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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen
Verschlußaufbau für einen Beutel aus thermoplastischem Kunststoff. Die
Erfindung bezieht sich im speziellen auf einen Verschlußaufbau,
der als Reißverschluß bekannt ist.
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Ein konventioneller Metallreißverschluß weist eine Nase an
seinem Schieber auf. Herunterklappen der Nase arretiert den
Reißverschluß, so daß dieser sich nicht öffnen werden wird. Solch
ein Merkmal wurde bisher nicht bei einem
Kunststoffreißverschluß vorgesehen, obwohl Kunststoffreißverschlüsse mit
Schiebern selbst bestens bekannt sind in der Technik.
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Kunststoffreißverschlüsse weisen Profile auf und umfassen ein
Paar Steck- und Aufnahmebefestigungselemente in der Form von
wiederverschließbaren Arretiersteg- und Nutelementen mit einem
Schieber zum Öffnen und Verschließen der Steg- und Nutelemente.
Beim Herstellen eines Folienbeutels aus thermoplastischem
Kunststoff erstreckt sich ein Paar dieser Steck- und
Aufnahmebefestigungselemente entlang der Mundöffnung des Beutels, wobei
die Steck- und Aufnahmeelemente angepaßt sind, um in jeglicher
geeigneter Weise mit den flexiblen Wänden des Folienbeutels aus
thermoplastischem Kunststoff verbunden zu werden. Die Elemente
können integrale Randbereiche dieser Wände sein oder sie können
separat extrudiert und danach an die Wände entlang der
Mundöffnung des Beutels angebracht werden. Ein Verfahren zum
kontinuierlichen Bereitstellen solch eines Verschlußelementes entlang
der Folie aus thermoplastischem Kunststoff ist in der US-A-34
62 332 offenbart. In der US-A-32 59 951 ist ein Beispiel eines
Beutels aus thermoplastischem Kunststoff offenbart, wo die
Verschlußelemente separat extrudiert werden und danach an die
Wände entlang der Mundöffnung des Beutels angebracht werden.
Dieses Patent offenbart ebenso einen Schieber und flexible
Schließleisten, die angepaßt sind, um von diesem Schieber
miteinander verbunden zu werden, um einen luftdichten Verschluß zu
bilden.
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Diese Schieber zum Öffnen und Schließen der
wiederverschließbaren Verschlußelemente sind angepaßt, um mit dem Reißverschluß
durch eine endseitige Montage oder durch eine relative
Querbewegung montiert zu werden. Ein Beispiel für ein
Befestigungselement mit einer Endseitenmontage des Schiebers ist in der US-
A-32 59 951 offenbart. In einigen Fällen sind die Schieber aus
mehreren Teilen hergestellt und werden auf dem Reißverschluß
zusammengefügt. Die Montage kann vereinfacht werden, wenn der
Schieber aus einem Teil geformt ist und die Seiten in ihre
Stellungen faltbar sind, wenn dieser auf dem Reißverschluß
montiert wird.
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FR-A-21 44 100 offenbart einen Verschlußaufbau für einen Beutel
aus thermoplastischem Kunststoff, mit einem Paar flexibler
Kunststoffleisten, die trennbare Verschlußeinrichtungen
aufweisen, die sich entlang ihrer Länge erstrecken, und
wiederverschließbaren Steck- und Aufnahmeprofilelementen. Ein Schieber
ist ebenso zum Verschließen der Elemente vorgesehen; und
Einrichtungen sind bereitgestellt, um den Schieber in der
geschlossenen Stellung zu halten.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Verschlußaufbau für einen Beutel aus thermoplastischem Kunststoff
bereitzustellen, in welchem der Verschlußaufbau durch einen
Schieber geöffnet und geschlossen werden kann und worin ein
zusammenwirkender Verriegelungsaufbau bereitgestellt ist, um das
Gefühl eines sicheren Verschlusses bereitzustellen, wenn der
Schieber seine geschlossene Stellung auf dem Reißverschluß
erreicht hat.
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Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Verschlußaufbau für
einen Beutel aus thermoplastischem Kunststoff mit einem Paar
flexibler Kunststoffleisten bereitgestellt, die trennbare
Verschlußeinrichtungen aufweisen, die sich entlang deren Länge
erstrecken und wiederverschließbare Steck- und
Aufnahmeprofilelemente an den jeweiligen Leisten aufweisen, wobei die Steck- und
Aufnahmeelemente eine komplementäre Querschnittsform derart
aufweisen, daß sie durch Zusammenpressen der Elemente
geschlossen werden, einem Schieber, der in gespreizt aufsitzender Weise
auf den Leisten zum Schließen der wiederverschließbaren
Steckund Aufnahmeelemente aufsitzt, und Verriegelungseinrichtungen
zum Halten des Schiebers in der geschlossenen Stellung, wenn
der Schieber das geschlossene Ende auf seinem Weg entlang der
Kunststoffleisten erreicht hat, wobei die
Verriegelungseinrichtung einen zusammenwirkenden Hakenaufbau an dem Schieber und
mindestens einem der Kunststoffleisten umfaßt, wobei der
Hakenaufbau beabstandet ist von den Steck- und
Verschlußarretierelementen und im Eingriff steht, wenn der Schieber sich an seinem
geschlossenen Ende seines weges auf den Kunststoffleisten
befindet.
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Bevorzugterweise umfaßt der zusammenwirkende Hakenaufbau einen
Aussparungsaufbau an dem Schieber und zusammenwirkende
Vorsprünge an mindestens einem der Kunststoffleisten.
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Wünschenswerterweise ist ein Paar der Aussparungen an dem
Schieber zum Zusammenwirken mit Vorsprüngen an beiden
Kunststoffleisten vorgesehen.
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Es ist bevorzugt, daß der Schieber aus Kunststoff hergestellt
ist.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Beutel aus
thermoplastischem Kunststoff vorgesehen, mit einem Paar
einander zugerichteter Seitenwände, die einen Öffnungsmund an einem
Ende des Beutels begrenzen, und mit einem Befestigungsaufbau
wie oben beschrieben, der entlang des Öffnungsmundes zum Öffnen
und Schließen des Öffnungsmundes angeordnet ist.
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Bezug wird nun auf die beigefügten Zeichnungen genommen, in
welchen:
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Fig. 1 eine perspketivische Teilansicht eines
Kunststoffbeutels mit einem Verschlußaufbau gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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Fig. 2 eine Vorderansicht des in Figur 1 gezeigten
Verschlußaufbaus; und
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Fig. 3 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 in
Figur 2 geschnitten.
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Bezugnehmend auf Figur 1 ist ein Verschlußaufbau dargestellt,
welcher einen Kunststoffschieber 10 und einen profilierten
wiederverschließbaren Kunststoffverschluß 11 umfaßt. Der Schieber
10 und Verschluß 11 sind speziell geeignet für Beutel aus
thermoplastischem Kunststoff und ähnlichem und der Schieber 10
ist in den Figuren 1 und 2 auf dem Verschluß 11 an der
Oberkante oder Öffnungsmund eines Beutels B aus thermoplastischem
Kunststoff montiert gezeigt. Der Beutel B kann aus einer
geeigneten Folie aus thermoplastischem Kunststoff, wie z.B. aus
Polyethylen oder Polypropylen oder äquivalenten Werkstoffen,
hergestellt sein.
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Der Beutel B ist aus einem Paar flexibler Kunststoffolien 12
und 13 geformt, die an dem Boden miteinander verbunden sind und
Oberkanten mit einem Paar flexibler Kunststoffleisten 14 und 15
aufweisen, die trennbare Kunststoffeinrichtungen umfassen, die
sich entlang deren Länge erstrecken und wiederverschließbare
Steck- und Aufnahmeprofilelemente in Form von Steg- und
Nutelementen 16 und 17 an den jeweiligen Leisten umfassen, um den
Verschluß 11 zu formen. Die Leisten 14 und 15 können separat
extrudiert werden und an die jeweiligen Seiten des
Beutelöffnungsmundes befestigt werden oder die Leisten 14 und 15 können
zusammen mit den Seiten des Beutelöffnungsmundes extrudiert
werden. Die Leisten 14 und 15 umfassen profilierte Führungen 18
und 19 die sich entlang deren Länge parallel zu den Steg- und
Nutenelementen 16 und 17 erstrecken und die Steg- und
Nutenelemente 16, 17 weisen komplementäre Querschnittsformen derart
auf, daß sie durch Zusammenpressen der Elemente mit dem
Schieber 10 verschlossen werden.
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Die Querschnittsform der Steck- und Aufnahmeelemente, die die
Steg- und Nutprofile 16 und 17 aufweisen, können von jeglicher
Art sein, jedoch bevorzugterweise von der Art, wie in der WO-
91/13564 offenbart.
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Wie in Figur 1 gesehen werden kann, sitzt der Schieber 10 in
gespreizt aufsitzender Weise auf dem Verschlußelement 11 am
oberen Ende des Beutels B auf und ist zum Öffnen oder Schließen
des wiederverschließbaren Verschlußelementes 16 oder 17 des
Verschlusses 11 angepaßt. Der Schieber 10 ist aus einem
einzigen Teil geformten Kunststoffes hergestellt und umfaßt einen
Trennfinger 9, Figur 2, und einen komplementären
Arretieraufbau, der entlang des Verschlusses 11 sich bewegt. Der Schieber
10 kann aus jeglichem geeigneten Kunststoff wie z.B. aus Nylon,
Polypropylen, Penystyrol, Delrin oder ABS hergestellt sein.
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In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfaßt der
komplementäre Aufbau ein Element mit umgekehrter U-Form mit einem
Quertragelement oder Körper 20 von welchem der Trennfinger 9
herunterhängt. Der Körper 20 ist selbst U-förmig und umfaßt zwei
integrale, voneinander beabstandete und nach unten weisende Beine
20a und 20b (nicht gezeigt) auf. Der Trennfinger 9 ist zwischen
den Beinen 20a, 20b angeordnet. Der Körper 20 ist angepaßt, um
sich entlang der Oberkanten der Führungen 18 und 19 zu bewegen,
wobei die Beine 20a, 20b diese Elemente in gespreizt
aufsitzender Weise umgeben und der Finger 9 zwischen den Führungen 18
und 19 angeordnet ist. Der Körper 20 umfaßt ebenso ein Paar von
angelenkten "Flügeln" oder Seitenwänden 21 oder 22, die nach
unten in ihre Endstellung gefaltet werden können.
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Die Flügel 21 und 22 sind an dem Hauptschieberkörper 20 durch
einen Gelenkaufbau angelenkt, welcher an den gegenüberliegenden
Enden der Beine 20a und 20b angeordnet ist. Die Flügel 21 und
22 haben eine mittige Öffnung, in welche die Beine 20a, 20b
sich erstrecken, und die Flügel 21 und 22 sind nach unten in
ihre Endstellung, wie in Figur 1 gezeigt, gefaltet. Wenn die
Seitenwände 21 und 22 in die Position gefaltet sind, wie in
Figur 1 gezeigt, arretiert ein
Zusammendrückverriegelungsmechanismus (nicht gezeigt) die Seitenwände 21 und 22 in ihrer
gefalteten Stellung, mit den nach unten weisenden Beinen 20a und
20b. In dieser montierten Stellung sind die Schultern 21c und
22c an den Seitenwänden 21 und 22 unter dem Boden der
Verschlußelemente 16 und 17 angeordnet, um den Schieber 10 vom Abheben
vom Verschluß 11 zu verhindern. Die faltbaren, nach unten
weisenden Seitenwände 21 und 22 erstrecken sich von einem
Öffnungsende 10a des Schiebers 10 zu einem Verschlußende 10b.
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Die Seitenwände 21 und 22 und die nach unten weisenden Beine
20a und 20b sind weiter voneinander an dem Öffnungsende 10a des
Schiebers 10 beabstandet, um das Trennen der Steg- und
Nutelemente 16 und 17 durch den Finger 9, der mit den Führungen 18
und 19 in Eingriff steht, zu ermöglichen, und ausreichend eng
zueinander angeordnet an dem Verschlußende 10b des Schiebers,
um die Steg- und Nutelemente 16 und 17 in Arretierung zu
pressen, wenn der Schieber 10 in einer Verschlußrichtung von der
Position in Figur 1 in die geschlossene Stellung in Figur 2
bewegt wird.
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Wie in den Figuren 1 bis 3 gesehen werden kann, sind die
extrudierten Leisten 14 und 15 mit Vorsprüngen 14p und 15p versehen,
welche sich nach außen von der Oberfläche der Leisten 14 und 15
erstrecken. Die Vorsprünge 14p und 15p sind geformt, um in
entsprechend korrespondierenden Aussparungen oder Ausnehmungen 21n
und 22n, die in den unteren Bereichen der Seitenwände 21 und 22
des Schiebers 10 geformt sind, aufgenommen zu werden. Wie in
Figur 1 und 3 gesehen werden kann, sind die Aussparungen 21n
und 22n in gegenüberliegenden vertikalen Oberflächen der
Schultern 21c und 22c geformt.
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Die Enden der Aussparungen 21n und 22n sind an dem Öffnungsende
10a des Schiebers 10, Figur 3, offen, um eine trichterförmige
Öffnung bereitzustellen, um den Vorsprüngen 14p und 15p zu
ermöglichen, in die Aussparung 21n und 22n einzutreten, wenn der
Schieber 10 zu dem Verschlußende des Verschlusses 11, Figur 2
und 3, bewegt wird. Die Vorsprünge 14p und 15p sind bezüglich
des Verschlußendes von dem Verschluß 11 beabstandet, so daß,
wenn der Schieber 10 das Ende seines Verschiebeweges auf dem
Verschluß 11 in der Verschlußrichtung erreicht, die Vorsprünge
14p und 15p in den Aussparungen oder Ausnehmungen 21n und 22n
aufgenommen werden. Dieses gibt dem Verwender des Beutels die
Gewißheit, daß der Beutel mit Sicherheit geschlossen ist. Wenn
der Verschluß 11 nicht mit Endstoppern versehen ist, dienen die
zusammenwirkenden Vorsprünge und Aussparungen zum Halten des
Schiebers, damit dieser nicht über das Verschlußende des
Verschlusses hinausbewegt und von dem Beutel getrennt wird.
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Die gegenüberliegenden Enden des Verschlusses 11 können mit
Endstoppern 30 versehen sein, die aus dem Material an den
gegenüberliegenden Enden des Verschlusses 11 geformt sind und von
dem Verschluß in einem Abstand hervorstehen, ausreichend, um
mit dem Schieber 10 in Eingriff zu stehen, um den Schieber
daran zu hindern über die entsprechenden Enden des Verschlusses
hinausbewegt zu werden und sich von dem Beutel zu lösen. Wenn
der Verschluß 11 mit Endstoppern 30 versehen ist, sind die
Vorsprünge 14p und 15p bezüglich der Stopper 30 an dem
geschlossenen Ende des Verschlusses 11 beabstandet, so daß, wenn der
Schieber 10 das Ende seines Verfahrweges auf dem Verschluß 11
in der Verschlußrichtung erreicht, die Vorsprünge 14p und 15p
in den Aussparungen oder Ausnehmungen 21n oder 22n aufgenommen
werden.
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Während eine Art eines zusammenwirkenden Hakenaufbaus
beschrieben und gezeigt worden ist mit Bezug auf die Schieber und
Kunststoffleisten, so soll es verstanden sein, daß andere
zusammenwirkende Hakenaufbauten verwendet werden können zur
Ausübung derselben Funktion, das bedeutet, daß diese dem Verwender
des Beutels das Gefühl eines sicheren Verschlusses geben. Die
Vorsprünge und Ausnehmungen, die hierin zum Bereitstellen der
zusammenwirkenden Hakenstruktur offenbart wurden, können an
anderen Stellen als den gezeigten angeordnet sein.