DE69415331T2 - Schiffsrumpf - Google Patents

Schiffsrumpf

Info

Publication number
DE69415331T2
DE69415331T2 DE69415331T DE69415331T DE69415331T2 DE 69415331 T2 DE69415331 T2 DE 69415331T2 DE 69415331 T DE69415331 T DE 69415331T DE 69415331 T DE69415331 T DE 69415331T DE 69415331 T2 DE69415331 T2 DE 69415331T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hull
ship
hull part
width
section
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE69415331T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69415331D1 (de
Inventor
Bernard Nl-7631 Hx Ootmarsum Gellekink
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thales Nederland BV
Original Assignee
Thales Nederland BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thales Nederland BV filed Critical Thales Nederland BV
Application granted granted Critical
Publication of DE69415331D1 publication Critical patent/DE69415331D1/de
Publication of DE69415331T2 publication Critical patent/DE69415331T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B1/00Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
    • B63B1/16Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving additional lift from hydrodynamic forces
    • B63B1/18Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving additional lift from hydrodynamic forces of hydroplane type
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B1/00Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
    • B63B1/02Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving lift mainly from water displacement
    • B63B1/04Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving lift mainly from water displacement with single hull
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B1/00Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
    • B63B1/32Other means for varying the inherent hydrodynamic characteristics of hulls
    • B63B1/40Other means for varying the inherent hydrodynamic characteristics of hulls by diminishing wave resistance
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B43/00Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
    • B63B43/02Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking
    • B63B43/04Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving stability
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B43/00Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
    • B63B43/02Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking
    • B63B43/04Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving stability
    • B63B2043/047Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for reducing risk of capsizing or sinking by improving stability by means of hull shapes comprising a wide hull portion near the design water line, and a slender, buoyancy providing, main hull portion extending towards the bottom
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T70/00Maritime or waterways transport
    • Y02T70/10Measures concerning design or construction of watercraft hulls

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Other Liquid Machine Or Engine Such As Wave Power Use (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)
  • Revetment (AREA)

Description

    Beschreibung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schiffsrumpf, bestehend aus einem ersten Rumpfteil und einem unterhalb des ersten Rumpteiles angebrachten zweiten Rumpfteil, das sich zumindest im wesentlichen über die volle Länge des ersten Rumpfteiles erstreckt und das als ein extrem schlanker Schwimmerkörper entworfen wurde.
  • Ein Schiffsrumpf dieser Art ist vom DE- 41 25 187 A1 her bekannt. Der hierin beschriebene Schiffsrumpf weist viele krumme Flächen auf und ist notwendigerweise mit Hilfe einer kostspieligen Form aus Epoxidharz oder ähnlichem Werkstoff gefertigt.
  • Der Schiffsrumpf gemäß der Erfindung ist dagegen auf praktisch jeder Werft auf einfache Weise zu bauen, und eine kostspielige Form wird nicht verlangt, und ist dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das erste Rumpfteil als auch das zweite Rumpfteil zumindest im wesentlichen als Knickspantrümpfe mit zusammengefügten Knickspantrahmen-Komponenten entworfen wurden.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das erste Rumpfteil auf dem zweiten Rumpfteil angeordnet ist, und zwar so, daß sich die vordere Hälfte des ersten Rumpfteiles unter Betriebsbedingungen über dem Wasserspiegel und die hintere Hälfte des ersten Rumpteiles zumindest teilweise unter dem Wasserspiegel befindet. Der Vorteil ist, daß eine unabwendbar von dem ersten Rumpfteil hervorgerufene Bugwelle unter dem Schiffsrumpf entsteht, wodurch ein aufwärtsgerichteter Druck nahe der Mitte des Schiffsrumpfes bewerkstelligt wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Rumpfteil unter Betriebsbedingungen für 70% bis 90% des Auftriebs sorgt. Diese Werte verursachen im Rumpf keine Resonanzerscheinungen, wodurch der durch Wellen hervorgerufene Strömungswiderstand niedrig bleibt, während das zweite Rumpfteil dem Rumpf eine ausreichende Querstabilität verleiht.
  • Tests mit einem Modell in einem Maßstab von 1 zu 10 haben gezeigt, daß den Strömungswiderstand verursachende Resonanzerscheinungen nicht auftreten, sogar bei erheblich höheren Geschwindigkeiten als die schiffsgebundene, kritische Rumpffahrt. Es wurde festgestellt, daß innerhalb eines Meßbereiches von null bis viermal die schiffsgebundene kritische Rumpffahrt, der durch Wellen hervorgerufene Strömungswiderstand zunimmt, die Unterbrechung in der abfallenden Kurve des durch Wellen hervorgerufenen Strömungswiderstands als eine Funktion der Geschwindigkeit jedoch nicht auftritt. Deshalb ist das Fahren mit Geschwindigkeiten weit über die schiffsgebundene kritische Rumpffahrt praktisch nicht mit einer übermäßigen Zunahme des Kraftstoffverbrauchs verbunden.
  • Um auch bei einer anderen Belastung zu erreichen, daß die erste Bugwelle des ersten Rumpfteiles und die zweite Bugwelle des zweiten Rumpfteiles einander zumindest im wesentlichen neutralisieren, kann das zweite Rumpfteil mit zumindest einem Ballasttank versehen werden.
  • Was den Schiffsrumpf gemäß der Erfindung betrifft, kann gesagt werden, daß es sich um eine Synthese des sogenannten superschlanken Verdrängers mit einem Breiten-Längen- Verhältnis von beispielsweise 6,5% und des klassischen Schiffsrumpfes handelt, von dem der Knickspantrumpf zum Beispiel ein Breiten-Längen-Verhältnis von 30% aufweist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Schiffsrumpfs gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß sich das Breiten-Längen-Verhältnis des ersten Rumpfteiles auf 27%-38%, und daß sich das Breiten-Längen-Verhältnis des zweiten Rumpfteiles auf 6%-9% beläuft.
  • In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wurde das zweite Rumpfteil so entworfen, daß es sich nach unten hin verbreitert. Hierdurch ist es einfacher, den Motor, den Kraftstofftank, den Frischwassertank sowie die Ballasttanks unterzubringen und der Rumpf läßt sich in einer stabilen Lage auf einer Sandbank auf Grund setzten, während der durch Wellen hervorgerufene Strömungswiderstand nicht übermäßig zunimmt.
  • Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, von denen
  • Fig. 1 eine Seitenansicht des Schiffsrumpfs in Fahrt zeigt;
  • Fig. 2 eine Draufsicht des Schiffsrumpfs in Fahrt zeigt;
  • Fig. 3 in einer graphischen Darstellung die benötigte Motorleistung für einen 10 m langen Schiffsrumpf gemäß der Erfindung zeigt;
  • Fig. 4 einen vereinfachten Spantriß des Schiffsrumpfes zeigt;
  • Fig. 5 in einer graphischen Darstellung den selbstaufrichtenden Moment des Schiffsrumpfes gemäß der Erfindung zeigt;
  • Fig. 6 in einer graphischen Darstellung das Stufenverhalten für eine Rotation rund um die Längenachse des Schiffsrumpfes gemäß der Erfindung zeigt.
  • Für jedes Schiff gilt eine bestimmte Geschwindigkeit, bei der der Kraftstoffverbrauch drastisch zunimmt. Diese Geschwindigkeit, die sogenannte schiffsgebundene kritische Rumpffahrt verhält sich proportional zu der Wurzel aus der Länge des Schiffes. Dieses Phänomen hängt mit dem Entstehen der Bug- und Heckwelle bei einem Schiff in Fahrt zusammen, die sich gegenseitig verstärken, sobald die kritische Rumpffahrt erreicht ist. Um dieses Phänomen zu umgehen, gibt es zwei bekannte Methoden. Die erste Methode findet beispielsweise bei einem Katamaran Anwendung. Hierbei handelt es sich um einen außerordentlich schlanken Verdränger mit einem Breiten-Längenverhältnis von beispielsweise 6,5%. Von einem derartigen Verdränger ist bekannt, daß praktisch keine Bug- und keine Heckwelle auftreten, und daß das den Strömungswiderstand verursachende Resonanzphänomen nicht auftritt. Die zweite Methode betrifft ein planierendes Fahrzeug, bei dem folglich keine Bugwelle hervorgerufen wird.
  • Beide Methoden sind mit bestimmten Nachteilen verbunden. Ein superschlanker Verdränger eignet sich weniger für Anwendungen, bei denen das Schiff mit einer Kajüte ausgestattet sein muß, wie zum Beispiel bei einer Vergnügungsjacht oder einem Küstenschnellboot. Für ein planierendes Fahrzeug wird dagegen eine entsprechend höhere Motorleistung verlangt, was einen entsprechend höheren Kraftstoffverbrauch und einen geringeren Aktionsradius sowie einen äußerst beschränkten Komfort für die Schiffspassagiere mit sich bringt, im besonderen wenn man dem Seegang zufolge auf die Wasserverdrängungsfahrt zurückgreifen muß.
  • Aufgabe des Schiffes gemäß der Erfindung, von dem in Fig. 1 die Seitenansicht des Rumpfes in Fahrt gezeigt wird, ist es, dieses Problem auf erfinderische Weise zu lösen, indem ein erstes Rumpteil 1, faktisch ein herkömmlicher Schiffs rumpf, obenauf einem zweiten Rumpteil 2, faktisch einem superschlanken Verdränger, angeordnet wird. Für die Rollstabilität ist es dann notwendig, daß sich das erste Rumpfteil 1 zumindest teilweise unter Wasser befindet. Dies bringt mit sich, daß eine Bugwelle hervorgerufen wird, und zwar dort wo das erste Rumpfteil 1 die Wasserlinie schneidet. Gemäß der Erfindung wird dieser Punkt ungefähr auf halbem Wege des Schiffsrumpfes gewählt, in Fig. 1 nahe des Schwerpunktes 3 des Schiffes. Die Vorderseite des ersten Rumpfteiles 1 befindet sich also über dem Wasserspiegel und die Rückseite zumindest teilweise unter dem Wasserspiegel. Die Schnittlinie 4 des ersten Rumpfteiles mit dem Wasserspiegel wurden ebenfalls angegeben.
  • Fig. 2 zeigt eine Draufsicht des Schiffsrumpfes gemäß der Erfindung mit dem ersten Rumpfteil 1, dem zweiten Rumpfteil 2, Schwerpunkt 3 und der Schnittlinie 4 des ersten Rumpfteiles 1 und dem Wasserspiegel.
  • Tests mit einem Modell in einem Maßstab von 1 zu 10 haben erwartungsgemäß gezeigt, daß sowohl das erste Rumpfteil 1 als auch das zweite Rumpfteil 2 eine Bugwelle hervorrufen. Wird nun für das Breiten-Längen-Verhältnis des ersten Rumpfteiles 27%-38% und für das Breiten-Längen-Verhältnis des zweiten Rumpfteiles 6%-9% gewählt, und läßt man die Bugwelle des ersten Rumpfteiles auf halbem Wege des Schiffsrumpfes entstehen, dann zeigt sich, daß sich beide Bugwellen während der Fahrt mit kritischer Rumpffahrt in Gegenphase befinden und wird auch bei höheren Geschwindigkeiten ein plötzlicher Anstieg des Wellenwiderstandes nicht wahrgenommen. Eine heuristische Erklärung für diesen günstigen Effekt ist, daß einerseits die bereits erwähnte Hochschaukelung nicht stattfindet, und andererseits das Schiff nicht gegen seine eigene Bugwelle anzufahren braucht, sondern die auf halbem Wege gebildete Bugwelle einen nahe des Schwerpunktes angreifenden, aufwärtsgerichteten Druck bewerkstelligt.
  • Mit Hilfe des maßstabsgerechten Modells wurde der Widerstand des Schiffsrumpfes als Funktion der Geschwindigkeit gemessen. Der so gemessene Widerstand ist der Gesamtwiderstand, nämlich die Summe des Wellenwiderstandes und des Flüssigkeitsreibungswiderstands. Danach wurde der Flüssigkeitsreibungswiderstand mit Hilfe der nassen Oberfläche des maßstabsgerechten Modells und der im Fachgebiet bekannten ITTC-Formel unter Anwendung der für das maßstabsgerechte Modell berechneten Reynoldsschen Zahl berechnet. Der damit ermittelte Wellenwiderstand läßt sich dann mit der im Fachgebiet bekannten Methode in einen Schiffsrumpf mit einer Länge von 10 m maßstäblich vergrößern. Danach wurde der Gesamtwiderstand für einen 10 m langen Schiffsrumpf berechnet, indem der mit Hilfe der nun gültigen Reynoldssche Zahl berechnete Flüssigkeitsreibungswiderstand des 10 m langen Schiffsrumpfes hinzugezählt wurde. Der so berechnete Gesamtwiderstand wurde in Fig. 3 in einer graphischen Darstellung eingezeichnet, zusammen mit einer graphischen Darstellung 5 eines vergleichbaren, modernen Verdrängers und einer graphischen Darstellung 5' eines planierenden, im Fachgebiet bekannten Rumpfes mit einer Deep-Vee-Form. Anzumerken sei, daß sich die Kurven für den Deep-Vee-Rumpf und für den Schiffsrumpf gemäß der Erfindung bei einer Geschwindigkeit von ungefähr 24 Knoten schließlich schneiden. Namentlich für das Geschwindigkeitsgebiet von einem bis drei Mal die Rumpffahrt ist die vorliegende Erfindung deshalb von Bedeutung.
  • Einen vereinfachten Spantenriß einer Ausführungsform des Schiffsrumpfes zeigt Fig. 4, wobei sowohl das erste Rumpfteil 1 als auch das zweite Rumpfteil 2 gemäß der klassischen Knickspant-Technologie ausgeführt wurden. Der Spantenabstand beträgt 40 cm und es wurden die Spanten 0, 6, 15, 18, 21 und 24 gezeichnet. Das zweite Rumpteil 2 verbreitert sich nach unten hin. Hierdurch ist es einfacher, den Motor, den Kraftstofftank, den Frischwassertank sowie die Ballasttanks in dem zweiten Rumpfteil 2 unterzubringen und der Rumpf läßt sich in einer stabilen Lage auf einer Sandbank auf Grund setzten. Was den durch Wellen hervorgerufenen Strömungswiderstand betrifft, wirkt sich die zunehmende Breite nicht nachteilig aus, weil dabei nur das Breiten-Längen-Verhältnis nahe des Wasserspiegels von Bedeutung ist. Weiterhin fällt auf, daß jedes Spant aus zwei zusammengefügten Knickspanten besteht. Hierdurch läßt sich ein Schiffsrumpf gemäß der Erfindung praktisch auf jeder Werft auf einfache Weise bauen. Auch ist der Investitionsaufwand niedrig, da keine teuren Mallen benötigt werden, wie zum Beispiel bei der Produktion von in Polyester ausgeführten Schiffsrümpfen.
  • In Fig. 4 ist ebenfalls zu sehen, daß sich das erste Rumpfteil 1 nach hinten verbreitert, wobei das Achterschiff dem Schiffsrumpf die notwendige Querstabilität verleihen soll. Bei kleinen Rollwinkeln stammt die Querstabilität faktisch vom Achterschiff allein, weil sich das Vorschiff über dem Wasserspiegel befindet und somit keinen selbstaufrichtenden Moment des zweiten Rumpfteiles bewirken kann und weil der selbstaufrichtende Moment des zweiten Rumpfteiles in diesem Fall keine Rolle spielt.
  • Der selbstaufrichtende Moment M des Schiffsrumpfes gemäß der Erfindung wurde in Fig. 5 als Funktion des Rollwinkels dargestellt. Hierbei bewirkt das erste Rumpfteil 1 den selbstaufrichtenden Moment für kleine Winkel und bewirkt das zweite Rumpfteil 2 einen großen selbstaufrichtenden Moment für große Rollwinkel, wenn dieses relativ schwere Teil in die horizontale Lage kommt. Zusätzlich wurde für einen vergleichbaren Knickspantrumpf der selbstaufrichtende Moment mittels einer gestrichelten Kurvenlinie angegeben.
  • Aus Fig. 5 geht ebenfalls hervor, daß die günstig gewählte Form bei zunehmendem Rollwinkel in einem monoton zunehmenden selbstaufrichtenden Moment resultiert, mit einem flexiblen, stabilen und "non-laboursome"-Verhalten im Vergleich zum Knickspantrumpf. Weiterhin stellt sich heraus, daß die zum erfindungsgemäßen Schiffsrumpf gehörende Oberfläche der graphischen Darstellung größer als die zum Knickspantrumpf gehörende Oberfläche der graphischen Darstellung ist. Dies bedeutet, daß der im Fachgebiet bekannte Stabilitätsumfang ausgezeichnete ist.
  • Der Komfort an Bord eines Schiffes wird in hohem Maße durch das Stufenverhalten für eine Rotation rund um die Längenachse eines Schiffes bestimmt. Fig. 6 zeigt das Stufenverhalten eines Schiffsrumpfes gemäß der Erfindung für einen Rollwinkel von 6º. Das Stufenverhalten ist ausgezeichnet, was dem großen Widerstand des zweiten Rumpfteiles 2 für Rollbewegungen zu verdanken ist. Darüber hinaus bietet das zweite Rumpfteil 2 eine sehr gute Richtungsstabilität, was ausreichend ist, um eine etwaige Neigung zum Querschlagen auszugleichen.
  • Ein weiterer Vorteil des Schiffsrumpfes ist, daß der Antriebswirkungsgrad relativ hoch ist, weil der im Fachgebiet bekannte Belastungsbeiwert dank der relativ niedrigen gewünschten Leistung gering ist und den Entwurf einer Schiffsschraube mit großem Durchmesser erlaubt. Außerdem ist mit dem erfindungsgemäßen Entwurf eine günstige Wasseranströmung der Schiffsschraube gewährleistet. Da die im Fachgebiet bekannte Leistungskurve für den Schiffsrumpf praktisch denselben Verlauf hat wie die im Fachgebiet bekannte "prop law"-Kurve für die Schiffsschraube, ist ein Wirkungsgrad von 70% bis 75% der Schiffsschraube realisierbar. Neben einem hohen Wirkungsgrad wird eine auf diese Weise angetriebene Schiffsschraube außerdem den Komfort für die Personen an Bord wegen des niedrigen Geräuschpegels weiterhin vergrößern.

Claims (6)

1. Ein Schiffsrumpf, bestehend aus einem ersten Rumpfteil (1) und einem unterhalb des ersten Rumpteiles angebrachten zweiten Rumpfteil (2), das sich zumindest im wesentlichen über die volle Länge des ersten Rumpfteiles (1) erstreckt und das als ein extrem schlanker Schwimmerkörper entworfen wurde, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das erste Rumpfteil (1) als auch das zweite Rumpfteil (2) zumindest im wesentlichen als Knickspantrümpfe mit zusammengefügten Knickspantrahmen-Komponenten (0, ..6, ..15, ..18, ..21, ..24) entworfen wurden.
2. Ein Schiffsrumpf gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Rumpteil (1) auf dem zweiten Rumpfteil (2) angeordnet ist, und zwar so, daß sich die vordere Hälfte des ersten Rumpfteiles (1) unter Betriebsbedingungen über dem Wasserspiegel und die hintere Hälfte des ersten Rumpteiles (1) zumindest teilweise unter dem Wasserspiegel befindet.
3. Ein Schiffsrumpf gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Rumpfteil (2) unter Betriebsbedingungen 70 bis 90% des Auftriebs übernimmt.
4. Ein Schiffsrumpf gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserverdrängung je Längeneinheit des ersten Rumpfteiles (1) zumindest im wesentlichen vom Bug bis zum Heck gleichförmig zunimmt.
5. Ein Schiffsrumpf gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Breiten- Längen-Verhältnis des ersten Rumpfteiles (1) auf 27%-38%, und daß sich das Breiten-Längen-Verhältnis des zweiten Rumpfteiles (2) auf 6%-9% beläuft.
6. Ein Schiffsrumpf gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Rumpfteil (2) so entworfen wurde, daß es sich in abwärtsgehender Richtung verbreitert.
DE69415331T 1993-09-29 1994-09-22 Schiffsrumpf Expired - Fee Related DE69415331T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL9301676A NL9301676A (nl) 1993-09-29 1993-09-29 Scheepsromp.
PCT/EP1994/003170 WO1995009102A1 (en) 1993-09-29 1994-09-22 A ship's hull

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69415331D1 DE69415331D1 (de) 1999-01-28
DE69415331T2 true DE69415331T2 (de) 1999-06-17

Family

ID=19862938

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69415331T Expired - Fee Related DE69415331T2 (de) 1993-09-29 1994-09-22 Schiffsrumpf

Country Status (10)

Country Link
US (1) US5832855A (de)
EP (1) EP0719225B1 (de)
AU (1) AU684098B2 (de)
CA (1) CA2172835A1 (de)
DE (1) DE69415331T2 (de)
DK (1) DK0719225T3 (de)
ES (1) ES2126781T3 (de)
GR (1) GR3029361T3 (de)
NL (1) NL9301676A (de)
WO (1) WO1995009102A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10235708B4 (de) * 2002-08-03 2005-01-27 Markmann, Ole, Dipl.-Designer Segeljacht mit Gleitrumpf
DE102007026118A1 (de) * 2007-06-05 2008-12-18 Kägi, Adrian Von einem Medium umströmter, Bugwellen und/oder Heckwellen bildender Körper mit einem stufenförmig ausgebildeten Bug und/oder Heck

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT406143B (de) * 1997-10-16 2000-02-25 Eder Theodor Schiffskörper
GB9927730D0 (en) * 1999-11-25 2000-01-26 Wingeatt Michael J Hull and keel
US20060254486A1 (en) * 2005-05-12 2006-11-16 Ashdown Glynn R Winged hull for a watercraft
ATE431797T1 (de) * 2005-12-14 2009-06-15 Gusto B V Schiff mit doppeltem tiefgang
JP2016159714A (ja) * 2015-02-27 2016-09-05 ヤンマー株式会社 小型船舶
RU2708813C1 (ru) * 2018-08-15 2019-12-11 Игнат Михайлович Водопьянов Стабилизированный корпус однокорпусного моторного судна, использующий серфирование на водной подушке, c глубоко погруженным опорным элементом

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2167689A (en) * 1938-05-28 1939-08-01 Andrew A Scowley Hull for boats and ships
US2361409A (en) * 1943-12-02 1944-10-31 Munro Gordon Ship hull
GB611430A (en) * 1944-09-21 1948-10-29 Herman Cornelissen Improvements relating to keels for surface water craft
US3138130A (en) * 1962-10-08 1964-06-23 Morgan Jasper Boat hull
US4089286A (en) * 1976-03-04 1978-05-16 Jeanne Greaves Hall Sheel Sailboat keel
DE3639175C2 (de) * 1986-11-15 1998-05-28 Blohm Voss Ag Schiffskörper für kleine Fahrzeuge und hohe Geschwindigkeiten
DE4125187C2 (de) * 1991-07-30 1993-12-23 Klaus D Lehmann Rumpf für Wasserfahrzeuge, insbesondere Segelboote und Surfbretter

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10235708B4 (de) * 2002-08-03 2005-01-27 Markmann, Ole, Dipl.-Designer Segeljacht mit Gleitrumpf
DE102007026118A1 (de) * 2007-06-05 2008-12-18 Kägi, Adrian Von einem Medium umströmter, Bugwellen und/oder Heckwellen bildender Körper mit einem stufenförmig ausgebildeten Bug und/oder Heck
DE102007026118B4 (de) * 2007-06-05 2010-12-16 Kägi, Adrian Von einem Medium umströmter, Bugwellen und/oder Heckwellen bildender Körper mit einem stufenförmig ausgebildeten Bug und/oder Heck

Also Published As

Publication number Publication date
WO1995009102A1 (en) 1995-04-06
AU684098B2 (en) 1997-12-04
NL9301676A (nl) 1995-04-18
DE69415331D1 (de) 1999-01-28
US5832855A (en) 1998-11-10
EP0719225B1 (de) 1998-12-16
DK0719225T3 (da) 1999-08-23
CA2172835A1 (en) 1995-04-06
GR3029361T3 (en) 1999-05-28
ES2126781T3 (es) 1999-04-01
AU7698094A (en) 1995-04-18
EP0719225A1 (de) 1996-07-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0094673B1 (de) Tragflügelanordnung für einen Katamaran
DE69504560T2 (de) Schiffsrumpfform
EP2238015A2 (de) Variable gesamtrumpflänge für wasserfahrzeuge
EP0199145A1 (de) Tragflügelanordnung für einen Gleitboot-Katamaran
EP0182314A2 (de) Katamaran-Luftkissenwasserfahrzeug
DE69911397T2 (de) Bootskörper mit einer einrumpf-trimaran-catamaran-architektur
DE69311771T2 (de) Schnellschiffsrumpfkonstruktion mit Seitenstabilität
DE69605432T2 (de) Wasserfahrzeuge
DE69415331T2 (de) Schiffsrumpf
DE2335815B2 (de) Schiffskörper für Schnellboote
DE69401350T2 (de) Tragflügelboot mit segeln
DE3924362A1 (de) Schiffsrumpf, der einer langsam- und einer schnellfahrt angepasst ist
DE69200417T2 (de) Rumpfstruktur für Mehrrumpfschiffe.
DE3730008A1 (de) Wasserfahrzeug mit leitflossen
EP0042584B1 (de) Bootskörper
EP0300520B1 (de) Schnelles Wasserfahrzeug
DE19837888C1 (de) Schiffsrumpf
DE69305167T2 (de) Verdrängungsschiff mit stabilisierter stampfbewegung
DE602004009467T2 (de) Schiffsrumpf
DE2457014C3 (de) Boot mit zylindrischem Rumpf
DE60007970T2 (de) Schwimmkörper für schnelle wasserfahrzeuge
EP0648668A1 (de) Schnelles Schiff, insbesondere Faehrschiff
EP1114768A2 (de) SWATH-Schiff
DE3801317C2 (de)
DE616750C (de) Boot mit Wassertragflaechen

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: THALES NEDERLAND B.V., HENGELO, NL

8339 Ceased/non-payment of the annual fee