DE69413786T2 - Verfahren zur Herstellung von Alkalimetall-Hydroxiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalimetall-Hydroxiden

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid.
  • Sie betrifft genauer ein Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid, insbesondere von Natriumhydroxid durch Elektrodialyse einer wäßrigen Alkalimetallhalogenidlösung in einer Elektrodialysezelle.
  • In dem Patent US-A-4.592.817 beschreibt man ein Verfahren zur Herstellung von wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösungen durch Elektrodialyse von wäßrigen Alkalimetallchloridlösungen in einer Elektrodialysezelle vom Typ mit drei Räumen, die zwischen einer anionischen Membran, einer kationischen Membran beziehungsweise einer bipolaren Membran, die zwischen der anionischen Membran und der kationischen Membran eingefügt ist, definiert sind. Zu diesem Zweck führt man eine wäßrige Alkalimetallchloridlösung in den Salzraum der Zelle zu, der zwischen der anionischen Membran und der kationischen Membran begrenzt ist, und man gewinnt einerseits eine wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung aus dem alkalischen Raum, der zwischen der kationischen Membran und einer anionischen Seite der bipolaren Membran begrenzt ist, und andererseits eine wäßrige Salzsäurelösung aus dem sauren Raum, der zwischen der anionischen Membran und einer kationischen Seite der bipolaren Membran begrenzt ist.
  • Bei diesem bekannten Verfahren wird die wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung, die man aus der Elektrodialysezelle gewinnt, durch das Hydratwasser der Alkalimetallkationen, die die kationische Membran durchqueren, verdünnt. Die Konzentration der wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösung hängt demzufolge von der Konzentration der eingesetzten Alkalimetallchloridlösung ab. Üblicherweise setzt man weitgehend gesättigte Alkalimetallchloridlösungen ein. Man beobachtet jedoch in der Praxis, daß die bei diesem bekannten Verfahren erhaltenen wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösungen einen Gehalt an Wasser haben, der merklich höher ist als der in Abhängigkeit von der Konzentration der Alkalimetallchloridlösung und den Betriebsbedingungen der Elektrodialysezelle vorhergesehene, was einen Nachteil darstellen kann.
  • Die Erfindung versucht diesen Nachteil des oben beschriebenen bekannten Verfahrens zu beseitigen, indem sie ein verbessertes Verfahren liefert, das es ermöglicht, konzentrierte wäßrige Alkalimetallhydroxidlösungen zu erhalten.
  • Die Erfindung betrifft demzufolge ein Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallhydroxid, gemäß dem man eine Elektrodialysezelle mit drei Räumen gebraucht, man eine wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung in einem Salzraum der Zelle zirkulieren läßt, der zwischen einer anionischen Membran und einer kationischen Membran begrenzt ist, und man eine wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung aus einem alkalischen Raum der Zelle entnimmt, der zwischen der kationischen Membran und einer anionischen Seite einer bipolaren Membran begrenzt ist; gemäß der Erfindung führt man ein Alkalimetallhalogenid in einen sauren Raum der Zelle zu, der zwischen der anionischen Membran und einer kationischen Seite der bipolaren Membran begrenzt ist.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren soll mit kationischer Membran eine dünne, nicht poröse Folie bezeichnet werden, die für Kationen selektiv durchlässig und für Anionen undurchlässig ist. Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbaren kationischen Membranen müssen aus einem Material sein, das gegenüber wäßrigen Natriumhydroxidlösungen inert ist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare kationische Membranen sind beispielsweise Folien aus Fluorpolymer, das kationische funktionelle Gruppen, die von Sulfonsäuren, Carbonsäuren oder Phosphonsäuren abgeleitet sind, oder Gemische solcher funktioneller Gruppen enthält. Membranen, die für diese Anwendung in der erfindungsgemäßen Zelle besonders geeignet sind, sind diejenigen, die unter den Namen NAFION® (DU PONT) und FLEMION® (ASAHI GLASS COMPANY Ltd.) bekannt sind.
  • Eine anionische Membran ist eine dünne, nicht poröse Folie, die für Anionen selektiv durchlässig und für Kationen undurchlässig ist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare anionische Membranen sind Folien aus einem Polymermaterial, das gegenüber sauren oder basischen wäßrigen Lösungen inert ist und das quartäre Ammonium- oder Pyridiniumgruppen umfaßt, die die Rolle von anionischen Haftstellen spielen.
  • Die bipolaren Membranen sind Membranen, die auf einer Seite die Eigenschaften einer kationischen Membran und auf der anderen Seite die Eigenschaften einer anionischen Membran aufweisen. Sie können im allgemeinen durch Aneinanderfügen einer kationischen Membran und einer anionischen Membran beispiels weise unter Ausnutzung der in der internationalen Patentanmeldung WO 89/1059 beschriebenen Technik zu diesem Zweck erhalten werden.
  • Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Elektrodialysezelle ist durch eine kationische Membran, eine anionische Membran und eine bipolare Membran in drei Räume geteilt. Die bipolare Membran ist so zwischen der kationischen Membran und der anionischen Membran eingefügt, daß ihre anionische Seite zur kationischen Membran orientiert ist und daß ihre kationische Seite zur anionischen Membran orientiert ist. Die Zelle ist zwischen einer Anode und einer Kathode angeordnet, die mit der positiven Klemme beziehungsweise mit der negativen Klemme einer Gleichstromquelle verbunden sind. Die Anordnung dieser beiden Elektroden ist derart, daß die kationische Membran zur Anode gerichtet ist und daß die anionische Membran zur Kathode gerichtet ist. In der Praxis verbindet man mehrere (wenigstens zwei) Elektrodialysezellen in Reihe zwischen der Anode und der Kathode, um einen industriellen Elektrodialysator zu bilden.
  • Im folgenden wird der Raum, der zwischen der anionischen Membran und der kationischen Membran begrenzt ist, Salzraum genannt, der Raum, der zwischen der kationischen Membran und der bipolaren Membran begrenzt ist, wird alkalischer Raum genannt und der Raum, der zwischen der anionischen Membran und der bipolaren Membran begrenzt ist, wird saurer Raum genannt.
  • Auf an sich bekannte Weise führt man eine wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung in den Salzraum der Zelle zu, und man gewinnt eine wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung aus dem alkalischen Raum.
  • Gemäß der Erfindung führt man ein Alkalimetallhalogenid in den sauren Raum zu, und man gewinnt auf diese Weise aus diesem Raum eine wäßrige Lösung von Halogenwasserstoffsäure und von Alkalimetallhalogenid.
  • Definitionsgemäß ist eine Halogenwasserstoffsäure eine Säure der allgemeinen Formel HX, in der X Kein Halogen, beispielsweise Chlor, bezeichnet.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigt sich das Halogenid als nicht entscheidend. Man bevorzugt, Chlor auszuwählen.
  • Das Alkalimetallhalogenid der Lösung, die man in den sauren Raum zuführt, kann identisch oder verschieden sein von dem Alkalimetallhalogenid der Lösung des Salzraums. Man bevorzugt in der Praxis, in den beiden Räumen das gleiche Alkalimetallhalogenid zu verwenden.
  • Die Konzentration der wäßrigen Alkalimetallhalogenidlösung, die man in den Salzraum zuführt, ist nicht entscheidend. Man bevorzugt jedoch in der Praxis, eine bei der Temperatur und dem Druck, die in der Elektrodialysezelle herrschen, weitgehend gesättigte Lösung einzusetzen.
  • Das Alkalimetallhalogenid kann in den sauren Raum in jeder Form, die mit dem Erhalt einer wäßrigen Lösung in besagtem Raum kompatibel ist, beispielsweise in wasserfreiem festem Zustand, im Zustand einer wäßrigen Suspension oder im Zustand einer wäßrigen Lösung, zugeführt werden. Man bevorzugt, es im Zustand einer wäßrigen Lösung einzusetzen. Diese kann eine weitgehend gesättigte Lösung oder eine verdünnte Lösung sein. Man kann Meerwasser verwenden.
  • Wenn sonst alle anderen Dinge gleich bleiben, beobachtet man, daß die Zuführung von Alkalimetallhalogenid in den sauren Raum das Ergebnis hat, die Konzentration der aus dem alkalischen Raum gewonnenen Alkalimetallhydroxidlösung zu erhöhen. Obwohl sie nicht durch eine theoretische Erklärung gebunden sein möchten, denken die Erfinder, daß das in den sauren Raum zugeführte Alkalimetallhalogenid die Wirkung hat, die osmotische Diffusion von Wasser durch die bipolare Membran hindurch vom sauren Raum zum alkalischen Raum zu verringern.
  • Die Menge an Alkalimetallhalogenid, die man in den sauren Raum zuführt, wird demzufolge von der angestrebten Konzentration für die wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung, die aus dem alkalischen Raum gewonnen wird, vorgegeben. Sie hängt außerdem von der Konzentration der wäßrigen Alkalimetallhalogenidlösung in dem alkalischen Raum sowie von den verwendeten Membranen ab. Die Konzentrationen von 0,5 bis 2 Mol Alkalimetallhalogenid pro Liter Lösung in dem sauren Raum sind besonders empfohlen, insbesondere um in dem alkalischen Raum wäßrige Lösungen herzustellen, die etwa 3 bis 10 Mol Alkalimetallhydroxid pro Liter enthalten.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren gewinnt man aus dem Salzraum eine verdünnte wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Alkalimetallhalogenid in den sauren Raum im Zustand einer verdünnten wäßrigen Lösung zugeführt, die wenigstens einen Teil der verdünnten wäßrigen Alkalimetallhalogenidlösung umfaßt, die man aus dem Salzraum entnimmt. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht es, Wasser zu sparen.
  • Mit dem Ziel, die Konzentration der aus dem alkalischen Raum gewonnenen Alkalimetallhydroxidlösung oder die Produktivität der Elektrodialysezelle zu regeln, kann man gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung den alkalischen Raum mit Wasser oder einer verdünnten wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösung speisen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren findet eine interessante Anwendung bei der Herstellung von Natriumhydroxid. Bei dieser Anwendung der Erfindung ist die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung, die man in den Salzraum zuführt, eine wäßrige Lösung von Natriumhalogenid (vorzugsweise von Natriumchlorid). Das Alkalimetallhalogenid, das man in den sauren Raum zuführt, ist vorteilhafterweise Natriumhalogenid (vorzugsweise Natriumchlorid).
  • Das erfindungsgemäße Verfahren weist den schätzenswerten Vorteil auf, die Herstellung von konzentrierteren Alkalimetallhydroxidlösungen aus Alkalimetallhalogenidlösungen durch Elektrodialyse zu ermöglichen. Es weist den zusätzlichen Vorteil auf, die Stromausbeute der anionischen Membran zu verbessern, wobei die Stromausbeute der anionischen Membran definitionsgemäß der Molenbruch des Halogenidanions ist, das die Membran unter der Wirkung eines Faraday tatsächlich durchquert.
  • Besonderheiten und Details der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung der Abbildungen im Anhang hervor.
  • Die Fig. 1 stellt schematisch eine Elektrodialysevorrichtung für die Durchführung einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens dar.
  • Die Fig. 2 ist eine Variante der Vorrichtung der Fig. 1.
  • In diesen Figuren bezeichnen die gleichen Referenzzeichen identische Elemente.
  • Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung umfaßt einen Elektrodialysator, der aus mehreren Elementarelektrodialysezellen 1 besteht, die in einem Raum 2 zwischen einer Anode 3 und einer Kathode 4, die mit der positiven Klemme beziehungsweise mit der negativen Klemme einer Gleichstromquelle verbunden sind, in Reihe zusammengeschlossen sind. Aus einem Vereinfachungsgrund ist in der Figur eine einzige Elektrodialysezelle 1 dargestellt.
  • Die Elektrodialysezelle 1 umfaßt nacheinander zwischen der Kathode 4 und der Anode 3 eine anionische Membran 5, eine bipolare Membran 6 und eine kationische Membran 7, die einen Salzraum 8, einen sauren Raum 9 beziehungsweise einen alkalischen Raum 10 begrenzen. Die bipolare Membran 6 hat ihre anionische Seite 11 zur Anode 3 gerichtet und ihre kationische Seite 12 zur Kathode 4 gerichtet.
  • Während des Betriebs des Elektrodialysators der Fig. 1 führt man eine weitgehend gesättigte wäßrige Natriumchloridlösung 13 in den Salzraum 8 der Zelle zu, man führt eine verdünnte wäßrige Natriumchloridlösung 14 in den sauren Raum 9 zu und man entnimmt eine verdünnte Natriumchloridlösung 15 aus dem Salzraum 8, eine saure wäßrige Natriumchloridlösung 16 aus dem sauren Raum 9 beziehungsweise eine wäßrige Natriumhydroxidlösung 17 aus dem alkalischen Raum 10. Unter der Wirkung des elektrischen Felds, das von den Elektroden 3 und 4 erzeugt wird, findet an der bipolaren Membran 6 die Dissoziation von Wasser statt, die die Bildung von Protonen in dem sauren Raum 9 und von Hydroxyanionen in dem alkalischen Raum 10 bewirkt. Gleichzeitig wandern Natriumkationen vom Salzraum 8 zum alkalischen Raum 10 und Chloridanionen wandern vom Salzraum 8 zum sauren Raum 9. Außerdem diffundiert Wasser zum alkalischen Raum 10 einerseits mit den Natriumkationen durch die kationische Membran 7 und andererseits durch Osmose durch die bipolare Membran 6. Daraus resultiert eine Verdünnung der Natriumhydroxidlösung in dem alkalischen Raum 10. Die Natriumchloridlösung 14 hat die Funktion, den Gehalt an Wasser in der Natriumhydroxidlösung 17 zu verringern, wenn sonst alle anderen Dinge gleich bleiben.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, die in der Fig. 2 schematisch dargestellt ist, entnimmt man einen Teil der verdünnten wäßrigen Natriumchloridlösung 15, die aus dem Salzraum 8 gewonnen wird, und man führt sie in den sauren Raum 9 zu, wo sie die oben angeführte verdünnte Lösung 14 bildet.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
  • In diesen Beispielen setzte man eine Elektrodialysezelle des Typs derjenigen ein, die in der Fig. 1 schematisch dargestellt ist. Die Zelle war mit einer anionischen Membran SELEMION® (ASAHI GLASS), einer kationischen Membran NAFION (Reihe 900) und einer bipolaren Membran, die durch Zusammenfügenfügen einer anionischen Membran RAIPORE R-1030 (Pall Rai) und einer kationischen Membran RAIPORE R-4010 (Pall Rai) erhalten wurde, ausgestattet.
  • Man speiste den Salzraum mit einer gesättigten wäßrigen Natriumchloridlösung und man nahm die Elektrodialyse unter einer Stromdichte von 1,5 kA/m bipolarer Membran vor. Die Arbeitstemperatur in der Zelle wurde auf etwa 50ºC gehalten.
  • Man maß die Konzentration der in dem alkalischen Raum hergestellten Natriumhydroxidlösung und die Stromausbeute der anionischen Membran.
  • Beispiel 1 (erfindungsgemäß)
  • In diesem Beispiel speiste man den sauren Raum mit einer wäßrigen Natriumchloridlösung, um in dem sauren Raum eine Konzentration von etwa gleich 1,3 Mol NaCl pro Liter Lösung aufrechtzuerhalten.
  • Nach 35 Tagen Betrieb bestimmte man die folgenden Ergebnisse:
  • Konzentration der aus dem alkalischen Raum gewonnenen Natriumhydroxidlösung: 250 g/kg
  • Stromausbeute der anionischen Membran: 86,4%
  • Beispiel 2 (erfindunpsgemäß)
  • Man wiederholte den Versuch des Beispiels 1 mit dem Unterschied, daß man in dem sauren Raum eine Konzentration von etwa gleich 0,6 Mol NaCl pro Liter Lösung aufrechterhielt.
  • Nach 28 Tagen Betrieb bestimmte man die folgenden Ergebnisse:
  • Konzentration der aus dem alkalischen Raum gewonnenen Natriumhydroxidlösung: 220 g/kg
  • Stromausbeute der anionischen Membran: 86%
  • Beispiel 3 (zur Referenz)
  • Man wiederholte alle Bedingungen des Versuchs des Beispiels 1 mit der einzigen Ausnahme, daß man es unterließ, die Natriumchloridlösung in den sauren Raum der Elektrodialysezelle zuzuführen.
  • Nach 35 Tagen Betrieb bestimmte man die folgenden Ergebnisse:
  • Konzentration der aus dem alkalischen Raum gewonnenen Natriumhydroxidlösung: 190 g/kg
  • Stromausbeute der anionischen Membran: 85,0%
  • Ein Vergleich der Ergebnisse der Beispiele 1 und 2 (erfindungsgemäß) mit denen des Beispiels 3 (zur Referenz) zeigt den von der Erfindung erbrachten Fortschritt bezüglich der Konzentration der hergestellten wäßrigen Natriumhydroxidlösung und der Stromausbeute.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung einer wäßrigen Alkalimetallhydroxidlösung, enthaltend 3 bis 10 Mol Alkalimetallhydroxid pro Liter, gemäß dem man eine Elektrodialysezelle mit drei Räumen gebraucht, man eine wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung in einem Salzraum der Zelle zirkulieren läßt, der zwischen einer anionischen Membran und einer kationischen Membran begrenzt ist, man ein Alkalimetallhalogenid in einen sauren Raum der Zelle zuführt, der zwischen der anionischen Membran und einer kationischen Seite der bipolaren Membran begrenzt ist, und man die wäßrige Alkalimetallhydroxidlösung einem alkalischen Raum der Zelle entnimmt, der zwischen der kationischen Membran und einer anionischen Seite der bipolaren Membran begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zufuhr des Alkalimetallhalogenids in den sauren Raum regelt, um in diesem eine wäßrige Halogenwasserstoffsäurelösung zu erhalten, die 0,5 bis 2 Mol Alkalimetallhalogenid pro Liter enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung des Salzraums weitgehend an Alkalimetallhalogenid gesättigt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalimetallhalogenid in den sauren Raum im Zustand einer wäßrigen Lösung zugeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkalimetallhalogenid, das man in den sauren Raum zuführt, identisch ist zu dem Alkalimetallhalogenid der Lösung, die in den Salzraum zugeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3-4, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung, die man in den sauren Raum zuführt, einen Anteil von mindestens einer verdünnten wäßrigen Alkalimetallhalogenidlösung umfaßt, die man dem Salzraum entnimmt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3-5, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung, die man in den sauren Raum zuführt, Seewasser umfaßt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Alkalimetallhalogenidlösung, die man in den Salzraum zuführt, eine wäßrige Natriumchloridlösung ist und daß das Alkalimetallhalogenid, das man in den sauren Raum zuführt, Natriumchlorid umfaßt.
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