DE69260C - Spiritus-Mefsapparat - Google Patents
Spiritus-MefsapparatInfo
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- DE69260C DE69260C DENDAT69260D DE69260DA DE69260C DE 69260 C DE69260 C DE 69260C DE NDAT69260 D DENDAT69260 D DE NDAT69260D DE 69260D A DE69260D A DE 69260DA DE 69260 C DE69260 C DE 69260C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/02—Food
- G01N33/14—Beverages
- G01N33/146—Beverages containing alcohol
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
FRANZ HORNUNG in BERLIN. Spiritus - Mefsapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1892 ab.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein Längsschnitt des Apparates,
Fig. 2 ein Querschnitt des Apparates,
Fig. 3 ein Längsschnitt des Kippkastens,
Fig. 4 ein Grundrifs des Kippkastens.
Der Apparat besteht aus einem viereckigen Kasten, welcher ^durch eine Mittelwand in zwei
gleiche Abtheilungen X Y getheilt wird. Jede Abtheilung hat einen Schwimmer FF1 und
ein Ventil G G1.
Ueber beiden Abtheilungen dreht sich um die Achse α ein Kippkasten W, welcher auf
den beiden Längsseiten eine Laufbahn V hat, in denen sich je eine Rollkugel r r1 befindet.
Die Stangen der Ventile, welche durch die Schwimmer hindurchgehen und bei rn m1 geführt
sind, haben je zwei Anschlagscheiben b bl, gegen welche die Aussparungen des
Kastens W von oben bezw. von unten gegenschlagen.
Oben ist der Apparat durch einen Deckel mit Einlaufrohr c bezw. unten durch einen
Boden mit Auslaufrohr d verschlossen; die beiden Abtheilungen XY schliefst nach unten
der Boden e mit den beiden Ventilsitzen ab.
Wenn nun z. B. der Kippkasten W nach links überliegt, so befinden sich die beiden
Rollkugeln auch auf der linken Seite des Kastens; das Ventil G in Abtheilung X ist geschlossen,
in Abtheilung Y offen.
Der Spiritus fliefst nun also durch cW in X,
der Schwimmer in dieser Abtheilung hebt sich, stöfst schliefslich' an die linke Kippkastenseite,
letztere wird nach und nach bis zur waagrechten Lage dadurch gehoben, die Rollkugeln
laufen nach der rechten Seite hin, den Kasten mit herüberkippend, das Ventil in Abtheilung
Y wird geschlossen, während gleich-. zeitig Ventil G in X geöffnet wird, und der
Spiritus kann aus X fortfliefsen, während sich nun Y füllt, woselbst der Schwimmer hochsteigt
und das Spiel sich wiederholt.
Die Achse α ist mit einem Zählwerk verbunden, welches jedesmal eine Nummer weiter
rückt, wenn der Kasten nach einer Richtung kippt.
Da die Schwimmer je nach der höheren oder geringeren Stärke des Spiritus mehr oder
weniger tief eintauchen werden, so kann die obere Schwimmerstange s sl verlängert oder
verkürzt werden, damit der Kippkasten durch den Schwimmer in dem Augenblick herübergeworfen
wird, wenn auch wirklich erst genau das betreffende Quantum Spiritus in der Abtheilung
enthalten ist.
Das Gewicht der Schwimmer selbst kann durch Beschweren mit Schrot u. dergl. (mittelst
Füllloches ff1) regulirt werden.
Die Laufbahn F der Kugeln r r1 des Kippkastens
W sind nach der Mitte des Kastens hin,- also in Richtung der Drehachse geneigt,
die Kugeln werden also bereits von ihrer tiefsten Stellung fortrollen, ehe die mittelste
Kippe k, in welche der Spiritus fliefst, noch nicht ganz in die waagrechte Lage gekommen
ist. Man verhindert also hierdurch, dafs der Spiritus nicht eher in die andere Abtheilung
fiiefsen kann, bis auch wirklich mit Sicherheit die Kugeln sich auf der Seite dieser anderen
Abtheilung befinden und der Kasten also nach dieser Seite herübergezogen wird.
Als zweite Sicherheit dient ferner eine um die Achse a1 sich drehende Kippe k, welche
in der Laufrinne schräger wie diese selbst und nach der zu füllenden Abtheilung stark geneigt
liegt, und welche erst dann nach der neu zu füllenden Abtheilung umschlägt, wenn die
Laufbahnen der Kugeln schon so schief liegen, dafs letztere mit Sicherheit fortrollen können
und an dem tiefsten Ende an einen Hebel h stofsen, der die Kippe k selbst nach der neu
zu füllenden Abtheilung herunterdrückt.
Die Ventilstangen werden von einer Aussparung an jedem Ende des Kippkastens innerhalb
der beiden Anschlagscheiben b bl umfafst und sind diese Anschlagscheiben weiter aus
einander gestellt, als der Hub der Ventile beträgt, so dafs das Ventil in derjenigen Abtheilung,
die erst gefüllt werden soll, bei horizontaler Lage des Kippkastens bereits durch sein
eigenes Gewicht herabgefallen und geschlossen ist, ehe der Kasten nach dieser Abtheilung
überkippt, und wird die Aussparung des Kastens bei seiner schrägsten Stellung durch
Aufschlagen auf die untere Anschlagscheibe das bereits geschlossene Ventil nun noch besonders
festdrücken.
Ferner wird das Ventil der gefüllten Abtheilung durch Gegenschlagen der Aussparung des
Kippkastens an die obere Anschlagscheibe erst aufgerissen, wenn der Kippkasten seine horizontale
Lage bereits überschritten hat und die Rollkugeln sich schon auf der anderen Seite
des Kippkastens befinden, mithin der Spiritus auch schon in der Richtung nach dem leeren
Kasten hinfliefst. Beide Ventile sind also demnach in einer gewissen Lage des Kippkastens
gleichzeitig geschlossen und das Ventil der gefüllten Abtheilung wird nur dann geöffnet, wenn
der Spiritus die andere Abtheilung füllt.
Der obere Raum des Apparates, in welchem sich der Kippkasten bewegt, ist durch ein
äufseres Sicherheitsrohr R mit dem Ablaufrohr d verbunden; der von oben durch c einfliefsende
Spiritus kann also stets, in dem Falle allerdings ungemessen, durch c weiterfliefsen,
wenn beide Ventile bezw. der ganze Mechanismus in Unordnung gerathen und nicht mehr
functioniren sollten.
Claims (1)
- 'Pate nt-Anspruch:Ein Spiritus-Mefsapparat, welcher aus zwei Abtheilungen mit Schwimmer besteht, gekennzeichnet durch folgende Anordnungen:a) einen Kippkasten, welcher den Spiritus abwechselnd in die eine oder die andere Abtheilung leitet und dessen Rollkugelbahnen so nach der Drehachse hin geneigt sind, dafs die Kugeln bereits fortrollen, bevor die Laufri.nne für den Spiritus in die waagrechte Lage kommt, und welcher eine Kipprinne hat, die sich erst nach der anderen Seite neigt, wenn die Kugeln den Kasten schon ganz herübergeworfen haben, wodurch erreicht wird, dafs der Spiritus bis zum vollständigen Umkippen des Kastens in die gefüllte Abtheilung, deren .Ventil noch geschlossen, fliefst;b) die verstellbaren Schwimmerstangen s, welche zu dem Zwecke, die Eintauchtiefe der Schwimmer je nach der gröfseren oder geringeren Spiritusstärke verändern zu können, verlängert oder verkürzt werden und erst dann den Kasten herumwerfen, wenn die betreffende Menge Spiritus in der Abtheilung enthalten ist;c) die Anschlagscheiben b b1, welche an den Ventilstangen so gestellt sind, dafs das Ventil der zu füllenden Abtheilung schon geschlossen ist, ehe der Kippkasten nach dieser Abtheilung sich neigt, und dafs das Ventil der gefüllten Abtheilung erst von dem Kasten aufgerissen wird, wenn dieser schon nach der anderen Abtheilung die Flüssigkeit überführt;d) das Sicherheitsrohr R, das den Spiritus direct fortleitet, im Falle der Mechanismus in Unordnung gerathen und nicht mehr functioniren sollte.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69260C true DE69260C (de) |
Family
ID=342742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69260D Expired - Lifetime DE69260C (de) | Spiritus-Mefsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69260C (de) |
-
0
- DE DENDAT69260D patent/DE69260C/de not_active Expired - Lifetime
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