DE69405293T2 - Zylindrische Messkammer eines Ringkolbenzählers - Google Patents

Zylindrische Messkammer eines Ringkolbenzählers

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeitsmengenmesser und insbesondere auf Ringkolbenzähler. Die Verwendung solcher Ringkolbenzähler ist eine dem Fachmann geläufige Technik, die für ihre Präzision und Funktionssicherheit anerkannt ist.
  • Ein Zähler dieser Art ist im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben und beispielsweise in dem Dokument US-A- 3,369,399 offenbart.
  • Das Hauptelement dieses Zählers ist gebildet durch eine mit dem Bezugszeichen 1 in Figur 1 versehene zylindrische Kammer. Diese Kammer umfaßt eine Seitenwand 6, einen Boden 7, einen Deckel 8 und umschließt einen Kolben 2. Ein kleiner Zylinder 11 ist durch den Boden 7 der Kammer 1 abgestützt, während ein kleiner Zylinder 12 mit dem gleichen Durchmesser durch den Deckel 8 getragen ist. Diese beiden kleinen Zylinder sind in bezug auf die Achse 26 der Kammer 1 zentriert. Außerdem ist eine Rolle 14 im Zentrum des kleinen Zylinders 11 angeordnet. Eine feste Trennwand 9 mit parallelen Flächen ist an der Innenseite der Seitenwand 6 der Kammer angeordnet und erstreckt sich in radialer Richtung über die gesamte Höhe dieser Seitenwand bis zu den kleinen Zylindern 11, 12. Der Kolben 2 ist durch einen Zylinder gebildet, der im mittleren Bereich durch eine perforierte ebene Wand 3 unterteilt ist. Der Durchmesser des Kolbens ist etwas geringer als der Durchmesser der Kammer 1. Eine vertikale Ausnehmung 4, die entlang einer Erzeugenden des Kolbens vorgesehen ist, mündet auf dem Niveau der ebenen Wand in eine Öffnung 5, die die Birne des Kolbens genannt wird. Die ebene Wand 3 des Kolbens ist im Zentrum ihrer beiden Flächen mit Zapfen 13 versehen. Ein Zapfen ist an der Oberseite der ebenen Wand und ein Zapfen ist an der unteren Seite der Innenwand vorgesehen. Der letztere hat einen größeren Durchmesser als der Zapfen an der Oberseite der ebenen Wand 3. Während des Schließens des Deckels 8 der Kammer gelangen die Ränder der beiden kleinen Zylinder 11, 12 an die ebene Wand 3 des Kolbens, die dann zwischen den beiden kleinen Zylindern 11, 12 liegt, welche die ebenen Bewegungen zulassen. Andererseits greift die feste Trennwand 9 zwischen die Ränder 10 der Ausnehmung 4 und ins Innere der Birne 5 des Kolbens.
  • Öffnungen mit besonderer Form sind in dem Boden 3 der Kammer zu beiden Seiten der festen Trennwand 9 vorgesehen. Wenn der Zähler in Betrieb ist, dringt Flüssigkeit in die Kammer durch eine der genannten Öffnungen, die als Einlaßöffnung 24 bezeichnet wird, in die Kammer ein und verläßt diese wieder durch die andere Öffnung, die als Auslaßöffnung 25 bezeichnet wird. Der Raum zwischen der äußeren Fläche des Kolbens 2 und der inneren Fläche der Kammer 1 bildet zwei Zellen. Ebenso bildet der Raum zwischen der inneren Fläche des Kolbens und der äußeren Fläche der kleinen Zylinder 11, 12 zwei andere Zellen. Die beiden Zellen, die in die Einlaßöffnung münden, werden die Einlaßzellen genannt und die beiden Zellen, die in die Auslaßöffnung münden, werden Auslaßzellen genannt. Die zu messende Flüssigkeit, die in die Einlaßzellen eindringt, überträgt ihre Energie auf den Kolben, der in Rotation versetzt wird und dabei ein gegebenes Flüssigkeitsvolumen über die Auslaßöffnung nach außen aus der Kammer verdrängt. Der Kolben oszilliert längs der festen Trennwand entsprechend einer für solche Ringkolben typischen Bewegung, wobei die Achse des Kolbens einen Kreis um die Achse der zylindrischen Kammer beschreibt, während die Ränder 10 der Ausnehmung, die gewöhnlich als Kolbenlippen bezeichnet werden, längs den Wänden der festen Trennwand gleiten. Der untere Zapfen der ebenen Wand 3 ist drehbar geführt längs der Innenwand des kleinen Zylinders 11 und der Rolle 14. Die Rotation des Zapfens der oberen ebenen Wand 3 inkrementiert einen Drehzahlmesser mit Zählwerk.
  • Diese bekannten Zähler weisen einige Nachteile auf, die mit den unzulänglichen mechanischen Wechselwirkungen zusammenhängen, die zwischen dem Kolben und den festen Elementen der Kammer existieren.
  • Zuallererst ist die Präzision der Zähler durch die Existenz von Flüssigkeitsleckagen begrenzt, die zwischen den verschiedenen Zellen und insbesondere zwischen den Kolbenlippen und der festen Trennwand, aber auch zwischen den unteren bzw. oberen Rändern des Kolbens und dem Boden bzw. dem Deckel der Kammer und zwischen den Rändern der kleinen Zylinder und der ebenen Wand des Kolbens eintreten.
  • Gemäß Figur 2 existiert eine Zwischenstellung P2 des Kolbens 2 an der festen Trennwand 9, in welcher die Ränder 10 der Ausnehmung 4 beide in Kontakt mit der Trennwand stehen. Bei einer solchen Position P2 ist das Spiel ein Minimum. Damit dennoch die Position P2 möglich ist, ist es notwendig, daß der Abstand der Ränder der Ausnehmung ein großes Maß aufweist, größer als dies der Dicke der Trennwand 9 entspricht. Dies hat zur Folge, daß man ein vorübergehendes Spiel beläßt, durch welches sich die Flüssigkeitsleckagen während der verschiedenen oszillierenden Bewegungsphasen des Kolbens einstellen.
  • Weiterhin sind andere Flüssigkeitsleckagen aufgrund der Existenz von Spielen zwischen dem unteren Rand 15 und dem Boden 7 bzw. oberen Rand 16 des Kolbens 2 und dem Deckel 8 der Kammer vorhanden. Um solche Leckagen zu begrenzen, besteht die vorgeschlagene Lösung nach dem Stande der Technik darin, diese Spiele zu verringern. Diese Lösung hat den Nachteil, daß der Zähler anfälliger gegen Verunreinigungen ist, welche in der zu messenden Flüssigkeit häufig enthalten sind.
  • Die gleiche Lösung, angewendet zur Verringerung der Flüssigkeitsleckagen, die zwischen der ebenen Wand des Kolbens und den Rändern der kleinen Zylinder 11, 12 bestehen, zieht die gleichen Nachteile nach sich.
  • Die Präzision der Zähler ist außerdem begrenzt durch das Vorhandensein von Reibungen, insbesondere im Bereich der unteren und oberen Ränder des Kolbens, gegenüber dem Boden und dem Deckel der Kammer.
  • Außerdem ist der Betrieb der Zähler verhältnismäßig geräuschvoll, insbesondere, wenn die in den Zähler eingeführte Flüssigkeitsmenge beträchtlich ist, das heißt, wenn die Rotationsgeschwindigkeit des Kolbens angehoben ist.
  • Tatsächlich wird das größte existierende Spiel zwischen der festen Trennwand und den Rändern 10 der Ausnehmung 4 für die in Figur 2 dargestellte Position P1 erhalten, in welcher die feste Trennwand vollständig im Inneren des Kolbens 2 aufgenommen ist. In dieser Position wechselt der Kolben plötzlich vom Abstützrand zur Trennwand. Dieser Wechsel ist natürlich mit einem geräuschvollen Klappern verbunden.
  • Außerdem sind die Reibungen des Kolbens mit den festen Elementen der Kammer geräuscherzeugend. Dies ist insbesondere bei den Reibungen zwischen den unteren und oberen Rändern des Kolbens am Boden bzw. am Deckel der Kammer der Fall. Schließlich ist der Verschleiß der Teile der Kammer beträchtlich.
  • In der Tat bringt das winklige Profil der Kolbenlippen, die mit 10 in Figur 2 bezeichnet sind, einen Kontakt dieser Lippen mit der festen Trennwand 9 entlang der gleichen Linie mit sich, was folglich einen linearen Belastungsverschleiß bildet.
  • Offenbar bestehen noch andere Verschleißzonen und insbesondere im Bereich der Berührung zwischen den unteren und oberen Rändern des Kolbens mit der Kammer.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine zylindrische Messkammer für einen Ringkolbenzähler zu schaffen, welche bei geringeren Kosten die oben erwahnten Probleme vermeidet.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine zylindrische Messkammer eines Ringkolbenzählers umfassend eine Seitenwand, einen Boden, einen Deckel, eine feste Trennwand aus einem starren Material und enthaltend einen Kolben, der längs der festen Trennwand durch die Begrenzungskanten einer vertikalen Aussparung gehalten ist, die auf dem Niveau einer ebenen Wand des Kolbens in eine Öffnung ausmündet, wobei zumindest zwei Durchtrittsöffnungen im Boden der zylindrischen Messkammer vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der festen Trennwand doppelkonkav ist und daß das Profil der Begrenzungskanten der Ausnehmung kreisförmig ausgebildet ist. Gemäß einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung ist das Profil der festen Trennwand definiert durch eine geometrische, kinematische Hüllkurve der Ränder der Ausnehmung.
  • Weiterhin und gemäß einem anderen wesentlichen Merkmal der Erfindung umfassen der untere und/oder obere Rand des Kolbens sowie die Ränder der eventuellen kleinen Zylinder eine Rille.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen, in welchen:
  • Figur 1: eine perspektivische und auseinandergezogene Darstellung einer zylindrischen Messkammer eines Ringkolbenzählers nach dem Stand der Technik ist;
  • Figur 2: eine zylindrische Messkammer eines Ringkolben zählers nach dem Stande der Technik im Querschnitt in Höhe der ebenen Wand des Kolbens zeigt;
  • Figur 3: einen Längsschnitt durch eine zylindrische Messkammer eines Ringkolbenzählers nach der Erfindung zeigt;
  • Figur 4: eine zylindrische Messkammer eines Ringkolbenzählers nach der Erfindung im Querschnitt in Höhe der ebenen Wand des Kolbens zeigt;
  • Figur 5: in schematischer Weise die Art der angewandten geometrischen Konstruktion zur Bestimmung des Profils einer festen Trennwand nach der Erfindung zeigt;
  • Figur 6: einen Längsschnitt durch einen Kolben nach der Erfindung zeigt; und
  • Figur 7: eine Einzelansicht und eine Schnittdarstellung des unteren Randes des Kolbens in Kontakt mit dem Boden der zylindrischen Messkamrner des Ringkolbenzählers nach der Erfindung ist.
  • Die Figuren 1 und 2 sind in der obigen Beschreibungseinleitung beschrieben worden und ihr Studium braucht hier nicht wiederholt zu werden, aber sie bilden einen Bestandteil der Beschreibung, insbesondere hinsichtlich der Verwendung der gleichen Bezugszahlen bei der Gesamtheit der Figuren.
  • In Figur 3 ist im Längsschnitt eine zylindrische Messkammer 1 eines Ringkolbenzählers nach der Erfindung dargestellt.
  • Diese zylindrische Messkammer umfaßt eine Seitenwand 6, die am unteren Ende durch einen Boden 7 und an ihrem oberen Ende durch einen Deckel 8 geschlossen ist.
  • Sie nimmt einen Kolben 2 auf, der durch einen hohlen Zylinder gebildet ist, dessen Durchmesser geringer ist als der Durchmesser des Zylinders 6 der Kammer 1. Der Kolben 2 ist im Inneren der Kammer zwischen dem Boden 7, dem Deckel 8 und der Seitenwand 6 aufgenommen. Darüber hinaus ist der Kolben üblicherweise in seinem mittleren Bereich durch eine ebene Wand 3 unterteilt, die mit Durchgangsöffnungen 27 versehen ist.
  • Zwei Zapfen 13 bilden zu beiden Seiten der ebenen Wand 3 in der Kolbenachse Vorsprünge. Der obere Zapfen der ebenen Wand hat einen kleineren Durchmesser als der untere Zapfen. Letzterer ist in diesem Falle in Kontakt mit der Innenfläche eines kleinen konzentrischen Zylinders 11, der durch den Boden 7 getragen ist. Ein anderer kleiner konzentrischer Zylinder 12 mit dem gleichen Durchmesser wie der kleine Zylinder 11 ist durch den Deckel 8 der Kammer 1 getragen.
  • Die Ränder der kleinen Zylinder 11 und 12 kommen mit der ebenen Wand 3 des Kolbens in Kontakt und lassen letztere in ihrer Ebene frei.
  • Gegebenenfalls kann eine Rolle 14 im Zentrum des kleinen Zylinders 11 in der Nähe des unteren Zapfens der ebenen Wand vorgesehen sein.
  • Wie in Figur 4 gezeigt, ist eine vertikale Ausnehmung 4 über die Höhe des Kolbens 12 mit einer vorzugsweise konstanten Weite ausgebildet. Die Ränder der Ausnehmung oder die Lippen 10 des Kolbens haben ein kreisförmiges Profil.
  • In Höhe der ebenen Wand 3 mündet die vertikale Ausnehmung 4 in eine allgemein wegen ihrer Birnenform als Birne des Kolbens bezeichnete Öffnung.
  • Die zylindrische Messkammer umfaßt eine feste Trennwand 9, die fest mit der Seitenwand 6 ausgeführt ist. Diese Trennwand ist aus einem starren Material, wie zum Beispiel Hartplastik, gefertigt. Sie ist in radialer Richtung angeordnet und erstreckt sich über die gesamte Höhe der Kammer bis zu den kleinen Zylindern 11, 12. Da die Weite der Ausnehmung 4 größer als die Dicke der festen Trennwand 9 ist, kann der Kolben entlang der festen Trennwand durch die Ränder 10 der Ausnehmung gehalten werden. Die feste Trennwand 9 greift in Höhe der ebenen Wand 3 des Kolbens in die Birne 5 des Kolbens ein.
  • Zumindest zwei Öffnungen 24, 25 sind in dem Boden der Kammer 1 zu beiden Seiten der Trennwand 9 ausgebildet. Eine der Öffnungen ist die Einlaßöffnung 24 und die andere Öffnung die Auslaßöffnung 25.
  • Gemäß der Erfindung hat die feste Trennwand 9 ein doppelkonkaves Profil. Die doppelte Konkavität des Profiles der festen Trennwand 9 kann beliebig sein, jedoch vorteilhafterweise ist sie nach der Profildarstellungsmethode von Laparci bestimmt, die tatsächlich dem kinematischen Verlauf der Einhüllenden des Profils der Lippen 10 des Kolbens entspricht.
  • Figur 5 soll genau zeigen, wie man in einfacher Weise die doppelte Konkavität der festen Trennwand nach der Methode von Laparci bestimmt. Im vorliegenden Fall realisiert man die Hypothese der Wahl eines kreisförmigen Profils der Lippen 10 des Kolbens. Unterstellt man, daß A, B, C drei Punkte der Ebene sind, die durch die ebene Wand 3 des Kolbens gebildet ist, so ist A ein Punkt der mittleren Ebene der festen Trennwand 9 und B ist ein Punkt des Zylinders, erzeugt durch die Rotation der Achse des Kolbens. A gehört folglich zu der mit 17 bezeichneten Gerade in Figur 5 und B gehört zu einem Kreis 18. Das Profil der festen Trennwand 9 ist definiert durch die Gesamtheit der Punkte C der Strecke AC rechtwinklig zur Strecke AB, welche dem Radius des Kolbens entspricht und AC entspricht höchstens der Hälfte der Weite der Ausnehmung. Es genügt daher, für die Bestimmung des Profils der festen Trennwand 9 den Punkt A entlang der Achse 17, den Punkt B auf dem Kreis 18 zu verschieben und die Gesamtheit der Punkte C zu bestimmen, indem man die Strecke AC rechtwinklig zur Strecke AB zeichnet.
  • Im übrigen ist die Erfindung ausgerichtet auf die Verwirklichung der Rillen 19, 20 an den unteren 15 und oberen 16 Rändem des Kolbens 2. Die Figur 6 ist ein Längsschnitt eines Kolbens nach der Erfindung. Die Rillen 19, 20 sind vorteilhafterweise über den gesamten Umfang des unteren Randes 15 des Kolbens und über den Umfang des oberen Randes 16 des Kolbens 2 ausgebildet. Nichtsdestoweniger kann eine einzige Rille entweder nur am unteren Rand oder nur am oberen Rand des Kolbens ausgebildet sein.
  • Im vorliegenden Falle sind Rillen 21, 22 in den Rändern der kleinen Zylinder 11, 12 der ebenen Wand 3 gegenüberliegend ausgebildet, wie dies in Figur 3 gezeigt ist.
  • Wie in Figur 7 gezeigt, ist das Profil der Rillen 19, 20, 21, 22 kreisbogenförmig.
  • Die zu messende Flüssigkeit tritt durch die Einlaßöffnung 24, die im Boden 7 der zylindrischen Messkammer 1 ausgebildet ist, ein und verläßt diese durch die Auslaßöffnung 25. Der Strom der eintretenden Flüssigkeit induziert so eine Rotation des Kolbens im Inneren der Kammer, in bezug auf welche die Achse des Kolbens einen Kreis 18 um die Achse der zylindrischen Kammer beschreibt. Die Lippen 10 des Kolbens gleiten entlang der Flächen der festen Trennwand 9. Gegebenenfalls ist die Bewegung des Kolbens durch den unteren Zapfen der ebenen Wand des Kolbens längs der Innenwände der kleinen Zylinder 11, 12 und längs der Wände der Rolle 14 geführt.
  • Das Gleiten der Lippen des Kolbens an der festen Trennwand 9 verformt nicht das starre und harte Profil dieser Trennwand, welche während der Messung konstant bleibt.
  • Die Verschiebung der Lippen 10 des Kolbens 1 ist eine Art Roll-Gleit-Bewegung. Ein Kreisbogenprofil der Lippen 10 verteilt den Verschleiß auf die gesamte Fläche der Lippen, ohne eine besondere Verschleißbeanspruchung zu erzeugen.
  • Für jede Position des Kolbens in der Kammer ist die Dicke der Trennwand 9 derart, daß das Spiel, welches die Bogenlippen von der festen Trennwand trennt, annähernd konstant und ein Minimum ist. Beispielsweise sind in der Position P1 des in Figur 4 dargestellten Kolbens die Kolbenlippen in Kontakt mit der Basis der festen Trennwand und der Seitenwand 6 der Kammer. Die Dicke der Trennwand ist so, daß das Spiel ein Minimum ist und demzufolge sind die Leckage und die Knackgeräusche, die erzeugt werden können, begrenzt. Die Präzision des Zählers ist so verbessert und das Betriebsgeräusch des Zählers ist vermindert.
  • Was die Rillen 19, 20, 21, 22 anlangt, die in den Rändern 15, 16 des Kolbens und in den Rändern der kleinen Zylinder 11, 12 ausgebildet sind, so bildet die in der Kammer 1 zirkulierende Flüssigkeit während ihres Durchganges in der Ausnehmung, die diese Rillen bilden, einen Strudel 23, wie dies in Figur 7 gezeigt ist. Dieser Strudel hat zur Folge, daß die Leckage der Flüssigkeit vermindert wird einerseits zwischen dem unteren Rand des Kolbens und dem Boden 7 und dem oberen Rand des Kolbens und dem Deckel 8 der Kammer 1 und andererseits im Bereich der kleinen Zylinder 11, 12. Darüber hinaus bildet der Strudel 23 eine Art hydraulisches Kissen, welches die Reibungen zwischen den mechanischen Elementen vermindert, die miteinander in bewegtem Kontakt stehen. Das Geräuschniveau und der Verschleiß sind demnach vermindert und die Präzision des Zählers verbessert.
  • Die Erfindung ist bei Flüssigkeitszählern und insbesondere bei Wasserzählern anwendbar und es ist selbstverständlich erkennbar, daß die vorliegende Beschreibung der Messkammer 1 entsprechend den Figuren 3 bis 7 nur ein Ausführungsbeispiel wiedergibt und daß andere Ausführungsarten im Rahmen der Erfindung bleibend implizit abgeleitet werden können.

Claims (8)

1. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers umfassend eine Seitenwand (6), einen Boden (7), einen Deckel (8), eine feste Trennwand (9) aus einem starren Material und enthaltend einen Kolben (2), der längs der festen Trennwand durch die Begrenzungskanten (10) einer vertikalen Aussparung 4 gehalten ist, die auf dem Niveau einer ebenen Wand (3) des Kolbens in eine Öffnung (5) mündet, wobei zumindest zwei Durchtrittsöffnungen in der zylindrischen Meßkammer vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Begrenzungskanten (10) der Ausnehmung (4) kreisbogenförmig ausgebildet ist und daß das Profil der festen Trennwand (9) doppelkonkav ist.
2. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der festen Trennwand (9) definiert ist durch die Summe der Punkte C des Kreisabschnittes AC senkrecht zum Kreisabschnitt AB, wobei A, B, C zur Ebene gehören, die durch die ebene Wand (3) gebildet ist, wobei A zur Mittelebene der festen Trennwand (9) gehört, B zu einem Zylinder gehört, der durch Rotation der Achse des Kolbens (2) erzeugt ist, der Kreisabschnitt AB eine Länge aufweist, die dem Radius des Kolbens entspricht und der Kreisabschnitt AC höchstens der Breite der Aussparung entspricht.
3. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Kreisabschnittes AC der Hälfte der Breite der Aussparung (4) entspricht.
4. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer zumindest einen kleinen konzentrischen Zylinder (11 oder 12) umfaßt und daß die ebene Wand (3) des Kolbens (2) zumindest einen zentralen Ansatz (13) aufweist.
5. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Begrenzungskanten, entweder die untere oder die obere Begrenzungskante des Kolbens eine Rille (19, 20) aufweist.
6. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein kleiner Zylinder (11, 12) an seiner der ebenen Wand (3) zugewandten Begrenzungskante eine Rille (21, 22) aufweist.
7. Zylindrische Meßkammer eines Ringkolbenzählers nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Rillen kreisbogenförmig ist.
8. Ringkolbenzähler, dadurch gekennzeichnet, daß er eine zylindrische Kammer eines Ringkolbenzählers entsprechend einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
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