um die
Fernsteuerung und die Ausgabe eines Anrufs CCBT durch das gefilterte
anrufenden Endgerät (V'1) in Richtung zu einem Bildtelefon-Endgerät (V'2) auf
dem zweiten Kanal B hervorzurufen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem
Aufbau des Anrufs die beiden Kanäle B im Bereich des anrufenden
Bildtelefon-Endgeräts (V'1) automatisch in Kommunikationsverbindung setzt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Benutzer der
filternden Station (T), nachdem die beiden Kanäle in
Kommunikationsverbindung gesetzt sind, sobald er die Zusage des Benutzers des angerufenen
Bildtelefon-Endgeräts erhalten hat, eine Signalisierung ausgibt, welche die
Klingel des anrufenden Endgeräts betätigt und das Abnehmen an dem
Endgerät die Unterbrechung der Kommunikationsverbindung zwischen
anrufendem Bildtelefon und filternder Station hervorruft.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR9300363A FR2700651B1 (fr) | 1993-01-15 | 1993-01-15 | Procédé et terminal de visiophonie permettant l'accueil, et éventuellement l'appel, par un poste téléphonique. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69417079D1 DE69417079D1 (de) | 1999-04-22 |
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