DE3729319C2 - Spiralverdichter - Google Patents
SpiralverdichterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spiralverdichter mit min
destens einer von einer Exzenterwelle in einem Verdich
tergehäuse gegenüber einem Kammergehäuse bewegbaren
Verdrängerscheibe, die an mindestens zwei vorzugsweise
als Axiallagerstellen ausgebildeten Lagerstellen axial
abgestützt und an mindestens einer von der Exzenterwel
le unabhängigen Führungslagerstelle tangential abge
stützt ist.
Es ist ein Spiralverdichter dieser Art bekannt
(DE-OS 30 15 628), bei dem die Lagerstellen einzelne, als Ra
diaxlager ausgebildete Rollkugellager aufweisen, welche
sowohl zur axialen als auch radialen Führung der Ver
drängerscheibe vorgesehen sind. Um dies zu ermöglichen,
ist dort eine hohe Präzision bei der Fertigung der La
gerschalen erforderlich, vor allem bei großen Durchmes
sern der ringförmigen Rollkugelanordnung. Außerdem sind
die Rollkugeln aufgrund einer unzureichenden tangentia
len Abstützung in den Lagerschalen nicht zur Ableitung
hoher Zentrifugalkräfte geeignet.
Weiter wurde bei einem Spiralverdichter der genannten
Art bereits vorgeschlagen (DE-OS 36 42 116), einen Ver
dränger an drei in einer Ebene angeordneten Lagerstel
len axial und radial abzustützen. Die Lagerstellen wei
sen zu diesem Zweck Exzenter auf, deren Lagerscheiben
zur Kompensation der statisch überbestimmten Lagerung
zum Teil aus einem elastomeren Material ausgebildet
sind. Zur Ableitung der Axialkräfte ist dort ein Zapfen
vorgesehen, der direkt am Verdrängergehäuse abgestützt
ist.
Weiter ist es bei einer Vakuumpumpe mit Spiralrotations
kolben an sich bekannt (DE-AS-22 25 327), in axialer
Richtung im Abstand angeordnete, fest mit einem Kolben
bzw. einem Gehäuse verbundene Radiaxlager zur Aufnahme
einer den Rotationskolben antreibenden Exzenterwelle
vorzusehen. Dabei werden die vom Verdränger abzuleiten
den Kräfte von der Exzenterwelle auf das gehäusefeste
Lager übertragen. Da die beiden Lager nicht aufeinander
gleiten, können auf Fertigungstoleranzen beruhende Mi
krobewegungen nicht ausgeglichen werden. Außerdem ist
die Herstellung und der Einbau der Radial-Axial-Lager
mit einem relativ hohen Aufwand verbunden.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, den bekannten Spiralverdichter der eingangs an
gegebenen Art dahingehend zu verbessern, daß die Ver
drängerscheibe ruhig umläuft und dabei das Kammergehäu
se gut abdichtet.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmale vorgeschlagen. Danach zeichnet
sich der erfindungsgemäße Spiralverdichter dadurch aus,
daß an den Axiallagerstellen jeweils zwei in axialer
Richtung hintereinander angeordnete, an Gleitflächen
aufeinander abgestützte Axiallager vorgesehen sind,
deren Drehachsen gegeneinander parallel versetzt sind.
Vorteilhafterweise sind die Drehachsen um die Exzentri
zität der Exzenterwellen gegeneinander versetzt ange
ordnet.
Durch die Aufteilung der axialen Abstützung auf zwei
oder mehr, vorzugsweise vier Lagerstellen, werden die
in axialer Richtung auf die Verdrängerscheibe wirkenden
Kräfte optimal verteilt, was nicht nur zu einer besse
ren Führung der Verdrängerscheibe, sondern auch zu ei
ner geringeren Belastung der einzelnen Lagerstellen
führt. Überdies bleibt bei einer derartigen Abstützung
der Verdrängerscheibe die die Verdrängerscheibe an
treibende Exzenterwelle axial belastungsfrei.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel werden
die Axiallager geführt, um insbesondere bei hohen Dreh
zahlen eine bessere Abstützung der axialen Kräfte zu
erzielen. Dazu können Innenzapfen in dem Mittelbereich
der beiden Lager vorgesehen werden. Bei dieser Art Führung
sind ebenfalls Mikrobewegungen der Lager gegeneinander
möglich.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel wird die Führung
durch ein als Führungskurbel ausgebildetes Führungsele
ment übernommen, wobei hier allerdings keine Mikrobewe
gungen der Lager gegeneinander mehr möglich sind.
Zur Lösung der Aufgabe wird auch ein Spiralverdichter
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, bei dem min
destens eine von der Exzenterwelle unabhängige Lager
stelle zur tangentialen Abstützung der Verdrängerscheibe
vorgesehen ist. Auf diese Weise wird, insbesondere wenn
zur statisch bestimmten Abstützung der Verdrängerscheibe
zwei zusätzliche Lagerstellen gewählt werden, die Ver
drängerscheibe optimal geführt.
Außerdem wird die Aufgabe durch einen Spiralverdichter
gelöst, der sich durch eine vom Lieferdruck des Spiral
verdichters abhängige, an mindestens zwei Stellen der
Verdrängerscheibe in axialer Richtung wirkende Druck
kraft auszeichnet. Dabei ist die Druckkraft so ausge
richtet, daß die Verdrängerscheibe gegen den vom Spiral
verdichter erzeugten Kompressionsdruck in Richtung auf
das Kammergehäuse gedrückt wird. Dadurch wird der Tatsache
Rechnung getragen, daß mit steigendem Lieferdruck die
Kraft wächst, die das Kammergehäuse und die Verdränger
scheibe auseinanderdrückt. Eine besonders gute Anpressung
der Verdrängerscheibe wird durch eine an mehreren Stellen
wirkende Anpreßkraft erreicht.
Nach einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel
sind die Flächen der die axiale Anpressung der Ver
drängerscheibe bewirkenden Kolben und der die Kolben
vorspannenden Federkraft so auf den Lieferdruck und die
von der Verdrängerscheibe ausgehenden Kräfte abgestimmt,
daß zwar im Normalfall eine optimale Anpressung der Ver
drängerscheibe an das Verdichtergehäuse gewährleistet
ist, aber ab einem bestimmten vorgegebenen Lieferdruck
die Verdrängerscheibe von dem Verdichtergehäuse abhebt
und ein weiterer Druckaufbau nicht möglich ist. Auf diese
Weise wird die Funktion eines Sicherheitsventils erreicht,
mit welchem mögliche Flüssigkeitsschläge unwirksam gemacht
werden.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines Spiralverdichters im
Schnitt;
Fig. 2 eine Innenzapfen aufweisende Lagerstelle zur
Aufnahme von axialen Kräften;
Fig. 3 eine eine Führungskurbel aufweisende Lagerstelle
zur Aufnahme von axialen Kräften;
Fig. 4 eine eine Kurbel aufweisende Lagerstelle zur
Aufnahme von tangentialen Kräften,
Fig. 5 eine durch eine Lasche verbundene Stifte aufwei
sende Lagerstelle zur Aufnahme von tangentialen
Kräften und
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen geöffneten Spiralver
dichter gemäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt wesentliche Teile eines Spiralverdichters.
In einem Verdichtergehäuse 1 sind ein Kammergehäuse 3
und eine Verdrängerscheibe 5 angeordnet. Die Verdränger
scheibe 5 wird in dem Kammergehäuse 3 von einer Exzenter
welle 7 bewegt, deren Mittelachse 9 gegenüber der Mittel
achse 11 des Verdichtergehäuses 1 versetzt ist. Die Ver
drängerscheibe 5 führt gegenüber dem Kammergehäuse 3
eine auf einer Kreisbahn liegende translatorische Bewegung
aus, wobei ein auf der Verdrängerscheibe angeordneter
Spiralkörper 13 sich in Nuten 15 des Kammergehäuses 3
bewegt. An den Berührungsflächen der Verdrängerscheibe
mit dem Kammergehäuse 3 sind hier Dichtungselemente 17
vorgesehen.
Das zu verdichtende Medium gelangt über einen Einlaßbe
reich 19, einen Ringkanal 21, einen im Kammergehäuse
3 vorgesehen Durchlaß 23 in den Bereich der Nuten 15
des Kammergehäuses 3 und wird durch die Bewegung der
Spiralkörper 13 der Verdrängerscheibe 5 komprimiert und
tritt über einen Auslaßstutzen 25 aus.
In einer in die Verdrängerscheibe 5 eingebrachte Ausneh
mung 27 ist ein als Axialrillenkugellager ausgebildetes
Axiallager 29 untergebracht, dessen Mittelachse gegenüber
der eines zweiten als Axialrillenkugellager ausgebildeten
Axiallagers 31 versetzt ist. Das zweite Axiallager 31
befindet sich in einer in das Verdichtergehäuse 1 einge
brachten Ausnehmung 33. Auf der dem ersten Axiallager
29 abgewandten Seite des zweiten Axiallagers 31 ist ein
in der Ausnehmung 33 in Richtung der Mittelachse des
zweiten Axiallagers 31 beweglich angeordneter Kolben
35 vorgesehen, dessen Außenfläche gegenüber der Innen
fläche der Ausnehmung 33 abgedichtet ist. In Fig. 1 ist
dazu ein O-Ring 37 vorgesehen.
Ein in die Rückseite des Kolbens 35 und in das Verdich
tergehäuse 1 eingreifender Stift 39 verhindert eine Dreh
bewegung des Kolbens 35 innerhalb der Ausnehmung 33.
Zwischen dem Verdichtergehäuse 1 und der Rückseite des
Kolbens 35 kann ein, beispielsweise als Tellerfeder 36
ausgebildetes elastisches Element vorgesehen werden,
welches den Kolben 35 und das zweite Axiallager 31 mit
einer in Richtung auf das erste Axiallager 29 wirkenden
Vorspannkraft beaufschlagt.
Der zwischen der Rückseite des Kolbens 35 und dem Ver
dichtergehäuse 1 liegende Teil der Ausnehmung 33 ist
mit dem Auslaßstutzen 25 verbunden. Hierzu ist ein zwi
schen dem Auslaßstutzen 25 und der Ausnehmung 33 verlau
fender, in die Wandung des Verdichtergehäuses 1 einge
brachter Kanal 41 vorgesehen. Die Verbindung zum Auslaß
stutzen kann jedoch auf beliebige Weise hergestellt wer
den.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel weist
einen Exzenter 43 zur Aufnahme der in tangentialer Rich
tung auf die Verdrängerscheibe 5 wirkenden Kräfte auf.
Der Exzenter 43 bewegt sich in einer in das Verdichterge
häuse 1 eingebrachten Ausnehmung 45, deren Mittelachse
47 gegenüber der Mittelache 49 des Exzenters 43 versetzt
ist. Der in Fig. 1 dargestellte Exzenter weist eine Na
delhülse auf, die auf einem in die Verdrängerscheibe
5 eingebrachten Stift 51 gelagert ist.
In Fig. 2 ist eine Führung für die Axiallager 29 und
31 dargestellt, die in axialer Richtung auf die Ver
drängerscheibe 5 wirkende Kräfte aufnehmen. Die Führung
besteht aus Innenzapfen 53 und 55, die den Axiallagern
29 und 31 zugeordnet sind. Insbesondere bei hohen Dreh
zahlen ist diese zusätzliche Führung der Lager vorteil
haft
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Die Axiallager 29 und 31 weisen eine hier als Führungs
kurbel 57 ausgebildete Führung auf.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt des Spiralverdichters gemäß
Fig. 1, nämlich die Lagerstelle zur Aufnahme der in tan
gentialer Richtung auf die Verdrängerscheibe 5 wirkenden
Kräfte. Statt des Exzenters 43 ist hier zur Vereinfachung
der Konstruktion des Lagers eine Kurbel 59 mit zwei Lager
ebenen vorgesehen.
Gemäß Fig. 5 können der Exzenter 43 und die Kurbel 59
ersetzt werden durch zwei Stifte 61 und 63, die in die
Verdrängerscheibe 5 bzw. in das Verdichtergehäuse 1 einge
bracht und mittels eines als Lasche 65 ausgebildeten
Verbindungselements verbunden werden.
Die Mittelachsen der Stifte 61 und 63 weisen die gleiche
Exzentrizität e auf wie die Mittelachse 49 des Exzenters
43 und die Mittelachse 47 der Ausnehmung 45 bzw. wie
die Mittelachse 9 der Exzenterwelle 7 und die Mittel
achse 11 des Kammergehäuses 3.
Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf einen geöffneten Spiral
verdichter gemäß Fig. 1. Aus dieser Darstellung ist insbe
sondere die Anordnung der Lagerstellen zur Aufnahme der
in axialer und in tangentialer Richtung auf die Verdrän
gerscheibe wirkenden Kräfte ersichtlich.
Die Funktion des Spiralverdichters wird im folgenden
anhand der Figuren näher erläutert:
Die Verdrängerscheibe 5 wird von der Exzenterwelle 7 gegenüber dem im Verdichtergehäuse 1 drehfest gelagerten Kammergehäuse 3 bewegt, so daß das zu verdichtende Medium von dem sich in den Nuten 15 des Kammergehäuses 3 bewe genden Spiralkörpern 13 der Verdrängerscheibe 5 kompri miert wird. Die Verdrängerscheibe kann einen oder mehrere Spiralkörper aufweisen; die Ausbildung der Nuten in dem Verdichtergehäuse ist entsprechend angepaßt. Durch den Kompressionsdruck werden die Verdrängerscheibe 5 und das Kammergehäuse 3 auseinandergedrückt, so daß schließ lich bei einem bestimmten Kompressionsdruck die Dich tungswirkung der Dichtungselemente 17 aufgehoben wird. Dadurch ist eine weitere Kompression des Mediums nicht möglich.
Die Verdrängerscheibe 5 wird von der Exzenterwelle 7 gegenüber dem im Verdichtergehäuse 1 drehfest gelagerten Kammergehäuse 3 bewegt, so daß das zu verdichtende Medium von dem sich in den Nuten 15 des Kammergehäuses 3 bewe genden Spiralkörpern 13 der Verdrängerscheibe 5 kompri miert wird. Die Verdrängerscheibe kann einen oder mehrere Spiralkörper aufweisen; die Ausbildung der Nuten in dem Verdichtergehäuse ist entsprechend angepaßt. Durch den Kompressionsdruck werden die Verdrängerscheibe 5 und das Kammergehäuse 3 auseinandergedrückt, so daß schließ lich bei einem bestimmten Kompressionsdruck die Dich tungswirkung der Dichtungselemente 17 aufgehoben wird. Dadurch ist eine weitere Kompression des Mediums nicht möglich.
Die in axialer Richtung auf die Verdrängerscheibe 5 wir
kenden Kräfte werden von den jeweils zwei Axiallager
29, 31 aufweisenden Lagerstellen abgefangen. Von diesen
Lagerstellen sind mindestens zwei, gemäß Fig. 6 vier
in etwa gleichem Abstand voneinander angeordnet. Die
axialen Kräfte werden ausschließlich von den Lagerstellen
und nicht von der Exzenterwelle aufgenommen. Diese bleibt
also axial belastungsfrei.
Das zweite Axiallager 31 wird von dem Kolben 35 gegen
das erste Axiallager 29 gedrückt. Während des Anlaufens
des Spiralverdichters sorgt das auf der Rückseite des
Kolbens angeordnete Federelement, hier eine Tellerfeder,
für den nötigen Anpreßdruck, so daß die Dichtungswirkung
der Dichtungselemente 17 sichergestellt ist.
Wenn der von dem Verdichter erzeugte Druck im Auslaß
stutzen 25, der sogenannte Lieferdruck steigt, so baut
sich dieser Druck aufgrund des Kanals 41 auch auf der
Rückseite der Kolben 35 auf. Dadurch wächst die Kraft,
mit der die Verdrängerscheibe 5 auf das Kammergehäuse
3 gepreßt wird, mit steigendem Lieferdruck.
Die Größe der Kolbenfläche wird auch so gewählt, daß
ab einem bestimmten Lieferdruck die auf die Kompression
beruhende, die Verdrängerscheibe von dem Verdichtergehäuse
abhebende Kraft größer ist, als die von den Kolben und
Federelementen ausgeübte Kraft. Dadurch kann von einem
bestimmten Lieferdruck an die zur Erhaltung der Dich
tungswirkung der Dichtungselemente 17 nötige Kraft von
den Kolben nicht mehr aufgebracht werden. Durch diesen
Aufbau ist gewährleistet, daß der Lieferdruck einen be
stimmten Wert nicht übersteigt. Dies entspricht der Wir
kung eines Sicherheitsventils.
Aufgrund von Fertigungstoleranzen bewegt sich die Ver
drängerscheibe 5 nicht auf einer exakten Kreisbahn gegen
über dem Kammergehäuse 3. Es kommt daher zu Mikrobewe
gungen zwischen dem ersten und zweiten Axiallager 29
und 31.
Bei höheren Drehzahlen ist zur Erzielung eines ruhigen
Laufs der Verdrängerscheibe eine zusätzliche Führung
der Axiallager erwünscht. Diese wird gemäß Fig. 2 durch
in die Mittelöffnung der Lager ragende Innenzapfen 53,
55 gewährleistet. Bei dieser Art der Führung sind Mikrobe
wegungen der Lager gegeneinander noch möglich.
Um die Axiallager von den Innenzapfen 53, 55 bei Bedarf
abziehen zu können, werden die Zapfen mit einer Nut oder
einem entlang einem Durchmesser des Zapfens verlaufenden
Schlitz versehen, was zur Vereinfachung in den Figuren
nicht dargestellt ist. Die Tiefe der Nut bzw. des
Schlitzes ist so gewählt, daß der am Zapfengrund liegende
Ring des Axiallagers erfaßt und abgezogen werden kann.
Die Axiallager 29 und 31 können auch durch eine Kurbel
57 geführt werden, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Die durch die Axiallager gebildeten Lagerstellen zur
Aufnahme von in axialer Richtung auf die Verdrängerscheibe
wirkenden Kräften liegen vorzugsweise in einer Ebene,
wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
Zur Aufnahme von in tangentialer Richtung auf die Ver
drängerscheibe 5 wirkenden Kräften dient bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel der Exzenter 43. Um
eine statisch bestimmte Abstützung zu erreichen, sind
neben der Exzenterwelle 7 vorzugsweise zwei zusätzliche
Exzenter 43 vorgesehen. Die zusätzlichen Exzenter 43
führen zu einer wesentlichen Entlastung der Exzenter
welle 7. Der Exzenter hat den Vorteil, daß er nur eine
einzige Lagerebene hat, was zu einem besonders ruhigen
Lauf der Verdrängerscheibe führt.
Die Entlastung der Exzenterwelle läßt sich aber auch
durch eine den Exzenter ersetzende Kurbel 59 erreichen,
die jedoch zwei Lagerebenen aufweist.
Die in tangentialer Richtung wirkenden Kräfte können
auch durch eine Lagerstelle abgefangen werden, die aus
einem in die Verdrängerscheibe eingebrachten ersten Stift
61, einem in das Verdichtergehäuse 1 eingebrachten zweiten
Stift 63 und einem als Lasche 65 ausgebildeten Verbin
dungselement besteht, das die freistehenden Enden der
Stifte verbindet.
Die auf der Kompression des Mediums zwischen den Spiral
körpern 13 und den Wänden der Nut 15 beruhenden, in tan
gentialer Richtung auf die Verdrängerscheibe 5 wirkenden
Kräfte können auch abgefangen werden, wenn die zur Auf
nahme dieser Kräfte vorgesehenen Lagerstellen zwischen
dem Kammergehäuse 3 und der Verdrängerscheibe 5 vorgesehen
werden.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß durch die Kompression
des Mediums zwischen den Spiralkörpern und den Wänden
der im Kammergehäuse vorgesehenen Nut in tangentialer
Richtung auf die Verdrängerscheibe wirkende Kräfte auf
treten. Es wird aus der Darstellung auch deutlich, daß
durch die Kompression des Mediums die Verdrängerscheibe
5 in Richtung der Mittelachse 11 des Kammergehäuses 3
bzw. in Richtung der Mittelachse 9 wirkenden Kräften
ausgesetzt ist, durch die die Verdrängerscheibe 5 von
dem Kammergehäuse 3 abgehoben wird. Es ist auch ohne
weiteres ersichtlich, daß diese Kräfte an verschiedenen
Stellen der Verdrängerscheibe einwirken und besonders
bei hohen Kompressionsdrücken zu einem unruhigen Lauf
der Verdrängerscheibe führen können. Durch die vier La
gerstellen zur Aufnahme axialer Kräfte und die zwei zu
sätzlich zur Exzenterwelle vorgesehenen Lagerstellen
zur Aufnahme tangentialer Kräfte wird die Verdränger
scheibe optimal geführt, was zu einem besonders ruhigen
Lauf führt.
Claims (18)
1. Spiralverdichter mit mindestens einer von einer Ex
zenterwelle (7) in einem Verdichtergehäuse (1) ge
genüber einem Kammergehäuse (3) bewegbaren Verdrän
gerscheibe (5), die an mindestens zwei vorzugsweise
als Axiallagerstellen ausgebildeten Lagerstellen
axial abgestützt und an mindestens einer von der
Exzenterwelle (7) unabhängigen Führungslagerstelle
(43; 59; 61, 63, 65) tangential abgestützt ist, da
durch gekennzeichnet, daß an den Axiallagerstellen
jeweils zwei in axialer Richtung hintereinander
angeordnete, an Gleitflächen aufeinander abgestütz
te Axiallager (29, 31) vorgesehen sind, deren Dreh
achsen gegeneinander parallel versetzt sind.
2. Spiralverdichter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drehachsen um die Exzentrizität
(e) der Exzenterwelle (7) gegeneinander versetzt
sind.
3. Spiralverdichter nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Axiallager als Axialrillenkugel
lager (29, 31) oder Axialrollenlager ausgebildet
sind.
4. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Axiallagerstellen
zwischen Kammergehäuse (3) und Verdrängerscheibe
(5) oder zwischen Verdichtergehäuse (1) und Ver
drängerscheibe (5) angeordnet sind.
5. Spiralverdichter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Axiallagerstellen
jeweils ein an der Verdrängerscheibe (5) und ein an
dem Verdichtergehäuse (1) geführtes Axiallager (29,
31) aufweisen.
6. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Axiallager (29, 31)
eine äußere und innere Führung (53, 55; 57) aufweisen.
7. Spiralverdichter nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Axiallager (29, 31) jeweils durch
einen Innenzapfen (53, 55) geführt sind.
8. Spiralverdichter nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Innenzapfen (53, 55) mindestens
eine Ausnehmung zur Demontage der Lagerringe der
Axiallager (29, 31) aufweisen.
9. Spiralverdichter nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Axiallager (29, 31) durch eine
Führungskurbel (57) geführt sind.
10. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslagerstelle
durch einen Exzenter (43) gebildet ist.
11. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslagerstelle
durch eine Kurbel (59) gebildet ist.
12. Spiralverdichter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß für den Exzenter (43) und die
Kurbel (59) Gleit- oder Wälzlager vorgesehen sind.
13. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungslagerstelle
zwei mittels eines Verbindungselements (65) verbun
dene Stifte (61, 63) aufweist, deren Mittelachsen
gegeneinander versetzt sind.
14. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängerscheibe
(5) entgegen der vom verdichteten Medium auf die
Verdrängerscheibe ausgeübten Axialkraft an minde
stens zwei Stellen mit einer vom Lieferdruck des
Spiralverdichters abhängigen axialen Druckkraft
beaufschlagbar ist.
15. Spiralverdichter nach Anspruch 14, gekennzeichnet
durch einen über die Axiallager (29, 31) eine Kraft
auf die Verdrängerscheibe (5) ausübenden, in Abhän
gigkeit vom Lieferdruck in Richtung der Mittelach
sen der Axiallager bewegbaren Kolben (35).
16. Spiralverdichter nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kolben (35) sich gegen das Ver
dichtergehäuse (1) abstützt und durch mindestens
ein elastisches Element (36) in Richtung auf die
Verdrängerscheibe (5) vorgespannt ist.
17. Spiralverdichter nach Anspruch 15 oder 16, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Begrenzung des maximalen
Lieferdrucks die Fläche des Kolbens (35) und damit
die auf die Verdrängerscheibe (5) wirkende Kraft so
gewählt ist, daß bei einem bestimmten Lieferdruck
die Verdrängerscheibe (5) vom Kammergehäuse (3)
abhebt.
18. Spiralverdichter nach einem der Ansprüche 15 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (35) ge
gen Verdrehen gesichert ist.
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1987
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